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Interdisziplinäre Resonanzen zwischen Komplexität und Trivialität. Ein Beitrag zum Verstehen von Verstehen

Vom Mitschwingen lassen sich unzählige berührende Geschichten erzählen – heute offenbar mehr denn je. Möglicherweise markiert dieser Topos einen legendären Ort, wo Lebendigkeit erfahrbar, Grenzen des Ichseins überschreitbar, Numinoses ahnbar, größerer Sinn vorstellbar und Empathie begründbar werden. Entsprechend fantasievoll, vielschichtig, facettenreich und schillernd fallen die Physiognomien der Publikationen aus, die aktuell mit quantitativem Nachdruck die Reichweiten des Begriffs von Resonanz als einem allgemeinen Mitschwingen erkunden.

Elena Ungeheuer

Der Loenhoffsche Salto, oder: die paradoxe und nur dadurch adäquate Explikation impliziter kommunikativer Sinnlichkeit

Was heißt es, das Implizite, genauer: implizites Wissen, „explizit“ zu „machen“? Handelt es sich bei entsprechenden analytischen Zügen in wissenschaftlichen Sprachspielen um repräsentierende Akte? Oder wird hier das πράγμα einer eingebetteten, durchaus sprachlich vollzogenen Form des In-der-Welt-Seins gründlich verzerrt, mal in unerkannter Verdinglichung (so: Stetter 1999), mal im Zuge methodisch unumgänglicher, aber eingestandener Abstraktion (de Saussure 1972)? Wie lässt sich ein deskriptiv-rekonstruktiver Anspruch der expliziten Bezugnahme auf das Implizite (Wissen) rechtfertigen, wenn man nicht einfach zur Vermeidung des Problems den Formen der praktischen Gewissheit, dem tacit knowledge, dem impliziten Wissen, „wie“ (angemessen) gehandelt und gesprochen wird, eine selbst bereits begriffliche und verlustlos explizierbare „inferentielle“ Infra-Struktur unterschieben will (wie Brandom 1994)?

Joachim Renn

2. Marketing für Ihre Gesundheit

In diesem Kapitel werden Sie verstehen, wie gut Marketing und gesunde Selbstfürsorge zusammenpassen. Stellen Sie sich vor, dass in Ihnen jetzt eine langfristige Kampagne für Ihre Gesundheit beginnt. Je länger Sie sich damit befassen, desto aufmerksamer werden Sie für hilfreiche Aspekte in Ihrem Alltag, die Sie nutzen können. Wie in der im heutigen Marketing beschriebenen Customer Journey wird es überall Touchpoints geben, an denen Sie mit Motiven Ihrer Gesundheitskampagne in Kontakt kommen.

Johannes Faupel

Kapitel 3. Zur Charakterisierung von Verbrennungsmotoren

Die üblichen Kenngrößen zur Charakterisierung von Verbrennungsmotoren, wie beispielsweise Wirkungsgrad, spezifischer Brennstoffverbrauch, Gütegrad, Mitteldruck, Leistungskenngrößen etc., werden mit Anhaltswerten angegeben. Ladungswechsel, Zündung, Verbrennung und Schadstoffemission werden kurz behandelt.

Thomas Maurer

Kapitel 1. Vom Sinn und Unsinn der Führungs- und Managementmoden in der Verwaltung

In diesem Einleitungskapitel wird ausgeführt, nach welcher typischen Konzeptlogik Führungs- und Managementmoden gebaut werden und welche Funktion ihnen im Organisationsalltag, insbesondere bei kritischen Führungssituationen und organisationalen Krisen zukommt. Schließlich wird die These unterbreitet, dass auch nach dem Auslaufen des Neuen Steuerungsmodells, der deutschen Variante des New Public Managements, die Rezeption von Führungs- und Managementmoden nicht nur weiterhin stattfinden wird, sondern zunehmen wird.

Christian Barthel

Kapitel 13. Führung als erfolgreiche Einflussnahme in kritischen Momenten

Grundzüge, Implikationen und Forschungsperspektiven

In der Organisations- und Managementforschung ist Führung ein allgegenwärtiger Begriff. Die Literaturlage lässt dabei erkennen, welch großes Potenzial Führung zur Leistungssteigerung von Organisationen zugeschrieben wird. Angesichts dieser Relevanz erstaunt, wie wenig Führung als soziales Phänomen theoretisiert ist. Der vorliegende Beitrag schließt diese Lücke mit einer theoretisch integrierten Begriffsbestimmung von Führung. Führung wird als situativ erfolgreiche Einflussnahme in kritischen Momenten konzipiert, die sich in einer Sequenz von drei Ereignissen realisiert: Das Auslöseereignis ist eine soziale Situation, in der ein kritischer Moment entsteht, der Führung überhaupt notwendig macht (I). Darauf folgt ein kommunikativ erhobener Führungsanspruch, in dem Einflussmittel mobilisiert werden (II). Am Entstehen von Gefolgschaft (III) zeigt sich, ob Führung stattgefunden hat. Das vorgeschlagene Führungsverständnis nimmt einen dezidiert organisationssoziologischen Blickwinkel ein, indem es den Unterschied zwischen Führung und Hierarchie hervorhebt und für die Theoretisierung fruchtbar macht. Auf diese Weise erschließt sich ein problemsensibles, umfassendes, flexibles und zugleich trennscharfes Führungsverständnis. Dieser Blickwinkel berücksichtigt, dass Organisationen sich nicht immer an ihre eigenen Regeln halten, also z. B. Hierarchien nicht unumstößlich festlegen, wer in Führung geht. Er ermöglicht außerdem, interaktionale Dynamiken mitzubeobachten, die sich einer planvollen Steuerung entziehen. So wird erklärbar, dass nicht nur von oben nach unten geführt werden kann, sondern ebenfalls unter Gleichen oder von unten nach oben. Führung wird als das Ergebnis eines sozialen Prozesses zwischen allen Beteiligten konzipiert.

Judith Muster, Stefanie Büchner, Thomas Hoebel, Tabea Koepp

3. Vom austauschbaren Produkt zum einzigartigen Markenerlebnis: Profilbildung für Innenstädte und Ortszentren

Innenstädte stehen im Wettbewerb sowohl untereinander als auch mit anderen Angebotsformen wie z. B. dem Online-Handel. Vor dieser Herausforderung müssen sie sich z. T. neu positionieren und ihre zukünftige Rolle finden. Hauptansatzpunkte sind hierbei Erlebnisorientierung, Profilbildung und Markenaufbau. Ziel muss sein, in für Kunden und Besucher relevanter Weise Einzigartigkeit im Wettbewerb zu erlangen, sich also in positiver Weise von der Konkurrenz zu unterscheiden und dieser gegenüber in in Bezug auf die Kundengunst in Vorteil zu gelangen. Genannt werden in diesem Kapitel reale Beispiele für verschiedenste Standortprofile in ganz Deutschland. Umfangreiche praxisorientierte Ausführungen helfen, dem Wesen „Innenstadt-Marke“ und dessen wichtiger Bedeutung für den eigenen Standorterfolg auf die Spur zu kommen. Abrundend werden einige konkrete Marketingmethoden vorgestellt, welche der City-Marke und mit ihr dem Standort Innenstadt in positiver Weise Aufmerksamkeit und damit die nötige Wahrnehmung im Einzugsgebiet verschaffen können. Die Checkliste „Marken- und Profilbildung Innenstadt“ dient dazu, den damit zusammenhängenden Entwicklungsprozess vor Ort strukturiert zu begleiten bzw. zu bearbeiten.

Frank Manfrahs

11. Verteilung elektrischer Energie

Von Verteilung spricht man bei der Weiterleitung elektrischer Energie aus den 220 kV/380 kV-Transportnetzen zu diversen Verteilerunternehmen, und letztlich zu den Sonderabnehmern und Endverbrauchern.

Adolf J. Schwab

Kapitel 4. Energiekonvertierungen

Die oxygene Photosynthese von Algen und grünen Landpflanzen bildet die Lebensgrundlage auf der Erde.

Bernhard Adler

Kapitel 7. Klimaschutzaktivitäten

Wenn die Klimaerwärmung gemäß Gutachten des IPCC auf einen Temperaturanstieg auf 1,5 bis 2 K beschränkt bleiben soll, muss es zu einer Halbierung der Treibhausgasemissionen, vor allem des CO2-Ausstoßes kommen. Energieeinsparungen, Technologieänderungen und eine drastische Konsumreduzierung sind deshalb die technischen und gesellschaftlichen Aufgaben, die eine moderne Recyclinggesellschaft zukünftig organisieren muss.

Bernhard Adler

Tocqueville und das kommunitarische Denken

Tocqueville hat eine komplexe Auffassung der Demokratie entwickelt. In der folgenden Skizze werden unterschiedliche Motive (Kritik des Individualismus, Auffassung des sozialen Bandes, dessen Auflösung und Neubildung, Sitten und Bedrohungen der Freiheit) erörtert, die in der kommunitarischen Rezeption und deren Folgen wichtig sind.

Harald Bluhm

Kommunitarismus und Republikanismus

Republikanismus und Kommunitarismus weisen eine deutlich erkennbare Verwandtschaft auf. Ihre Gemeinsamkeit liegt in der Grundannahme einer Gemeinschaftlichkeit unter Individuen, die weitreichende Folgen hat für deren soziales Leben, für die politischen Strukturen, für Ökonomie und Kultur. Beide begeben sich damit in die kritische Distanz zum Liberalismus, dem sie einen individualistischen Atomismus, also die Unterschätzung der Einflüsse und Bindungskräfte von Intersubjektivität, sowie ein einseitiges Streben nach Unabhängigkeit von kollektiven Einflüssen vorhalten. Die Unterschiede zwischen Republikanismus und Kommunitarismus ergeben sich aus der verschiedenartigen Begründungstiefe der Gemeinschaftlichkeit. Der Republikanismus, insbesondere in seiner bürgerhumanistischen Variante, versteht die Gemeinschaftlichkeit als ein ontologisches Grundmuster menschlichen Lebens. Dadurch wird die unterscheidungslose Intersubjektivität zu einem Postulat der Gleichrangigkeit, die in den politischen Kontexten in Gestalt einer differenzierten Gleichheitspolitik entfaltet werden muss. Der Kommunitarismus argumentiert eher traditionalistisch und betrachtet das gemeinschaftliche Ideal als evidentes moralisches Gebot, um unversehens in einer scharfen Gegenwartskritik seine realen Fehlbestände anzuprangern. Dadurch erlangt der Kommunitarismus gegenüber dem Republikanismus eine schärfer ausgeprägte zeitdiagnostische und kulturkritische Dynamik.

Emanuel Richter

› Zeiten des Aufbruchs ‹ und der Chronotopos ländliche Rockdiskothek

Popmusik als Katalysator gesellschaftlichen Wandels in den 1960er bis 1980er Jahren

In Soziologie und Zeitgeschichte wird die Zeit der 1960er bis 1980er Jahre als eine Phase rapider gesellschaftlicher Umbrüche angesehen, in denen sich die Konturen der heutigen Gesellschaft geformt haben, die aber – nicht zuletzt spürbar angesichts der Fünfzigjahrfeiern des emblematischen › 68 ‹ – zugleich in die historische Überlieferung einrücken. Bereits seit den 1970er Jahren ist der Charakter dieser Phase als historischer Einschnitt, als Abschnitt tiefgreifender gesellschaftlicher Transformationen sowie als Beginn einer neuen, › postmodernen ‹ Epoche vielfach und vielfältig beobachtet, erforscht und kontrovers diskutiert worden. In der Soziologie werden diese Umbrüche, je nach Perspektive, entweder mit Akzent auf ökonomische Strukturveränderungen als Übergänge zu einer postindustriellen Gesellschaft gedeutet oder aus der Warte einer auf standardisierten Massenumfragen beruhenden Sozialpsychologie auf einen » Wertewandel « zurückgeführt, der zu einer Dominanz » postmaterialistischer « Werte führe, oder es wird ein die Sozialmilieus grundlegend umgestaltender Individualisierungs- und Pluralisierungsschub konstatiert, der daraus resultiere, dass große Teile der Bevölkerungen in den westlichen Industrieländern über wachsende Chancen auf Wohlstand, Freizeit und Bildung verfügten.

Dominik Schrage, Holger Schwetter

Der objektivierte Mensch und die Sicherheitskultur in Deutschland

Die sog. Flüchtlingskrise des Jahres 2015 hat ganz unterschiedliche Reaktionen und Konsequenzen für die Sicherheitskultur in Deutschland gezeitigt, die nach wie vor nicht als abgeschlossen gelten können. Rationale Begründungsmodelle wie die vom BKA erstellte Polizeiliche Kriminalitätsstatistik sind nicht mehr ausreichend, wo sie auf ethische Gesichtspunkte treffen, die im Normenkatalog des Grundgesetzes wurzeln. Für Zygmunt Bauman (1925–2017) bedeutete die Flüchtlingskrise daher vor allem eines: Der den westlichen Wertemustern verpflichtete Sicherheitsstaat sieht sich längst in die Routine einer Normalität gezwungen, um so dem öffentlichen Sicherheitsgefühl gerecht zu werden.

Martin Schwarz

Amerikanische Befindlichkeiten in Star Trek: Discovery

Was fällt einer Amerikanistin, die bisher nur die Originalserie kannte und sich daran nur noch vage erinnern kann, an Star Trek: Discovery (2017–) auf? Da sind zunächst eine Reihe von zentralen amerikanischen Themen, welche die Serie beleuchtet: Der frontier-Topos, die Definition einer nationalen Identität, die Natur-Technik-Dichotomie, die Widersprüche einer Außenpolitik zwischen Altruismus und Herrschaftsinteressen sowie die Auseinandersetzung mit Konzepten von Führung, Autorität und Herrschaft, Gesellschaft und Gemeinschaft. Darüber hinaus fallen Bezüge zur Originalserie bzw. zum Star Trek-Franchise ins Auge. Der Beitrag diskutiert, wie die Serie auf amerikanische Befindlichkeiten Bezug nimmt, wie sie sich in eine Star Trek-Tradition einfügt und wie sie gleichzeitig, als Produkt ihrer Zeit, doch neue Akzente setzt.

Brigitte Georgi-Findlay

Kapitel 24. Auswirkungen auf den Verbrennungsmotor

Die Anpassung und Systemintegration des Verbrennungsmotors in den hybriden Antriebsstrang bietet erhebliches Potential Betriebsverhalten, Verbrauch und Emissionen zu verbessern. Durch die häufigeren transienten Betriebsphasen entstehen neue Herausforderungen an den Verbrennungsmotor, zum Beispiel häufigere Starts mit ungünstigen Reibzuständen im Triebwerk und dem Ventiltrieb, ungünstiges Temperaturniveau für die Abgasnachbehandlungssysteme. Die elektrische Unterstützung bietet die Möglichkeit, sowohl die Zylinderzahl zu reduzieren als auch einzelne Komponenten und Baugruppen zu vereinfachen (Aufladesysteme, Einspritzsysteme usw.).

Michael Elicker, Eduard Golovatai-Schmidt, Helmut Tschöke

Kapitel 23. Ladetechnik

Jedem Antriebssystem in einem Fahrzeug muss Energie zugeführt werden. Bei rein elektrisch betriebenen Zügen oder Oberleitungsbussen wird die Energie während der Fahrt kontinuierlich und bedarfsgerecht zugeführt. Für verbrennungsmotorisch angetriebene Fahrzeuge sind derzeit überwiegend auf fossiler Basis erzeugte Kraftstoffe (Benzin, Diesel und Gas) im Einsatz. Die damit gespeicherte Energie reicht für etwa 300 bis 1000 km Fahrstrecke, und die Energieaufnahme an der Tankstelle dauert wenige Minuten. Anders verhält es sich mit der Aufnahme und Speicherung der elektrischen Energie bei batteriebetriebenen Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Die begrenzte Speicherkapazität von Batterien und Superkondensatoren reicht nur für vergleichsweise geringe Fahrstrecken von weniger als 30 bis etwa 600 km.

Markus Raum, Benjamin Belz, Steffen Kümmell

Kapitel 22. Funktionale und elektrische Sicherheit

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs führt dazu, dass sowohl bereits bekannte aber auch neuartige Gefährdungen und deren Risiken über die verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus hinweg betrachtet, bewertet und als Sicherheitsaspekte bei der Auslegung eines elektrischen Antriebsstrangs und seinen Komponenten angemessen beachtet werden müssen. Die Funktionale Sicherheit (FuSi) vermeidet Gefährdungen durch funktionales Fehlverhalten, das sich unmittelbar aus fehlerhaften Elektrik-, Elektronik- bzw. Softwarebestandteilen des elektrischen Antriebsstrangs und seinen Komponenten ergeben könnte. Fahrzeuge, Infrastruktur und inzwischen auch der gesamte Kundendienstbereich werden im Hinblick auf die elektrische. Sicherheit stetig weiter verbessert. Jetzt muss sich das Augenmerk zunehmend auch auf andere Bereiche richten; insbesondere Rettungskräfte, Feuerwehren und Bergungsunternehmen stehen hier im Fokus.

Matthias Maihöfer, Volker Blandow

Kapitel 12. Voll- und Plug-in-Hybrid (HEV / PHEV)

Die Architektur beschreibt die Anordnung und Kombination der elektrischen Maschine mit dem Verbrennungsmotor und den Leistungsfluss im Betrieb. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Parallel-Hybrid, Seriell-Hybrid und der Kombination aus beidem als Parallel-Seriell-Hybrid, oder auch leistungsverzweigter Hybrid. Der Grad der Hybridisierung definiert die Unterteilung in Mikro-, Mild-, Full- und Plug-in-Hybride und ermöglicht unterschiedliche Funktionen. Im Vergleich zu konventionellen Verbrennerfahrzeugen bieten Voll- und Plug-in-Hybride die größten CO2-Einsparpotenziale und gleichzeitig eine Erhöhung von Komfort und Fahrspaß.

Andreas Kaksa, Manfred Homm, Thomas Pfund

Kapitel 2. Definitionen, Architekturen und Topologien

Getrieben von immer strengeren CO2-Vorgaben und Gesetzgebungen zur Einhaltung von Schadstoffemissionen wächst das Bestreben der Automobilhersteller, den Antriebstrang zunehmend zu elektrifizieren. Aus diesem Bestreben heraus, entstand in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Konzepten für Hybrid- und Elektroantriebe. Die vorgestellten Hybridsysteme haben jeweils ihre speziellen Vor- und Nachteile. Abhängig vom Einsatz (Fahrstreckenlänge, Topografie), der Fahrzeuggröße, den gesetzlichen Rahmenbedingungen, aber auch vom gesellschaftlichen Anspruch und dem emotionalen Bedürfnis des Kunden ist die Entscheidung zu treffen, welches System zum Einsatz kommt.

Helmut Tschöke

Kapitel 3. Jupiter

Reisezeit: 1 Jahr 277 Tage. Nachdem wir den Asteroidengürtel hinter uns gelassen haben, verlassen wir das uns vertraute innere Sonnensystem und nähern uns mit unserem Raumschiff rasant einer bizarren und fremden Welt. Unaufhaltsam dringen wir bei etwa 5,2 AE Entfernung von der Sonne in das Reich des Riesenplaneten JupiterJupiter ein. Sein System umfasst mehr als 60 Monde und unzählige kleinere Objekte.

