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Kapitel 3. Einsatzfaktoren für den E-Business-Generator

Für die Verwendung des E-Business-Generator (EBG) sind nicht nur die Einsatzgebiete und -felder entscheidend, sondern auch die Einsatzfaktoren rund um neue oder transformierte digitale Geschäftsmodelle und -prozesse in Bezug auf eine diesbezügliche Projektierung (E-Management), Gründung (E-Entrepreneurship) oder Ausgründung (E-Intrapreneurship). Diesbezüglich hat Kollmann (2019c, S. 128 ff.) fünf zentralen Erfolgsfaktoren Management, Produkt, Prozesse, Marktzugang und Finanzen entwickelt.

Tobias Kollmann, Simon Hensellek

Kapitel 1. Wandel und Herausforderung – die pharmazeutische Industrie

Der Wunsch, ja das Bedürfnis, Krankheiten zu lindern oder zu heilen, kann ohne Frage als eine der wichtigsten Triebfedern zur Entwicklung von Arzneimitteln im weitesten Sinne angesehen werden. Arzneimittel sind rückdatierbar bis auf 2100 v. Chr., und alle großen Kulturen trugen zur Weiterentwicklung der Medizin und Heilkunst bei.Abriss, pharmaindustriehistorischer

Jörg Breitenbach, Dagmar Fischer

Chapter 2. Das Medium

Wie unterscheiden sich Online-Medien von den anderen? In welchem Verhältnis steht Online-Journalismus zum Journalismus in Presse, Hörfunk und Fernsehen? Aktive Nutzer erreicht man mit interaktiven Konzepten – davon handelt der erste Beitrag dieses Kapitels. Definitionen der online-journalistischen Formen schließen sich im folgenden Beitrag an. Die ständige Präsenz der Technik verändert und prägt die Abläufe in der Online-Redaktion, den Workflow. Von Content-Sharing über intelligente Datenbank-Konzepte bis zum dynamischen Content reichen die Möglichkeiten des Content-Management.

Gabriele Hooffacker

Kapitel 6. Effiziente Kundenbindung

Insbesondere in Zeiten, in denen die Märkte zunehmend enger werden, und viele Unternehmen unter einem hohen Kosten- und Ertragsdruck stehen, wird es immer wichtiger, Kundenzufriedenheit als strategischen Faktor für zukünftigen Markterfolg zu erkennen und zu nutzen.

Armin Töpfer

Kapitel 3. Deskriptive Statistik

Einen Überblick über die numerischen und graphischen Verfahren der beschreibenden Statistik gibt das dritte Kapitel. Abhängig vom Skalenniveau weisen einführende Übersichten den Weg zur Zusammenfassung von Daten über absolute und relative Häufigkeiten, Prozent-, Median- und Quantilwerte, Mittelwerte und diverse Streuungsmaße. Besonderheiten bei der Beschreibung von Wachstumsverläufen, der Erfassung der Präzision von Messungen (Fehlerrechnung) sowie bei der Bestimmung von Konzentrations- und Zusammenhangsmaßen werden an vielen Beispielen dargelegt. Neben der einfachen linearen Regression werden auch spezielle Ansätze zur robusten linearen Regression, der nichtlinearen Regression und der nichtparametrischen Regression behandelt. Simpson’s Paradox und andere Beispiele zeigen auch in diesem Kapitel das Nebeneinander von Anschaulichem und „Vertraxtem“.

Jürgen Hedderich, Lothar Sachs

9. Die Erfolgsbuchung bei ausgewählten Rechtsformen der Unternehmung

Den vielfältigen Anforderungen, die das Wirtschaftsleben an die Unternehmung stellt, muss auch die Rechtsform der Unternehmungen gerecht werden. Eine einheitliche Form ist dabei undenkbar, weshalb auch der Gesetzgeber verschiedene Typen von Rechtsformen entwickelt hat. Jedem dieser Typen liegt eine bestimmte Vorstellung, ein Leitbild des Gesetzgebers, zugrunde.

Werner H. Engelhardt, Hans Raffée, Barbara Wischermann

7. Regelmäßige hochrangige Meetings im Umfeld des Matrixdreiecks

In diesem Kapitel wird die große Bedeutung hochrangiger Meetings für das Gelingen der Matrix begründet. Hochrangige Meetings sind nicht zuletzt deshalb erforderlich, weil in matrixstrukturierten Unternehmen typischerweise stark ausgeprägte funktionsbereichs-, produktbereichs- und regionenübergreifende Interdependenzen vorliegen. Verschiedene Arten derartiger Meetings werden besprochen.

Joachim Wolf

2. Warum immer mehr Unternehmen die Matrix als organisatorische Grundstruktur benötigen

In diesem Kapitel wird erläutert, warum die Matrixstruktur für immer mehr Unternehmen geeignet ist. Es wird aufgezeigt, dass dies an den zunehmend multiperspektivischen und komplexen Strategien der Unternehmen liegt. Unter anderem ist die Nutzung der Matrixstruktur in der zunehmenden Bedeutung von Synergiepotenzialen, der häufiger werdenden Einsatz von mehrfach nutzbaren Werken und Anlagen sowie der erhöhten Wichtigkeit von Key Accounts begründet. Die Top-Manager müssen deshalb Entscheidungen treffen, die auf den Wert des Gesamtunternehmens und nicht nur auf dessen Teileinheiten ausgerichtet sind. Hierzu ist eine starke informationelle Verzahnung der Teileinheiten des Unternehmens erforderlich, wie dies die Matrixstruktur unterstützt.

Joachim Wolf

Kapitel 7. Finanzierung

Die Beschaffung von finanziellen Mitteln jeder Art sowie die Freisetzung gebundener Mittel zur Durchführung des unternehmerischen Leistungserstellungsprozesses wird als Finanzierung bezeichnet. Dabei sind unterschiedliche Zielstellungen zu verfolgen (vgl. Abb. 7.1). Das Unternehmen muss Zahlungsforderungen jederzeit erfüllen können, d. h. die Liquidität des Unternehmens ist sicherzustellen. Darüber hinaus ist für das eingesetzte Kapital eine entsprechende Verzinsung zu erzielen und die Finanzierung ist so zu gestalten, dass keine Abhängigkeitsbeziehungen zwischen Kapitalgeber und Unternehmen entstehen.

David Müller

Kapitel 1. Merkmale von Unternehmen, Akteuren und Produkten

Ein wichtiger Ausgangspunkt menschlichen Handelns sind Bedürfnisse. Ein Bedürfnis ist ein Mangelempfinden, verbunden mit dem Wunsch nach Befriedigung. Bedürfnisse werden nach ihrer Dringlichkeit in physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Wertschätzungsbedürfnisse und Selbstverwirklichungsbedürfnisse unterschieden.

David Müller

4. Berechnung der Kapitalkosten

Um die Berechnung der Barwerte durchführen zu können, ist ein Zins notwendig, den wir bisher immer nur „i“ genannt haben. Ich hatte bisher offen gelassen, wie sich dieser Zinssatz im Detail zusammensetzt, und dieser Frage wollen wir jetzt im Detail nachgehen.Wir wissen bereits aus unseren bisherigen Betrachtungen, dass zukünftige Überschüsse, egal wie definiert, bei der Bewertung auf einen bestimmten Bewertungsstichtag abgezinst werden. Damit gibt der Kapitalkostensatz bei einer EVA‐Betrachtung aber auch die Untergrenze der Verzinsung an, die beim Einsatz des Kapitals erreicht werden muss. Ist die geforderte Rendite (Kapitalzins) kleiner als die erwirtschaftete Rendite (Betriebsergebnis nach Steuern – NOP(L)AT), wird eine Wertsteigerung erwirtschaftet.Leider müssen wir jetzt mit auf den ersten Blick wieder unschönen Formeln arbeiten. Sie werden dann allerdings sehen, dass auch bei diesen Berechnungen die Formeln bei sukzessiver Abarbeitung jeden Schrecken verlieren.Der Zins, den wir i. d. R. nutzen müssen, ist ein Mischsatz, besonders bei Bruttoansätzen (Entity Approaches) in der Bewertung. Dieser setzt sich aus den Erwartungen der Eigenkapitalgeber (Stichwort Dividenden bzw. früher haben wir gesagt „kalkulatorischer Unternehmerlohn“) und den vertraglich mit den Fremdkapitalgebern, also den Banken, verhandelten Kreditzinsen zusammen. Der Mischzinssatz zeigt somit die Verzinsungsansprüche aller Kapitalgeber und beinhaltet auch – dies werden wir später mathematisch integrieren – die Quantifizierung von Risiken.

Bernd Heesen

14. Bewertung der HKG

Die Bewertung ist rein technisch gesehen ja eigentlich eine Art Investitionsrechnung gegen unendlich.Während die Investitionsrechnung allerdings mit Größen des internen Rechnungswesens arbeitet und in der Regel die Ergebnisse vor Steuern berechnet (Heesen 2016), greift die Bewertung auf Werte aus dem externen Rechnungswesen (Plan‐GuV und Planbilanzen) zu und ermittelt die Resultate auf einer Nach‐Steuer‐Basis.Aber die Technik ist immer gleich und uns bereits sehr bekannt. Ein‐ und Auszahlungen, wie immer definiert, saldieren, Diskontsatz berechnen, Zeitwerte zu Barwerte abzinsen, Barwerte aufsummieren, zusätzliche Positionen (z. B. Stille) hinzu‐ und/oder herausrechnen. Oder, wie man bei der Investitionsrechnung oder ich an der Hochschule als Regel immer sage: Saldieren, Diskontieren, Multiplizieren, Kumulieren, Addieren bzw. Subtrahieren. Das eindeutig meistgenutzte Verfahren bei Unternehmensbewertungen haben wir in den vorhergehenden Kapiteln bereits kennengelernt. Es handelt sich um den Ansatz mittels der freien Cash Flows (FCF), wir sprechen vom DCF (Discounted Cash Flow)‐Verfahren.Ist die Bewertung als Gutachten zu erstellen, dann orientiert sich die Auftragsdurchführung fast immer an den Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen (IDW S 1), verabschiedet am 02. April 2008 sowie nach der Unternehmenssteuerreform 2008.Wie Sie in den ersten Kapiteln dieses Buches gesehen haben, gibt es darüber hinaus noch andere Verfahren, die wir aber hier bei der Bewertung der HKG alle vernachlässigen werden.

Bernd Heesen

2. Wertorientierte Unternehmensführung

Wie auch in Kap. 1 gilt hier, dass zunächst nur ein Überblick gegeben wird, der auf der existierenden Literatur basiert. Details, besonders zu den Berechnungen, folgen dann später, wenn wir uns mit den Beispielunternehmen beschäftigen und mit dessen Zahlen das Beteiligungscontrolling und die Bewertung Schritt für Schritt und mit entsprechendem Tiefgang durchsprechen.Die wertorientierte Unternehmensführung ist schon seit einigen Jahren bekannt und hatte sicherlich schon einmal einen Höhepunkt erreicht. Dann wurde aber zunehmend auch Kritik laut, dass es nicht sein kann, alles in einer Unternehmung der Wertsteigerung für den „Shareholder“ zu unterwerfen, sondern es seien primär das ganze Umfeld, also die „Stakeholder“ (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und u. a. Anteilseigner etc.) zu berücksichtigen.Ich persönlich bin sicherlich ein Anhänger von Wertsteigerungsmanagement, allerdings haben wir auch in der deutschen Wirtschaft (wie immer) entsprechende Übertreibungen gesehen und somit hat dieser Managementansatz derzeit leider einen negativen Beigeschmack.

Bernd Heesen

Kapitel 2. Das Werden der Republik

Es klingt sicherlich verwirrend, wenn man bezüglich der Vereinigten Staaten von einem „Grundgesetz“ spricht, da diese doch 1789 eine „Verfassung“ akzeptierten, die man sozusagen als die Basis des politischen und auch des gesellschaftlichen Gemeinwesens betrachten könnte. Zumeist wird in den Regierungslehren über die USA auch davon ausgegangen, dass am Anfang die Verfassung steht. Dies jedoch ist eine neuere Dogmatik, die erst mit der modernen USA, der Weltmacht nach 1945, kreiert wurde.

Jakob Schissler

Kapitel 4. Der vergesellschaftete Kapitalismus

Es mutet seltsam an, vom Kapitalismus als einem vergesellschafteten Teil der Gesellschaft zu sprechen. Leichter fällt es, vom Unternehmertum in der Gesellschaft zu schreiben. Dennoch ist der Begriff Vergesellschaftung der richtigere, und dies deshalb, weil es verkehrt ist, sich Kapitalismus als einen Handlungszusammenhang von Unternehmern als Personen vorzustellen.

Jakob Schissler

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Seit Anfang der siebziger Jahre hat sich die M&A Forschung zu einem festen Bestandteil in der strategischen Managementforschung entwickelt und verzeichnet seitdem zunehmendes Interesse aus unterschiedlichen Fachbereichen, welche die finanziellen, strategischen, operationalen wie sozio-kulturellen Perspektiven von M&A beleuchten. Obgleich sich zwar zunehmend mehr Disziplinen mit dem Phänomen M&A auseinandersetzen, ist die Entwicklung der M&A Integrationsforschung nach wie vor stark disziplinarisch geprägt. Erst in jüngster Vergangenheit kann eine Zunahme der Forschung zu interdisziplinären Aspekten der M&A Integration festgestellt werden, die zugleich neue vielversprechende Fragestellungen in Bezug auf PMI und die Frage nach dem Erfolg eröffnen.

Kathrin Pfeifle

Kapitel 20. „Sharing & Caring ist unser Konzept“ – Urlaub mit Hapimag

Interview mit Baha Jamous, CMO Hapimag, Schweiz – Das Gespräch führte Dominik Pietzcker

Die Schweizerische Hapimag verfolgt ein einzigartiges Urlaubskonzept. Die Anteilseigner des Unternehmens erwerben Wohnpunkte für Ferienimmobilien, die weltweit genutzt werden können. Im Gespräch erläutert CMO Baha Jamous die Hintergründe dieser speziellen Positionierung.

Baha Jamous, Dominik Pietzcker

RISIKO

Wenn die Gefahr weit weg ist, ist es leicht mutig zu sein.

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

GELD

Das Eintreiben von Steuern ist nichts anderes als Diebstahl.

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Markt und Preis, Marktformen und Kosten

Ordnen Sie die folgenden Aussagen den marktwirtschaftlichen Verteilungsmechanismen zu.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Rechtliche Grundlagen

Die 17-jährige Auszubildende der Isar Bank-AG Kathrin Gersthuber hat eine monatliche Ausbildungsvergütung von 925,00 EUR. Sie wünscht sich schon seit langem ein Mofa. Bei einem Händler schließt sie einen Kaufvertrag über eine Kaufsumme von 1.012,00 EUR. Die Summe soll in 24 Monatsraten zu 51,06 EUR erbracht werden. Welche Aussagen zu diesem Kauf treffen zu?

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

Betriebliche Mitbestimmung

In Kürze finden in der Nordbank AG wieder Wahlen zur Jugendausbildungsvertretung statt. Die 22-jährige Silke Brandt ist seit einem Jahr Kundenberaterin bei der Nordbank AG. Sie möchte sich zur Jugendvertreterin wählen lassen. Welche Aussage trifft zu?

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs, Marion Leuenroth

2. Das Problem

Mangelnde Ethik und Unmoral nehmen in unserer globalisierten, digitalisierten und beschleunigten Welt stetig zu, besonders in der Wirtschaft, und erreichen ein nie bekanntes Ausmaß. Sie vernachlässigen Nachhaltigkeit und zerstören langfristig die Unternehmen. Die christlich geprägte alte Ethik trägt nicht mehr. Alle Ethikrichtlinien und Appelle sind nur Lippenbekenntnisse und nicht effizient genug. Trotz aller Fortschritte ist der Mensch der Postmoderne durch die einseitige Fokussierung auf Denken, Wissen, Machen, Habenwollen in eine Sackgasse geraten. Er hat den Kontakt zu seiner Seele verloren. Steigender Egoismus und Egozentrik sind überall spürbar. Als Ergebnis wachsen Burn-out, Depression und Angststörungen wie auch die Psychopharmaka zweistellig. Unterdrückung und Verdrängung sind die erprobten Mechanismen, damit nicht auffällt, was man der Natur und den anderen Wesen antut. Doch das rächt sich. Immer wieder bricht unkontrolliert unsere dunkle Seite auf und richtet Schaden an, in unseren Unternehmen, bei uns selbst und bei allen anderen. Über das Internet wird alles bekannt. Der Mensch hat durch ständige Orientierung auf die Außenwelt, ohne dass es ihm bewusst ist, seine innere Entwicklung vernachlässigt. Es werden angebotene Ethikansätze untersucht und aus Sicht der eigenen Erfahrung als CEO, der Tiefenpsychologie, der spirituellen Weisheitslehren und der Quantenphysik bewertet. Es braucht dringend einen ganzheitlichen und integralen neuen Ethikansatz, der weit über die bisherigen hinausgeht und bei der Entwicklung des Individuums ansetzt.

Erhard Meyer-Galow

Chapter 4. Suchmaschinen-Werbung (SEA) – Traffic skalieren mit bezahlter Werbung

In Abgrenzung zur Suchmaschinen-Optimierung geht es bei der Suchmaschinen-Werbung um bezahlte Anzeigen innerhalb der Suchergebnisse einer Suchmaschine. Der Advertiser sucht sich bestimmte Schlüsselwörter (Keywords) aus, zu denen er gefunden werden möchte und gibt an, welchen Klickpreis er bereit ist zu zahlen. In diesem Kapitel wird u. a. beleuchtet, was Suchmaschinen-Werbung ist, welche Optionen es bietet und wie der Erfolg gemessen werden kann.

