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Open Access 2022 | Open Access | Book

Cover of the book

Aktives Altern im digitalen Zeitalter

Informations-Kommunikations-Technologie verstehen, nutzen und integrieren

Editors: Prof. Dr. Susanne Ring-Dimitriou, Univ.-Prof. Dr. Minas Dimitriou

Publisher: Springer Fachmedien Wiesbaden

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About this book

Altersgerechte Assistenzsysteme leisten einen wichtigen Beitrag, die Lebensumgebung mit intelligenter Technik gesundheitsfördernder und selbstbestimmt zu gestalten. Diverse Sensoren, Geräte und Dienste (z.B. Sturzmeldesysteme, Exergames und Fitnessprogramme) sind heute verfügbar, jedoch steckt die Überprüfung der Wirksamkeit dieser Applikationen noch in den Kinderschuhen. Schlagworte wie „user-centered design“ hin zu einem „partizipatorischen Design“ beschreiben gerade den Umbruch, der in der App-Entwicklung vonstattengeht. Der vorliegende Open Access Sammelband enthält Ergebnisse aus empirischen Studien; aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen wird das Thema erörtert.

Dies ist ein Open-Access-Buch.

Dies ist ein Open-Access-Buch.

Table of Contents

Frontmatter

IKT verstehen

Frontmatter

Open Access

IKT-Nutzung im Kontext von Gesundheit und Fitness im Alter
Zusammenfassung
Fitness- und Gesundheitswerte werden heute meist digital mit Wearables und Apps gemessen. Es gibt jedoch kaum Studien, welche die alltägliche Nutzung dieser Selbstvermessungstechnologien bei älteren Personen empirisch erforschen. Der vorliegende Bericht untersucht diese Nutzung anhand von Ergebnissen aus einer repräsentativen Schweizer Bevölkerungsbefragung, bei der 1149 Personen ab 65 Jahren befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Wearables und Gesundheits-Apps noch eher selten von älteren Personen genutzt werden; dennoch sind hier Nutzungspotenziale erkennbar.
Alexander Seifert, Hans Rudolf Schelling

Open Access

Level-Up? Zur Gamifizierung von Fitness- und Gesundheits-Apps
Zusammenfassung
Gamifizierungsstrategien werden in Fitness-, Gesundheits- und Wohlbefindens-Apps weitläufig eingesetzt. In diesem Text wird untersucht, ob und inwieweit Gamifizierungen ethisch problematische Formen von Einflussnahme darstellen können. Dabei besteht zum einen die Gefahr, dass sie in der Motivation der Nutzer:innen auf unzulässige Formen von Paternalismus zurückgreifen. Zum anderen könnten hier ethisch bedenkliche Manipulationsstrategien im Spiel sein, wenn Apps versuchen, Nutzer:innen möglichst lange in der App zu halten und zur vermehrten Datenpreisgabe zu bewegen. Im Text wird dafür argumentiert, dass dies vor allem a) von der Schwere der motivationalen Effekte, b) dem Grad ihrer Erkennbarkeit, c) der Übereinstimmung der Ziele von Nutzer:in und App-Betreiber:innen, sowie d) der Wahrscheinlichkeit und Schwere unintendierter Nebenfolgen abhängt.
Wulf Loh

Open Access

„Best Agers“ im digitalen Fitness-Trackingmodus. Zwischen Gesundheitsdispositiv und Selbstoptimierung
Zusammenfassung
Ziel des Beitrages ist es, den semantischen Wandel des Fitnessbegriffes im Verhältnis zur präventivmedizinischen Bewegung am Beispiel des Konzepts des aktiven Alterns zu untersuchen. Parallel dazu soll der Einfluss von Tracking-Technologien und Anwendungen auf einen möglichen Bedeutungswandel in der Wechselbeziehung zwischen Gesundheit und Fitness bzw. Wellness analysiert werden.
Im Rahmen der Etablierung eines dominanten Gesundheitsdispositivs leisten Fitness und Wellness einen erheblichen Beitrag zur Klassifizierung, Konkretisierung und Aktualisierung von gesundheitsnormativen Idealen, was in den verschiedenen Bedeutungsverschiebungen und Interpretationsstrukturen deutlich wird. Durch die Tracking-Technologien im Prozess des aktiven Alterns und durch die Formierung neuer Subjektordnungen wird der Bedeutungswandel in der Wechselbeziehung zwischen Gesundheit und Fitness bzw. Wellness beschleunigt.
Minas Dimitriou

