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Anlageberatung

weitere Buchkapitel

B

Florian Langenscheidt, Peter May

1. Digital Business Transformation als Herausforderung

Das Buch zeigt die Chancen und Herausforderungen der digitalen Businesstransformation auf. Die im Buch dargestellte Digital-Business-Transformation-Matrix unterstützt Unternehmungen, welche sich systematisch mit dem digitalen Transformationsmanagement auseinandersetzen. Die Matrix schärft das Verständnis für die digitalen und globalen Anforderungen, fördert das Zusammenspiel dieser zwei Aspekte und stellt eine Plattform für die Weiterentwicklung der Unternehmen dar. Die Megatrends Digitalisierung und Globalisierung werden untersucht. Die Recherchen zu diesem Buch fallen mit der Corona-Krise zusammen, welche die beiden Megatrends Digitalisierung und Globalisierung verstärken wird.Die Analysen zu diesem Buch zeigen die entscheidenden Faktoren für die strategische Ausgangslage und für die Weiterentwicklung eines Unternehmens auf. Zum einen ist es ausschlaggebend, wie das Geschäftsmodell auf der digitalen Skala positioniert ist. Zum zweiten ist es der geografische Footprint des Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz.

Stephan Bergamin, Markus Braun, Bruno Glaus

Kapitel 8. Operative Gestaltung des Qualitätsmanagements für Dienstleistungen

Für die operative Umsetzung des Total Quality Managements ist ein systematischer Einsatz konkreter Instrumente des Qualitätsmanagements von Dienstleistungen notwendig, um in den verschiedenen Phasen des Leistungserstellungsprozesses eine hohe Qualität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird in diesem Kapitel der Regelkreis des Qualitätsmanagements, bestehend aus den vier Phasen der Qualitätsplanung, -lenkung, -prüfung und -managementdarlegung herangezogen. Von diesem Konzept ausgehend werden hieran anschließend für jede einzelne Phase die vielfältigen Instrumente zur Umsetzung des Qualitätsmanagements erläutert und ihre Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Das Kapitel schließt mit Möglichkeiten zur Abstimmung und Integration der einzelnen Phasen zu einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem von Dienstleistungen.

Manfred Bruhn

Kapitel 5. Messung der Dienstleistungsqualität

Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Qualitätsmanagement ist in erster Linie die Messung der Dienstleistungsqualität. Infolgedessen werden in diesem Kapitel die bestehenden Möglichkeiten zur Messung der Dienstleistungsqualität aufgezeigt und kritisch diskutiert. Es zeigt sich, dass neben kundenorientierten Messansätzen (z. B. Expertenbeobachtungen, Kundenbefragungen, Beschwerdeanalysen) auch unternehmensorientierte Ansätze zur Qualitätsmessung (z. B. Benchmarking, Mitarbeiterbefragungen, Betriebliches Vorschlagswesen) eingesetzt werden. Im Rahmen der Betrachtung von Praxisbeispielen und Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Messansätze zeigt sich schließlich, dass hinsichtlich aufgezeigter Stärken und Schwächen der SERVQUAL-Ansatz und der SERVPERF-Ansatz derzeit zu den am weitesten verbreiteten Messansätzen gehören. Diese Ansätze werden detailliert dargestellt und gewürdigt.

Manfred Bruhn

7. Perspektiven für die japanischen Regionalbanken und Shinkin-Banken

In Kap. 7 werden unterschiedliche Perspektiven für die Regional- und Shinkin-Banken aufgezeigt. Im Vordergrund stehen Fusionen, die dazu beitragen sollen, Skaleneffekte beim Finanzgeschäft der Regionalbanken zu realisieren. Zudem wird das Relationship-Banking als Stärke der Regionalbanken herausgestellt. Da die Regionalbanken die Unternehmen vor Ort besser kennen als die großen City-Banken, können sie besser auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen eingehen und dafür höhere Zinsen und Gebühren erheben. In diesem Kontext steht das veränderte Geschäftsumfeld der Klein- und Mittelunternehmen im Vordergrund, die ihre Geschäftstätigkeit mehr auf das Ausland ausrichten. Da die Regionalbanken über keine gemeinsame Dachorganisation verfügen, geht die Tendenz in Richtung der Gründung gemeinsamer Asset Management-Firmen.

Prof. Dr. Gunther Schnabl

Kapitel 1. Kundenorientierung und Positionierung

Fast kein Unternehmen, unabhängig von der Branchenzugehörigkeit, kann sich heute der Notwendigkeit der Anpassung an veränderte Markt- und Umweltsituationen entziehen. Im Vergleich zu in der Vergangenheit eher kontinuierlichen Entwicklungen gibt es heute gravierende Veränderungen, die sich in viel kürzerer Zeit bedrohlich und manchmal sogar existenzgefährdend auf das Unternehmen auswirken. Maßgeblich für derartige Strukturbrüche sind extern – wie Abbildung 1 zeigt – ein hoher, auch internationaler Wettbewerbsdruck mit der gleichzeitigen Forderung nach mehr Kundennutzen und Service-Excellence, insbesondere auch durch neue Technologien der Digitalisierung.

Armin Töpfer

Kapitel 3. Die wichtigsten Standardthemen und wie der Wirtschaftsjournalist* über sie berichtet

In diesem Kapitel wird gezeigt, worauf der Wirtschaftsjournalist* achten muss, wenn er über bestimmte Klassiker wie die Bilanzpressepressekonferenz oder Handelsmessen berichten will. Am Ende eines jeden Abschnitts befindet sich ein Link, der zu einer besipielhaften journalistischen Aufbereitung des jeweiligen Formats führt.

Lutz Frühbrodt

Biografie eines Unternehmers im Halbschatten

Bedeutende Gründer: Sie haben ein Gespür für Chancen, zeigen klug bemessenen Wagemut, knüpfen Allianzen auf Zeit, bekämpfen aber auch Konkurrenten mit bedingungsloser Härte. Einige der oben genannten Merkmale sind somit für diese Gruppe typisch. Doch das skizzierte Muster in seiner Gesamtheit, mit genau dieser Abfolge von Phasen und dem vollständigen Satz der Eigenschaften, ist recht spezifisch und dürfte nur auf wenige große Gründer passen. Zwei von diesen seien herausgehoben: John Davison Rockefeller (1839–1937) und Leopold Koppel (1854–

Hans H. Lembke

„Wo viel Licht ist, ist starker Schatten“ – Die zwei Seiten der Automatisierung und Personalisierung von Dienstleistungen

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Vorteilen („Licht“) und Nachteilen („Schatten“) der Automatisierung und Personalisierung von Dienstleistungen. Zwar werden beide Bereiche in der Wissenschaft und Praxis häufig gemeinsam behandelt, jedoch werden sie hier getrennt thematisiert, um die Bereiche differenzierter behandeln zu können. Für die Automatisierung und Personalisierung von Dienstleistungen werden jeweils die begrifflichen Grundlagen geschaffen, die Treiber für die zukünftige Entwicklung adressiert, die vielfältigen Einsatzfelder thematisiert, die Vor- und Nachteile explizit herausgearbeitet und schließlich verschiedene Forschungsfragen benannt. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf automatisierte Dienstleistungen als Zukunftsdisziplin des Dienstleistungsmanagements.

Manfred Bruhn

1. Marketing und Marktforschung

Leistungen können sowohl materiell als auch immateriell sein. Sachleistungen, Dienstleistungen und Rechte werden auf verschiedenen Märkten gehandelt: Rohstoff-, Vorprodukt- und Absatzmärkte, Arbeits- bzw. Dienstleistungsmärkte, Märkte für Lizenzen, Konzessionen, Patente, Wertpapiermärkte.

Thomas Bonart, Jürgen Bär

Kapitel 16. Einsatz des Marketingmix im Kundenbeziehungsmanagement

Der Leser kennt die wichtigsten Instrumente des Kundenbeziehungsmanagements im Rahmen der einzelnen Komponenten des Marketingmix und kann sie gemäß ihrem Fokus (Interaktion, Belohnung bzw. Wechselbarrieren) einordnen. Der Leser hat einen Überblick darüber, wie Kundenclubs und Kundenkarten im Rahmen des Kundenbeziehungsmanagements zur Anwendung kommen können. Der Leser hat die Relevanz des Beschwerdemanagements im Rahmen des Kundenbeziehungsmanagements verstanden und überblickt die einzelnen Entscheidungsfelder des Beschwerdemanagements. Der Leser überblickt die verschiedenen Stoßrichtungen sowie die zentralen Erfolgsfaktoren des Cross-Selling. Der Leser kennt die Vorgehensweise im Rahmen einer systematischen Kundenrückgewinnung sowie deren zentrale Erfolgsfaktoren.

Christian Homburg

Bewertung von Sachanlagen

Die Umsatzsteuer ist eine Steuer für den privaten, inländischen Endverbraucher. Kaufleute müssen die Umsatzsteuer beim Verkauf von Waren oder Abrechnung ihrer Dienstleistungen dem Kunden in Rechnung stellen und ans Finanzamt abführen. Von Unternehmen gezahlte Umsatzsteuer wird in der Regel als Vorsteuer vom Finanzamt erstattet.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Controlling Grundbegriffe

betriebsfremde Erträge, z. B. Mieterträge

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Es ist der Zeitraum zwischen den in den Anleihebedingungen genannten Verzinsungsbeginn und der Fälligkeit der Anleihe. Kurzfristige Laufzeit: bis zu 4 Jahre Mittelfristige Laufzeit: 4 bis 8 Jahre Langfristige Laufzeit: mehr als 8 Jahre Ewige Anleihen: keine festgelegte Laufzeit.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Demokratisierung der Geldanlage

Verpasst wäre zu viel gesagt, aber die Flexibilität und Freiheit, die PayPal den Menschen in Sachen Zahlungsverkehr ermöglicht hat, hätte ich gern mit auf den Weg gebracht. Doch auch die Themen, die wir umsetzen, sind spannend und bieten den Menschen ganz konkreten Nutzen. So sind aufgrund der Niedrigzinssituation jetzt und zukünftig viele Anleger auf der Suche nach einer Alternative zu Spar-, Tagesgeld- oder vergleichbaren Konten.

Karl Matthäus Schmidt

5. Kapitel 5: Im Porträt: die 25 besten Finanzberater Deutschlands

Wissen Sie, welches Datum als Sehnsucht für Reichtum gilt? Wissen Sie, wann ein wahrer Wahn um ein Leben als Millionär ausbrach? Seit dem ersten Goldfund 1849 im Sacramento River in Kalifornien ist das Hoffen auf schnellen Reichtum in Mode gekommen.

Jean Meyer

Kapitel 7. Ethiktools der Unternehmensführung

Im Folgenden wollen wir uns mit der zentralen Frage der Wirtschaftsethik beschäftigen: Wie kann das Verhalten der Mitarbeiter so beeinflusst werden, dass ein ethisches Verhalten hervorgerufen wird.

Christian A. Conrad

5. Erfolgspotenzial-Controlling

Viele Faktoren im In- und Umsystem der Unternehmung, wie z. B. Mitarbeitermotivation, umweltverträgliche Produktion, Ansehen in der Gesellschaft (zur Erhaltung der License to operate), nachhaltigkeitsorientiertes Wirtschaften oder Kundenzufriedenheit, stellen Erfolgspotenziale dar. Erfolgspotenziale sind für das Unternehmen von hoher strategischer Bedeutung, da sie dem Unternehmen ermöglichen, auch in Zukunft Erfolge zu erzielen. Werden sie vernachlässigt oder durch äußere Umstände vernichtet, so können daraus Risiken entstehen. Daher stehen wie im Kapitel Risikocontrolling ausgeführt die Erfolgspotenziale als Ausdruck der Erfolgsfaktoren im Mittelpunkt der Risikoüberwachung. Die Erfolgspotenziale beeinflussen die Unternehmensleistung langfristig (Fischer 1993, S. 16), entziehen sich jedoch zunächst der quantitativen Erfassung. Eine Herausforderung für das Controlling besteht daher darin, über Erfolgspotenziale eine geeignete Datenbasis als Ausgangspunkt für Informationen zur Führungsunterstützung zu schaffen. Zu diesem Zweck sind die Abbildungskonzeptionen für das zukunftsorientierte Controlling zu erweitern; führungsrelevante qualitative Größen sind zu identifizieren, zu erfassen und zu kommunizieren, um in die Unternehmenssteuerung einbezogen werden zu können.

Stefan Müller, Sarah Müller

Kapitel 3. Der Brexit und seine Folgen

Der Brexit hat das Vereinigte Königreich in eine mehrfache Verfassungskrise gestürzt. Der Zusammenhalt der Viervölker-Monarchie (Engländer, Schotten, Waliser, Iren) bröckelt. Die Machtbalance der vier Machtzentren – Volk, Parlament, Regierung und Krone – ist gestört. Johnson hat aus der Konservativen Partei eine Partei radikaler englischer Nationalisten gemacht. Die Frage nach der englischen Identität ist ein wesentlicher Auslöser des Brexit. Die britische Wirtschaft ist nicht katastrophal abgestürzt, wie das voreilige Remainer 2016 prophezeit haben. Aber sie zeigt deutliche Krisensymptome: Investitionen sacken ab, die Währung verliert an Wert. Wie eine künftige nationale Politik in den Politikbereichen aussehen soll, in denen der Brexit Kompetenzen nach London zurückverlagert, ist völlig ungeklärt – ebenso wie das künftige Verhältnis zur EU. Hier wird es Konflikte geben. Die Aussichten auf neue Handelschancen jenseits der EU sind dürr.

Rudolf G. Adam, Gill Mertens

Open Access

Funktionsanalyse von § 241 II BGB

Warum ist die Begründung schuldverhältnisbedingter Nebenpflichten überhaupt erforderlich? Grundsätzlich gilt rechtssystemübergreifend im Privatrecht ‒ zurückgehend auf das römische Recht – die Sentenz casum sentit dominus. Damit ist gemeint, dass jeder die Schäden an seinen Rechtsgütern selbst zu tragen hat. Der Gedanke der Haftung für fremde Rechtsgutsbeeinträchtigungen wird hierbei zunächst völlig ausgeklammert.

Florian Kamp

Open Access

Folgen der teleologischen Subsidiarität von § 241 II BGB – Lückenfüllung in der Subsumtion

Nachdem herausgearbeitet wurde, dass Nebenpflichten bei teleologischer Auslegung des § 241 II BGB aus rechtspraktischer Perspektive Haftungslücken im Deliktsrecht füllen sollen, kann der Zweck des § 241 II BGB nun weiter untersucht werden. Erstere Erkenntnis hilft schließlich bei der Subsumtion in dem Moment nicht mehr weiter, in dem eine Haftungslücke im Deliktsrecht festgestellt wurde. Die Entscheidung, ob diese Lücke dann durch eine Nebenpflicht – und eine korrespondierende Haftung aus §§ 280 I, 241 II BGB – geschlossen werden soll oder gänzlich offen bleibt, muss sich letztlich ebenfalls aus dem Zweck von § 241 II BGB heraus erklären lassen.

Florian Kamp

Kapitel 3. Geldwäscherechtliche Regulierung

Auf der EU-Ebene wurde eine geldwäscherechtliche Regulierung bisher noch nicht einheitlich vorgenommen, z. B. in Form von Verordnungen oder Beschlüssen. Einzig durch zwei erlassene Richtlinien wurde dieser Bereich geregelt.

Anna Izzo-Wagner, Lea Maria Siering

Kapitel 8. Die finanzwirtschaftlichen Anforderungen des Recyclingbetriebs

Es war mein letzter Tag im Betrieb, und während des allerletzten Termins konnte ich noch wertvolle Eindrücke sammeln. Die Mitarbeiter waren zur jahresabschließenden Betriebsversammlung geladen, mich eingeschlossen. Zur Erinnerung: Der Betrieb ist Teil einer großen Aktiengesellschaft und weltweit führend in der Verarbeitung von Metallen – vor allem im Vertrieb des Buntmetalls Kupfer. Kurz vor der Betriebsversammlung hatte der Mutterkonzern in einer Pressekonferenz zwar ein Rekordergebnis verkündet.

Stefan Laser

Kapitel 4. Entwicklung neuer Dienstleistungen

Ein zentraler Grund für den Erfolg von Unternehmen ist ihre Fähigkeit, neue, innovative Produkte auf den Markt zu bringen (Schumpeter 1997, S. 27). Diese vergleichsweise alte Maxime der Betriebswirtschaftslehre ist für Dienstleistungsunternehmen gültiger denn je.