Ingo Kamps, Daniel Schetter

Kapitel 2. Die Umweltgeschichte in Schlüsseldaten

Wie wandelten sich die Kenntnisse zu unserer Umwelt, zu unseren Wirkungen auf die Umwelt und zu den Wirkungen der Umwelt auf uns in den vergangenen zwei Jahrtausenden? Wie gingen Menschen und Institutionen mit dem sich ändernden Wissen um? Welche Umweltveränderungen traten auf? Im zweiten Kapitel werden diese Fragen für 260 Umweltgeschichten gestellt und chronologisch beantwortet. Die Intensität der Umweltveränderungen nimmt vom frühen Mittelalter bis in das frühe 14. Jahrhundert zu. Die kombinierte Wirkung von menschlichen Eingriffen in die Natur und Extremereignissen führt dann zu einer Folge von Katastrophen, die in der großen Pestpandemie Mitte des 14. Jh. kulminieren. Nach einer kurzen Phase, in der sich die Natur teilweise erholt, wachsen die Eingriffe von Menschen wieder. Sie erreichen im 20. und im 21. Jh. geradezu beängstigende Ausmaße. Der massive Klimawandel, die Zerstörung von Lebensräumen und das dramatische Artensterben resultieren.

Hans-Rudolf Bork

Bauwirtschaftslehre – Grundlagen

Die Bauwirtschaftslehre als spezielle Betriebswirtschaftslehre ist Grundlage des wirtschaftlichen Handelns der am Planen, Bauen und Betreiben von Bauten und Anlagen Beteiligten. Lange sehr stark auf die Technik fokussiert, werden heute professionell ausgerichtete bauwirtschaftliche Funktionen und Prozesse als entscheidende Erfolgsfaktoren in den Unternehmen akzeptiert und angenommen. Zunächst werden die Grundbegriffe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswirtschaftslehre erläutert. Dazu zählen Begriffe wie Markt, Angebot und Nachfrage, Kosten, Rentabilität, Konjunktur und Tarifrecht. In der Unternehmensrechnung sowie der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung werden die Grundlagen zur Erfassung, Darstellung, Auswertung und Überwachung aller Geld- und Güterströme in (Bau-)Unternehmen vermittelt. Im Kapitel Unternehmensfinanzierung werden schließlich die Ziele und Einflussfaktoren der Finanzierung eines Unternehmens sowie alternative Finanzierungsformen dargestellt.

Claus Jürgen Diederichs, Alexander Malkwitz, Ayosha Aghazadeh

3. Finanzierungsformen für investive Zwecke

Das Ziel von Kap. 3 besteht darin, dem Leser einen fundierten Überblick über die wesentlichen Finanzierungsformen zu verschaffen, die Unternehmen zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen die Eigenkapitalfinanzierung, die langfristige Fremdkapitalfinanzierung einschließlich Leasing, die als Mezzanine Finance bezeichnete „Mischfinanzierung“, bestehend aus Eigen- und Fremdfinanzierungsmerkmalen, sowie die wichtigsten Maßnahmen der Innenfinanzierung. Die Finanzierungsformen werden auf Basis praxisnaher Beispiele erörtert und es wird bei einigen Formen der Zusammenhang zu den Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung aus Kap. 2 hergestellt.

Ralf Kesten

4. Finanzderivate

In diesem Kapitel werden Begriff, Merkmale, Ziele und wichtige Arten von Finanzderivaten vorgestellt und deren elementare Funktionsweise mittels einer Vielzahl von (teils bewusst vereinfachten) Beispielen verdeutlicht. Die sog. bedingten Termingeschäfte werden anhand von Aktienoptionen erörtert. Das Forward Rate Agreement sowie die Financial Futures erklären die Arbeitsweise der sog. unbedingten Termingeschäfte. Ausführungen zu den in der Praxis beliebten Zinsswaps sowie zu Kreditderivaten beschließen das Kapitel.

Ralf Kesten

2. Investitionsrechnung zur Abschätzung vorteilhafter Finanzmittelverwendung

In diesem Kapitel werden die in der Praxis dominierenden Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung auf der Grundlage eines praxisnahen Fallbeispiels vorgestellt und hinsichtlich ihrer Annahmen gewürdigt. Das Ziel der Verfahren besteht im Erkennen der absoluten („Rechnet sich ein Projekt im Vergleich zu einer alternativen Geldanlage?“) bzw. der relativen („Rechnet sich Projekt A mehr als Projekt B?“) Vorteilhaftigkeit über den vom Investor definierten Planungshorizont. Da diese Verfahren letztlich monetäre Daten zu Entscheidungskennzahlen verdichten, werden die wichtigsten zu prognostizierenden Zahlungsfolgen und erste Ansatzpunkte für ihre Prognose erörtert.

Ralf Kesten

Open Access

Einleitung

Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte („Organträger“) von Kapitalgesellschaften führen unter eigener Verantwortung die Geschäfte ihrer Gesellschaft. Dabei müssen sie tagtäglich Entscheidungen aus einer ex-ante Perspektive treffen. Mithin tragen solche unternehmerischen Entscheidungen naturgemäß das Risiko, dass die zukünftigen (Rechts-)Folgen der Entscheidungen nicht eindeutig, gar vollkommen unklar sind. Eine Fehleinschätzung der Organträger kann daher nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

Max Willen

Kapitel 2. Deskription und Analyse des bisherigen Forschungstands von Hersteller- und Handelsmarken auf dem deutschen Konsumgütermarkt

Der vorliegende Abschnitt gibt einen Überblick über Trends und Entwicklungen aus der Perspektive der Herstellermarken auf dem deutschen Konsumgütermarkt. Der Autor fokussiert bewusst den deutschen Markt, um hier Besonderheiten und praxisnahe Beispiele aufzuzeigen und zu diskutieren. Zu Beginn erfolgt ein historischer Rückblick auf die Geschichte der Markenartikel, sowie Begriffsdefinitionen.

Michael Unkel

Kapitel 7. Künstliche Intelligenz im Bereich Finanzen

Die Finanzindustrie gehört zu den Branchen, die am stärksten von künstlicher Intelligenz betroffen sind und sein werden. Daten des Kerngeschäfts liegen in strukturierter Form vor, mathematische Modellierung gehört zum Tagesgeschäft.

Phil Wennker

Chapter 2. Gesellschaftsrecht der gGmbH

Die gGmbH als gemeinnützige Kapitalgesellschaft unterliegt den allgemeinen Regelungen des Gesellschaftsrechts – ihre ideelle Zielsetzung führt grundsätzlich zu keiner gesellschaftsrechtlichen Sonderbehandlung. Neben den obligatorischen Organen kann die gemeinnützige GmbH sinnvoll durch eigene Aufsichtsgremien ergänzt werden. Die Satzungsgestaltung ist durch die Mustersatzung nach der AO begrenzt, aber Änderungen grundsätzlich zugänglich. Durch eine proaktive Abstimmung des Gründungsvorgangs mit dem Finanzamt kann der Gründungsprozess rechtssicher und schnell gestaltet werden.

Christina Weidmann, Ralf Kohlhepp

3. Zeitreihenanalyse und dynamische Modelle

Zunächst beschreibt Abschn. 3.2 Formen und Merkmale von Zeitreihendaten (Längsschnittdaten). Abschn. 3.3 analysiert, inwieweit eine einfache OLS-Schätzung auf der Basis von Daten aus mehreren Perioden durchführbar ist. Die Abschn. 3.4, 3.5 und 3.6 veranschaulichen, welche speziellen Probleme bei der Regression auf der Basis von Zeitreihen auftreten. In diesem Kontext stellt Abschn. 3.4 das Problem der Autokorrelation dar, Abschn. 3.5 diskutiert die Exogenität der unabhängigen Variablen und Abschn. 3.6 erläutert die Stationarität von Zeitreihen. Darauf aufbauend zeigt Abschn. 3.7, wie die Bestimmung der Modellspezifikation (Lags bzw. Leads) erfolgt und fasst die praktische Vorgehensweise zusammen. Da hier nur eine kurze Einführung in die Grundlagen der Untersuchung von Zeitreihen gegeben wird, enthält abschließend Abschn. 3.8 eine Reihe von weiterführenden Hinweisen zu Prognosemodellen und Variablen mit gemeinsamen Trends.

Matthias-W. Stoetzer

1. Einführung: Kausale Aussagen und Prognosemodelle

Regressionsmodelle können im einfachsten Fall zur Ermittlung und Beschreibung von Zusammenhängen zwischen Variablen herangezogen werden (Abschn. 1.2). Zweitens besteht ihr Nutzen aber vor allem darin, kausale Abhängigkeiten zu identifizieren und drittens Prognosen zukünftiger Entwicklungen zu fundieren. Abschn. 1.3 erläutert daher grundlegende Probleme bei der Ermittlung von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen. Er konkretisiert und erweitert den Abschnitt 4.1 im Band 1 (Stoetzer 2017). Darauf basierend beschreibt Abschn. 1.4 kurz Aspekte des Einsatzes von Regressionsanalysen zur Vorhersage zukünftiger Entwicklungen. Abschließend fasst Abschn. 1.5 die Ergebnisse zusammen und erläutert deren Relevanz im Kontext der aktuellen Diskussion zu Big Data und Data Mining.

Matthias-W. Stoetzer

4. Betriebliches Rechnungswesen

Das betriebliche Rechnungswesen (ReWe) hat die Aufgabe der mengen- und wertmäßigen Erfassung, Verarbeitung, Offenlegung und Kontrolle aller Vorgänge im Unternehmen, die mit der betrieblichen Leistungserstellung zusammenhängen (Achleitner und Thommen 2012). Besprochen werden die Finanzbuchhaltung, der Jahresabschluss mit der Bilanz und der Gewinnund Verlustrechnung. Bilanzpolitik und Bilanzanalyse werden dargestellt und die Kosten- und Leistungsrechnung verdeutlicht.

Gerd-Inno Spindler

Kapitel 5. Nutzenmodelle und sicherer Gewinn

Inhalt: Die Diskussion der Nutzenmodelle aus Kap. 3 und 4. Das Standardmaß der Risikoaversion. Die Eigenschaften des logarithmischen Nutzens, des Potenznutzens, des exponentiellen Nutzens und statistischer Regeln in einem Vergleich.

Siegfried Weinmann

Kapitel 4. Potenznutzen

Inhalt: Das Modell des Potenznutzens entsteht durch eine Modifikation des Ansatzes von Bernoulli. Neben dem Vermögen des Investors bestimmt der Grad seiner Risikoscheu den Nutzenzuwachs seines unsicheren Gewinns. Typische Einstellungen in Gewinn- oder Verlustsituationen werden gesucht.

Siegfried Weinmann

Kapitel 3. Logarithmischer Nutzen

Inhalt: Die These über den relativen Wert der Objekte wird zur Grundlage des rationalen Handelns: entscheidend ist nicht der Erwartungswert des Geldgewinns, sondern dessen Erwartungsnutzen. Das Erwartungsnutzenmodell wird zum Instrument des rationalen Investors. Die Wirksamkeit des Nutzenmodells wird an typischen Fällen aus der Praxis in Gewinn- und Verlustsituationen erprobt: das Problem des Fahrers bei der Wahl seiner Route; das Problem des Investors bei der Bestimmung seiner optimalen Geldanlage.

Siegfried Weinmann

Kapitel 3. Die wichtigsten Standardthemen und wie der Wirtschaftsjournalist* über sie berichtet

In diesem Kapitel wird gezeigt, worauf der Wirtschaftsjournalist* achten muss, wenn er über bestimmte Klassiker wie die Bilanzpressepressekonferenz oder Handelsmessen berichten will. Am Ende eines jeden Abschnitts befindet sich ein Link, der zu einer besipielhaften journalistischen Aufbereitung des jeweiligen Formats führt.

Lutz Frühbrodt

Kapitel 2. Das Ressort Wirtschaft

Dieses Kapitel startet mit dem Wandel des Wirtschaftsjournalismus in den vergangenenen Jahren. Danach werden die einzelnen Felder diskutiert: Wirtschaftspolitik, Unternehmensberichterstattung, Börse und Finanzen sowie Verbraucherthemen. Abschließend werden kurz die wichtigsten Wirtschaftsmedien präsentiert.

Lutz Frühbrodt

2. Aktien im Ruhestand: Grundlegende Zusammenhänge

Das DAX-Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt, dass Anlegerinnen und Anleger in der Vergangenheit langfristig bei Aktien einen attraktiven Ertrag erzielen konnten. Grundvoraussetzungen waren eine ausreichende Risikostreuung und ein langer Atem. Aus dem Renditevergleich von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren ergibt sich, dass der Renditevorsprung von Aktien im Analysezeitraum zwei bis vier Prozentpunkte betrug.Auch wenn Vergangenheitsrenditen keine Garantie für zukünftigen Anlageerfolg sind, ist es vor diesem Hintergrund sinnvoll, die Vorteile der Aktienanlage auch nach dem Rentenbeginn weiterhin zu nutzen. Hier bietet sich ein Entnahmeplan an, wie er beispielsweise in Ländern wie Schweden oder Australien weit verbreitet ist. In diesen Ländern ist es üblich, die Ersparnisse, die sich bis zum Rentenbeginn angesammelt haben, in regelmäßigen Beträgen auszuzahlen. Was noch nicht benötigt wird, bleibt in Aktien oder anderen Geldanlagen investiert und erwirtschaftet damit weiterhin Erträge. Von den positiven Erfahrungen mit solchen Entnahmeplänen sollten wir auch in Deutschland lernen.

Norbert Kuhn, Donato Di Dio

6. Die erste Halbzeit von aufgeschobenen Rentenversicherungen: Die Ansparphase

Dieses Kapitel geht auf die Ansparphase aufgeschobener Rentenversicherungen ein. Wir skizzieren die wesentlichen Bausteine des Geschäftsmodells deutscher Lebensversicherer und zeigen, welche Stärken hieraus auch im gegenwärtigen Umfeld erwachsen. Anhand von Marktentwicklungen und Marktbeispielen belegen wir, wie sich deutsche Lebensversicherer seit dem Beginn der 2000er-Jahre erfolgreich auf Kundenbedürfnisse im Niedrigstzinsumfeld eingestellt haben und so weiterhin attraktive Angebote für den Aufbau von Altersvorsorgekapital bieten.

Volker Priebe

8. Reine Investmentlösungen für Einkommen im Ruhestand

Das Wachstum des Geldvermögens in Deutschland fiel in den letzten Jahren mit 3,4 Prozent sehr viel schwächer aus als in den europäischen Nachbarstaaten. In Finnland, dem EU-Land mit der höchsten Wertpapierquote, wuchs das Geldvermögen mit 8,0 Prozent. Um das Vermögen in Deutschland ähnlich stark zu steigern und damit den langfristigen Wohlstand der Haushalte auch im Alter zu mehren, ist auch hierzulande eine Erhöhung der Wertpapierquote notwendig. Dabei empfehlen sich für Privatanleger als kostengünstige und risikooptimierte Anlageklasse bspw. Exchange Traded Funds (ETFs).Die Überlegenheit der Wertpapieranlage in der Ruhestandsplanung ist zwar seit langem bekannt, und die Einsicht, zukünftig noch viel stärker privat für die Zeit des Ruhestands vorsorgen zu müssen, ist weit verbreitet, aber die konsequente Umsetzung dieser Einsichten in der Vermögensstrukturierung zeigt sich nach wie vor nur eher vereinzelt. Das Kontensparen dominiert weiterhin. Als bedeutsamen Grund für diese suboptimale Vermögensallokation verweisen zahlreiche internationale Studien auf den Zusammenhang zwischen Vermögensstruktur und finanzieller Allgemeinbildung (Financial Literacy) in Privathaushalten. Unwissenheit erzeugt diffuse Angst. So zeigt sich in Deutschland ein weit verbreitetes Unwissen bezüglich der (geringen) Komplexität und (niedrigen) Kosten, die gerade mit einer Anlage in ETFs als Anlageinstrument verbunden sind, das in einer eher zögerlichen Umschichtung in diese Anlagen mündet.Die Empfehlung, bei der Ruhestandsplanung unbedingt auch auf Investmentlösungen zu setzen, sollte dann stärkeren Widerhall finden, wenn transparente Berechnungen auf der Basis objektiver Daten die attraktive Risiko/Renditestruktur von ETFs unterlegen. Dementsprechend wurden Monte-Carlo-Simulationen zur Illustration langfristiger Ansparpläne mit anschließenden Ruhestandseinkommen über 25 Jahre implementiert. Die Ergebnisse zeigen, dass derartige Anlage- und Entsparstrategien in der Regel nicht nur ein dauerhaftes Einkommen, sondern darüber hinaus auch erhebliche vererbbare Vermögensmassen erzielen. Allerdings sind auch risikooptimierte, wohl diversifizierte Anlageklassen wie ETFs selbst bei langfristigen Investmenthorizonten nicht völlig frei von Vermögensrisiken, die einen vorzeitigen Abbruch der Zusatzeinkommen bedeuten würden. Deshalb werden reine Investmentlösungen auch vorrangig als attraktiver Baustein des Ruhestandseinkommens neben weiteren schwankungsfreien Zahlungen betrachtet.

