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About this book

Eine umfassende Beitragssammlung namhafter Fachleute aus Praxis und Lehre zu aktuellen Themen der Bauwirtschaft und des Baurechts in Österreich und Deutschland.Herausgegeben anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz.

Table of Contents

Frontmatter

Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz

Frontmatter

Kapitel 1. Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz – Ausrichtung und Entwicklung

Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft steht mit seinem Ausbildungsangebot im Zentrum der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen. Auf die umfassende technische Ausbildung bauend, vermitteln wir ein weites, fächerübergreifendes vernetztes Spektrum an baubetrieblichen, organisatorischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und umweltbezogenen Kenntnissen (siehe Abb. 1-1).

Christian Hofstadler

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 3. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Hofstadler

Im Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft von Prof. Hofstadler begründet sich das wissenschaftliche Selbstverständnis fernab des sogenannten „Elfenbeinturms“. Vielmehr wird eine aktive trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Außenwirksamkeit forciert. Als zentrale Herausforderung stellen wir uns als Team beständig dem Anspruch, den Studierenden und den EntscheidungsträgerInnen in der Praxis Wissen und komplexe Zusammenhänge nachhaltig zu vermitteln.

Christian Hofstadler

Kapitel 4. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Heck

Baubetrieb und Bauwirtschaft stellen innerhalb der Bauingenieurwissenschaften eine verhältnismäßig junge Fachrichtung dar. Dennoch besitzt sie zu den „klassischen“ Bereichen wie z.B. Betonbau, Geotechnik, Hochbau und Wasserbau immer eine Schnittstelle. Diese besteht in den Aspekten der Planung, Ausschreibung, Arbeitsvorbereitung, Kalkulation und Ausführung spezieller Bauverfahren.

Detlef Heck

Kapitel 5. Arbeitsbereich Baumanagement – Prof. Mauerhofer

Vor nunmehr sechs Jahren ist mir am 01. Oktober 2013 die Ehre zu Teil geworden, am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft den Forschungs- und Lehrbereich Baumanagement übernehmen zu dürfen. Die bisherige Zeit war vor allem von Lehr- und Forschungstätigkeit geprägt. Im Bereich der Lehre konnte ich seit Beginn meiner Tätigkeit eine Reihe von verschiedenen Lehrveranstaltungen abhalten, wodurch ich „meinen“ Studierenden einen praxisnahen und zukunftsorientierten Einblick in „das Leben nach der Universität“ ermöglichen konnte.

Gottfried Mauerhofer

Kapitel 6. Arbeitsbereich Gebäudetechnik – Prof. Monsberger

Gebäudetechnische Anlagen determinieren maßgebend die Funktionalität und Nutzungsqualität moderner Gebäude. Sie sind ein wesentlicher Faktor zum Erreichen eines ökonomisch und ökologisch sinnvollen Betriebs von Gebäuden bzw. zur Realisierung des Wunsches nach Komfort, Behaglichkeit, Sicherheit, Konnektivität etc. Auch die Kosten von Hochbauprojekten werden heute wesentlich durch den technischen Ausbau geprägt, sowohl bei der Errichtung als auch in der Nutzungsphase.

Michael Monsberger

BAUBETRIEB

Frontmatter

Kapitel 7. Gemeinkosten in Sachnachträgen – Lösungswege im Streit um die angemessene Höhe

Gemeinkosten werden in der unternehmerischen Preisermittlung regelmäßig nur sehr überschlägig, zumeist in Abhängigkeit des erwarteten Umsatzes veranschlagt. Lediglich für Teilleistungen, die üblicherweise in Baustellengemeinkosten (BGK) verrechnet werden, erfolgt je nach angewendetem Kalkulationsverfahren eine genauere Kalkulation und Aufgliederung. Die in den Gemeinkosten verrechneten Teilleistungen und deren tatsächliche Kosteneigenschaften sind in der hinterlegten Urkalkulation dadurch vielfach sehr intransparent.

Frank Kumlehn, Patrick Schwerdtner

Kapitel 8. Zur Relevanz der Baulogistikplanung

Die Betrachtung der Umgebung von Baustellen im Bereich komplexer urbaner Strukturen oder im Bereich großer Infrastrukturprojekte offenbart die Relevanz der Baulogistik. Neben den für die Produktionsprozesse auf Baustellen üblichen Emissionen wie Staub, Lärm oder Erschütterungen, welche in den innerstädtischen Bereichen in der Regel einer strengen Überwachung unterzogen werden, sind zunehmend Verkehrsbeeinträchtigungen in der Projektraumumgebung in Form von Verkehrsbehinderungen zu registrieren. Es besteht erheblicher Handlungsbedarf, der unter anderem daraus abzuleiten ist, dass Baubehörden in Großstädten zunehmend die Vorlage von adäquaten Baulogistikkonzepten für die Erteilung von Baugenehmigungen verlangen.

Christoph Motzko, Jörg Fenner, Jonas Kleiner, Pia Richter

Kapitel 9. Arbeitsinspektion im Wandel der Zeit

Historie des Arbeitnehmerschutzes in Österreich

Das 50 Jahre (1969 – 2019) Jubiläum des Institutes für Baubetrieb und Bauwirtschaft der technischen Universität Graz bedeutet auch 100 Jahre (1919 – 2019) Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und 135 Jahre (1884 – 2019) Arbeitsinspektion. Die Aufgaben und Weiterbildung auf dem Gebiet des sicheren und unfallfreien Bauens, ist eine Symbiose aus Ausbildung und Weiterbildung im universitären Bereich und die Umsetzung des Arbeitnehmerschutzes und der rechtlichen Vorgaben in der Praxis. Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz hat schon früh erkannt, dass der Arbeitnehmerschutz ein wesentlicher Teil des Baubetriebs ist und auch einen bedeutenden Einfluss auf das Baugeschehen hat.

Peter Neuhold

Kapitel 10. Arbeitsbelastung und körperliche Leistungsfähigkeit von Bauarbeitern

Sind ältere Bauarbeiter den körperlichen Aufgaben gewachsen?

Die Situation, dass die Bevölkerung in West-Europa wie auch in Österreich altert, wirkt sich auch auf die Altersentwicklung im Österreichischen Bauwesen aus, hier stieg der Anteil der über 50-Jährigen innerhalb rd. 10 Jahren um fast 5 %.

Dieter Schlagbauer

Kapitel 11. Baubetriebliche Gutachten – Mysterium zur Wahrheits- und Entscheidungsfindung

oder ein Dinosaurier aus der analogen Welt?

