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07.05.2013 | Emissionen | Im Fokus | Onlineartikel

Nutzfahrzeugtechnik: zwischen Kostendruck und technischer Innovation

Autor:
Christiane Brünglinghaus

Die weltweite Nutzfahrzeugindustrie sieht sich anspruchsvollen Herausforderungen gegenüber: dazu gehören Globalisierung, Rohstoffverknappung, Umweltschutz und strengere gesetzliche Regelungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, helfen vor allem innovative, technische Lösungen.

Flottenbetreiber sind einem immer weiter steigenden Kostendruck ausgesetzt. Hersteller und Zulieferer können die Emissionsgrenzwerte nur durch innovative Technik, die aber aufwendig und teuer ist, erreichen. Die Industrie ist mit gegensätzlichen Anforderungen konfrontiert, die nur schwer unter einen Hut zu bekommen sind. Für Nfz-Antriebsstrangsysteme wie beispielsweise Getriebe gelten noch zusätzliche Erfordernisse, wie der Automobilzulieferer ZF beschreibt. Sie müssen für viele Anwendungen einsetzbar sein und hohen Lebensdaueranforderungen gerecht werden.

Daraus resultieren laut ZF vielfältige Konsequenzen für Neuentwicklungen. Einerseits gelte es, aktuelle Produktanforderungen wie verringerter Kraftstoffverbrauch und Geräuschabstrahlung, höhere Zuverlässigkeit und Lebensdauer, mehr Funktionalität und Komfort sowie die Einhaltung sämtlicher Gesetzesvorgaben zu beachten. Andererseits müsse das Produkt auch für die kaum abschätzbaren Rahmenbedingungen in der zweiten Hälfte des Produktlebenszyklus vorbereitet sein. Immerhin beträgt der Produktlebenszyklus mehr als 15 Jahre. Schwer abzuschätzen sei, wie zum Beispiel die juristischen Auflagen zur Begrenzung der CO2- und Geräuschemissionen von Nutzfahrzeugen künftig aussehen oder wie sich die Kraftstoffpreise langfristig entwickeln.

Traxon: modulares Getriebesystem

Mit dem serienreifen Getriebesystem Traxon für schwere Lkw will ZF nun verdeutlichen, wie Zulieferer für OEM Lösungen bieten können, die sich einerseits am aktuellen Bedarf orientieren, andererseits flexibel an künftige Herausforderungen anpassen. Es basiert auf einem völlig neuen Grundgetriebe mit zahlreichen modularen Erweiterungsmöglichkeiten, die vom Doppelkupplungs- bis hin zum Hybridmodul reichen.

Mercedes-Benz Antos

Mercedes-Benz hat den schweren Verteilerverkehr als eigenständiges Marktsegment entdeckt und hat eigens dafür das Modell Antos entwickelt. Die Sattelzugmaschinen und Pritschenwagen sollen dem Fahrer das Handling erleichtern und dem Betreiber Effizienzvorteile bieten. Inwieweit die Erfindung neuer Marktsegmente langfristig hilfreich ist, Wettbewerbsvorteile zu erzielen, bleibt abzuwarten.

Aerodynamische Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung

Dr. Christian Wiehen, Technikchef beim Zulieferer Wabco, fordert einstweilen eine Rückbesinnung auf grundlegende Ingenieurtugenden. Vor allem die Aerodynamik und Fahrerassistenzsysteme sind für Wiehen Ansatzpunkte, um Verbrauch und Emissionen zu senken sowie die Sicherheit zu erhöhen. Insbesondere Aerodynamikmaßnahmen versprechen ein hohes Potenzial. So mache der Luftwiderstand 40 Prozent der Fahrwiderstände bei 85 km/h aus, erklärt Wiehen im Interview mit der ATZ. Nutzfahrzeughersteller wie zum Beispiel MAN berichteten, dass mit strömungsgünstigen Sattelzügen 25 Prozent Verbrauchsreduzierung möglich seien.

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