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03-09-2019 | Additive Fertigung | Nachricht | Article

Kostengünstiges Pulver für die additive Fertigung von Stählen

Author:
Nadine Winkelmann

Ein neuartiges Eisenpulver bietet eine kostengünstige Alternative in der additiven Fertigung von Stählen. Auch steigt durch das neue Pulver die Werkstoffflexibilität und eine größere Werkstoffpalette wird ökonomisch machbar.

Bisher werden für die additive Fertigung in den pulverbettbasierten Verfahren Selektives Elektronenstrahlschmelzen (SEBM) und Selektives Laserschmelzen (SLM) ausschließlich sphärische Pulver verwendet, die durch Inertgasverdüsung hergestellt werden. Dadurch liegen die Preise sehr hoch. Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat mit einer Machbarkeitsstudie zur Verarbeitung durch SEBM gezeigt, dass sich auch mit Eisenpulver formstabile Bauteile fertigen lassen. Trotz der unregelmäßigeren Partikelform und der erwartbaren schlechteren Fließfähigkeit im Vergleich zu gasverdüsten Pulvern stellt das Eisenpulver eine kostengünstige Alternative dar.

Weiterhin konnte wiederholt nachgewiesen werden, dass das SEBM-Verfahren in Bezug auf Variationen der Fließfähigkeit des Pulvers eine sehr robuste Technologie ist. Auch die Zugabe unterschiedlicher Pulvermischungen und damit die Prozessierung verschiedener Legierungen wurden erfolgreich erprobt. Derzeit laufen detaillierte Untersuchungen zum jeweiligen Legierungsverhalten. Somit hat das Fraunhofer IFAM Dresden nicht nur eine kostengünstige Alternative für die additive Fertigung von Stählen geschaffen, die analog auch für andere Materialien denkbar ist. Auch steigt die Werkstoffflexibilität und eine größere Werkstoffpalette wird ökonomisch machbar.

 

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