Open Access

Lebensphase Übergang in den Ruhestand mit IKT
Abstract
Mit dem Projekt Fit4AAL wurde ein Bewegungsprogramm entwickelt, mit dem Ziel Menschen jenseits der 60 bei einem gesunden und aktiven Älterwerden zu unterstützen. Konkret richtete sich das Projekt an Menschen am Übergang in den Ruhestand. Im nachfolgenden Artikel wird deshalb der Pensionsantritt als das Leben verändernde Ereignis dargestellt, wie die Themen Gesundheit und IKT. Außerdem wird die Rolle der gerontologischen Expertise im Projekt erörtert.
Sonja Schiff

IKT nutzen

Frontmatter

Open Access

„Fit-mit-ILSE“ für Senior*innen: User-Centred Design Prozess und Prototyp des Active and Assisted Living Systems
Zusammenfassung
Fitness-Apps gibt es viele. Auf die Bedürfnisse älterer Menschen sind nur wenige zugeschnitten. Dieser Beitrag stellt den Innovationsprozess vor, der die Entwicklung des app-basierten Bewegungsprogramms für älterer Menschen „Fit-mit-ILSE“ geleitet hat. Von der Idee bis zum Prototyp werden jene Schritte beschrieben, die zu richtungsweisenden Impulsen durch potenzielle Nutzer*innen für die Entwicklung von „Fit-mit-ILSE“ führten.
Cornelia Schneider, Verena Venek, Harald Rieser, Sonja Jungreitmayr, Birgit Trukeschitz

Open Access

Technologiegestütztes funktionelles Training in den eigenen vier Wänden
Zusammenfassung
Internationale wie nationale Bewegungsempfehlungen unterstreichen den Faktor Bewegung für ein gesundes Altern. Durch Technologie-gestütztes Training sollen Barrieren zur Etablierung von Trainingsroutinen im Alltag überwunden und Nutzer*innen zu regelmäßiger Aktivität angeregt werden. Daher widmet sich dieser Beitrag der Definition und Einteilung von Technologie-gestütztem Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden. Im Rahmen des fit4AAL-Projektes wurde ein solches Trainingssystem entwickelt, erprobt und die Trainingsdaten analysiert. Das in fit4AAL entwickelte personalisierte Trainingsprogramm dient als Beispiel einer komplexen digitalen Unterstützung.
Verena Venek, Harald Rieser

Open Access

Fit mit Assistenzsystemen: Geht das denn?
Zusammenfassung
Es scheint viel Potenzial in Tablet und Co zu schlummern. Kann man der älteren Generation Programme zur Gesundheitsförderung via Smartphone und Applikationen näherbringen, sodass es ihr möglich ist mit diesen neuen Technologien länger fit und autonom in den eigenen vier Wänden zu leben? Ob diese Frage aufgrund vorliegender Erkenntnisse bestätigt werden kann oder doch wieder verworfen werden muss, versucht dieser Artikel zu ergründen.
Sonja Jungreitmayr