Sabine Haller, Christian Wissing

Markenführung bei Finanzdienstleistungen mit Vertrauenseigenschafts-Dominanz

Finanzdienstleistungen sind nicht sinnlich. Finanzdienstleistungen sind nicht patentierbar. Wettbewerber können Innovationen schnell und einfach imitieren. Finanzdienstleistungen eignen sich nicht zum demonstrativen Konsum. Sie sind für viele Menschen eher lästig: Für die Hälfte der Deutschen ist Finanzberatung etwa so „angenehm“ wie der Gang zum Zahnarzt. 92 % der Deutschen wünschen sich vor allem pragmatische, aber individuell passende Lösungen in Finanzdienstleistungsfragen. Finanzdienstleistungen haben für sie nichts. Dennoch investieren Finanzdienstleistungsunternehmen hohe Summen in die Markenbildung und Markenführung. Dabei lassen sich Klassen von Finanzprodukten mit spezifischen markenstrategischen Herausforderungen ausmachen. Besonderen Fokus legt dieser Beitrag auf Finanzdienstleistungen mit Dominanz von Vertrauenseigenschaften.

Joachim Böhler

Kapitel 5. Strategisches Personalcontrolling

Strategisch Unterwegssein bedeutet, die richtigen Stellschrauben zu finden und einzustellen. Personalkennzahlen sollen dabei den späteren Umsetzungsprozess der Strategie kontrollieren und bewerten, so ein Plädoyer. Im Personalgeschäft richtet man den Blick sowohl nach innen, um die Systeme, Regelungen und Prozesse dahin gehend zu analysieren, was läuft gut (Stärken), oder eben nicht gut (Schwächen), als auch nach außen, um im Unternehmensumfeld Zukunftschancen oder existenzielle Risiken aufzuspüren. Chancen oder Risiken ergeben sich häufig durch neue Technologien oder Verschiebungen in den Kundenbedürfnissen. Risiken entstehen vor allem durch in der Wirtschaft und Gesellschaft latente Megatrends (z. B. Demografieentwicklung) sowie durch neue gesetzliche Regelungen mit z. B. Verboten, Geboten, verbunden mit ggf. viel bürokratischem Aufwand, und durch die laufende Rechtsprechung im Arbeitsrecht. Die Personalstrategie muss mit diesen internen und externen Herausforderungen im Einklang stehen bzw. auf sie reagieren.

Heribert Wienkamp

Die Liberalisierung des Kapitalmarktes

Die Liberalisierung des kapitalmarktrechtlichen Regelungsrahmens am Ende des 20. Jahrhundert begann vor dem Hintergrund der Eigenkapitallücke, die seit dem Beginn der 1980er Jahre für den deutschen Mittelstand diagnostiziert wurde. Tatsächlich waren die Eigenkapitalquoten deutscher Unternehmen im Vergleich zum Ausland verhältnismäßig schlecht und betrugen 1983 im Schnitt nur noch ca. 18,5 %. Dies entsprach einem Rückgang von ca. 30 % seit den 1960er Jahren, wobei dieser Durchschnittswert auch Großunternehmen mit einbezog und daher viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) regelmäßig nur einstellige Eigenkapitalquoten aufwiesen. Ausreichendes Eigenkapital wird jedoch insbesondere für KMU als wichtig erachtet - ob als Existenzsicherung in Krisenzeiten, als Fremdfinanzierungs- und Wettbewerbsfaktor oder als Basis für Investitionen und Innovationen.

Thorben Marc-André Spindler

Investmentfonds als „neue Herrscher“ der Unternehmen(?)

Ein zentrales Element im Modell des FMK sind die Investmentfonds. Denn eine Veränderung der Aktionärsstruktur habe zu einer Zunahme des Einflusses von Investmentfonds auf Unternehmen geführt, wodurch diese zu einer Ausrichtung auf kurzfristige Gewinne gedrängt würden. Im Folgenden wird untersucht, ob eine solche „treibende Kraft des System-wandels“ durch die Kapitalmarktgesetzgebung gefördert wurde.

Thorben Marc-André Spindler

Ethik der Digitalisierung in der Finanzbranche am Beispiel der Finanzdienstleistungen

Ein großer Anteil des Finanzhandels wird mittlerweile über Hochgeschwindigkeitsrechner abgewickelt, die in dieser Form maßgeblich den Finanzsektor und von dort ausstrahlend Arbeits- und Gütermarkt beeinflussen. Auch die Finanzkrise wird von einigen Finanzökonomen aus dieser Perspektive kritisch betrachtet, dem Hochfrequenzhandel wird eine wesentliche Rolle zugeschrieben. Die zunehmende Digitalisierung in der Finanzbranche wirft deshalb ethische Fragestellung auf, die im Folgenden diskutiert werden. Ein Grundproblem: Die Vulnerabilität der Systeme steigt mit ihrem Vernetzungsgrad und der Geschwindigkeit ihrer Performanz. Zudem stellt sich am Beispiel der Kundenberatung und der damit verbundenen Integration von Künstlicher Intelligenz die Frage nach dem Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns. Die Berater-Kunden-Beziehung wird ebenso diskutiert wie verschiedene sozio-technische Arrangements, die bereits bestehen oder sich ergeben werden. Im Zentrum steht natürlich die Frage nach dem guten Leben, in diesem Kontext, des Kunden und des Beraters. Wichtig erscheint im Zusammenhang auch die Ich-Andere-Beziehung aus Ricœurs Ethik. Insgesamt gilt ein besonderes Augenmerk dem Einzelfall und dem Gestalten von Institutionen für ein gutes Zusammenleben.

Arne Manzeschke, Alexander Brink

Kapitel 4: Instrumente zur Lenkung privatautonomen Verhaltens

Privatautonomes Verhalten kann von staatlichen wie privaten Akteuren zu verschiedenen Zwecken mit verschiedenen Instrumenten gelenkt werden. Die prinzipielle Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens durch den Staat sowie die faktische Verhaltenslenkung durch nichtstaatliche Mächte wurden mit ihren jeweiligen Zwecken in Kapitel 3 bereits vorgestellt. In diesem Kapitel wird nun der Blickwinkel gewechselt: von der Legitimität von Verhaltenslenkungen hin zu den Instrumenten der Verhaltenslenkung, es wird also die Regulierungsperspektive eingenommen (wobei sich teilweise spezielle Legitimationsfragen stellen). Zu diesem Zweck werden zunächst Grundsätze der rechtlichen Verhaltensregulierung im Überblick vorgestellt (dazu A.) und anschließend die verschiedenen Wirkungsparameter von Recht im Allgemeinen eingehend untersucht (dazu B.). Sodann werden rechtliche Instrumente, die speziell zur Lenkung der Privatautonomie dienen, vorgestellt und bewertet (dazu C.), bevor schließlich noch außerrechtliche Instrumente zur Lenkung der Privatautonomie untersucht und bewertet werden (dazu D.). Hierbei wird nicht zwischen Instrumenten mit neoklassischem und Instrumenten mit verhaltensökonomischem Hintergrund unterschieden, weil die Differenzierung für praktische Regulierungszwecke keinen Erkenntnisgewinn erwarten lässt und sich die Differenzierung auch nicht durchhalten lässt.

Clemens Latzel

Kapitel 14. Bonus: Rechtliche Rahmenbedingungen

von Rechtsanwalt Alexander Pfisterer-Junkert

Worauf gilt es rechtlicher Sicht zu achten? Welche Pflichten hat ein Finanzmakler heute?

Antonio Sommese, Martin Eberhard

Unsere Sparkassen im Dienst der Bürgerinnen und Bürger

„Die Sparkassen dienen dem Gemeinwohl“: Diese Handlungsmaxime leitet die Sparkassen mit ihrem nachhaltigen, auf die Menschen und die regionale Wirtschaft ausgerichteten Geschäftsmodell. Seit mehr als 200 Jahren stehen unsere Sparkassen für das, was heute unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ zusammengefasst wird. Drei wichtige Ausprägungen der Gemeinwohlorientierung und Nachhaltigkeitsidee der Sparkassen werden in diesem Beitrag beleuchtet: 1. Die Bürgerdividende. Wer Kunde oder Kundin einer Sparkasse ist, der investiert in seine Heimat. Rund 120 Mio. EUR Stiftungskapital und 21,4 Mio. EUR für gesellschaftliches Engagement haben die Sparkassen in Rheinland-Pfalz im Jahr 2018 an die Menschen und Kommunen in ihren Geschäftsgebieten zurückgegeben. 2. Die Digitalisierung. Das Kundenverhalten in der digitalen Welt hat sich rasant verändert, ebenso die Kundenerwartungen an digitalen Dienstleistungen. Deshalb sind die Sparkassen ihren Kundinnen und Kunden auf allen Kommunikationswegen nah, ob online oder offline. 3. Die Teilhabe. Es gehört im Rahmen des öffentlichen Auftrags zum Selbstverständnis der Sparkassen, ihre Dienstleistungen und Filialen barrierefrei zu gestalten. Davon profitieren alle.

Beate Läsch-Weber

10. Die Zukunft der Banken – Wie neue Geschäftsmodelle Banken grundlegend verändern

Dieser Beitrag setzt sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung und veränderten Wettbewerbsbedingungen und Geschäftsmodellen für den Bankensektor auseinander. Der Fokus liegt auf der Erläuterung aktueller Entwicklungen und deren Auswirkungen auf das Betriebsmodell der Banken, insbesondere in den Bereichen Organisation, Prozesse, Personal und IT. Technologische Trends wie Plattformökonomie und Automatisierung sowie neue Wettbewerber zwingen bestehende Banken zur Innovation ihrer Geschäftsmodelle. Hier kristallisieren sich vier Modelle heraus, wie Banken auch in Zukunft relevant bleiben können: Die Bank als Plattformanbieter, die Bank als Anbieter von Speziallösungen, die Bank als Technologie-Anbieter und die Bank als ‚Trusted Advisor‘. Die Implikation dieser strategischen Alternativen auf die Dimensionen Organisation, Prozesse, IT-Infrastruktur und Personal werden erläutert.

Georg Knöpfle, Fedi El Arbi, Dirk Stein, Eric Frère

Kapitel 2. Gesellschaftsanalyse, Erwerbsarbeit und Kapitalismus: Dynamiken der Arbeitsgesellschaft

Im Folgenden wird zunächst der Begriff der Arbeit diskutiert. Dazu skizziere ich den Bedeutungswandel von Arbeit als Erwerbsarbeit mit der Entwicklung des Kapitalismus. Ich argumentiere, dass sich der moderne Staat als Wohlfahrtsstaat und damit als Arbeitsgesellschaft verstehen lässt. Der Grundannahme folgend, dass der moderne Kapitalismus sowohl eine moralische Rechtfertigung als auch eine Kritik als dynamischen Faktor benötigt (vgl. Boltanski/Chiapello 2006), wird sowohl das Leistungsprinzip als „Fundamentalnorm“ (Dröge et al. 2008, 7) und zentrale „Rechtfertigungsideologie“ der Marktgesellschaft beschrieben, um so die Kultur des neuen Kapitalismus zu umreißen.

Falk B. Eckert

Digitalisierung, Virtualisierung und das Recht

Digitalisierung und Virtualisierung stellen die Rechtsordnung vor erhebliche Herausforderungen. Sie betreffen den Grundlagenbereich ebenso wie das Verfassungsrecht, das Zivilrecht, das Strafrecht und das Recht des Datenschutzes. Im Folgenden werden die wichtigsten Problemstellungen thematisiert und Vorschläge zu ihrer Lösung skizziert.

Eric Hilgendorf

Kapitel 6. F

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 7. G

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. D

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. E

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. M

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 5. O

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 12. V

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. K

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 13. W

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Erbschaftsteuer optimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Stromsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 4. Die interessengeleitete Rechtsprechung

In Abschnitt II.2.3.3.3 wurde die funktionale Unternehmensbewertung als Soll-Zustand der Unternehmensbewertung zu Zwecken der Abfindungsbemessung herausgearbeitet. Es zeigt sich, dass diese Bewertungsschule mit ihrem investitionstheoretischen Fundament die einzige Vorgehensweise ist, welche den vom BVerfG festgestellten Anforderungen gerecht werden kann. Insbesondere berücksichtigt sie das Prinzip der „vollen“ Abfindung und das Gleichbehandlungsprinzip.

Florian Follert

Kapitel 3. Langfristige Geldanlage: Aktien, Anleihen und weitere Anlagemöglichkeiten

In diesem Kapitel werden langfristige Kapitalanlagen vorgestellt, bei denen die Ermittlung des Risikos und die Dauer der Investition eine entscheidende Rolle spielen und die in der Verzinsung widergespiegelt werden. Der Zins macht damit als Ausdruck des bewerteten Risikos und der Zeit Anlagemöglichkeiten vergleichbarer.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 4. Vermögensaufbau mit Investmentfonds

Im „Magischen Viereck“ der Geldanlage in Kapitel 1 sind die Ziele und Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidierbarkeit und Steueroptimierung dargestellt worden.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2020“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Nachhaltige Finanzierung: Der Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Die Europäische Union (EU) setzt sich nachdrücklich für die Verwirklichung ihrer Strategie für nachhaltiges Wachstum ein und unterstützt die Klimaschutzziele des Übereinkommens von Paris sowie die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Beträchtliche Investitionen, v. a. seitens der Privatwirtschaft, sind notwendig, um drängende Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen. Öffentliche Gelder können zwar einen Beitrag leisten, um die notwendigen Investitionen mitzufinanzieren. Viel wichtiger ist jedoch, Finanzmittel auf den Kapitalmärkten für die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu mobilisieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, etwaige Risiken für das Finanzwesen bei diesem Transformationsprozess zu erkennen und zu minimieren. Einem nachhaltigen Finanzwesen, das darauf abzielt, privates Kapital für nachhaltige Investitionen zu mobilisieren und geeignete Rahmen sowie Instrumente für die Beherrschung der Risiken zu schaffen, kommt daher eine entscheidende Rolle zu. Im März 2018 hat die Europäische Kommission einen ehrgeizigen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums beschlossen. Dieser Aktionsplan sieht eine umfassende EU-Strategie für den Finanzsektor vor, um den Übergang zu einer klimaneutralen, kreislauforientierten und nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren. Da Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte eine globale Dimension haben, ist die internationale Zusammenarbeit der EU mit anderen Ländern erforderlich, um eine nachhaltigere Wirtschaft und ein nachhaltigeres Finanzwesen zu etablieren.

Martin Koch

6. Rollen und Handelnde im Rahmen von BAIT

BAIT, wie auch MaRisk sind prinzipienorientiert. Daher gibt es für die Institute die Möglichkeit, die Anforderungen situationsgerecht umzusetzen. Für diese Umsetzung, aber auch später für den daran anschließenden Normalbetrieb muss es verschiedene Personen geben, die diese Aufgaben erfüllen. Beide Rundschreiben fordern eine ganze Reihe von Rollen und Stellen vor. Das Kapitel stellt alle genannten Personen und Institutionen vor.

Tomislav Maksimovic, Holger Biernat

Kapitel 4. Geldanlage in Wertpapieren

Die Vermögensanlage in Wertpapieren unterscheidet sich nach folgenden wesentlichen Merkmalen Funktion, Ausstattung, Emittent und Besonderheiten. Die Funktion des Wertpapiers besteht in der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital auf der Emittentenseite und der Kapitalanlage auf der Anlegerseite.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 4. Geldanlage in Wertpapieren

Die Vermögensanlage in Wertpapieren unterscheidet sich nach folgenden wesentlichen Merkmalen. Funktion Ausstattung Emittent Besonderheiten

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

6. Bedrohung von Finanzdienstleistern durch FinTechs

Kryptowährungen, die Blockchain-Technologie sowie verschiedene Neuerungen im Bereich der geltenden Richtlinien für Finanzdienstleister haben eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle und Unternehmen, sogenannte FinTechs, hervorgebracht. Ziel dieses Kapitels ist es, FinTechs hinsichtlich der Bedrohung für etablierte Finanzdienstleister zu analysieren. Aus der Literatur werden zu diesem Zweck Bewertungskriterien abgeleitet, die anhand eines festgelegten Bewertungsschemas auf die Ausprägungen von insgesamt 38 FinTechs angewendet werden. Die Ausprägungen der einzelnen Kriterien und des ermittelten Gesamtwerts lassen eine Bewertung der FinTechs hinsichtlich des potenziellen Risikos auf etablierte Finanzdienstleister zu. Die Ergebnisse zeigen, dass das größte Bedrohungspotenzial von der Kryptowährung Bitcoin und der Blockchain-Technologie ausgeht.

Sebastian Reinig, Katharina Ebner, Stefan Smolnik

Kapitel 8. Operative Gestaltung des Qualitätsmanagements für Dienstleistungen

Für die operative Umsetzung des Total Quality Managements ist ein systematischer Einsatz konkreter Instrumente des Qualitätsmanagements von Dienstleistungen notwendig, um in den verschiedenen Phasen des Leistungserstellungsprozesses eine hohe Qualität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird in diesem Kapitel der Regelkreis des Qualitätsmanagements, bestehend aus den vier Phasen der Qualitätsplanung, -lenkung, -prüfung und -managementdarlegung herangezogen. Von diesem Konzept ausgehend werden hieran anschließend für jede einzelne Phase die vielfältigen Instrumente zur Umsetzung des Qualitätsmanagements erläutert und ihre Einsatzmöglichkeiten aufgezeigt. Das Kapitel schließt mit Möglichkeiten zur Abstimmung und Integration der einzelnen Phasen zu einem umfassenden Qualitätsmanagementsystem von Dienstleistungen.

