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Bewerber achten auf den Umweltschutz

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Bewerber werden sensibler, wenn es um den Umweltschutz bei potenziellen Arbeitgebern geht. Und auch Beschäftige schauen in ihrem Unternehmen bei der Ökologie genauer hin. Diesen Trend sollten Firmen im Employer Branding nutzen.

Ökologie spielt im Employer Branding eine wichtige Rolle.


Ökologie hat bei Arbeitnehmern einen hohen Stellenwert. Rund 60 Prozent der Erwerbstätigen achten bei potenziellen Arbeitgebern auf deren Umweltengagement. Lediglich für 18 Prozent ist das Thema nicht wichtig. Zu diesem Ergebnis kommt der "Nachhaltigkeitscheck 2023" von Kununu, für den rund 85.000 Datensätze des Bewertungsportals ausgewertet und durch Umfragen unter Fachkräften und Unternehmen ergänzt wurden. Etwa 8.300 Nutzer standen dafür Rede und Antwort. 

Doch obwohl jeder Zweite die Bedeutung von Ökologie und Umweltschutz betont, priorisieren Bewerber das Thema bei der Jobsuche bislang nicht, so das Ergebnis unter den rund 1.000 befragten Arbeitnehmern aus Deutschland. Für sie sind nach wie vor Gehalt (80 Prozent), Arbeitsatmosphäre (56 Prozent) und Arbeitsinhalte (44 Prozent) entscheidend. Nachhaltigkeit rangiert demgegenüber zusammen mit Diversität auf dem letzten Platz der abgefragten Faktoren. 

Mit Nachhaltigkeit punkten

"Umweltschutz macht vor der Arbeitswelt nicht halt. So ist Nachhaltigkeit bei der Arbeitgeberbewertung auf Kununu ein wichtiges Thema. Für Unternehmen ist es eine große Herausforderung, sich ökologisch nachhaltig aufzustellen - nicht nur, um die Ansprüche der Kundschaft oder Politik zu erfüllen, sondern auch die der Mitarbeitenden", erklärt Nina Zimmermann, Geschäftsführerin von Kununu.

Bei den bereits im Unternehmen praktizierten Maßnahmen nehmen 68 Prozent Mülltrennung und -vermeidung wahr, 53 Prozent nennen einen niedrigen Energie- und 51 Prozent einen bewussten Büromittelverbrauch. In 42 Prozent der Firmen gibt es stromsparende Geräte, 37 Prozent beziehen Ökostrom, 33 Prozent reduzieren Dienstreisen. Aber auch die zentrale Rolle eines Nachhaltigkeitsmanagers (31 Prozent) sowie kompensierende Maßmahnen für CO2-Emissionen (24 Prozent) kommen zum Einsatz.

CSR-Kommunikation muss stimmen

Allerdings sind 82 Prozent der Arbeiternehmer nicht oder gar nicht mit dem Nachhaltigkeitsengagement ihres Unternehmens zufrieden. 86 Prozent fühlen sich schlecht oder sehr schlecht informiert. 

Für die Studienautoren ergibt sich aus diesen Zahlen folgendes Bild: Umweltaktivitäten brauchen intern wie extern eine transparente CSR-Kommunikation. Nur so entfaltet der Umweltschutz seine positive Wirkung auf Bewerber wie Belegschaft. Allerdings ist die nachhaltige Transformation für Unternehmen auch eine große Herausforderung, bei der sie auf das Mitwirken ihrer Mitarbeiter angewiesen sind,.

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