Der vorliegende Beitrag widmet sich der zunehmenden Kritik an baubetrieblichen Gutachten zur Durchsetzung von Bauzeitansprüchen in Bezug auf fehlende Qualitätsstandards. Die Verfasser zeigen anhand von drei ausgewählten Aspekten „Wertekodex für die Verfasser von baubetrieblichen Gutachten“, „Standardisierung im weiterem Sinne“ und „Qualität der Datengrundlagen“ Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität auf, die zu einer erhöhten Prüfbarkeit und Glaubhaftigkeit führen könnten. Damit wird der Beitrag von Eschenbruch/Gerstberger unter dem Titel „2018: Zeitenwende für baubetriebliche Gutachten“ im wissenschaftlichen Diskurs deduktiv weitergeführt und bereits erste praktikable Lösungsansätze zu den drei vorgenannten Aspekten entwickelt.

Antje Tiesler, Ralf Gnerlich, Felix Möhring, Volkhard Franz

Kapitel 12. 50 Jahre Sicherheit in der Schalung – Rückblick, Gegenwart und Zukunft

Das Thema Sicherheit in der Schalung hat sich zuletzt in immer kürzeren Abständen neuen, erhöhten Anforderungen stellen müssen. Während bis vor kurzem in manchen Ländern das Arbeiten ohne Geländer bis zu einer gewissen Absturzhöhe – abhängig vom Projekt – noch toleriert wurde, sind heute sichere Arbeitsplätze auf Baustellen deutlich in den Fokus der Sicherheitsverantwortlichen gerückt. Dabei geht es nicht nur um sichere Produkte – auch der Ablauf von der Montage und dem Umsetzen bis hin zur Demontage sind wichtig und können eine Baustelle wesentlich behindern oder beschleunigen.Um den sich verschärfenden Rahmenbedingungen gerecht zu werden, ist es erforderlich diese zu erkennen und dementsprechend zu agieren. Obwohl Schalungslösungen nur einen Teil der Sicherheitsgegebenheiten auf der Baustelle beeinflussen, zeigt die Praxis, dass Lücken oder falsche Anwendungen gewaltige Auswirkungen haben können.Da die Hauptursache für Unfälle nach wie vor das Verhalten der Menschen ist, können moderne Produkte bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Zusätzlich braucht es die Unterstützung der Organisation, in die MitarbeiterInnen eingebettet sind, damit die technischen Lösungen rechtzeitig geplant, verfügbar gemacht und eingesetzt werden können. Da sich das Geschäftsumfeld immer schneller ändert, besteht die Herausforderung darin, die Gestaltung einer Sicherheitskultur in einem Unternehmen zu betrachten.Die neuen Technologien und Erungenschaften bezüglich Vernetzung und Datenaustausch bringen zudem weitere Chancen und Potentiale, um Unfälle zu reduzieren.

Helmut Weißengruber

BAUWIRTSCHAFT

Frontmatter

Kapitel 13. Der Humanfaktor in der Bauwirtschaft

Auf Basis einer kurzen Situationsanalyse der Bauwirtschaft werden Fragestellungen zu Auswirkungen und Herausforderungen für den Humanfaktor formuliert.In weiterer Folge werden der Status Quo und absehbare Entwicklungen in den relevanten Themenfeldern „Kosten und Wirtschaftlichkeit“, „Digitalisierung“ und verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit dem „Humanfaktor“ beschrieben.Dabei wird sowohl auf die Bedeutung, die Arbeit grundsätzlich in unserer Gesellschaft hat, als auch auf den Einfluss der in der Bauwirtschaft vorherrschenden Projektorientierung eingegangen. Die Bedeutung von physischer Leistungsfähigkeit und Motivation wird als Voraussetzung für die optimale Leistungserbringung der einzelnen Personen hervorgehoben. Auf Unternehmensebene wird der Einfluss der Unternehmenskultur und des Betriebsklimas auf das Betriebsgeschehen aufgezeigt und auf die Bedeutung, die die MitarbeiterInnenführung dabei hat, hingewiesen. Schließlich werden Auswirkungen auf die Personalarbeit kurz beschrieben.Abschließend werden Ansatzpunkte für die Gestaltung von Bau-Wirtschaftsingenieurstudien, wie beispielsweise an der TU Graz, aufgezeigt.

Ulrich Bauer

Kapitel 14. Der Anspruch an den Abrechnungsprozess bei Infrastrukturprojekten

Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen

Die österreichische Normen- und Richtlinienlandschaft regelt bezogen auf die Abrechnung von Bauleistungen konkrete Formen der Aufmaßermittlung bzw. gibt bezogen auf einzelne Leistungen und Gewerke Abrechnungsregeln vor. Weitgehend ungeregelt ist jedoch der generelle Prozess und die Systematik hinter einer Bauabrechnung, wodurch sich dieser in den einzelnen Projekten als vergleichsweise individuell darstellt.

Martin Brigola-Pulverer, Markus Frühwirth

Kapitel 15. Konfliktursachen bei der Abwicklung von Bauprojekten

Konflikte am Bau sind allgegenwärtig und sind da, um von den Projektbeteiligten gelöst zu werden

Konflikte prägen z.T. den Projektablauf von Baustellen und stehen dabei in einem kausalen Zusammenhang mit einer Konfliktursache, die ein Ereignis oder Versäumnis ist. Der folgende Artikel stellt die im Rahmen des Forschungsprojekts „Effizienzsteigerung bei der Abwicklung von Bauprojekten durch Konfliktvermeidung“ bisher ermittelten Ergebnisse bzgl. Konfliktursachen dar. Auf Grundlage von ExpertInneninterviews und einer Auswertung von relevanten Literaturquellen wurden Konfliktursachen gesammelt, geclustert und eine Reihung vorgenommen. Weiters werden Studien zu Konfliktkosten – diese sind die Folge von Konfliktursachen – in allgemeinen Unternehmensbereichen vorgestellt und die Kostenbereiche eines Bauprojekts dargestellt, auf die Konflikte Einfluss nehmen können.

Jörg Ehgartner, Peter Fischer

Kapitel 16. Der holprige Weg zum Kostenvoranschlag – Sind die Steine eingebildet oder beseitigbar?

Tradition behindert Vereinfachung

Falsche Kostenermittlungen sorgen in jeder Projektphase für Diskussionen. Für den empfohlenen Weg stehen die ÖNORM B 1801-1 und die ÖNORM B 2061 zur Verfügung. Ist das Angebot Hosenträger mit Gürtel oder ein Zielkonflikt? Der Beitrag zeigt Anwendungsprobleme auf, blickt auch über deutschsprachige Grenzen und bietet Verbesserungsvorschläge an.

Heimo Ellmer

Kapitel 17. Mehrkostenforderungen „richtig“ berechnen

Der Beitrag Bertuch zum 17. Grazer Baubetriebs- und Bauwirtschaftssymposium legt die rechtlichen Grundlagen für die Abwicklung von Mehrkostenforderungen in Bauverträgen.

Detlef Heck

Kapitel 18. Eine baubetriebliche und bauwirtschaftliche Betrachtung der QuickWay-Infrastruktur

Ein Betrag zur Lösung des Verkehrsproblems in der Stadt der Zukunft

Dieser Beitrag behandelt die QuickWay-Infrastruktur. Wir haben dafür eine Tragkonstruktion aus Ultrahochleistungsbeton und ein Bauverfahren entwickelt, welches den bislang unerreicht schnellen Baufortschritt von etwa 1.000 Laufmeter Fahrweg pro Tag ermöglicht, und eine erste Kostenprognose für die Errichtung der QuickWays vorgenommen.