Michael Moltenbrey

17. Nasse Feinstaubabscheidung des Gichtgases

Als 1964 mit dem Hochofen 4 in Hamborn der damaligen August-Thyssen-Hütte (ATH) die neue Generation der Gegendruck-Hochöfen begann, wurde die Druckregelung an der Ofengicht und die Druckreduzierung auf Netzgasdruck zunächst über Drosselklappen in einer sogenannten Septum-Valve-Station, Abb. 17.1, nach der Feinreinigung vorgenommen.

Karl-Rudolf Hegemann, Ralf Guder

23. Hochofen-Waschwasser-Behandlung

Das Waschwasser der nassmechanischen Feinstaubabscheidung wird über die Waschwasser-Behandlungsanlage im Kreislauf geführt. Dabei muss ein relativ kleiner Anteil der Wassermenge aus dem Kreislauf ausgeschleust und durch Zusatzwasser inklusive Wasserverluste (Verdampfung, Abschlemmung) ersetzt werden, um eine Anreicherung im Wasser von ausgewaschenem und gelöstem Chlorwasserstoff (HCl) zu verhindern. Ohne den Betrieb einer Druck-Entspannungsturbine wird das Kreislaufwasser über einen Kühlturm geführt. Die dadurch erzielte Wasserdampf-Kondensation im Waschkühler verringert den Zusatzwasseranteil und erhöht den Heizwert des feuchten Gichtgases durch weniger Wasserdampf als Inertgas-Komponente. Im Turbinenbetrieb ohne Kühlturm findet die Kondensation in der Druck-Entspannungsturbine statt.

Karl-Rudolf Hegemann, Ralf Guder

Social Media und Holocaust Education. Chancen und Grenzen historisch-politischer Bildung

Der Beitrag zeigt anhand von zwei aktuellen Fallbeispielen, dass Social Media es wie kaum andere Medien leisten können, eine erhebliche Breite an Akteurinnen und Akteuren und Positionen in Form von kurzen Texten medial und diskursiv abzubilden und Kontroversität lebensweltnah und schülerinnen- bzw. schülerorientiert in Lernprozesse einzubinden. Social Media sind in der Lage, hochaktuelle Kontroversen zu historischen, geschichtspolitischen und erinnerungskulturellen Themen medienspezifisch zu bezeugen. Bei den beiden Fallbeispielen handelt es sich zum einen um die kontrovers diskutierte Verleihung des Musikpreises „Echo“ an die Rapmusiker Kollegah und Farid Bang im April 2018 und zum anderen um die Instrumentalisierung der Erinnerung an die Bombardierung Dresdens am Ende des Zweiten Weltkrieges im Februar 2018. Beide Fallbeispiele sind in Social Media mit diskursiven Bezügen zum Holocaust kontrovers in Erscheinung getreten. Entscheidende grundlegende Grenzen für nationale historisch-politische Bildung nicht nur zum Thema Holocaust zieht seit den 1970er Jahren der Beutelsbacher Konsens. Die Frage, in welchem Rahmen des Kontroversitätsgebotes nicht nur mittels Social Media rechtspopulistische und -extremistische Positionen in Lernprozesse integriert werden können, wird deshalb ebenfalls beleuchtet, um ausgehend von den beiden Fallbeispielen didaktische Chancen für die Holocaust Education zu illustrieren.

Hannes Burkhardt

Visuelle Stereotype in der Kommunikationsforschung

Stereotype sind einfache Muster, die aktiviert werden, wenn Wahrnehmungen in Kategorien eingeteilt werden, die ihrerseits Grundlage für Einstellungen und Handlungen sein können. Das geht meist schnell, ist aber auch nicht immer akkurat. Walter Lippmann hat den Begriff in die Publizistik eingeführt und ausführlich beschrieben. Um Ausprägungen und Verwendungsweisen zu diskutieren, konzentriert sich das Kapitel auf Altersstereotype. An diesem Beispiel werden die Aspekte anhand einer aktuellen gesellschaftlichen Debatte thematisiert. Alter wird visualisiert in Karikatur, Film, Werbung und Journalismus. Dabei wird auch die Wirkung von Altersstereotypen betrachtet.

Clemens Schwender, Thomas Petersen

11. Europäische Menschenrechtskonvention

Die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) stellt das wichtigste regionale Regelungswerk zu den Menschenrechten in Europa dar. Im Rahmen dieser Untersuchung stehen das Diskriminierungsverbot in Art. 14 EMRK und im Kontext der rassistischen Hassrede die Meinungsfreiheit nach Art. 10 EMRK im Vordergrund. Vorab wird eine Übersicht weiterer Regelungen mit einem Antidiskriminierungsgehalt des Europarats gegeben. Danach ist auf die Bedeutung und die Rolle der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) einzugehen, die dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte unterstützend zuarbeitet. Außerdem ist auf die allgemeinen und besonderen Auslegungsgrundsätze bezüglich der Europäischen Menschenrechtskonvention einzugehen. Anschließend wird die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zum Diskriminierungsverbot aufgrund der Rasse und anderen rassismusrelevanten Merkmalen rassismusanalytisch umfassend geprüft. Im Hinblick auf rassistische Hassrede ist schließlich auf Art. 10 EMRK einzugehen, der die freie Meinungsäußerung garantiert.

Cengiz Barskanmaz

3. Rassistische Diskurse und Praxen – eine genealogische Vertiefung

Rassismus ist ein komplexes Gesellschaftsphänomen, das sich auf das Zusammenleben von Menschen sowie die Aufteilung der materiellen Ressourcen auswirkt. Er tritt in unterschiedlichen Zeiten und Räumen unterschiedlich in Erscheinung und kann sich immer wieder neu strukturieren. Um diesem Phänomen gerecht zu werden, sollen im Folgenden die gesellschaftlich tief gehenden und ebenso dynamischen Charakterzüge von Rassismen nachgezeichnet werden. Daraus wird sich ergeben, dass rassistische Praxen keine Neuerscheinungen sind, sondern sich auf tradiertes „rassistisches Wissen“ stützen. Welche Relevanz die Berücksichtigung der historischen Dimensionen von rassistischen Praxen hat, wird in Kap. 3 etwa anhand des Grundsatzurteils D.H./Tschechische Republik (ethnische Segregation an Schulen) deutlich werden, in dem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die historischen Diskriminierungserfahrungen von Roma anerkennt und diese Gruppe als eine verletzliche Gruppe im Sinne der Europäischen Menschenrechtskonvention bezeichnet.

Cengiz Barskanmaz

6. Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Kap. 2 begann mit einer Einführung zu den Begriffen „Rassismus“, „Rasse“, „rassisch“ und „rassistisch“. Anschließend wurde eine Genealogie des Rassismus entworfen. Danach wurden die Differenzierung hinsichtlich verschiedener Formen von Rassismus sowie die betroffenengruppenspezifische Pluralisierung von Rassismen erläutert.

Cengiz Barskanmaz

Kapitel 24. Schnee und Eis

Norbert rutscht auf dem Eis aus und sein Hut wird von der Straßenbahn überrollt und ruiniert. Eis ist deshalb so rutschig, weil sich an der Oberfläche eine ganz dünne wasserartige Schicht bildet, die bei sinkender Temperatur dünner wird und unter -30 °C verschwindet. Schneekristalle können verschiedene Formen aufweisen und nur in einem bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbereich bilden sich die wunderbar sechsstrahligen Flocken aus. Diese formen sich in den Wolken, wobei die Kristalle durch Aufwinde in den Wolken mehrmals wieder nach oben getragen werden können.

Leopold Mathelitsch

Kapitel 5. Antriebsanlagen

Bei seiner Fahrt durch das Wasser muss das Schiff gegen Wind und Wellen arbeiten. Das Wasser am Unterwasserschiff sowie die Luft am Überwasserschiff bewirken durch ihr Strömungsverhalten Reibungswiderstände am Schiffskörper, die letztlich durch die Antriebsanlage zu überbrücken sind. Die Dimensionierung und Auslegung dieser Anlage und insbesondere des Leistungserzeugers ist vom Schiffswiderstand abhängig. Die auf das Schiff einwirkenden Widerstände werden im Folgenden näher dargestellt, bevor die gängigen Konzepte zur Leistungserzeugung beschrieben werden. Der von der Antriebsanlage zu überbrückende Gesamtwiderstand, den Luft und Wasser der Bewegungsrichtung des Schiffes entgegensetzen, ist komplex und setzt sich aus diversen Einzelwiderständen zusammen. Die Bedeutung des Schiffswiderstandes sowohl aus ökologischer wie auch aus ökonomischer Sicht sowie die einzelnen Widerstandskomponenten werden nachfolgend näher betrachtet. Über die See läuft 90 % des Weltgüterhandels. Allein die deutsche Handelsflotte besteht heute aus ca. 3350 Schiffen [34]!

Manfred Pfaff

Der Spielfilm Tangerine als Produktion eines (inter-)kulturell doppelt imaginierten Sehnsuchtsraums

Im 21. Jahrhundert sind wir in unserer alltäglichen Lebenswelt zunehmend mit medialen Imaginationen konfrontiert, die uns einen Eindruck von der Welt vermitteln, in der wir leben. Unser Wissen, wie eine Stadt oder eine Landschaft aussieht, erlangen wir nicht mehr auf Grundlage unserer primären Erfahrungen, sondern vielmehr über sekundäre Erfahrungen und über medial vermittelte Inhalte. Insbesondere Spielfilme tragen mit ihren audiovisuellen, hochkomplexen Bildern zu unseren geographischen Vorstellungen und Wahrnehmungen bei: „Films […] often evoke a sense of place – a feeling that we the […]viewer know what it is like to ‚be there‘“.

Elisabeth Sommerlad

Tanz, Organisation und Leadership: Eine kritische und ästhetische Perspektive

Dieser Beitrag integriert Methoden und Konzepte der Tanzwissenschaft in die Organisationsforschung, wobei der sich bewegende Körper das Bindeglied zwischen beiden Feldern darstellt. Diese Perspektive richtet sich nicht an der Effizienz aus, sondern untersucht die Ästhetik als sinnliche Wahrnehmung. Tanz hilft uns, über andere und alternative Formen des Organisierens zu reflektieren und diese ‚in Bewegung‘ zu bringen. Tanz ergänzt bestehende Kunst-Metaphern und lenkt unseren Blick auf die verkörperte, nonverbale Erfahrung von Menschen in Organisationen. Eine Analyse kinästhetischer Praxis zeigt Körperpolitiken als sozial geschaffen (Gender); erklärt soziale Choreographien als verkörperte Machtstrukturen; und stellt kinästhetische Empathie als Mechanismus vor, der hierarchische Führungsperspektiven zugunsten kollektiver Dynamik demontiert. Tanz kann als so genannte künstlerische Intervention zur Organisations- und Personalentwicklung eingesetzt werden, dort neue Erfahrungen für Teilnehmer ermöglichen, etwa in Bezug auf ‚Führung‘ und ‚Folgen‘. Tanz eignet sich auch als qualitative, künstlerische Forschungsmethode in der Wissenschaft und bietet Möglichkeiten feministischer Kritik an traditioneller Publikationspraxis. Gerade in den aktiven Formen von Tanz als Methode lässt sich ein Ausgangspunkt für eine performative und kritische Einmischung in Organisationen sehen.

Brigitte Biehl

2. Elektrizität und Magnetismus

Im zweiten Kapitel werden die Phänomene Elektrizität und Magnetismus mithilfe verschiedener Feldgrößen modelliert, deren Einführung durch spezifische Eigenschaften der Feldvektoren an Grenzflächen zwischen unterschiedlichen Stoffen begründet wird. Die schulischen Vorkenntnisse werden durch die Bestimmung der Quellen und Wirbel elektrischer und magnetischer Felder sowie deren Wirkung auf Stoffe erweitert. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die klassische Formulierung der Maxwell’schen Theorie der Elektrodynamik, in der auf die Existenz und die Eigenschaften elektromagnetischer Wellen geschlossen wird. Alternative Erklärungen der Eigenschaften dieser Wellen verdeutlichen die Spezifik physikalischen Denkens. Betrachtungen zur Beugung am Doppelspalt werden im Kapitel zur Quantenmechanik wieder aufgegriffen. Ein Abschnitt zur Natur des Lichts schließt dieses Kapitel ab.

Jürgen Wagner

1. Bewegungen

Das erste Kapitel zum Thema Bewegungen knüpft unmittelbar an das in der Schule erworbene Wissen zu Kreis- und Drehbewegungen sowie harmonischen Schwingungen und Wellen aus dem Gegenstandsbereich der Newton’schen Mechanik an. Die Erweiterung dieser Kenntnisse erfolgt insbesondere durch die in der Theoretischen Physik übliche Verwendung eines Systems von Koordinatengleichungen für eine Vektorgleichung, die Einführung eines Tensors sowie die Betrachtung von Wellenpaketen, auf die in den folgenden Kapiteln zurückgegriffen wird. Von einem Differenzial- bzw. Integralprinzip ausgehend werden mit der Lagrange’schen und Hamilton’schen Mechanik alternative Modellierungen mechanischer Sachverhalte thematisiert. Der dabei erreichte Abstraktionsgrad führt zu neuen Einsichten in die Modellierung mechanischer Vorgänge und erweitert die Palette lösbarer Aufgabenstellungen erheblich.

Jürgen Wagner

Kapitel 3. Allgemeine Hydrogeologie

Die „Allgemeine Hydrogeologie“ befasst sich mit den Erkenntnissen der Grundlagenforschung, die in der „Angewandten Hydrogeologie“ in die Praxis umgesetzt werden. Begriffe der Definitionen aus der Hydrogeologie und Hydrologie finden sich in verschiedenen DIN-Blättern. Eine Zusammenstellung fremdsprachlicher Begriffe wurde von Pfannkuch (1990) erarbeitet.

Bernward Hölting, Wilhelm G. Coldewey

Kapitel 12. Fazit und Ausblick: Von der Förderung des privaten PKW zur Gestaltung einer multioptionalen Mobilitätskultur

Wie die Arbeit gezeigt hat, könnten die verkehrspolitischen Einstellungen multioptional orientierter Bevölkerungsgruppen in den Zentren der großen Städte ein zentraler Faktor sein, der eine Wende hin zu nachhaltiger Mobilität befördert. Damit die hier skizzierten Entwicklungen aber tatsächlich eine breite Verkehrswende auslösen, müssen sich die beschriebenen Nischentrends in größerem Maßstab durchsetzen, sich also als über ein spezifisches urbanes Kernmilieu hinaus skalierbar erweisen. Dafür scheinen die Hürden zunächst einmal hoch.

Lisa Ruhrort

Kapitel 8. Schlüsselmaßnahmen einer Transformation: Privilegien des privaten Pkw abbauen

Angesichts der schützenden Rahmenbedingungen erscheint ein umfassender Wandel der Mobilität im Sinne eines Modal Shift hin zu weniger Autoverkehr zunächst wenig wahrscheinlich. Das private Automobil scheint fest verankert im Zentrum der Mobilitätskultur zu stehen. In Kapitel 3.3 wurde anhand der theoretischen Bausteine des Mehrebenenmodells sozio-technischer Transformation abstrakt skizziert, unter welchen Bedingungen dennoch eine Transformation des etablierten automobilzentrierten Mobilitätssystems hin zu einem neuen Mobilitätssystem mit entsprechend anderen Angebots- und Nachfragestrukturen möglich werden könnte.

Lisa Ruhrort

Kapitel 11. Handlungsempfehlungen für eine Transformation: An welchen Punkten kann der Wandel ansetzen?

Die empirischen Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass sowohl Personen, die Carsharing nutzen, als auch Personen, die eine hohe Affinität gegenüber Mobilitätsinnovationen allgemein aufweisen, Maßnahmen zur Neuaufteilung öffentlicher Räume mehrheitlich positiv gegenüberstehen. Darüber hinaus stützen die Daten die Hypothese, dass Personen, die das Auto multimodal nutzen, positiver gegenüber diesen Maßnahmen eingestellt sind als Personen, die das Auto monomodal nutzen. Damit wird insgesamt die These gestützt, dass dort, wo viele Carsharing-Nutzer_innen sowie viele Personen mit multimodalen Mobilitätsmustern oder ohne eigenen Pkw leben, die Akzeptanz für Maßnahmen zur Rücknahme der Privilegien des privaten Pkw schon heute hoch sein könnte.

Lisa Ruhrort

Kapitel 5. Gestaltungsaspekte bei der Entwicklung eines eigenständigen und differenzierenden Geschäftsmodells

Bei der Beschäftigung mit der Frage, wie sich der stationäre Einzelhandel erfolgreich in dem umfassenden Wettbewerb positionieren kann, finden sich zunächst viele Diskussionsbeiträge, die ganz generell eine Abgrenzung vom Online-Wettbewerb einfordern. Dabei wurde im Vorangegangenen jedoch ebenso verdeutlicht, dass sich insbesondere auch innerhalb des stationären Umfeldes die Konkurrenzsituation deutlich verschärft. Insofern muss ein nachhaltig erfolgreiches Geschäftsmodell im gesamten Wettbewerb standhalten.

Wolfgang Merkle

13. Entrepreneurial Marketing

Wer gründet und seine Geschäftsbasis entfalten will, muss Probleme lösen, die für den Markt wichtig sind, und die Problemlösungen vermarkten. Dies erfordert von Beginn an eine intensive Auseinandersetzung mit den Kunden, um zu erfahren, wann eine Lösung für den Markt wirklich reif ist – und der Markt aufnahmebereit. Wenn Jungunternehmen scheitern, liegen die Hauptgründe dafür im Marketing. Umso wichtiger ist es für Gründer, einen Marketing-Prozess aufzusetzen, der die Zielkundschaft präzise definiert, von ihr die entscheidenden Informationen erhebt und attraktive Leistungspakete schnürt. Auch müssen die Kunden auf wirkungsvolle und effiziente Weise erreicht werden, da die verfügbaren Marketing-Budgets zumindest in Frühphasen der Entwicklung oft sehr klein ausfallen. Dann aber ist das Marketing im Gründungskontext oft anders aufgestellt als das etablierter Unternehmen und setzt auch andere Schwerpunkte, was in diesem Kapitel vermittelt wird.

Jörg Freiling, Jan Harima

22. Wachstumskrisen und Krisenmanagement von Scaleups

Kein Wachstumsprozess verläuft friktionslos – und zumeist auch nicht ohne das Durchlaufen von (mehreren) Krisen. Krisen verlaufen bei Startups und Scaleups aber oft anders als bei etablierten Betrieben. Sie haben oft noch nicht die Ressourcenmasse und Widerstandskraft von Corporates und sind zumeist in Märkten vertreten, in denen sich Entwicklungen ausgesprochen schnell vollziehen. Dann aber werden Startups und Scaleups von Krisen nicht selten wie vom Blitz getroffen. Zudem lassen sich gerade für Startups und Scaleups in ihrer Entwicklung aufeinander aufbauende Problemlagen identifizieren, die dann gewissermaßen zu einer Krisenkette führen – mit längeren Ruhephasen und dann starken Erschütterungen. Nicht immer gelingt es den Jungbetrieben, die Krise zu bewältigen, was den Blick auf Scheiternsursachen richtet, die – neben konkreten Ansätzen im Krisenmanagement – ebenfalls behandelt werden.