Dirk Schiereck, Dirk Schmitz

Kapitel 11. Martingalkonvergenzsätze und Anwendungen

Wir haben Martingale X = (Xn)n∈ℕ0 als faire Spiele kennen gelernt und festgestellt, dass sie unter gewissen Transformationen (Optionales Stoppen, diskretes stochastisches Integral) wieder zu Martingalen werden. In diesem Kapitel werden wir sehen, dass unter schwachen Bedingungen (Nichtnegativität oder gleichgradige Integrierbarkeit) Martingale fast sicher konvergieren. Zudem impliziert die Martingalstruktur die Lp-Konvergenz schon unter formal schwächeren Annahmen als denen, die wir in Kapitel 7 gesehen haben.

Achim Klenke

Kapitel 9. Martingale

Einer der wichtigsten Begriffe der modernen Wahrscheinlichkeitstheorie ist das Martingal, das die Idee eines fairen Spiels formalisiert. In diesem Kapitel wird der Begriffsapparat für die Beschreibung allgemeiner stochastischer Prozesse aufgebaut. Danach werden Martingale und das diskrete stochastische Integral eingeführt und auf ein Modell der Finanzmathematik angewandt.

Achim Klenke

Kapitel 1. Worum geht es?

Managementfehler treten vor allem dann für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu Tage, wenn es um Milliardenverluste geht, viele Menschen betroffen sind oder prominente Spitzenmanager ihren Hut nehmen müssen. Der Zusammenbruch von Leman Brothers, der Dieselskandal oder der Bau des Flughafens in Berlin sind hierfür eindrucksvolle Beispiele. Dabei ist dies nur die Spitze des Eisbergs. Managementfehler sind ein alltägliches Phänomen. Nicht selten sind sie das Ergebnis eines unglücklichen Zusammenspiels von Inkompetenz, Ignoranz und Selbstüberschätzung.

Uwe Peter Kanning

Biografie eines Unternehmers im Halbschatten

Bedeutende Gründer: Sie haben ein Gespür für Chancen, zeigen klug bemessenen Wagemut, knüpfen Allianzen auf Zeit, bekämpfen aber auch Konkurrenten mit bedingungsloser Härte. Einige der oben genannten Merkmale sind somit für diese Gruppe typisch. Doch das skizzierte Muster in seiner Gesamtheit, mit genau dieser Abfolge von Phasen und dem vollständigen Satz der Eigenschaften, ist recht spezifisch und dürfte nur auf wenige große Gründer passen. Zwei von diesen seien herausgehoben: John Davison Rockefeller (1839–1937) und Leopold Koppel (1854–

Hans H. Lembke

Der Niedergang

Koppels mäzenatisches Engagement bis zum Kriegsende wurde oben beschrieben. Wie hatte es sich nach 1918 entwickelt? Eine übergreifende Antwort findet sich in dem archivierten Nachlass Koppel, mit einer undatierten Aufstellung über seine Stiftungsleistungen: „Mit Dotationen von insgesamt mehr als 4 Millionen Mark steht Koppel mit weitem Abstand an der Spitze der Mäzenaten, die seiner Zeit das finanzielle Fundament der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft gelegt haben. Andere Großindustrielle und Financiers und auch die vom Kaiser unmittelbar angesprochenen Angehörigen alter Fürstenhäuser haben sehr viel bescheidenere Beiträge beigesteuert. Die Kapitalien der Koppelschen Stiftungen hat die Inflation restlos verschlungen. Zu weiteren Spenden hat sich Koppel danach nicht mehr bereit gefunden, vielleicht auch nicht mehr in der Lage gesehen.“

Hans H. Lembke

Die Unternehmensrelikte und Bruchstücke des Vermögens

Osram, Auer, Wintergarten, Kranzler: Wer heute zu diesen Firmen und Marken recherchiert, in digitalen Lexika, Unternehmens-Websites, Jubiläums-Inszenierungen und wissenschaftlichen Abhandlungen, stößt auf Spuren des Koppel-Konzerns. Es finden sich Einsprengsel, kurze Abschnitte, längere Passagen oder sogar ausführliche Exkurse. Dabei ist unverkennbar, dass Impulse in der Militärindustrie, die von diesem Konzern ausgingen, und die bis heute nachweisbar sind oder sogar nachwirken, das größte Interesse finden. Dies gilt für Laienforscher, Journalisten wie Historiker. Daher werden im Folgenden primär Relikte aus zwei derartigen Konzernfeldern betrachtet: der Nukleartechnologie und der Gasschutzindustrie.

Hans H. Lembke

Die Hotelbetriebs-Gesellschaft

Der InvestorHotelbetriebs-Gesellschaft Leopold Koppel: Sein Feld, so erscheint es bisher, war die Industrie. Sicherlich, er begann als Bankier, doch Ambitionen, eine Bankengruppe oder gar einen Bankenkonzern zu bilden, hatte er nicht. Seine Bank dient ihm als Mittel zum Zweck: Er nutzte sie, um zum einem bedeutenden Investor in der deutschen Industrie aufzusteigen, mit Töchtern in Nachbarländern. Sicherlich, auch im Handel (mit Diamanten) hatte er sich versucht, aber dies war nicht wirklich ein strategisch verstandener Einstieg, sondern gezielt auf Kaisers Gunst. Wie aber fand er den Weg in die Hotellerie und Gastronomie?

Hans H. Lembke

Der Durchbruch der elektrischen Lichttechnik

Wie hatte sich in der Zwischenzeit die gesamte Beleuchtungsbranche entwickelt, wirtschaftlich und technisch? Welche Bedeutung hatte die Osmiumlampe in diesem Prozess; war sie zukunftsträchtig? Schon vor dem Jahrhundertwechsel waren die Hersteller der elektrischen Kohlefaden-Lampe unter immer stärkeren Druck der Gasglühlichtfabrikanten geraten. Sie reagierten mit Preissenkungen, auch technischen Verbesserungen, aber das Ende der Edison-Lampe war absehbar. Die großen Anbieter versuchten es hinauszuzögern, indem sie den marktwirtschaftlichen Wettbewerb zunehmend durch Ballung von Marktmacht ergänzten, auch verdrängten.

Hans H. Lembke

Der Konzernumbau in den zwanziger Jahren

Die Presse berichtete von umfangreichen Arbeiterentlassungen bei Auer, besonders in den Gasmasken erzeugenden Abteilungen. Woraufhin die Geschäftsleitung erklärte, dass sie die Kriegsaufträge erledigt und ihre damit befassten Betriebe geschlossen habe. Der Kurs schwankte bis April um 330 – mit kurzem Einbruch während der Berliner Märzkämpfe. Im Mai und Juni notierte das Papier etwas schwächer, stieg dann bis Ende August auf 370 und zog in der letzten Septemberwoche kräftig an. Zwischen dem 26. und 27. wurde es sensationell: Der amtliche Kurs sprang von 387 auf 460, und im freien Verkehr wurde bis 490 gehandelt. Die Presse reagierte lebhaft, in den Wirtschaftsteilen war es die Story des Tages, wenn auch in unterschiedlichen Stimmungsfarben geschrieben.

Hans H. Lembke

Die Investitionschancen in umkämpften Zukunftszweigen

Koppels Gespür für zukunftsträchtige Technologie, sein Blick für failing innovators und seine Bereitschaft zu hohem Finanzeinsatz trotz erheblichen Risikos: Diese Eigenschaften und Fähigkeiten hatte ihm zu seinem Einstieg bei der Cartonnagen-AG mit dem beachtlichen Erfolg verholfen. Er hatte Scherbels Erfinderkraft ebenso erkannt wie dessen unternehmerische Schwächen, hatte dessen kreativ-explorative Gründung auf das Projekt der Cartonnagenfabrik getrimmt und den in dieses Modell perfekt passende Ingenieur RemusRemus, Teodor hinzugewonnen. Sodann konnte er seine zentrale Fachkompetenz einbringen: das Finanzmanagement.

Hans H. Lembke

Der Selfmademan aus fast namenloser Familie

Leopold Koppel kam aus „kleinen Verhältnissen“ und hat sich mit Energie und Scharfblick zu einer Persönlichkeit geformt, die in Wirtschaft wie Wissenschaft erfolgreich und hochangesehen war. Dies ist das Bild von sozialer Herkunft und Entwicklung, die sich in der bislang vorliegenden Literatur zur Hauptperson findet. Demnach begann er als kleiner Bankangestellter, war ein Selfmademan mit bescheidenen provinziellen Anfängen und stellte in der jüdischen Wirtschaftselite einen Sonderfall dar.

Hans H. Lembke

Der Wettlauf zwischen Strom- und Gaslicht

Leopold Koppel muss seinen Wechsel in die Reichshauptstadt mit viel Voraussicht und Sorgfalt vorbereitet haben. Er wollte dort von Beginn an nicht als Aufsteiger sondern als Arrivierter auftreten. Er hatte sein sechsunddreißigstes Lebensjahr vollendet, war Privatbankier mit zwei Jahrzehnten Erfahrung und hatte in Dresden bei Privatanlegern einen guten Namen. Dies jedoch, so wusste Koppel, reichte bei weitem nicht. In der Metropole gab es um 1890 etwa 850 Bankgeschäfte; zudem war Koppel, seiner Herkunft nach, ein „Provinzbankier“. Für ein seriös-auffälliges Erscheinungsbild brauchte es markantere Züge

Hans H. Lembke

Die Expansion in die Kriegswirtschaft

Das Jahr 1914 brachte der DGA dramatische Veränderungen in ihrem Auslandsgeschäft 1914; den Erwartungen auf sprunghafte Expansion folgte ein schmerzhafter Marktverlust. Im Januar gelang ein erster Schritt nach Südeuropa, den die Presse in den letzten Dezembertagen schon angekündigt hatte: „Die deutsche Glühlampenfabrik in Spanien“. Schutzzölle und hohe Transportkosten hatten die Erschließung dieses vielversprechenden Marktes behindert, weshalb sich die großen Drei zu einer gemeinsamen Investition entschlossen: den Bau der Fábrica de Lámparas de Filamento Metálico ‚Madrid‘, mit einem Startkapital von 2 Mio. Pesetas.

Hans H. Lembke

Kapitel 7. Deutsch-chinesische Transaktionen

Seit über zehn Jahren investieren chinesische Unternehmen regelmäßig in Deutschland. Die Strategie der chinesischen Regierung, angefangen mit der außenpolitischen Öffnung und ersten marktwirtschaftlichen Komponenten ab dem Jahr 1978 und weitergeführt nach der Finanzkrise seit den Jahren 2009 in Form großer Investitionsprogramme, legt die Vermutung nahe, dass es in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Transaktionen gab. Diese kommen allerdings nicht in der Vielzahl vor, wie es die wirtschaftspolitische Strategie Chinas zunächst erwarten lassen würde.

Florian Eutert, Philipp Lührs, Finn Vorburg

Kapitel 8. Fallstudien

Anhand von vier kurzen Fallstudien werden beispielhafte unterschiedliche Abläufe bei deutsch-chinesischen Transaktionen dargestellt.

Ann-Kristin Thoms

7. Basiswissen: Stochastische Analysis und Anwendungen, Zinsentwicklungen und Grundzüge der Bewertung von Zins-Derivaten

Bevor wir in Kapitel 10 dieses ersten Bandes dazu übergehen können, einige konkrete Fallbeispiele auf Basis unserer bisher bereitgestellten Basis-Techniken zu behandeln, benötigen wir dazu noch einige grundlegende Methoden aus weiteren Bereichen der Quantitative Finance. Diese Bereiche werden wir in den folgenden Kapiteln wirklich nur sehr oberflächlich streifen und wir werden uns hier wirklich nur die Kenntnisse aneignen, die für ein Grundwissen aus Quantitative Finance und Financial Engineering unumgänglich sind. Modernere Techniken und modernere Entwicklungen in diesen Bereichen werden erst im zweiten Band im Detail vorgestellt und studiert. In diesem Sinn werden wir in den nächsten drei Kapiteln drei zentrale Themen der Quantitative Finance nur streifen, und zwar:

Gerhard Larcher

10. Fallbeispiele

Die folgenden Fallbeispiele stellen eine Auswahl konkreter Projekt-Beispiele des Autors (und zum Teil von Mitgliedern seiner Forschungsgruppe) aus seiner Tätigkeit als Gutachter in Gerichtssachen oder als Privat-Gutachter und aus seiner Tätigkeit als Analyst und Konsulent für verschiedene Vermögensverwaltungs-, Finanz- Software- oder Fonds-Management-Unternehmen sowie (in einigen wenigen Fällen) aus seiner eigenen Forschungsarbeit dar.

Gerhard Larcher

9. Optimal-Investment-Probleme

Die umfassende Frage, die sich jedem Investor, jedem Vermögensverwalter in der einen oder anderen Form stellt, und der wir uns im Folgenden – allerdings nur in ihren Grundzügen – widmen werden, lautet:

Gerhard Larcher

3. Grundlagen der Bewertung von Derivaten

Eines der zentralen Themen der modernen Finanzmathematik ist das Thema der Bewertung von derivativen Finanzprodukten im weitesten Sinn. Die Frage, die dabei im Mittelpunkt steht, lautet: Hat ein bestimmtes Finanzprodukt einen – in einem (näher zu definierenden) strengen Sinn – „fairen Preis“? Und, wenn diese Frage mit „Ja“ beantwortet wird: Wie berechnet man diesen Preis und welche Konsequenzen hat es, wenn das Produkt am Markt einen anderen als den theoretisch fairen Preis hat?

Gerhard Larcher

4. Das Wiener’sche Aktienkursmodell und die Grundzüge der Black-Scholes-Theorie

Die Geburtsstunde der modernen Finanzmathematik ist wohl mit der Entwicklung und Veröffentlichung der berühmten Black-Scholes-Formeln für die Bewertung von Aktien-Optionen Anfang der 1970er Jahre durch Fisher Black und Myron Scholes festzusetzen. Diesen Formeln in ihrer grundlegenden Basis-Version werden wir uns in diesem Kapitel widmen. Bevor wir dies tun können, benötigen wir allerdings ein realistisches Aktienkursmodell, in dem wir uns bewegen wollen und in dem wir Derivate bewerten wollen. Bisher haben wir Derivat-Bewertung in binomischen Modellen durchgeführt, deren Realitätsbezug sehr fraglich ist

Gerhard Larcher

1. Basisprodukte und Verzinsung

Wir gehen ja eigentlich davon aus, dass Sie als Leserin dieses Buches ein Interesse an den Finanzmärkten, an Finanzprodukten und deren Eigenschaften, Einsatz und Handel mitbringen. Folglich wird für die meisten von Ihnen die folgende Einführung in die grundlegenden Eigenschaften der Basis-Finanzprodukte überflüssig sein. Der Vollständigkeit halber gebe ich im Folgenden aber doch, als Erstes, einen Überblick über die für alles Folgende nötigen Begriffe. Außerdem wird es notwendig sein, kurz über ein paar grundlegende Fakten zum Thema Verzinsung zu sprechen.

Gerhard Larcher

5. Volatilitäten

Schon seit längerem haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass wir uns mit dem Begriff der Volatilität und dem Volatilitäts-Parameter in den Bewertungsformeln für Derivate ausführlich beschäftigen werden müssen. Diese Diskussion beginnen wir nun also. Aber wir weisen – wie schon so oft – gleich hier wieder einmal auf Folgendes hin: Eine eingehende und tiefgreifende Analyse des Begriffs der Volatilität bedarf einer intensiven Beschäftigung und weiterführender mathematischer Techniken. In Band I unserer Abhandlung werden wir uns daher wieder auf die notwendigen Konzepte und Eigenschaften beschränken müssen. Das Ziel hier wird sein: Den Begriff der Volatilität und die damit verbundenen wesentlichsten Techniken so weit zu begreifen, dass wir das Rüstzeug haben um grundlegende Anwendungen in exakter Weise und mit gut argumentierbaren Methoden durchführen zu können (freilich immer imWissen darum, dass tiefergehende „more advanced“ Methoden und Modelle möglicher Weise noch tiefere Einsichten in die jeweilige Anwendung geben könnten).4

Gerhard Larcher

2. Derivate und Handel mit Derivaten, Grundbegriffe und Grundstrategien

Im Mittelpunkt unseres Interesses in diesem Buch stehen Finanz-Derivate und der Handel mit solchen Derivaten.

