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05.07.2018 | Elektromobilität | Nachricht | Onlineartikel

Dera warnt vor Knappheit bei Batterierohstoffen wie Kobalt

Autor:
Patrick Schäfer
1 Min. Lesedauer

Die Deutsche Rohstoffagentur sieht die Versorgung mit Batterierohstoffen im Zuge der aufkommenden Elektromobilität gefährdet. Vor allem bei Kobalt sei die Lage kritisch.

Die Batterierohstoffe Kobalt, Lithium, Nickel und Graphit sind derzeit besonders gefragt. Sie sind Bestandteile aktueller Lithium-Ionen-Batterien. Ausgerechnet beim Rohstoff mit den höchsten Beschaffungsrisiken – Kobalt – sei die Lage besonders kritisch. Das ist ein Ergebnis des Industrie-Workshops, den die Dera gemeinsam mit mehr als 100 Vertretern aus Industrie, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft veranstaltete.

Ein entscheidendes Problem ist die einseitige Versorgungslage mit Kobalt. Laut Dera hält die Demokratischen Republik Kongo einen Marktanteil von über 60 Prozent. "Wir gehen davon aus, dass sich – getrieben durch die Elektromobilität – die Nachfrage nach Kobalt bis 2026 auf rund 225.000 Tonnen verdoppeln wird", sagt Siyamend Al Barazi, Kobaltexperte der Dera. Bis 2026 könnte damit der Marktanteil des größten Kobaltproduzenten aus Zentralafrika auf über 70 Prozent steigen. 

Hohe Nachfrage bei Kobalt lässt Preise explodieren

Diese Entwicklung lässt sich auch an den Preisen ablesen: So habe sich der Preis für eine Tonne Kobalt von 2016 bis heute inzwischen auf über 90.000 US-Dollar vervierfacht. Durch die ansteigende Nachfrage könnte der Rohstoff noch teurer werden und die Versorgungsituation weiter erschweren. Auch die Nachfrage nach Seltenen Erden sieht die Dera durch ihre Verwendung in Permanentmagneten kritisch, ebenso viele Hochtechnologiemetalle, die in der Elektrotechnik verwendet werden.

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