Manfred Bruhn

Kapitel 5. Messung der Dienstleistungsqualität

Ausschlaggebend für ein erfolgreiches Qualitätsmanagement ist in erster Linie die Messung der Dienstleistungsqualität. Infolgedessen werden in diesem Kapitel die bestehenden Möglichkeiten zur Messung der Dienstleistungsqualität aufgezeigt und kritisch diskutiert. Es zeigt sich, dass neben kundenorientierten Messansätzen (z. B. Expertenbeobachtungen, Kundenbefragungen, Beschwerdeanalysen) auch unternehmensorientierte Ansätze zur Qualitätsmessung (z. B. Benchmarking, Mitarbeiterbefragungen, Betriebliches Vorschlagswesen) eingesetzt werden. Im Rahmen der Betrachtung von Praxisbeispielen und Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Messansätze zeigt sich schließlich, dass hinsichtlich aufgezeigter Stärken und Schwächen der SERVQUAL-Ansatz und der SERVPERF-Ansatz derzeit zu den am weitesten verbreiteten Messansätzen gehören. Diese Ansätze werden detailliert dargestellt und gewürdigt.

Manfred Bruhn

3. Grundlegende Einordnung des Themas

Banksteuerung folgt einem Regelkreis. Dabei sind verschiedene Besonderheiten von Banken im Vergleich zu anderen Unternehmen zu beachten. Die aktuelle Literatur am Markt bietet verschiedene Lösungen für Teilbereiche der Banksteuerung, viele der gegenwärtigen Bücher greifen die neuen Themen rund um Banking 4.0 noch gar nicht in Gänze auf. So lässt sich die aktuell verfügbare Literatur in verschiedene Gruppen für Teilgebiete zusammenfassen. Andere Literatur, die bei der Deutschen Bibliothek verfügbar ist, stammt aus den Vorjahren, kann also aktuelle Themen noch nicht aufgreifen, die erst danach wirksam geworden sind. Das Kapitel zeigt die aktuellen Problemfelder, denen sich Banken ausgesetzt sehen, als Folge der Krise 2007/2008 und der gegenwärtigen Marktentwicklung im Euro, im Welthandel oder aber der neuen Technik. Danach werden vergangene und aktuelle Skandale vorgestellt aber beispielhaft auch, was die mögliche Ursache bzw. Unzulänglichkeit im Bereich Banksteuerung gewesen sein kann.

Holger Biernat

W

Begriff: Gefahr der Verfehlung unternehmerischer Ziele infolge von Wertveränderungen einer Fremdwährung.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

K

Kapitalerhaltungspolster, capital conservation buffer; nach den Bestimmungen von Basel III ist die Einführung eines Kapitalerhaltungspuffers vorgesehen. Eine entsprechende Verpflichtung findet sich auf EU-Ebene in Artikel 129 CRR. In Deutschland ist der Kapitalerhaltungspuffer in § 10c KWG geregelt.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

A

Charakterisierung: Anstatt die Erlaubnis für das Betreiben von Bankgeschäften im Sinne des KWG oder von Finanzdienstleistungen im Sinne des KWG aufzuheben, kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Geschäftsleiter an einer weiteren Tätigkeit für ihr Institut im Sinne des KWG hindern.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

E

Das Edelmetallpreisrisiko zählt als spezielles Rohwarenrisiko zu den Marktpreisrisiken. Das Edelmetallpreisrisiko ist die Gefahr der negativen Abweichung zwischen tatsächlichem und erwartetem Erfolg aus Geschäften mit Edelmetallen infolge veränderter Preise am Markt für Edelmetalle. Dem Währungsrisiko vergleichbar treten Edelmetallpreisrisiken bei (insbesondere betraglich) offenen Positionen auf.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

F

Eine Voraussetzung für die Erlaubniserteilung für Institute ist die fachliche Eignung der Inhaber (= Antragsteller) und der Geschäftsleiter, die eine solche Funktion auch tatsächlich ausüben; sie muss für das konkrete Institut bestehen (§ 33 I 1 Nr. 4 KWG). Bedingung für die fachliche Eignung der Geschäftsleiter ist, dass sie in ausreichendem Maße über theoretische und praktische Kenntnisse in den betreffenden Geschäften verfügen und Leitungserfahrung haben. Fachliche Eignung der Geschäftsleiter ist gemäß § 25c I 3 KWG regelmäßig anzunehmen, wenn eine 3-jährige leitende Tätigkeit bei einem Institut von vergleichbarer Größe und Geschäftsart nachgewiesen wird.

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

1. Einführung

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird für Banken und Sparkassen der Begriff „Kreditinstitute“ verwendet. Diese sind die Schaltstellen des modernen Wirtschaftslebens. Ohne Kreditinstitute wäre es nicht denkbar, wie die Geldströme abgewickelt und wie die zum Funktionieren der Wirtschaft erforderlichen Kredite besorgt werden könnten. Im Rahmen dieser Aufgabe sind der Sparer und der Anleger wichtige Glieder. Sie stellen einerseits ihr Geldvermögen für das Funktionieren des Wirtschaftsverkehrs zur Verfügung und erhalten andererseits dafür ein Entgelt. Für die Kreditinstitute ergeben sich daraus Rechte und Pflichten gegenüber diesem Personenkreis.

Ulrich Stache

3. Kalkulation weiterer Ergebniskomponenten

Das Kapitel behandelt Ergebniskomponenten, die neben dem reinen Zinsergebnis für Banken relevant sind. Hierunter fällt zunächst das Provisionsergebnis, welches aufgrund verschiedener Treiber (z. B. Verbriefung) in der Gesamtsicht immer bedeutender für die Kreditwirtschaft wird. Das Barwertkonzept ist hierfür ähnlich vorzugswürdig, aber auch problembehaftet (Zuordnungsfrage) wie im Zinsbereich. Das Risikoergebnis umfasst insbesondere das mit dem Kreditgeschäft und mithin dem Zinsergebnis eng verbundene Kreditrisiko. Auch unter den Verfahren zur Quantifizierung von (in den Zins einzurechnenden) Risikoprämien empfehlen sich marktorientierte Ansätze. Die Ermittlung von Produktivitätsergebnissen (im Betriebsbereich) leidet gerade in Banken unter den Problemen von Gemeinkosten(schlüsselung) und Fixkosten(variabilisierung). Die sogenannte Prozessorientierte Standard-Einzelkosten-Rechnung (PSEK) bietet einen Ausweg aus dem bestehenden Dilemma. Abschließend sind auch die gewünschte Gewinnmarge des Instituts bzw. seine Eigenkapitalkosten bei der Ergebniskalkulation zu berücksichtigen. Hierfür kann in marktorientierter Vorgehensweise auf die Renditeerwartungen der Eigenkapitalgeber zurückgegriffen werden.

Andreas Horsch, Daniel Kaltofen

4. Eine moralische Ökonomie

Eine Moral für die Ökonomie kommt heute nicht an der Freiheitsphilosophie vorbei; und Kant hat dafür die Maßstäbe gesetzt. Freiheit ist für ihn mehr als ökonomische Freiheit, sein eigener Herr sein zu können und von niemandem gezwungen zu werden; Freiheit ist Selbstbestimmung durch eigene Vernunft, die sich in Politik und Wirtschaft bewähren muss. Für Sen ist Entwicklung mehr als ökonomische Entwicklung; sie gewinnt ihren Wert durch die qualitative Ausrichtung auf mehr Freiheits- und Lebenschancen der Menschen, letztlich durch die Idee der „substantive freedom“. Die wesentlichen Voraussetzungen der Vermittlung von abstrakt-allgemeiner Idee der Freiheit und geschichtlich-konkreten Freiheiten sind Transparenz und Teilhabe. Sie erweisen sich tragfähig auch in einer durch Digitalisierung gefährdeten Zeit – und auf allen Ebenen des Wirtschaftens, vom Handeln des Individuums, der Unternehmen bis zur Gestaltung einer Rahmenordnung.

Hans-Michael Ferdinand

23. Bewegung in der Bankenbranche: FinTechs als Disruptoren und Hoffnungsträger

Die Digitalisierung bewegt seit einigen Jahren die Bankenbranche. Während Banken ihre Prozesse automatisieren und vereinzelt digitale Angebote präsentieren, rückt ein neuer Wettbewerber in den Fokus: FinTechs. Die jungen und technologieaffinen Start-ups sind angetreten, die Branche zu revolutionieren und mischen selbige damit auf. Zunächst muss betrachtet werden, was unter einem FinTech zu verstehen ist, um darauf aufbauend ausgewählte Segmente und deutsche FinTechs vorzustellen. Basierend auf der Performance einzelner Segmente werden das disruptive Potenzial, aber auch die positiven Effekte der Aktivitäten von FinTechs beschrieben.

Stefan Mesch, Christiane Jonietz, Anja Peters

Kapitel 3. Service Engineering

Basierend auf der Darstellung der Notwendigkeit des Service Engineerings für den Erfolg von Dienstleistungen werden die Gestaltungsdimensionen des Service Engineerings in diesem Kapitel erläutert. Darauf aufbauend entwickelt das Kapitel systematisch und vergleichend die grundlegenden Vorgehensmodelle im Service Engineering und stellt deren Anwendungsmodalitäten dar. Auf die spezielle Rolle von Agilität in der Dienstleistungsentwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung, wird in diesem Kontext vertieft eingegangen.

Prof. Dr. Jan Marco Leimeister

5. FinTech-Geschäftsmodelle

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten von FinTech-Geschäftsmodellen. Zunächst analysieren wir die Kooperation der FinTechs mit den Banken. In einem zweiten Schritt wird der Einsatz von Big Data bei FinTechs untersucht. Insbesondere werden bereits bekannte Einsatzfelder und Anwendungen von Big Data bei FinTechs beschrieben und zukünftige Entwicklungen von Big-Data-Anwendungen analysiert. Schließlich werden rechtliche und ökonomische Einschränkungen von Big-Data-Anwendungen diskutiert. Anschließend folgt eine Analyse zur Nachhaltigkeit von FinTech-Geschäftsmodellen und zu jenen FinTechs, die sich auf die Bereitstellung oder Vermittlung von Fremdkapital und Kreditsubstituten spezialisiert haben.

Gregor Dorfleitner, Lars Hornuf

7. Eine Zusammenfassung in elf Thesen

Abschließend fassen wir die Ergebnisse des vorliegenden Buches in Form von elf Thesen zusammen. Diese Thesen basieren sowohl auf der Auswertung der Datenschutzerklärungen in Deutschland tätiger FinTechs als auch auf der Auswertung der Experteninterviews sowie den in den vorangegangenen Kapiteln geführten theoretischen und empirischen Argumentationen. Deshalb werden die Thesen an dieser Stelle nicht mehr ausführlich begründet, sondern lediglich kurz erläutert.

Gregor Dorfleitner, Lars Hornuf

Kapitel 2. Planung, Recht und Geschäftsmodell(re)design

In diesem Kapitel wird gezeigt, dass es sich lohnt, im Rahmen der Planung einer Unternehmung das angestrebte Geschäftsmodell und die dazu getroffenen Annahmen nicht nur anzudenken, sondern in jede Richtung abzuklopfen und auszuermitteln. Die folgenden Ausführungen und Beispiele sollen einen Eindruck von der Bandbreite möglicher Risiken und Richtungen vermitteln, an und in die dabei zu denken ist. Dazu werden nachstehend zunächst mögliche Folgen rechtlicher Non-Compliance abstrakt zusammengefasst vorangestellt. In den anschließenden Abschnitten werden diese Rechtsfolgen anhand von Beispielen näher erläutert. Dabei geht es noch nicht um das Rechtssystem als solches oder die Auslegung einzelner Vorschriften. Es geht auch noch nicht um die Vermittlung spezifischer Rechtskenntnisse oder Kompetenzen im Umgang mit dem Recht. Vielmehr ist Ziel dieses Kapitels, Gründer zunächst für das gesamte Spektrum möglicher Rechtsfolgen zu sensibilisieren, die ein Unternehmen treffen können, das die auf einem Markt geltenden Spielregeln verletzt.

Nicolai Schädel

Kapitel 6. Rechtliche Rahmenbedingungen für das Crowdfunding in Deutschland

Beim Einwerben von Kapital über digitale Plattformen kann es sich je nach konkreter Ausgestaltung um einen Vorgang handeln, für den unterschiedlichste rechtliche Anforderungen gelten können. Das nachfolgende Kapitel gibt daher einen Überblick über den rechtlichen Rahmen, kapitalmarktrechtliche Regelungen sowie aufsichts- und gewerberechtliche Regelungen.

Elmar Günther, Tobias Riethmüller

9. Digitalisierung der Anlageberatung am Beispiel der Zürcher Kantonalbank

Die Digitalisierung macht auch vor der Bankenbranche nicht halt: junge technologieorientierte Unternehmen bringen Konkurrenzangebote auf den Markt und neue Kundengenerationen fordern zunehmend digitale Angebote und Kommunikationswege. Die Digitalisierung bietet den traditionellen Banken aber auch die Chance, Prozesse und Angebote zu überarbeiten und attraktiver auszugestalten.Ein Beispiel, wie die Digitalisierung von Beratungsprozessen erfolgen kann, liefert die Zürcher Kantonalbank, die ihre Anlageberatung digitalisiert hat. Sie verzichtet dabei jedoch ausdrücklich nicht auf die persönliche Beratung. Vielmehr werden die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt, um die Attraktivität des Beratungserlebnisses zu steigern und den Beratungsprozess zu vereinheitlichen. Den Kundenberaterinnen und -beratern steht ein Tablet mit einem End-to-End-Prozess zur Verfügung. Eine weitere Neuerung ist die zentral geführte Portfoliooptimierungs- und -überwachungs-Engine, die während der Beratung in Echtzeit individuelle Anlagevorschläge ausgibt.

Johannes Höllerich, Robert Fehr

K

Kalkulation ist die Ermittlung der Preisuntergrenze eines Produkts (oder einer Dienstleistung).

Wolfram Klitzsch

Kapitel 16. Gute Beratung macht sich bezahlt

Vermögensanlage und Altersvorsorge sind Vertrauenssache, vor allem wenn man selbst über wenig Leidenschaft und nur rudimentäres Wissen verfügt und deshalb auf eine gute Beratung angewiesen ist. Einfach nur einen Aktienfonds anpreisen, ist noch keine Beratung. Worauf muss man achten, um die schwarzen Schafe von den seriösen Anbietern zu unterscheiden?

Constanze Hintze

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2019 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 6. Geld- und Vermögensanlage

Abgezinster Sparbrief: Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre Liquidität: Während der Laufzeit ist die Rückzahlung ausgeschlossen; Beleihungsmöglichkeit Zinsgutschrift und Anfall der Abgeltungssteuer am Ende der Laufzeit

Wolfgang Grundmann

Kapitel 2. Private Banking in Deutschland

Kap. 2 befasst sich mit dem Private Banking in Deutschland. Hierfür wird im ersten Schritt der Begriff definiert. Anschließend wird ein detaillierter Überblick über die Marktstruktur, die Wertschöpfungs- und Produktarchitektur sowie die relevante Organisationsstruktur und aktuelle Trends gegeben.

Patrick Pertl

Kapitel 3. Private Banking in Genossenschaftsbanken

Viele Jahre war das Geschäftsfeld Private Banking kein Kerngeschäftsfeld, das Genossenschaftsbanken bedient haben. Ein möglicher Indikator hierfür ist unter anderem der in diesem Bereich auch heute noch deutlich niedrigere Marktanteil, als im Privat- und Firmenkundengeschäft. Gerade Genossenschaftsbanken jedoch erfüllen mit ihrer Präsenz in der Fläche und der daraus resultierenden Kundennähe zwei der wichtigsten Herausforderungen, um auch das Geschäftsfeld des Private Banking erfolgreich ausfüllen zu können (vgl. Räth 2014, S. 217).

Patrick Pertl

Kapitel 6. Wirtschaftsstatistische Anwendungen

Die bisher behandelten grundlegenden statistischen Konzepte werden in diesem Kapitel in typischen Anwendungen nochmals aufgegriffen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Verfahren in nachfolgenden betriebs- und volkswirtschaftlichen Fächern weiter vertieft werden. Zunächst werden Beispiele für die Nutzung kumulierter Häufigkeiten bei volkswirtschaftlichen Verteilungsfragen bzw. bei Kunden-/Produktanalysen im Marketing oder Strukturanalysen im Rechnungswesen behandelt.