Gerhard Larcher

6. Erweiterungen der Black-Scholes-Theorie auf weitere Typen von Optionen (Futures-Optionen, Währungs-Optionen, amerikanische Optionen, pfadabhängige Optionen, multi-asset-Optionen)

In Sachen Optionsbewertung haben wir bisher Folgendes geleistet und ausführlich diskutiert:

Gerhard Larcher

2. Bewertung von Vermögensgegenständen

Lernziele Kenntnis der Gruppen von Vermögensgegenständen sowie der wirtschaftlichen Prinzipien Lineare-, degressive Abschreibung sowie AfA nach Maßgabe der Leistung eines Vermögensgegenstands Bewertung von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Verbindlichkeiten Erstellung und Bedeutung der Kapitalflussrechnung Anwendung von Bewertungsvereinfachungsverfahren

Boris Hubert

Kapitel 4. Auswahlstrategien für komplexe Ereignisse

Nach der Filterung und der Aufbereitung durch den Präprozessor werden die akzeptierten Ereignisse durch die CEP Engine bearbeitet, deren Aufgabe darin besteht, Mengen von atomaren Ereignissen als Instanzen eines interessanten Musters zu identifizieren. In einem unendlichen Ereignisstrom ist auch nach der Filterung die Anzahl der zu einem Ereignismuster passenden Ereignismengen oftmals unendlich oder zumindest sehr groß, mit der Folge einer aufwändigen oder gar unmöglichen Verarbeitung. Deshalb wird die Auswahl der in Frage kommenden Ereignisinstanzen von der CEP Engine durch geeignete Strategien eingeschränkt.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 5. Ereignismuster

In diesem Kapitel werden einfache und fortgeschrittene Ereignismuster vorgestellt. Dabei beschränken wir uns zunächst auf Muster mit einem Operator, der auf atomare Ereignisse, die durch einen Typ und einen Zeitstempel charakterisiert sind, angewandt wird. Muster von komplexen Ereignissen mit mehr als einem Operator werden da, wo es nötig ist, kurz behandelt.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 1. Einführung mit typischen Anwendungen

Ein herausragendes Charakteristikum der vernetzten Welt ist der Austausch von immensen Datenmengen unterschiedlichster Art mit hoher Geschwindigkeit zwischen den im Netz agierenden Teilnehmern. Dieses Phänomen wird in prägnanter Weise mit den Stichworten Big DataBig Data bzw. Smart DataSmart Data bezeichnet, wobei das Adjektiv „smart“ auf das intelligente Umgehen mit der Datenmenge hinweist. Zur Bewältigung einer solchen Datenflut werden neben den erforderlichen Hardwaretechnologien neuartige Softwaretechnologien aus den Bereichen Datenbanken und Data AnalyticsDataAnalytics (Datenanalyse) eingesetzt. Herkömmliche Datenbanken genügen nicht den Anforderungen einer dynamischen vernetzten Welt, man benötigt eine Software, die dauerhaft läuft und auf Signale der Umwelt reagiert. Es müssen nahezu in Echtzeit Korrelationen zwischen aktuellen Geschehnissen festgestellt werden, um möglichst schnell geeignete Reaktionen in Gang zu setzen.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 6. Beispiele für Event Processing Languages

Für das Complex Event Processing werden unterschiedliche Sprachen verwendet, die man nach (Eckert 2008) in drei Kategorien einteilen kann.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 7. Complex Event Processing Engines

Die Hauptaufgabe einer Complex Event Processing Engine ist das Herausarbeiten von Instanzen eines Ereignismusters aus einem oder mehreren Strömen von atomaren Ereignissen. Bei einfachen Ereignismustern fügt eine CEP Engine ausgewählte atomare Ereignisse sukzessive zu einer Instanz des gesuchten Ereignismusters zusammen. Bei schwierigen Mustern müssen oft aufwändige, teilweise parallel ablaufende Erkennungsalgorithmen ausgeführt werden.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 2. Grundlegende Begriffe

Complex Event Processing ist eine relativ neue Technologie, die ihre Wurzeln in ganz unterschiedlichen traditionellen IT-Bereichen wie Datenbanken, ereignisorientierte Simulation, Business Intelligence, Datenanalyse oder Regelbasierte Systeme hat. Deshalb werden die im CEP-Umfeld verwendeten Begriffe und Beschreibungen von fachlich unterschiedlich orientierten Personengruppen geprägt mit der Folge, dass manche CEP-Konzepte sprachlich nicht klar voneinander abgegrenzt sind oder noch nicht über allgemein gültige Benennungen verfügen. Ein typisches Beispiel ist der Begriff „Ereignis“, der normalerweise ausschließlich ein zeitlich punktuelles Geschehen ausdrückt, manchmal aber auch als Vorgang mit einer Zeitdauer aufgefasst wird. Die Auffassung von einem Ereignis als zeitlich punktuellem Geschehen müsste eigentlich die Verwendung des Begriffs „complex event“ verbieten, denn ein solches ist üblicherweise ein Vorgang mit einer Zeitdauer. Besser geeignet wäre der Begriff „composite event“, der zwar auch verwendet wird, der sich aber nicht auf breiter Basis durchsetzen kann.

Ulrich Hedtstück

Kapitel 15. Struktur und Zukunft

Wie bekommt man Struktur in diese komplexe Welt?

Die Welt – insbesondere, wenn wir zukünftige Entwicklungen betrachten – ist nichtlinear, dynamisch, zufällig und komplex. Mathematisches Denken und die Modelle der Mathematik können dazu beitragen, diese Komplexität zu verstehen und so Entscheidungen im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen.

Prof. Dr. Ulrich Holzbaur

3. Botschaften entwickeln

Mit Mitarbeitern sprechen: Die Kommunikation mit Mitarbeitern zu steuern und die Bedeutung von Kommunikation am Arbeitsplatz zu verstehen, ist wesentlich für den Erfolg einer Unternehmung. Mitarbeiter dürfen nicht lediglich als Empfänger von Arbeitsaufträgen verstanden werden, sondern sind eine wesentliche Anspruchsgruppe, die sich mit dem Unternehmen und seiner Tätigkeit identifizieren wollen und bei relevanten Entscheidungsprozessen einbezogen werden müssen, um ihre jeweilige Expertise und ihr Fachwissen einbringen zu können. Insofern sollte die Mitarbeiterkommunikation auf Augenhöhe stattfinden und wichtige Impulse für den Unternehmenserfolg liefern. Storytelling: Unternehmenskommunikation mit allen Anspruchsgruppen gelingt besonders effizient, wenn die Botschaften in Geschichten eingebunden werden. Narrative Strukturen ermöglichen es, Unternehmensbotschaften verständlich zu machen und diese zusätzlich emotional aufzuladen. Dies erleichtert die Verarbeitung der Botschaften aufseiten der Rezipienten beziehungsweise der Kunden und ermöglicht es dem Unternehmen, langfristig eine kohärente Identität bei den relevanten Zielgruppen aufzubauen. Zudem können kommunikative Maßnahmen strategisch in einen übergeordneten Zusammenhang eingeordnet werden. Wenn der Chef spricht: Um öffentliche Aufmerksamkeit für Botschaften zu erzielen, spielen die Chefmanager der Unternehmen seit einigen Jahren eine wichtige Rolle. Die Aufgabe der Unternehmenskommunikation lautet immer öfter, die CEOs auf ihre neuen Rollen als verantwortungsbewusste und kompetente, aber auch soziale, moralische und politische Repräsentanten des Unternehmens vorzubereiten und ihre Auftritte glaubwürdig zu inszenieren. Das Ringen um die Macht: Für die politische Kommunikation ist nicht nur der CEO, sondern die gesamte Unternehmenskommunikation zuständig. Um dies leisten zu können, ist eine gute Kenntnis des politischen Systems, der Entscheidungsstrukturen und der zentralen Akteure wichtig. Dargestellt werden die wichtigsten Institutionen in Deutschland und auf EU-Ebene. Anschließend werden die Möglichkeiten der Unternehmenskommunikation erklärt, um eigene Interessen im politischen System zu artikulieren und politische Entscheidungen zu beeinflussen. Wenn’s um Geld geht: Neben der Politik nimmt auch der Finanzmarkt einen immer stärkeren Einfluss auf das Handeln von Unternehmen. Die Finanzkommunikation muss dem Kapitalmarkt zeitnahe, vollständige und ehrliche Informationen über die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und seine Pläne zur Verfügung stellen. Erläutert werden die wichtigsten Akteure aus dem Bereich der Anleger sowie der Rating-Agenturen, Analysten und Finanzmedien und deren Funktionen in der Finanzkommunikation.

Jan Rommerskirchen, Michael Roslon

Kapitel 16. Industriebeispiele und Anwendungsbereiche

Die industrielle Verwendung von C1-Gasen hat einerseits Tradition (z. B. Fischer-Tropsch-Katalyse), andererseits werden neue Ansätze erprobt und befinden sich z. T. an der Schwelle zur Kommerzialisierung. Kap. 16 stellt beispielhaft Entwicklungs-, Pilot-, Demonstrations- und Produktionsverfahren unterschiedlicher Unternehmen vor, darunter VITO aus Belgien, BASF, b.fab und Covestro aus Deutschland, AlgaTechnologies aus Israel, AlgaeParc und Photanol aus den Niederlanden sowie Cellana, Cyanotech, Lanzatech und White Dog Labs aus den USA.

Thomas Schwarz, Christoph Gürtler, Torsten Müller, Christophe Mihalcea, Freya Burton, Robert Conrado, Sean Simpson, Biniam T. Maru, Pradeep C. Munasinghe, Shawn W. Jones, Bryan P. Tracy, Ronnie Machielsen, Ross Gordon, Deepak Pant, Metin Bulut, Heleen De Wever, Frank Kensy, Stefan Verseck, Christian Janke

Bewertung von Wertpapieren

Für die Einteilung ist die Absicht beim Kauf maßgeblich (Aktennotiz), nicht die Länge des tatsächlichen Verbleibs in der Bank.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Markt und Preis

Fixe Kosten sind in einer bestimmten Zeitperiode konstant und unabhängig von der Produktions- bzw. Absatzmenge (Ausbringungsmenge).

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Es ist der Zeitraum zwischen den in den Anleihebedingungen genannten Verzinsungsbeginn und der Fälligkeit der Anleihe. Kurzfristige Laufzeit: bis zu 4 Jahre Mittelfristige Laufzeit: 4 bis 8 Jahre Langfristige Laufzeit: mehr als 8 Jahre Ewige Anleihen: keine festgelegte Laufzeit.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

4. Stakeholder Value: Ein Mehrwert ist möglich

Können marktgerechte Erbbaurechte – auch ohne Subventionen und Renditeverzicht der Akteure – einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnen liefern? Die Antwort lautet „ja“! Mit marktgerechten Erbbaurechten geht eine Verlagerung von Risiken und eine Änderung der Renditeforderungen einher. Diese Verlagerungen können genutzt werden, um über die Nutzung von komparativen Vorteilen einen Mehrwert gegenüber Volleigentum zu erzeugen. Dieser Mehrwert muss nicht unbedingt zur Aufbesserung der Rendite verwendet werden, sondern kann auch zur Bezuschussung bezahlbaren Wohnens verwendet werden – auch und gerade in hochpreisigen Regionen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Mehrwert nicht durch unnötige Verfügungsbeschränkungen sowie Überwachungs- und Durchsetzungskosten in den Erbbaurechtsverträgen übermäßig reduziert wird. Zudem ist – zumindest im Rahmen der Verfolgung sozialer oder städtebaulicher Zielsetzungen – eine Freistellung des Erbbaurechtnehmers von den verbleibenden Nachteilen des Erbbaurechts notwendig. Allerdings geht der komparative Vorteil des Erbbaurechts im Laufe der Zeit zunehmend verloren; die Erbbaurechte „altern“. Verantwortlich hierfür sind v. a. die sich einstellenden Anpassungsrückstände beim Erbbauzins. Diese können allerdings auch für bezahlbares Wohnen verwendet werden. Im Rahmen von sog. Sprechklauseln kann zudem dafür gesorgt werden, dass ggfs. eine Auffrischung des Erbbaurechtsvertrags zum richtigen Zeitpunkt gelingt.

Dirk Löhr

Kapitel 1. Wahrscheinlichkeiten

In diesem Kapitel führen wir die Konzepte der Wahrscheinlichkeitstheorie ein, wie bedingte Wahrscheinlichkeit, die uns ermöglichen den Satz von Bayes zu beschreiben.

Pablo Peyrolón

Kapitel 2. Definition des Satzes von Bayes oder das Bayes-Theorem

In diesem Kapitel führen wir der Satz von Bayes ein und leiten die Formel her.

Pablo Peyrolón

Kapitel 3. Anwendungen des Satzes von Bayes (das Bayes-Theorem und die Finanzmärkte)

In diesem Kapitel wenden wir den Satz von Bayes an Beispiele der Finanzen und der Betriebswirtschaftslehre an.

Pablo Peyrolón

Online Brokerage

Rückblickend würde ich sagen ja, da ich in Frankfurt am Main – der Börsenhauptstadt Deutschlands – geboren wurde. Zugegeben, dass ich heute im Bereich Börse, Wertpapierhandel und Trading arbeite, war purer Zufall. Nach dem Abitur war mir meine berufliche Richtung nicht klar und so entschied ich mich für „etwas Solides“ – eine Banklehre bei der Kreissparkasse Köln.

Michael B. Bußhaus

Digitalisierung im Wertpapiergeschäft

Bereits in meiner Jugend habe ich begonnen, mich für Finanzen zu interessieren. 1967 in Frankfurt geboren und aufgewachsen, waren Börse und Banken immer schon für mich präsent. Als Abiturient habe ich dann einen Ferienjob bei der Dresdner Bank absolviert, ohne eigentlich genau zu wissen, worauf ich mich da einlasse.

Arno Walter

3. Kapitel 3: In den besten Jahren zum Millionär

Ich staune über den 45. amerikanischen Präsidenten. Man scheint sich einig zu sein, die Staatengemeinschaft und die Welt lebte besser ohne seine Macht. Er engt Freiheiten ein, durchkreuzt historisch gewachsene internationale Verträge mit einem Federstrich, er provoziert und streichelt sein Ego mit Vorliebe, trampelt durch sein Amt ohne Zukunftsblick. Und doch schafft er eines nicht: den Amerikanern jenen Traum zu nehmen, der weltweit bewundert und imitiert wird. Dieser Traum beruht auf einem freiheitlichen, eigenverantwortlichen Denken, er stellt das Potenzial eines jeden Menschen ins Zentrum und damit die Haltung: Ich schaffe das, wenn ich wirklich, wirklich will und an meine Stärken glaube.

Jean Meyer

6. Kapitel 6: Check it, hold it, don’t leave it

Um es gleich vorwegzunehmen: Vermögend zu werden ist keine Zauberei und selten ein Zufall. Es ist einfach ein Rechenexempel auf der Grundlage eines monatlichen Gehaltes. Was folgt, ist der Sparplan aus einem zehnprozentigen Investment in die Anlageempfehlung Ihres Finanzberaters. Das klingt nach Verzicht und nach einem starken Willen. Ich kann Ihnen beides bestätigen! Wer wirklich im Alter finanziell frei sein will, der hat keinen Spaziergang vor sich, sondern er wird so manche Klippe umklettern müssen.

Jean Meyer

4. Kapitel 4: Persönlichkeit trifft Strategie

Wenn Sie mich fragen, wie ein typischer Millionär aussieht, dann zögere ich, antworte Ihnen, dass es äußerlich keine Merkmale gibt und schon gar keine Stereotype. Weder trägt ein Millionär per se teure Kleidung, noch golft er im besten Country Club der Gegend. Er bevorzugt für seine Kinder nicht unbedingt Privatschulen, auch jettet er nicht zweimal jährlich in eines der letzten Steuerparadiese dieser Erde, um seine Kontoauszüge in geheimer Mission zu überprüfen. Um es vorwegzunehmen: Von den mehr als 1.365.000 Millionären, die in Deutschland leben, genießt die Mehrzahl ihr Glück sehr leise.

Jean Meyer

Kapitel 7. Konjunkturtheorien

Konjunkturschwankungen sind vor allem als Nachfrageschwankungen ein großes volks- und betriebswirtschaftliches Problem und nur sehr eingeschränkt durch die Wirtschaftspolitik beeinflussbar. Im folgenden Vorlesungsabschnitt wollen wir das Konjunkturphänomen und die Auswirkungen auf die Wirtschaft analysieren und die Gründe für Konjunkturschwankungen aufzeigen.

Christian A. Conrad

Kapitel 8. Internationale Finanzmärkte

Die Finanzkrise führte zur schlimmsten Depression seit 1929. Nur durch massive Konjunkturprogramme konnte Schlimmeres verhindert werden. Hier kam die keynesianische Theorie zur Anwendung.

Christian A. Conrad

Kapitel 7. Ethiktools der Unternehmensführung

Im Folgenden wollen wir uns mit der zentralen Frage der Wirtschaftsethik beschäftigen: Wie kann das Verhalten der Mitarbeiter so beeinflusst werden, dass ein ethisches Verhalten hervorgerufen wird.

Christian A. Conrad

5. Strategische Planung und Kontrolle

Kapitel 5 widmet sich dem Strategischen Management und stellt die Managementfunktionen Planung und Kontrolle in strategischer Perspektive vor. Zunächst geht es darum, das Konzept der Unternehmensstrategie mit seinen unterschiedlichen Bedeutungsdimensionen (Zeit und Ziele, Wertvorstellung, Wettbewerbsorientierung, Ressourcenbezogenheit usw.) begrifflich konzise darzulegen. Abschn. 5.2. stellt dann den systematischen Grundriss des Strategischen Managements vor und damit die einzelnen Schrittfolgen der Strategischen Planung (Umweltanalyse, Unternehmensanalyse, Strategische Optionen, Strategische Wahl), die Bedeutung des organisationalen Kontextes für den Strategiebildungsprozess, sowie das Konzept der Strategischen Kontrolle. Mit dieser Struktur ist zugleich der Grundriss des gesamten Kapitels skizziert. Im Einzelnen geht es im Abschn. 5.3. um die strategische Umweltanalyse, wobei zwischen globaler und wettbewerbsbezogener Umweltanalyse unterschieden wird. Die Unternehmensanalyse (Abschn. 5.4) wird anhand von Ansätzen zur Identifikation strategischer Ressourcen und ihrer Bewertung vorgestellt. Darauf aufbauend geht es um die Entwicklung strategischer Optionen auf der Geschäftsfeldebene („Strategischer Würfel“) und auf der Unternehmensgesamtebene (Diversifikation, Portfolie-Strategien, Internationalisierung, Kompetenzstrategien und dynamische Kompetenzen). Die zwei folgenden Abschnitte befassen sich mit der Strategischen Wahl, d. h. der Entscheidung für eine mögliche Strategie sowie deren Implementierung mittels strategischer Programme und der Balanced Scorecard. Im Anschluss wird in Abschn. 5.8 die Bedeutung des organisationalen Kontextes für den Prozess der Strategiebildung diskutiert und die Strategieprozess-Perspektive als auch die Perspektive der Strategischen Praktiken ( Strategizing Strategizing) vorgestellt. Den Abschluss bildet das moderne Konzept der Strategischen Kontrolle, die als ein permanent mitlaufender Prozess mit den drei Teilfunktionen Durchführungskontrolle, Prämissenkontrolle und strategische Überwachung konzeptionalisiert wird. In diesem Zusammenhang wird auch das Kompetenzmonitoring vorgestellt.