Jörg Freiling, Jan Harima

Kapitel 1. Einleitung

Durch die Problematik des Klimawandels wird die Verwendung fossiler Energieträger und damit auch die des Verbrennungsmotors zunehmend infrage gestellt. Dies zeigte sich in den durch den Gesetzgeber stetig verschärften Zielvorgaben für die Emission von Kohlenstoffdioxid (CO2). So liegt die von der EU für das Jahr 2020 beschlossene Zielvorgabe der CO2-Emissionen bei 95 gkm-1 für den Flottendurchschnitt der von einem Hersteller produzierten Fahrzeuge [64].

Hans Römisch

Kapitel 8. Lösungen, Fällungsreaktionen, Wasserchemie

Lösungen im engeren Sinn sind homogene Gemenge aus einem flüssigen Lösungsmittel und einem gelösten Stoff, der fest, flüssig oder gasförmig, molekular oder salzartig sein kann. Kapitel 8 erklärt anhand praktischer Beispiele: ideale und reale Lösungen, Löslichkeitsprodukt, Aktivitätskoeffizienten und Elektrolyte, Fällungsreaktionen und Gravimetrie, Fremdioneneinfluss auf die Fällung von Niederschlägen, Wasserhärte und Güteparameter. Der Text richtet sich an Studierende der technischen Hochschulen und Universitäten sowie an Lernende in der gymnasialen Oberstufe und an Fachschulen für Laborberufe. Die maßanalytischen Verfahren aus Kapitel 7 werden um Fällungsreaktionen ergänzt. Übersichtlich sind die klassischen und instrumentellen Methoden der Wasser-, Boden und Schlammanalytik zusammen gestellt. Die technische Aufbereitung von Wasser und Abwasser rundet den Inhalt ab.

Peter Kurzweil

Kapitel 4. Kernchemie, Kernenergie, Oberflächenanalytik

Wie funktioniert ein Fusionsreaktor und die Endlagerung von Atommüll? Kapitel 4 behandelt Elementarteilchen, Isotope und Massendefekt, künstliche und natürliche Radioaktivität, Kernreaktionen und Zerfallsreihen, Zerfallsgesetz und radioaktive Altersbestimmung, Strahlenbelastung, Dosimetrie und Strahlenschutz, Kernspaltung und Kernfusion, Röntgenstrahlung, Methoden der Radiochemie, Halbleiterphysik, Röntgenspektroskopie und instrumentellen Analytik, Übungsaufgaben mit Lösungen. Die tabellarischen Übersichten eignen sich als Repetitorium für Studierende der Natur- und Ingenieurwissenschaften; der Basistext öffnet auch für Lernende an Gymnasien und Fachschulen den Zugang zum Thema Radioaktivität. In der kosmischen Strahlung und bei Kernreaktionen wurde ein „Zoo“ von Teilchen, stets kleiner und leichter als Atome, entdeckt. Ihre komplizierten Wechselwirkungen werfen mittlerweile die Frage nach einer einheitlichen Feldtheorie für Gravitation, Elektromagnetismus, radioaktiven Zerfall und die Kernkräfte auf.

Peter Kurzweil

Kapitel 12. Polymerchemie

Was ist der Unterschied zwischen PA, PU und UP? Die makromolekulare Chemie und die Kunststofftechnik umfasst die Gewinnung, Verarbeitung, Nutzung und Entsorgung von Kunststoffen. Das mit übersichtlichen Tabellen gestaltete Kapitel richtet sich an Studierende der Kunststofftechnik und aller chemienahen Studiengänge an technischen Hochschulen; es eignet sich als Einführung und Ausblick für Lernende in der gymnasialen Oberstufe und an Fachschulen für Laborberufe. Übersichtstabellen ergänzen den Lehrtext über Polymerisationsreaktionen, Herstellung, Entsorgung und Recycling von Polymeren, Kunststoffprüfung, technische Synthesevorstufen und Additive.

Peter Kurzweil

Kapitel 7. Filterschaltungen und Schwingkreise

In diesem Kapitel werden praktische Anwendungen der Frequenzabhängigkeit des Verhaltens einfacher Sinusstromnetzwerke (vgl. Definition am Anfang von Kapitel 5) betrachtet. Sie beruhen auf der geschickten Nutzung der Abhängigkeit der Impedanz von Kapazitäten und Induktivitäten von der Frequenz. Wie in Kapitel 5 wird stets davon ausgegangen, dass sich für jede betrachtete Frequenz das Netzwerk im eingeschwungenen Zustand befindet und es somit mittels der komplexen Rechnung analysierbar ist.Die betrachteten Filterschaltungen (Abschnitt 7.1) und Schwingkreise (Abschnitt 7.2) spielen insbesondere in der Nachrichtentechnik eine wichtige Rolle. Sie werden dazu eingesetzt, aus Eingangssignalen, die mehrere Frequenzanteile (spektrale Komponenten) enthalten, bestimmte Anteile möglichst weitgehend zu entfernen bzw. hervorzuheben. Solche Schaltungen erzeugen also lineare Verzerrungen (Abschnitt 9.1.4.1).

Thomas Harriehausen, Dieter Schwarzenau

Kapitel 10. Elektrische Leitungsmechanismen

In Abschnitt 1.2.2 ist der Mechanismus der elektrischen Strömung, die Art der den Strom repräsentierenden bewegten Ladungsträger, sowie die Einteilung der Substanzen in Leiter und Nichtleiter bereits kurz und phänomenologisch erläutert worden. In diesem Kapitel sollen, ausgehend von den physikalischen Grundgesetzen der Materie, die Leitungsmechanismen begründet und die daraus folgenden makroskopischen Gesetzmäßigkeiten entwickelt werden. Dabei werden die physikalischen Substanzen bzgl. ihres Leitfähigkeitsverhaltens in der Reihe zunehmenden Ordnungsgrades, d. h. in der Folge Vakuum-Gase-Flüssigkeiten-Festkörper betrachtet.

Thomas Harriehausen, Dieter Schwarzenau

Kapitel 1. Einleitung

Nach einer über hundert Jahre dauernden Dominanz des Verbrennungsmotors als Antriebsquelle für Fahrzeuge, ist in den vergangenen Jahren ein Wandel insbesondere beim Individualverkehr zu beobachten. Erzwungen wird diese auch durch die immer strengeren Grenzwerte für die Luftqualität, die ein lokal emissionsfreies Fahren attraktiv erscheinen lassen. Die europäische Union fordert die Fahrzeughersteller auf, den CO2-Flottenverbrauch bis 2020 unter 95 g/km zu senken [12].

Jing Cheng

Kapitel 5. Streckenmodell für Verbrennungsmotoren

Je nach Simulationsanforderung und Zweck findet das Gesamtsystemmodell mit unterschiedlichen Komplexitätsstufen in Bezug auf Modellierung des Verbrennungsmotors Einsatz (siehe Kapitel 6 und 7).

Jing Cheng

Kapitel 4. Datenbasis für Kalibrierung und Validierung

Der untersuchte Parallelhybridantriebsstrang verfügt über die Konfiguration in Abbildung 4.1, die auch als P2-Hybridanstriebstrang bezeichnet wird. Der Stand stammt ursprünglich aus dem in [43] vorgestellten Mercedes C350e Plug-In-Hybridfahrzeug. Wie in Kapitel 2 schon beschrieben wird, befindet sich der Elektromotor in dieser Anordnung zwischen dem Verbrennungsmotor und dem Getriebe.

Jing Cheng

Kapitel 2. Diskursanalyse

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der im Rahmen der Förderlinie vorgenommenen wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA) dargestellt. Dabei werden die beiden Förderprogramme „Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel“ und „Lernkultur Kompetenzentwicklung“ hinsichtlich ihrer zentralen diskursiv erzeugten Deutungsmuster analytisch miteinander verglichen. Ziel ist die Identifikation von zentralen Deutungsmustern im Diskurs um ein betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel. Im Kern zielt die Analyse der Deutungsmuster im Sinne der Ableitung von Empfehlungen zudem auf die Identifikation der sozialen Folgen, die mit der Spezifik des diskursiven Wissens und deren Wirklichkeitskonstruktionen einhergeht. Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt in drei Schritten, die sich aus der diskurstheoretischen Rahmung der Analyse ergeben und schließt mit einem Fazit, in dem die analytischen Erkenntnisse verglichen und hinsichtlich ihrer sozialen Folgen diskutiert werden.

Inga Truschkat, Carolin Oppermann, Sabrina Volk, Luisa Peters, Miriam Sitter

Kapitel 6. Juni – Gewitter waschen Pollen aus der Luft

Der gewitterreichste Monat ist der Juni. Doch wieso blitzt und donnert es gerade jetzt so viel? Wie entstehen die Blitze? Und was ist das Wetterleuchten? Einigen sind die heftigen Regenschauer, die häufig die Gewitter begleiten, überaus recht: Der Regen wäscht auch den Pollen aus der Luft. Wovor sollten sich nicht nur Allergiker im Sommer hüten: Was ist so gefährlich an Eichen-Prozessionsspinnern?

Sylvia Feil

Kapitel 5. Beratung als Verbindungsarbeit

Erweiternde Einstellungen

Im vorausgegangenen Kapitel wurden die Beratungsanlässe mit Leben gefüllt. Für jedes Untersuchungsfeld ließ sich eine Situation der Ausweglosigkeit identifizieren und auf verschiedene Beratungsvoraussetzungen zurückführen. Dabei hat sich die Entkopplung des Selbst als Gradmesser der Beratung erwiesen. Sie bestimmt die Verteilung ratsuchender Menschen in die drei Untersuchungsfelder und ist Faktor ihrer Hierarchisierung.

Sarah Mönkeberg

I. Einleitung

Allgemeine Einleitung in die Fragestellungen des Buches.

Stephan G. Hinghofer-Szalkay

IV. Das österreichische Grundrechtssystem von europäischen Paradigmen legitimer Verfasstheit zur rechtstatsächlichen Verfasstheit Österreichs

Die prägende Phase der österreichischen Grundrechtsentwicklung erklärt sich aus dem Kompromiss zwischen konkurrierenden Paradigmen der politischen Philosophie. Sowohl der Kommunikationsfreiheit als auch der Religionsfreiheit kommen eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung jener Paradigmen zu, welche die rechtliche Verfasstheit tragen und prägen. Mit Blick auf die Religionsfreiheit wagt sich die Analyse auf ein Terrain der Erkenntnissuche, welches durch einen graduellen Paradigmenwechsel grundlegende Fragen zur künftigen Verfasstheit des österreichischen Staatswesens aufwirft: der Verbindung zwischen Islam, islamischer Jurisprudenz und der österreichischen rechtlichen Verfasstheit. Der Ansatz legt im Spiegel des historischen Entwicklungspfads österreichischer Verfassungsentwicklung die Grundlagen für aktuelle Verständnisprobleme offen: Paradigmen, welche im westlichen Verständnis des Phänomens häufig vorausgesetzt und auf ein anders strukturiertes Phänomen projiziert werden. Dies führt beobachtbar zu polarisierenden Zerrbildern.

Stephan G. Hinghofer-Szalkay

II. Geistige Konstrukte als prägende Rechtstatsachen

Eine thetisch zugespitzte, erkenntnistheoretische Reflexion soll den Blick auf die Natur von Rechts„tatsachen“ und die Grenzen rechtstatsächlicher Erkenntnis schärfen. Die Rollen geistiger Konstrukte und deren paradigmatischer Wirkung werden dabei erkennbar. Sie werden am Gerechtigkeitsproblem als prägende Rechtstatsache gespiegelt, genauer an konkreten Konstrukten und Paradigmen zur Gerechtigkeit.

Stephan G. Hinghofer-Szalkay

III. Rechtstatsächliche Wurzeln und Verankerungen des österreichischen öffentlichen Rechts im Europäischen Rechtsraum

Der faktische Einfluss von Paradigmen zeigt sich in der Analyse des europäischen Rechtsraums. Die Entstehung und Entwicklung des österreichischen Staates, seines Rechts und seines Rechtsdenkens können nicht ohne dieses Phänomen erfasst werden. Religiöse Paradigmen schufen den Rechtsraum und ermöglichten gemeinsame Paradigmen der Jurisprudenz über heterogene Gemeinwesen hinweg. Regionale religiöse Paradigmenwechsel und europäische Paradigmenwechsel im Bereich der politischen Philosophie brachen mit dieser Einheit. Sie schufen ein staatskonstruierendes Interludium zwischen mittelalterlichem und aktuellen Rechtsraum und damit neue verbindende Elemente durch parallele Herausforderungen an eine neue Staatlichkeit. Dies ermöglichte die Entstehung des Kaiserstaats und seiner markanten rechtlichen Eigenheiten, während zugleich europäische Paradigmen in Form ethnonationaler Legitimationsvorstellungen diesen Staat untergruben. Sowohl das Recht als auch das Rechtsdenken der Republik bleiben ohne diesen Kaiserstaat und seine spezifischen Herausforderungen unverständlich. Der in der Republik erreichte Idealtyp des souveränen Nationalstaates wurde im aktuellen Rechtsraum relativiert. Letzterer entfaltet zunehmend eine transformatorische Kraft, welche keineswegs nur im positiven Recht, sondern insbesondere in Europäisierungstendenzen der nationalen Jurisprudenz begründet liegt.

Stephan G. Hinghofer-Szalkay

VI. Die generell-abstrakte Dimension gerichtlicher Rechtschöpfung: Der Einfluss legitimatorischer und positivistischer Idealtypen

Die Analyse der Gerichtsbarkeit öffentlichen Rechts verstärkte die Frage nach der rechtstatsächlichen Bedeutung von Richterrecht. Diese Frage trat in bereits den Analysen des Rechtsraums und der Grundrechtsentwicklung wiederholt in Erscheinung. Wie kann die mangelnde Verankerung eines Phänomens von entscheidender rechtstatsächlicher Bedeutung für die rechtliche und soziale Verfasstheit in der vorherrschenden Rechtstheorie erklärt werden? Durch den entscheidenden Einfluss von Paradigmen legitimer Rechtschöpfung. Dies führt zur Annäherung an die Frage nach der Differenzierbarkeit zwischen Rechtsauslegung und Rechtschöpfung. Hierzu wird ein Idealtyp positivistischer Rechtsauslegung entwickelt. Dieser Idealtyp erlaubt es, schärfer zwischen jenem Richterrecht unterscheiden zu können, welches in Anwendung positiven Rechts erfolgt und jenem, welches das anzuwendende Recht durch seine Rechtschöpfung faktisch ersetzt. Der Idealtyp erlaubt auch, die erheblichen Abweichungen von selbigem in einem konkreten Gemeinwesen und zugleich den wichtigsten Grund für diese zu präzisieren: Die inhärente Spannung zwischen positivem Recht und außerrechtlichen Paradigmen.

Stephan G. Hinghofer-Szalkay

Kapitel 15. Nachhaltigkeit und geschäftliche Mobilität – ein Widerspruch in sich?

Da in der geschäftlichen Mobilität eine geringe Anzahl von Personen über einen großen Anteil der Mobilität von Menschen entscheidet und somit einen starken Hebel für innovative Lösungen darstellt, werden in diesem Beitrag die aktuellen und mögliche zukünftige Formen der geschäftlichen Mobilität näher betrachtet. Dabei werden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Energiesysteme, Car Policy und Mobilitäts-Steuerungssysteme sowohl aus dem Blickwinkel der Anbieter als auch der Abnehmer analysiert und vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Entwicklung beurteilt. Verlautbarungen von Anbietern werden in diesem Zusammenhang ebenso herangezogen wie aktuelle Forschungsergebnisse. Die Perspektiven werden an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung gespiegelt und zeigen den Einfluss der Mobilität auf diese Ziele auf. Die Ergebnisse können als Handlungsgrundlage sowohl für Mobilitätsanbieter, Infrastrukturbetreiber, Arbeitnehmer als auch für Entwickler zukünftiger Geschäftsmodelle im Bereich der geschäftlichen Mobilität herangezogen werden.

Roland Vogt

Kapitel 1. Zahlungsverkehr

Die 23-jährige Simone Esch hat am 01. August eine Berufsausbildung zur Versicherungskauffrau bei der Nordleben AG in Hamburg begonnen. Vor dem Beginn ihrer Ausbildung möchte sie bei der Nordbank AG in Hamburg ein Girokonto eröffnen, auf das ihre Ausbildungsvergütung überwiesen werden soll. Unter Hinweis auf die Abgabenordnung bittet der Kundenberater der Nordbank AG, Thomas Weingärtner, Frau Esch um die Aushändigung ihres Personalausweises.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 5. Zahlungsverkehr

Grundsatz der Kontenwahrheit nach § 154 AO, um Steuerhinterziehungen zu verhindern.

Wolfgang Grundmann

Ideenpolitik als intellektuelle Praxis

In einem Interview, das Jürgen Habermas im März 2018 der Tageszeitung El Pais gegeben hat – der Anlass war die Auszeichnung des Philosophen mit dem französisch-deutschen Journalistenpreis –, steht gleich zu Beginn die Frage zur Diskussion, welche Rolle der Intellektuelle im ausdifferenzierten Mediensystem beziehungsweise im Universum der digitalisierten Welt spielt. Bei der Antwort, die Habermas gibt, ist auffällig, dass er das wechselseitige Bedingungs- und Abhängigkeitsverhältnis zwischen der Figur des Intellektuellen und einer politischen Öffentlichkeit pointiert. Politische Öffentlichkeit beschreibt er in diesem Interview als ein Publikum, das bestrebt ist, durch politische Partizipation auf die Gestaltung der Gesellschaft einzuwirken.

Stefan Müller-Doohm

Kapitel 9. Quasistationäre Ströme

Es wird die quasistationäre Näherung samt einigen einfachen Anwendungen besprochen, wie die Schwingungsgleichung und die Telegrafengleichung. Zuletzt wird noch die Magnetohydrodynamik (Alfvén-Wellen) berührt.

Dietmar Petrascheck, Franz Schwabl

22. Elektrischer Strom – Gleichstromkreise

Wenn wir Licht einschalten, verbinden wir die Glühlampe mit den Polen einer Spannungsquelle, zwischen denen eine Potenzialdifferenz – eine elektrische Spannung – besteht. Diese Potenzialdifferenz bewirkt, dass elektrische Ladungen durch den Glühdraht fließen, ähnlich wie Wasser, das infolge des Druckunterschieds durch einen Gartenschlauch strömt, sobald wir den Wasserhahn aufdrehen. Einen Fluss elektrischer Ladungen Strom elektrischer elektrischer Strom elektrischer Strom als Ladungsfluss bezeichnet man als elektrischen Strom. Wir denken dabei normalerweise an Ladungsträger, die sich durch einen leitfähigen Draht bewegen. Weniger alltägliche Beispiele sind der Elektronenstrahl einer Bildröhre und der Ionenstrahl in einem Teilchenbeschleuniger.Manchmal ist es nützlich, sich mit der Funktionsweise von Gleichstromkreisen auszukennen – zum Beispiel, wenn man bei leerer Batterie sein Auto fremdstarten möchte, ohne die Batterie und sich selbst zu gefährden. (© Daisy-Daisy/Getty Images/iStock.)? Welcher Anschluss des Überbrückungskabels gehört an welchen Pol der Batterie? (Siehe Beispiel 22.10)

Peter Kersten, Jenny Wagner, Paul A. Tipler, Gene Mosca

18. Das elektrische Feld I: Diskrete Ladungsverteilungen

Noch vor 150 Jahren gab es kaum mehr als ein paar elektrische Lampen, doch inzwischen sind wir in unserem Alltag extrem abhängig von der Elektrizität geworden. Obgleich aber die Elektrizität erst seit jüngster Zeit breit genutzt wird, reicht die Erforschung der Elektrizität weit in die Geschichte zurück und ist viel älter als die ersten elektrischen Glühlampen. Beobachtungen der elektrischen Anziehung können bis zu den alten Griechen zurückverfolgt werden. Sie beobachteten, dass Bernstein nach dem Reiben beispielsweise mit Katzenfell kleine Objekte wie Stroh oder Federn anzog. Das Wort „elektrisch“ kommt von elektron, dem griechischen Wort für „Bernstein“.Kupfer zeichnet sich durch eine sehr gute elektrische Leitfähig aus und wird deshalb sehr häufig als Material für metallische Leiter verwendet. Aufgrund der guten Verformbarkeit wird Kupfer auch als Werkstoff für die Münzprägung eingesetzt. Die abgebildete 1-Cent-Münze besteht allerdings nicht mehr aus massivem Kupfer, sondern aus einem Stahlkern mit einer Kupferauflage. (© rusm/Getty Images/iStock.)? Wie groß ist die Gesamtladung von allen Elektronen in einer historischen Münze, die aus reinem Kupfer besteht? (Siehe Beispiel 18.1.)

