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19.02.2020 | Elektromobilität | Interview | Onlineartikel

"Wer zu spät reagiert, wird zu den Verlierern gehören"

Autor:
François Baumgartner
2 Min. Lesedauer

Abseits der Abgasskandalkrise arbeitet der VW-Konzern an der Transformation seines Geschäftsmodells. Chefstratege Michael Jost ist sicher: Nur mit E-Autos sind die Klimaziele zu erreichen.

return: Herr Jost, warum setzen Sie nicht auf Treibstoff-Alternativen wie Wasserstoff statt vor allem auf Elektromobilität?

Michael Jost: Das Schlüsselelement unserer CO2-Strategie ist die Elektromobilität, da es auf absehbare Zeit keine Alternative zum batterieelektrischen Antrieb gibt. Über den gesamten Lebenszyklus von 200.000 Kilometern arbeitet ein Elektroauto im Vergleich zu allen anderen Antrieben deutlich energieeffizienter. Das belegen unabhängige Studien. Wasserstoffautos sind zudem aktuell weder für eine Vielzahl von Nutzern bezahlbar, noch können wir die notwendige Infrastruktur dafür schnell hoch skalieren. Dennoch stellen wir bei Volkswagen nicht die Forschung an alternativen Antriebsformen wie der Brennstoffzelle ein. Wir sind aber davon überzeugt, dass die Elektromobilität die Antriebsform ist, um die Klimaziele erfüllen zu können.

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Abseits der Abgasskandalkrise arbeitet der VW-Konzern an der Transformation seines Geschäftsmodells. Chefstratege Michael Jost ist sicher: Nur mit E-Autos sind die Klimaziele zu erreichen.

Was erwarten Sie für die Datenkonnektivität im Fahrzeug?

Autos werden in Zukunft über ihre digitale Leistungsfähigkeit definiert. Die Software entscheidet darüber, wie Kunden ihren Wagen erleben und nutzen. Das sind Chancen, die wir nicht aus der Hand geben wollen. Deshalb werden wir deutlich mehr Software selbst entwickeln. Mit der Car-Software-Organisation bauen wir eine eigene Geschäftseinheit für Software-Entwicklung auf. Dort sollen bis 2025 mehr als 10.000 internationale Experten unter einem Dach arbeiten. Darüber hinaus werden wir unsere Kompetenzen durch eine enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern weiter verstärken. Mit Microsoft entwickeln wir die Volkswagen Automotive Cloud für unsere weltweite Fahrzeugflotte, die damit voll vernetzt und immer online ist.

Vom Umbau sollen Umwelt und Aktionäre profitieren. Welche großen Transformationen stoßen Sie an?

Volkswagen wandelt sich zum Anbieter nachhaltiger Mobilitätslösungen. Man sagt Volkswagen nicht immer die größte Beweglichkeit nach. Aber wir werden, was die Breite und Konsequenz betrifft, tatsächlich Pionier sein. Volkswagen hat den Systemwechsel angestoßen. Der ID.3, dessen Produktion in Zwickau angelaufen ist, ist ein Ergebnis. Er wird CO2-neutral ausgeliefert, bietet genügend Reichweite, ist voll vernetzt und On-Air-Upgrade-fähig. Wir sorgen dafür, dass man auch in Zukunft mit einem guten Gefühl mobil ist. Die großen Themen sind Elektromobilität, Digitalisierung, Konnektivität. Außerdem werden wir intelligente Mobilitätslösungen anbieten, die wir schon auf die Straße gebracht haben mit Weshare, dem vollelektrischen Carsharing-Angebot, und Moia.

Das vollständige Interview mit Michael Jost können Sie in "return - Magazin für Transformation und Turnaround", Ausgabe 1/2020 lesen.

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