Open Access

ILSE bewegt? Eine IKT-gestützte Bewegungsintervention für 60+
Zusammenfassung
Um das aktive Altern durch Bewegung und Sport zu unterstützen, stehen heute zahlreiche Fitness-Apps und Wearables (z. B.: Aktivitätstracker) zur Verfügung. Wissenschaftlich betrachtet ist der Nachweis nicht eindeutig erbracht, ob diese Anwendungen das Bewegungsverhalten verbessern können.
Mit dem Projekt Fit-mit-ILSE sind wir dieser Frage bei Personen im Alter von 60 bis 75 Jahren nachgegangen. Es zeigte sich, dass die einer Testgruppe über 14 Wochen zur Verfügung gestellte ILSE-App zu einem signifikanten Bewegungsanstieg gegenüber einer Kontrollgruppe geführt hatte. Der Effekt war mittelstark ausgeprägt, da die App nicht von allen in der TG genutzt wurde. Die tatsächliche Nutzung zu erhöhen bleibt eine Herausforderung für die IKT-basierte Gesundheitsförderung und für die Forschung.
Susanne Ring-Dimitriou, Martin Pühringer

IKT integrieren

Frontmatter

Open Access

Die Bedeutung von eHealth-Dienstleistungen in dünnbesiedelten Regionen für die Sicherung von Lebenszufriedenheit im Alter. Ein Beispiel aus Nordschweden
Zusammenfassung
Dünnbesiedelte Regionen stehen vor der Herausforderung, ihre soziale Infrastruktur nachhaltig aufrechtzuerhalten. Dies gilt insbesondere für die Versorgung mit Gesundheitsdienstleistungen. Der Beitrag skizziert diese Herausforderungen am Beispiel des Krankenhauses in Storuman, Provinz Västerbotten, anhand der Errichtung von Virtual Health Rooms in kleinen Ortschaften.
Andreas Koch

Open Access

Können Fahrassistenzsysteme zum Erhalt der Mobilität im Alter beitragen? Eine Betrachtung aus Perspektive der Mensch-Maschine Interaktion
Zusammenfassung
Autofahrer*innen höheren Alters sind besonders gefährdet sich bei einem Verkehrsunfall schwer zu verletzen oder sogar tödlich zu verunglücken. Es ist daher ein Anliegen der Forschung, diese Risikogruppe im Straßenverkehr zu schützen und zu unterstützen. Auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen abgestimmte Fahrassistenzsysteme können dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Magdalena Gärtner, Hanna Braun, Alexander Meschtscherjakov

Open Access

Digitale Unterstützung für junge Senior*innen: Auswahlkriterien für einen sozialen Roboter
Zusammenfassung
In den nächsten Jahren gehen geburtenstarke Jahrgänge in Pension. Dadurch steigt der Bedarf an alters- und bedarfsgerechten digitalen Lösungen für diese mittlerweile technikvertrautere Zielgruppe. Soziale Roboter bieten hier eine Möglichkeit der digitalen Unterstützung. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem Kriterienkatalog, der eine systematische Auswahl von sozialen Robotern ermöglicht.
Christoph Abseher, Irina Elisabeth Igerc, Cornelia Schneider

Open Access

Wider die schlechte Gewohnheit: Selbstregulation erhöhen durch Fit-mit-ILSE
Zusammenfassung
Viele Menschen haben die Intention, sich mehr zu bewegen, scheitern aber an der Umsetzung in konkretes Verhalten. Fit-mit-ILSE, ein IKT-basiertes Bewegungsprogramm, unterstützt Personen bei ihrer Selbstregulation, um diese Intentions-Verhaltens-Lücke zu schließen. Basierend auf dem MoVo-Konzept von Fuchs (2007) wird im Rahmen eines Lernmoduls insbesondere der konstruktive Umgang mit Barrieren und Hindernissen vermittelt. Die Evaluierung von Fit-mit-ILSE legt nahe, dass ausgewählte Selbstregulationstechniken zielführend geschult werden können. Die Analysen zeigen, dass Fit-mit-ILSE insbesondere die subjektiv wahrgenommene Wirksamkeit des Barrieremanagement erhöht.
Sabine Würth, Hannah Hupfeld
Metadata
Title
Aktives Altern im digitalen Zeitalter
Editors
Prof. Dr. Susanne Ring-Dimitriou
Univ.-Prof. Dr. Minas Dimitriou
Copyright Year
2022
Electronic ISBN
978-3-658-34970-7
Print ISBN
978-3-658-34969-1
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34970-7