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13.09.2017 | Emissionen | Nachricht | Onlineartikel

Autoindustrie stellt Bedingungen für neue CO2-Grenzwerte

Autor:
Patrick Schäfer

Die EU-Kommission will noch dieses Jahr Vorschläge für die CO 2-Grenzwerte ab 2021 machen. Der europäische Herstellerverband Acea schlägt vor, die Vorgaben an den Erfolg von Elektroautos zu koppeln.

Die "European Automobile Manufacturers' Association" (Acea) schlägt zunächst eine Senkung der CO2-Emissionen von 20 Prozent auf in den Jahren 2021 bis 2030 vor. "Das ist eine starke Reduzierung", sagte Acea-Präsident und Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA in Frankfurt. Er schlägt außerdem vor, dieses Ziel mit signifikanten Zulassungszahlen bei Elektroautos sowie dem Vorhandensein einer Ladeinfrastruktur zu verknüpfen. Sollte sich die Elektromobilität bis 2025 nicht etabliert haben, regt die Acea an, die scharfen Grenzwerte flexibel zu handhaben und dementsprechend abzumildern. Im umgekehrten Falle können man aber die Vorgaben zu CO2-Emissionen entsprechend verschärfen. 

Die Nachfrage nach Elektroautos sei allerdings immer noch sehr gering und bewege sich im ersten Halbjahr 2017 bei 1,2 Prozent des Gesamtmarktes. Der Autoverband warnt zudem, dass die Schaffung einer entsprechenden Infrastruktur mit Lademöglichkeiten in allen EU-Ländern für das Gelingen der Elektromobilität unabdingbar sei. 

Der Diesel wird laut Zetsche noch gebraucht

Bis 2021 müssen die Autobauer die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotten auf 95 Gramm pro Kilometer senken. Bei Überschreitung droht die EU mit empfindlichen Strafen. Die deutschen Autobauer liegen derzeit noch deutlich darüber. Durch den Dieselgate geraten die Ziele bei schwindender Nachfrage nach Dieselfahrzeugen in noch weitere Ferne. Deshalb erachtet Zetsche den Dieselmotor im Hinblick auf die CO2-Ziele nach wie vor als wichtig: "Die neueste Generation von Dieselfahrzeugen ist ein effektiver Hebel, um die Klimaziele der nahen Zukunft zu bewältigen, denn sie emittieren 15 bis 20 Prozent weniger CO2 als vergleichbare Fahrzeuge mit Ottomotoren."

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