Christian Hofstadler, Roswitha Marius, Lutz Sparowitz, Markus Kummer

Kapitel 19. Paradigmenwechsel im Hochbau

(Holz-)Systembau und Industrialisierung als ökologische Chance und strategische Herausforderung – Perspektivenmodell und Opportunitätenportfolio zur technologischen, ökologischen und wirtschaftlichen Effizienzsteigerung im Hochbau

Das Baugewerbe in seiner Gesamtheit bildet einen Wirtschaftszweig mit langer gewichtiger Tradition ab, welcher seit Jahrhunderten durch starke handwerkliche Projektumsetzungen und heteronome Prozessabläufe geprägt ist. Diese Konstellation steht in einem auffallenden Widerspruch zu den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Industrialisierung, Digitalisierung und Autonomisierung. Globale Megatrends stellen sämtliche Akteure im Baugewerbe selbst und darüber hinaus vor außerordentliche technologische, ökologische und strategische Herausforderungen.

Jörg Koppelhuber, Marco Bok

Kapitel 20. Wann gilt ein Terminplan als grob über den Haufen geworfen?

Behandelt wird die Frage, wann ein Terminplan als über den Haufen geworfen anzusehen ist. Dieser Umstand hat Bedeutung für eine allfällig vereinbarte Vertragsstrafe; sie entfällt dann, genauso wie auch verbindliche Fristen für den Unternehmer entfallen. Diese Konsequenz war schon mehrmals Gegenstand von oberstgerichtlichen Entscheidungen. Konkrete und universell anwendbare Richtwerte, wann ein Terminplan über den Haufen geworfen gilt, hat der OGH allerdings bislang nicht genannt.

Andreas Kropik

Kapitel 21. Unstimmigkeiten und Lösungsansätze eines Gemeinkostenausgleichs infolge von Leistungsmodifikationen und Behinderungen des Bauablaufs

Nahezu kein Bauvorhaben wird in der baubetrieblichen Praxis in der Art ausgeführt, wie es ursprünglich geplant wurde. Infolge von auftretenden Leistungsmodifikationen oder behinderungsbedingten Bauzeitverlängerungen resultierende Gemeinkostenunterdeckungen können gemäß der herrschenden Meinung der Rechtsprechung u.a. mit Gemeinkostenerlösen aus Mengenmehrungen, geänderten oder zusätzlichen Leistungen ausgeglichen werden. Vor diesem Hintergrund setzen die nachfolgenden Überlegungen an, da bei der gemäß Vergabe- und Vertragsordnung von Bauleistungen (nachfolgend kurz: VOB) aufgeführten bzw. der von der herrschenden Meinung der Rechtsprechung vertretenen Verfahrensweise zur Ausgleichsberechnung von Gemeinkostenbestandteilen vielfältige Unstimmigkeiten identifiziert und durch verschiedene Ansätze optimiert werden können.

Martin Lücke

Kapitel 22. Bedeutung der Kalkulation für Nachtragsforderungen

Durch das in Deutschland am 1.1.2018 neu in Kraft getretene Baurecht existiert nun erstmals eine gesetzliche Norm zur Ermittlung von Kostenänderungen bei geänderten und/oder zusätzlichen Leistungen. Dabei stellt das neue Bauvertragsrecht auf die tatsächlich erforderlichen Mehrkosten ab verbunden mit der vom Auftraggeber (AG) wiederlegbaren Vermutung, dass eine vertragsgemäß hinterlegte Kalkulation die tatsächlich erforderlichen Mehrkosten darstellt.

Dirk Reister

Kapitel 23. Probieren muss erlaubt sein

Der Verfasser ist Absolvent der Fakultät für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Graz und somit nicht unwesentlich von jenem Wertekanon beeinflusst, welcher dieser Bildungsstätte innewohnt.

Kurt Rieder

Kapitel 24. Die Entwicklung der Anforderungen an die Darlegung von Ansprüchen aus Behinderung

Aufbauend auf den deutlich gestiegenen Anforderungen der Gerichte an die Nachweisführung bei Ansprüchen aus Behinderungen des Bauablaufes befasst sich der Beitrag mit den baubetrieblich notwendigen Arbeitsschritten für einen Verzögerungsnachweis (kausaler Nachweis) sowie einer adäquaten Bewertung von Verzögerungskosten und vielfältigen Produktivitätsverlusten, die im Einzelnen zu behandeln sind, aber nicht beliebig aufsummiert werden dürfen. Grundlage für die Nachweisführung ist eine Dokumentation, die angemessen ist und den Nachweismöglichkeiten auf einer Baustelle gerecht wird.

Eberhard Schubert

Kapitel 25. Zur Vertragsgestaltung für Grund- und Tiefbauleistungen und zur Rolle des BBW Institutes der TU Graz

Genormte Vergabevorschriften legen ihren Schwerpunkt u.a. auf Transparenz, Anstand und Fairness im Aufbau und der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen. Auf den Tiefbau bezogen bilden aber viele dieser Bestimmungen deswegen unbewältigbare Hürden, weil die dafür ausreichende Detailliertheit der Leistungsbeschreibung nicht erreicht, und die in der Regel erforderliche Anpassung an „angemessene“ Vergütung nicht im Vorhinein zum Bestandteil von Verträgen gemacht wird. Vor einem grundlegenden Wandel zur Besserung dieses Zustands wird ein Zwischenschritt zur Identifikation unvollkommener Planung empfohlen, und zur Formulierung flexibler, mit Leistungsanreiz verbundener Vergütung aufgerufen.

Gert Stadler

BAUMANAGEMENT

Frontmatter

Kapitel 26. Kundenzufriedenheit in der Baubranche

Eine Analyse für einen österreichischen Baukonzern

Welche Möglichkeiten bestehen für ein Bauunternehmen den derzeitigen Stand der Kundenzufriedenheit zu erheben, diese zu steigern und Kunden an das Unternehmen zu binden? – Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigt sich der vorliegende Beitrag, der eine Zusammenfassung einer umfangreichen Forschungsarbeit für ein österreichisches Unternehmen in der Baubranche darstellt. Um einen möglichst hohen Praxisbezug zu gewährleisten, wurden zur Beantwortung dieser Frage, mit den Projektverantwortlichen dieses Bauunternehmens Gespräche geführt und vor allem Erfahrungen von Kunden, die geographisch über ganz Österreich verteilt sind und in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Projekte abgewickelt haben, erhoben. Nur jenen Unternehmen, die über ihren derzeitigen Stand der Kundenzufriedenheit Bescheid wissen, kann es gelingen den Kunden an das Unternehmen zu binden. Aufgrund dessen wird dieser Ansatz auch mittels einer Dissertation am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft aufgegriffen und somit versucht, die Thematik der Kundenzufriedenheit bzw. Kundenbindung auch für die Baubranche voranzutreiben.Nach der Formulierung der drei zentralen Forschungsfragen und dem Aufzeigen der Notwendigkeit der Thematik in der Baubranche folgen in den weiteren Kapiteln die Ergebnisse der empirischen Untersuchung und somit die Beantwortung der einleitenden Fragestellung.

