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Über dieses Buch

Der Fokus dieses Tagungsbandes liegt auf der Frage nach dem Schlüssel für erfolgreiche Organisationen der Zukunft. Die Beitragsautoren zeigen, wie emotionale Intelligenz erlernt werden kann und diese somit den Change-Management-Prozess erfolgreich unterstützt. Es wird nachgewiesen, welche Schlüsselrolle emotionale Intelligenz in der Führung, in der Personalentwicklung und im Marketing spielt und wie Erkenntnisse aus der Hirnforschung helfen, eigene Emotionen und Verhaltensweisen besser kennenzulernen, zu steuern und erfolgreich zu ändern. Anwendungsorientierte Ansätze und Best-Practice-Beispiele machen dieses Buch zum Schlüssel für den Wissenstransfer von angewandter Forschung in die praktische Umsetzung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Emotionale Intelligenz entwickeln

Frontmatter

Die Relevanz von emotionaler Intelligenz für den Erfolg von Organisationen – der Blick in die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft

Zusammenfassung
Emotionale Intelligenz ist aktueller denn je. Besonders seit der Zusammenhang von Emotionen mit Achtsamkeit (vgl. Marturano 2015; Goleman, Lippincott 2017) und sinnerfülltem Leben und Arbeiten (vgl. Sinek 2011; Bailey, Madden 2016) beleuchtet wurde. Dennoch ist das Konzept von emotionaler Intelligenz nicht neu, und manchmal hat man das Gefühl, es braucht Zeit, bis die Dinge reifen und den Platz in der Gesellschaft und in Organisationen einnehmen können. Bereits 1997 charakterisieren Mayer und Salovey emotionale Intelligenz mit vier Fähigkeiten: Emotionen wahrnehmen, einsetzen, verstehen und steuern (mehr Details dazu in diesem Beitrag später).
Petra Meyer, Herbert Gölzner

Emotional Agil Führen

Zusammenfassung
„Für die emotionalen Dinge war bisher in meinem Leben immer meine Frau zuständig.“ Das war die Antwort von Werner 1 in einem Coaching auf die Frage, was er mit dem Begriff Emotionale Intelligenz (EI) verbindet. „Ich bin der Meinung, dass wir noch mehr sachlich und fachlich die Lösungen diskutieren müssen“ meinte Heinz2, als er uns sagte, was er sich von dem begleiteten Coaching Prozess für die nächsten sechs Monate erwartet. Er setzte fort: „Würden nur meine Kollegen und Mitarbeiter auch so lösungsorientiert denken, dann müsste ich mich nicht immer ärgern und mich so oft in Besprechungen einmischen.“
Erich Platzer, Bernd Bürgl

Lehren, Lernen und Emotion Betrachtung und praktische Anwendung des Faktors Emotion im Kontext von Lehren und Lernen

Zusammenfassung
Das deutsche Fremdwort Emotion ist dem gleichbedeutenden französischen émotion, einer Ableitung von émouvoir, unter formaler Anlehnung an das französische motion, entlehnt. Dieses Wort entstammt dem lateinischen emovere (Kluge 2011, 244 und Duden 2007, 391). Im Kluge (2011, 244) ist ergänzend das deutsche Wort Gefühl angeführt. Im Duden (2007, 391) wird zusätzlich auf Affekt verwiesen. Das Fachwort Affekt ist entlehnt aus dem lateinischen affectus ursprünglich afficere, das wiederum aus der Zusammensetzung von facere (factum) und ad‐ abstammt (Kluge 2011, 19 und Duden 2007, 51).
Roland J. Schuster

Das emotionale Vermächtnis – eine Betrachtung eines Spezialfalls emotionaler Intelligenz aus Sicht des Relationship Marketing

