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Neues Röntgenverfahren für Materialtests bei E-Motoren

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Kooperation der Universität Hamburg mit Audi Hungaria: Die Partner wollen ein neuartiges Röntgenverfahren für Materialtests bei Elektromotoren einsetzen. 

Ein Team der Universität Hamburg arbeitet in Kooperation mit Audi Hungaria an einem neuartigen Röntgenverfahren für Materialtests bei Elektromotoren. (Symbolbild)


Die Röntgenfluoreszenz-Bildgebung hat in der vergangenen Zeit Durchbrüche im Bereich der Biomedizin erzielt. Ein Team der Universität Hamburg will das Verfahren nun in Kooperation mit Audi Hungaria auf Fragestellungen im Bereich der zerstörungsfreien Materialprüfung bei Elektromotoren erweitern.

Wie die Uni Hamburg erklärt, beruhe die Röntgenfluoreszenz-Bildgebung darauf, dass ein "abscannender Röntgenstrahl sogenannte Kontrastmittel zur Aussendung von 'Röntgen-Echos' anregt". Auch bei der Produktion und der Prüfung von Elektromotoren ließen sich Kontrastmittel einsetzen, so die Forscher. Damit könnten dann Fragestellungen untersucht werden, die bisher mit etablierten Röntgenmethoden nicht lösbar seien. Eine noch größere Herausforderung bestehe aber darin, so die Wissenschaftler, ein Röntgenverfahren zu entwickeln, das sogar ganz ohne Kontrastmittel auskomme.

Beginn mit einer Pilotstudie

Genau das soll dem Team des Instituts für Experimentalphysik der Universität Hamburg unter der Leitung von Dr. Theresa Staufer und Prof. Dr. Florian Grüner jetzt gelungen sein. Zusammen mit dem Automobilunternehmen Audi Hungaria, das in Ungarn ein E-Motorenwerk unterhält, soll dieses neue Verfahren für zwei konkrete Problemstellungen in der Materialdiagnostik eingesetzt werden. Für beide Seiten wäre das ein sehr großer Erfolg, so die Uni Hamburg, denn bisherige Röntgenverfahren könnten bei den konkreten Problemstellungen nicht helfen.

Beide Seiten hätten nun einen Kooperationsvertrag geschlossen, der mit einer Pilotstudie beginnen soll. Sollte das neue Verfahren die beiden Herausforderungen lösen können, sei es denkbar, ein gerade entwickeltes kompaktes Labor-System, das unter anderem von der Joachim-Herz-Stiftung gefördert wurde, bei Audi Hungaria im Praxistest einzusetzen.

Zwei konkrete Probleme

"Die Grundlagenforschung in der Physik kann zwar einerseits neuartige Bildgebungsverfahren entwickeln, aber es braucht andererseits auch den Blick nach draußen und Kooperationen mit externen Partnern, um ganz konkrete Problemstellungen zu erhalten", sagt Theresa Staufer, "denn sonst hätten wir zwar eine Lösung, für die es aber kein eigentliches Problem gibt."

In der Kooperation zwischen der Universität Hamburg und Audi Hungaria seien jetzt zwei solcher ganz konkreten, praktischen Herausforderungen identifiziert worden. "An dieses konkrete Problem können wir nun unser grundlegendes Lösungskonzept anpassen und zu einer Anwendung in einem ganz neuen Bereich führen", sagt Florian Grüner. Daraus ließen sich dann auch weitere neue Ideen für die Forschung entwickeln.

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