Christof Gutsche, Gottfried Mauerhofer

Kapitel 27. LEAN Baumanagement in der Lehre des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Der Arbeitsbereich Baumanagement am Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz hat sich seit einiger Zeit auf die Fahnen geschrieben, dem steigenden Bedarf der Bauwirtschaft an gut ausgebildeten Fachkräften im LEAN Management in der Lehre Rechnung zu tragen. Auf den folgenden Seiten wird dargelegt, wie LEAN-Inhalte schrittweise in den Lehrveranstaltungen des Masterstudiums Wirtschaftsingenieurwesen – Bauwesen integriert wurden und es wird ein kurzer Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Themen – im Speziellen einen neuen berufsbegleitenden Masterlehrgang – gegeben.

Gottfried Mauerhofer, Bernhard Ortbauer, Kurt Philipp Rockenbauer

PROJEKTMANAGEMENT

Frontmatter

Kapitel 28. Steigerung der Kooperation bei Bauprojekten auf Grundlage bestehender Kooperationspflichten

Gezeigt am Beispiel der deutschen Vergabe- und Vertragsordnung (VOB)

Kooperation kann einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der festgelegten Ziele im Rahmen von Bauprojekten leisten, wohingegen unkooperatives Verhalten einzelner Beteiligter das definierte Projektziel gefährdet. Hierbei stellt sich die Frage, wie bei bereits initiierten oder laufenden Bauprojekten in Deutschland die Kooperation erhöht werden kann, ohne im Widerspruch zu den rechtlichen Rahmenbedingungen zu stehen.Dieser Beitrag zeigt auf, dass es am Beispiel der VOB möglich ist, bereits heute kooperative Elemente bei laufenden Bauprojekten zu implementieren. Dabei werden als Ausgangspunkt die in der VOB/B enthaltenen Informations- und Mitwirkungspflichten genutzt, um die Kooperation zwischen den Projektbeteiligten zu erhöhen. Hierfür wird ein fünfstufiges Steuerungsmodell beschrieben, welches zum Ziel hat, eine eingetretene Fehlentwicklung durch Informationsangleichung und transparente Festlegung der erforderlichen Mitwirkungen zu eliminieren. Der wesentliche Grundsatz dabei ist, dass die notwendigen Mitwirkungen, unter Berücksichtigung der definierten Projektziele, gemeinschaftlich festgelegt werden. So kann das Schadensausmaß der eingetretenen Fehlentwicklungen reduziert werden.

Georg Bernat, Arthur Weigl, Hans Christian Jünger

Kapitel 29. Prozessorientierte und integrierte Schnittstellenplanung als Basis für eine konfliktreduzierte Gebäudetechnik-Integration im Baukörper

Gebäudetechnische Systeme sind ein fixer Bestandteil heutiger Gebäude und stark im Zunehmen begriffen. Aktuell nehmen sie in komplexen Hochbauprojekten bereits einen hohen Anteil der Kosten ein und schaffen eine Komplexität, die oft nur schwer bewältigbar ist. Die adäquate Projektintegration von gebäudetechnischen Systemen ist zu einem erfolgskritschen Faktor geworden – viele gescheiterte Großprojekte zeugen mit massiven Kostenüberschreitungen und Bauzeitverlängerungen davon. Die hohe Systemkomplexität der gebäudetechnischen Anlagen in Verbindung mit den starken Abhängigkeiten zum Bauwerk (Platzbedarf, baulich konstruktive Einbettung …) sowie das notwendige enge Zusammenspiel von unterschiedlichen Planern und ausführenden Gewerken stellt angesichts der sich rasant weiterentwickelnden Gebäudetechnik und der stetig zunehmenden rechtlichen Vorschriften eine schwer zu lösende Aufgabe dar. Identifizierte Ursachen für Bauablaufstörungen in Bezug auf die Gebäudetechnik sind oft den Bereichen „Planung“ und „Koordination“ zuzuordnen. Häufig ist eine unzureichende Schnittstellenplanung mängelursächlich. Die Lösung von baulichen Schnittstellen (Platzbedarf, Durchführungen, Installationsführung in abgehängten Decken …) zwischen TGA und BAU hat eine hohe Relevanz, stellt allerdings auch eine große Herausforderung dar, die nur integral und mit detaillierter Planung unter Mitbetrachtung der Bauabläufe in der Ausführung bewältigbar ist. Der Beitrag verdeutlicht die komplexen Wechselwirkungen und notwendigen leistungsphasenübergreifenden Betrachtungen anhand von Trockenbaudurchbrüchen und schlägt eine prozessfokussierte, integrierte Schnittstellenplanung im Sinne von Lean Construction in Kombination mit BIM zur Konfliktreduzierung bei der Integration von gebäudetechnischen Anlagen vor.

Petra Fortmüller, Michael Monsberger

Kapitel 30. Die Störung ist der Regelfall!

Kybernetik im Dienste des Bauprojektmanagements

Bauvorhaben sind nicht nur kompliziert, sondern in den meisten Fällen auch noch hoch komplex. Zum Unterschied von komplizierten Systemen lassen sich komplexe Systeme aufgrund ihrer Eigendynamik nicht berechnen. Die Ursachen der Komplexität von Bauprojekten werden aufgezeigt.Während Sach- oder Objektsysteme berechen- und damit planbar sind, lassen sich die Verläufe von Handlungssystemen nur unscharf darstellen und können von Störungen nicht abgeschirmt werden.Wie es aber dennoch gelingt Unberechenbares kontrolliert ins Ziel zu steuern, wird anhand von kybernetischen Vorgangsweisen, die sich an Gesetzmäßigkeiten der Natur orientieren dargestellt.

Otto Greiner

Kapitel 31. Der Projektmanager als Generalkümmerer – Auftraggeberanforderungen und Lösungskonzepte des Projektmanagements

Diskussionen und konkret zu beobachtende Entwicklungen zu Formen neuer Projektabwicklungsmodelle in der Bau- und Immobilienwirtschaft haben eine hohe Aktualität. In diesem Zusammenhang ergeben sich für das Projektmanagement zwei Themenkomplexe. Neben der Frage individueller methodischer Ansätze für die jeweiligen Projektabwicklungsmodelle ergibt sich die Diskussion über mögliche, zukünftige Rollen des Berufsstandes der Projektmanager. Zum Letztgenannten soll dieser Beitrag einen gedanklichen Diskussionsimpuls geben.

