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Antriebsarten im Kostenvergleich

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Der ADAC hat die Kosten von Elektro-, Hybrid- und Verbrenner-Fahrzeugen verglichen. Das Ergebnis: Die Gesamtkosten sind entscheidend, nicht der Kaufpreis. 

Ausgewählte E-Autos im Kostenvergleich: Drei Beispiele, wie sich die Kosten von Benzinern, Dieseln und Elektroautos in der Gesamtrechnung unterscheiden. Mit den Listenpreisen von April 2025 berechnet.


Welcher Antrieb fährt am günstigsten? Sind Elektroautos wirtschaftlich sinnvoll? Diese Fragen hat jetzt der ADAC beantwortet. Der Automobilclub hat dazu die aktuellen Gesamtkosten von Elektrofahrzeugen, Plug-in-Hybriden sowie Benzin- und Dieselfahrzeugen miteinander verglichen. Das Ergebnis: Nicht der Kaufpreis allein ist entscheidend, sondern die Vollkosten (unter anderem Wertverlust, Sprit, Laden) über die gesamte Haltedauer.

Hohe Kauf- und Ladekosten machen E-Autos oft teuer

Zwar sei das Angebot an bezahlbaren Elektroautos gewachsen und die Listenpreise würden leicht sinken, so der ADAC, dennoch schnitten E-Fahrzeuge im direkten Kostenvergleich häufig noch schlechter ab als die vergleichbaren Verbrenner-Modelle. Als Hauptgrund nennt der ADAC den höheren Wertverlust durch die höheren Anschaffungskosten. Dieser sei unabhängig vom Antrieb der mit Abstand größte Kostenfaktor. Auch gestiegene Ladepreise an öffentlichen Säulen und die aktuell moderaten Spritpreise sorgten dafür, dass Verbrenner meist günstiger unterwegs seien.

Bei Betrachtung der einzelnen Fahrzeugklassen falle auf, so der ADAC, dass es ab der unteren Mittelklasse durchaus E-Fahrzeuge gebe, die in der Kostenbetrachtung günstiger seien als ihre jeweiligen Verbrenner-Pendants. Sobald die Anschaffungskosten eines E-Autos mit denen eines Verbrenners vergleichbar seien, gewinne im Regelfall das E-Auto. "Im Segment der E-Klein- und -Kleinstwagen fehlen jedoch konkurrenzfähige Angebote, die nötig sind, um den Hochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen", heißt es vom Automobilclub.

Stromkosten stark von individuellen Gegebenheiten abhängig

Ein entscheidender Faktor bei Elektrofahrzeugen seien die Stromkosten, die jedoch abhängig von den Lademöglichkeiten stark variieren würden, erklärt der ADAC. Deshalb habe der Club vier typische Szenarien durchgerechnet: von der PV-Anlage zuhause (18 Ct/kWh) bis hin zur reinen Nutzung öffentlicher Ladeinfrastruktur (60 Ct/kWh). Das Ergebnis: Bei teurem Strom seien E-Autos kaum konkurrenzfähig. Nur bei 16 % der Modellvergleiche sei der Stromer günstiger als Diesel oder Benziner. Lege man die günstigen 18 Ct/kWh zugrunde, würden 36 % der E-Modelle besser abschneiden.

Ob sich ein Plug-in-Hybrid lohnt, hängt laut ADAC stark vom Fahrverhalten ab. "Wer häufig elektrisch fährt und regelmäßig günstig lädt, kann profitieren", heißt es. Ohne konsequentes Nachladen würden sich die Vorteile jedoch schnell ins Gegenteil umkehren und die Kosten deutlich höher liegen.

Um die Elektromobilität wirtschaftlich attraktiver zu machen, fordert der ADAC "mehr günstigere E-Modelle sowie faire, transparente Preise an öffentlichen Ladesäulen". Erst bei sinkenden Ladekosten und Kaufpreisen könnten E-Autos in allen Fahrzeugklassen mit Verbrennern konkurrieren.

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