Irene Rößler, Albrecht Ungerer

Kapitel 1. Umwelt der Texte

Finanzanalysetexte entstehen in einer komplexen Umwelt, in der viele Akteure und Faktoren zusammenspielen und sich gegenseitig beeinflussen. So sind AnalystInnen Teil verschiedener Subsysteme innerhalb der Finanzbranche, die es im Überblick zu verstehen gilt, wenn man sich mit Finanzanalysetexten befassen will. Dieses Kapitel stellt deshalb scharf auf die Einflüsse, Kräfte und Spannungsfelder, denen FinanzanalystInnen als professionelle Schreibende ausgesetzt sind: die Schreibsituation der FinanzanalystInnen, die Besonderheiten der AktienanalystInnen und Research-Teams, die unterschiedlichen Bankentypen, die Financial Community und die Finanzwelt überhaupt.

Marlies Whitehouse

Kapitel 12. Die Finanzmärkte und die Mittelschichten

Der kollektive Buddenbrooks-Effekt

Der im Herbst 2008 geschriebene Beitrag analysiert die aktuelle Finanzmarktkrise vor dem Hintergrund langfristiger sozio-ökonomischer Strukturveränderungen der fortgeschrittenen Industriegesellschaften: Starkes, das reale Wirtschaftswachstum weit übertreffendes Wachstum der privaten Finanzvermögen, Aufstieg der privaten Investmentfonds als neuer, dominanter kollektiver Akteure an den Finanzmärkten, zugleich eine instabile, durch Krisen und tendenziell sinkende Wachstumsraten geprägte realwirtschaftliche Entwicklung. Der Beitrag untersucht die Zusammenhänge zwischen den genannten Phänomenen im Rahmen eines Mehrebenenmodells, das in der These eines „kollektiven Buddenbrooks-Effeks“ mündet: Als Folge der in der Nachkriegszeit zu beobachtenden strukturellen Aufwärtsmobilität in der Gesellschaft kommt es zu einem Ungleichgewicht an den Vermögensmärkten derart, dass einem starken Wachstum der anlagesuchenden Finanzvermögen eine sinkende Zahl unternehmerischer Schuldner gegenübersteht. Die Folge ist eine strukturelle Überliquidität an den Finanzmärkten bei gleichzeitigem Rückgang der realen wirtschaftlichen Dynamik.

Christoph Deutschmann

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten and Kreditarten

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen.Nachlasskonto: Konten und Depots eines Erblassers werden mit seinem Tod Nachlasskonten.Depotkonto: Depotkonten dienen der Verbuchung von Wertpapieren, die die Banken von ihren Kunden zur Verwahrung und Verwaltung übernehmen.Konto zugunsten Dritter: Bei einem Kontovertrag zugunsten eines Dritten wird vereinbart, dass die Forderungsrechte aus einem Konto bei Eintritt einer bestimmten Bedingung auf einen Dritten übergehen sollen, vgl. §§ 328 ff. BGB.Termingeldkonto: Auf diesem Konto werden Gelder als befristete Anlage verbucht, die vorübergehend nicht benötigt werden.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu! Wertpapiere 1 Bundesanleihen 2 öffentliche Pfandbriefe 3 Wandelanleihen 4 Optionsanleihen A Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt. B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind. C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind. D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt. E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe. F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt. G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein. H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Die Jungheinrich AG in Hamburg produziert Gabelstapler, die weltweit vertrieben werden. Die Jungheinrich AG schließt mit der M. Rustle Ltd. in Sao Paulo (Brasilien) den ausschnittsweise abgebildeten Kontrakt ab. Die Unternehmen unterhalten bereits seit einigen Jahren intensive Geschäftsbeziehungen. Sie haben schon mehrere Großprojekte zur gegenseitigen Zufriedenheit abgewickelt.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Rechnungswesen und Steuerung

Welche der nachstehenden Geschäftsfälle eines Kreditinstituts führen zu einer Veränderung der Bilanzsumme?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VI

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Rechnungswesen und Steuerung

In der Finanzbuchhaltung der Nordbank AG müssen unten stehende Geschäftsfälle grundbuchmäßig erfasst werden. Bilden Sie unter Verwendung der Konten in der Formelsammlung auf Seite 287 die entsprechenden Buchungssätze. Tragen Sie die Ziffern vor den jeweils zutreffenden Konten in die Kästchen ein.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 4. Mensch Marketing im Bangalore Modell

Nach der Entwicklung des Bangalore Modells das die theoretischen Konzepte von Design Thinking, Service-Dominant Logic und Digitalisierung ins Marketing konzeptionell zusammenfasste, wird in diesem Kapitel das konzeptionelle Modell des Mensch Marketing entwickelt. Das Mensch Marketing ermöglicht, die Zusammenhänge zwischen den Einflussfaktoren der Bangalore Models und dem Mensch Marketing aufzuzeigen und umzusetzen. Voraussetzung des Mensch Marketing ist das integrative Verständnis von H2H Mindset, H2H Prozess und H2H Management. Für alle drei Komponenten des Mensch Marketings werden zunächst die Einflüsse der ersten Modellebene konkretisiert und erläutert.Der H2H Mindset macht deutlich, dass sich Mensch Marketing nur umsetzen lässt, wenn die beteiligten Menschen einen Mindset haben, der dem postulierten nahekommt. Zunächst wird der Begriff Mindset definiert. Danach wird sichtbar, dass der H2H Mindset auf dem theoretisch vorherrschenden Marketing Mindset als kunden- bzw. marktorientierte Unternehmensphilosophie aufsetzt und diesen erweitert. Dabei wird auch auf den Unterschied eines Growth Mindset und eines Fixed Mindset eingegangen. Außerdem wird deutlich, dass wir von Mindset im Zusammenhang mit den beteiligten Individuen sprechen und von Corporate Mindset als Unternehmensphilosophie, die notwendig ist, damit sich Menschen mit H2H Mindset damit identifizieren können und ihren Mindset ausleben können. Die wesentlichen Eigenschaften des H2H Mindset und deren Konkretisierung schließen die Ausführungen zum H2H Mindset ab.Der H2H Prozess versteht sich als Weiterentwicklung des Marketing-Mix. Diese Entwicklung wird erstmals in der Literatur (sofern wir das beobachten konnten) kompakt auf der Basis der wesentlichen Entwicklungsstufen dargestellt. Der Marketing Mix wird nicht durch den H2H Prozess abgelöst, aber vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer digitalen Transformation weiterentwickelt. Es wird herausgearbeitet, dass Marketing wieder eine bedeutende Rolle bei der Innovation spielen sollte und dies nur möglich ist, wenn sich das Marketing selbst zum Mensch Marketing weiterentwickelt. Dabei steht die Co-Creation von Wertangeboten in Wertschöpfungsnetzen bestehend aus Produkten, Dienstleistungen sowie zutreffender Wertversprechen im Zentrum der Marketingaktivitäten. Mit diesem Prozess wird ein Wertangebot (weiter-)entwickelt, das den beteiligten Wertschöpfungspartnern eine zentrale Rolle zuweist. Der H2H Prozess führt durch die H2H Canvas, die iterativ und dynamisch ergänzt und weiterentwickelt werden kann. Die Ausführungen zum H2H Prozess schließen mit den Voraussetzungen, welche Unternehmen erfüllen sollten, bevor sie den H2H Prozess bei sich einführen.

Waldemar Pförtsch, Uwe Sponholz

Kapitel 5: Schadensersatzansprüche des Anlegers

Der Anleger sieht sich durch den Erwerb eines forderungsbesicherten Wertpapiers, wie im vorherigen Kapitel thematisiert, mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die einander beeinflussen und bedingen können und in ihrer Variationsbreite der Komplexität der konkreten Verbriefungstransaktion entsprechen. Eine eigenverantwortliche Anlageentscheidung des Anlegers ist nur möglich, soweit ihm diese Risiken bekannt sind. Delegiert er die Entscheidung an einen Dritten, wie etwa einen Vermögensverwalter, so ist auch hier das entsprechende Risikobewusstsein des Dritten unter Berücksichtigung der Interessenlage des Anlegers gefragt. Im Übrigen bestehen zivilrechtliche Aufklärungspflichten vor allem aus Auskunfts- oder Beratungsverträgen sowie im Zusammenhang mit Prospekten.

Wiebke Wesser

Preisgestaltung bei kooperativen Dienstleistungen

In diesem Beitrag werden Preissysteme für kooperative Dienstleistungen thematisiert. Dazu erfolgen zunächst eine Einordung der Preissysteme in die Gestaltung von Geschäftsmodellen und eine Analyse der Nutzungsprozesse von Kunden für die Generierung von Wert. Anschließend werden verschiedene Preissysteme systematisiert, wozu unterschiedliche Bezugsgrößen der Entgeltbestimmung differenziert werden. Abschließend werden die Implikationen innovativer Preissysteme für kooperative Dienstleistungen analysiert.

Thomas Robbert, Stefan Roth, Sophie Mentges

Bewertung von Sachanlagen

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Geld- und Vermögensanlage

Beim Erwerb einer Anleihe zahlt der Käufer neben dem Kurswert auch die aufgelaufenen Stückzinsen an den Veräußerer. Bei einem Erwerb muss der Käufer dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Beginn des Zinslaufs bis zum Kauf erstatten.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 5. Algorithmic Business – auf dem Weg zum selbstfahrenden Unternehmen

Die Effekte und Implikation von Algorithmik und AI betreffen die gesamte unternehmerische Wertschöpfungskette. Der „Business Layer“ des AI Business Frameworks (Abb. 5.1) hat gemäß des Schwerpunktes des Buches die „Customer Facing“-Prozesse und -Funktionen in den Vordergrund gestellt. In diesem Kapitel werden die Potenziale für die gesamte unternehmerische Wertschöpfung kurz skizziert. Es wird gezeigt, dass Künstliche Intelligenz in klassischen Unternehmensbereichen die Art zu arbeiten nachhaltig und radikal verändern wird: Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz können Unternehmen nicht nur Effizienz- und Produktivitätspotenziale ausschöpfen, sondern auch besser auf Kunden eingehen und damit einen Mehrwert schaffen. Zudem wird die Bedeutung der Ideen und Potenziale des sogenannten Conversational Commerce (Kap. 6 ) für die unternehmensinternen Funktionen und Prozesse aufgezeigt und erklärt (Conversational Office). Im Anschluss werden die Bereiche Marketing, Market Research und Controlling (als relevante Querschnittsfunktion) detaillierter beschrieben und erklärt. Darüber hinaus haben Algorithmik und AI auch das Potenzial, Geschäftsmodelle neu zu erfinden – auch diese Themen werden in diesem Kapitel behandelt. Abschließend wird untersucht, ob es Sinn macht, in Unternehmen die Position eines Chief Artificial Intelligence Officer zu installieren.

Peter Gentsch

Rechnungswesen und Steuerung

Das Gehaltsgirokonto des Kunden Burkard Kempf bei der Nordbank AG in Hamburg weist am 01. März ein Guthaben von 436,80 EUR aus.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

C. Bewertung und Ausblick

In den ersten beiden Teilen dieser Arbeit wurden die Grundlagen und Hintergründe von Beratungspflichten allgemein und konkret die Auslegung des § 6 VVG thematisiert. Die hierbei erlangten Erkenntnisse sollen für eine Bilanz (I.) und einen Ausblick auf zukünftige Regulierung, auch mit Blick auf die Forderungen nach aufsichtsrechtlicher Sanktionierung (II.), nach einer Angleichung der Beratungspflichten bei Finanzdienstleitungen (III.) und mit Blick auf die europäischen Harmonisierungstendenzen (IV.), genutzt werden.

Dr. Angela Regina Stöbener

B. Die Regelung in § 6 VVG

Nach Erörterung der Grundlagen von Beratungspflichten soll nun die Regelung des § 6 VVG im Detail analysiert werden. Dabei sollen zunächst einige wichtige übergreifende Gesichtspunkte erörtert werden (I.). Danach werden die vorvertraglichen Pflichten (II.) und die Pflichten während der Vertragslaufzeit (III.) erläutert. Ausführlich soll auch auf die Schadensersatzhaftung nach Abs. 5 im Fall der Beratungspflichtverletzung eingegangen werden (IV.). Im Anschluss daran sind die Bereiche zu betrachten, für die die Beratungspflichten nicht gelten, sei es, (1.) weil sie nicht im Anwendungsbereich der Norm liegen, (2.) weil sie unter eine Bereichsausnahme nach Abs. 6 fallen oder (3.) weil ein Verzicht erklärt worden ist (V.). Zuletzt wird das Verhältnis zu anderen Normen und Rechtsinstituten des Zivilrechts betrachtet (VI.).

Dr. Angela Regina Stöbener

A. Grundlagen: Der Regelungszweck von Beratungspflichten des Versicherers

Der erste Abschnitt soll zunächst einen Überblick über den Regelungszweck und die Regelungssystematik (I.) sowie den Regelungskontext der Beratungspflichten (II.) geben. Die Regelungsoptionen (III.) und die Wechselwirkungen zwischen Informations- und Beratungspflichten (IV.) werden betrachtet, um die konkrete Funktion der Beratungspflichten bei der anschließenden Normauslegung zugrunde zu legen.

Dr. Angela Regina Stöbener

4. Typologie des Versicherungsvertriebs

Für das Verständnis des vielschichtigen Versicherungsvertriebs ist es wichtig, Gliederungsmöglichkeiten zu kennen. Dafür bieten sich zunächst einmal rechtliche Vorgaben an, insbesondere des Handelsrechts. Aber seit der Umsetzung der EU-Vermittlerrichtlinie in deutsches Recht spielt zusätzlich die gewerberechtliche Gliederung eine besondere Rolle. Beide Gliederungsarten sind nur in Teilen deckungsgleich.

Matthias Beenken

12. Vermögensstrategie in der Ruhestandsplanung

Viele Menschen sehen dem Ruhestand optimistisch entgegen. Damit es in der Ruhestandsphase kein böses Erwachen gibt, kommt der überlegten Planung der Vermögensanlage in Abstimmung mit der persönlichen Einkommens- und Ausgabensituation große Bedeutung zu. Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über eine Auswahl möglicher Anlagestrategien und untersucht diese speziell im Hinblick auf deren Eignung und Funktion in der Ruhestandsphase.

Olaf Neuenfeldt

5. Beraterrecht in der Ruhestandsplanung

Die Dienstleistungen eines Ruhestandsplaners sind vielfältig und betreffen verschiedene Themenfelder. Einerseits handelt es sich um Aufgaben der Wirtschaftsberatung. Hierzu zählen u. a. die Erfassung der persönlichen und finanziellen Situation und Zielvorstellungen (ohne Produktbezug), Vermögens- und Haushaltsbilanzen etc. Darüber hinaus treten juristische Themen auf wie z. B. Erben, Schenken und rechtliche Vorsorge oder auch steuerliche Fragen. Nicht zu vergessen handelt es sich bei Ruhestandsplanern oft um Finanzberater, sodass eine Reihe von Finanzprodukten in den Kundengesprächen zur Sprache kommt. Es geht regelmäßig um Versicherungen, Kapitalanlagen, Darlehen, Immobilien, Finanzierungen usw., wobei der Ruhestandsplaner mit der Vermittlung und Beratung hierzu befasst sein kann. Ob dies der Fall ist und mit welchem Schwerpunkt, hängt wiederum vom Geschäftsfeld und den Spezialisierungen des Ruhestandsplaners ab.

Olaf Neuenfeldt

12. Vertriebspolitik als Marketing-Instrument des Versicherungsunternehmens

Die Eigenschaften des Versicherungsprodukts und das oftmals geringe Interesse der Privatkunden an Versicherungsfragen sind für die große Bedeutung des (personengebundenen) Vertriebs verantwortlich. Obwohl das grundlegende Bedürfnis nach Absicherung vorhanden ist, muss der konkrete Versicherungsbedarf im Einzelfall meist erst durch Vermittler geweckt werden. Deswegen gilt eine alte Weisheit: Versicherungen werden verkauft, selten gekauft. Hieraus resultiert auch die Bedeutung der Vertriebspolitik als Marketing-Instrument.

Thomas Köhne

14. Der Vertrieb — Wie kommt die Lebensversicherung zum Kunden?

Der Vertrieb war schon immer eine zentrale Funktion in Versicherungsunternehmen. Dienstleistungen sind ohnehin oft vertriebslastig, schon weil der Kunde sie zunächst nicht sehen oder erleben kann. Er muss sich damit beschäftigen oder sich beraten lassen, damit er den Wert einer solchen Leistung erkennen kann.