Thomas Höcker

Kapitel 32. Planungswirtschaft ≠ Bauwirtschaft

Planungs- und Bauleistungen sind gleichermaßen notwendig, um ein Bauprojekt umzusetzen.Auch wenn sich bei der Leistungserbringung in beiden Fällen alles um das Objekt dreht, gibt es einen wesentlichen Unterschied: die Bauberufe erbringen ihre Leistungen auf Basis definitiv beschriebener Positionen, während die Leistungen der Planungsberufe nicht beschreibbar und nicht kalkulierbar sind.Planungsleistungen mit den gleichen Kalkulationsansätzen zu betrachten, wie Bauleistungen, kann der Komplexität des Planungsprozesses nicht gerecht werden, weder bei der Auftragsverhandlung, noch bei Mehrleistungen während der Ausführung. Das Überstülpen von bauwirtschaftlichen Ansätzen auf die Planung kann nicht funktionieren.

Hans Lechner

Kapitel 33. Der Plan

Vermessung einer Begrifflichkeit

In dieser Betrachtung geht es um Pläne. Geschmiedete und verworfenen, gezeichnete und verbal formulierte, erfolgreiche und missglückte. Und es gibt falsche und echte Pläne.Aber ein Plan ist nur gut, wenn er funktioniert. Über diese Formulierung lässt sich die Begrifflichkeit dennoch nicht so einfach festmachen.Darum erscheint es mir zwingend notwendig, den Begriff PLAN und die unterschiedlichsten Bedeutungen der Begrifflichkeit aufzuwerfen, gedanklich und semantisch zuzuordnen und eventuelle Zusammenhänge darzustellen.Die Bandbreite der Betrachtungen geht von einer poetischen Erklärung über die Kartografie bis zur genormten Sprache einer technischen Zeichnung, in unserem Fall hier der [BAU] Plan.Es ist aber kein Text über die Vollständigkeit von [BAU] Plänen. Dies sei den Lehrbüchern über das [BAU] Zeichnen überlassen.

Andreas Ledl

Kapitel 34. Value Engineering – Ausbildung und Einsatzgebiete

Value Engineering (VE) als Teilmethode von Value Management ist ein ganzheitlicher, teambasierter Ansatz um systematisch Optimierungs- und Innovationsprojekte zu realisieren. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen von diversen Branchen wie Consumergoods, Anlagenbau, Softwareentwicklung und dem Dienstleistungssektor bis zur Baubranche.Der Value von Projektergebnissen wird dabei durch konsequente Steigerung der Bedürfnisbefriedigung für den Kunden (Stakeholder) und Reduktion der Kosten erreicht. Ein nach der Norm ÖNORM EN 12973 definierter Arbeitsplan sorgt für das Rahmenvorgehen im VE Projekt. Zwischen den Projektphasen ist ein agiles Arbeiten in CFTs (Cross Functional Teams) vorgesehen.In Österreich wird die Ausbildung am IITF – Institut für Innovations- und Trendforschung gelehrt ( www.iitf.at ) und zertifiziert. Auf Europaebene ist der ValueforEurope Verband für eine einheitliches Zertifizierungssystem zuständig.Für die Baubranche liefert VE einen signifikanten Wettbewerbsvorteil und hilft sowohl Zeit, Qualität und Kosten zu optimieren.

Manfred Ninaus

Kapitel 35. Prozessdenken – Aktuelle Entwicklungen im Bereich Gebäudezertifizierung und Lean Construction

Die in den letzten Jahren verstärkte Bedeutungszunahme der Interdisziplinarität im Zuge der Abwicklung von Bauprojekten lässt vermehrt dynamisch-iterative Strukturen erkennen. Besonders für die Umsetzung lebenszyklusorientierten/nachhaltigen Planens und Bauens bedarf es einer systematischen Vorgehensweise anhand strukturierter Prozesslandschaften, um den Kundennutzen stärker zu betonen und diesen auch in der Realisierung besser fokussieren zu können.Dahingehend gilt es, die Prozesse in der Bauwirtschaft zu überdenken und die zur Verfügung stehenden Technologien, Methoden und Verfahren entsprechend zu nutzen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten diesbezüglich die Methoden des Lean Construction Managements.Der Ansatz des Prozessdenkens wird im Beitrag anhand der Prozessqualitäten der Gebäudezertifizierung veranschaulicht und die Gemeinsamkeiten mit den Methoden von Lean Construction hervorgehoben. Diese ermöglichen eine Verbesserung der Transparenz hinsichtlich der komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Abläufen des jeweiligen Bauprojekts, wodurch das gegenseitige Verständnis der Projektbeteiligten erhöht wird.

Johannes Wall, Carina Schlabach, Ian Quirke

VERGABERECHT/BAUVERTRAGSRECHT

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Kapitel 36. Berechnung der Höhe des dezidierten Schadensersatzanspruchs bei Bauzeitansprüchen für tatsächlich erforderliche Allgemeine Geschäftskosten

Obwohl mittlerweile in Deutschland sowohl durch die neuen §§ 650b und 650c BGB sowie die Rechtsprechung klargestellt ist, dass Allgemeine Geschäftskosten (AGK) sowohl bei Mehrvergütungsansprüchen nach § 2 VOB/B als auch bei Schadensersatzansprüchen nach § 280 ff. BGB und im Entschädigungsanspruch nach § 642 BGB zu berücksichtigen sind, gibt es bezüglich der Berechnung der Höhe des AGK-Anspruchs noch Handlungs- und Erläuterungsbedarf.Basierend auf dem Äquivalenzverfahren ist in diesem Beitrag die bisher baubetriebswirtschaftlich und rechtlich nicht für möglich gehaltene dezidierte Berechnung der Höhe der tatsächlich erforderlichen AGK bei Schadensersatzansprüchen des Auftragnehmers dargestellt. Nach der Erläuterung von wesentlichen baubetriebswirtschaftlichen und baurechtlichen Grundlagen wird die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Höhe des Schadensersatzanspruchs für AGK dargelegt und an einem Beispiel beschrieben.

Ivan Čadež

Kapitel 37. Integrated Project Delivery aus der Sicht des deutschen Projektmanagements

In Deutschland werden – zum Teil bedingt durch Ressourcenengpässe auf der Seite der Planungs- und Ausführungsbeteiligten – neue Projektabwicklungsmodelle auf partnerschaftlicher Basis diskutiert. Von besonderer Bedeutung sind dabei Vertragsmodelle der Integrated Project Delivery (IPD). Zielstellung ist dabei eine besser Verzahnung der Projektbeteiligten, speziell auch des Planens und Bauens. Ein wesentlicher Baustein derartiger Vertragsmodelle stellen gemeinsame Entscheidungsgremien dar, die teils paritätisch besetzt und zum Teil mit einem Einstimmigkeitsprinzip belegt sind. Diese Gremien übernehmen die Funktion der Projektleitung und der Projektsteuerung und repräsentieren dementsprechend wichtige Projektmanagementfunktionen. Dieses Konzept von „Shared Leadership“ ist Gegenstand des vorliegenden Aufsatzes.