Peter Kersten, Jenny Wagner, Paul A. Tipler, Gene Mosca

25. Die magnetische Induktion

Spannungen und Ströme, die von einem zeitlich veränderlichen Magnetfeld hervorgerufen werden, bezeichnen wir als induzierte Spannungen Spannung induzierte Induktionsspannung und induzierte Ströme Strom induzierter Induktionsstrom , der Vorgang selbst ist die magnetische Induktion magnetische Induktion Induktionsspannung Induktionsstrom . Michael Faraday Faraday, Michael und Joseph Henry Henry, Joseph entdeckten diesen Effekt unabhängig voneinander in den 1830er Jahren und stellten weiterhin fest, dass auch in statischen Magnetfeldern ein Strom induziert wird, wenn sich der magnetische Fluss durch eine Fläche ändert, die von einer bewegten Leiterschleife umschlossen ist.Die induzierte Spannung im Demonstrationsversuch: Bewegt man den Magneten in die Spule hinein oder aus ihr heraus, so wird in der Spule eine Spannung induziert – Sie erkennen dies am Ausschlag des Galvanometers. Wird der Magnet nicht bewegt, so schlägt das Messgerät nicht aus. (© 1990 Richard Megna/Fundamental Photographs.)? Wie berechnet man die in einer Spule induzierte Spannung? (Siehe Beispiel 25.2.)

Peter Kersten, Jenny Wagner, Paul A. Tipler, Gene Mosca

Sozio-materielle Praktiken in irritierenden Situationen

Vor gut zwanzig Jahren haben Klaus Amann und Stefan Hirschauer (1997) die Ethnografie in die Pflicht genommen, die eigene Kultur zu befremden. Sie möge systematisch daran arbeiten, unsere modernen und stark differenzierten Wissensgesellschaften exotisch erscheinen zu lassen. Wie Hirschauer (2008) später erneut bekräftigt hat, richtet sich dieses Projekt gegen ein doppeltes Muster verfehlter innerdisziplinärer Arbeitsteilung.

Jörg Potthast

Kapitel 15. Elektrodynamik

Die Freude sollte euch an diesem Punkt ins Gesicht geschrieben stehen, denn wir kommen von der Statik zur Dynamik! Und was bedeutet das? Wir haben fließende elektrische Ströme, also sich bewegende Elektronen. Das heißt das Ladungssystem, das wir betrachten, verändert sich mit der Zeit. Das kommt in der Realität auch viel häufiger vor, im Gegensatz zum recht langweiligen statischen Fall. Es war allerdings wichtig, statisch zu beginnen, um euch mit den Grundkonzepten vertraut zu machen! Im Folgenden kommen auch Widerstände und die allseits erwarteten Stromkreise ins Spiel. Anfangs behandeln wir sogenannten Gleichstrom, der meistens in Endgeräten fließt, und kommen nach Abhandlung magnetischer Phänomene zum Konzept des Wechselstroms, wie er aus der Steckdose kommt.

Christoph Kommer, Tim Tugendhat, Niklas Wahl

Kapitel 4. Elektronische Grundschaltungen

In diesem Kapitel werden die Grundlagen der Elektronik eingeführt. Neben einem Grundverständnis für das Funktionsprinzip von Halbleitern wird mit der Einführung der wichtigsten Halbleiterbauelemente, wie Diode und Transistor, die Möglichkeit eröffnet, komplexe Schaltungen zu untersuchen. Diese spielen beispielsweise bei der Umwandlung von analogen in digitale Signale (vgl. Abschn. 7.5 ) oder in der Leistungselektronik von Elektromotoren (vgl. Abschn. 9.2 ) eine wichtige Rolle. Weiterhin werden Verstärkerschaltungen und einfache Logikschaltungen auf dieser Grundlage eingeführt. Schließlich wird mit dem Operationsverstärker die Basis geschaffen, mathematische Funktionen wie Addition, Subtraktion und Integration in analogen Schaltungen abzubilden.

Karsten Berns, Alexander Köpper, Bernd Schürmann

Kapitel 3. Zweiter Akt: Theoretisch-Methodologischer Rahmen

Im Folgenden werde ich aufbauend auf den vorausgegangen Ausführungen meinen theoretisch-methodologischen Rahmen darlegen. Im Wesentlichen geht es mir konzeptionell um einen mehrdimensionalen Analyserahmen für außenpolitische Identität, sowie methodisch um eine ethnographisch inspirierte, historisch-vergleichende Analyse ihrer Praxis auf zentralen Interaktionssituationen von Außenpolitik: Friedenskongresse. Zunächst werde in den folgenden Abschnitten den konzeptionellen Rahmen darlegen, der aus einem mehrdimensionalen und praxisbezogenen Identitätsmodell besteht.

Úrsula Stark Urrestarazu

Kapitel 5. Dritter Akt: Empirische Analyse

Der Westfälische Frieden gilt in den IB in vielerlei Hinsicht als einer der großen Meilensteine in der Entwicklung internationaler Beziehungen bzw. als ihr eigentlicher disziplinärer Gründungsmythos: Generationen von Studenten werden mit dem disziplinären Allgemeinplatz ausgebildet, den Beginn der modernen Staatenwelt – und somit genuin „internationaler“ Beziehungen - auf das Jahr 1648 zu datieren. Die in diesem Jahr abgeschlossenen Westfälischen Friedensverträge, so dessen Grundannahme, begründen erstmals eine Ordnung - entsprechend „Westfälisches System“ genannt -, die auf Unabhängigkeit und Gleichrangigkeit von „souveränen Staaten“ basiert und so an die Stelle der vormals auf hierarchischen Prinzipien gründende europäische Ordnung tritt. Dieser Allgemeinplatz ist freilich sowohl von Historikern der internationalen Beziehungen als auch von historisch informierten IB-Vertretern mehrfach unter Beschuss geraten, dennoch beweist das „Westfälische System“ bemerkenswerte Beharrlichkeit und kann – bei aller Kritik - nach wie vor als zentrale Denkfigur der Disziplin gelten.

Úrsula Stark Urrestarazu

Kapitel 6. Schlussakt: “All the world’s a stage”

Um nochmals auf die eingangs zitierte Metapher Erving Goffmans zurückzukommen, stellt sich am Ende der empirischen Analyse natürlich die Frage, was als Schussfolgerung in Bezug auf die zentrale Fragestellung stehenbleibt, wenn das „Gerüst“ der Leitmetapher der Arbeit „abgebaut“ wird. Die Theater-Metapher rückt den Fokus unserer Aufmerksamkeit auf die dramaturgischen Dimensionen von Identität sowie auf ihre konstitutive Verbindung mit sozialer (internationaler) Ordnung: sie unterstreicht die Tatsache, dass sowohl die Beziehung zwischen politisch zentralen Akteuren, als auch zentrale Ordnungsprinzipien in wesentlichem Maße auf symbolische Darstellung und sinnliche Vermittlung angewiesen sind, um zu sozialen Realitäten zu werden. Die klassische Vorstellung des „Welttheaters“ impliziert dabei in der Tat – wie in Abschnitt 1.1 diskutiert - eine Form der Darstellung bzw.

Úrsula Stark Urrestarazu

Kapitel 5. Infrastruktur, Support, SmartTeams und SmartPersons

Die erfolgreiche Umsetzung der Integration der Digitalisierung in der Schule steht im Spannungsfeld zwischen Technik und Menschen – übersetzt in die Sprache der Digitalisierung: aus Hardware und Software. Zur Hardware gehören die Gebäude, die Möbel und alle verfügbaren, digitalen Medien. Zur Software gehören die Menschen. Beide Komponenten bauen aufeinander auf und funktionieren nicht alleine, sondern benötigen eine sorgfältige Abstimmung und müssen zeitgemäß sein.

Detlef Steppuhn

8. Fehler in der Beschichtung

Unsachgemäße und/oder fehlerhafte Verarbeitung, eine falsche Auswahl bzw. fehlerhafte Oberflächenbehandlung des Materials, eine fehlerhafte Applikation der Lacksysteme oder eine unsachgemäße Lagerung der Fertigteile führt zu Störungen bzw. Schädigungen der Oberfläche und somit, abhängig von Gebrauchswert und Lebensdauer, zu Reklamationen. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden verschiedene Fehler, ihr Erscheinungsbild und die Ursache(n) die zu diesem Fehler geführt haben beschrieben. Neben der Ursachenbeschreibung werden Hinweise zur Vermeidung und Möglichkeiten der Reparatur aufgezeigt. Beispiele einer systematischen Fehlersuche beschreiben Maßnahmen, die bei Auftreten eines Fehler ergriffen werden können, um die Ursache zu lokalisieren und zu beseitigen.

Judith Pietschmann

6. Moderne industrielle Anwendungen

Neue Anwendungen und Verfahren im Bereich der Pulverbeschichtung werden hier vorgestellt. Neu ist die Möglichkeit der Pulver in Pulvertechnologie, wo ein Einbrennen von zwei Pulverschichten gemeinsam möglich ist, ohne eine Vermischung der Einzelschichten. Weitere Anwendungsbeispiele sind die Beschichtung von Holzwerkstoffen oder das In Mould Coating. Ein Beispiel zeigt die Anwendungsmöglichkeiten der berührungslosen Schichtdickenmessung. Das Verfahren bietet die Schichtdickenkontrolle direkt in der Line vor dem Einbrennprozess. Mit der stehenden Pulverwolke in der Applikation ist es möglich auch komplizierte Geometrien zuverlässig zu beschichten.

Judith Pietschmann

2. Applikation

Im Kapitel Applikation werden die Grundlagen der Elektrostatik und die für eine Pulverapplikation wichtigen Gesetzmäßigkeiten erläutert. Neben den Auflademechanismen werden die wichtigen Einzelkomponenten einer Pulverbeschichtungsanlage anhand von Bildern und Zeichnungen erläutert und die Anforderungen für eine einwandfreie Beschichtung beschrieben. Themen sind neben den Applikationsgeräten, die Pulveraufbereitung und Förderung, die Anlagenplanung und Auslegung und die Möglichkeiten der Automatisierung. In den Tabellen zu Maßnahmen bei Problemen wird Anhand dem Phänomen/Erscheinungsbild die möglichen Ursachen und die entsprechenden Lösungen beschrieben. Wirkungsgradverbesserung und Sicherheitsanforderungen bei der Pulverapplikation werden ebenfalls berücksichtigt.

Judith Pietschmann

1. Pulverlacke

Pulverlacke sind Beschichtungsmaterialien, die nach der Applikation auf den zu beschichtenden Substraten durch Wärmeeinwirkung geschmolzen oder chemisch vernetzt werden und dadurch geschlossene, gut haftende Überzüge ergeben. Im Kapitel Pulverlacke werden die wichtigsten Pulverlacktypen beschrieben, ihre Eigenschaften, Anwendungsbereiche und deren wichtigste Bestandteile. Weitere Themen sind die Herstellung von Pulverlacken und die wichtigsten Prüfungen, welche am Pulver direkt vorgenommen werden können um eine problemlose Verarbeitung beim Beschichter sicher zu stellen.

Judith Pietschmann

Von der Macht der Gründung zur Macht einer Bürgerordnung

Vom revolutionären Pathos eines Handlungsneuanfangs

So wie Sprache und Politik zusammengehören; so ist es die Aufgabe einer jeden politischen Gemeinschaft, die eigene politische Ordnung in ihrem Selbstverständnis auszulegen. Immerhin artikuliert sich in den Metaphern und Symbolen, die die eigene öffentliche Selbstauslegung zur Sprache bringen und die der Selbstinterpretation gleichsam ihre Stimme geben, worauf die Macht der politischen Ordnung beruht. Denn in ihrer sprachlichen Erscheinung manifestiert sich die – eben sprachlich – zu Bewusstsein gebrachte Macht.

Karl-Heinz Breier

Kapitel 6. Die Bildung und Aktualisierung medialer Stereotype zu Kalifornien

Mit dem Bedeutungsgewinn virtueller Kommunikation steigt auch deren Einfluss auf die Erzeugung und Aktualisierung landschaftlicher wie auch ästhetischer Stereotype. Im Sinne des pragmatischen Modells (siehe Abschnitt 4.2) wird nun der Frage nachgegangen, wie medial ästhetisch kommuniziert wird, aber auch, wie diese ästhetische Kommunikation lebensweltlich eingebettet wird. Im Folgenden werden zunächst Internetbilder zu Kalifornien (Abschnitt 6.1), danach Videos (Abschnitt 6.2) ausgewertet, um so eine Annäherung an gesellschaftlich transportierte Stereotype zu Kalifornien zu erhalten. Im Anschluss erfolgt eine Erweiterung und Kontrastierung mit als ‚schön‘ und ‚hässlich‘ bewerteten Fotografien von Studierenden (Abschnitt 6.3).

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 4. Methodologie einer neo-pragmatischen Herangehensweise

Die Zielsetzung, eine landschaftsästhetische Annäherung an Kalifornien zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu unternehmen, wirft operationalisierungsbezogen Fragen nach der Herangehensweise und den Analysebausteinen auf. Neben einem Fokus auf übergreifenden Mustern sind auch individuelle Bewertungen zu berücksichtigen, doch wie können diese relationiert werden? Und wie kann eine gewisse Bandbreite zugunsten eines Raumpastiches Kaliforniens abgedeckt werden? Eine landschaftsästhetische Betrachtung – in diesem Falle mit räumlichem Fokus Kalifornien – muss (in Synthese der bisher angestellten Überlegungen) grundlegend in mehrfacher Weise kontingenzsensibel sein (vgl. auch Lehmann 2016).

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 3. Postmoderne Raumpastiches und ihre hybriden Kompartimente

Nachdem im vorangegangenen Kapitel zentrale Bezugsgrößen zu Landschaft und Ästhetik behandelt wurden, erfolgt nun eine stärkere Befassung mit hybriden Raumentwicklungen beziehungsweise raumbezogenen Implikationen. Wir beleuchten zunächst, welche Konsequenzen aus Hybridisierungen in der Postmoderne grundlegend erwachsen (können) (Abschnitt 3.1). Im Anschluss gehen wir auf Vergangenheitsgegenwartshybride (Abschnitt 3.2), Kulturnaturhybride (Abschnitt 3.3) und Stadtlandhybride (Abschnitt 3.4) sowie als Teilbestandteil schließlich Edgeless Cities sowie URFSURBS (Abschnitt 3.5) ein. Diese Hybridisierungen bilden auch unseren empirischen Grundzugang.

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 9. Stadtlandhybride und Raumpastiches in Südkalifornien

Standlandhybride und Raumpastiches bilden sich in Kalifornien in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlichen Kompartimenten aus. Im Folgenden werden Teilaspekte dieser Entwicklungen und ihrer ästhetischen und lebensweltlichen Deutung und Bewertung untersucht. Zunächst erfolgt dabei eine besondere Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur im Stadtlandhybriden von Los Angeles (Abschnitt 9.1), daran anschließend untersuchen wir die Siedlungsentwicklung am Rande dieses Stadtlandhybriden, in Twentynine Palms (Abschnitt 9.2). Schließlich werden die URFSURBanisierung in San Diego (Abschnitt 9.3) und hybride Inszenierungen am Beispiel von Disneyland (Abschnitt 9.4) genauer betrachtet.

Olaf Kühne, Florian Weber

Kapitel 10. Rechenszenarien

Im Folgenden wird mit Hilfe verschiedener Rechenszenarien die Anwendbarkeit und Nützlichkeit des entwickelten Modellansatzes demonstriert. Es soll insb. aufgezeigt werden, wie mit dem Modell Fragestellungen politischer Entscheidungsträger beantwortet werden können.

Benjamin Dahmen

14. Bike2X – Konzept, Potenziale und Anwendungsszenarien von Fahrradsensorik im Smart City-Kontext

In den vergangenen Jahren zeichnet sich eine massive Zunahme des motorisierten Individualverkehrs mit nachteiligen Folgen für Umwelt- und Lebensqualität in Städten ab. Alternative Verkehrsmittel wie das Fahrrad, weisen jedoch ein hohes Potenzial zur Stärkung nachhaltiger Mobilität auf und können diesem Trend entgegenwirken. Smart Cities werden auch als Städte der Zukunft angesehen. Akteure innerhalb dieser großen sensorgesteuerten Quartiere müssen jedoch einen hohen Grad an Vernetzung aufweisen. Obwohl der Radverkehr über die angesprochenen Potenziale verfügt, weisen Anwendungen von Sensortechnologien an Fahrrädern noch begrenzte Verbreitung auf. Durch das Bike2X-Konzept wird eine verknüpfende Kommunikation mit Infrastrukturen, anderen Verkehrsteilnehmern sowie Anbietern von Smart Services und Produkten mit dem Fahrrad betrachtet.

Christian Janßen, Johannes Schering

4. Elektromobilität in ländlichen Regionen

Obwohl die Bedeutung nachhaltiger Mobilität stark steigt, läuft die Verbreitung von emissionsfreier Elektromobilität schleppend. Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz von Elektromobilität fokussieren sich vornehmlich auf Großstädte. Dabei kommt individueller Mobilität in ländlichen Regionen wegen längeren Strecken und einem schlechter ausgebauten öffentlichen Nahverkehr eine wesentlich höhere Bedeutung zu. Der vorliegende Beitrag untersucht daher die Eignung von E-Mobilität für den ländlichen Raum und identifiziert mit Hilfe einer Literaturrecherche und Experteninterviews Fördermaßnahmen, die schließlich mit einer Umfrage unter 103 Personen im ländlichen Raum evaluiert werden. Im Rahmen einer multimethodischen Analyse werden die Ergebnisse trianguliert und Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Akzeptanz von Elektromobilität in ländlichen Regionen abgeleitet.

