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20.04.2016 | Emissionen | Nachricht | Onlineartikel

Mitsubishi gibt Verbrauchsmanipulationen zu

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Mitsubishi hat ein Fehlverhalten bei der Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs seiner Fahrzeuge zugegeben. Betroffen sind 625.000 Kleinstwagen.

Der japanische Autobauer Mitsubishi hat eingeräumt, Verbrauchswerte manipuliert zu haben. Betroffen seien insgesamt 625.000 Pkw, darunter 468.000 Fahrzeuge, die für den Konkurrenten Nissan gebaut wurden. Es handele sich insgesamt um vier verschiedene Modelle: den eK Wagon und eK Space sowie die für Nissan gebauten Dayz und Dayz Roox. Der Verkauf und die Produktion dieser Modelle wurden inzwischen gestoppt, heißt es.

Die Manipulationen sind offenbar bei internen Untersuchungen entdeckt worden. Nach Angaben von Mitsubishi waren die Unstimmigkeiten zuerst dem Kooperationspartner Nissan aufgefallen. Es seien "Abweichungen" zwischen offiziellen Daten und Messergebnissen entdeckt worden. Nissan habe Mitsubishi daraufhin aufgefordert, die Werte zu überprüfen, wodurch die Manipulationen auffielen. Anscheinend wurden Fahrwiderstandswerte gefälscht, um den Kraftstoffverbrauch günstiger erscheinen zu lassen.

Testmethode entsprach nicht den japanischen Gesetzen

Mitsubishi räumte zudem ein, dass die von Mitsubishi angewandte Testmethode nicht den japanischen Gesetzen entsprach. Für die Angelegenheit soll eine Untersuchungskommission eingesetzt werden, die ausschließlich aus externen Experten bestehen werde. Ob auch ins Ausland verkaufte Pkw betroffen sind, werde laut Mitsubishi geprüft.

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