Zusammenfassung
Marketing hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt (für einen Überblick z.B. Homburg 2012, 6ff.; Meffert, Burmann, Kirchgeorg 2012, 7ff.; Bruhn 2016, 14ff.). Seit den späten 90er Jahren hat dabei insbesondere das sogenannte „Relationship Marketing“ an Bedeutung gewonnen, in dem weniger das „Verkaufen“ von Leistungen, sondern viel mehr der Aufbau und (langfristige) Erhalt der Beziehung eines Unternehmens zu seinen Anspruchsgruppen, insbesondere seinen Kunden im Vordergrund steht (Gummesson 1987; Grönroos 1994; für das hier folgende Begriffsverständnis insbesondere auch Bruhn 2015, 12). Ausgehend von ersten Überlegungen und Studien in den 90er Jahren (insbesondere Reichheld/Sasser 1990) hat sich damit verbunden die Erkenntnis durchgesetzt, dass gerade langfristige Kundenbeziehungen ökonomisch besonders erfolgversprechend sind (Bruhn 2015, 3).
Henry Kobsch, Florian U. Siems

Training von Emotionaler Intelligenz – mit Hunden: Konzept und Ergebnis

Zusammenfassung
Unternehmen in Deutschland geben jährlich ca. 33,5 Milliarden Euro für die betriebliche Weiterbildung aus (Seyda, Werner 2014, 1). Das entspricht rund 1.132 Euro an direkten und indirekten Aufwendungen pro Mitarbeiter im Jahr (Seyda, Werner 2014, 1).
Christoph Tiebel

Kohärenzmanagement als Instrument zur Förderung und Integration der emotionalen Intelligenz in Unternehmen

Zusammenfassung
Am Beginn unserer Ausführungen steht die Beantwortung der Fragen: „Wozu braucht man ein Kohärenzmanagement zur Förderung und Integration der emotionalen Intelligenz in Unternehmen? Gibt es nicht schon genug Managementphilosophien, Ansätze und Methoden, um Organisationen effizient zu führen?“ Vielleicht. Wir sehen im Kohärenzmanagement aber ein spezielles und zugleich universelles Meta‐ Programm, das auf allen ͵Betriebssystemenʹ läuft und das man zusätzlich installiert, damit die ͵Hard‐ und Softwareʹ und das gesamte Netzwerk optimal miteinander kommunizieren und die aufgewandte menschliche Energie sowie die Aufmerksamkeit gebündelt wird.
Rudolf Haberpeuntner, Gernot Mayer

Die wirksame Trias für nachhaltiges Training der emotionalen Intelligenz

Zusammenfassung
Emotionen sind unsere ständigen Begleiter: Ob wir es wollen oder nicht, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Sie steuern unsere Entscheidungen und unser Verhalten und beeinflussen damit Erfolg und Wohlbefinden. Wir können unsere Emotionen nicht vor der Bürotür stehen lassen, auch wenn jemand sagt: „Mir geht es hier nur um die Sache…“ Wenn es jemandem am Arbeitsplatz nur um die Sache geht, übersieht er die emotionale Ebene.
Marina Riedi

Embodiment als Schlüssel zur Entwicklung von Selbst‐Führungskompetenzen

Zusammenfassung
Sozialkompetenz kann neben Empathie und sozialen Fähigkeiten, wie Kommunikation und Konfliktmanagement, auch Selbst‐Führung umfassen (Tat et al. 2016, 17). Selbst‐Führung kann als eine der grundlegenden Fähigkeiten emotionaler Intelligenz verstanden werden, zu der u.a. Selbstbeherrschung und Selbstmotivation zählen (Goleman 1997, 12). Selbst‐Führungskompetenzen können als Schlüssel zum Erfolg im beruflichen wie im privaten menschlichen Miteinander angesehen werden. Wie aber können diese Kompetenzen erlernt bzw.
Ute Tat

Quantitative Study: Relationship Of Project Outcomes And Emotional Intelligence In High Tech Industry From The Diversity Perspective

