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10.11.2017 | Emissionen | Infografik | Onlineartikel

Verbrauch bei Neuwagen liegt weit über den Herstellerangaben

Autor:
Christiane Köllner

Prüfstand versus Realität: Dass die realen Verbrauchswerte von den offiziellen Herstellerangaben abweichen, ist nichts Neues. Trotzdem wird die Diskrepanz immer größer.

Die CO2-Emissionswerte und damit auch der Kraftstoffverbrauch neuer Pkw-Modelle in Europa liegen im Alltagsbetrieb durchschnittlich um etwa 42 Prozent höher, als die unter Laborbedingungen ermittelten offiziellen Werte. Das hat eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergeben. Bereits vor einem Jahr waren die Forscher in einer Untersuchung zu demselben Ergebnis gekommen – demnach hat es also keine Fortschritte gegeben. 

Während die durchschnittliche Abweichung zwischen Test- und Realwerten im Jahr 2001 noch bei rund neun Prozent lag, stieg sie bis 2016 auf knapp 42 Prozent an. Die Diskrepanz zwischen Test-und Realwerten ist damit um den Faktor vier angestiegen. Hauptgrund für die zunehmende Diskrepanz seien nicht etwa Änderungen im Fahrverhalten der Kunden, sondern insbesondere eine zunehmende Ausnutzung von "Schlupflöchern" in der Testprozedur durch die Fahrzeughersteller.

WLTP kein Allheilmittel

Wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen? Laut ICCT werde auch der Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure (WLTP) die Realität nicht vollständig abbilden können und möglicherweise neue "Schlupflöcher" auf weisen. Für eine nachhaltige Lösung bedürfe es daher weitergehende Maßnahmen, wie die Einführung unabhängiger Nachtests zufällig ausgewählter Serienfahrzeuge in der EU, so wie es in den USA bereits heute üblich ist. Auch die Überprüfung von CO2-Emissionen im realen Straßenverkehr, wie sie seit 2016 Pflicht für Stickoxide ist, sei vielversprechend.

Ein internationaler Vergleich, zwischen China, der EU, Japan und den USA, zeigt, dass die Abweichung zwischen realen und offiziellen CO2-Emissionen in allen Märkten in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Der stärkste Anstieg ist jedoch für die EU zu verzeichnen, der geringste Anstieg für die USA.

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