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25-07-2018 | Originalarbeit | Issue 8/2018

BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte 8/2018

Aufbereitungstechnische Untersuchungen an Wasseraufbereitungs-(WAB-)Schlämmen der voestalpine Stahl GmbH

Journal:
BHM Berg- und Hüttenmännische Monatshefte > Issue 8/2018
Authors:
Dipl.-Wirt.-Ing. Günter Wolfgang Hirsch, Andreas Böhm

Zusammenfassung

Im Wesentlichen stammen Wasseraufbereitungsschlämme (WAB-Schlämme) im Ausmaß von etwa 2000 t/a aus dem Stahlwerk LD3 der voestalpine Stahl GmbH in Linz, von wo sie in der dort vorhandenen geschlossenen Kreislaufwasserwirtschaft kontinuierlich auszuschleusen sind. Prozessbedingt reichern sich in diesen Schlämmen Zunder und Kohlenwasserstoffe (aus Schmiermitteln) aus den Prozessanlagen des Stahlwerkes an. Kohlenwasserstoffreiche Materialien sind laut Festsetzungsverordnung zum Abfallwirtschaftsgesetz 2002 idgF als gefährlicher Abfall einzustufen. Derzeit werden diese Materialien mit ihren sehr hohen Eisengehalten unter der Abfallschlüsselnummer 54703 in externen Anlagen behandelt bzw. beseitigt. Eine voestalpine-interne Verwertung des Materials ist in der derzeitigen Form nicht möglich, da die hohen Kohlenwasserstoff-Gehalte in der Sinteranlage zu Kontaminationen in der Abluft führen. Das vorliegende Gemenge aus verschiedenen Metallen und Kohlenwasserstoffen lässt keine andere vernünftige Verwertung in der Eisen- und Stahlindustrie oder eine Beseitigung als Energieträger zu.
Im Zuge einer Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Aufbereitung und Veredlung an der Montanuniversität Leoben wurde die Möglichkeit der Trennung dieser Materialien im Labor untersucht. Anschließend wurde auf Basis dieser Erkenntnisse ein gemeinsamer Großversuch an der bestehenden Flotationseinheit der ARGE Ground Unit in Verbund mit der Sinteranlage der voestalpine Stahl Linz durchgeführt.
Nach Aufbereitung der Schlämme über die im Projekt verfügbaren Flotationseinheiten ist eine überwiegende Verwertung der Reststoffe aus der Aufbereitung am Standort in Linz möglich. Aufgrund der hydrophoben Eigenschaften der Kohlenwasserstoffe ist das Verfahren der Flotation ein optimales Trennverfahren nach dem Stand der Technik. In eigens durchgeführten Vorversuchen mit dem WAB-Schlammmaterial wurden bereits Reinigungsleistungen bzw. Entfernung dieser Schadstoffe von bis zu 80 m % erzielt.
Durch die flotative Trennung des Metall- und Kohlenwasserstoffinhaltes wird auch eine stoffliche Verwertung dieser Abfälle ermöglicht. Die Menge an gefährlichen Abfällen kann daher um ca. 80 m % deutlich reduziert werden.
Darüber hinaus kann mit der zu errichtenden Flotationsanlage zusätzlich eine Reduzierung des Anteiles hydrophober Stoffe in ähnlichen, gefährlichen Abfallschlämmen abseits von PAK und Quecksilber erzielt werden.
Durch die Aufbereitung direkt am Gelände der voestalpine Stahl entfallen als weiterer Umwelteffekt Transporte zu externen Entsorgungsanlagen bzw. Deponiestandorten, und das Unterlaufmaterial mit einem Eisengehalt von etwa 60 % wird einer optimalen internen Verwertung zugeführt.

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