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24-07-2020 | Altersvorsorge | Nachricht | Article

Frauen sollen ihre Rente aktiver beeinflussen

Author:
Swantje Francke
2 min reading time

Das Erwerbstätigenleben entscheidet maßgeblich über die Höhe der Altersbezüge. Da Frauen aufgrund von zumeist geringeren Einkommen weniger Rente zu erwarten haben als Männer, besteht bei ihrer Vorsorge noch Luft nach oben.

Frauen blicken realistisch in ihre Zukunft und erwarten weniger Rente als Männer. Doch gleich, ob alleinstehend oder verheiratet: Beim Ansparen der Altersvorsorge verlassen sich Frauen auf sich selbst, auch wenn ihre Vorsorgemaßnahmen hinsichtlich ihrer Finanzlage noch ausbaufähig wären.

Wunsch nach Nettogehalt als Rentenhöhe 

Wie das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon in einer aktuellen Umfrage unter 2.000 Arbeitnehmern herausgefunden hat, sind Frauen genügsamer hinsichtlich ihrer Finanzbedürfnisse. Während lediglich ein Viertel der Frauen (27,2 Prozent) angibt, mehr als 2.000 Euro netto monatlich zu benötigen, sind es bei den Männern fast doppelt so viele (47,9 Prozent). Bei der Höhe der Rente wünschen sich umgekehrt mehr Frauen (32,5 Prozent) als Männer (21,2 Prozent) ihr aktuelles Nettoeinkommen als Mindestbetrag.

In Anbetracht dessen, dass Frauen durchschnittlich niedrigere Gehälter beziehen als Männer, wünschen sich nahezu die Hälfte der befragten Geringverdienerinnen auch, ihre Rente möge das Niveau ihres aktuellen Einkommens betragen. Eine grobe Vorstellung davon, wie hoch ihre Altersbezüge tatsächlich ausfallen, haben nur 18,3 Prozent. Dagegen geht fast ein Drittel der Frauen davon aus, das gewünschte Einkommen im Alter nicht zu erreichen, gegebenenfalls sogar dazuverdienen zu müssen. Ob und wie sie das gewünschte Einkommen im Alter erreichen sollen, wissen 14,4 Prozent der Frauen nicht.

Bewusstsein für private Vorsorge vorhanden

Die Grundhaltung zur eigenen Einflussnahme auf die Rentenhöhe dagegen ist laut Umfrage bei Männern wie auch bei Frauen positiv: 90 Prozent der Befragten erkennen die Möglichkeit, selbst die Höhe ihrer Rente zu beeinflussen. 

Gundula Dietrich, Geschäftsführerin von Aon, zieht aus der Befragung den Schluss, "dass Frauen sehr abgeklärt auf ihre Rente blicken. Sie rechnen mit Versorgungslücken, dabei erkennen sie gleichzeitig, dass sie sich noch besser über ihre finanzielle Situation im Alter informieren müssten. Die Lebensumstände in der Ansparphase prägen primär das Alterseinkommen. Arbeitgeber müssen Frauen dabei mit klaren, individuellen Angeboten unterstützen, um sie in ihren jeweiligen Lebenssituationen abzuholen."

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