Klaus Eschenbruch

Kapitel 38. Anspruchsverlust bei Überschreitung des Kostenvoranschlages

In der Praxis unbeachtete Risiken des Anspruchsverlusts

§ 1170a ABGB kennt zwei Formen des Kostenvoranschlages. Der Unternehmer kann für die Richtigkeit des Kostenvoranschlages eine Garantie abgeben oder eben nicht. Im ersten Fall kann der Unternehmer keine Mehrkosten gegenüber dem garantierten Betrag geltend machen. Im zweiten Fall hat er Anspruch auf Mehrkosten soweit diese unbeträchtlich sind. Beträchtliche Kostenüberschreitungen hat der Unternehmer bei sonstigem Anspruchsverlust anzuzeigen. Der Besteller kann nach Anzeige der beträchtlichen Kostenüberschreitung vom Vertrag zurücktreten und hat dann nur die bereits erbrachten Leistungen angemessen zu vergüten.Von baupraktischer Relevanz ist, dass es nicht ausreicht die Umstände, die zu den Mehrkosten führen, mitzuteilen. Vielmehr wird von der Rechtsprechung gefordert, dass der Unternehmer ausdrücklich diese damit verbundenen Mehrkosten geltend macht. Liegen diese Umstände allerdings in der Sphäre des Bestellers, ist strittig, ob die unterlassene Anzeige auch in diesem Fall zum Verlust der Mehrkosten führt.

Wolfgang Hussian

Kapitel 39. Der Bauprozess

Sand im Getriebe?

„In keinem anderen Wirtschaftszweig wird so viel gestritten wie in der Bauwirtschaft. Die Parteien klagen über großen Aufwand, hohe Kosten und lange Verfahrensdauer. Bedauerlicherweise liegen in Österreich keine statistischen Daten über die Tätigkeit der ordentlichen Gerichte in zivilen Bauangelegenheiten vor. Aus einer Umfrage des Deutschen Baugerichtstages e.V. geht hervor, dass die Parteien die Prozessergebnisse in der Bundesrepublik Deutschland als unbefriedigend wahrnehmen. Insbesondere bei komplexen Streitfällen mit hoher wirtschaftlicher Bedeutung ist die Unzufriedenheit hoch. Nach der Erfahrung des Verfassers ist die Situation in Österreich nicht anders.“ Mit diesem Befund hat der Verfasser seinen Beitrag zur alternativen Streitbeilegung im Bauwesen im kürzlich erschienenen „Handbuch Schiedsrecht“ eingeleitet. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich allerdings nicht mit den Möglichkeiten alternativer Streitbeilegung, sondern mit Bauprozessen vor den ordentlichen Gerichten. Er will sich nicht nur auf die Analyse der auftretenden Probleme beschränken, sondern auch Vorschläge für deren Behebung machen.

Georg Karasek

Kapitel 40. Bauvertragsbedingungen und § 879 Abs 3 ABGB

§ 879 Abs 3 ABGB erklärt Vertragsklauseln in AGB dann für nichtig, wenn sie nicht die Hauptleistungen betreffen, aber gröblich benachteiligend sind. Wenige Normen des Vertragsrechts haben eine so umfangreiche und vielfältige Judikatur ausgelöst, wie dieser Tatbestand. Die dennoch kleine Menge dieser Entscheidungen zum Bauvertragsrecht erlaubt es, die wichtigsten dieser Entscheidungen im Rahmen dieser Arbeit darzustellen. In der Folge unternehme ich den Versuch, mithilfe der (von Wilburg in Graz entwickelten) Methode des „beweglichen Systems“ eine Basiswertung herauszuarbeiten, nach der alle drei Tatbestandselemente des § 879 Abs 3 ABGB einheitlich ausgelegt werden können. Entsprechend werden nach dieser Basiswertung die Tatbestandselemente AGB, Nebenleistung und gröbliche Benachteiligung abgehandelt. Wegen der im Bauvertragsrecht dominanten Bedeutung des Vertragsabschlusses im Wege eines wettbewerblichen Verfahrens wird auf diese Besonderheiten vertieft eingegangen.

Rudolf Lessiak

Kapitel 41. 20 Jahre Bauarbeitenkoordinationsgesetz

Eine haftungsrechtliche Bestandsaufnahme zur höchstgerichtlichen Judikatur

ZusammenfassungAm 01.07.2019 jährt sich das Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Koordination bei Bauarbeiten, kurz Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG), zum 20. Mal. Das BauKG (BGBl I. Nr 37/1999) setzt die EU-Baustellenrichtlinie (RL 89/391/EWG) um und verfolgt das Ziel, Arbeitsunfälle auf Baustellen, die neben dem menschlichen Leid auch das Anfallen enormer Folgekosten nach sich ziehen, zu mindern. Während Verletzungen des BauKG anfangs kaum als Grundlage für Haftungsansprüche herangezogen wurden, bildet dieses zwischenzeitig eine wesentliche Anspruchsgrundlage für Ersatzansprüche bei Arbeitsunfällen. Der OGH hatte sich in den letzten zwanzig Jahren in mehreren Entscheidungen mit zivilrechtlichen Haftungsfragen im Zusammenhang mit dem BauKG zu beschäftigen. Im vorliegenden Beitrag werden die wesentlichen Grundsätze zur aktuellen haftungsrechtlichen Judikatur zum BauKG aufgezeigt.

Volker Mogel

Kapitel 42. Die Abgeltung von Kosten der Dokumentation und Aufarbeitung von Mehrkostenforderung bei gestörten Bauabläufen

Die Autoren gehen auf die Anforderungen an die Dokumentation bei gestörten Bauabläufen zum Nachweis und der fundierten Aufarbeitung von Mehrkostenforderungen ein und zeigen auf, dass die damit verbundenen Kosten die Kosten einer Routinedokumentation bei weitem übersteigen. In der Folge wird auf die möglichen Anspruchsgrundlagen für die Geltendmachung der Kosten der Dokumentation und der Aufarbeitung von Mehrkostenforderungen bei gestörten Bauabläufen eingegangen, wobei im Ergebnis davon auszugehen ist, dass der Anspruch immer dann gegeben ist, wenn die Mehrkostenforderung aus dem gestörten Bauablauf selbst dem Grunde nach gerechtfertigt ist. Am Ende steht die Empfehlung, dass auch die Dokumentation des gestörten Bauablaufs im Einvernehmen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber erfolgen sollte und auf Basis von Leistungspositionen aus dem Hauptauftrag oder aber auf Grundlage einvernehmlich festgelegter Nachtragspositionen abgegolten werden sollte. Dokumentation erfolgt letztlich im Interesse beider Vertragspartner und sollte daher auch dem Auftraggeber etwas wert sein.

