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31.07.2019 | Elektromotor | Nachricht | Onlineartikel

Forschungsprojekt will Permanentmagnet-Recycling vorantreiben

Autor:
Christiane Köllner
1:30 Min. Lesedauer

Das Projekt Susmagpro will das Recycling von Seltenerdmagneten optimieren. Dazu sollen unter anderem vier neuartige Pilotanlagen aufgebaut werden. 

Das vierjährige Forschungsprojekt Susmagpro hat begonnen. Im Projekt geht es um nachhaltige Rückgewinnung, Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Seltenerdmagneten in einer Kreislaufwirtschaft. Es wird von der Europäischen Kommission durch das Programm Horizont 2020 gefördert. 19 Projektpartner und ein assoziierter Partner aus neun europäischen Ländern wirken daran mit. Koordiniert wird es von der Hochschule Pforzheim.

Das Ziel von Susmagpro ist es, "das Recycling von Magneten zu revolutionieren", heißt es in einer Mitteilung. Das Projekt stellt sich der Herausforderung, Seltene Erdelemente (auch REEs kurz bezeichnet, aus dem Englischen rare-earth elements) aus leistungsstarken Magneten zurückzugewinnen und wiederaufzubereiten, die derzeit in Europa eine zu niedrige Recyclingquote von weniger als ein Prozent aufweisen. Diese Materialien sind kritische Komponenten, da sie in mehreren Hightech-Industrien wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, E-Mobilität, Windkraft und Konsumgüter gebraucht werden.

Vier neuartige Pilotanlagen geplant

"Angesichts der aktuellen Diskussionen über die Einfuhrzölle im Trump-Handelskrieg erwägt China, die Exporte von seltenen Erden in die USA zu beschränken. Auch die europäische Industrie wäre stark betroffen, sodass diese Angelegenheit leider dringender denn je ist", sagt Professor Carlo Burkhardt vom Institut für strategische Technologie- und Edelmetalle (STI) der Hochschule Pforzheim, der das Projekt koordiniert.

Im Rahmen des Projekts sollen vier neuartige Pilotanlagen für das nachhaltige Recycling von Permanentmagneten zum Reifegrad (Technology Readiness Levels, TRLs) 6-7 entwickelt und demonstriert (Technologie- oder Systemprototypen, die im relevanten / betrieblichen Umfeld demonstriert werden) werden. Dabei werde sekundäres REE-Material zu neuen magnetischen Komponenten aufbereitet und in Endprodukte integriert, die in der zweiten Projekthälfte in einer Roadshow präsentiert werden sollen. Die neuartigen Technologien und Materialen werden über die gesamte Wertschöpfungskette stattfinden.

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