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28.11.2016 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

Hochschule Hannover gründet Institut für E-Mobilität

Autor:
Benjamin Auerbach

Die Hochschule Hannover will die Forschung rund um die E-Mobilität interdisziplinär vorantreiben. Ein neues Institut soll dabei helfen, die Antriebs- und Regelungstechnik der E-Mobile zu optimieren.

Die Hochschule Hannover (HsH) hat Ende Oktober das Institut für Konstruktionselemente, Mechatronik und Elektromobilität (IKME) gegründet. Ziel der Neugründung sei, die Elektromobilität durch die Verzahnung der unterschiedlichen Disziplinen voranzubringen. Acht Professorinnen und Professoren der Fakultäten I – Elektro – und Informationstechnik – und II –Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik – sollen mit insgesamt 22 Mitarbeitenden daran forschen, die Antriebs- und Regelungstechnik der E-Mobilität zu optimieren und neue Fertigungswege aufzuzeigen.

Können Mikro-BHKW die Reichweite erhöhen?

Geleitet wird das Institut von Professor Dr.-Ing. Lars-Oliver Gusig, der seinen Forschungsschwerpunkt auf der Skalierbarkeit mobiler Mikro-Blockheizkraftwerke (BHKW) gelegt hat – auch mit der Fragestellung: Können mobile BHKWs als On-bord-Lösung die Reichweite von Elektroautos steigern? Die Ergebnisse sollen zunächst theoretisch, dann auch konstruktiv übertragen und die Praxistauglichkeit exemplarisch für die Automobilindustrie an einem Prototypen überprüft werden. Ebenfalls im Forschungsfokus stehen das induktive Laden und die Wasserstofftechnologie.

1200 Quadratmeter Laborfläche

Neben der Ermittlung der Einsatzgrenzen unterschiedlicher Antriebstechnologien soll im IKME eine geeignete Abstimmung der Systemkomponenten zur optimalen Energieeffizienz gefunden werden. Dafür stehen 1200 Quadratmeter Laborfläche zur Verfügung – darunter auch eine Kfz-Werkstatt, wo Prototypen gebaut und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren umgerüstet werden können. "Gerade aktuell haben wir den Umbau einen VW Bulli T3 abgeschlossen. Fünf Maschinenbaustudenten haben das Fahrzeug umgerüstet und dabei den Fokus auf die größtmögliche Effizienz gelegt", sagt Gusig, den vor allem Fragen nach Fahrprofil und Fahrzyklen umtreiben, für die er Szenarien entwickelt. Denn das Nutzungsverhalten und die Bereitschaft zur Multimobilität seien maßgeblich für die Forschung rund um die Mobilität der Zukunft.

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