Georg Schreyögg, Jochen Koch

Kapitel 1. Einleitung

Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (sog. „Brexit“) ist ein bislang beispielloser Vorgang. Verständlicherweise sind die in Bezug auf einen Brexit zu treffenden Vorkehrungen und die genauen Modalitäten des Brexit selbst den beteiligten Akteuren, namentlich der Europäischen Union (EU) und ihren Mitgliedsstaaten, daher neu und – wenngleich im Recht der EU umrissen – unbekannt. Nachdem das Vereinigte Königreich die Europäische Union mit Ablauf des 31. Januar 2020 verlassen hat und ein befristetes Austrittsabkommen in Kraft getreten ist, werden sich die Auswirkungen des Brexit voraussichtlich am 31. Dezember 2020, dem Ende des sog.

Matthias J. Annweiler

Kapitel 9. Aufgaben

Bei einem Automobilhersteller wurden 400 aus der Produktion kommende Pkws in einer Kontrolle K1 auf Lackmängel und einer Kontrolle K2 auf Mängel im Innenraum untersucht. 50-mal trat bei K1 ein positives Ergebnis auf, 40-mal bei K2 und 20-mal bei beiden Kontrollen zugleich.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 14. Grundlagen

Einleitend beschäftigen wir uns damit, was allgemein unter dem Begriff der Regressionsanalyse zu verstehen ist, stellen ihre Ziele vor und den Bezug zu verwandten Termini wie Korrelation und Kausalität her. Wir bieten zudem eine Einführung in eines der wichtigsten ökonometrischen Schätzverfahren, das Prinzip der kleinsten Quadrate. Dieses ermöglicht es, funktionale Zusammenhänge zwischen Variablen in gegebenen Daten zu charakterisieren und ist daher im Rahmen dieses Abschnitts IV 1 als rein deskriptives Instrument zu verstehen.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 7. Zufallsvariablen

Ein wichtiges Thema der Wahrscheinlichkeitsrechnung stellen Zufallsvariablen dar, da sie die praktische Anwendung von stochastischen Modellen erheblich erleichtern. Wir widmen uns zunächst zwei Klassen von eindimensionalen Zufallsvariablen (stetigen und diskreten). Für beide Klassen beschäftigen wir uns näher mit der dazugehörigen Wahrscheinlichkeits- und Verteilungsfunktion sowie der Berechnung von Erwartungswert und Varianz.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 2. Eindimensionale Häufigkeitsverteilungen

Thema dieses Abschnitts ist die Auswertung eindimensionalen (univariaten) Datenmaterials, d.h. Daten zu einem einzigen Merkmal einer Grundgesamtheit oder Stichprobe. Der erste Schritt besteht dabei im Auszählen von Häufigkeiten, mit der die Ausprägungen des interessierenden Merkmals einzeln oder in Klassen zusammengefasst auftreten. Dies liefert uns die sog.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 22. Kapitel II – Wahrscheinlichkeitsrechnung

Die Ortskennbuchstaben sind als fix zu betrachten und bei der Berechnung der Möglichkeiten mit dem Faktor 1 anzusetzen. Was die Buchstabengruppen anbelangt, verbleiben nach Zeugenaussage nur 3 mögliche Ausprägungen. Zu den Zahlenkombinationen ist folgendes auszusagen.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 6. Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie

Viele Ergebnisse wirtschaftlicher Entscheidungen sind nicht streng vorherbestimmbar, sondern besitzen Zufallscharakter. So lässt sich beispielsweise nicht genau im Voraus bestimmen, welche Rendite die Investition in eine Aktie oder eine andere risikobehaftete Anlageform letztendlich liefert. Mit derartigen Zufallssituationen werden wir uns in diesem Kapitel auseinandersetzen.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 15. Lineares Regressionsmodell und seine Annahmen

Bisher haben wir OLS nur als rein deskriptives Instrument zur Charakterisierung angenommener funktionaler Formen in gegebenem Zahlenmaterial herangezogen. In der Praxis wird OLS jedoch vor allem im Rahmen des sog. linearen Regressionsmodells als Schätzverfahren eingesetzt. Ziel ist es hier nicht mehr, einen vorliegenden Datenbestand bestmöglich zu beschreiben, sondern anhand von diesem Rückschlüsse auf eine Grundgesamtheit zu ziehen.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Kapitel 4. Messzahlen und Indizes

Mess- und Indexzahlen erlauben uns die Beschreibung der zeitlichen Entwicklung oder der räumlichen Unterschiede metrisch skalierter Merkmale. Während wir mit Messzahlen jeweils nur die Veränderung eines Merkmals beschreiben können, erfassen wir mit Indexzahlen die Entwicklung einer Gruppe von gleichartigen Merkmalen. Nach einem einführenden Abschnitt zu Messzahlen legen wir den Schwerpunkt dieses Kapitels auf Indexzahlen und dabei insbesondere auf Preisindizes.

Benjamin Auer, Horst Rottmann

Erwarten, Vorstellen, Entscheiden

Zeitbilder der futurischen Entscheidung

Der Autor beschreibt, wie bei ökonomischen Entscheidungen die Zukunft als Erwartungsraum mit Erwartungspunkten imaginiert wird: eine Landkarte von verwirklichbar vorgestellten Möglichkeiten, eingebettet in den weiteren Raum „des Möglichen, das wir uns als nicht verwirklichbar vorstellen.“ Finanzobjekte erscheinen nach dieser Analyse als Projekte imaginativ-apperzeptiver Art, dabei formen sich „Bilder“ von Märkten, die sich unmittelbar wandeln können. Phänomene dieser Art kann die ökonomische Standardtheorie aus epistemischen Gründen nicht erfassen.

Birger P. Priddat

Das massenmediale Bild als konstitutives Moment des Geldes

Der Autor stellt die These einer Entstofflichung des Geldes vor und argumentiert, dass damit keine Entsinnlichung verbunden ist, weil eine Akzeptanz von Geld immer auf visuellen Strategien beruht. Bilder sind konstitutive Bestandteile von Geld, das wird anhand von Bilder und den Strategien, auf denen sie beruhen, gezeigt. Damit realisiere sich auch Herrschaft – das sei mit ein Grund, warum Menschen „durch ihre Geldverwendung ein Geldsystem akzeptieren, welches ihnen vorwiegend schadet“.

Simon Küffer

2. Wert- und risikoorientierte Unternehmensführung

Zielsetzung dieses Kapitels ist es, dem Leser einen kompakten Überblick über die Inhalte eines wirksamen Risiko-Managements zu bieten. Ausgehend von relevanten Definitionen werden in einer kompakten Form die rechtlichen Grundlagen, der Regelprozess des Risiko-Managements sowie wesentliche Methoden zur Identifikation und Bewertung sowie Aggregation von Risiken erläutert. Insbesondere werden auch der ökonomische Nutzen sowie in der Praxis existierende Herausforderungen beim Auf- und Ausbau des Risiko-Managements beleuchtet. Grundsätzlich existieren vier Erfolgsfaktoren, damit ein Risiko-Management wirksam ist und einen Mehrwert stiftet. 1. Risiko-Management muss gelebt werden („Risikokultur“). 2. Risiko-Management benötigt einen Prozess in Form eines kontinuierlichen Regelkreises. 3. Risiko-Management muss in eine Organisation eingebettet werden und sollte keinesfalls als isolierter „Silo“ betrachtet werden. 4. Risiko-Management basiert auf adäquaten und auf die Fragestellung angepassten Methoden.

Frank Romeike, Peter Hager

13. Mathematische Grundlagen

Im mathematischen Anhang sind die wesentlichen statischen und mathematischen Grundlagen für die Umsetzung eines quantitativen Risiko-Managements zusammengefasst. Der Anhang vertieft die in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Methoden zur quantitativen Risikobewertung sowie zur Berechnung und Interpretation geeigneter Risikomaße. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Stochastik als ein Teilgebiet der Mathematik. Die Stochastik fasst die Gebiete Wahrscheinlichkeitstheorie und Mathematische Statistik zusammen. Im mathematischen Anhang wird die Modellierung von Risikoprozessen als Random Walk beschrieben. Außerdem werden ausgewählte Risikomaße (u.a. der Value at Risk) im Detail vorgestellt. Außerdem wird die Prüfung einer Verteilungsannahme dargestellt. Weitere Abschnitte beschäftigen sich mit der Parametrisierung von Risikomodellen sowie der Berücksichtigung von Korrelationen zur Beschreibung von Abhängigkeiten zwischen Risiken. Abschließend wird der Unterschied zwischen "Cash Flow at Risk" und "Value at Risk" dargestellt.Mathematik: Die Wissenschaft, bei der man weder weiß, wovon man spricht, noch ob das, was man sagt, wahr ist. (Bertrand Russell, 1872–1970, britischer Philosoph und Mathematiker)

Frank Romeike, Peter Hager

4. Strategische Chancen und Risiken

Der Begriff „Strategie“ leitet sich ab aus dem Griechischen, wo er so viel bedeutet wie „Feldherrenkunst“. Demnach ist in der „Unternehmensstrategie“ das Element der „Menschenführung“ ebenso enthalten wie der richtige Einsatz aller Ressourcen, Techniken und Materialien. Kurz gefasst können wir sagen: Strategie ist die Kunst, zu gewinnen, Menschen und Unternehmungen zum Sieg, zum Erfolg zu führen. Eine Unternehmensstrategie sollte vor allem darauf abzielen, die richtigen Dinge zu tun, im Unterschied zum operativen Alltag, in dem es darum geht, die Dinge richtig zu tun. Dies gelingt nicht allen Unternehmen. Basierend auf Studien erreichen rund 40 bis 50 Prozent der neu gegründeten Unternehmen ihren ersten Geburtstag nicht. Die mittlere Lebenserwartung von Unternehmen liegt laut unabhängiger Studien in der nördlichen Hemisphäre deutlich unter 20 Jahren. Die vergangenen Jahre haben viele Beispiele für Unternehmensinsolvenzen und Unternehmensschieflagen geliefert, deren Ursachen vor allem auf strategische Risiken zurückgeführt werden kann. An dieser Stelle seien Schlecker, NOKIA, Karstadt-Quelle und Kodak erwähnt. Das nachfolgende Kapitel beschreibt Wege und Methoden zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung strategischer Risiken und Chancen.

Frank Romeike, Peter Hager

9. Quantifizierung von Risiken im Finanzbereich

Die Volatilität von Rohstoffen übertrifft diejenige von anderen Assetklassen deutlich. Doch auch Währungsvolatiliäten haben für Unternehmen eine hohe Relevanz, etwa für die Preis-Absatz-Funktion oder auch den Einkauf von Rohstoffen. Angebot sowie Nachfrage reagieren sehr sensibel auf beispielsweise geopolitische Ereignisse, Naturkatastrophen oder technologische Fortschritte. Durch diese teilweise extremen und nur schwer prognostizierbaren Rohstoffpreisentwicklungen oder Währungsvolatilitäten hat die Bedeutung einer präventiven Steuerung von Rohstoffpreis- und Währungsrisiken in Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette in den letzten Jahren stark zugenommen.Zur Bewertung von Finanzrisiken bietet das Risiko-Management ein breites Portfolio an Methoden: Neben statischen, deterministischen Value-at-Risk-Modellen sowie historischen Simulationen haben in den vergangenen Jahren vor allem stochastische, simulationsbasierte Methoden an Bedeutung gewonnen. Die stochastische Simulation gilt wegen ihrer Flexibilität gegenüber anderen Verfahren als überlegen, insbesondere bei der Risikomessung von komplexen Exposures, wie sie beispielsweise aus Derivaten resultieren. Die stochastische Simulation (Monte Carlo Simulation) kann beliebige Verteilungen, Restlaufzeitverkürzungseffekte, Volatilitätsclustering, fat tails, nichtlineare Exposures und Extremszenarios in der Risikoberechnung berücksichtigen. Als Nachteile sind der hohe Rechenaufwand und die Komplexität der eingesetzten statistischen Verfahren zu nennen.

Frank Romeike, Peter Hager

3. Symptome einer immanenten digitalen Allwissenheit

In Schlaglichtern beschreiben wir die verschiedenen Typen des geheimen Privaten: In der traditionellen Form, in einem Stadium des Überganges und in einer vollständig digitalisierten Variante. Dabei soll der Übergang zwischen analoger Eigenwissenheit und digitaler Allwissenheit deutlich werden.

Peter Seele, Lucas Zapf

Kapitel 5. Neue Leitbilder der digitalen Organisation

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, in welcher konkreten Gestalt digitale Organisationen aus strukturationstheoretischer Sicht entwickelt werden können. Aus den vorhergehenden Kapiteln ist bekannt, dass Unternehmen angesichts der digitalen Einflüsse nicht mehr ausschließlich nach Prinzipien der traditionellen Institutionensicht gestaltet werden sollten. Besprochen werden alternative und neue Leitbilder der digitalen Organisationsentwicklung sowie deren Vor- und Nachteile: Angefangen bei den Vorläufern der digitalen Organisation in Form der computergestützten und virtuellen Organisation, über neuere Formen der systemischen Organisation, wie Holokratie oder Hypertextorganisation, bis hin zur abstrakt-fraktalen Organisation sowie ihrer Schwester, der dezentralisierten autonomen Organisation (DAO), wird ein Abriss über den heutigen Entwicklungsstand zur Diskussion um neue Strukturationsformen digitaler Organisationen gegeben.

Kai Reinhardt

Open Access

Folgen der teleologischen Subsidiarität von § 241 II BGB – Lückenfüllung in der Subsumtion

Nachdem herausgearbeitet wurde, dass Nebenpflichten bei teleologischer Auslegung des § 241 II BGB aus rechtspraktischer Perspektive Haftungslücken im Deliktsrecht füllen sollen, kann der Zweck des § 241 II BGB nun weiter untersucht werden. Erstere Erkenntnis hilft schließlich bei der Subsumtion in dem Moment nicht mehr weiter, in dem eine Haftungslücke im Deliktsrecht festgestellt wurde. Die Entscheidung, ob diese Lücke dann durch eine Nebenpflicht – und eine korrespondierende Haftung aus §§ 280 I, 241 II BGB – geschlossen werden soll oder gänzlich offen bleibt, muss sich letztlich ebenfalls aus dem Zweck von § 241 II BGB heraus erklären lassen.

Florian Kamp

Kapitel 2. Kryptowährungen und Kryptodienstleistungen und ihre Funktionen

Grundsätzlich erfolgt die Charakterisierung von Kryptowährungen, nach der aufsichtsrechtlichen Praxis sowie am Markt, in verschiedene Typen. (BaFin, Merkblatt ICOs.) Hieran orientiert sich sodann auch der Gebrauch und die rechtliche Ausgestaltung bezüglich der betreffenden Kryptowährungen, insbesondere zur Eigenschaft als Finanzinstrument.

Dr. Anna Izzo-Wagner, Lea Maria Siering

10. Künstliche Intelligenz und Robotik

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist die empirische Disziplin der Informatik (mit Einflüssen aus anderen Wissenschaften wie Neurowissenschaften, Linguistik, Mathematik etc.), welche sich mit der Erforschung von Mechanismen des intelligenten menschlichen Verhaltens befasst.