Robert Wolff

2. Kaufmannseigenschaft und Firma

Der Kaufmannsbegriff ist der zentrale Begriff des Handelsrechts, da anhand dieses Begriffs entschieden wird, ob das HGB Anwendung findet oder nicht. Das HGB kennt zum einen Kaufleute, die aufgrund der Art und des Umfangs ihres Handelsgewerbes automatisch Kaufmann im Sinne des HGB sind, und zum anderen Kaufleute, welche diesen Status erst durch die Eintragung ins Handelsregister erhalten.

Prof. Dr. Joachim Gruber

Kapitel 4. Strategisches Dienstleistungsmarketing

Die marktorientierteDienstleistungsmarketing strategisches Ausrichtung und Führung eines Dienstleistungsunternehmens lässt sich nur konsequent verwirklichen, wenn eine strategische Unternehmens- und Marketingplanung erarbeitet wird. Sie stellt für ein Unternehmen das Ergebnis detaillierter strategischer Analysen und Planungsprozesse dar. Im Rahmen dieses Kapitels werden die für Dienstleistungsunternehmen wichtigsten strategischen Analyse- und Planungskonzepte in Form der Stärken-Schwächen Stärken-Schwächen-Analyse - und Chancen-Risiken-Analyse Chancen-Risiken-Analyse (SWOT-Analyse), SWOT-Analyse Positionierungsanalyse, Lebenszyklusanalyse, Portfolioanalyse sowie Wertkettenanalyse vorgestellt. Legt ein Dienstleistungsunternehmen ihre zu verfolgende Strategie fest, so gilt es, diese durch vorab definierte Ziele zu erreichen. Hierfür ist zunächst eine Differenzierung unterschiedlicher Zielarten Dienstleistungsmarketing Ziele vorzunehmen und klar voneinander abzugrenzen. Darauf aufbauend folgt die Formulierung von operationalen Marketingzielen, die ein wesentlicher Bestandteil der konzeptionellen Planung darstellt. Es folgt eine genauere Betrachtung der unterschiedlichen Zielarten, die in diesem Kapitel in Form von unternehmensgerichtetenZiel unternehmensgerichtetes , kundengerichteten und mitarbeitergerichteten Zielen vorgestellt und diskutiert werden. Abschließend wird auf konkrete Strategien im Dienstleistungsbereich in Form von Geschäftsfeldstrategien, Geschäftsfeldstrategie Marktteilnehmerstrategien Marktteilnehmerstrategie sowie die Servicetransformation Servicetransformation als hybride Form der bereits genannten Strategien eingegangen. Abschließend werden verschiedene Marketinginstrumentestrategien erläutert.

Manfred Bruhn, Heribert Meffert, Karsten Hadwich

Kapitel 6. Operatives Dienstleistungsmarketing

Auf Grundlage der verfolgten Marketingstrategie sowie unter Einbeziehung von Ergebnissen der Marktforschung und der darauf aufbauenden Marktsegmentierung sind im Rahmen dieses Kapitels die Marketinginstrumente hinsichtlich ihres zielgerichteten Einsatzes zu bestimmen. Grundsätzlich wird eine Systematisierung der Marketinginstrumente in die vier Mixbereiche Leistungspolitik, Kommunikationspolitik, Distributionspolitik sowie Preispolitik in der allgemeinen Marketingliteratur vorgenommen. Diese vier sogenannten externen Instrumente des Dienstleistungsmarketing werden in dem vorliegenden Kapitel um ein internes Instrument des Dienstleistungsmarketing, die Personalpolitik, ergänzt. Dabei erfolgt die Betrachtung der Personalpolitik jedoch nicht im Sinne eines umfassenden Personalmanagements. Vielmehr wird ein Fokus auf jene personalbezogenen Aspekte gelegt, die bei der Erstellung von Dienstleistungen aus Marketingsicht zu berücksichtigen sind. Hierbei ist insbesondere auf das Interne Marketing zu verweisen, deren Bedeutung innerhalb eines Dienstleistungsunternehmens hervorzuheben ist. Im Verlauf dieses Kapitels zum operativen Dienstleistungsmarketing werden diese fünf benannten operativen Marketingmixinstrumente im Hinblick auf ihre Besonderheiten im Dienstleistungsbereich vorgestellt und erläutert sowie unterschiedliche Einzelmaßnahmen analysiert und kritisch diskutiert.

Manfred Bruhn, Heribert Meffert, Karsten Hadwich

Unternehmensleistung erfassen und dokumentieren

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kosten- und Erlösrechnung

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 3. Content Marketing bei Regionalbanken – Möglichkeiten und Grenzen

Content Marketing birgt für Regionalbanken großes Potenzial: Für sie eröffnet sich durch diese Marketingtechnik die Möglichkeit, einen Reason Why jenseits der Preisdiskussion herzustellen, ihre Werte – und damit ihr wohl stärkstes Differenzierungsmerkmal – besser zu vermitteln, ein jüngeres Publikum wirkungsvoller anzusprechen und Kunden besser an sich zu binden. Zudem können im Content Marketing Kaufentscheidungsprozesse (die sich sowohl bei den Privat- als auch bei den Firmenkunden immer stärker auf digitale Kanäle verlagern, auch wenn der Abschluss schlussendlich doch in der Filiale erfolgt) bereits frühzeitig durch hochwertige Inhalte beeinflusst und gewonnene Leads auf ihrer Customer Journey mit geeigneten Content-Formaten bis zum Kaufabschluss und darüber hinaus begleitet werden. Allerdings machen es der benötigte zeitliche Vorlauf und der hohe notwendige Professionalisierungsgrad im Marketing kleineren Regionalbanken schwer, das Potenzial des Content Marketings jenseits einzelner Maßnahmen (die freilich dennoch erfolgreich sein können) voll auszuschöpfen. Zudem stellen datenschutzrechtliche Aspekte und die begrenzte Eigenständigkeit der IT für das Content Marketing von Regionalbanken eine Begrenzung dar, wenn personenbezogene Daten erhoben und Lead-Management-Prozesse abgebildet werden sollen.

Stephan Reichhard

Kapitel 4. Glaubwürdigkeit und ihre Relevanz für Unternehmen

Dass Vertrauen und Glaubwürdigkeit sehr eng beieinander liegen, zeigt neben einem Blick in den Brockhaus, der auf eine enge Verbundenheit zwischen den beiden Begriffen Vertrauen und Glaube aus theologischer Sicht verweist, auch die etymologische Herkunft von Glaubwürdigkeit. Das Wort glauben geht dabei auf das althochdeutsche Wort gilouben zurück, welches dem Inhalt ‚vertraut machen‘ entspricht. Abgeleitet wird es vom Adjektiv galauba mit dem Bedeutungsinhalt ‚vertraut, Vertrauen erweckend‘.

Eva Ehmke

Kapitel 4. Dialogsysteme in der Praxis

Die natürlichsprachliche Mensch-Maschine-Interaktion wird bereits in verschiedenen Anwendungsfeldern eingesetzt. Wir unterscheiden dabei Sprachassistenzsysteme von Sprachdialogsystemen. Sie unterscheiden sich im Hinblick auf die Dialogkompetenz, aber auch auf die inhaltliche Tiefe und funktionale Breite. Im folgenden Kapitel wird der Versuch unternommen, Sprachdialogsysteme aufgrund ihrer wesentlichen Anwendungskontexte zu klassifizieren. Wir unterscheiden dabei sechs verschiedene Kategorien von Dialogrobotern, mit einem teils sehr unterschiedlichen Erscheinungsbild.

Armin Sieber

Kapitel 1. Einführung

Diese „Reise in die Finanzwelt“ gleicht einer Filmvorführung und lädt Sie mitunter zum Mitspielen ein. Sie sollen dabei einerseits die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte erfahren und mit den Geschäftsinteressen der Finanzindustrie umzugehen wissen, andererseits Ihre eigenen Präferenzen und Ihre „Finanzpersönlichkeit“ selbst kennen lernen. Entsprechende Instrumente und Konzepte aus dem Finanzwesen und aus der Finanzpsychologie stehen Ihnen zum Ausprobieren zur Verfügung. Die dabei erworbenen Selbsterkenntnisse und Finanzkenntnisse (u. a. auch aus Fallstudien) sollen Sie als Finanzverbraucher von einem unwissenden Finanzkunden unterscheiden und ggf. vor Schäden aus Kapitalmarktgeschäften bewahren. Denn Finanzökonomie und Finanzpsychologie gehören zusammen und bedingen sich gegenseitig, da Finanzentscheidungen im Besonderen von inhärenten Motivationskräften beeinflusst werden. Nicht zuletzt eigene empirische Studien konnten den simultanen Einfluss von Anreizen bzw. Selbstinteresse und Risikoneigung auf riskante Entscheidungen nachweisen.

Heribert Wienkamp

Kapitel 14. Finanzberatung

Bei einer guten Vorbereitung kann eine Finanzberatung für alle Beteiligten zu einer „Win-Win-Situation“ beitragen. Zugleich würden auch die neuen normativen Anforderungen einer Anlageberatung erfüllt. Bisher herrschte allerdings in den Finanzhäusern ein eher produkt- oder sachbezogener als ein personenbezogener Beratungsansatz, was insbesondere das Risikoprofiling und die Klassifizierung nach Risikogruppen betraf. Psychometrische Risikotests sind zur Erhebung der geforderten Risikobereitschaft eher noch die Ausnahme als die Regel. Gerade das Risiko ist etwas, was den meisten Menschen Angst macht, da es mit Unsicherheit und Verlustängsten behaftet ist. Erschwerend kommt hinzu, dass das Risiko im psychologischen Sinne verschiedene Formen annehmen kann, z. B. eine Risikoeinstellung zu etwas, Risikobereitschaft als Skala in einem Test, Sensationslust in Verbindung mit Nervenkitzel oder unangemessenes Verhalten. Vorgeschlagen wird, bei Klienten nach Risikoaversion, Risikofreude und Risikobewusstsein zu differenzieren, wobei es auch Mischformen gibt. Entscheidend ist, dass die Produktempfehlungen zum Risikoprofil des Finanzverbrauchers passen und seinen Zielen und Ambitionen gerecht werden.

Heribert Wienkamp

Lehren aus Lehman

Maßnahmen zur Reduktion von Komplexität nach 2008 in deutschen Wirtschafts- und Finanzredaktionen

Nach der Finanzkrise 2008 wurde Wirtschafts- und Finanzjournalisten vorgehalten, nicht rechtzeitig und ausreichend vor Fehlentwicklungen auf den Märkten gewarnt zu haben. Studien führen verschiedene Gründe für das vermeitliche Versagen an – unter anderem die Komplexität des Themas. Wie gehen Journalisten heute mit komplexen Finanzthemen um? In Leitfadeninterviews konstatieren die Befragten, dass sie seit 2008 insbesondere Informationen von Unternehmen und Kreditinstituten kritischer betrachten. Eine Reflexion auf organisatorischer Ebene fand allerdings nicht statt.

Barbara Brandstetter

Grundlagen

In diesem Grundlagenteil wollen wir zunächst ein einführendes Verständnis für die Rolle von Banken und anderen Institutionen auf Finanzmärkten wecken. Wir zeigen dazu in Kapitel A1, dass Kapitalgeber und -nehmer sich einer Fülle von Institutionen bedienen, die Kapitalangebot und -nachfrage zusammenführen und ausgleichen. In Kapitel A2 werden wir diesen Ausgleich der Vorstellungen als Transformationsleistung definieren und erläutern, welche Transformationsleistungen Finanzmärkte erfüllen. Nachdem wir wissen, welche Leistungen benötigt werden, zeigen wir in Kapitel A3, wie die Institution Bank diese Leistungen erbringt, und definieren damit die Bank als Institution. Im Anschluss daran gehen wir auf die Vor- und Nachteile eines Trennbankensystems gegenüber dem in Deutschland praktizierten Universalbankensystem ein. In Kapitel A4 präsentieren wir den Aufbau des deutschen Bankensystems und beleuchten mit der Europäischen Zentralbank und dem Eurosystem auch die staatlichen Institutionen, die heute das geldpolitische Rahmensystem bilden. Um dem internationalen Wettbewerb der Banken Rechnung zu tragen, betrachten wir abschließend in Kapitel A5 auch das US-amerikanische Bankensystem und stellen die wichtigsten supranationalen Banken, wie die Weltbank oder die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, vor.

Thomas Hartmann-Wendels, Andreas Pfingsten, Martin Weber

Grundlagen der Regulierung

Banken werden wie kaum eine andere Branche umfassend reguliert. Damit soll erreicht werden, dass Gläubiger vor Verlusten geschützt werden und die Stabilität des Finanzsystems gesichert wird. Die Hauptinstrumente zur Erreichung dieser Ziele sind Vorschriften über Eigenkapital und Liquidität, Offenlegungsvorschriften sowie Mindestanforderungen an das Risikomanagement. Im Anschluss an eine theoretische Grundlegung schließt sich im Kapitel F2 ein Überblick über die wichtigsten bankenaufsichtlichen Vorschriften an. Die Grundstruktur der risikobasierten Eigenkapitalanforderungen sowie der risikoinsensitiven Leverage Ratio im Rahmen der Capital Requirements Regulation (CRR) werden erläutert, ebenso wie der Supervisory Review and Evaluation Process (SREP), die Vorschriften zur Bankenabwicklung, die Regulierung von Wertpapierdienstleistungen (MIFIR und MIFID) und die Ausgestaltung der Einlagensicherung. Kapitel F3 gibt einen Überblick über den Aufbau und die Aufgaben der verschiedenen Institutionen, die mit der Bankenaufsicht befasst sind.

Thomas Hartmann-Wendels, Andreas Pfingsten, Martin Weber

Kapitel 12. Investmentfonds und Finanzmarktkrise

Die dramatische Verschärfung der US-Subprime-Krise zur globalen Finanzmarktkrise im Jahr 2008 hatte zu einer Neubewertung der verschiedenen Finanzmarktinstrumente geführt. Waren in den Jahren zuvor Worte wie Emittenten- und Kontrahentenrisiko aus dem Bewusstsein der meisten Anleger verbannt bzw. auf kleine, unbekannte Unternehmen reduziert worden, änderte sich dies in 2008 von Grund auf. Die vorher nur am Rande wahrgenommene Treuhandfunktion der Investmentgesellschaften gewann ebenso an Bedeutung wie die Konkurssicherheit dank Sondervermögenskonstruktion.

Wolfgang Raab

Kapitel 2. Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen, deren Geschäftsbereich darauf ausgerichtet ist, Fonds zu verwalten und im KAGB geregelte Dienstleistungen und Nebendienstleistungen im Zusammenhang mit dem Fondsgeschäft zu betreiben. Allgemeine Bankgeschäfte dürfen KVGs nicht oder nur ganz eingeschränkt betreiben. Da KVGs keine Einlagenkreditinstitute sind, dürfen sie im Gegensatz zu Banken und Sparkassen keine Kredite geben und keine Einlagen (z.B. auf Sparbücher) entgegennehmen oder für ihre Kunden das Girokonto führen.

Wolfgang Raab

5. Computer lernen sprechen

Auf dem Hintergrund wissensbasierter Systeme kann Turings berühmte Frage erneut aufgegriffen werden, die frühe KI‐Forscher bewegt hat: Können diese Systeme „denken“? Sind sie „intelligent“? Die Analyse zeigt, dass wissensbasierte Expertensysteme ebenso wie konventionelle Computerprogramme auf Algorithmen beruhen. Auch die Trennung von Wissensbasis und Problemlösungsstrategie ändert daran nichts, denn beide Komponenten eines Expertensystems müssen in algorithmischen Datenstrukturen repräsentiert werden, um schließlich auf einem Computer programmierbar zu werden.Das gilt auch für die Realisierung von natürlicher Sprache durch Computer. Als Beispiel sei an J. Weizenbaums Sprachprogramm ELIZA erinnert [1]. ELIZA soll als menschlichen Experten eine Psychiaterin simulieren, die sich mit einem Patienten unterhält. Es handelt sich um Regeln, wie bei bestimmten Satzmustern des Patienten mit bestimmten Satzmustern der „Psychiaterin“ zu reagieren ist. Allgemein geht es um die Erkennung bzw. Klassifizierung von Regeln in Bezug auf ihre Anwendbarkeit in Situationen. Im einfachsten Fall ist die Gleichheit zweier Symbolstrukturen zu bestimmen, wie sie in der Programmiersprache LISP für Symbollisten durch die Funktion EQUAL bestimmt wird (vgl. Abschn. 3.3). Eine Erweiterung liegt dann vor, wenn in den symbolischen Ausdrücken Terme und Variable aufgenommen werden, z. B. $$ \begin{aligned} &\text{(x B C)}\\ &\text{(A B y)} \end{aligned} $$ (x B C) (A B y)

Emeritus of Excellence Prof. em. Dr. Klaus Mainzer

16. Die Theorie des Gewinnvorbehalts als theoretische Grundlage für die Anlageberatung

1952 veröffentlichte Harry Markowitz einen bahnbrechenden Aufsatz, der das Wertpapiergeschäft nachhaltig prägen sollte. Seither haben die Ergebnisse der Finanzmarktforschung die Art und Weise, wie Wertpapieranlagen beurteilt und Anlageentscheidungen getroffen werden, fundamental verändert. Die moderne Portfoliotheorie kann daher als eine erfolgreiche ökonomische Theorie angesehen werden. Aber selbst solch ein ausgeklügeltes und komplexes Modell kann das Verhalten der Finanzmärkte nicht adäquat erfassen. Der Praxistest fällt daher – obwohl zigfach Grundlage in der Anlageberatung deutscher Banken – oft unbefriedigend aus: Die Portfoliotheorie bezieht ihre Reputation eher aus der mathematischen Formulierung als aus ihrer empirischen Validität. Die Verfasser dieses Beitrags schlagen die Theorie des Gewinnvorbehalts von Prof. Dr. H. Koch vor, ursprünglich entwickelt für die Unternehmenstheorie, und übertragen dieses Modell auf den Anlageberatungsprozess.