Christian Fitte, Lisa Berkemeier, Frank Teuteberg, Oliver Thomas

Kapitel 3. Ideen und Interessen

Zum Verhältnis von Religion und wirtschaftlicher Entwicklung

Dieses Kapitel greift die bei Weber offen gebliebene Frage nach der Rolle der Religion im entwickelten Kapitalismus auf und geht dem Verhältnis zwischen „Ideen“ und „Interessen“ nach. In der neueren Literatur lassen sich verschiedene Ansätze einer näheren Bestimmung dieses Verhältnisses unterscheiden. Ein Teil dieser Versuche läuft darauf hinaus, den von Weber beschriebenen Zirkel wechselseitiger Bedingtheit von Ideen und Interessen durch konzeptuelle Vorentscheidungen in der einen oder anderen Richtung kurz zu schließen und wird damit der Komplexität der Weber’schen Fragestellung nicht gerecht. Ein anderer Teil bemüht sich mit Weber um eine historisch offene Analyse des Verhältnisses von Ideen und Interessen, gelangt aber wiederum nur zu dem Befund ihrer gegenseitigen Bedingtheit, wobei die Tendenz erkennbar ist, Interessen, nicht Ideen bzw. Werten den höheren Erklärungswert für die wirtschaftliche Entwicklung zuzuschreiben. Es wäre jedoch kurzschlüssig, diese Diskussionslage einfach als Bestätigung der Weber’schen Entzauberungsthese zu deuten. Vielmehr, so die im dritten Abschnitt vertretene These, scheint die „Wirtschaft“ im Zuge der modernen Entgrenzung der Märkte selbst zu einer Instanz geworden zu sein, die „Werte“ reklamiert, „Visionen“ verkündet und zumindest partiell zu einem Konkurrenten der Religion wird.

Christoph Deutschmann

Controlling in einer Industrie 4.0 – Chancen und Herausforderungen für die Unternehmenssteuerung

Angesichts der mit Schlagworten wie Industrie 4.0, Big Data oder Digitalisierung umschriebenen Herausforderungen sehen sich Controller der Praxis wie Wissenschaftler des Controlling vor die Fragen gestellt: 1) welche Veränderungen bei der Steuerung von Unternehmen zu erwarten sind, 2) welchen Beitrag das Controlling angesichts derartiger Herausforderungen leisten kann, 3) welche Ansatzpunkte für eine konzeptionelle Weiterentwicklung des Controlling denkbar sind und schließlich, 4) welche Konsequenzen für Controller zu erwarten sind.

Robert Obermaier, Markus Grottke

Kapitel 9. Bewährungsproben. Über einige Beweislasten bei der Verteidigung der liberalen Demokratie (1995)

Eine melancholische Diagnose, die im vergangenen halben Jahrzehnt geradezu als Gemeinplatz in der publizistischen und politikwissenschaftlichen Literatur herumgeistert, mündet in die Feststellung, dass die liberale Demokratie des Westens heute an ihrem welthistorischen Sieg laboriert. Gesiegt hat die Regierungsform des demokratischen Verfassungsstaates mit stark sanktionierten Grund- und Menschenrechten, mit Gewaltenteilung und Parteienkonkurrenz, mit egalitären Teilnahmerechten und repräsentativen gesetzgebenden Körperschaften schon deswegen, weil die einzige Alternative zu diesem Regimetyp, die jemals als dauerhaftes politisches Regime für moderne Gesellschaften im Rahmen einer internationalen Friedensordnung vorgeschlagen und praktiziert worden ist – nämlich das Regime des Staatssozialismus – ohne äußeres Zutun in den Jahren 1989 – 91 von der Bildfläche verschwunden ist. Ob indes dieser Sieg der Stabilität und Entwicklungsfähigkeit des demokratischen Regimetyps zugutekommen wird – das ist eine Frage, die oftmals (und trotz der manifesten Vorbildwirkung, welche die westliche Demokratie auch auf eine Reihe von vormals nicht-kommunistischen autoritären Regimes Südasiens und Lateinamerikas ausgestrahlt hat) mit Antworten bedacht wird, die sich durch das Gegenteil von Euphorie und Selbstgewissheit auszeichnen.

Claus Offe

„Gesetzgebung der Zukunft“. Ideen in der Sozialpolitik und der Soziologie

Ausgehend von der Beobachtung, dass die Theorie und Empirie der Wohlfahrtsstaats- und Sozialpolitikforschung auf die Praxis der Sozialpolitik keinerlei Einfluss zu haben scheint, wird hier auf der Grundlage von Max Webers Nachweis einer systematischen Verbindung der Soziologie mit Sozialpolitik vorgeschlagen, Wertideen und einem rationalistischen Gesellschaftsverständnis wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Für sein Verständnis der modernen Gesellschaft als autonom gestalteter Ordnung orientierte sich Weber an Friedrich Nietzsche und Karl Marx. Sinn und Zweck seiner Soziologie ist letztlich die Aufklärung der Bürger über die Eigenart ihrer sozialen Ordnung, um sie in die Lage zu versetzen, auf der Basis wissenschaftlicher Kenntnisse die gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Existenz gestalten zu können.

Elmar Rieger

3. Leistungsbedarf und Leistungsangebot

Das Fahrzeuggetriebe ist Mittler zwischen Motor und Antriebsrädern. Durch Drehmoment- und Drehzahlwandlung passt das Getriebe das Leistungsangebot dem Leistungsbedarf an. Der Leistungsbedarf wird durch die Fahrwiderstände bestimmt. In Abschn. 3.1 wird deren Berechnung gezeigt. Die Fahrwiderstände müssen vom Antriebsaggregat in Zusammenarbeit mit den übrigen Komponenten des Antriebsstrangs überwunden werden. Hierfür kann der Antrieb eines Fahrzeugs aus einer Vielzahl von Kombinationen aus energiespeichernden, energie- und kennungswandelnden Komponenten zusammengesetzt werden (Abschn. 3.2). Antriebe in Kraftfahrzeugen sind: Verbrennungsmotoren, Elektromotoren und Hybridantriebe. Das eingesetzte Antriebsaggregat bestimmt den nachfolgenden Antriebsstrang in seinen Baugruppen und deren Auslegung entscheidend. Daher werden die charakteristischen Kennwerte und Kennlinien von Verbrennungsmotoren (Abschn. 3.3) und von Elektromotoren (Abschn. 3.4.) vorgestellt und erörtert.

Dr.-Ing. Harald Naunheimer, Prof. Dr.-Ing. Bernd Bertsche, Dr.-Ing. Joachim Ryborz, Dr.-Ing. Wolfgang Novak, Dr.-Ing. Peter Fietkau

Kapitel 10. Privatisierung in einzelnen Politikfeldern

Das Kapitel widmet sich der Privatisierung im Vergleich zwischen unterschiedlichen staatlichen Tätigkeitsbereichen. Von Interesse sind dabei die verschiedenen Eigenschaften von Politikfeldern und deren Auswirkungen auf den Politisierungsgrad der Entstaatlichung. In den Blick kommen hier das Politikfeld der Inneren Sicherheit wie auch die Privatisierung der Telekommunikation und der Wasserversorgung. Ein besonderes Augenmerk gilt der Gesundheitspolitik und der Krankenhausprivatisierung. Begründung und Effekte der Entstaatlichung werden beispielhaft in einer Fallstudie zur Privatisierung der Hamburger Landeskrankenhäuser behandelt.

Detlef Sack

16. Riemengetriebe

Herbert Wittel, Dieter Jannasch, Joachim Voßiek, Christian Spura

Kapitel 3. Differentialgleichungen erster Ordnung

Im Sinne unserer Ausführungen in Kap. 1 hat eine DGL erster Ordnung die Form.

Thorsten Imkamp, Sabrina Proß

Kapitel 14. Blockchain-Technologie

In diesem Kapitel werden die Grundzüge der Blockchain-Technologie, das Cyber-Sicherheitskonzept, die notwendigen Netzwerk-, Cyber-Sicherheits- und Vertrauenswürdigkeitsmechanismen sowie Beispielanwendungen der Blockchain-Technologie erläutert.

Norbert Pohlmann

Kapitel 8. Elektrizität und Magnetismus

Der Elektromagnetismus behandelt die Wechselwirkungen zwischen geladenen Teilchen und elektrischen Strömen [8]. Die Theorie zum Elektromagnetismus wird als Elektrodynamik bezeichnet. Eine der vier fundamentalen Wechselwirkungskräfte ist die elektromagnetische Wechselwirkungskraft.

Hermann Sandmaier

Die Kultur der Inklusion und der Schatten der Exklusion

Ursprünglich dem poststrukturalistischen akademischen Diskurs entstammend, hat die Kultur der Inklusion seit den 1980er Jahren Eingang in die Breite der westlichen Gesellschaften gefunden. Normativer Grundgedanke dieser neuen Leitkultur sind Diversität, Antidiskriminierung und mithin die Berücksichtigung der Interessen aller. Ihrem programmatischen Ideal zum Trotz kommt allerdings auch die Kultur der Inklusion nicht ohne Exklusionen aus, sondern konstituiert sich nicht zuletzt im Gegensatz von Gleichstellung und Diskriminierung. Die Aushandlung, welche Kriterien als inklusions- oder ausgleichsberechtigt gelten, ist dabei immer auch eine durch Sprache ausgetragene Machtfrage.

Andreas Rödder

Bröckelnde Erfahrung als Missverständnis – ein Beitrag zur visuellen Konfusion

Produktion wie Rezeption von Visuellem unterliegt neben der Spannweite von naiver zu professioneller Handhabung unweigerlich soziokulturellen Färbungen. Gebrochen wird diese Logik der Ähnlichkeitsrelation der Wahrnehmung, wenn auf der Subjektebene eine individuell biografisch tiefe Erfahrung hinzutritt. Auch zeichnen sich thematische Konjunkturen – so etwa die Auseinandersetzung mit bestimmten theoretischen Konstrukten – ähnlich eines Stimulus mindestens temporär bedingungsvoll und nehmen in ihren Subjektivierungen Einfluss auf Wahrnehmung und Produktion von Bildlichem.

Lutz Finkeldey, Björn Sedlak

8. Empirische Untersuchung der Prozessakzeptanz

Wie in den vorhergehen Kapiteln dargelegt, wird die Prozessakzeptanz im Zusammenspiel von Objekt, Subjekt und Kontext konstruiert. Folglich sollten diese drei Dimensionen untersucht werden. Dazu konzentriert sich das erste Experiment auf das Objekt, den Prozess, selbst.

Thomas Müllerleile

1. Die Idee der Methode Content Marketing Excellence und Einführung in das Buch

Schon immer hat eine Geschichte ihr Publikum am meisten begeistert, wenn sie den Zuhörer berührte. Das gilt auch für das Content Marketing: Ist ein Inhalt relevant und inspirierend, dann kann er den Adressaten zu Handlungen motivieren, die uns unsere Marketing- und Vertriebsziele erreichen lassen. Diese Art des erlösorientierten Content Marketings lässt sich methodisieren.

Gerrit Grunert

Kapitel 1. Staatsbürgerschaft im Spannungsfeld zwischen Inklusion und Exklusion – Eine Einleitung

Der Einleitungsbeitrag erläutert die Begriffe Inklusion und Exklusion in Bezug auf Staatsbürgerschaft. Diese können gleichzeitig stattfinden, sowohl beim Zugang als auch bei der Ausübung von Staatsbürgerschaft, und stellen deswegen eine relevante Beobachtungshaltung dar. Anschließend nähern wir uns dem Konzept der Staatsbürgerschaft über die unterschiedlichen Herausforderungen und die Kritik, welche in jüngerer Zeit an dieses herangetragen wurden. Hierzu gehören die Kritiken am nationalstaatlichen Container, Betonungen vielfältiger Mitgliedschaften, Ungleichheiten trotz formal gleicher Rechte, die kulturelle Aufladung des Konzepts sowie die Betonung der aktiven Aneignung von Bürgerschaft statt der bloßen Verleihung durch politische Institutionen. Ein Überblick über die Beiträge im Sammelband rundet den Einleitungsbeitrag ab.

Sarah J. Grünendahl, Andreas Kewes, Jasmin Mouissi, Emmanuel Ndahayo, Carolin Nieswandt

2. Beachtung der Inbetriebnahme bei der Entwicklung und Planung

Die statistische Auswertung im nationalen und internationalen Anlagenbau besagt, dass Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme zu über 60 % in der Engineeringphase verursacht werden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Inbetriebnahme liegt somit in ihrer Beachtung während der Entwicklung und der Planung.Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert.Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert.Die einzelnen Forderungen werden anschließend im Detail diskutiert und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfälle erläutert. Zahlreiche Checklisten, in denen Hinweise zur Beachtung der Inbetriebnahme während der konkreten, fachspezifischen Engineeringarbeiten enthalten sind, werden angeführt.Ausführungen zur Dokumentation, insbesondere über die inbetriebnahmerelevanten Phasendokumentationen sowie über die notwendige Inbetriebnahmedokumentation und die zu erarbeitende AS BUILT-Dokumentation, runden die Inbetriebnahmeaspekte während des Engineerings ab.

Klaus H. Weber

3. Planen von Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz für die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme beinhaltet a priori erhöhte Gefährdungen fär die Einhaltung von Gesundheit – Sicherheit – Umweltschutz (GSU). Entsprechend mässen Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz fär die Inbetriebnahme fundiert geplant und realisiert werden. Wie die notwendigen Leistungen zweckmäßig in die Projekt-Sicherheitsarbeit einzubinden sind, wird dargelegt.Die aktuellen inbetriebnahmerelevanten Rechtsvorschriften der EU und der BRD, die dabei zu beachten sind, werden systematisch erläutert und zitiert.Analoges gilt fär Ausfährungen zur Beachtung der Inbetriebnahme bei der Genehmigung und beim Umweltschutz.Den Hauptteil dieses Kapitels bilden konkrete Maßnahmen inkl. Praxisbeispiele und Checklisten zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz während der Inbetriebnahme. Schwerpunkte sind u.a.: Risikobeurteilung vor Inverkehrbringen, Betriebsanleitungen und Inbetriebnahmeanleitung, Konformitäts-erklärung vor Inverkehrbringen, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen inkl. Inbetriebnahmeanweisungen und die Arbeitsfreigabe während der Inbetriebnahme.

Klaus H. Weber

Kapitel 3. Framing als strategische Tätigkeit

In der Politischen Kommunikation dient das Framing oft als strategisches Hilfsmittel, mit welchem die Wirklichkeit in einer spezifischen Sichtweise dargestellt wird. Häufig wird dabei eine Situation problematisiert, um eine erwünschte Reaktion oder Interpretation und Bewertung eines Sachverhaltes zu erreichen.

Michael Oswald

Kapitel 4. Medialisierung des Marketings und der Marketing-Kommunikation

Bevor das Konzept der Medialisierung eingeführt werden kann, ist es notwendig, wichtige medienwissenschaftliche Grundlagen zu erörtern (Kap. A 4.1). Es können grob vier verschiedene Medienbegriffe unterschieden werden: ein physikalischer, ein codebezogener, ein technischer und ein soziologischer Medienbegriff. Letztgenannter integriert die drei anderen Begriffsverständnisse und wird damit der Mehrdimensionalität des Phänomens Medium gerecht.Hinsichtlich der Medienwirkungen sind im Kontext der Medialisierung vor allem die strukturellen Wirkungen von Interesse. Jedes Medium wirkt über seine eigenen Bedingungen der Produktion und Rezeption, unabhängig von den Kommunikationsinhalten.Ausgehend von diesen Grundlagen wird das Medialisierungskonzept im Allgemeinen und für die Marketing-Kommunikation im Speziellen vorgestellt (Kap. A 4.2). Letzteres wird als Earned Media bezeichnet. Earned Media steht für die Medialisierung der Marketing-Kommunikation, die über Anschlusskommunikationen in den Medien und den sozialen Netzwerken der Konsumenten Publizität für die Marketing-Kommunikation eines Unternehmens erzeugen soll. Die Marketing-Kommunikation der Unternehmen wird also zunehmend selbst zum Thema journalistischer Berichterstattung und privater Anschlusskommunikationen auf Individualebene. Nicht zuletzt versprechen sich die Unternehmen davon Einspareffekte bei ihren Media-Budgets.

Jörg Tropp

Kapitel 8. Moderne Kommunikationsdisziplinen

Infolge der stattfindenden Neuausrichtung des Marketing-Kommunikationssystems mit der damit einhergehenden Fokussierung der Unternehmen auf die Gestaltung qualitativ hochwertiger Kommunikationsprozesse entstehen neue Kommunikationsdisziplinen: Partizipative Marketing-Kommunikation (PMK), Utility Marketing (UM), Corporate-Social-Responsibility-Kommunikation (CSR-Kommunikation), Guerilla Marketing (GM) und Word-of-Mouth-Marketing (WOM-Marketing). Ihnen gemeinsam ist, dass sie jeweils in unterschiedlicher Intensität und Kombination auf das Erreichen von Aufmerksamkeit, darauf, dass die Konsumenten/Rezipienten die Kommunikationsangebote als relevant wahrnehmen, und auf die Auslösung von Anschlusshandlungen/-kommunikationen zielen. Gleichzeitig gewinnt die Kommunikationsart des Dialogs zunehmend an Bedeutung und dient der grundsätzlichen Orientierung bei der Output-Gestaltung. Dies muss jedoch gemäß der ökonomischen Logik des Marketing-Kommunikationssystems unter Kosten-Nutzen-Abwägungen erfolgen.In einer Synopse (Kap. B II 2.7) werden abschließend die modernen Kommunikationsdisziplinen zusammengefasst.

Jörg Tropp

Mobile Methoden und fotobasierte Forschung zur Rekonstruktion von Landschaft(sbiographien)

Aus der Konzeptualisierung von Landschaft als eine Art, die Welt zu betrachten, und der damit einhergehenden Zusammenschau gemäß individuell erlernter sozialer Konventionen ergeben sich zahlreiche methodische Herausforderungen zur Rekonstruktion individueller Weltanschauungen und landschaftlicher Sehgewohnheiten. Fotografie-basierte Forschungsmethoden und mobile Methoden wie Go-Along Interviews eignen sich für diese Aufgabenbereiche in besonderem Maße. Vorliegender Artikel verschafft einen Überblick zu diesen Methoden und ordnet sie im Zusammenhang mit wahrnehmungsbasierter Forschung ein.

Daniel Münderlein, Olaf Kühne, Florian Weber

Landschaft und Gesundheit

Ideen von Landschaft als Quelle von Gesundheit reichen weit in die Vergangenheit zurück und sind in Forschung und Praxis aktuell wie je zuvor, meist eng verbunden mit Wohlbefinden und Glück. Auf Konzeptualisierungen der Begriffe Landschaft, Gesundheit, Wohlbefinden und Glück aufbauend werden nachfolgend Grundzüge der Wechselbezüge zwischen diesen Konzepten in Forschung und Praxis umrissen, mit besonderem Schwerpunkt auf der räumlichen Planung. Zwischen wissenschaftlichen und angewandten Zugängen existieren Parallelen, aber auch Diskrepanzen, welche es genauer zu betrachten und in größere Zusammenhänge einzuordnen gilt.

Daniel Münderlein, Diedrich Bruns

Iconoscape – Bestimmungen eines neuen Forschungsbegriffs für neue Formationen von Landschaftsbildlichkeit

Der Begriff Iconoscape will Landschaftszugänge v. a. dahingehend bestimmen, dass im Zuge von Medienentwicklungen und -nutzungen ein, ästhetisch wie technologisch geprägtes, Bild-Raum-Kontinuum entsteht und dass Raumverbildlichung komplex, teils paradox mit physischer Raumgestaltung zusammenwirkt.