Zusammenfassung
The purpose of the quantitative correlational research study was to examine if a significant relationship existed between the Emotional Intelligence (EI) competencies, from the diversity perspective, of Hispanic team members and project outcomes within the high technology sector in the United States. Therefore the objective was to explore the degree of association or relationship between the identified predictor and criterion variables. The predictor variables included the EI competencies: Emotional Self‐Awareness (ESA), Emotional Self‐Management (ESM), Emotional Awareness of Others (EAO), Emotional Management of Others (EMO), and the criterion variables: Project Timeliness (PT), In‐Budget Project (PB), and Scope Creep (SC).
Arturo Trejo

Emotionally Intelligent Leadership: An Applied Model for Developing Individuals and Advancing Organizations

Zusammenfassung
Emotional intelligence (EI) is a topic that has gained considerable attention in both research and practice and across a range of industries and fields. Over the past 15 years the topic of EI has become more intentionally incorporated within the interdisciplinary field of leadership studies. In this chapter we present the model of Emotionally Intelligent Leadership (Shankman et al. 2015a), an integrative and process‐oriented model that blends concepts of leadership and EI. Additionally, we discuss ways the EIL model can be used in practice in order to develop individuals and advance organizations.
Paige Haber‐Curran, Marcy Levy Shankman

Emotionale Intelligenz anwenden

Frontmatter

Inside Change: How to use emotional intelligence to facilitate change inside organizations

Zusammenfassung
What do you think of when you hear CHANGE? Excitement? Anxiety? Frustration? Exhaustion? Almost certainly you have some feelings about this loaded topic and even people who thrive on change acknowledge that it’s incredibly challenging. And it’s accelerating.
Massimiliano Ghini, Joshua Freedman

Förderung Emotionaler Intelligenz durch Achtsamkeitspraxis am Arbeitsplatz

Zusammenfassung
Regelmäßiges Praktizieren von Achtsamkeitsübungen wirkt sich auf die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung aus. Sie hat somit direkten Einfluss auf die Fähigkeit zur Selbstreflexion, einem wesentlichen Bestandteil Emotionaler Intelligenz.
Sabine Schuster

Gruppendynamik als Lernraum für emotionale Intelligenz von Führungskräften

Zusammenfassung
Beginnen wir mit der Frage: Ist emotionale Intelligenz erlernbar? Einerseits soll es eine genetische Veranlagung geben und andererseits gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass emotionale Intelligenz auch erlernbar ist. Eines scheint sicher zu sein, dass mit steigendem Alter die emotionale Intelligenz steigt. Jedoch setzen viele bei dem Versuch die emotionale Intelligenz zu erhöhen, die falschen Lernmethoden ein, weil diese auf den falschen Gehirnteil abzielen. Um die emotionale Intelligenz bewusst zu entwickeln benötigt man Lernformate, die Einfluss auf das limbische System haben (Goleman 2004, 7).
Markus Rieder

A Reflection on the (Harvard) Case Method from a Group Dynamics Perspective: Connecting Transcendent Knowledge with Immanent Phenomena

Zusammenfassung
The aim of the paper is to show how the combination of the (Harvard) case method (HCM) and the group dynamics approach (GDa) can be beneficial for students, teachers and teaching institutions. The benefits and risks of both methods are critically reflected. To provide orientation, a synopsis of the (Harvard) case method is presented and compared with aspects of the group dynamics approach.
Roland J. Schuster, Jürgen Radel

Runter von den Barrikaden! Emotionale Intelligenz im öffentlichen Kontext

Zusammenfassung
Die Autoren illustrieren an einem Praxisbeispiel, welche Rolle die emotionale Intelligenz im gesellschaftlichen Kontext und im Diskurs mit Vertretern von öffentlichen Institutionen spielt.
Matthias Theiner, Christine Vallaster