Katharina Müller, Christoph Gaar

Kapitel 43. Insolvenzvorsorge im Bauvertrag

Die Bauwirtschaft nimmt unter den Branchen, die besonders häufig von Insolvenzen betroffen sind, seit Jahren einen Spitzenplatz ein. Wie einer aktuellen Statistik des Kreditschutzverbandes von 1870 zu entnehmen ist, liegt die Bauwirtschaft in Österreich im Jahr 2018 hinsichtlich der Zahl der eröffneten Insolvenzen (582 Insolvenzverfahren) auf dem ersten Platz, hinsichtlich der Höhe der Passiven (EUR 303 Mio.) auf dem zweiten Platz. Nur die unternehmensbezogenen Dienstleistungen rangieren bei den Passiven (EUR 431 Mio.) noch vor der Bauwirtschaft. Viele Jahre lang lag die Bauwirtschaft sogar in beiden Reihungen als „doppelter Spitzenreiter“ an erster Stelle.

Gunter Nitsche

Kapitel 44. Handlungsempfehlungen für ein alternatives Abwicklungsmodell für Infrastrukturbauprojekte in Österreich

Unter Berücksichtigung einer frühen Implementierung des unternehmensseitigen Know-hows

Infrastrukturbauleistungen werden in Österreich vorrangig anhand eines „traditionellen“ Abwicklungsmodells realisiert, bei dem der öffentliche Auftraggeber zuerst die Planungsleistung in Auftrag gibt und daraufhin die Bauleistung auf Basis der fertigen Planung vergibt. Dieses Modell hat allerdings den Nachteil, dass die beteiligten Bauunternehmen erst sehr spät in den Planungs- und Bauprozess miteingebunden werden und so ihr spezielles Ausführungs-Know-how nicht vollumfänglich einbringen können. Die Abkehr von diesem „traditionellen“ Abwicklungsmodell stellt sich als schwierig dar, da die öffentlichen Auftraggeber „innovativen“ Formen der Vergabe- und Vertragsabwicklung meist skeptisch gegenüberstehen, was vorrangig an der (vermeintlichen) Unvereinbarkeit innovativer Modelle mit den vergaberechtlichen Vorschriften festgemacht wird. Dieser Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, wie die Abwicklungsprozesse in vergabeund bauvertraglicher Hinsicht optimal gestaltet werden können, um den Infrastrukturbau in Österreich zu verbessern.

Lena Paar

Kapitel 45. Der „Regresszirkel“ zum Geschädigten – gewollte oder nicht gewollte Konsequenz der Privilegierung eines Schädigers nach Pkt 12.3 der ÖNORM B 2110?

Die Haftungsbeschränkung nach Pkt 12.3. der ÖNORM B 2110 privilegiert bei ihrer Vereinbarung den Schädiger dahingehend, als dessen Haftung bei leichter Fahrlässigkeit beschränkt ist. Haften zwei Schädiger gegenüber dem Geschädigten solidarisch, von denen bloß einer privilegiert ist, stellt sich die Frage nach der Reichweite und der Wirkung der vertraglichen Privilegierung.Führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass der Geschädigte auch vom anderen nicht privilegierten Schädiger nur begrenzten Ersatz fordern kann?Führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass dieser Schädiger vor dem Regress eines anderen nicht privilegierten Schädigers geschützt ist?Oder führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass dieser nach erfolgtem Regress des nicht privilegierten Schädigers zu seinen Lasten im Wege eines “Regresszirkels” seinerseits Regress am Geschädigten führen kann?

Konstantin Pochmarski, Christina Kober

Kapitel 46. Änderungen von öffentlichen Aufträgen während ihrer Laufzeit

Die vergaberechtliche Behandlung von nachträglichen Leistungsänderungen

Nach dem Grundsatz der Privatautonomie haben es Parteien in der Hand, die von ihnen abgeschlossenen Verträge einvernehmlich während der Vertragslaufzeit zu ändern (Änderungsfreiheit). Die Vergabegrundsätze setzen der Privatautonomie im Bereich des öffentlichen Auftragswesens jedoch Grenzen und schränken die Möglichkeit einer nachträglichen Vertragsänderung (aus guten Gründen) erheblich ein.) Der folgende Beitrag untersucht – auch anhand von Beispielen aus der Bauwirtschaft – die vergaberechtliche Zulässigkeit von Änderungen öffentlicher Aufträge während ihrer Laufzeit. Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen bei einer Abweichung von der ausgeschriebenen Leistung eine Neuausschreibung zu erfolgen hat bzw.

Georg Seebacher, Lukas Andrieu, Jakub Bojkovsky

Kapitel 47. Serienmängel – immer dasselbe Problem!

Serienmängel sind eine besondere Form von Mängeln im Werkvertragsrecht. Es sind solche Mängel, die an einer Anzahl von wiederholt verbauten Bauteilen oder Komponenten gleicher Art auftreten. Das Gesetz kennt sie nicht, die Vertragspartner eines Werkvertrages sind aufgerufen, sinnvolle Regelungen zu treffen.

Ralf Steding

Kapitel 48. Zielkostenmanagement und Zielkostenverträge für komplexe Bauvorhaben

Die Realisierung von – insbesondere öffentlichen – Bauvorhaben steht regelmäßig wegen erheblicher Kostenüberschreitungen in der Kritik. Seit einiger Zeit werden deshalb Maßnahmen diskutiert, die zu einer höheren Kostenstabilität der Bauprojektabwicklung beitragen sollen. Überraschend wird der Ansatz des Zielkostenmanagements in diesem Kontext jedoch nicht näher in Betracht gezogen, obgleich er unter dem Begriff des ,Target Costings‘ bzw. des ‚Target Value Designs‘ inzwischen auch in der Bauwirtschaft bekannt und in einigen europäischen und außereuropäischen Ländern verbreitet ist.

Matthias Sundermeier, Philipp Beidersandwisch

Kapitel 49. Rechtsprobleme bei Insolvenz eines ARGE-Partners

Zivil- und vergaberechtliche Folgen

Bauunternehmern schließen sich in der Praxis oftmals zu einer Projektgesellschaft zusammen, um ein konkretes Bauvorhaben auszuführen. Da es um keinen dauerhaften Zusammenschluss geht, wird für diese Arbeitsgemeinschaften (kurz: ARGEN) – so deren Bezeichnung in der Praxis – eine möglichst einfache Gesellschaftsform gewählt – nämlich die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). Diese hat allerdings keine Rechtspersönlichkeit), womit Forderungen gegen die Gesellschaft Forderungen gegen die Gesellschafter sind und Forderungen der Gesellschaft Forderungen aller Gesellschafter gemeinsam.