Lutz Hengst

Landschaft und Governance

Governance bedeutet Steuern und Koordinieren mit dem Ziel des Managements von Interdependenzen zwischen kollektiven Akteur~innen. Governance-Prozesse überschreiten die Grenzen von Staat und Gesellschaft, die in der politischen Praxis fließend geworden sind. Für die Landschaftsforschung bietet der Governance-Ansatz einen Mehrwert, weil er erstens eine Mehrebenen-Perspektive auf die Rolle des kollektiven Handelns bei der Konstruktion von Landschaften erlaubt und weil er zweitens ermöglicht, spezifische Governance-Formen in den Blick zu nehmen, die hierbei wirksam sind.

Ludger Gailing

Sich abzeichnende theoretische Perspektiven für die Landschaftsforschung: Neopragmatismus, Akteur-Netzwerk-Theorie und Assemblage-Theorie

Die ‚konstruktivistische Wende‘ der (sozialwissenschaftlichen) Landschaftsforschung hat dieser sozialkonstruktivistische, diskurstheoretische und radikalkonstruktivistische Perspektiven eröffnet. Zugleich zeichnen sich in der Sozial- und Raumforschung neue Tendenzen zur Re-Thematisierung des Materiellen ab. Diese lassen Potenziale für die Landschaftsforschung erkennen. Dabei handelt es sich um die Akteur-Netzwerk-Theorie und die Assemblage-Theorie. Der neopragmatische Ansatz hingegen formuliert keinen eigenständigen theoretischen Zugang zu Landschaft, vielmehr plädiert er für eine dem Forschungsgegenstand angemessene theoretische Rahmung und daraus abgeleiteter empirischer Methodik. Dies gilt auch für theoretische Ansätze, die in der ‚klassischen Forschung‘ als nicht kombinierbar gelten. Zudem weist er ein hohes Potenzial für die angewandte Landschaftsforschung auf.

Olaf Kühne

Sozialkonstruktivistische Landschaftstheorie

Insbesondere in Rückgriff auf die phänomenologische Soziologie und den Sozialkonstruktivismus untersucht die sozialkonstruktivistische Landschaftstheorie, wie soziale Konstruktionsprozesse von ‚Landschaft‘ im Verhältnis Gesellschaft, Individuum und physischem Raum vonstattengehen. Zentral ist die Erkenntnis, dass sich dem Individuum die Welt allein in vorinterpretierter Weise erschließt. Landschaft entsteht also auf Grundlage gesellschaftlicher Deutungs- und Bewertungsmuster individuell auf Basis der Synthese materieller oder virtueller Objekte. Entsprechend dieser Grundhaltung befasst sich die sozialkonstruktivistische Landschaftstheorie mit ‚Wie-Fragen‘ (etwa ‚Wie ist das rekursive Verhältnis individueller und gesellschaftlicher Landschaftskonstrukte?‘) und nicht ‚Was-Fragen‘ (bspw. ‚Was ist Landschaft?‘).

Olaf Kühne

Kapitel 3. Gerechtigkeit und Normkontestation

Wie ich im vorhergehenden Kapitel erläutert habe, hat sich in den letzten Jahren ein wachsender Bestand an Forschung zur Kontestation bzw. Umstrittenheit internationaler Normen entwickelt. Dabei verwundert, dass sich nur wenige Arbeiten mit der Rolle von Gerechtigkeit in diesem Zusammenhang beschäftigen.

Gregor Peter Hofmann

Kapitel 4. Das Recht der Republik

Angesichts ihrer Abgrenzung politischer Macht von Gewalt bzw. Herrschaft – der immer etwas Gewaltsames inhärent sei – und ihrer Vorstellung vom Recht als ein System „gegenseitiger Versprechen“ (ÜR: 227) mag es nicht überraschen, dass Arendt sich jeder Rechtskritik, die das Recht als Manifestation von Herrschaft zu entlarven versucht, enthält. Christian Volk (2010: 23) hat darauf hingewiesen, dass Arendt auf eine kritische Auseinandersetzung mit den Thesen ihres Freundes Walter Benjamin, der mit seinem Aufsatz Zur Kritik der Gewalt einen der klassischen Referenztexte postmoderner Rechtskritik verfasst hat, zeitlebens verzichtete (obwohl sie selbst als Herausgeberin von Texten Benjamins in Amerika fungierte) – wahrscheinlich aus Respekt vor dessen Person. Denn Benjamins berühmte These, dass jeder Rechtsvertrag auf Gewalt zurückführt, weil „die Macht, welche den Rechtsvertrag garantiert, ihrerseits gewaltsamen Ursprungs ist“, sodass „eine völlig gewaltlose Beilegung von Konflikten niemals auf einen Rechtsvertrag hinauslaufen kann“ (Benjamin 1977: 190), ist Arendt vollkommen fremd (vgl. auch Meyer 2016: 71).

Danny Michelsen

Kapitel 10. Probleme der Verfassungsinterpretation

Bislang habe ich das Spannungsverhältnis zwischen Demokratie und Konstitutionalismus auf einer relativ abstrakten Ebene behandelt, auf der die Frage, welchen Grundsätzen eine republikanische Verfassungsrechtsprechung folgen sollte, kaum Berücksichtigung fand. Im letzten Kapitel dieser Arbeit werde ich mich daher zunächst der Frage widmen, welche demokratietheoretischen Probleme aus der relativen Unbestimmtheit höheren Rechts bzw. aus der Deutungsoffenheit der Verfassung erwachsen und durch welche Prinzipien der Verfassungsauslegung diese Probleme gelöst werden könnten. Im zweiten Teilkapitel werde ich das Problem der Abwägung von Grundrechten im Konfliktfall thematisieren und fragen, wie die Basisnormen einer republikanischen Rechtspraxis – das Recht auf Partizipation und das „Recht auf Dissens“ – eine solche Abwägung anleiten könnten.

Danny Michelsen

Kapitel 8. Das Problem der Konservierung konstituierender Macht

Eines der faszinierendsten Themen in Arendts Buch Über die Revolution ist die Frage, wie der „Geist des Neubeginnens“ bzw. das Gründungsereignis, von dem sich, wie wir in Kapitel 7.2 sahen, die Autorität der Verfassungsordnung herleitet, innerhalb dieser Ordnung konserviert und lebendig erhalten werden kann, sodass „das stolze Vorrecht, etwas Neues zu beginnen“, nicht unfairerweise auf die Gründergeneration beschränkt zu bleiben braucht (ÜR: 298f.). In dieser Frage, „wer an dem Akt der Gründung und dessen politischer Bewahrung teilhaben soll“, also in der Frage nach der „Verbindung zwischen der Gründung des Politischen und seiner Erhaltung“, sieht Wolin das Hauptproblem der modernen politischen Theorie, welches insbesondere die liberalen Kontraktualisten und die Vertreter der Lehre vom pouvoir constituant beschäftigt habe (TW: 173). Vor allem aber waren viele Visionäre einer radikalen Demokratie, wie z.B. Thomas Jefferson, von der Frage fasziniert, wie eine republikanische Verfassung, als “Verstetigung eines Gründerwillens” (Preuss 1987: 3), so eingerichtet werden kann, dass, wie es bei Jefferson heißt, die Toten „neither powers nor rights“ haben, um die Gegenwart zu beeinflussen (Jefferson 1999: 593).

Danny Michelsen

7. Grundlagen und Verfahren der Videotechnik

Um nachfolgende Kapitel zu verstehen, müssen einige Grundlagen der Videotechnik erklärt werden. Es sollen dazu nicht nur einfach Daten (z. B. Zeilenfrequenz, Art der Farbcodierung usw.), sondern auch deren kausaler Zusammenhang zur Sprache kommen.Wir wollen uns den kompletten Vorgang bei der Erzeugung eines Farbbilds betrachten und streifen dabei immer wieder praktische Aspekte. Am Rande werden wir auch teilweise markante Unterschiede der Systeme NTSC und SECAM beleuchten. Zur Vertiefung sei auf weiterführende Literatur verwiesen. S. 281 (Schönfelder, Bildkommunikation. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, 1983; Bernath, Technik des Fernsehens. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, 1986)

Dieter Stotz

70. V70 Wasserstoffschädigung in Stahl

Wasserstoff kann in Stählen unter bestimmten Randbedingungen eine Versprödung und andere Schädigungen (z. B. Beizblasen und Randentkohlung) hervorrufen. Betroffen sind vorwiegend ferritisch‐martensitische Stähle. Austenitische Stähle sind weniger anfällig für Wasserstoffversprödung.Die Aufnahme von Wasserstoff in Stahl kann durch eine kathodische Wasserstoffabscheidung in wässrigen Elektrolyten erfolgen; beispielweise bei Korrosionsvorgängen oder beim Galvanisieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufnahme von Wasserstoff aus der Gasphase, z. B. beim Schweißen oder bei thermochemischen Randschichtbehandlungen. Schäden durch eine Druckwasserstoffversprödung sind eher selten, während kathodisch abgeschiedener Wasserstoff ein großes technisches Problem darstellt, da diese Form der Wasserstoffaufnahme bei sehr vielen technischen und industriellen Prozessen vorkommt. Ein typisches Beispiel für eine kathodische Wasserstoffaufnahme ist die Entfernung von Zunder‐ und Rostschichten durch Beizen in verdünnten Säuren. Dabei erfolgt im ersten Schritt ein Säureangriff auf das Eisenoxid Fe2O3 gemäß 70.1 $$ \mathrm{Fe_{2}O_{3} + 6 H^{+}\to 2 Fe^{3+} + 6 H_{2}O}$$ Fe 2 O 3 + 6 H + → 2 F e 3 + + 6 H 2 O wobei die Eisen(III)oxid‐Schicht in Form von Fe3+ Ionen in Lösung geht. An Fehlstellen in der Zunderschicht oder nach längerem Beizen kommt es zu einem Säureangriff (vgl. V67, V68) auf das unter der Zunderschicht liegende metallische Eisen gemäß 70.2 $$ \mathrm{Fe + 2 H^{+}\to Fe^{2+} + H_{2}}\uparrow $$ Fe + 2 H + → Fe 2 + + H 2 ↑

Prof. Dr. rer.nat. Dr.-Ing. E.h. Eckard Macherauch, Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch

Kapitalismus als Provokation – Bricolage am Beispiel widerständiger Jugendszenen in der DDR

Im nachfolgenden Beitrag wird am Beispiel zeittypischer Bricolagen in der DDR der 1970er und 1980er Jahre die Spannung zwischen kollektivistischem Menschenbild und juveniler Vergemeinschaftung in Peer Groups und Szenen nachgezeichnet. Vor dem Hintergrund einer Tradition von Verwahrlosungsdiskursen des frühen 20. Jh. bis hin zum strafrechtlich relevanten Asozialitätsstigma und zum politisch konnotierten sog. „negativ-dekadenten“ Auftreten wurden Irritationen im Generationenververhältnis ggf. als gesellschaftliches Problem gerahmt. Initiativen Jugendlicher, die Teilhabe an globalen Jugendszenen materiell herzustellen und performativ zu bestätigen, konnten deshalb in der DDR vor dem Hintergrund der Ost-West-Konfrontation durch den symbolischen Rekurs auf die Kultur des „kapitalistischen Klassenfeindes“ nicht nur Partizipationswünsche, sondern auch Eigensinn und politische Widerständigkeit transportieren.

Sven Werner

Kapitel 21. Direkte Textilglasfasererzeugnisse

Zu den wichtigsten linienförmigen Glasfaserprodukten, die im direkten Faserziehprozess hergestellt werden, gehören Rovings, Vorgarne (Glasstapelfaservorgarne) und Hybridgarne.

Roman Teschner

Kapitel 20. Schlichte

Die Glasfasern, unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung, sind knick- und scheuerempfindlich.

Roman Teschner

Kapitel 19. Bushings

Die Methode, die Glasfaser mittels Glasfaserdüsen (Bushings) herzustellen, wurde zuerst 1908 vom W. v. Paczinsky in Hamburg demonstriert. Die Produktion der Textilglasfasern im Düsenziehverfahren hat in 1930 in den USA und 1939 in Deutschland angefangen.

Roman Teschner

Preis als multifunktionales Instrument der Markenführung

Viele Unternehmen nutzen den Preis als Waffe im Kampf um Marktanteile. Dies erfolgt oft ohne Rücksicht auf die langfristige Wirkung auf den Markenwert. Modernes Pricing erfordert ein markenorientiertes Pricing, bei dem der Preis eine ganz wesentliche Funktion zur Stützung des Leistungsversprechens der Marke einnimmt. Im Beitrag werden zuerst die zentralen Treiber des Markenwertes vorgestellt. Dann werden die Facetten des markenorientierten Pricings gegenüber den anderen Marketinginstrumenten beleuchtet. Der Beitrag schließt mit der Diskussion relevanter Herausforderungen wie der internen und externen Durchsetzung von Preisentscheidungen.

Rainer Meckes, Ingo Reinhardt

Aufbau und Pflege von Marken durch klassische Kommunikation

Kommunikation ist im Wandel, die digitale Revolution macht vor der Kommunikation für Marken nicht halt. Die Rolle der klassischen Kommunikationsmedien wie TV, Print, Radio für Marken hat sich verändert und der Kommunikationsmix ist breiter geworden. Das Kommunikationsverhalten der Konsumenten ist linear und dialoghaft gleichermaßen, der Vergleich der Generationen zeigt Unterschiede im Medien- und Kaufverhalten. Doch in diesen wechselhaften Zeiten ist eines konstant: die limitierte Aufnahme-Kapazität der Konsumenten und die verhaltenswissenschaftlichen Regeln, mit denen die gewünschten Verhaltensbeeinflussung erreicht werden können. Der systematische Aufbau von Zielen, Beeinflussungsstrategien und Kommunikationsmaßnahmen war noch nie so wichtig. Dies gilt nach wie vor für den Aufbau und die Pflege von Marken durch klassische Kommunikation.

Simone Roth, Franz-Rudolf Esch

Die Entwicklung von Markennamen

Der Markenname bildet heute stärker denn je das Fundament für eine erfolgreiche Markenführung. Gleichzeitig liegt die Messlatte höher denn je: Namen müssen sprachlich, juristisch und digital weltweit funktionieren. Darüber hinaus gilt es, glaubwürdige Namen zu entwickeln, die sich schnell und kostensparend am Markt etablieren lassen und die den Verbraucher nachhaltig überzeugen. Qualität statt Quantität lautet die Devise. Neben der Markenentwicklung ist die Einbindung in ein stimmiges Gesamtkonzept wichtig, in dem Markenname und Markensprache (Brand Language) sich gegenseitig ergänzen und stützen. Nur so schaffen es insbesondere virtuelle Marken, sich durchzusetzen und langfristig zu etablieren.

Sybille Kircher

Aufbau von Marken-Erlebniswelten durch Kommunikation

Der Aufbau von erfolgreichen Marken-Erlebniswelten wird vor dem Hintergrund der heutigen Markt- und Kommunikationsbedingungen immer wichtiger, um die Marke eindeutig und nachhaltig in der Gefühls- und Erfahrungswelt der KonsumentInnen zu positionieren. Zuerst erfolgt eine Beschreibung der Bestandteile, Funktionen und Wirkungen von Erlebniswelten. Im Anschluss liegt der Fokus auf der strategischen und operativen Konzeption von Erlebniswelten. Die LeserInnen finden eine detaillierte Checkliste, anhand derer geprüft werden kann, ob die intendierte Erlebniswelt zur Marke passt und Empfehlungen für die bildhafte und multisensuale kommunikative Umsetzung der Erlebniswelt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung wird auch die Internationalisierbarkeit von Erlebniswelten diskutiert und anhand von Praxisbeispielen auf die notwendige Abstimmung der Social Media Aktivitäten auf die Erlebniswelt hingewiesen. Das Kapitel schließt mit ethischen Betrachtungen zu Marken-Erlebniswelten.

Sandra Diehl, Ralf Terlutter

Kapitel 2. Theoretische Grundlegung

Die Erforschung von Interessengruppen und deren Einflusssphären hat insbesondere in den USA eine lange Tradition, wobei sich bedingt durch unterschiedliche politische Systeme andere Schwerpunkte und Dynamiken als in der deutschen oder europäischen Literatur eingestellt haben. Unter dem Eindruck der Kolonialzeit, Unabhängigkeitsbewegung und Verfassungsgebung wurde die Debatte um die Einbindung von Interessengruppen in den politischen Prozess bereits sehr früh geführt. Zwar existierten Ende der 1780-er Jahre noch keine politischen Parteien, doch warnten Alexander Hamilton und James Madison in den Federalist Papers 1 und 10 vor deren sozialer Sprengkraft (Hardy 2011: 2-5, Hrebenar/Morgan 2009: 2-8, Wright 1996: 12-15).

Stefan Schwaneck

Kapitel 4. Ökonomie in den Medien

Ökonomie wird auch in Medien dargestellt, z. B. indem Filme ökonomische Vorgänge und Handlungen zeigen, ein Beispiel dafür wäre Wall Street (Oliver Stone, USA 1987). Solche Darstellungen müssen bestimmte Aspekte der Ökonomie fokussieren und können problematisch sein. Dies wird an einem Kinderbuch über Ökonomie verdeutlicht.

Jens Schröter

Kapitel 4. Analyse der interethnischen Beziehungen in Prizren

Der empirische Hauptteil dieser Arbeit setzt sich zusammen aus drei Kapiteln, in denen die interethnischen Beziehungen in Prizren untersucht werden. Zunächst werden die historischen, perzeptiven und sozioökonomisch-demographischen Grundlagen der multiethnischen Stadt dargestellt. Anschließend widmet sich die Analyse der Alltagsdomänen der Frage, welche Rolle Identität für die Prizrener Bevölkerung im Alltag spielt. Schließlich analysiert der dritte empirische Abschnitt dieser Arbeit Identitätsmuster und ihre Rahmenbedingungen in drei Konfliktbeispielen.

Johannes Gold

Die Maschine – Materialität, Metapher, Mythos

Ethische Perspektiven auf das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine

Das Verhältnis der Menschen zur Technologie und zu ihren ‚Maschinen‘ ist schon immer ambivalent – Maschinen stehen für Fortschritt und Bedrohung gleichermaßen. Angesichts der massiven technologischen Veränderungen wird deutlich, dass Maschinen nicht länger auf ein physikalisches Objekt zu reduzieren sind, sondern auch Programmcodes, Algorithmen oder Künstliche Intelligenz sein können. Diese Veränderungsprozesse verweisen auf die Notwendigkeit, den Begriff der Maschine von seiner Materialität zu lösen. Dabei müssen jedoch ethische Perspektiven genauso einbezogen werden wie politische und soziale Konsequenzen der Maschinennutzung durch den Menschen: die Ethik der Maschine muss neu gedacht werden.

Caja Thimm

10 Polymerwerkstoffe

Neben den Antworten zur allgemeinen Kennzeichnung und zum strukturellen Aufbau der Polymeren Werkstoffe finden sich Antworten zu den drei wichtigen Vertretern dieser Werkstoffgruppe (Thermoplaste, Elastomere und Duromere). Weitere Antworten behandeln die besonderen mechanischen Eigenschaften einiger Polymere. Antworten zu den natürlichen Polymeren beschließen das Kapitel.

