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Über dieses Buch

Eine gelungene Interaktion zwischen Mensch und Technik ist das Ergebnis eines perfekt abgestimmten Wechselspiels von Gesten des Bedieners und Rückmeldungen des Systems – dessen Mimik. Heute prägen die Multitouch-Interfaces der Smartphones oder Tablett-PCs und die gerätegestützte Eingabe à la Wii-Controller ganz entscheidend den Umgang mit technischen Systemen, auch in Consumer-fremden Bereichen wie der Industrie. Die systematische Gegenüberstellung unterschiedlichster Multitouch-Gesten und gerätegestützter Eingabemethoden untersucht deren Eignung für bestimmte Anwendungen und gibt dem Leser wertvolle Anregungen für eigene Projekte.

Interaktionsdesigner und Applikationsentwickler finden in den vom Autor entwickelten Modellen und einem speziellen Notationssystem für Gesten praktische Arbeitshilfen für eine methodische Vorgehensweise, die eine fehlerfreie, sichere und emotional begeisternde Interaktion zum Ziel hat. Der Leser erfährt, wie Interaktion von den funktionalen Anforderungen her definiert und mit einem stimmigen Systemfeedback gekoppelt werden muss, um die Voraussetzungen für ein positives Nutzererlebnis zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Gesten in der Mensch- System-Interaktion

Zusammenfassung
Wenn sich bei der Markteinführung eines neuen Produkts lange Schlangen vor den Türen der Ladenlokale bilden und diejenigen, die unter den ersten sein wollen, die das neue Gerät in den Händen halten, die Nacht vorher mit dem Schlafsack vor dem Eingang ausharren, um sich die Poleposition zu sichern, darf man dem Marketing des Unternehmens gratulieren. Bei einem derartigen Hype im Vorfeld der Produkteinführung ist der Erfolg augenscheinlich nicht zu leugnen.
Rainer Dorau

2. Gerätegestützte Interaktion

Zusammenfassung
Kaum eine andere Technologie hat die Interaktion zwischen Menschen und technischen Systemen derart revolutioniert wie Multitouch. Eingaben direkt mit – mehreren – Fingern ohne zusätzliche Eingabegeräte machen zu können, erscheint gebenüber anderen Eingabemethoden wie eine Befreiung. Touchscreens zeigen dem Benutzer direkt, was berührt werden kann, und geben ein direktes visuelles Feedback. Sie erfüllen den Anspruch an eine direkte Manipulation wie kaum eine andere Eingabetechnologie.
Rainer Dorau

3. Prinzipien der Gestensteuerung

Zusammenfassung
Die Übersetzung der mit einer Geste ausgeführten Bewegung in eine Bewegung im Interface ist nicht ohne Weiteres eindeutig, und das hat nicht nur mit der Vielfalt an Möglichkeiten zu tun, sondern auch mit der Betrachterperspektive. Hinter diesem Begriff verbergen sich zwei Hauptprinzipien, die sich darin unterscheiden, ob die gestischen Handlungen direkt auf einen Inhalt des Interfaces einwirken oder vielmehr die Art und Weise betreffen, wie diese Inhalte präsentiert werden.
Rainer Dorau

4. Typische Multitouch- Anwendungen

Zusammenfassung
Nicht erst seit Multitouch ist es eine der zentralen Aufgaben interaktiver Anwendungen, das Navigieren in Inhalten für den Bediener beherrschbar zu machen, übersteigt die Fülle an darstellbaren Informationen, sei es in Form von Text oder Bildern, doch meist den verfügbaren Platz im Interface. Selbst wenn geeignete Organisationsstrukturen gefunden und in eine Informationsarchitektur umgesetzt sind, bleibt immer das Problem bestehen, Inhalte nicht auf „Häppchen“ zuschneiden zu können, die optimal an die Interfacegröße angepasst sind. Diese Größe muss ja auch gar nicht fix sein.
Rainer Dorau

5. Komposition von Gesten

Zusammenfassung
Woraus besteht eigentlich eine Geste? Die Frage erscheint trivial, und man möchte sie sogleich mit einer schwungvollen Handbewegung beantworten. Doch wäre das wirklich eine befriedigende Antwort? Eine bloße Bewegung kann nicht das einzige Kriterium sein, wenn man in Betracht zieht, dass es mehr Gesten als Bewegungsarten gibt und nicht jede Handbewegung sogleich einer Geste entspricht.
Rainer Dorau

6. Visualisierung der Mensch- System-Interaktion

Zusammenfassung
Zu jeder Geste gehört eine informative Rückmeldung, mit der das System dem Bediener mitteilt, dass die Interaktion vom System erkannt worden ist und korrekt verarbeitet wird. Aus diesem Grund zählen die Rückmeldungen des Systems zu den strukturellen Eigenschaften einer Geste, denn ohne das bestätigende Feedback fehlt auch die letztendliche Gewissheit, dass die Interaktion gelungen ist. Umgekehrt kann eine Rückmeldung, die der Bediener nicht erwartet, auch ein Hinweis darauf sein, dass eine Bewegung fälschlicherweise als Geste interpretiert wurde. Auch diese Information ist für den Bediener außerordentlich wichtig.
Rainer Dorau

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