Marius Mönig, Prof. Dr. Karl-Heinz Prieß

1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2019“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

4. Vermögensaufbau mit Investmentfonds

Im „Magischen Viereck“ der Geldanlage in Kapitel 1 sind die Ziele und Kriterien Sicherheit, Rentabilität, Liquidierbarkeit und Steueroptimierung dargestellt worden.In der Erweiterung zum „Magischen Fünfeck“ wurde auch die Nachhaltige Geldanlage im Sinne von „Sustainable Finance“ mit aufgenommen. Diese genannten Ziele lassen sich durch eine Geldanlage in Investmentfonds in geeigneter Weise erreichen. Investmentfonds bieten die Möglichkeit sich mit einer gezielt getätigten Investition indirekt in eine Vielzahl von Anlagemöglichkeiten zu engagieren.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Temporarily free

8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Kapital steueroptimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

3. Langfristige Geldanlage: Aktien, Anleihen und weitere Anlagemöglichkeiten

In diesem Kapitel werden langfristige Kapitalanlagen vorgestellt, bei denen die Ermittlung des Risikos und die Dauer der Investition eine entscheidende Rolle spielen und diese in der Verzinsung widergespiegelt werden. Der Zins macht damit als Ausdruck des bewerteten Risikos und der Zeit Anlagemöglichkeiten vergleichbarer.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

9. Steuerstundungsmodelle und vorteilhafte Gestaltungen zur Senkung Ihrer Steuerschuld

In diesem Kapitel werden unter 9.1 steuersparende Kapitalanlagen in Form von sogenannten Steuerstundungsmodellen und Investments nach der Definition des § 15b in Verbindung mit § 52 Abs. 25 EStG dargestellt. Dabei werden beispielsweise Erwerbermodelle und geschlossene Fonds (neu: Alternative Investmentfonds), wie Schiffsfonds, besprochen. Unter Abschnitt 9.2 werden Steuersparmöglichkeiten im Zusammenhang mit Kindern dargestellt. Besonders empfehlen wir unseren Leserinnen und Lesern den Gastbeitrag in Abschnitt 9.3 „Renditesicherung durch Nachfolgeplanung bei Immobilien“.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Private Banking und Wealth Management – Ein Überblick über Marktsegmente und Leistungsangebote

In den letzten Jahren ist die Gruppe der vermögenden und sehr vermögenden Personen immer stärker in den Fokus der Finanzdienstleister gerückt. Die Zahl der Menschen, die zu den High Net Worth Individuals (HNWI) und den Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) mit einem liquiden Vermögen von mehr als 1 Mio. USD bzw. 30 Mio. USD zählen, ist weltweit stark gestiegen.

Martin Faust

Die Betreuungsstrategie für gehobene Privatkunden eines mittelständischen Finanzdienstleisters

Für den Begriff des gehobenen Privatkunden gibt es keine einheitliche Definition. I.d.R. versteht man darunter Privatpersonen, die über eine bestimmte Größenordnung nicht gebundenen Kapitals verfügen. Je nach Finanzinstitut variiert die Mindestgröße zwischen 100.000 EUR und 1 Mio. EUR. Diesen Kunden werden in erster Linie Dienstleistungen in Form von Anlageberatung und Vermögensverwaltung angeboten.

Franz-Josef Rosemeyer

Kunden, Kundenwünsche und Kundenorientierung im Private Banking

Der Kunde ist König, insbesondere im Private Banking. Der zentrale Punkt allen Denkens und Handelns eines von Erfolg gekrönten Weges ist damit der Kunde selbst. Seine Bedürfnisse stehen im Fokus der Akquisition und Betreuung, bilden den Maßstab der Anforderungen an die Kundenberater und sind die Leitschnur bei Entscheidungen zur Unternehmensausrichtung. Profunde Kenntnisse über die Wünsche und Erwartungen der Kunden, ihren finanziellen und persönlichen Hintergrund, die individuellen Lebensumstände und bestehende Lebensziele sind dabei ebenso wichtig wie kulturelle Aspekte und die Frage, auf welchem Niveau der Vermögensaggregation die Dienste eines Private-Banking-Anbieters gebraucht werden.

Heiko Schlag

Neue Ansätze für die Vertriebssteuerung im Wealth Management

Die schwarze Limousine stand bereits direkt am Haupteingang des Messegeländes. Der Chauffeur erkannte seine Kundin sofort, begrüßte sie mit einem nickenden Lächeln und hielt mit seinen weißen Handschuhen die Tür auf. Die Geschäftsfrau ließ sich erleichtert auf der cremefarbenen Ledersitzbank nieder. Auf die Empfehlung eines Freundes hat sie sich erstmals für den Fahrservice entschieden. Kein Warten in der Taxischlange, dafür individuelle Musikauswahl und Erfrischungsgetränke aus der Minibar.

Bernd Türk, Markus Hujara

Herausforderungen und Chancen im Private Banking – Regulatorische Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse im Wandel

Der Duden beschreibt „Krise“ als eine schwierige Situation, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt. Der Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers im Jahr 2008 wird als ein solcher Wendepunkt gesehen und steht als Synonym für „Finanzkrise“ – für eine Krise, die nahtlos in die Staatsschuldenkrise überging. Seither reiht sich ein Wendepunkt an den anderen: Krisengipfel, Rettungsaktionen, marktverändernde Aussagen. Zwar ist die Dauerkrise kein ausgesprochen europäisches Phänomen, jedoch liegt einer der Krisenherde zweifellos in Europa, und mittendrin die Menschen mit ihrem Verdienten und Ersparten.

Rolf Bögli, Anja Hochberg

Erfolgreiche Markenführung im Private Banking

Die Führung von Marken ist seit vielen Jahren ein Schlüsselthema der Unternehmensführung. Praxis und Wissenschaft sind sich auch im Bankensektor darüber einig, dass die Marke als wichtiger Werttreiber gilt. Dies konnte erneut in einer Anfang 2012 veröffentlichten Studie von PricewaterhouseCoopers belegt werden.

Archibald Graf von Keyserlingk, Britt Lüder, Florian Horstmann

Private Banking in Deutschland – Status quo, Entwicklungen und Perspektiven

Eine signifikante Präsenz im deutschen Private-Wealth-Banking-Markt wird für eine Vielzahl von Anbietern in diesem Marktsegment seit einigen Jahren immer bedeutsamer. Banken in diesem Marktsegment suchen nach neuen Ertragsquellen, um Alternativen zu sinkenden Erträgen in klassischen Geschäftsfeldern, wie z.B. im Retail-Geschäft bei Sparkassen und Volksbanken oder im Investment Banking bei Großbanken, zu erschließen. Zudem möchten sich die Banken den positiven Eigenkapitaleffekt aus diesem Geschäftsfeld im Hinblick auf die künftigen Anforderungen gemäß Basel III sichern.

Katrin Lumma, Wolfgang Knoke, Ilmhart-Wolfram Kühn

Neue Geschäftsmodelle und Wachstumsstrategien im Private Banking

Lange Zeit galt Private Banking als ein stilles, solides Geschäft mit überschaubaren Risiken. Die Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten haben dieses Bild in den vergangenen Jahren stark verändert. Die gravierenden Einschnitte am Kapitalmarkt – die Dotcom- Krise im Jahr 2000, die US-Immobilienkrise 2008 mit der daraus resultierenden weltweiten Finanzkrise sowie die Euro-Staatsschuldenkrise – haben dazu geführt, dass viele Privatbanken mit den komplexer werdenden Anforderungen an die Ertrags- und Risikosteuerung nicht mehr Schritt halten konnten.

Horst Schmidt

Private Banking in Europa

Nach wie vor sind wir Zeugen rasanter weltwirtschaftlicher Entwicklungen, unsicherer Finanz- und Kapitalmärkte, regulatorischer Veränderungen in den meisten Bereichen des Bankgeschäfts und erodierender Margen.

Peter Damisch

Angebot von geschlossenen Fonds im Private Banking und Wealth Management

Ein wichtiges Produkt, das speziell vermögenden Kunden seit mehreren Jahrzehnten im Rahmen des Private Banking und Wealth Management für ihre Geldanlagen angeboten wird, sind unternehmerische Beteiligungen, so genannte geschlossene Fonds. Das Bestandsvolumen des in Beteiligungsmodelle investierten Eigenkapitals betrug Ende 2012 mehr als 96 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung des von den Fonds aufgenommenen Fremdkapitals ergibt sich ein Investitionsvolumen von annähernd 200 Mrd. EUR.

Martin Faust

Damit Werte Werte schaffen, braucht es mehr als nur eine Geschichte

Anfang 2008, noch vor dem spürbaren Ausbruch der Finanzmarktkrise, entwickelten Thomas Ritterbusch und Kerstin Borchardt eine Geschäftsidee, die sie rückblickend auf das 5-jährige Bestehen mit Stolz erfüllt. Die Frage, die sie immer wieder bewegte, war.

Thomas Ritterbusch, Kerstin Borchardt, Sven Mertens, Martin Schönborn, Sevilay Kasim, Bastian Bosse, Timo Wesemann

Kriterien bei der Auswahl von Vermögensverwaltungen

In Abwandlung Milton Friedman’s berühmter Sentenz: „Vermögensverwaltung ist immer und überall ein Vertrauensbeweis.“ Wieso ist dies so und wieso muss dieser Feststellung so viel Bedeutung beigemessen werden?

Matthias Bohn

Interessenskonflikte

Das ist eine der entscheidenden Überlegungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Vermögen. Ein Privatkunde, der sein Vermögen nicht selbst verwalten will, delegiert diese Aufgabe an eine Bank oder einen externen Vermögensverwalter. Entscheidet er sich für eine Bank, begibt er sich in ein Vertragsverhältnis, bei dem sowohl Abwicklung als auch Disposition seiner Vermögenswerte in einer Hand liegen.

Marco Böhm

Hedgefonds in der Vermögensverwaltung

Alternative Anlagen im Allgemeinen wie auch Hedgefonds im Speziellen haben heutzutage in sehr vielen Vermögensverwaltungen Einzug gehalten. Dabei kann der Vermögensverwalter selbst, die mit dem Kunden bestimmte Anlagestrategie oder der gezielte Kundenwunsch den Ausschlag dazu gegeben haben. Die Entwicklung in den letzten 20 Jahren zeigt, dass die durch Hedgefondsmanager verwalteten Vermögen eindrücklich gewachsen sind.

Bernhard Schmitt

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Im sechsten Kapitel soll zunächst eine Zusammenfassung der Kernergebnisse der Arbeit, basierend auf den Forschungsfragen, gegeben werden. Darüber hinaus werden Ansätze und Ideen für die zukünftige Forschung im Feld der automatisierten Geldanlage mit Investment Management FinTechs gegeben. Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die mögliche Zukunft der untersuchten automatisierten Geldanlage.

Julian Gulden

Kapitel 3. Stand der Forschung und theoretische Bezugspunkte

Im dritten Kapitel wird der aktuelle Forschungsstand aufgezeigt. Damit werden die Forschungslücke und der eigene Forschungsbeitrag begründet und ausgeführt. Dar-über hinaus werden Anhaltspunkte aus der bestehenden Konsumentenforschung zu Finanzdienstleistungen, Anbieterwahl und Online-Finanzdienstleistungen untersucht und auf den gegebenen Untersuchungskontext angewendet. Zum anderen werden theoretische Ansatzpunkte beschrieben.

Julian Gulden

Kapitel 4. Konzeption des Wirkungsmodells

Im vierten Kapitel steht die Konzeption des Wirkungsmodells zur Akzeptanz von Investment Management FinTechs im Vordergrund. Dies schließt auch die Vorbereitung der empirischen Untersuchung mit ein. Zunächst wird ein Überblick der Vorgehensweise über die gesamthafte empirische Untersuchung gegeben.

Julian Gulden

Kapitel 1. Einleitung

Das Geldvermögen der Deutschen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Bei Betrachtung der letzten fünf Jahre konnten die deutschen privaten Haushalte ihr Geldvermögen um 17% auf 5,5 Billionen Euro zum Jahresende 2016 steigern. Zudem hat sich die Sparquote im letzten Jahr leicht auf 9,8% erhöht. Abbildung 1 zeigt aber deutlich, dass viele Anleger nicht am Aktienmarkt oder in Investmentfonds investieren, sondern sogenannte sichere Anlagen wie Bargeld, Einlagen und Versicherungen bevorzugen.

Julian Gulden

Kapitel 2. Grundlagen

Der Finanzsektor im Ganzen und auch die Geldanlage durch Anlageberatung und Vermögensverwaltung stecken inmitten eines tiefgreifenden Wandels. In diesem Kapitel sollen die Grundlagen und das Verständnis für das Aufkommen der neuen Investment Management FinTechs geschaffen werden. Hierzu zählen die Klärung von Begriffen und Inhalten, um ein konsensfähiges Verständnis für das behandelte Themenfeld zu finden.

Julian Gulden

Geld- und Vermögensanlage

Beim Erwerb einer Anleihe zahlt der Käufer neben dem Kurswert auch die aufgelaufenen Stückzinsen an den Veräußerer. Bei einem Erwerb muss der Käufer dem Verkäufer die anteiligen Stückzinsen vom Beginn des Zinslaufs bis zum Kauf erstatten.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bewertung von Sachanlagen

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 8. Wertpapierhandel, Depotgeschäft und Wertpapierabwicklung

Nach der erfolgreichen Begebung eines Wertpapieres (Emissionsgeschäft) – einer Aktie oder einer Anleihe – erfolgt der Handel mit dem (emittierten und handelbaren) Wertpapier unter den verschiedenen Marktteilnehmern, seien es Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften oder auch private Investoren. Sie alle wollen investieren, d.h. ein Wertpapier erwerben, um es später wieder mit Ertrag verkaufen zu können – ein typisches Handelsgeschäft, bei dem jedoch oftmals nicht an das Risiko und einen allfälligen Verlust gedacht wird. Dieser Markt wird, wie schon erwähnt, Sekundärmarkt genannt, im Unterschied zum Primärmarkt, der den Erwerb aus der Emission umfasst.

Doris Wohlschlägl-Aschberger

Mehr Aktionäre braucht das Land

Das Potenzial von Aktien wird in Deutschland noch lange nicht ausgeschöpft. Es gibt immer noch zu wenige Aktionäre, und Aktien bzw. Aktienfonds spielen im Geldvermögen der Deutschen bislang eine untergeordnete Rolle. Dabei zeigen Berechnungen, dass Aktien in der langen Frist eine attraktive Rendite erzielen. Daher eignet sich die Aktienanlage für die Absicherung des Lebensstandards im Alter, die bei nachlassender Leistungsfähigkeit des gesetzlichen Umlageverfahrens immer wichtiger wird. Ferner ist die feste Verankerung der Aktienanlage ein wichtiger Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit, wenn auch einkommensschwächere Bevölkerungsschichten von den langfristigen Erträgen profitieren. Angemessene Rahmenbedingungen sind daher notwendig, damit die Aktienanlage in Deutschland ihr Potenzial voll entfalten kann. Ansatzpunkte sind der steuerliche Rahmen, eine Mindestaktienquote in der staatlich geförderten Altersvorsorge, die Förderung der Mitarbeiteraktie und eine Entbürokratisierung der Anlageberatung in den Kreditinstituten, um die Aktienberatung zu erleichtern.