Ewald Werner, Erhard Hornbogen, Norbert Jost, Gunther Eggeler

Kapitel 4. Spielplan-Gestaltung in der Theaterpraxis – Eine empirische Untersuchung

Das vierte Kapitel ist das Kernstück meiner empirischen Untersuchung, in deren Rahmen ich meine theoretischen Überlegungen an der aktuellen Theater- und Spielplan-Gestaltungs-Praxis an öffentlichen deutschen Theatern überprüfen, die Forschungsfragen beantworten und die Voraussetzungen für die Entwicklung eines Modells der Spielplan-Gestaltung analysieren möchte. Der erste Teil widmet sich der Auswertung von Spielplänen von 41 ausgewählten deutschen Theatern nach spezifischen qualitativen Merkmalen, um allgemeingültige und aktuelle Tendenzen der Spielplan-Gestaltung zu erfassen. Im zweiten Teil des Kapitels werde ich die Ergebnisse einer Experten-Umfrage an den Dramaturgien der ausgewählten Theater analysieren und im dritten Teil die Notate einer zehnjährigen teilnehmenden Feldforschung am Nationaltheater Weimar zwischen 2003 und 2013 auswerten. Die dichte Beschreibung der Spielplan-Gestaltung im Rahmen einer langen Studie wird dabei helfen, auch die macht- und personalpolitischen Aspekte zu erfassen und zu untersuchen, die die Programme der Theater wesentlich beeinflussen.

Thomas Schmidt

Kapitel 3. Das Feld als kultur- und organisationstheoretischer Rahmen des Theaters – Eine theoretische Untersuchung

In diesem Kapitel meiner Untersuchung möchte ich den theoretischen Rahmen abstecken. Mit der Analyse zweier zu verknüpfender Theorien möchte ich die begrifflichen und theoretischen Werkzeuge entwickeln, die es mir ermöglichen sollen, das Theater, die Spielplan-Gestaltung und die Ergebnisse meiner empirischen Untersuchungen einzuordnen. Dabei handelt es sich zum einen um die Feldtheorie Pierre Bourdieus (1999) und die neo-institutionalistische Organisationstheorie nach Meyer und Rowan (1977). Ich werde den theoretischen Rahmen mittels dieser beiden Theorien entwickeln und die Spielplan-Gestaltung darin so einordnen, dass ihre vielfältigen und sehr komplexen Funktionen innerhalb des Theater-Feldes, innerhalb der Organisation des Theaterbetriebes und als ganzheitliches künstlerisches und manageriales Instrument betrachtet werden können.

Thomas Schmidt

Kapitel 3. Elektrochemische Verfahren und Systeme der Wandlung elektrischer Energie

Ein Verfahren der elektrochemischen Energieumwandlung – die Brennstoffzelle – wird auch als „kalte Verbrennung“ bezeichnet. Der Zusammenhang zwischen Energieumwandlung, Verbrennung als der sicher anschaulichsten und unmittelbarsten Umwandlung und der Energetik elektrochemischer Prozesse wird darin angesprochen.

Rudolf Holze

Kapitel 1. Bedeutung und Besonderheiten elektrischer Energie

Unser Alltag ist allenfalls in seltenen Ausnahmesituationen ohne Nutzung elektrischer Energie vorstellbar. Selbst in der klassischen Urlaubszeit fernab elektrischer Maschinen und vernetzter Büros wird ein Mobiltelefon nicht fehlen, sein Betrieb ist ohne leistungsfähige, kleine und möglichst preiswerte Energiespeicher nicht denkbar.

Rudolf Holze

Performance evaluation of an IC-engine with a novel partial admission turbocharger concept

In 2015, a novel control concept for the partial admission of a turbocharger turbine named MEDUSA (Multiple Exhaust Duct with Source Adjustment) was presented at the Stuttgart International Symposium. The basic idea of this control concept is to divide the turbine inlet into several sectors along the circumference and to control the admission of the different sectors individually. This partial admission approach works similar to a Variable Nozzle Turbine (VNT) control system and allows to increase the turbine inlet pressure at low engine mass flows by closing turbine inlet segments and thus restricting the effective flow area. As a consequence higher turbocharger power output at low engine load conditions can be achieved.

Markus Schatz, Fabian Seeger, Damian M. Vogt, Sergej Koch, Denis Notheis, Uwe Wagner, Thomas Koch

Der Geist der Atopie, oder Let’s Put the Loch in Bloch: Versuch in einer politischen Filmtheorie des Nonsens als (schwaches) Gesetz und Versetzung mit Simon Pegg

Drehli Robnik entwirft in „Der Geist der Atopie, oder Let’s Put the Loch in Bloch“ die Skizze einer politischen Filmtheorie des Populären, die ihren Fokus auf Bildwerdung, Wahrnehmbarkeit und Erfahrbarkeit der Möglichkeiten legt. Mit Ernst Bloch, Siegfried Kracauer und Jacques Rancière versucht er, Politik am Film ohne Vollkommenheitsvoraussetzungen zu denken und stattdessen eine atopische Versetzung auch und gerade auf sich selbst, mithin auf ihr eigenes Pathos der Nicht-Position anzuwenden. Es geht Robnik darum, im Atopischen das Moment einer kritischen Setzung festzuhalten. Diese Störung von Macht und Gesetz wird dann verbunden mit einem Sinn für Rechtsansprüche, insbesondere entgegen rassistischer Normalisierung. Am Beispiel der „Nonsens-Bildform“ und zweier Filme des Schauspielers und Autors Simon Pegg – der britischen Comedys Hot Fuzz (Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis; 2007; R: Edgar Wright) und The World’s End (2013; R: Edgar Wright) – zeigt Robnik, wie die populäre Politik des Nonsens als schwaches Gesetz der Versetzung funktioniert.

Drehli Robnik

Namen in der Wirtschaftswerbung als Elemente patriotischer Traditionen in Russland

Im vorliegenden Beitrag sollen eingangs die spezifischen Bedingungen erörtert werden, unter denen sich in Russland Namen als Träger patriotischer Traditionen etablieren konnten. Dies ist zuerst die besondere Entwicklung Russlands auf dem Weg von der Plan- zur Marktwirtschaft, die mit Verzögerung gegenüber den westlichen Industriestaaten überhaupt erst die institutionellen Voraussetzungen für die Herausbildung einer unter marktwirtschaftlichen Bedingungen funktionierenden Onymie geschaffen hat. Zum anderen sind es bereits in der Sowjetzeit geprägte Traditionen patriotischer Namen, die mit dem Zusammenbruch aller bestehenden Systeme von Normen und Werten, mit dem Wegfall der sowjetischen Staatlichkeit und dem Verlust des Status Russlands als einer der beiden Weltmächte nicht mehr so funktionieren konnten wie zuvor.

Edgar Hoffmann

Der wirtschaftliche Wert der Diatopie: externe Unternehmenskommunikation am Beispiel dialektaler Gaststättennamen zwischen (G)Lokalisierung und Entgrenzung

Der vorliegende wirtschaftslinguistisch ausgerichtete Beitrag analysiert anhand einer Auswahl bereichstypischer Beispiele diatopisch markierte Elemente in italienischen Gaststättennamen, die als glokale Marketingstrategien im semiotischen Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation gedeutet werden und z.B. durch Kettenbildung die Entgrenzung von Lokal- oder Regionalsprachlichkeit zur Folge haben. Herausgearbeitet werden einerseits unterschiedliche Arten der Dialektverwendung, die den werbewirksamen Einsatz dialektaler Elemente in der Namensgebung für Restaurants und Bars ermöglichen, ohne dass tiefgehende Dialektkompetenzen auf Klienten- oder Unternehmerseite vorhanden sein müssen.

Sara Matrisciano

Emotional Selling – Emotional Telling: Visuelles Storytelling und Emotionalisierung in der Pharmawerbung

Hat sich die Produktwerbung für Pharmaka schon in ihren Anfängen als gesellschaftsdeterminiertes und -determinierendes Genre etabliert, so stellen die heute mit Hilfe von Visualistik und Graphikdesign strategisch konzipierten und multimodal durchkomponierten Kampagnen des Pharmamarketings ein eigenes Werbegenre dar, das sich durch einen hohen Grad an multimedialer Hybridisierung auszeichnet. Die von Stöckl noch 2010 (2010b: 147) erwartete, aus dem komplexen Zusammenspiel verschiedener medialer Typen resultierende „Wechselwirkung der Stile“ ist heute auch in der Gesundheitswerbung alltäglicher Fakt. Pharmawerbung bedient sich zur Vermittlung von Werbebotschaften unterschiedlicher alltagskultureller Assoziationen und Konzepte. Das Spektrum reicht von sprachlicher und ikonischer Metaphorik über Bezüge zu realen und fiktiven Lebenswelten und Personen bis hin zu Elementen aus dem Bereich der Narration.

Cornelia Feyrer

Kapitel 3. Sektorale Annäherung: Kulturgütermarketing

Für die Konzeption des „Marketing im Kulturbetrieb“ wird, der voranstehenden Ausführung zur Marketingdisziplin entsprechend, der Anwendungsbezug aufgegriffen. Im Rahmen dieses Abschnitts wird der sektorale Ansatz verfolgt. Dabei gilt es für die Auseinandersetzung mit den Austauschprozessen im Kulturbetrieb von Befangenheiten und Vorstellungen gegenüber bestimmten Betrieben abzurücken. Dies bedeutet auch das Konzept „Kulturbetrieb“, aufgefasst als „kulturspezifische Umwelt“ (Heinrichs 2011, S. 131), nicht a priori auf einen Anbieter (bzw. einen Wirtschaftszweig) zu beschränken.

Nils H. Gröppel

Kapitel 4. Branchenspezifische Annäherung: Marketing in der Musikwirtschaft

Anders als in der vorstehenden Ausführung zum „Kulturgütermarketing“ beschreitet dieser Abschnitt den Weg einer branchenspezifischen Annäherung. Anhand einer ausgewählten Branche werden Überlegungen zum „Marketing im Kulturbetrieb“ angestellt. Grundlegend für diese Vorgehensweise ist die Annahme, unter Berücksichtigung der realen Gegebenheiten einer Branche könnten kulturbetriebsspezifische Besonderheiten für das Marketing identifiziert werden.

Nils H. Gröppel

Kapitel 1. Einleitung: Dynamik im Kulturbetrieb

Das wirtschaftliche Netz, das sich im Laufe der Zeit rund um die Produktion, Distribution und Rezeption von kulturellen Symbolen spannt, entwickelt sich in marktwirtschaftlich organisierten und in hohem Maße industrialisierten Gesellschaften zusehends zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig. Unterschiedliche (wirtschaftliche) Interessen treffen dabei aufeinander, ob Kulturschaffende, die zur Ausübung ihrer Profession nach adäquaten Produktionsbedingungen verlangen, die Vielzahl der (vermittelnden) Kulturbetriebe, die ihre langfristige Existenz sicherstellen müssen, oder RezipientInnen, die mit ihren begrenzten Mitteln versuchen bestmöglich zu haushalten. Zuletzt kann allerdings in öffentlichen Diskussionen – lanciert auch durch polemische Zwischenrufe wie etwa den „Kulturinfarkt“ (Haselbach et al. 2012) – der Eindruck entstehen, die Symbolproduktion und -vermittlung werde in zunehmendem Ausmaß von den wirtschaftlichen Voraussetzungen bestimmt.

Nils H. Gröppel

15. Signalverarbeitung

Während die letzten Kapitel den Aufbau einer Schaltung in den Fokus nahmen, soll dieses Kapitel die Funktionsweise zum Thema haben. Wie eine Schaltung oder ein ganzes Gerät arbeitet, das Zusammenspiel der Einzelkomponenten gestaltet, nimmt bedeutenden Einfluss auf das EMV-Verhalten. Beispielsweise kann man die Verstärkung eines Sensorsignals fast beliebig steigern, um eine erforderliche Empfindlichkeit zu erreichen. Damit könnte jedoch auch vermehrt ein Störsignal überhandnehmen. Um dies zu verhindern, sollte die Verstärkung nur zu bestimmten, festgelegten Zeiten hochgesteuert werden, nämlich dann, wenn ein Signal tatsächlich zu erwarten ist. Man nennt diese Art der Steuerung auch Koinzidenz-Verfahren. Koinzidenz Die in diesem Kapitel erläuterten Methoden und Schaltungen dienen als Anregung – sie stellen keine fertigen Konzepte oder Detailschaltungen dar, dafür ist in diesem Buch kein Platz, denn die Anforderungen sind zu vielfältig.

Dieter Stotz

2. Arten der Störfestigkeit

Störfestigkeit wird nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Kurze, durch Schaltfunken hervorgerufene, multiple Spannungsspitzen zeigen häufig eine breite, aber unspezifische Frequenzverteilung. Dagegen wirken sich Geräte mit Übertragungsfunktion mehr mit diskretem spektralen Aufbau aus, dafür sind diese Einflüsse häufig von dauerhafter Natur.Neben elektromagnetischen Störungen sind auch statische Größen von Bedeutung, beispielsweise elektrostatische Entladung, starke Magnetfelder oder Stoßspannung und Stoßstrom.Alle Störeffekte haben unterschiedliche Entstehungsursachen und Charakteristik. Dieses Kapitel beleuchtet die Prinzipien und Zusammenhänge, jedoch keine Grenzwerte und standardisierte Messanordnungen, welche in späteren Kapiteln genauer betrachtet werden.

Dieter Stotz

4. Messungen zur Prüfung der Störfestigkeit

Zur Beurteilung der Störfestigkeit einer Anordnung oder eines Gerätes müssen Messaufbau und Störgrößen möglichst exakt und reproduzierbar normativen Vorgaben entsprechen. Nur so ist gewährleistet, dass Grenzwerte auch tatsächlich eingehalten werden. Manche Normen lassen gewisse „Spielräume“, diese sollten jedoch zur Feststellung der relevanten Störfestigkeit eine untergeordnete Rolle spielen.Die geltenden Grenzwerte richten sich nach dem anzuwendenden Schärfegrad Schärfegrad . Üblich sind hier Industriebereich Industriebereich und Wohnungsbereich Wohnungsbereich . Da im Industriebereich schwerere „Störer“ zu vermuten sind, muss der Proband folgerichtig dort auch höhere Störpegel vertragen. Wir werden im Kap. 8 die unterschiedlichen Schärfegrade und die daraus resultierenden Grenzwerte etwas genauer betrachten.

Dieter Stotz

Zahlungsverkehr

Zur rationellen Abwicklung von SEPA-Zahlungen sind als Kundenkennung die IBAN und als Bankkennung die BIC bei den Zahlungsaufträgen anzugeben. Da in der IBAN auch der Ländercode und die Bankleitzahl zur Identifizierung des Kreditinstituts enthalten sind, ist bei Zahlungen nur die Angabe der IBAN notwendig.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

1. Grundlagen der Elektrotechnik

Im ersten Abschnitt des Buches werden die allgemeinen Grundlagen der Elektrotechnik behandelt, auf deren Erkenntnisse alle speziellen Fachgebiete wie z. B. die Messtechnik, Elektronik oder Antriebstechnik aufbauen. Sie stehen damit zwingend am Beginn jeder Ausbildung in elektrotechnischen Fächern.Die Grundlagen der Elektrotechnik sind eine für Ingenieurwissenschaften geeignete Darstellung der klassischen Elektrizitätslehre der Physik, die sich aus den Erkenntnissen vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gebildet hat. An diesem Werk haben eine Vielzahl von Wissenschaftlern ihren Anteil, denen wir in der Bezeichnung fast aller Einheiten der elektrotechnischen Grundgrößen begegnen. Beispielhaft seien hier nur die Physiker Andre-Marie Ampère (1775–1836), Georg Simon Ohm (1789–1854) und schließlich Alessandro Volta (1745–1827) genannt, deren Namen in den Einheiten des wichtigsten Grundgesetzes – des Ohmschen Gesetzes – miteinander verbunden sind [1, 2, 3, 4].

Prof. Dr.-Ing. Rolf Fischer

Zahlungsformen

Mit der SEPA-Lastschrift können Euro-Einzüge grenzüberschreitend in einem einheitlichen Verfahren, mit einheitlichem Datenformat vorgenommen werden. Gesetzliche Grundlage ist die EU-Zahlungsdiensterichtlinie.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

RDE-Konzept auf Basis eines vollvariablen, hydraulischen Ventiltriebs

Die Einführung des WLTC-Testverfahrens (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Cycle) und des RDE-Tests (Real Driving Emissions) zieht Konsequenzen bei der Auslegung von Verbrennungsmotoren nach sich. Da der RDE-Test im Alltagsverkehr auf der Straße und somit stochastisch gefahren wird, dürfen die Emissionsgrenzwerte im kompletten Betriebsbereich des Motors nicht überschritten werden.

Mario Medicke, Michael Günther, Ronny Trettin, Michael Hampel, Andreas Mayer, Daniel Wolf

Potenziale einer Hochlast-AGR bei Pkw-Dieselmotoren

Aufgrund der von der Europäischen Union festgelegten Grenzwerte für den Emissionsausstoß von Pkw-Verbrennungsmotoren liegt der Fokus des Entwicklungsprozesses auf der Reduzierung der gesetzlich limitierten Schadstoffemissionen, ohne dabei durch die getroffenen Maßnahmen den Kraftstoffverbrauch zu erhöhen.

Peter Eilts, Marcel Müller

Analyse der Komponentenanforderungen zum Erreichen des stöchiometrischen Verbrennungsluftverhältnisses eines High-Downsizing-Konzepts in allen Betriebsbereichen

Aufgrund von Umweltbelangen und der Gefahr der globalen Erwärmung besteht seit langem der Wunsch, den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen von Fahrzeugen zu reduzieren. Das Downsizing von Ottomotoren hat sich bereits als Technologie etabliert, um dies zu erreichen [1, 2, 3]. Weitere Vorteile sind durch noch aggressiveres Downsizing möglich.

Christian Vogler, Mike Bassett, Jonathan Hall, James Taylor, Martin Berger, Gerhard Zsiga

Kapitel 5. Fallstudie Kühlwasserkreisläufe in der Automobilindustrie

Gegenstand dieses Kapitels ist die Evaluierung des entwickelten Entscheidungsunterstützungssystems zur modellbasierten Investitionsplanung produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen anhand einer realitätsnahen Fallstudie. Betrachtet werden Kühlwasserkreisläufe in einem Motorenwerk eines deutschen Automobilherstellers mit dem Ziel, ein effizientes Maßnahmenbündel produktionsbezogener Umweltschutzmaßnahmen für die Kühlwassersysteme zu ermitteln. Zu Beginn wird in Abschnitt 5.1 die Ausgangslage des Motorenwerkes bezüglich der Kühlwassersysteme beschrieben und die Aufgabenstellung formuliert.