Eine Diskussion des Dunning‐Kruger‐Effekts für Kunden‐Mitarbeitenden‐Beziehungen

Zusammenfassung
Marketing hat sich in den letzten 40 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt (Homburg 2012, 6ff.; Meffert, Burmann et.al. 2012, 7ff.; Bruhn 2016a, 15ff.). Eine der neuesten Entwicklungen ist, dass vermehrt Kunden in den Erstellungsprozess von Leistungen integriert werden (z.B. Bruhn, Stauss 2009; Siems 2014; Ballendat, Hütten et al. 2015). Beispiele sind der Self‐Check‐in am Flughafen, das Selbst‐Zusammenbauen von Möbeln und die Ansätze der Mass Customization, bei der die Kunden selbst Bestandteile von Produkten ihren Präferenzen entsprechend zu einem Gesamtprodukt zusammenstellen (Reichwald, Piller 2009, 226ff.).
Josephine Dölz, Florian Siems

Brainfriendly Leadership

Zusammenfassung
Nach einer Studie des deutschen Gallup‐Institutes rechnet man in Deutschland durch schlecht motivierte Mitarbeiter mit einem volkswirtschaftlichen Schaden von 98,5 bis 118,4 Milliarden Euro pro Jahr (OQ1). Warum sind Mitarbeiter schlecht motiviert? Hängen der Erfolg, Kommunikation sowie Motivierbarkeit von Mitarbeitern auch von der individuellen Art ab, wie die Führungskraft sich verhält?
Hannes Horngacher

Enttäuschungskompetenz als Ressource für Führungskräfte

Zusammenfassung
Ziel dieses Beitrags ist es, den Umgang mit Enttäuschungen als eine emotionale Kompetenz im Kontext der Arbeit zu diskutieren und eine argumentative Grundlage für die bewusste Auseinandersetzung mit dieser Emotion für den Führungsalltag zu liefern. Aufbauend auf dem Konzept der emotionalen Intelligenz und einem postheroischen Führungsverständnis werden Tendenzen der Idealisierung und der Umgang mit Dilemmata und Unveränderbarem als potenzielle Täuschungsquellen im Führungsalltag vorgestellt. Es wird für eine bewusste Auseinandersetzung mit daraus resultierenden Enttäuschungen plädiert, um in einer zunehmend komplexer werdenden Welt erfolgreich zu sein.
Thomas Schweinschwaller

Wertschöpfungsbeitrag von Emotionaler Intelligenz in Organisationen: Praktische Umsetzung im Bereich Talentmanagement in einem internationalen Industrieunternehmen in Salzburg

Zusammenfassung
Der Bereich Personalmanagement befindet sich bereits seit einigen Jahren in einem grundlegenden Umbruch. Getrieben durch Veränderungen der Arbeitswelt und sich schnell ändernden Wettbewerbsbedingungen, wird die HR aufgefordert, zur Wertschöpfung im Unternehmen beizutragen, wodurch zunehmend auch Personalarbeit eine strategische Dimension erhält. Zusätzlich befeuert durch den schärfer werdenden Wettbewerb um Talente kann in der Zukunft davon ausgegangen werden, dass die HR ihren Fokus innerhalb und auch außerhalb des Unternehmens gezielt auf den Aspekt der Wertschöpfung (Ulrich 2016) durch Talentmanagement und andere gezoelte PE Maßnahmen (Meifert 2013) richten wird müssen.
Christoph Schreder

Emotionale Intelligenz, kognitive Fähigkeiten und Problemlösen

Zusammenfassung
In einer Studie an der Pädagogischen Hochschule und an der Fachhochschule Salzburg wurde der Einfluss verschiedener Facetten der emotionalen Intelligenz und der Einfluss von kognitiven Fähigkeiten auf die Problemlösekompetenz analysiert. Im Speziellen wurde beforscht, bei welchen Problemtypen kognitive Fähigkeiten zum Ziel führen bzw. von großer Bedeutung sind und bei welchen Problemtypen emotionale Fähigkeiten eine große Rolle spielen. Zusätzlich wurde analysiert, wie groß der Einfluss der jeweiligen (emotionalen und kognitiven) Fähigkeiten auf die Problemlösekompetenz tatsächlich ist.
Ulrike Kipman

Backmatter

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