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22.09.2016 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

Fuso eCanter kommt ab 2017 in Kleinserie

Autor:
Christiane Köllner

Fuso bringt den eCanter 2017 in Kleinserie auf den Markt. Die dritte Generation des vollelektrischen Leicht-Lkw ist mit einem neuen Permanent-Synchron-Elektromotor ausgestattet.

Mit dem eCanter präsentiert Fuso auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 die dritte Generation des rein elektrisch angetriebenen leichten Lkw. Damit verkündet Fuso den Start einer Kleinserie, die ab 2017 an Kunden in Europa, den USA und Japan ausgeliefert werden soll. Der Fuso eCanter ist die Weiterentwicklung des Fuso Canter E-Cell, die sich nicht nur optisch, sondern auch technisch vom Vorgängermodell unterscheidet. Der neue Fuso eCanter profitiert von den Erkenntnissen der Kundenerprobungen in Portugal und Deutschland mit der zweiten Generation. Dafür sei der Antrieb in seiner Leistung weiterentwickelt worden mit gesunkenen Technologiekosten für Batterien und Komponenten, so das Unternehmen.

Verschieden kombinierbare Batteriesätze

Im neuen eCanter wird ein neuer Permanent-Synchron-Elektromotor mit einer Leistung von 185 kW sowie einem Drehmoment von 380 Nm verwendet. Die Kraft wird in bewährter Weise über ein Einganggetriebe auf die Hinterachse übertragen.

Das Premierenfahrzeug auf der IAA verfügt über eine Batteriekapazität von 70 kWh. Je nach Aufbau, Beladung sowie Einsatzprofil sei damit eine Reichweite von mehr als 100 km ohne stationäres Nachladen möglich. Die Batterien verteilen sich beim eCanter auf fünf Pakete: eines mittig im Rahmen unmittelbar hinter der Kabine sowie jeweils zwei weitere links und rechts des Rahmens. Es handelt sich um wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterien. Die Fahrgestell-Tragfähigkeit des 7,49-Tonners beläuft sich auf 4,63 t für Aufbau und Ladung.

Für die anstehende Kleinserie sind individuelle Batteriesätze mit drei bis sechs Batteriesets à 14 kWh geplant. Damit soll sich der eCanter an die jeweiligen Kundenbedürfnisse in puncto Reichweite, Preis und Gewicht anpassen. Dieses Konzept basiert laut Fuso auf der Erfahrung, dass manche Kunden weniger Reichweite, dafür aber mehr Zuladung benötigen, während andere zugunsten von mehr Reichweite (mehr Batteriesets) auf Zuladung verzichten können. Innerhalb einer Stunde kann das Fahrzeug auf 80 Prozent Kapazität mit Gleichstrom an einer Schnellladestation geladen werden, alternativ in sieben Stunden auf 100 Prozent mit Wechselstrom. Künftig wird auch eine Schnellladung mit 170 kW in nur einer halben Stunde möglich sein, das bedeutet 80 Prozent Batteriekapazität. Geladen wird mit dem genormten Combo-2-Stecker (auch CCS genannt).

Weiterentwicklung des Vorgängermodells Fuso Canter E-Cell

Die Ergebnisse eines einjährigen Praxistests mit der zweiten Generation des Fuso Canter E-Cell hätten laut Fuso gezeigt, dass sich mit dem Fahrzeug rund 1000 Euro auf 10 000 km im Vergleich zu einer Dieselversion sparen lassen. Ergänzt um etwa 30 Prozent niedrigere Wartungskosten liefere Fuso eine wirtschaftliche Lösung für seine Kunden.

Die Serienproduktion des Canter Eco Hybrid startete im Jahr 2006, seit 2012 wird die zweite Generation gefertigt. Auf der IAA 2010 präsentierte Fuso die erste Generation des elektrisch angetriebenen Canter E-Cell, 2014 folgte die zweite Generation. Der vollelektronische Fuso eCanter, der dieses Jahr seine Weltpremiere auf der IAA feiert, stellt die dritte Generation dar und wird 2017 in Kleinserie produziert werden.

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2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

Antrieb

Quelle:
Nutzfahrzeugtechnik

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