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09.08.2018 | Emissionen | Infografik | Onlineartikel

So wirkt sich der WLTP auf die Kundenkommunikation aus

Autor:
Christiane Köllner

Autohersteller müssen ihre Kunden über das neue WLTP-Testverfahren informieren. Während in Deutschland die Informationslage schon recht gut ist, hängen andere europäische Länder noch hinterher.

Das neue Testverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen ist EU-weit auf den Weg gebracht. Ab September 2018 müssen alle in Europa neu verkauften und zugelassenen Pkw anhand von WLTP getestet sein. Im Januar 2020 wird das konzipierte Verfahren den alten NEFZ-Test-Zyklus dann vollständig ablösen.

Dies stellt die Hersteller nicht nur vor technische Herausforderungen, sondern sorgt auch für eine Umstellung in Hinblick auf die Kundenkommunikation. Mit der durch den WLTP steigenden Transparenz bei den Emissionen soll der Kunde seine Kaufentscheidungen präziser treffen können. Eine Marktstudie von BearingPoint hat nun analysiert, welchen Einfluss diese Umstellung auf die Kundenkommunikation von Automobilherstellern hat – insbesondere im Hinblick auf die Online-Konfiguratoren für Fahrzeuge.

Marken unterstützen grundsätzlich die WLTP-Berechnung

Die Studie zeigt: Nur eine der 19 analysierten Marken informiert ihre Kunden in allen 14 untersuchten europäischen Ländern zu WLTP und den damit einhergehenden Veränderungen. In Deutschland stellen bereits 13 Marken auf ihren Webseiten Informationen zu WLTP bereit. Außerdem sind bei nahezu allen Herstellern am Ende der Online-Konfiguration in Deutschland die Einzelwerte für das spezifische Fahrzeug in Hinblick auf Emissionen und Verbrauch zu ersehen. 

Die Anzeige der Energieeffizienzklassen am Ende der Kalkulation ist bisher von keinem der Hersteller EU-weit, also in allen Ländern, umgesetzt worden. Betrachtet man nur Deutschland, liegt die Umsetzung hingegen bei nahezu 100 Prozent, da die Energieeffizienzklassenanzeige hier im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bereits seit dem 1. Dezember 2011 gesetzliche Vorschrift ist.

"Die Studienergebnisse legen zwar noch signifikante Unterschiede in der WLTP-Kommunikation zwischen verschiedenen Ländern offen. Sie zeigen aber auch, dass bereits alle Marken begonnen haben, Transparenz hinsichtlich WLTP zu schaffen und somit die WLTP-Berechnung grundsätzlich unterstützen. Zum Zeitpunkt unserer Untersuchung waren unter den analysierten Marken Audi und BMW in ihrer Kundenkommunikation am weitesten fortgeschritten, denn in fast allen analysierten Märkten haben sie ihre Online-Konfiguratoren bereits auf die WLTP-Einführung eingestellt", erläutert Matthias Loebich, globaler Leiter Automotive bei BearingPoint.

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