Skip to main content
main-content
Top

Table of Contents

Frontmatter

1. Fundamentalanalyse

Zusammenfassung
Jeder analytische Beurteilungsprozeß bei Aktien beginnt mit der Frage: „Wo steht die Unternehmung?“ Wie entwickelten sich in den letzten Jahren Produktion/Absatz, der Umsatz, einzelne Kostenarten, die Investitionen, Kapazitäten und ihre Auslastungsquoten, die Gewinne? Wie stark war und ist die Konkurrenz? Diese und viele andere Fragen drängen sich auf und verlangen eine Antwort. Die Diagnose soll diese Antwort ermöglichen. Wesentliche Hilfsmittel sind einheitliche Begriffe sowie bestimmte Verfahren der Zahlenaufbereitung. Die so gewonnenen Kennzahlen (bestimmte Grund- und Verhältniszahlen mit ausreichendem Erkenntniswert) werden den entsprechenden Unternehmenszahlen vergangener Jahre und/oder den entsprechenden Zahlen anderer Unternehmen oder von Unternehmensdurchschnitten gegenübergestellt. Eine Auswertung der Kennzahlen reicht jedoch für eine Diagnose allein nicht aus, da sie zwar Beziehungen aufdecken und Interpretationen zulassen, jedoch nicht das notwendige Maß an Interpretationssicherheit gewährleisten. Hierzu bedarf es der Zusatzinformation. Wichtige Informationsquellen für den Analysten sind Geschäftsberichte, HV-Reden und -Stenogramme, Zwischenberichte, Kapitalerhöhungsprospekte, Werkszeitungen, Pressekonferenzen bzw. -verlautbarungen, Unternehmenspräsentationen und -befragungen, Veröffentlichungen von Wirtschaftsverbänden und -forschungsinstituten. Die analytische Arbeit kann durch die (freiwillige) Publizität eines Unternehmens erheblich erleichtert werden; im Hinblick auf das neue Bilanzrichtlinien-Gesetz gilt dies im besonderen Maße. Schlechte Publizität schafft Mißtrauen und behindert letztlich eine realistische Aktienbewertung.
Dieter Trenner

2. Bewertungsanalyse

Zusammenfassung
Durch die Aktien-Bewertungsanalyse werden prognostizierte Geschäfts- und Gewinndaten sowie Gegebenheiten des ökonomischen Horizonts einer AG in eine Wertvorstellung „transformiert“, um Vergleiche zu ermöglichen. Es soll also geprüft werden, ob eine Aktie im Verhältnis zu Anlagealternativen (zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere) grundsätzlich für ein Investment in Frage kommen könnte und welchen Stellenwert ihre aktuelle Markt- und analytische Bewertung im allgemeinen Aktien-Bewertungsvergleich besitzt. Durch die Bewertungsanalyse wird erstmals eine Verknüpfung zwischen den fundamentalen Gegebenheiten einer AG und dem Aktienmarkt hergestellt.
Dieter Trenner

3. Marktanalyse

Zusammenfassung
Die Psychologie liefert heute ausreichendes Rüstzeug für die Erforschung und Erklärung menschlichen Verhaltens im täglichen Leben und — über eine interdisziplinäre Vorgehensweise — auch des Verhaltens der Teilnehmer am Wirtschaftsprozeß. Wenngleich die Verhaltensforschung im Wirtschaftsleben als relativ junge Fachdisziplin mit wertvollen Ergebnissen aufwarten kann (Schmölders, Katona, Jöhr und andere)15 und ihre Notwendigkeit mehr und mehr anerkannt wird, so ist sie bisher im Kapitalanlagesektor über einige ermutigende Ansätze kaum hinausgekommen. Jedoch gerade hier, wo es um viel Geld geht, kommt ihr eine ausschlaggebende Bedeutung zu. Die Beachtung ihrer Ergebnisse entscheidet wesentlich über Erfolg oder Mißerfolg von Kapitalanlagen, das heißt auf unseren speziellen Zweck bezogen, über den Erfolg bei Aktienanlagen. Marktanalyse bedeutet einerseits Erforschung, empirisch abgesicherte Erfassung und Erklärung des Verhaltens relevanter Marktteilnehmergruppen am Aktienmarkt (= Marktpsychologie), andererseits Nutzanwendung ihrer Ergebnisse in konkreten Entscheidungssituationen und bei Einzelaktien.
Dieter Trenner

