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13-05-2019 | Aufsätze | Issue 3/2019

Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft 3/2019

Aktienfinanzierung, Arbeitsmarktmobilität und die Spielarten des Kapitalismus: Der mobilisierende Einfluss von Aktienmärkten im Rahmen der VoC-Theorie

Journal:
Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft > Issue 3/2019
Author:
Leo Ahrens
Important notes

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s12286-019-00418-4) enthalten.

Zusammenfassung

Die Varieties of Capitalism-Theorie (VoC) postuliert, dass Unternehmen in koordinierten Marktwirtschaften kreditfinanziert sind, was ihnen unflexible Beschäftigungsverhältnisse ermöglicht und ihre Produktmarktstrategie sichert. Dem entgegen bestehen in liberalen Marktwirtschaften Komplementaritäten von Eigenkapitalfinanzierung und flexibilisierten Arbeitsmärkten. Diese Dichotomie lässt sich empirisch nicht mehr aufrechterhalten, da vor allem koordinierte Marktwirtschaften seit den 1990er Jahren zunehmend Eigenkapitalfinanzierung nutzen. In dieser Studie wird mithilfe von makroquantitativen Zeitreihendaten aus 24 OECD-Staaten zwischen 1993–2010 untersucht, welchen Einfluss dieser Wandel auf die Arbeitsmarktmobilität in den Kapitalismustypen hatte. Es werden zwei theoretische Erwartungen der VoC-Theorie überprüft. Dabei wird erstens gezeigt, dass Eigenkapitalkapitalisierung tatsächlich moderat mobilisierend auf die Arbeitsbeziehungen von Unternehmen wirkt. Zweitens ist dieser Zusammenhang aber in koordinierten Marktwirtschaften nicht schwächer, sondern eher stärker als in liberalen Marktwirtschaften. Das widerspricht den Erwartungen von VoC, da Arbeitgeber in CMEs auf den institutionellen Wandel durch eine Bewahrung der strategischen Koordination in langfristigen Arbeitsbeziehungen reagieren sollten, um ihren Wettbewerbsvorteil zu bewahren. Das impliziert, dass die VoC-Sicht auf institutionelle Komplementaritäten zu vereinfachend ist, wenn diese eine kohärente Organisation der Wirtschaft als LME oder CME als effizienzmaximierend begreift. Die Studie unterstützt damit Kritik an der VoC-Konzeption von institutionellem Wandel, die vorher nur auf der Grundlage von qualitativen Fallstudien geäußert wurde.

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