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22.09.2016 | Emissionen | Nachricht | Onlineartikel

Unterlagen belasten Audi in Dieselaffäre

Autor:
Christiane Köllner

Die Volkswagen-Tochter Audi ist offenbar tiefer in die Abgas-Affäre verwickelt als bislang eingestanden. Das berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung.

Die Volkswagen-Tochter Audi soll tiefer in die Dieselbetrugsaffäre verstrickt als bislang offiziell eingestanden. Das will der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung herausgefunden haben. Demnach seien vier hochrangige Motorenentwickler des Unternehmens beurlaubt worden, weil sie eine illegale Software für den 3.0-l-TDI-Dieselmotor entwickelt haben oder davon gewusst haben sollen.

Die vom VW-Aufsichtsrat beauftragte Anwaltskanzlei Jones Day soll Unterlagen gefunden haben, die den Betrug belegen sollen. Ein zentrales Fundstück sei eine Mail aus dem Jahr 2007. Darin gehe es um die strengen Abgaswerte in den USA. Ein Audi-Ingenieur soll an einen größeren Kreis von Audi-Managern geschrieben haben: "Ganz ohne Bescheißen" werde man es nicht schaffen, zitiert der Rechercheverbund.

Zudem sollen die Audi-Ingenieure offenbar nicht nur eine Betrugssoftware bei ihren eigenen Premium-3-Liter-Fahrzeugen eingesetzt haben. Sie sollen auch den Betrug bei VW maßgeblich begleitet und unterstützt haben, so NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung. Audi gelte mittlerweile im Konzern als die "Mutter des Betrugs".

Bisher hatte Audi immer geleugnet, betrogen und bei seinen Motoren eine Betrugssoftware eingesetzt zu haben. Der Ingolstädter Autobauer hatte beteuert, bestimmte Spezifikationen der Motorsteuerung seien gegenüber den US-Behörden lediglich "nicht offengelegt worden".

Audi wollte seine bisherige Darstellung, man habe nicht betrogen, auf Anfrage von NDR, WDR und SZ nicht wiederholen. Auf die Frage, ob Audi bei der Darstellung bleibe, habe der Konzernsprecher gegenüber dem Rechercheverbund geantwortet, man unterliege einem Schweigegebot des US-Richters Charles Breyer.

Unter den beurlaubten Mitarbeitern soll auch der bisherige Entwicklungsvorstand Stefan Knirsch sein, berichtet der Rechercheverbund. Knirsch bestreite die Vorwürfe. Gegen den Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler hingegen lägen bislang keine konkreten Beweise vor.

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