Alexandra Jorzig, Frank Sarangi

Kapitel 23. Finanzplanung und Finanzkontrolle

Der Finanzplanung vorangestellt ist der Kapitalbedarf eines Unternehmens, dessen Höhe sich aus der Geschäftstätigkeit ergibt. Dabei tragen interne und externe Faktoren zur Bestimmung des jeweiligen Kapitalbedarfs bei. Der dynamische Prozess der Finanzplanung wird begleitet durch eine ständige Finanzkontrolle.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 19. Rechnungslegung nach HGB

Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres Jahresabschlüsse dienen der Kompetenzabgrenzung der verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder) an Unternehmen wie Eigentümer, Fremdkapitalgeber, Management und Staat. Als Zwecke der Rechnungslegung sind in Deutschland die Zahlungsbemessung, die Verhaltenssteuerung und Ablegung der Rechenschaft sowie die Information über künftig erwartete Einzahlungsüberschüsse.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 25. Innenfinanzierung

Bei der Innenfinanzierung wird das Kapital durch innerbetriebliche Vorgänge, also aus dem Unternehmen selber heraus, bereitgestellt. Dabei werden vier Formen der Innenfinanzierung unterschieden: die Selbstfinanzierung, die Finanzierung aus Abschreibungsgegenwerten, die Finanzierung aus Rückstellungs-werten und die Finanzierung aus Vermögensumschichtung. Mit Ausnahme der Finanzierung aus Rückstellungwerten handelt es sich bei der Innenfinanzierung um Eigenkapital des Unternehmens.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 24. Beteiligungsfinanzierung

Der Begriff Beteiligungsfinanzierung impliziert bereits, dass diese Art Kapital eine enge Bindung an das Unternehmen bedingt. Bei einer Beteiligungsfinanzierung wird dem Unternehmen von außen Eigenkapital zugeführt. Die Besonderheit von Eigenkapital ist, dass es dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung steht. Aus diesem Grund bildet Eigenkapital die Basis zur Finanzierung des Unternehmens.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 26. Fremdfinanzierung

Fremdfinanzierung (als Teil der Außenfinanzierung) liegt vor, wenn einem Unternehmen Kapital durch Gläubiger zugeführt wird. Im Gegensatz zur Beteiligungsfinanzierung wird hierbei kein Eigentum am Unternehmen erworben, sondern es entsteht ein schuldrechtliches Verhältnis auf Zeit. Der Fremdkapitalgeber hat Anspruch auf Verzinsung und Rückzahlung. Somit wirkt sich Fremdkapital auch immer auf die Liquidität des Unternehmens aus. Fremdkapital wird über den privaten Kapitalmarkt in Form von Krediten oder den öffentlichen Kapitalmarkt als Anleihen zur Verfügung gestellt.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 20. Rechnungslegung nach IFRS

IFRS (International Financial Reporting Standards) sind mittlerweile für Unternehmen in der ganzen Welt mehr oder weniger verpflichtend, weil mit ihnen eine „einheitliche Sprache“ auf den Kapitalmärkten geschaffen wurde. Der Grad der Verpflichtung und der Umfang variieren jedoch. Innerhalb der EU müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen nur bei der Aufstellung konsolidierter Abschlüsse ein einheitliches Regelwerk internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS) anwenden (Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom Juli 2002). Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen dürfen darüber hinaus in Deutschland einen IFRS-Konzernabschluss aufstellen. Für den Jahresabschluss mit dem Ziel der Ausschüttungsbemessung und Nominalkapitalerhaltung hingegen sind in Deutschland die IFRS weiterhin nicht relevant; allein für die Offenlegung darf hier ein IFRS-Jahresabschluss herangezogen werden.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 4. Aktuelle Entwicklungslinien der OMU-Theorie

In diesem Hauptabschnitt werden die in der jüngeren Vergangenheit entwickelten Organisations-, Management- und Unternehmensführungstheorien behandelt. Diskutiert werden im Einzelnen der Informationsverarbeitungsansatz, die Neue Institutionenökonomische Theorie, die Evolutionstheorie, die Selbstorganisationstheorie, der Gestaltansatz, der Interpretationsansatz, der Institutionalistische Ansatz, der Ressourcenbasierte Ansatz, die Pfadabhängigkeitstheorie sowie die Netzwerktheorie. Bei jeder Theorie werden die grundlegende Argumentation erläutert sowie Varianten und das zu Grunde liegende Menschenbild präsentiert. Außerdem werden sie gegenüber anderen Theorien abgegrenzt sowie einer detaillierten kritischen Würdigung unterzogen. Zahlreiche Praxisbeispiele unterstützen die Argumentation.

Joachim Wolf

Kapitel 8. Die finanzwirtschaftlichen Anforderungen des Recyclingbetriebs

Es war mein letzter Tag im Betrieb, und während des allerletzten Termins konnte ich noch wertvolle Eindrücke sammeln. Die Mitarbeiter waren zur jahresabschließenden Betriebsversammlung geladen, mich eingeschlossen. Zur Erinnerung: Der Betrieb ist Teil einer großen Aktiengesellschaft und weltweit führend in der Verarbeitung von Metallen – vor allem im Vertrieb des Buntmetalls Kupfer. Kurz vor der Betriebsversammlung hatte der Mutterkonzern in einer Pressekonferenz zwar ein Rekordergebnis verkündet.

Stefan Laser

Kapitel 6. Exploration: Identifikation und Dimensionierung zentraler Merkmale konvergenter Bewegtbildangebote

In diesem Kapitel werden die Einzelergebnisse der beiden durchgeführten Teilstudien präsentiert. Die Ergebnisdarstellung ist dabei schwerpunktmäßig auf die zu erreichenden Forschungsziele – die Entwicklung des integrativen Klassifikationsmodells konvergenter Bewegtbildangebote und die Entwicklung der Angebotstypologie (ausgewählter) konvergenter Bewegtbildangebote – ausgerichtet. Dabei hat die Präsentation der Befunde der ersten Teilstudie zwei analytische Aufgaben (Kap. 6.1): erstens werden Einschätzungen der Expert*innen zum aktuellen und zukünftigen Konvergenzverhältnis von Fernsehen und Internet resp. von rundfunk- und webbasierten Bewegtbildangeboten herausgearbeitet.

Ada Fehr

15. Finanzierung von Unternehmen der lokalen Ökonomie - Hemmnisse und Möglichkeiten

Die Finanzierung stellt Unternehmen im Kontext der lokalen Ökonomie häufig vor Herausforderungen, etwa aufgrund fehlender Bonität oder aufgrund ungewöhnlicher Geschäftsideen. Dieser Beitrag zielt – mit Beispielen unterlegt – darauf ab bestehende Hemmnisse bei der Fremdfinanzierung lokaler Unternehmen aufzuzeigen und Möglichkeiten zu nennen, um diese zu umgehen. Aufbauend auf der Darstellung der Unternehmensfinanzierung in Deutschland, werden die klassische Bankfinanzierung sowie alternative Finanzierungsformen (Mikrokredite und Crowdfunding) vorgestellt und deren Vor- und Nachteile für die lokale Ökonomie diskutiert.

Franz Flögel, Kerstin Meyer, Dajana Schlieter

Kapitel 6. Risiko

Das Kapitel 6 erklärt den Begriff Risiko im privaten und öffentlichen Sektor. Fallbeispiele aus industrieller Fertigung und Hochwasserschutz beleuchten die Unterschiede in der Herangehensweise.

Martin Gocht

3. Teil Rechte und Pflichten des GmbH-Gesellschafters

Die GmbH ist ein körperschaftlicher Verband. Dies setzt eine mitgliedschaftliche Organisation voraus. Das einzelne Mitglied der Körperschaft ‚GmbH‘ bezeichnet das Gesetz als Gesellschafter. Die Mitgliedschaft wird durch den sog. Geschäftsanteil vermittelt. Der Geschäftsanteil umfasst die Gesamtheit der Rechte und Pflichten des jeweiligen Gesellschafters. Gesellschafter ist also derjenige, der Inhaber eines Geschäftsanteils ist. Die Rechte und Pflichten des Gesellschafters ergeben sich aus dem Gesellschaftsvertrag, ergänzenden Gesellschafterbeschlüssen sowie dem geltenden Recht, insbesondere dem GmbHG.

Rocco Jula

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Bei der Ökonomik handelt es sich keinesfalls um ein geeintes und allgemein anerkanntes Theoriegebäude, sondern um eine Reihe konkurrierender Theorien und Modelle, die auf fundamental divergierenden Weltanschauungen, zum Beispiel hinsichtlich der Aufgabe des Staates oder der Funktionsweise der ökonomischen Interaktion zwischen Menschen, fußen. Oft sind ökonomische Debatten alleine aufgrund starker Implikationen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und damit auch auf das eigene Umfeld emotional stark aufgeladen. Eine wertneutrale Analyse der zugrunde liegenden Phänomene ist daher notwendig, um echte Erkenntnisse zu erhalten.

Janis Kesten-Kühne

Kapitel 3. Modellbildung

In Kapitel 1.2 wurde beschrieben, welches gemeinsame Fundament sich in den betrachteten ökonomischen Theorien finden lässt. Ein Simulationsmodell, das die erarbeiteten Elemente abbildet und eine entsprechende Verknüpfung zulässt, sollte es ermöglichen, die Theorien zu untersuchen. Die aufgestellten Zusammenhänge stellen zumeist Ableitungen des Fundaments dar und sollten bei einer geeigneten Simulationsarchitektur aus den Simulationsergebnissen hervorgehen, sich also aus dem Wirtschaftsprozess implizit herausbilden.

Janis Kesten-Kühne

Kapitel 3. Die Buchung eigenkapitalverändernder Vorgänge

Die bisher behandelten Geschäftsvorfälle führten durch Buchung und Gegenbuchung zu Veränderungen der in der Bilanz ausgewiesenen Bestände. Es existieren daneben Geschäftsvorfälle, die eindeutig zu einer Veränderung auf einem Bestandskonto führen, ohne dass die korrespondierende Veränderung direkt gegeben ist. So führt die Bezahlung von Löhnen in bar eindeutig zu einer Minderung im Konto Kasse.

Mirja Mumm

Die Liberalisierung des Kapitalmarktes

Die Liberalisierung des kapitalmarktrechtlichen Regelungsrahmens am Ende des 20. Jahrhundert begann vor dem Hintergrund der Eigenkapitallücke, die seit dem Beginn der 1980er Jahre für den deutschen Mittelstand diagnostiziert wurde. Tatsächlich waren die Eigenkapitalquoten deutscher Unternehmen im Vergleich zum Ausland verhältnismäßig schlecht und betrugen 1983 im Schnitt nur noch ca. 18,5 %. Dies entsprach einem Rückgang von ca. 30 % seit den 1960er Jahren, wobei dieser Durchschnittswert auch Großunternehmen mit einbezog und daher viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) regelmäßig nur einstellige Eigenkapitalquoten aufwiesen. Ausreichendes Eigenkapital wird jedoch insbesondere für KMU als wichtig erachtet - ob als Existenzsicherung in Krisenzeiten, als Fremdfinanzierungs- und Wettbewerbsfaktor oder als Basis für Investitionen und Innovationen.

Thorben Marc-André Spindler

Die Finanzialisierung – ein „entkoppelter“ Markt mit „Aktienkultur“(?)

Als weitere wesentliche Charakteristika des FMK-Systems werden die „Entkopplung“ des Kapitalmarktes von der Realwirtschaft und eine durch den Wandel der Unternehmensfinanzierung entstandene „Aktienkultur“ genannt. Die damit verbundenen Entwicklungen werden auch unter dem Begriff „Finanzialisierung“ diskutiert.

Thorben Marc-André Spindler

Die Implementierung der Kapitalmarkttransparenz und des Anlegerschutzes

Die zweite zentrale Entwicklungslinie der Kapitalmarktgesetzgebung ab 1986 war die Implementierung der Markttransparenz und des Anlegerschutzes in das Regelungssystem. Dabei hatte zwar der Schutz der Gesellschaftsbeteiligung vor wirtschaftlichen Ausfällen (Vermögensschutz) schon beim Erlass des AktG und BörsG im 19. Jahrhundert eine Rolle gespielt. Ein umfassender Schutz der Anleger am Kapitalmarkt war bis in den Betrachtungszeitraum hingegen nicht von zentraler Bedeutung für den Gesetzgeber gewesen.

Thorben Marc-André Spindler

Investmentfonds als „neue Herrscher“ der Unternehmen(?)

Ein zentrales Element im Modell des FMK sind die Investmentfonds. Denn eine Veränderung der Aktionärsstruktur habe zu einer Zunahme des Einflusses von Investmentfonds auf Unternehmen geführt, wodurch diese zu einer Ausrichtung auf kurzfristige Gewinne gedrängt würden. Im Folgenden wird untersucht, ob eine solche „treibende Kraft des System-wandels“ durch die Kapitalmarktgesetzgebung gefördert wurde.

Thorben Marc-André Spindler

Gesamtfazit

Der deutsche Gesetzgeber unternahm mit der Kapitalmarktgesetzgebung zwischen 1986 und 2002, im Angesicht der vielfältigen nationalen und internationalen Herausforderungen, große normative Anstrengungen, um den Ordnungsrahmen des organisierten Kapitalmarktes zu reformieren. Bei der überwiegenden Mehrheit der zentralen Maßnahmen stand dabei vor allem der Handel an den Börsen und dessen Teilnehmer im Fokus der gesetzgeberischen Initiativen, wie etwa bei der Börsenstrukturreform, der Einführung individueller Börsensegmente, der Einführung des vollelektronischen Handels, der Ermöglichung der Terminbörse, der Abschaffung der Börsenumsatzsteuer, der Reform der Börsenleitung oder der Erleichterung des Börsenzugangs. Selbst die Einführung der UBG und die Förderung der KAG bedeuteten letztlich einen Versuch, die Unternehmensfinanzierung über diese Marktmittler verstärkt auf die Börsen zu verlagern.

Thorben Marc-André Spindler

3. Cyber Crisis Response

Ziel und Zweck der unmittelbaren Reaktion auf Cyber-Krisen ist, die (negativen) Auswirkungen eines adversen Ereignisses schnell und effizient einzudämmen sowie im Idealfall als Chance für (positive) Veränderungen zu nutzen. Dazu müssen wir schnell, mutig und umsichtig zugleich sein. Unter dem Druck einer Krise, d. h. den Erwartungshaltungen und kritischen Augen unserer zahlreichen Stakeholder, bleibt nicht viel Raum für Fehler. Daher müssen wir aus dem Chaos die wirklich wesentlichen Problemstellungen herausfiltern und systematisch angehen – und zwar unverzüglich. Dazu brauchen wir mehrere Prozesse: Alarmierung, Eskalation und Information; Initialisierung der Krisenbewältigung; Krisenbewältigung auf strategischer Ebene; Krisenkommunikation; Notbetrieb der kritischen Geschäftsprozesse; Reaktion auf IT-technischer Ebene (Incident Response, Disaster Recovery). Diese Prozesse laufen teils innerhalb einzelner Ebenen (strategisch, taktisch, operativ), teils über sie hinweg. Daher besteht eine weitere Herausforderung darin, für die Kohärenz der Krisenbewältigung über alle Ebenen hinweg zu sorgen. Obendrein sollten wir uns mit grundsätzlich denkbaren Strategien für unterschiedliche Problemstellungen vertraut machen. Die Problemstellungen reichen vom Öffentlichwerden vertraulicher Informationen bis zu Erpressungen mit gestohlenen, manipulierten oder verschlüsselten Datensätzen.

Holger Kaschner

3. Selbstverständnis des Mutterunternehmens

Die Zinsentwicklung führt zu einer deutlichen Verschiebung von Anlagegeldern aus dem Anleihemarkt in Richtung von Aktienanlagen und in Richtung direkter Unternehmensbeteiligungen. Entsprechend konkurrieren viele Konzern-Mutterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften mit ihren verfügbaren Geldmitteln, dem „dry powder“, um wenige zum Verkauf stehende mittelständische Unternehmen. Das Selbstverständnis des Mutterunternehmens ist eine Quelle für eine positive Differenzierung.Die Formulierung eines Selbstverständnisses des Mutterunternehmens ist die Grundlage für die Ausgestaltung des Beteiligungsmanagements. Dies umfasst die wesentlichen Aufgaben, die seitens der Holding- oder Beteiligungsgesellschaft wahrgenommen werden sollen. Mit den Aufgaben verbunden ist eine Zuordnung entsprechender Ressourcen. Das vorliegende Kapitel präsentiert einen Gestaltungsrahmen für die Formulierung des Selbstverständnisses von Mutterunternehmen. Darüber hinaus stehen die Motive für den Erwerb und das Halten von Beteiligungen, ausgewählte Typologien von Mutterunternehmen sowie eine neue Mission-Eigentümer-Matrix der realen Ausprägungen von Mutterunternehmen im Fokus. Das Kapitel umfasst auch eine quantitative Analyse der Beteiligungsstrukturen der DAX-30-Konzerne. Darüber hinaus enthält das Kapitel rund 30 Fallbeispiele, die Einblicke in die Praxis gewähren.

Klaus-Michael Ahrend

Kapitel 2. Webers intellektuelle Entwicklung seit der Jahrhundertwende

In Max Webers intellektueller Entwicklung kommt methodologischen Reflexionen eine besondere Bedeutung zu. Denn er war davon überzeugt, dass ein Fortschritt in den modernen Kultur- und Sozialwissenschaften nur auf dem Weg einer Kritik der dort jeweils vorherrschenden Begriffsbildung möglich sei. Dies betrifft zum Beispiel den ökonomischen Wertbegriff, der in den wirtschaftswissenschaftlichen Kontroversen seiner Zeit eine zentrale Rolle gespielt hat und dem Weber äußerst skeptisch gegenüberstand, weil in diesem Begriff seiner Meinung nach theoretische Überlegungen mit ‚praktischen‘, das heißt normativen Gesichtspunkten vermischt werden.

Klaus Lichtblau

Kapitel 6. Das Spannungsverhältnis zwischen Geschichte und Soziologie in Webers Werk

Max Weber hatte sich nach der Jahrhundertwende in seinen ersten methodologischen Schriften primär mit Grundlagenproblemen der modernen Geschichtswissenschaft auseinandergesetzt. Erst vergleichsweise spät bemühte er sich auch um eine ‚logische‘ Fundierung der von ihm vertretenen Richtung der verstehenden Soziologie. Ein Meilenstein auf diesem Weg stellt dabei sein ‚Kategorienaufsatz‘ von 1913 dar, den er vor allem in terminologischer Hinsicht mit der Vorkriegsfassung von Wirtschaft und Gesellschaft kompatibel zu machen versucht hat.

Klaus Lichtblau

Kapitel 5. Erneuerungstheorie

Dieses Kapitel bietet eine kurze Einführung zur Erneuerungstheorie, die sich mit den bereits in Abschn. 3.1 vorgestellten Erneuerungsprozessen befasst. Neben ihrer wichtigen Anwendung in der Ruintheorie spielt die Erneuerungstheorie auch eine wesentliche Rolle in der allgemeinen Versicherungsmathematik und wird daher eigens in diesem Kapitel behandelt.