Dr. Norbert Kuhn

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten, Kreditarten, Aktuelle Eurobeträge, Freigrenzen und Freibeträge

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen. Zu A: Zahlungen erfolgen offline, ohne Eingabe der PIN und ohne Unterschrift. Die Anzahlungsgarantie ist eine Bankgarantie, die den Käufer (Garantienehmer) für den Fall schützen soll, dass der Verkäufer oder Unternehmer (Garantieauftraggeber) nicht liefert oder leistet und auch eine erhaltene Anzahlung nicht zurückerstattet. Eine vorzeitige Verfügung führt grundsätzlich zu einem Verlust der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbau-Prämie. Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein. B: Die Produktionsanlage wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Grundstücks nach der Montage und haftet somit dem Grundschuldgläubiger. Ermittlung des Ertragswertes für Renditeobjekte

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Geld- und Vermögensanlage

Ordnen Sie folgende Aussagen den genannten Wertpapierarten zu!Wertpapiere1 Bundesanleihen2 öffentliche Pfandbriefe3 Wandelanleihen4 OptionsanleihenA Die Wertpapiere werden an der Börse als „volle“ und als „leere“ Stücke gehandelt.B Das Forderungsrecht ist durch Deckungswerte gesichert, die in das für die jeweilige Gattung geführte Deckungsregister eingetragen sind.C Es handelt sich um Gläubigereffekten, die vom Bund emittiert und mit einer festen oder auch variablen Verzinsung mit einer Laufzeit von ca. 10 bis 30 Jahren ausgestattet sind.D Das Forderungsrecht wird durch die Ausübung des Bezugsrechts nicht berührt.E Wenn der Obligationär vom Umtauschrecht Gebrauch macht, erlischt der Anspruch auf Rückzahlung des Nominalbetrages der Anleihe.F In den Anleihebedingungen sind Bezugsverhältnis und Bezugskurs geregelt.G Der jeweilige Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Wertpapiere einer Gattung muss in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Werte von mindestens gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein.H Der Inhaber dieser Wertpapiere kann sein Forderungsrecht in ein Teilhaberrecht umtauschen.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

§ 7 Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis

Die Verjährung beginnt gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger Kenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen müssen. Folglich sind die Begriffe der Kenntnis und der grob fahrlässigen Unkenntnis neben dem Zeitpunkt der Anspruchsentstehung von zentraler Bedeutung für den Verjährungsbeginn.

Benjamin Goehl

§ 9 Der Beginn der regelmäßigen Verjährung von Arzthaftungsansprüchen

Von hervorragender Bedeutung für den Lauf der Verjährungsfristen ist zunächst der Zeitpunkt des Verjährungsbeginns. Hinsichtlich der dafür erforderlichen Kenntnis oder grob fahrlässigen Unkenntnis des Gläubigers können sich je nach Art des ärztlichen Fehlverhaltens Unterschiede ergeben, sodass im Rahmen der folgenden Untersuchungen eine Differenzierung angezeigt ist.

Benjamin Goehl

Kapitel 8. Künstliche Intelligenz im Jahr 2018 – Aktueller Stand von branchenübergreifenden KI-Lösungen: Was ist möglich? Was nicht? Beispiele und Empfehlungen

Die Fortschritte in der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz bewirken, dass diese jetzt – d. h. im Jahr 2018 – für viele Unternehmen handlungsrelevant wird. Für einige Unternehmen wird Künstliche Intelligenz dabei sogar eine Kernkompetenz. Dies bedeutet jedoch, dass sich Unternehmen mit den Ängsten vor Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen. In diesem Buchbeitrag wird deshalb dargestellt, welche Potenziale von Künstlicher Intelligenz im Umgang mit Wissen, in der Unterstützung von Entscheidungen, in der Verbesserung von Services und in der Effizienzsteigerung besitzt und wie mit den Ängsten im Umfeld von Künstlicher Intelligenz am besten umgegangen wird.

Wolfgang Hildesheim, Dirk Michelsen

Kapitel 3. Selbstbeschreibungen ethischer Geldinstitute

Zur besseren Einschätzung der Lage ethischer Banken in Deutschland sowie der ersten Identifikation möglicher Problemlagen, Konflikte und interessanter Konstellationen sollen im Folgenden die GLS Bank, die Triodos Bank, die UmweltBank, die EthikBank, die Bank im Bistum Essen und als streng konfessionell ausgerichtete Bank die Steyler Bank vorgestellt und im Anschluss vergleichend analysiert werden.

Sarah Lenz

Kapitel 5. Der Forschungsprozess: Erhebung und Auswertung

In Anlehnung an die Prämissen zur Durchführung eines Experteninterviews wurde ein teilstrukturierter Interviewleitfaden verwendet (vgl. Meuser und Nagel 1991, Kaiser 2014; Bogner et al. 2009). Der Vorteil des Experteninterviews besteht darin, dass Narrationen über biografische Ereignisse, subjektive Deutungen und das von allen geteilte „Betriebswissen“ evoziert werden können. Die Befragten werden so zu „Repräsentant_innen einer Organisation oder Institution“ (Nohl 2006, S. 21; Meuser und Nagel 1991, S. 74).

Sarah Lenz

Kapitel 7. Die Rechtfertigungsordnung ethischer Banken

Symbolische Grenzziehungen und kollektive Identifikation

Der Gegenstand der vorangegangenen Anaöyse waren die sozialen und berufsbiografischen Bedingungen und Ereignisse, die einen Wechsel vom konventionellen Bankenwesen in ein ethisches Geldinstitut legitimieren. Dabei wurden variierende moments critiques als Momente kritischer Distanzierung rekonstruiert, die diesen Wechsel subjektiv plausibilisieren und auf unterschiedliche Formen von Kritik am konventionellen Bankenwesen verweisen. Das folgende Kapitel zielt auf die Rekonstruktion beruflicher Selbstverständnisse und auf eine Annäherung an die kollektiv geteilten Rechtfertigungen oder – globaler betrachtet – an die Rechtfertigungsordnung ethischer Banken.

Sarah Lenz

Kapitel 1. Einleitung

Heute, morgen und übermorgen sind geprägt von Digitalisierung, Veränderung, Disruption und sich immer mehr beschleunigenden Prozessen und Entwicklungen. Dabei bleibt keine Branche ausgeschlossen. Neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle entstehen und stellen die etablierten infrage. Das erhöht den Innovationsdruck, aber ebenso den Bewertungs- und Entscheidungsdruck für Unternehmen, Unternehmensgründer, Finanzierer und Investoren. Die klassischen Methoden dazu geraten dabei an ihre Grenzen – weil sie aus Zeiten und Umwelten stammen, die noch nicht oder nur teilweise von digitalem Wandel betroffen waren. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wichtigsten Technologien, Trends und Treiber und die globale Wettbewerbsperspektive vor diesen Hintergründen.

Andreas Moring, Sonja Deurloo

Kapitel 5. Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlage and Kreditgeschäft

Grundsatz der Kontenwahrheit nach § 154 AO, um Steuerhinterziehungen zu verhindern.Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre.Die Verpfändung macht die Übergabe der Sache zur Bedingung (Faustpfandprinzip). Die Finnberg könnte den Firmenwagen dann nicht nutzen (vgl. § 1205 BGB). Für die Nordbank AG würden bei einer Verpfändung zusätzlich Verwahrungsprobleme anfallen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 2. Geld- und Vermögensanlage

Die 47-jährige Privatkundin der Isarbank AG Birgit Knop (ledig) hatte im Jahr 2018 vom Nachlassgericht in München die nachstehenden Vermögenswerte zugesprochen bekommen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 7. Start-up-Phase

Die Start-up-Phase beginnt mit der Markteinführung des Produktes bzw. der angebotenen Dienstleistungen (product launch) und ggf. ersten Absatzerfolgen. Dieses Stadium des Unternehmens ist durch hohe Anlaufkosten, schwache Umsatzerlöse und die Erwirtschaftung geringer oder überhaupt keiner Gewinne geprägt.

Christopher Hahn, Daniel Naumann

Rechnungswesen und Steuerung

Welche der nachstehenden Geschäftsfälle eines Kreditinstituts führen zu einer Veränderung der Bilanzsumme?

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz VI

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz II

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz III

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Rechnungswesen und Steuerung

In der Finanzbuchhaltung der Nordbank AG müssen unten stehende Geschäftsfälle grundbuchmäßig erfasst werden. Bilden Sie unter Verwendung der Konten in der Formelsammlung auf Seite 279 die entsprechenden Buchungssätze. Tragen Sie die Ziffern vor den jeweils zutreffenden Konten in die Kästchen ein.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Sie sind Kundenberater/in bei der Nordbank AG in Hamburg und haben mit Sonja Peters und Martin Wirth einen Beratungstermin vereinbart. Herr Martin Wirth beantragt die Eröffnung eines Girokontos. Im Beratungsgespräch erhalten Sie folgende Informationen: Herr Wirth (33 Jahre) arbeitet für ein halbes Jahr als Monteur im Ausland.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 20. Beratung durch Anbieter: im Interesse der Kunden?

AntwortAnbieter von Radio Eriwan könnte lauten: „Im Prinzip ja, wenn der Berater ein Idealist ist.“

Heinz Benölken, Nils Bröhl

Kapitel 22. Bewegung in der Bankenbranche: FinTechs als Disruptoren und Hoffnungsträger

Die Digitalisierung bewegt seit einigen Jahren die Bankenbranche. Während Banken ihre Prozesse automatisieren und vereinzelt digitale Angebote präsentieren, rückt ein neuer Wettbewerber in den Fokus: FinTechs. Die jungen und technologieaffinen Start-ups sind angetreten, die Branche zu revolutionieren und mischen selbige damit auf. Zunächst muss betrachtet werden, was unter einem FinTech zu verstehen ist, um darauf aufbauend ausgewählte Segmente und deutsche FinTechs vorzustellen. Aufbauend auf der Performance einzelner Segmente werden das disruptive Potenzial, aber auch die positiven Effekte der Aktivitäten von FinTechs beschrieben.

Stefan Mesch, Christiane Jonietz, Anja Peters

Kapitel 7. Orientierung geben

Mit Humble Inquiry können die Motive und Belohnungen der Kunden erforscht und gleichzeitig Wertschätzung gegeben werden. Dies ist aber nur dann wirklich erfolgreich, wenn sich Mitarbeiter und Führungskräfte der Tatsache bewusst sind, dass ihre Wahrnehmung oft verzerrt ist und nur einen Teil der Wirklichkeit des Kunden abbildet. Kundenorientierte Leistungen können nicht erbracht werden, wenn die Situation in der sich der Kunde befindet, und das, was in dieser Situation angebracht wäre, falsch interpretiert und bewertet wird. Dann ist jeder Unternehmenserfolg nur noch das Ergebnis eines Zufalls. Wertschätzende Fragen motivieren den Kunden über positive Erfahrungen und positiv artikulierte Erwartungen zu erzählen. Beobachtungen von Handlungen und Erlebnissen können wichtige Hinweise darauf geben, wie Kunden die Unternehmenswelt tatsächlich wahrnehmen. Auch durch aktive Teilnahme können Kundenerfahrungen sichtbar gemacht werden.Heute wissen wir: Die ersten Millisekunden des Kundenkontakts sind entscheidend, ob das Unternehmen als kundenorientiert wahrgenommen wird, oder eben nicht. Erst jetzt kommt die Beratung. Dabei bewegen sich viele Verkäufer nur an der Oberfläche. Der Verkauf muss sich an den Motiven der Kunden orientieren und nicht am Produkt. Hohe Fachkompetenz bedeutet deshalb sich an dem Ziel und der präferierten Richtung des Kunden zu orientieren. Durch gezieltes Nudging können Kunden bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden. Kundenorientierung bedeutet auch, sich um das innere Zeitgefühl des Kunden zu kümmern. Die Unternehmen müssen bereit sein, die Zeiten so zu gestalten, dass diese keine Unsicherheit und fehlende Autonomie bewirken. Kunden die Möglichkeit zu geben, weitestgehend über ihre eigene Zeit zu bestimmen, ist damit eine Verpflichtung echter Kundenorientierung.

Christian Gündling

§ 8 Ermittlung des Einkommens

(1) Was als Einkommen gilt und wie das Einkommen zu ermitteln ist, bestimmt sich nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und dieses Gesetzes. Bei Betrieben gewerblicher Art im Sinne des § 4 sind die Absicht, Gewinn zu erzielen, und die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr nicht erforderlich. Bei den inländischen öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten beträgt das Einkommen aus dem Geschäft der Veranstaltung von Werbesendungen 16 Prozent der Entgelte (§ 10 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes) aus Werbesendungen.

Oliver Fehrenbacher, Arne Schnitger, Caroline Lebhart, Ralf Kohlhepp, Thomas Schänzle, Oliver Mattern, Christoph Bildstein, Marion Gohr

Rechnungswesen und Steuerung

Das Gehaltsgirokonto des Kunden Burkard Kempf bei der Nordbank AG in Hamburg weist am 01. März ein Guthaben von 436,80 EUR aus.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

10. Industrieausblick

Wie sagte angeblich schon Mark Twain: „Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Es klingt einfältig, doch sind nur Informationen aus der Vergangenheit bekannt. Die einfachste Hypothese über die Zukunft ist das Martingal: Gegeben der Zustand heute, erwarten wir, dass morgen wiederum dieser Zustand vorherrscht. Dass die Erwartung nicht immer zutrifft, ersieht man an der Tatsache, dass sich seit der Steinzeit doch einiges geändert hat. Kurzfristig ist es dennoch eine valable Annahme, vor allem in einer stabilen und wenig volatilen Umwelt. Neben der Stabilität gibt es aber auch den Modus der Sprünge, also Diskontinuitäten, Krisen, Paradigmenwechsel etc. Diese überlagern den anderen Modus der langsamen und stetigen Entwicklung. Die für die Investmentbanken relevanten stetigen Veränderungen betreffen gesellschaftliche und technologische Fortschritte. Technologien allerdings können plötzlich einen Reifegrad erlangen, der ihren Durchbruch bedeutet. Von den historischen Krisen haben wir bereits am Anfang des Buches gesprochen. Die letzte Krise oder Krisen gehen auf das Jahr 2008 zurück, angefangen mit der Subprimekrise, die dann zur Finanzkrise der Währungen und Staaten geführt hat. An den Leitlinien der veränderten Umwelt wollen wir den Ausblick festmachen.

Claudio Franzetti

1. Wesen der Investmentbank

Will man die Geschichte des Investmentbankings aufzeigen, so kommt man nicht umhin, das Investmentbanking vorher zu beschreiben. Anderseits ist das Wesen dieses Bankgeschäfts ja gerade von der Zeit und vom historischen Kontext abhängig. Eine Investmentbank des 19. Jahrhunderts weist nur noch geringe Gemeinsamkeit mit den heutigen Instituten auf. Dennoch gibt es einen Kern, der sich wenig geändert hat und der in den meisten heutigen Banken noch vorhanden ist. Das Wort „Investment banker“ haben wir schon in einem Branchenbuch aus Philadelphia von 1824 gefunden. Daraus folgt, dass dieser Begriff zu dieser Zeit schon geläufig war und deshalb schon einiges früher in den Gebrauch gekommen sein muss. In Großbritannien sind etwa zur gleichen Zeit schon zwei Banken bekannt, die diese Wortkombination in ihrem Namen führen. Das Verhältnis zwischen Investmentbank und Investmentbanking muss zudem geklärt werden. Denn dabei wird sich zeigen, dass Investmentbanking nur einen kleinen Teil, wenn überhaupt, der Tätigkeit einer Investmentbank ausmacht. Wir beginnen also mit der allgemeinen Beschreibung der Bank, wobei wir uns von der Praxis leiten lassen und weniger akademische Theorien beschreiben wollen.

Claudio Franzetti

Kapitel 2 Ausschreibungspflichtige Vorgänge

Der Anwendungsbereich der Richtlinien zum öffentlichen Auftragswesen und damit auch des diese umsetzenden nationalen Vergaberechts erfasst grundsätzlich jede vertragliche Einkaufstätigkeit der öffentlichen Hand. Reine Verkaufstätigkeiten des Staates werden demgegenüber grundsätzlich nicht erfasst.

Walter Frenz

Kapitel 2. Steuern in der Anlageberatung

Der Mitarbeiter in der AnlageberatungMitarbeiterin der Anlageberatung muss die allgemeinen steuerlichen AuswirkungenAuswirkung, steuerliche für Kunden im Zusammenhang mit den Geschäften (zum Beispiel Kaufempfehlung für eine bestimmte ausländische Aktie) im Beratungsgespräch erläutern, da die steuerlichen Aspekte sowohl die Rentabilität, die Liquidität als auch die Risikostruktur einer Anlageform entscheidend beeinflussen.

Hans Nickel

Kapitel 1. Aktuelle Situation des Bankensektors und die Auswirkungen auf die Anlageberatung

Die Kreditinstitute am Finanzplatz Deutschland sehen sich derzeit außergewöhnlichen Herausforderungen gegenüber. Die historisch niedrigen Zinsen, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, der demografische Wandel oder die zunehmenden regulatorischen Anforderungen (zum Beispiel Zweites Finanzmarktnovellierungsgesetz, PRIIPs-Verordnung) setzen die Banken und Sparkassen ebenso unter Druck wie die anhaltenden Programme zur Kostensenkung. In den bisherigen Marktsegmenten wie beispielsweise der Anlageberatung wird weniger verdient.

