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21.02.2017 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

MAN testet E-Trucks in Österreich

Autor:
Benjamin Auerbach
2 Min. Lesedauer

MAN schickt seine eTruck-Studie für den städtischen Lieferverkehr ab Ende 2017 bei neun Partnerunternehmen aus Österreich in den Testeinsatz. Die Fertigung einer Kleinserie ist ab Ende 2018 geplant.

MAN ist eine Entwicklungspartnerschaft mit dem Council für nachhaltige Logistik (CNL) eingegangen. Gemeinsam wollen die Partner die Elektro-Studie einer Sattelzugmaschine für den städtischen Verteilerverkehr testen. Im Zuge der Kooperation mit CNL, einem Zusammenschluss aus fünfzehn der größten österreichischen Unternehmen aus den Bereichen Handel, Logistikdienstleister und Produktion, wird MAN ab Ende 2017 neun CNL-Mitgliedern Erprobungsfahrzeuge für Tests im Praxiseinsatz zur Verfügung stellen.

Den Antrieb des MAN-City-Truck-Konzeptfahrzeugs übernimmt ein 250 kW Elektromotor, der seine 2700 Nm Drehmoment ohne Schaltgetriebe über eine Kardanwelle an die Hinterachse leitet. Nebenaggregate wie Servolenkung, Luftkompresser sowie die Klimaanlage werden elektrisch betrieben und über das Energiemanagement gesteuert. Über Bremsenergie-Rückgewinnung wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in den Schubphasen in elektrische Energie umgewandelt und in die Batteriespeicher zurückgeführt. Die Energie für den Lkw liefern leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien aus dem Volkswagen-Konzern, die unter dem Fahrerhaus über der Vorderachse angeordnet sind, wo bei herkömmlichen Fahrzeugen der Diesel-Antriebsstrang platziert ist. Das Sattelzug-Konzeptfahrzeug lässt bei maximaler Batteriekapazität und je nach Einsatz Tagesfahrleistungen bis 200 Kilometer zu.

Praxiserprobung als Entwicklungsschritt zur Serie

Die eTruck-Studie bildet den technischen Grundentwurf für die Entwicklung der Fahrzeuge, die ab Ende 2017 in die Praxiserprobung bei neun CNL-Partnerunternehmen gehen. Dabei wird es sich um Fahrzeuge auf Basis der MAN-TGM-Baureihe handeln, vorwiegend 6x2-Fahrgestelle mit Kühlkoffern, Wechselbehältern und Getränkeaufbauten. Zum Erprobungsumfang gehört aber auch eine Sattelzugkombination. Die Erkenntnisse aus den Praxiserprobungen mit den Versuchsfahrzeugen wird MAN in die Entwicklung eines künftigen Serienproduktportfolios von elektrisch angetriebenen Lkw einfließen lassen.

Die Erprobung in Österreich ist Teil der eMobility-Roadmap von MAN für innerstädtische Transportlösungen, die ab 2021 Teil des Produktangebotes werden sollen. In diesem Zusammenhang will MAN bis 2018 zunächst eine Vorserienversion eines Batteriebusses (BEV) der Öffentlichkeit präsentieren. Die Serienproduktion eines zu 100 Prozent elektrisch angetriebenen Stadtbusses soll Ende 2019 folgen. Das technologische Know-how des eMobility-Baukastens aus dem Busbereich werde auch für Anwendungen im Elektro-Lkw zur Verfügung stehen. Für den eTruck-Bereich ist im Anschluss an die Ende 2017 beginnenden Praxistests durch die CNL-Unternehmen ab Ende 2018 die Fertigung einer ersten Kleinserie am Standort Steyr geplant. Anfang 2021 folgt die Serienfertigung von Elektro-Lkw.

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