4. Wahrscheinlichkeitsverteilung und Anlagestrategie

Zusammenfassung
Allgemein läßt sich das (monetäre) Ziel bei Vermögensanlagen mit dem Streben nach Vermehrung der Vermögenswerte im Zeitablauf charakterisieren. Statt einer Vermögensmehrung kann sich in bestimmten Situationen auch nur die substantielle Erhaltung des Vermögens als sinnvolle Zielsetzung erweisen. Die zunehmend komplizierter erscheinenden (welt-)wirtschaftlichen Gegebenheiten sowie der Strukturwandel an den internationalen Kapitalmärkten (Liberalisierung, Globalisierung) haben die Situation insbesondere des Privatanlegers in den letzten Jahren mehr und mehr erschwert. Er wird dieser Tendenz in dreierlei Weise Rechnung tragen müssen:
1.
Wesentlich mehr Zeit als bisher für das „Durchschauen“ und die Auswahl der oftmals komplexen Anlageinstrumente sowie für die Verarbeitung entscheidungsrelevanter Informationen aufwenden, dabei die Möglichkeiten der modernen Kommunikationstechniken stärker nutzen und unter Umständen vermehrt die Anlageberatung der Kreditinstitute in Anspruch nehmen.
 
2.
Seine Vermögensanlageprobleme auf Kapitalanlagegesellschaften „übertragen“, sich also für Investmentanteile oder ähnliche Kollektivanlageformen gemäß seinen Präferenzen entscheiden.
 
3.
Durch eine institutionelle oder freie Vermögensverwaltung seine Vermögensanlagen betreuen lassen, wobei jedoch durchweg als Restriktion bestimmte Mindestanlagehöhen vorgegeben sind.
 
Dieter Trenner

5. Die Beurteilung von Aktienkapital-Erhöhungen aus Analysten- und Aktionärssicht

Zusammenfassung
Die Gründe für eine Erhöhung des Aktienkapitals gegen Bareinlage können sein: Expansion, Innovation, Rationalisierung oder Verbesserung der Kapitalstruktur. Der Fremdfinanzierung sind insbesondere aus Risikogründen bestimmte Grenzen gesetzt (siehe „Diagnose“ Seite 19 ff); der Fremdfinanzierungsspielraum eines Unternehmens ist somit letztlich von der Höhe des Eigenkapitals (aufgrund der Voraushaftungsfunktion auch als „Risikokapital“ bezeichnet) und der absehbaren Ertragskraft abhängig. Selbst ein extremer Gewinneinbehalt (Thesaurierung) reicht jedoch häufig nicht aus, dem zusätzlichen Erfordernis an Eigenkapital gerecht zu werden, so daß nur der Weg der Beschaffung neuen Eigenkapitals über die Börse bleibt. Bei Banken und Versicherungen bezwecken Kapitalaufstockungen in erster Linie die Anpassung des haftenden Eigenkapitals an ein steigendes Geschäftsvolumen.
Dieter Trenner

6. Der Konjunkturzyklus und sein Einfluß auf die Aktienkursentwicklung

Zusammenfassung
Der Erfolg am Aktienmarkt kann wesentlich gesteigert werden, wenn Konjunkturschwankungen mit ihren Auswirkungen auf die Gewinnlage der Unternehmen und damit auf den Kursverlauf ihrer Aktien und des Aktienindex bei der Konzipierung einer Anlagestrategie mitberücksichtigt beziehungsweise ihr zugrunde gelegt werden. Die besondere Chance des Anlegers besteht im antizyklischen Verhalten, also in der Voraussicht und Nutzung zyklischer Entwicklungen.
Dieter Trenner

Backmatter

Additional information