Riccardo Gatto

Kapitel 4. Weitere Methoden des Investitionscontrollings

Nach der Bearbeitung dieses Kapitels werden Sie wissen, …… welche Investitionsrechenmethoden unter Unsicherheit gelten.… wie Projektlaufzeitentscheidungen getroffen werden.… mit welchen Ansätzen und Methoden ein Unternehmen bewertet werden kann.

Margarita Uskova, Thomas Schuster

Kapitel 1. Amazons Masterplan

Jeff Bezos hat mit Amazon im letzten Vierteljahrhundert seinen Masterplan verwirklicht. Nach dem Start als US-amerikanischer Online-Buchhändler hat sich das Unternehmen systematisch zum globalen Technologiekonzern entwickelt. Führungsprinzipien, die eine klare Kundenorientierung, agiles Handeln, Innovation und skalierbare Strukturen fordern, sind hierbei ein wichtiger Erfolgsbaustein. Nach dem Start mit einem Eigenhandels-Modell ist inzwischen der Amazon Marketplace der Hauptwachstumstreiber im Kerngeschäft. In Deutschland hat sich Amazon klar als führender E-Commerce-Spieler mit einem Marktanteil von über 40 % etabliert. Amazon setzt dabei auf ein echtes Gegenmodell zum Shareholder Value und formuliert den Anspruch, das kundenfreundlichste Unternehmen der Welt zu werden. Getrieben, den Customer Lifetime Value (CLV) zu steigern, sind stetige Innovationen im Geschäftsmodell Pflicht, von Mehrwertprogrammen wie Amazon Prime über innovative Konzepte im stationären Handel bis hin zu neuen Vermarktungs- und Vertriebsformen. Zudem beschreitet Amazon auch systematisch den Weg in neue Geschäftsmodelle, z. B. in den Bereichen Medien und Unterhaltung, Logistik und dem Gesundheitssektor. Auch in der Zukunft wird Amazon groß denken und handeln und immer wieder überraschen, Amazon bleibt die „still Day One Company“.

Christian Stummeyer

31. Rechtliche Grundlagen der Unternehmensnachfolge unter Lebenden und bei Tod des Unternehmers

Veräußerungen und Vererbungen von Unternehmen und Unternehmensanteilen werfen bei den Beteiligten oft viele Fragen auf. Mit diesem Beitrag soll ein Überblick über die wesentlichen Grundlagen aufgezeigt werden, der dieses komplizierte Thema etwas verständlicher machen soll. Dazu wird eine Übersicht über die gesetzlichen Regelungen gegeben und aufgezeigt, wie diese vertraglich abweichend anders gestaltet werden können. Der folgende Beitrag kann aber nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder die Belehrung durch einen Notar im konkreten Rechtsfall ersetzen.

Henrik Lehfeldt

6. Entgeltgestaltung: Ausgestaltung der materiellen Arbeitsanreize

Das Arbeitsverhältnis kann als Austauschbeziehung charakterisiert werden, bei dem Arbeit gegen Entgelt getauscht wird. Das Entgelt umfasst hierbei sämtliche materiellen Gegenleistungen, die Mitarbeiter aufgrund eines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber erhalten.Das Entgelt der Mitarbeiter kann auf Basis unterschiedlicher Bestimmungsfaktoren festgelegt werden. Die anforderungsabhängige Entgeltkomponente vergütet den Schwierigkeitsgrad von Stellen, die leistungsabhängige Entgeltkomponente honoriert das Arbeitsverhalten und die erzielten Arbeitsergebnisse des Mitarbeiters, die qualifikationsabhängige Entgeltkomponente hingegen bildet die formale Qualifikation ab, über die Mitarbeiter verfügen, und die sozialstatusabhängige Entgeltkomponente die soziale Position von Mitarbeitern (z. B. aufgrund ihrer Betriebszugehörigkeit). Die erfolgsabhängige Entgeltkomponente hingegen hängt vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ab, während schließlich die marktabhängige Entgeltkomponente die Knappheit von Berufsbildern auf dem externen Arbeitsmarkt erfasst.

Stefan Huf

Chapter 5. The Practial Side: Pragmatic-Normative Implications

Developing the model and the multiplicative linkage of the growth elements, exploring the weight of these elements and testing the evaluation of the model according to its Theoretical Saturation: All of these reinforce the finding that willingness plays a central role in the paths to growth.

Laura K. C. Seibold

Kapitel 5. Experimentelle Untersuchung

Um die in der Einleitung formulierten Forschungsfragen nach wissenschaftlichen Maßstäben zu beantworten, kommen unterschiedliche empirische Herangehensweisen in Betracht, darunter Beobachtungen, Befragungen und Experimente. Ziel dieses Unterkapitels ist es, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Ansätze in kompakter Form herauszustellen und überzeugend zu begründen, weshalb die Wahl im Rahmen der vorliegenden Dissertation auf das Laborexperiment fiel.

Christian Manfred Kellner

Kapitel 3. Entwicklungsstufen der Unternehmenskommunikation als Bestandteile des IR

In der Einleitung wird die Finanzberichterstattung als das historisch älteste Element der integrierten Berichterstattung bezeichnet. Um diese These zu belegen, dient als Ausgangspunkt der Primärzweck von IR, der im Rahmenkonzept des International Integrated Reporting Council (IIRC) wie folgt umschrieben wird: „The primary purpose of an integrated report is to explain to providers of financial capital how an organization creates value over time.“ Entscheidend ist hierbei das Verständnis von Wert. Analysiert man die zugrundeliegende Konzeption intensiver, unterscheidet der IIRC zwischen Wert für das Unternehmen und Wert für andere (Stakeholder i. w. S.).

Christian Manfred Kellner

Kapitel 4. Informationsverarbeitung am Kapitalmarkt

Nach deutschem Recht gelten Kapitalgesellschaften als kapitalmarktorientiert, wenn sie Wertpapiere über einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 11 WpHG ausgegeben oder eine derartige Zulassung zum Wertpapierhandel beantragt haben. Unter dem Begriff „Wertpapier“ versteht der nationale Gesetzgeber definitionsgemäß Aktien, aktienähnliche Anteile, aktienvertretende Zertifikate und Schuldtitel. International wird eine Kapitalmarktorientierung affirmiert, sofern Wertpapiere des betrachteten Unternehmens an einem geregelten Markt gem. Art. 4 Abs. 1 Tz. 21 der Richtlinie 2014/65/EU zum Handel zugelassen sind.

Christian Manfred Kellner

8. Rechtliche Grundlagen

Im Rahmen dieses Kapitels wird auf drei der wichtigsten rechtlichen Fragestellungen bei einer Unternehmensgründung eingegangen. Als Erstes soll aufgezeigt werden, welche grundsätzlichen Fragen sich bei der Wahl einer Rechtsform stellen und wie die wichtigsten drei Rechtsformen in Deutschland, Österreich und der Schweiz charakterisiert werden können. Rechte und Pflichten des Firmeninhabers oder der Firmeninhaberin hängen von dieser Entscheidung ab, aber auch Haftung und steuerliche Belastungen. Außerdem definiert sich ein Unternehmen durch die Wahl seiner Rechtsform auch nach außen. Eine grundsätzliche Unterscheidungsmöglichkeit und damit Entscheidungshilfe zwischen einzelnen Gesellschaftsformen besteht zwischen Einzelunternehmen und Kapitalgesellschaften (z. B. AG und GmbH). Kapitalgesellschaften sind juristische Personen und sind, unabhängig vom Eigentümer und von der Eigentümerin, Träger von Rechten und Pflichten. Ein wichtiges Entscheidungselement ist die unterschiedliche Haftung in Personen- bzw. Kapitalgesellschaften: Beim Einzelunternehmen haftet die Inhaberin oder der Inhaber persönlich, während die Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft i. d. R. lediglich bis zur Höhe ihrer Einlage haften. Als Zweites wird die Frage nach dem optimalen Schutz von Innovationen, Ideen und Erfindungen diskutiert. Ideen können sowohl im Rahmen der gesetzlichen Schutznormen von geistigem Eigentum als auch im Rahmen strategischer Maßnahmen, die auf jedes Unternehmen angepasst werden müssen und daher höchst unterschiedlich ausfallen können, geschützt werden. Als Drittes wird das Thema Datenschutz erläutert. Hier ist v. a. die Datenschutz-Grundverordnung zu beachten, die im Mai 2018 in Kraft getreten ist und für alle Unternehmen gilt, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten.

Susan Müller, Urs Fueglistaller, Alexander Fust, Christoph Müller, Thomas Zellweger

10. Wachstum und Exit

Das Wachstum eines Unternehmens kann aus verschiedenen Perspektiven heraus betrachtet werden. Dazu gehören finanzielles (Einkommen, Ausgaben und Gewinne), strategisches (Marktanteile und komparative Vorteile) und organisatorisches (Form, Prozess und Struktur) Wachstum. Diese drei Dimensionen beeinflussen sich gegenseitig. Marktkräfte können einen Druck hinsichtlich eines quantitativen Wachstums ausüben, was aber nicht unbedingt mit den persönlichen Zielsetzungen der Unternehmerin oder des Unternehmers übereinstimmen muss. Die Führung eines schnell wachsenden Unternehmens stellt eine besondere Herausforderung dar, da sich die fundamentalen Annahmen für eine Führungstätigkeit mit dem Wachstum rapide wandeln. Der Führungsstil muss sich dabei von einem eher persönlich orientierten, zentralisierten Stil mit absoluter Informationskontrolle hin zu einem professionellen Stil mit Entscheidungsdelegation und dem Gebrauch formaler Kontrollmechanismen wandeln. Ein Unternehmen zu gründen und in einen stabilen Wachstumsprozess zu überführen, sind die ersten Schritte ins Unternehmertum, der Ausstieg aus dem Unternehmen der (vorerst) letzte Schritt. Es können vier verschiedene Exit-Möglichkeiten unterschieden werden: Verkauf an einen strategischen Partner oder Finanzinvestor, Management-Buy-out, strategische Allianz bzw. Fusion und Börsengang. Zwei Fallbeispiele von wachsenden Unternehmen vertiefen die in diesem Kapitel angesprochenen Themen. Erstens das Unternehmenprofil von Oswald Werle mit dem Cloud-Software-Anbieter inet-logistics aus Vorarlberg. Zweitens die Fallstudie mit der Herisauer Vermando AG, einer jungen Plattform für verschiedene Handwerksgewerke. Beide Unternehmen sind von Beginn an auf globalem bzw. nationalem Wachstumskurs.

Christoph Müller, Urs Fueglistaller, Alexander Fust, Susan Müller, Thomas Zellweger

5. Customer Journey planen und aussichtsreiche Leads generieren

Wer Digitalisierung ernst nimmt, muss bereit sein, die Abläufe in Marketing und Vertrieb als Prozess zu betrachten. Wenn wir dies aus der Perspektive des Interessenten oder Kunden tun, dann nennt man das „customer journey“: die Abfolge von Kontakten eines Kunden mit einem Unternehmen und dessen Angebot wird als Reise betrachtet. Für das anbietende Unternehmen entscheidend ist, aus der Vielzahl von ersten Leads die wenigen relevanten Verkaufschancen zu finden, die, sofort zu bearbeiten sind. Wichtig ist aber auch, die noch kalten Leads durch einen ressourcensparenden, automatischen Prozess an das Unternehmen zu binden, damit sie dann, wenn konkreter Bedarf entsteht, sofort bedient werden können. Wie dies konkret zu bewerkstelligen ist, lesen Sie in diesem Kapitel.

Stephan Heinrich

Kapitel 6. Umsetzung, ganz praktisch

In diesem Kapitel geht es konkret um die Umsetzung einer Investition in ETFs. Neben den wichtigsten Kriterien für die Wahl eines ETFs werden auch Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlage und konkrete Empfehlungen für Fonds gegeben. Die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts und die Wahl eines Depots werden ebenso behandelt wie die Geldanlage für Kinder, Kritik an ETFs und die Vermeidung von typischen Fehlern.

Claudia Müller

Kapitel 4. Kurz-, mittel- und langfristige Finanzplanung

Eine vernünftige Finanzplanung bedeutet, sich detailliert mit den eigenen Lebensplänen auseinander zu setzen. Der Zeitraum, wann die jeweiligen Pläne umgesetzt (und finanziert) werden sollen, bestimmt maßgeblich, welche Investitionsmöglichkeiten bestehen. In diesem Kapitel geht es darum, die verschiedenen Anlageklassen und die zu ihnen passenden Zeithorizonte kennen zu lernen, zu verstehen und die eigenen finanziellen Ziele zu konkretisieren.

Claudia Müller

Kapitel 6. ÖPP auf staatlicher Ebene – Infrastrukturprojekte und gemeinsame Unternehmen

Einige Projekte, Vorgänge bzw. Unternehmen haben im Kontext von Privatisierungen bzw. Teilprivatisierungen in der Vergangenheit eine erhebliche mediale Aufmerksamkeit generiert – nicht immer nur in einem positiven Sinne. In diesem Kapitel werden diese Beispiele aufgegriffen und noch einmal unter die Lupe genommen. Ich beschränke mich dabei auf die Kooperationsprojekte der staatlichen Ebene – also des Bundes und der Länder.

Michael Schäfer

Kapitel 5. Investieren an der Börse

Eine Investition an der Börse ist eine gute Möglichkeit für die langfristige Geldanlage. In diesem Kapitel wird zunächst die Funktionsweise der Börse erläutert. Daraufhin werden verschiedene Strategien dargelegt und die jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet. Den Schwerpunkt des Kapitels bildet die Funktionsweise von passiven Indexfonds, ETFs.

Claudia Müller

Kapitel 4. Der Kommerz

Diverse kommerzielle Bedingungen und Fragen behandelt der letzte Teil. Wir lernen Konstruktion und Grenzen des Gewinnplans kennen, unter denen sich eine kommerzielle Veranstaltung von Spielen lohnt. Wirtschaftlichkeitsbedingungen für Glücks-, Geschicklichkeits- und Jahrmarktsspiele, das erfolgreiche Buchmachen und erfolglose Gewinnsysteme, aber auch Schneeballsysteme, Falschspiel, Betrug und Manipulation sind die Themen. Wir erfahren, worüber der Buchmacher eigentlich „Buch“ führt und was der Totalisator „totalisiert“. Trotz unterschiedlicher Quoten und Zufallseinflüsse sind Roulettespiel und Sportwetten vergleichbar; die private Wette um einen Meinungsstreit ist dagegen leicht abzugrenzen. Drei Eigenschaften verhindern den Gewinn des Systemspielers nicht nur beim Roulette, und Kesselgucker sind heutzutage chancenlos. Wir erblicken das Janus-Gesicht der Chancengleichheit und fragen, wie viel Vertrauen wir Online-Spielen und Wetten im Internet entgegenbringen müssen, wenn der Gegner nicht mehr sichtbar ist. Auf dem gefährlichen Weg vom Glück zum Pech unterstützen Buchungskonten das Verlusttempo des Geldkreislaufs. Tempo und Auszahlungsschwankungen beeinflussen aber Kasseneinnahmen, auch Automatenaufsteller können mal verlieren. Äußere Gegebenheiten begrenzen das kommerzielle Spiel, und so werden Spielbanken ständig unwirtschaftlicher.

Thomas Bronder

Kapitel 8. Der Glaube der Finanzmärkte

Manifeste und latente Performativität in der Wirtschaft

Die These von der „Performativität“ wirtschaftswissenschaftlicher oder finanzwirtschaftlicher Modelle gewinnt seit einiger Zeit in der Wirtschaftssoziologie an Einfluss. Ziel des Beitrages ist es, die Performativitätsthese in einer allgemeineren theoretischen Perspektive diskutieren. Aus wissenssoziologischer Sicht lässt sich zunächst argumentieren, dass nicht nur Finanzmärkte, sondern soziale Realität überhaupt „performativ“ konstituiert ist; der Unterschied liegt allein darin, ob diese Performativität manifest bzw. beobachtbar ist oder nicht. Im einem weiteren Schritt wird der Frage nachgegangen, wie unbeobachtbare Performativität gleichwohl durch das Medium Geld repräsentiert werden kann; dazu wird das aus der Religionssoziologie Luhmanns stammende Konzept der „Chiffre“ eingeführt. Ausgehend von der These vom Chiffrencharakter des Geldes wird anschließend ein Modell der Beziehung zwischen Finanzmärkten und sog. „Realwirtschaft“ skizziert; Ziel ist es, die Bedeutung manifester und latenter Performativität in beiden Sphären genauer zu bestimmen.

Christoph Deutschmann

Beschreibende Statistik

Eine Darstellung der Beschreibenden Statistik erfordert Motivationen, Beispiele, Erläuterungen, Interpretationen, Nachweise und graphische Umsetzungen bzw. Illustrationen, für die in diesem Manuskript nicht immer genügend Raum ist. Eine ausführliche Darstellung findet sich im Lehrbuch zur Beschreibenden Statistik Burkschat et al. (2012).

Erhard Cramer, Udo Kamps

Grundsätze ordnungsmäßiger Eigenkapitalabgrenzung

Obwohl Eigenkapital im System der GoB als eigenständiger Bilanzposten vorgesehen ist (§ 247 Abs. 1 HGB), bestehen weder eine gesetzliche Definition noch eigenständige Bilanzierungsregeln, weshalb sich auf eine Residualgröße als dem Vermögen abzüglich der Schulden schließen lässt. Mithin ist das bilanzrechtliche Eigenkapital mittelbares Ergebnis der für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten geltenden GoB. Das handelsrechtliche Eigenkapital entspricht daher nicht dem effektiven Reinvermögen.