Hans Nickel

Kapitel 5. Zusammenfassende Ergebnisse und Denkanstöße für die Anlageberatungspraxis

Die Ausführungen zur Anlageberatung am Finanzplatz Deutschland haben gezeigt, vor welchen neuen Herausforderungen die Kreditinstitute im Allgemeinen und die Mitarbeiter in der Anlageberatung im Besonderen stehen. Die Banken und Sparkassen sind im Rahmen der Anlageberatung gefordert, sich eindeutig auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und die sich durch die weiter zunehmende Regulierung ergebenden Chancen zu nutzen.

Hans Nickel

Kapitel 3. Recht in der Anlageberatung

Die Anlageberatung am Finanzplatz Deutschland befindet sich in einem sichtbaren Umbruch. Vor allem hierzulande stehen erhebliche Vermögensumschichtungen auf die Erbengeneration an und eröffnen den Mitarbeitern in der Anlageberatung lukrative Beratungs- und Betreuungsfelder. Der Ausbau der privaten Altersvorsorge, der Trend zum Einsatz neuartiger Finanz- und Fondsprodukte und nicht zuletzt die vielen rechtlichen einzuhaltenden Bestimmungen in Kapitalmarktgesetzen (zum Beispiel WpHG, KAGB) fordern die Berater im AnlageberatungsgeschäftAnlageberatungsgeschäft wesentlich stärker als früher heraus.

Hans Nickel

Kapitel 4. Perspektiven und Trends in der Anlageberatung

ObTrendsvon morgenanhaltendeThemen der Zukunft Niedrigzinsen, die zunehmende Digitalisierung der Geschäftsprozesse, der weiter voranschreitende demografische Wandel oder die zunehmende Mobilität der vermögenden Privatkunden – Kreditinstitute und damit auch die Anlageberatung stehen vor enormen Herausforderungen. Gleichzeitig erhöhen sich die Kosten. Grund dafür sind vor allem die steigenden regulatorischen Kosten, aber auch verkrustete Strukturen und vor allem Überkapazitäten in der kreditwirtschaftlichen Branche.

Hans Nickel

Kapitel 7. Glossar zur Anlageberatung

Das „Glossar zur Anlageberatung“ gibt einen Überblick über zentrale Begriffe auf dem umfangreichen Gebiet der Anlageberatung. Wichtige Sachverhalte werden knapp und präzise erläutert. Querverweise verdeutlichen die Beziehungen zu den im Praxishandbuch behandelten Themen. Damit ist das Lexikon eine wertvolle Hilfe für die tägliche Arbeit. Die Literaturhinweise und angegebenen Rechtsgrundlagen dienen der Ergänzung, Vertiefung und vor allem der rechtssicheren Anwendung der erläuterten Begriffe.

Hans Nickel

Kapitel 6. Fallstudien zur Anlageberatung mit lösungsorientierten Hinweisen

Die nachfolgenden Praxisfälle sind jeweils in der Reihenfolge nach Sachverhalt, Aufgabenstellung und Lösungshinweisen gegliedert. Mit diesem Kapitel soll das neue Fachwissen an konkreten Fällen trainiert werden. Sie können damit ganz einfach feststellen, wo Sie Ihr Wissen noch vertiefen müssen und in welchen Bereichen der Anlageberatung Sie bereits über profunde Kenntnisse verfügen. Die in der Fallsammlung und in den Fachfragen zitierten Paragrafen sollten nachgeschlagen und vor allem gelesen werden.

Hans Nickel

5. Raus aus der Steinzeit! Aber wie genau?

Digitalisierung in der Versicherungsvermittlung: Zwischen Partikularinteressen, Unverständnis und neuen Geschäftsmodellen. Eine Bestandsaufnahme sowie ein Blick in die Glaskugel

Lange hinkte die Versicherungsindustrie der Entwicklung hinterher. Doch langsam nimmt die Digitalisierung auch in dieser Branche Fahrt auf. Wie aber sollen tragfähige Lösungen angesichts der sehr spezifischen Marktbedingungen konkret aussehen? Eines zeichnet sich dabei schon heute ab: Eine durchgängige End-to-end-Digitalisierung zwischen Versicherern und Kunden über die Mehrzahl der Produkte wird es nicht geben. Vermittler werden in diesem „Verkäufermarkt“ auch weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen. Der springende Punkt: Gerade hinsichtlich der Prozesse zwischen Versicherungsunternehmen und Vermittlern blockieren Partikularinteressen und Unverständnis auf beiden Seiten die dringend nötige digitale Modernisierung. Dennoch werden die Innovatoren hier nicht nur aus der jungen Fin- und InsureTech-Szene kommen, sondern vor allem aus der Branche selbst. Unabhängige Intermediäre etwa könnten für einheitliche und durchgängige Prozesse zwischen Versicherern und Maklern sorgen – und zugleich die Erfüllung der zunehmend strengen Regularien hinsichtlich Vergleichbarkeit und Transparenz gewährleisten.

Matthias Brauch

3. Rechtliche Aspekte bei Vorsorgewohnungen als Kapitalanlage

Das folgende Kapitel bietet einen Überblick zu den rechtlichen Fragestellungen für Kapitalanleger. Zudem erfahren Sie, welche Unterlagen, Vorschriften und gesetzlichen Grundlagen für die Beteiligten eines Immobilienkaufs relevant sind und welche juristischen Aspekte Sie berücksichtigen sollten.

Michael Fesselmann, Rolf Kobabe, Dr. Katja Schwenzfeier, Ulrich Siegemund

5. Finanzierung einer Vorsorgewohnung

Der nun folgende Abschnitt beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Finanzierung der Vorsorgewohnobjekte. Die Autoren erklären, welche Vertragsformen für die Finanzierung es gibt, welche Besonderheiten und Vorzüge diese besitzen und was es im Einzelnen vertraglich zu regeln gilt.

Michael Fesselmann, Rolf Kobabe, Dr. Katja Schwenzfeier, Ulrich Siegemund

Dienstleistung im Rechtssystem

Eine Dienstleistung für einen anderen kann auf den unterschiedlichsten Rechtsgrundlagen beruhen:Die Dienstleistung kann öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich geregelt sein. Dem öffentlichen Recht unterstehen die Beschäftigungsverhältnisse der Beamten, Richter und Soldaten. Mit den Einzelheiten befasst sich insbesondere das Beamten-, Richter- und Soldatenrecht.

Wolfgang Hromadka, Frank Maschmann

Kapitel 3. Finanzanalysten als Informationsintermediäre am Kapitalmarkt

Informationen spielen für Unternehmen und Kapitalmärkte eine zentrale Rolle (Franke und Hax, 2013, S. 452). Finanzkommunikation dient als Bestandteil der Unternehmenskommunikation dem Zweck, Informationen über die Entwicklung des Unternehmens in den Markt zu transportieren (Beier- Middelschulte, 2013, S. 7). Die Sammlung und Beurteilung von Informationen erfolgt häufig über Informationsintermediäre, die professionellen (institutionellen) sowie privaten Investoren dabei helfen, auf Basis einer fundierten Informationsbasis Investitionsentscheidungen zu treffen (Diehl, 2001, S. 401).

Dirk Brunnberg

Kapitel 3. Stand der wissenschaftlichen Forschung über Märkte und ihre Teilnehmer

Kapitel 3 fasst den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung über die Märkte und ihre Teilnehmer zusammen. Hierbei werden sowohl das kontrovers diskutierte Spannungsfeld zwischen der Möglichkeit eines aktiven oder passiven Anlagemanagements auf Basis der Markteffizienzdebatte aufgearbeitet als auch die bisher gängisten in der Theorie und Praxis vorgebrachten Erfolgsstrategien beleuchtet. Bezogen auf das Verhalten der Marktakteuere werden anschließend die wichtigsten empirischen Erkenntnisse zusammengetragen.

Daniel Averbeck

Kapitel 1. Einleitung

Im Finanzdienstleistungsbereich kommt es in Deutschland für Verbraucher jedes Jahr zu Verlusten in zweistelliger Milliarden-Höhe durch Falsch- und Schlechtberatung. Gleichzeitig mangelt es einem Großteil der Verbraucher an einer adäquaten finanziellen Allgemeinbildung bzw. Finanzkompetenz, sodass sie sich oft nicht in der Lage sehen, ausreichend finanzkompetente Entscheidungen zu treffen. Auch das mittlerweile höchst umfangreiche und unübersichtliche Angebot an teilweise sehr komplexen Finanzdienstleistungen erleichtert Verbrauchern in ihrer Rolle als Privatkunden von Kreditinstituten nicht unbedingt die Auswahl des für sie richtigen Produkts. Dies bildet den Ausgangspunkt für die im folgenden Einleitungskapitel entwickelten Forschungsfragestellungen der vorliegenden Arbeit.

Nadine Mayer

Kapitel 2. Die Privatkunde-Bank-Beziehung im Spannungsfeld dynamischer Umfeldveränderungen

Kapitel 2 beschreibt die zentralen marktlichen, („quasi“-)regulatorischen und (informations-)technologischen Triebkräfte der dynamischen Veränderungen des Privatkundenmarkts von Kreditinstituten und die Reaktion letzterer auf diese Entwicklungen in Form kundenorientierter Marktbearbeitungsstrategien. Das Ziel derartiger, auf eine Kundenbindung ausgerichteter Marktbearbeitungsstrategien stellt die Erzielung von Wettbewerbsvorteilen in diesem dynamischen Marktumfeld dar. Das Konzept der Kundenorientierung und entsprechende, eine kundenorientierte Marktbearbeitung ermöglichende Ansätze, wie das analytische Customer Relationship-Management und die darauf aufbauende Kundensegmentierung im Privatkundenbereich werden deshalb in diesem Kapitel vor dem Hintergrund der beschriebenen Dynamik auf den Prüfstand gestellt.

Nadine Mayer

Kapitel 4. Die Wissensperspektive des Kunden als Triebkraft kundenorientierter Marktbearbeitungsstrategien

Kapitel 4 vereint die Erkenntnisse der beiden vorherigen Kapitel und führt den Gedanken der Integration der Wissensperspektive des Kunden in den Leistungsentwicklungs- und -erstellungsprozess von Kreditinstituten in Form eines interaktiven Wissensaustauschs weiter aus. Hierzu betrachtet es zunächst den bisherigen Wissensaustauschprozess zwischen Privatkunde und Bank. Es stellt dabei eine bereits bestehende intensive Wissensbasiertheit der Privatkunde-Bank-Beziehung und eine besondere Bedeutung der Wissensperspektive des Kunden fest. Es wird deutlich, dass der Wissensaustauschprozess zwischen Privatkunde und Bank nicht primär durch informationsökonomische Fragestellungen im Sinne einer Informationsasymmetrie charakterisiert wird, sondern durch die Problematik einer Wissensasymmetrie. Nicht fehlende oder asymmetrische Informationen verhindern einen optimalen Austauschprozess zwischen Kunde und Bank, sondern fehlendes bzw. nicht anschlussfähiges Wissen auf beiden Seiten.

Nadine Mayer

4. Berufs- und Tätigkeitsmigration in der Dienstleistung: Beschäftigungswandel und lebensphasenorientierte Kompetenzanpassung durch Digitalisierung

In diesem Beitrag werden wissenschaftlich fundierte Prognosen zur Berufs- und Tätigkeitsmigration durch Digitalisierung für die Branche der Dienstleistung näher untersucht und kritisch gewürdigt. Der Finanzwirtschaft als eine Teilbranche, die aktuell einem besonders starken Strukturwandel unterworfen zu sein scheint, wird dabei spezielle Aufmerksamkeit gewidmet. Anhand branchenspezifischer Studien wird herausgearbeitet, welchen Anpassungsbedarf die Digitalisierung in dieser Branche auslöst, in welcher Form mit einem Beschäftigungswandel in der Finanzdienstleistung zu rechnen ist, und was dies für lebensphasenorientierte Personalarbeit bedeutet. Es werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie dieser Wandel und insbesondere erforderliche Kompetenzanpassungen aktiv gestaltet werden können.

Thorn Kring, Joachim Hasebrook

Kapitel 4. Rechtliche Rahmenbedingungen des Identitätsmangements im Cloud Computing

Cloud Computing wirft in zahlreichen Rechtsbereichen neuartige juristische Fragestellungen auf. Ziel der Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen ist, die das Identitätsmanagement in der Cloud betreffenden Rechtsgrundlagen aus den unterschiedlichen Rechtsgebieten vorzustellen und einzuordnen, bevor im Rahmen des sechsten Kapitels die Darstellung der hieraus resultierenden Verpflichtungen in ihrer konkreten Form erfolgt.

Alexander Golland, Peter Schneidereit

3. Ausstrahlung des Aufsichtsrechts auf das Zivilrecht

Im Folgenden soll das Verhältnis der aufsichtsrechtlichen Normen des WpHG zum Zivilrecht untersucht und eingeordnet werden. Dies ist erforderlich, um im anschließenden vierten Kapitel die Haupt- und Nebenleistungspflichten der Parteien im Rahmen des zivilrechtlichen Honorar-Anlageberatungsvertrages zu bestimmen. Die Bestimmung zivilrechtlichen Pflichtenkataloges ist notwendig, weil die Regelungen zur Honorar-Anlageberatung lediglich aufsichtsrechtlich umgesetzt wurden; der Gesetzgeber hat den Honorar-Anlageberatungsvertrag im Vertragsrecht, so wie auch den Anlageberatungsvertrag, weiterhin ungeregelt gelassen.

Lea Spiegelberg

2. Die Regelung und Organisation der Honorar-Anlageberatung

Die zentralen Vorschriften, die im WpHG durch das Honorar-Anlageberatungsgesetz geändert wurden, sind § 31 WpHG, der die Verhaltenspflichten eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens statuiert und § 33 WpHG, der die Vorgaben an die organisatorischen Anforderungen bei der Honorar-Anlageberatung aufstellt. In diesem zweiten Kapitel werden die aufsichtsrechtlichen Regelungen in Bezug auf die Honorar-Anlageberatung im Einzelnen erörtert. Unter A. wird eine Typisierung der Honorar-Anlageberatung vorgenommen, bei der es maßgeblich um den Bezeichnungsschutz der Honorar-Anlageberatung geht. Die Einordnung des Begriffes der Honorar-Anlageberatung ist erforderlich, um im Folgenden den Anwendungsbereich der aufsichtsrechtlichen Organisation- und Verhaltenspflichten zu bestimmen. Im daran anschließenden Abschn. B. werden die Anforderungen an die Organisationspflichten des Wertpapierdienstleistungsunternehmens bei der Erbringung der Honorar-Anlageberatung untersucht; vor allem in den Fällen, in den das Wertpapierdienstleistungsunternehmen beide Formen der Anlageberatung parallel erbringt, weil in dieser Konstellation die verschiedenen Bereiche der Anlageberatung voneinander organisatorisch, funktional und personell zu trennen sind. Das zweite Kapitel schließt mit der Darstellung der Verhaltenspflichten bei der Honorar-Anlageberatung. Hier werden unter Punkt C. durch Auslegung der Normen des WpHG der Inhalt und die Anforderungen der einzelnen Verhaltenspflichten ermittelt, um den aufsichtsrechtlichen Pflichtenkatalog des Wertpapierdienstleistungsunternehmens bei der Honorar-Anlageberatung zu bestimmen.

Lea Spiegelberg

1. Einleitung

Seit den 70er Jahren ist die strukturierte Anlage von Kapital nicht mehr nur vermögenden Bankkunden vorbehalten, sondern mehr und mehr auch für Personen aus mittleren Einkommensschichten ins Blickfeld gerückt. Zuvor waren kapitalmarktrechtliche Produkte lediglich für eine relativ kleine Gruppe von Anlegern interessant und von eher einfacher Struktur, wie z. B. als Aktien oder Anleihen. Schon zu dieser Zeit wurde über die zwischen dem Kunden und dem Anlageberater existierenden Interessenkonflikte diskutiert. Bereits im Jahr 1973 stellte der BGH heraus, dass eine fehlerhafte Anlageberatung vorliegt, wenn der Bankberater dem Kunden nicht alle Tatsachen mitteilt, die nötig sind, damit dieser das Risiko und die Tragweite seiner Entscheidung selbst abzuschätzen vermag.

Lea Spiegelberg

5. Ausgestaltung und Höhe des Honorars

Wie zuvor festgehalten, ist alleinige Hauptleistungspflicht des Kunden des Honorar-Anlageberatungsvertrages die Pflicht zur Zahlung eines Honorars. Im Folgenden ist zu untersuchen, ob es gesetzliche Vorgaben zu der Begrenzung oder der Ausgestaltung des Honoraranspruches des Wertpapierdienstleistungsunternehmens gibt und in welcher Form das Honorar entrichtet werden kann.

Lea Spiegelberg
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