Christoph Wiesinger

CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENT

Frontmatter

Kapitel 50. Systematische Berücksichtigung von Unsicherheiten in der Preisermittlung

Einsatz der Monte-Carlo-Simulation

Jede Kalkulation stellt eine Prognose über die mögliche Ausgestaltung der Kosten für ein Bauobjekt dar. Die Herausforderung bei Aussagen über die Zukunft ist der Umstand, dass sehr viele Eingangsparameter mit Unsicherheiten behaftet sind und nur geschätzt bzw. auf Basis von Erfahrungswerten angegeben werden können.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 51. Technische Immobilienanalyse – TIA

Instrument zur Chancen- und Risikoabschätzung bei Immobilientransaktionen

Die technische Analyse von Immobilien ist ein komplexer, interdisziplinärer Prozess, der umfassende Erfahrungen im Umgang mit Immobilien sowie spezifisches Fachwissen erfordert. Zur Einschätzung des Chancen- und Risikoniveaus einer Immobilie ist die Auseinandersetzung mit technischen Aspekten von hoher Relevanz, da diese die Performance der Immobilie unmittelbar beeinflussen. Dabei werden die direkten Objektrisiken beurteilt und die qualitative Ausstattung der Immobilien, Instandhaltungsstaus sowie Investitionsbedarfe festgestellt und beurteilt.

Felix Meckmann, Yannis Hien

DIGITALISIERUNG

Frontmatter

Kapitel 52. Digitalisierungspotenziale im Rahmen der Kostenermittlung von Bauleistungen

Digitaler Schatten – Analytik – Cyber-physische Systeme – Plattformen

Die Hauptaufgabe der Bauauftragsrechnung ist die Kostenermittlung für Bauleistungen vor, während und nach der Leistungserstellung. Diese Kostenermittlungen werden als Kalkulation bezeichnet.) Zu diesem Zweck werden die der jeweiligen Kostenermittlung zu Grunde liegenden Unterlagen (Pläne, Baubeschreibungen etc.) analysiert und die daraus resultierenden preisrelevanten Leistungen in einem Leistungsverzeichnis abgebildet. Das Leistungsverzeichnis besteht aus einzelnen Positionen, deren Einzelkosten der Teilleistungen je nach Anforderung (Eigenleistungen, Fremdleistungen etc.) auf unterschiedliche Weise ermittelt werden, um daraus die Kosten für die Bauleistungen ableiten zu können.

Mike Gralla, Lisa Theresa Lenz

Kapitel 53. Digitalisierung im Baubetrieb – Einsatz der Photogrammetrie zur 3D-Rekonstruktion

Zeitnahe SOLL-IST-Vergleiche sind nicht nur in baubetrieblicher und bauwirtschaftlicher Hinsicht sehr bedeutend, sondern haben auch für die Arbeitssicherheit – z.B. in der Schalungs- und Rüsttechnik – einen hohen Stellenwert. Für alle beteiligten Personen auf der Baustelle ist es wichtig, dass die Auswahl und Kombination der Produktionsfaktoren vorschriftsgemäß erfolgt. Es sind neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen auch die Anwendungshinweise der Hersteller einzuhalten. Die Kontrolle, ob der jeweilige IST-Zustand den planlichen Vorgaben (z.B. des Gerüstherstellers) entspricht, erfolgt weitgehend visuell durch Menschen.

Christian Hofstadler, Amir Dini, Johannes Petschnig

Kapitel 54. Bauprozess optimieren

Digitale Services von Doka steigern die Produktivität am Bau

Doka geht einen Schritt weiter in Sachen Produktivitätssteigerung: Neue digitale Dienstleistungen und Anwendungen rund um den Bauprozess erhöhen die Wertschöpfung auf der Baustelle.

Stefan Pruckmayr

Kapitel 55. Gemeinsam mit der Crowd die Gebäude und Städte von morgen gestalten!

Open Innovation und Crowdsourcing ermöglichen es eine Vielzahl von Menschen, die sogenannte „Crowd“ in die Gestaltung und Entwicklung urbaner Lebensräume miteinzubeziehen. Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv an der Gestaltung Ihrer Wohnhäuser, Bezirke oder Stadt beteiligen können – sondern auch die Verwaltung und die lokale Politik, weil Fehlplanungen verhindert und innovative Impulse geschaffen werden.

Conny Weber, Reinhard Willfort

Kapitel 56. Die digitale Baustellendokumentation

Ein Mittel zum Zweck, kein Zweck für sich…

Was ist die Aufgabenstellung der Baustellendokumentation aus dem Blickwinkel der Vertragsmanagements? Ist die Digitalsierungswelle das Allheilmittel für eine „gute“ Dokumentation? Wie lässt sich eine „gute“ Baustellendokumentation definieren? Ziehen auch wirklich alle am Projekt Beteiligten die Dokumentation betreffend an einem Strang? Sollten wir uns vielleicht wieder mehr auf das Dokumentationsziel besinnen?

Wolfgang Wiesner, Andrea Moore

WISSENSMANAGEMENT

Frontmatter

Kapitel 57. Frühzeitiger Wissenstransfer zwischen Auftraggeber und Bieter anhand einer Online-Wissensplattform

Verminderung der Wissenslücke bei Straßenprojekten in der Angebotsphase

Die Planungsphase von Straßenprojekten beträgt oftmals mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte, um sämtliche Planungsprozesse zu durchlaufen und die daraus resultierenden Planungsunterlagen zu erstellen. Die Bieter müssen dagegen in der vorgegebenen Angebotsfrist, die meist nur wenige Wochen beträgt, ein qualitativ hochwertiges Angebot erstellen. Die kurze Zeit in der Angebotsphase verstärkt die bestehende Wissenslücke zwischen Auftraggeber (AG) und Bieter/Auftragnehmer (AN).

Markus Hanschke, Ahmed Elbaz, Konrad Spang

Kapitel 58. Wissen als grundlegender Produktionsfaktor in der Bauwirtschaft

Die Gesamt-Produktivität auf der Baustelle wird wesentlich von den elementaren Produktionsfaktoren bestimmt. Für die Auswahl und Kombination und die damit einhergehenden Optimierungen sind die dispositiven Produktionsfaktoren zuständig. In diesem Zusammenhang wird dem grundlegenden Produktionsfaktor Wissen oftmals zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Christian Hofstadler, Cornelia Ninaus

Kapitel 59. Der Einsatz eines Unternehmensplanspiels in betriebswirtschaftlichen Seminaren für bautechnische Berufe

Von einem/einer modernen ProjektleiterIn wird erwartet, dass er/sie unternehmerisch handelt, vernetzt denkt und interdisziplinäres Wissen anwenden kann. Deshalb ist es für ihn/sie unerlässlich, wirtschaftliche Wirkungsweisen zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und betriebswirtschaftliche Methoden bei der Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen anzuwenden.

Herbert Krutina

Kapitel 60. Beitrag zum Design von techno-ökonomisch geprägten wissenschaftlichen Abschlussarbeiten im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Praxis

In der akademischen Betreuungs- und Supervisionspraxis von schriftlichen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten in den (Wirtschafts-)Ingenieurwissenschaften an der Schnittstelle „Wissenschaft und Praxis“ stehen sowohl Studierende als auch das Personal an Universitäten/Hochschulen vor besonderen Herausforderungen, die es (1) zu verstehen und (2) zu bewältigen gilt.

Bernd Markus Zunk

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