Christoph Schober

Kapitel 2. Gesellschaftsanalyse, Erwerbsarbeit und Kapitalismus: Dynamiken der Arbeitsgesellschaft

Im Folgenden wird zunächst der Begriff der Arbeit diskutiert. Dazu skizziere ich den Bedeutungswandel von Arbeit als Erwerbsarbeit mit der Entwicklung des Kapitalismus. Ich argumentiere, dass sich der moderne Staat als Wohlfahrtsstaat und damit als Arbeitsgesellschaft verstehen lässt. Der Grundannahme folgend, dass der moderne Kapitalismus sowohl eine moralische Rechtfertigung als auch eine Kritik als dynamischen Faktor benötigt (vgl. Boltanski/Chiapello 2006), wird sowohl das Leistungsprinzip als „Fundamentalnorm“ (Dröge et al. 2008, 7) und zentrale „Rechtfertigungsideologie“ der Marktgesellschaft beschrieben, um so die Kultur des neuen Kapitalismus zu umreißen.

Falk B. Eckert

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente auf eigene Anteile

Bei der AG ist die Rückgewähr geleisteter Einlagen an die Aktionäre nach § 57 Abs. 1 S. 1 AktG zum Zwecke der Kapitalerhaltung grds. unzulässig, worunter auch der Erwerb eigener Anteile zu fassen ist. Eine Ausnahme bildet „die Zahlung des Erwerbspreises beim zulässigen Erwerb eigener Aktien“ (§ 57 Abs. 1 S. 2 AktG), mithin bei Vorliegen eines der in § 71 Abs. 1 AktG abschließend genannten Ausnahmetatbestände. Hierunter fällt neben dem Erwerb eigener Aktien zum Angebot an Arbeitnehmer (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) insbesondere der Erwerb aufgrund eines Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung, der unter Beachtung des Verbots zum ausschließlichen Eigenhandel keinen besonderen Zweck erfüllen muss (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG).

Christoph Schober

Kapitel 4: Eine kurze Geschichte erfolgreicher lateraler Organisationen

Laterales Management setzt auf das Prinzip Selbstverantwortung. Dahinter steht die Idee, dass Menschen in Unternehmen motivierter arbeiten, wenn sie Verantwortung übernehmen und selbst Entscheidungen treffen können. Tom Peters und Bob Waterman beschreiben in den Spitzenleistungen acht hervorstechende Eigenschaften von Spitzenunternehmen. Eine heißt: Produktivität durch Menschen. Tom Peters berichtet über einen Mitarbeiter bei General Motors, der nach 16 Jahren entlassen worden war und mit dem nie ernsthaft darüber gesprochen worden sei, wie er seine Arbeit besser machen könne. Es war eine der Grundbotschaften der Spitzenleistungen, dass Menschen über Potenziale verfügen, die sie in Organisationen einbringen möchten. Tom Peters forschte über selbstverantwortliche Strukturen in Europa und in Japan, da er von diesen Ideen begeistert war.

Roland Geschwill, Martina Nieswandt

Kapitel 2: Eine kurze Geschichte der Managementideen des 20. Jahrhunderts

Im Bereich der Management- und Führungskräfteentwicklung wurden zu jeder industriellen Revolution die jeweiligen Organisationsmodelle geliefert. Die Arbeitsorganisation in den Werken von Henry Ford und die Arbeiten von Max Weber haben praktisch und theoretisch den Boden für die zweite industrielle Revolution bereitet und die Arbeit in der Fabrik und in der Verwaltung geprägt. Peter Drucker und Warren Bennis haben dann im letzten Jahrhundert die wesentlichen Ideen zu Management und Führung für die Zeit der zweiten industriellen Revolution geliefert. Besonders Warren Bennis spürte, dass die Klasse der Wissensarbeiter immer mehr an Bedeutung gewinnt. Geld konnte derjenige am besten verdienen, der gut ausgebildet war, der über Spezialwissen verfügte und gut persönlich in einem Arbeitsfeld vernetzt war. Es gab zwar immer noch Chefs. Die neuen Wissensarbeiter hatten jedoch neue, andere Ansprüche an Unternehmen. Organisationen mussten sich diesen Herausforderungen stellen. Joseph Schumpeter spricht davon, dass Innovationen immer mit neuen Organisationsformen einhergehen. So darf man sich das auch bei Veränderungen der Organisationen im Zeitalter der Digitalisierung – der dritten industriellen Revolution – vorstellen.

Roland Geschwill, Martina Nieswandt

Kapitel 3. Europäisches Datenschutzrecht und IT-gestützter Arbeitsplatz

Das neue sekundärrechtliche Datenschutzrecht der Europäischen Union stellt sich für den deutschsprachigen EU-Raum Deutschland und Österreich im privatwirtschaftlichen Bereich seit dem 25. Mai 2018 im Wesentlichen wie folgt dar.

Christian Jaksch

4. Börse – Der beste und schlechteste Markt der Welt

Kein Wirtschaftsbuch ohne Börse! Aktien, Anleihen, Optionen, Futures, Leerverkäufe – alle muss man kennen, natürlich schon während des BWL-Studiums. Wie sonst hätte man in der Mensa den attraktiven Kommilitonen von der medizinischen Fakultät imponieren können? Auch im Alltag lässt sich bisweilen mit dezentem Börsenwissen punkten. Vielleicht kann es sogar einmal vor Fehlentscheidungen bei der Geldanlage schützen.

Fabian Dittrich

8. Bücher, die die Unternehmenswelt bedeuten

Eine der ersten Assoziationen vieler Menschen mit BWL sind Bilanzen, Buchführung, Zahlenkolonnen. Schreiend langweilige und irgendwie auch suspekte Themen, die wesentlich zum bisweilen negativen Image der BWL beitragen. Selbst unter Wirtschaftswissenschaftlern genießt das Rechnungswesen keinen besonders hohen Stellenwert. Es gilt als Rüstzeug, welches in anderen Bereichen der BWL beim Verständnis hilft. In Lehrbüchern ist das Rechnungswesen meist das letzte Kapitel. Erst in der Unternehmenspraxis merkt man als Absolvent dann, wie zentral das Thema tatsächlich ist.

Fabian Dittrich

1. Wirtschaft – Von und für Menschen

Großkonzerne, Investmentbanker, Welthandel, Börsencrashs, Mittelstand, Zinsen, Milliardenlöcher, Investitionsklima, Aufsichtsbehörden, Standortfaktoren, Bruttoinlandsprodukt, Globalisierung – solche Schlagworte bestimmen die Diskussionen über die Wirtschaft. Nur eines wird dabei gerne vergessen: Der Mensch! Sie und ich, ganz normale Leute. So fern und abstrakt die Wirtschaft erscheint, so nah ist sie uns in Wirklichkeit. Wir sind die Wirtschaft! Denn Wirtschaft existiert nur in der Interaktion zwischen Menschen – in dem wir etwas einkaufen, arbeiten gehen oder ein Haus bauen. Das Haus mag lange stehen, doch ohne uns Menschen ist es nur ein Haufen Steine. Erst wenn wir es mieten, renovieren oder beleihen, ist es Teil der Wirtschaft.

Fabian Dittrich

5. Die Entwicklung der angelsächsischen Unternehmensbewertung – kapitalmarktorientierter Ansatz

In der angelsächsischen Bewertungslehre spielt der Kapitalmarkt eine besondere Rolle. Er wird zum Referenzobjekt auch für andere betriebswirtschaftliche Anlässe, wie die Unternehmensbewertung. Die Börse ist eigentlich der offensichtliche und natürliche Ort für die Unternehmensbewertung. Dort wird jeden Tag ein Preis für ein Unternehmen in Form eines Aktienkurses ermittelt. Allerdings ist fraglich und umstritten, welche Relevanz der so ermittelte Wert für das Unternehmen tatsächlich hat. Eine Aktie gibt nur eine Stimme auf der Hauptversammlung. Die Unternehmensbewertung ermittelt Werte für die gesamte Verfügungsgewalt über ein Unternehmen. Aus diesem Grund sind die so ermittelten Werte nicht oder nicht vollständig übertragbar auf den Gesamtwert des Unternehmens. Des Weiteren spielen an Börsen andere Dinge für die Preisentwicklung eine Rolle. Durch Irrationalitäten der Marktteilnehmer kommt es immer wieder zu Über- oder Untertreibungen, durch die der wahre Wert entweder über- oder unterschätzt wird (Behringer 2000, S. 463 ff.).

Stefan Behringer

1. Einleitung

In seiner akademischen Antrittsrede als Professor an der Universität Jena hat sich der Dichter Friedrich Schiller mit der Frage befasst „Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?“. Er sieht einen Gegenwartsbezug in der Beschäftigung mit der Geschichte: „Aus der ganzen Summe dieser Begebenheiten hebt der Universalhistoriker diejenigen heraus, welche auf die heutige Gestalt der Welt und den Zustand der jetzt lebenden Generation einen wesentlichen, unwidersprechlichen und leicht zu verfolgenden Einfluß gehabt haben.“ (Schiller 2017). Dies gilt auch für die Beschäftigung mit der Ideengeschichte. Wie die Ideen entstanden sind, hat eine Bedeutung für die Methoden und Konzepte, die heute Anwendung finden. Sie sind nur vordergründig ohne die Kenntnisse der Vergangenheit zu verstehen.

Stefan Behringer

2. Vorläufer der Unternehmensbewertung

Ob es Unternehmen oder unternehmensähnliche Organisationen bereits in den Hochkulturen Mesopotamiens (dem heutigen Irak) gab, ist nicht bekannt. Bekannt ist allerdings, dass in dieser Zeit bereits extensiv Handel auch über weite Strecken getrieben wurde und auch Aufzeichnungen über Vorräte, Erträge etc. angefertigt worden sind. Auf Tontafeln wurde die Menge von Tieren, für die ein Mitarbeiter verantwortlich war, notiert. Oder es gab Aufzeichnungen darüber, wie viele Mengen Silber, Weizen, Kleidung etc. jemand schuldete. Damit steht das Rechnungswesen am Anfang der Entwicklung von zwei grundlegenden Kulturtechniken: Dem Zählen und dem Schreiben (Mattesich 1994; Schmandt-Besserat 1977).

Stefan Behringer

§ 6 Die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand

Die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand hat in Deutschland traditionell eine große Bedeutung. Seit jeher beschränken sich Staat und Gemeinden nicht auf die Wahrnehmung von Hoheitsgewalt zur Erfüllung ihrer Aufgaben, sondern nehmen auch aktiv als Anbieter von Produkten und Leistungen am Marktgeschehen teil. Gegenstand und Umfang der staats- und kommunalwirtschaftlichen Betätigung unterliegen jedoch in Abhängigkeit von politischen, ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen einem stetigen Wandel. Im internationalen Vergleich erscheint die wirtschaftliche Betätigung der öffentlichen Hand in Deutschland weder als besonders ausgeprägt noch als besonders zurückhaltend.

Matthias Knauff

§ 2 Verfassungsrechtliche Grundlagen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts

Dem Grundgesetz kommt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für das Öffentliche Wirtschaftsrecht und das Wirtschaftsleben zu, bildet es doch deren Rahmen. Es stellt sich nicht nur die einleitend beleuchtete Frage nach den für die Wirtschafts- und Sozialordnung grundlegenden Systementscheidungen, die die Verfassung als „rechtliche Grundordnung des Gemeinwesens“ beantwortet (dazu II.). Vielmehr bedingt der im Grundgesetz angelegte umfassende Freiheitsschutz, dass die Grundrechte eine weit reichende Maßstabsfunktion für wirtschaftsregulatorische Vorgaben entfaltet haben: Von Ladenschlussregeln über die Unternehmensmitbestimmung bis hin zum Atomausstieg – die Zulässigkeit all dieser und zahlloser weiterer Maßnahmen bildete den Gegenstand verfassungsrechtlicher Kontroversen, die bis hin zum BVerfG ausgetragen wurden. Vor diesem Hintergrund entfaltet der Hauptteil dieses Kapitels den grundrechtlichen Rahmen des Öffentlichen Wirtschaftsrechts (III.). Ein kurzer Blick gilt weiteren grundgesetzlichen Strukturgewährleistungen allgemeiner und besonderer Art, denen Relevanz für das Wirtschaftsleben zukommt (IV.). Im deutschen Bundesstaat stellt sich schließlich die Frage nach der Verteilung der Regelungskompetenzen zwischen Bund und Ländern für den Erlass wirtschaftsrechtlicher Regeln (V.).

Ferdinand Wollenschläger

Kapitel 3. Steuergesetzgebung und Rechtsprechung zu derivativen Vergütungsinstrumenten

In diesem Kapitel werden zwei derivative Finanzinstrumente, die Option und die Wandelschuldverschreibung, betrachtet. Im Gegensatz zu Optionen, gewährt der Inhaber einer Wandelschuldverschreibung dem Arbeitgeber zunächst ein Darlehen (Schuldverschreibung), das während der Laufzeit in Aktien des Unternehmens gewandelt werden kann, wodurch die Schuldverschreibung untergeht. Die Schuldverschreibung ist aufgrund des Wandlungsrechts in der Regel niedriger verzinst als marktübliche Schuldverschreibungen.

Kevin Kinne

Kapitel 4. Die optimale Ausübungsstrategie in Abhängigkeit von Steuersystem und Risikoneigung

Um den Effekt dieser unterschiedlichen Steuersystematik auf die optimale Ausübungsstrategie zu untersuchen, werden in diesem Kapitel die Endbesteuerung und die Anfangsbesteuerung jeweils mit dem System ohne Steuern verglichen. Die optimale Ausübungsstrategie wird anhand der Erwartungsnutzentheorie ermittelt. Der Optionsinhaber vergleicht mit dem Ablauf der Sperrfrist den Erwartungsnutzen der verschiedenen Handlungsalternativen und wählt dann die Handlungsalternative mit dem maximalen Erwartungsnutzen, was gleichbedeutend mit dem optimalen Ausübungszeitpunkt ist.

Kevin Kinne

Kapitel 5. Experimentelle Untersuchung des Ausübungsverhalten

Individuen verhalten sich in der Empirie nicht vollkommen rational und treffen ihre Entscheidungen nicht durch die Anwendung von komplexen Risikonutzenfunktionen. Einen der ersten Beiträge, der die von Neumann/Morgenstern entwickelte Nutzentheorie empirisch wiederlegt, liefert Allais 1953, der mit seinem Beitrag als Mitbegründer der experimentellen Verhaltensökonomie gilt. Individuen verwenden vielmehr ein heuristisches Entscheidungsverhalten, wodurch rationale Entscheidungsmodelle empirisches Entscheidungsverhalten nicht erklären können.

Kevin Kinne

4. Wege zur Solidarischen Marktwirtschaft

Ist sie zu retten die Soziale Marktwirtschaft? Ich weiß es nicht. Was ich weiß, wir müssen es versuchen. Wichtig ist eine ausgewogene Lösung für die Lohnempfänger.

Alfred Jureczek

2. Corporate Governance

Corporate Governance setzt sich damit auseinander, dass in den Unternehmen „richtige“ Entscheidungen getroffen werden. Es steht die Führung des Unternehmens im Fokus. Ein ökonomisch erfolgreiches Unternehmen ist das Ergebnis guter Führung. Dafür werden die Rahmenbedingungen und Gründe einer Entstehung von Corporate Governance beschrieben, bevor der Begriff über fünf Perspektiven hergeleitet und definiert wird. Als theoretischer Erklärungsansatz wird die Prinzipal-Agent-Theorie herangezogen. Die Lösungsansätze zur Überwindung einer Prinzipal-Agent-Problematik führen zu den Ausgestaltungsformen von Corporate Governance in der Unternehmenspraxis. Als externe Rahmenbedingung für Unternehmen wurde der Deutsche Corporate Governance-Kodex entwickelt. Ergänzend wird die Entwicklung weiterer nationaler Gesetzesänderungen betrachtet und in supranationale Corporate Governance-Leitlinien und Gremien eingebettet. Die unternehmensinterne Ausgestaltung von Corporate Governance wird zunächst grundlegend beschrieben, um dann die besondere Rolle von Aufsichtsräten zu diskutieren. Mit dem Three-Lines-of-Defense-Modell wird danach ein Ansatz betrachtet, welcher unabhängig von der Gesellschaftsform der Unternehmen den Corporate Governance-Forderungen entsprechen kann. Eine Diskussion der Bedeutung von Corporate Governance für kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Betrachtung des Erfolgspotenzials von Corporate Governance runden das Kapitel ab.

Claudia Kreipl

Kapitel 8. Zukünftige Anforderungen

Abschließend bleibt die Frage, ob die gegenwärtig erkennbaren Bemühungen zur Eindämmung der Wirtschaftskriminalität oder OK erfolgreich sein werden. Leider ist davon wohl nicht auszugehen, da die geringen Rohstoffreserven zu weiteren Versuchen führen werden, Konkurrenten auf diesem Markt – wie auch immer – auszuschalten. Die Weltmärkte werden weiterhin umkämpft sein, sodass bei einer zunehmenden Zahl von zu beschäftigenden Personen, z. B. in China, es zu weiteren Bemühungen kommen wird, andere Volkswirtschaften aus dem Markt zu verdrängen.

Karlhans Liebl

Kapitel 8. H

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. I

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. F

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 7. G

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. C

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. D

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. J

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. M

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 10. T

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. O

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 12. V

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. K

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 7. Q

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. P

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 11. U

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 16. Z

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 8. R

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 13. W

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 14. X

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. N

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch
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