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12.09.2017 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

Volkswagen verkündet umfassende Elektro-Offensive

Autor:
Christiane Köllner

Volkswagen will massiv in die Elektromobilität investieren. Bis spätestens 2030 will der Konzern sein gesamtes Modellportfolio durchgängig elektrifizieren. 

Mit der "Roadmap E" startet der Volkswagen-Konzern eine umfassende Elektrifizierungsoffensive. Die Konzernmarken sollen 80 neue Elektrofahrzeuge bis 2025 auf den Markt bringen – 50 reine E-Fahrzeuge und 30 Plug-in-Hybride. Das hat der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller beim Konzernabend zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt mitgeteilt. Zugleich sollen Milliarden in Batterietechnik investiert werden.

Volkswagen geht davon aus, dass im Jahr 2025 bereits etwa jedes vierte neue Fahrzeug des Konzerns – und damit je nach Marktentwicklung bis zu drei Millionen Einheiten jährlich – rein batterieelektrisch angetrieben sein könnte.

Bis spätestens 2030 will Volkswagen sein gesamtes Modellportfolio durchgängig elektrifizieren. Das heißt: Spätestens dann soll es von jedem der rund 300 Konzernmodelle mindestens eine elektrifizierte Variante geben – über alle Marken und Märkte hinweg. "Wir haben verstanden und wir werden liefern. Das ist keine unverbindliche Absichtserklärung, sondern eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen", sagte Müller.

Investitionen in E-Mobilität werden hochgefahren

Bis 2030 will der Konzern mehr als 20 Milliarden Euro für direkte Investitionen in die Industrialisierung der Elektromobilität bereitstellen: in neue Fahrzeuge, die auf zwei völlig neu entwickelten Elektroplattformen basieren, in die Anpassung der Werke und die Qualifizierung der Belegschaften, in die Ladeinfrastruktur, in Handel und Vertrieb und nicht zuletzt in die Batterietechnik und -produktion.

Beim Thema "Batterie" setzt Volkswagen auf eine mehrstufige mittel- bis langfristige Strategie: Zunächst wurde die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern im "Center of Excellence" Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf, um Produktions-Know-how zu sammeln. Allein für die Ausstattung der eigenen E-Flotte mit Li-Ionen-Batterien benötige der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität in einer Größenordnung von mehr als 150 GWh pro Jahr. Dafür hat das Unternehmen ein Beschaffungsvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro ausgeschrieben. Perspektivisch bereitet man sich auf die Feststoffbatterie vor. 

Mit der Ankündigung seiner beschleunigten Elektrifizierungsoffensive spricht sich der Volkswagen Konzern zugleich für einen geordneten Systemwechsel aus – mit dem modernen Verbrennungsmotor als Brücke in das Elektro-Zeitalter.

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