Lade-App ist meistgenutzte Zahlungsmethode an der E-Ladesäule
- 21.02.2025
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Vertragsgebundene Bezahlmethoden erfreuen sich beim Laden an öffentlichen E-Ladesäulen größter Beliebtheit. Offene Ad-hoc-Bezahlmethoden holen aber auf und gewinnen an Bedeutung.
Die meistgenutzte Zahlungsmethode für alle sechs untersuchten europäischen Märkte ist die kostenpflichtige App mit einem Zahlungsmittel, das in der App hinterlegt werden muss. Ad-hoc-Methoden werden nach der Einführung der AFIR-Verordnung zunehmend wichtiger.
Springer Fachmedien Wiesbaden
Ladekarte, Lade-App, Girokarte oder Smartphone-Wallet? Die Möglichkeiten zum Bezahlen an der Ladesäule sind vielfältig. Die vertragsgebundenen Bezahlmethoden wie Ladekarte, Lade-App oder Plug&Charge liegen in der Gunst der öffentlich Ladenden aber weiterhin vorne, wie das Marktforschungsunternehmen Uscale in einer Studie ermittelt hat, die die Vorlieben der europäischen E-Auto-Fahrer (Deutschland, Frankreich, UK, Italien, Spanien, Niederlande) an der Ladesäule untersucht hat. Offene Ad-hoc-Bezahlmethoden würden aber aufholen und in geringem Abstand folgen.
Demnach würden sich Kredit-, Debit- und Girokarten bei E-Auto-Fahren in Europa großer Beliebtheit erfreuen, um sich an Ladesäulen zu autorisieren und zu bezahlen. Gemittelt über die 5 größten europäischen Märkte Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande als weiteren wichtigen E-Auto-Markt sollen 46 % der BEV-Fahrer häufig oder immer die Kredit-, Debit- oder Girokarte an öffentlichen Ladesäulen benutzen. 39 % würden an der Ladesäule häufig oder immer ad-hoc mit dem Smartphone zahlen. Den Anstoß für die vertragsunabhängigen Formen der Autorisierungs- und Bezahlmethoden hatte die AFIR-Richtlinie gegeben, die seit April 2024 die Möglichkeit zur Kartenzahlung an vielen öffentlichen Ladesäulen in allen EU-Ländern verpflichtend vorschreibt.
Doch laut der Studie ist das nicht das Ende der Ladekarten, -Apps und RFID-Chips, den sogenannten Closed-Loop-Systemen, die für das vertragsgebundene Laden stehen. Denn die beliebteste Zahlmethode sei weiterhin die Lade-App, die 65 % der befragten E-Auto-Fahrer häufig oder immer nutzen. In Deutschland habe die Lade-App sogar um 16 % zugelegt. Auf Platz 2 folgt Plug&Charge mit 50 %, auf Platz 3 die Ladekarte mit 46 % gleichauf mit der Ad-hoc-Kartenzahlung.
Länder zeigen Unterschiede
Die Analyse zeigt zudem, dass die verschiedenen Märkte bzw. Länder unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich der Zahlungsmittel haben. Demnach würden Kreditkarten in Spanien und Italien deutlich häufiger genutzt werden als in den übrigen Ländern. Die EV-Fahrenden in Großbritannien würden am häufigsten mit Plug&Charge zahlen, in den Niederlanden habe die Ladekarte die Nase vorn.
Der für die Befragten wichtigste Grund für die Wahl ihrer bevorzugten Autorisierungs- und Bezahlmethode sei der Komfort, so die Studie, wobei die Befragten Komfort unterschiedlich interpretierten. Nutzer von Open-Loop-Systemen würden dagegen die Unabhängigkeit von bestimmten Anbietern als wichtigsten Nutzungsgrund nennen.