Ina Schlei-Peters

Kapitel 8. AbgasreinigungAbgasreinigung in Beschichtungsbetrieben

Angesichts der ständig zunehmenden Belastung unserer Umwelt durch feste Abfälle und Schadstoffe in Abwässern und Abgasen und aufgrund der damit ständig größer werdenden Beeinträchtigung unserer Lebensbedingungen und Lebensqualität gewinnt der Umweltschutz immer mehr an Bedeutung. Große Konzentrationen von Luftverschmutzungen bewirken eine Schädigung von Menschen, Tieren, Pflanzen und Bauwerken. Aus diesem Grund entwickelt sich ein anderes, ein ökologisches Bewusstsein bei den zuständigen und verantwortlichen Personen aus Industrie und Politik, aber auch bei den einzelnen Bürgern. Die Behandlung und Beseitigung von festen Abfällen, die Aufbereitung und Reinigung belasteter Abwässer vor ihrer Einleitung in stehende bzw. fließende Gewässer sowie die Entsorgung von Schadstoffen aus Abgasen vor ihrem Ausstoß in die umgebende Atmosphäre stößt mehr und mehr auf allgemeines Interesse. Aus diesem Grund spielt auch die Wärmerückgewinnung eine große Rolle. Sie sorgt dafür, dass entstandene Wärme und somit Energie in gewissem Maße wieder nutzbar gemacht werden kann. Dies ist nicht nur vom ökologischen Standpunkt aus wichtig, sondern auch aus ökonomischer Sicht. Wenn wiedergewonnene Energie weiterverwendet wird, führt dies zu einem geringeren Gesamtenergie- und Rohstoffverbrauch.

Andreas Giessmann

Kapitel 2. Anforderungen an einen Beschichtungsbetrieb

Bei der Planung eines Beschichtungsbetriebes muss von verschiedenen Überlegungen ausgegangen werden, da mehrere Faktoren für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich sind. Dazu gehören Lage und Layout der Fabrik, die zur Anwendung kommenden Chemikalien und deren Aufbereitung sowie die Investition in bestimmte Zusatzaggregate.

Andreas Giessmann

Poststrukturalistische Kultursoziologien

Seit Ende der 1960er-Jahre ist eine enorme Bandbreite poststrukturalistischer Ansätze entstanden, von denen an dieser Stelle die für die gegenwärtige Kultursoziologie relevantesten vorgestellt werden: Michel Foucaults Analytik der Wissen-Macht-Subjekt-Komplexe, Jacques Derridas dekonstruktive Kulturtheorie, Judith Butlers Kulturtheorie der Performativität, Ernesto Laclaus und Chantal Mouffes Kulturtheorie der Hegemonie sowie neuere, poststrukturalistisch inspirierte Kulturforschungen der studies. In der deutschsprachigen Kultursoziologie werden diese Ansätze gegenwärtig mit praxistheoretischen und pragmatistischen Ansätzen zu einer neuen kultursoziologischen Analytik verknüpft.

Stephan Moebius

Helmuth Plessner und die Kultursoziologie

Helmuth Plessners Ansatz innerhalb der Philosophischen Anthropologie – entfaltet in Die Stufen des Organischen und der Mensch – führt direkt in eine kultursoziologische Perspektive, insofern Plessner den Menschen hier als das von Natur aus künstliche Lebewesen versteht: als dasjenige, das zugleich Subjekt und Objekt der Kultur, wie auch Subjekt und Objekt der Natur ist. Diese Perspektive prägt auch Plessners historisch-soziologische Analyse der eigenen Gegenwartsgesellschaft – die berühmte Deutschlandstudie Die verspätete Nation. Parallel entfaltet Plessner in Macht und menschliche Natur eine Gesellschaftstheorie als Theorie der politischen Konstitution kollektiver Identitäten. Ihr sozialtheoretisches Pendant liegt in Grenzen der Gemeinschaft vor. Grundlegend führt der Ansatz Plessners, welcher das körperliche Leben im Menschen ernst nimmt, schließlich in eine Analyse der differenten Medien oder kulturellen Formen, in denen das menschliche Leben seinen Welt-, Sozial- und Selbstbezug erzeugt – von Sprache, Musik, Architektur usw. in ihrer Art, den Körper zu affizieren (Einheit der Sinne).

Heike Delitz

Objekte aus kultursoziologischer Perspektive

Im vorliegenden Aufsatz geht es um die Rolle der Dinge für menschliche Kultur sowie für Gesellschaften. Die Weltoffenheit des Menschen bedingt die Notwendigkeit der Ergänzung seines Körperleibes durch kulturell geschaffene Objekte. Die Dinge eröffnen, anthropologisch betrachtet, Weltzugänge und Handlungsmöglichkeiten. Sie sind von grundlegender soziologischer Bedeutung, da sie physische und psychische Kontingenzen aller Art reduzieren und kollektive wie auch individuelle Identitäten aufbauen und stabilisieren. Sie repräsentieren gesellschaftliche Ordnungen, Denk- und Wertstrukturen auf eine unspektakuläre, durch ihre erfahrbare Präsenz selbstverständliche Weise. Doch in der Moderne, in der sich die kulturellen Objekte quantitativ und qualitativ enorm weiterentwickelt haben, wird die grundlegende Rolle der Dinge in der Regel verkannt. Ihre Zahl wächst, und gleichzeitig schwindet die Wertschätzung des einzelnen Dinges. Die Dinge werden nun primär in den Dienst genommen für wirtschaftliche (Wachstum) und politische Zwecke (Integration), indem sie emotional aufgeladen werden für den hedonistischen Konsum, der jedoch weniger dem Objekt selbst als vielmehr dem emotional und erlebnishaft stimulierten Kaufakt sowie der sozialen Positionierung des Käufers gilt, und deshalb in psychologischer, sozialer wie in ökologischer Hinsicht wenig nachhaltig ist.

Aida Bosch

Ökonomie als Kultur

Dieser Aufsatz analysiert zwei historische Momente der kultursoziologischen Betrachtung von Ökonomie: die von den Klassikern der Soziologie entfaltete Perspektive von Ökonomie als Kultur auf der einen Seite und die gegenwärtigen Debatten, die unter dem Stichwort der Cultural Economy zusammengefasst werden, auf der anderen Seite. In beiden Fällen wird eine für die Moderne konstitutive Gegenüberstellung von Kultur und Ökonomie unterminiert. In dieser Gegenüberstellung wird Ökonomie oftmals mit Materialität, Natürlichkeit und Gesetzmäßigkeit assoziiert, während Kultur als „bloßes“ Epiphänomen behandelt wird. Der Aufsatz zeigt auf, dass die erfolgreiche Aushöhlung der Binarität von Kultur und Ökonomie in den gegenwärtigen Debatten einen begrifflichen und wissensgeschichtlichen Reflexionshorizont braucht, damit die innovative und erhellende Perspektive der Kultursoziologie auf Ökonomie weiter entwickelt werden kann.

Ute Tellmann

Geschlecht aus kultursoziologischer Perspektive

Ausgehend von der Annahme, dass kultur- und geschlechtersoziologische Interessen in der Theoretisierung von Kontingenz, Historizität und Praxis konvergieren, skizziert dieser Beitrag, inwiefern sich die Thematisierung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen im Kontext kultursoziologischer Forschung gewandelt hat. Dabei stehen im ersten Teil die heute als klassisch geltenden Theoretiker und die Kritiken und Konzepte zeitgenössischer Denkerinnen im Mittelpunkt. Im zweiten Teil wird darauf eingegangen, wie konstruktivistische und poststrukturalistische Perspektiven dazu verhelfen, die Frage nach Geschlechterdifferenzen und -verhältnissen zu reformulieren. Die Analysen von Macht- und Herrschaftsverhältnissen erhält in geschlechtersoziologischen Studien besondere Aufmerksamkeit. Historische Kontinuitäten zeigen sich dabei in den von frauenbewegter/feministischer und geschlechterforschender Seite geäußerten Kritik an der Naturalisierung von Geschlecht, Geschlechterdifferenz und Heterosexualität sowie an verschiedenen Erscheinungen von Androzentrismus, die lebensweltliche und kultursoziologische Wissensordnungen prägen.

Sonja Engel

Kapitel 3. Quasiexperimentelle Feldstudie zur Beanspruchung von Montagemitarbeitern

Im Kapitel 3 erfolgt die detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung der Beanspruchung von Montagemitarbeitern. Dazu werden zunächst die Hypothesen der Studie vorgestellt (vgl. Abschnitt 3.1) und die Anforderungen an Versuchsdurchführung und Versuchsumgebung beschrieben (vgl. Abschnitt 3.2). Darauf aufbauend erfolgt im Abschnitt 3.3 die Darstellung des Versuchsdesigns, bestehend aus den Erläuterungen zur Stichprobe, der Beschreibung der untersuchten Arbeitsplätze, der Vorstellung der verwendeten Messmethoden und -instrumente sowie der Bericht zur Versuchsdurchführung.

Kerstin Börner

Sport als Politik: Vereine vor neuen Herausforderungen

Das Politikfeld Sport ist in Deutschland staatsfern ausgestaltet. Sport wird hier maßgeblich durch zivilgesellschaftliche Akteure, den organisierten Sport, geprägt. Der organisierte Sport finanziert und verwaltet sich weitgehend autonom, wobei es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ebenen – Bund, Länder, Kommunen – gibt. Die Sportvereine sind der beliebteste Bereich, um Sport zu treiben und sich zu engagieren. Sie stellen damit eine wichtige soziale Infrastruktur der Zivilgesellschaft dar. Diese Infrastruktur bekommt allerdings Risse. Das Organisationsmodell der Vereine, welches auf freiwilliger Selbstorganisation der Mitglieder gründet, funktioniert aufgrund veränderter Engagementbereitschaft der Bürger oft nicht mehr. Zudem gestaltet sich die Nutzung öffentlicher Sportstätten vor dem Hintergrund von Budgetkürzungen der Kommunen als zunehmend schwierig. Als Antwort auf veränderte Kontextbedingungen investieren Sportvereine vermehrt in eigene Sportanlagen und professionalisieren ihre Personalstruktur. Um die damit verbundenen höheren Gemeinkosten zu finanzieren, haben sich Sportvereine inzwischen auch als Träger sozialer Dienstleistungen etabliert.

Joachim Benedikt Pahl, Annette Zimmer

Westliche (Unternehmens-)Familienmodelle im historischen Wandel: Eine prozess-soziologische Skizze

Die Trennung von Wohnen und Wirtschaften ist historisch eine relativ junge Erscheinung, die sich in Europa vor allem in den vergangenen zwei Jahrhunderten verbreitete. Von der griechischen und römischen Antike über das Mittelalter bis zur frühen Neuzeit waren Hausgemeinschaften die zentrale identitätsvermittelnde Institution der vormodernen agrarischen Gesellschaften, in denen der Großteil der Menschen lebte und arbeitete. Diese Haushalte setzten sich aus verwandten und nicht-verwandten Personen zusammen.

Désirée Waterstradt

Vom Familienunternehmen zur Unternehmerfamilie: Zur Erweiterung einer sozialwissenschaftlichen und systemtheoretischen Perspektive

Der Begriff „Familienunternehmen“ ist eigentlich unserer Alltagssprache entnommen. Es ist keine spezifische Rechtsform damit gemeint. Die offiziellen Statistiken knüpfen in der Regel ebenfalls nicht an diesen Begriff an. Die Kriterien, die üblicherweise mit dem Begriff „Klein- und Mittelbetriebe“ (KMU) bzw. mit dem Begriff „Mittelstand“ verbunden werden, eignen sich für ein adäquates Erfassen dessen, was Familienunternehmen in ihrer Substanz ausmachen, nicht. Deshalb ist es auch gar nicht so leicht zu sagen, wie viele Unternehmungen dieser Sorte es letztlich gibt.

Rudolf Wimmer, Fritz B. Simon

Hydriertes Pflanzenöl (HVO)

Im Zuge eines Forschungsprojekts am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien wurde das Verhalten von HVO in verschiedenen Mischungsverhältnissen mit konventionellem Dieselkraftstoff an einem modernen Dieselmotor untersucht. Der Kraftstoff ist im Gegensatz zu fossilem Diesel praktisch aromatenfrei. Aufgrund dieser Tatsache kann mit dem Kraftstoff eine beträchtliche Absenkung der Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid-Emissionen sowie der Rußbildung erreicht werden. Ein wichtiges Kriterium beim Einsatz von alternativen Kraftstoffen ist die Auswirkung auf die Ölverdünnung bei Nacheinspritzung im Partikelfilter-Regenerationsbetrieb. Hierbei werden im Niedriglastbereich durch sehr späte Nacheinspritzungen teils erhebliche Mengen an Kraftstoff durch Wandanlagerung in das Schmieröl eingetragen. Die hohe Zündwilligkeit des Alternativkraftstoffes hat einen Anstieg des im Brennraum umgesetzten Kraftstoffes zu Folge. Somit steht weniger unverbrannter Kraftstoff im Oxidationskatalysator zur Erzeugung der notwendigen Temperaturen zur Verfügung, was wiederum eine Anhebung der Nacheinspritzmenge erfordert. Bei allen Untersuchungen welche von der konventionellen Dieselverbrennung abweichen hat sich gezeigt, dass eine Beimischung von 20 % HVO zu konventionellen Diesel zu Vorteilen bei Partikel-, HC- und CO-Emissionen führt. Gleichzeitig können hier keinerlei Nachteile beobachtet werden. Allerdings können steigende Beimischraten aufgrund der hohen Cetanzahl zunehmend Probleme bei Applikation des Motors auf Norm-Dieselkraftstoff durch einen verkürzten Zündverzug nach sich ziehen. Beimischungen über 20 % sind aber nach der derzeitigen Gesetzeslage nicht zu erwarten.

Aleksandar Damyanov

Oktan- & Vorentflammungskennzahlen

[1], [8] Die bekanntesten Kraftstoffspezifikationen zur Beschreibung des Klopfverhaltens sind derzeit die Research-Oktanzahl (RON) und die Motor-Oktanzahl (MON). Beide werden experimentell mit einem normierten CFR-Prüfmotor ermittelt. Der genaue Ablauf der Oktanzahlprüfung ist in den Normen ASTM D2699 (EN-ISO 5163) für RON, D2700 (EN-ISO 5164) für MON sowie der DIN 51756-7 für Alkoholkraftstoffe festgehalten. Die Oktanzahl wird mit der sogenannten „Eingabelungsmethode“ mit Gemischen aus n-Heptan und Isooktan bestimmt.

Josef Graf, Christian Martin

Synthetische Kraftstoffe

Anwendung von Oxymethylenether (OME) am Dieselmotor

Zur langfristigen Sicherstellung von Mobilität und Transport sind Kraftstoffe als Energieträger unverzichtbar. Ihre flexible Handhabung, die hohe Energiespeicherfähigkeit verbunden mit langjährig bewährten krisensicheren Infrastrukturen machen sie zu einer essenziellen Säule einer verantwortungsbewussten Energiepolitik.In diesem Kapitel wird mit OME (Oxymethylenether) ein Kraftstoff betrachtet, der die genannten Anforderungen erfüllt und daher ein sehr interessanter Kandidat für eine langfristige Kraftstoffpolitik ist. Als Ersatzkraftstoff für das dieselmotorische Brennverfahren richtet er sich zudem an die breitestmögliche Anwendung (LKW, PKW, Baumaschinen, Industriemotoren bis hin zu Bahn- und Schiffsanwendungen). Im Rahmen des Beitrags werden verschiedene Ansätze zur Markteinführung beleuchtet und mit dazugehörigen Motor- oder Fahrzeugversuchen untermauert.

Christian Beidl, Markus Münz, Alexander Mokros

OME als Reinstoff: Emissionsreduktion bei Dieselmotoren durch sauerstoffhaltige synthetische Kraftstoffe

Neat OME: Emission Reduction for Diesel Engines by Synthetic Oxygenate Fuels [Hä18]

Die luftverunreinigenden Emissionen von Verbrennungsmotoren werden einerseits durch das verwendete Brennverfahren und die eingesetzten Abgasnachbehandlungseinrichtungen bestimmt, andererseits hat jedoch auch die Zusammensetzung des genutzten Kraftstoffs einen signifikanten Einfluss auf die charakteristische Emission von Partikeln und gasförmigen Schadstoffen. Insbesondere bestimmte sauerstoffhaltige Kohlenwasserstoffe (Oxygenate) haben das Potenzial zur rußfreien Verbrennung und sind eine geeignete Basis für solche emissionsoptimierten Energieträger. Der vorliegende Vortrag präsentiert wesentliche Anforderungen an den Kraftstoff für eine rußfreie Verbrennung und zeigt experimentelle Ergebnisse mit dem besonders wirkungsvollen Oxymethylenether (OME), der in Rahmen eines geschlossenen CO2-Kreislaufs klimaneutral hergestellt und genutzt werden kann.

Martin Härtl, Dominik Pélerin, Kai Gaukel, Patrick Dworschak, Georg Wachtmeister

Kapitel 3. Grundlagen

Zum besseren Verständnis werden die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen behandelt. Zunächst wird auf die Betriebsfestigkeitsanalyse und die Festigkeitsabsicherung im Fahrzeugbau eingegangen. Daran schließt sich ein kurzer Überblick über die Elektrifizierung von Fahrzeugen und die dafür verwendeten Komponenten an. Das Kapitel schließt mit einer Einführung in Multilevel-Ansätze in der Materialwissenschaft und die Übertragung des Konzepts auf die Festigkeitsanalyse komplexer Strukturen im Fahrzeugbau.

Dr.-Ing. habil. Andreas Dörnhöfer

6. Die Feuerrevolution oder kulturelle Revolution

Vor etwa zwei Millionen Jahren fand in Afrika die wahrscheinlich größte Revolution in der Geschichte der Menschheit statt. Ich nenne sie auch die „kulturelle Revolution“. Ich vermute, dass sie bedeutsamer war als die Neolithische (Ackerbau und Viehzucht) oder als die industrielle Revolution.

Prof. Dr. Gerhard Schwarz

9. Der Umgang mit Mustern

Die Reflexion auf archaische Muster ist und war für mich immer wieder wichtig für das Verständnis von gruppendynamischen Prozessen. Insbesondere bei Konfliktinterventionen, aber auch bei der Reifeentwicklung von Gruppen (besonders Expertengruppen), die vor allem für Entscheidungsfindungen eingesetzt werden, können derartige Muster die Qualität von Entscheidungen erheblich beeinträchtigen.

Prof. Dr. Gerhard Schwarz

10. Halbleiterspeicher

Schaltungen, die Informationen speichern und zu einem späteren Zeitpunkt unverändert wiedergeben können, werden als Speicher bezeichnet. Digitale Halbleiterspeicher zeichnen sich durch hohe Arbeitsgeschwindigkeit und hohe Zuverlässigkeit sowie niedrigen Leistungsverbrauch bei relativ kleinen Kosten je Bit aus. Durch ihre Herstellung als integrierte Schaltkreise ergibt sich eine hohe Speicherdichte und damit ein kleines Volumen. Aus Speicher-ICs lassen sich Speicher mit beliebiger Kapazität und Organisation aufbauen, die vorwiegend als Programm- und Datenspeicher in Mikroprozessoranwendungen eingesetzt werden (z. B. als PC-Arbeitsspeicher).

Leonhard Stiny

6. Feldeffekttransistoren

Bei Bipolartransistoren (BJT) findet der gesteuerte Stromfluss über jeweils zwei Sperrschichten statt, an der Wirkungsweise des Transistors sind Elektronen und Löcher, also Ladungsträger beider Polarität, beteiligt.Auch der Feldeffekttransistor (FET $$=$$ Field-Effect-Transistor) ist ein Halbleiterbauelement. Feldeffekttransistoren haben aber nur eine einzige interne Sperrschicht. Beim FET trägt zur Steuerung und zum Stromtransport je nach Bauart nur eine Sorte von Ladungsträgern bei, Elektronen oder Löcher. Daher werden FETs auch als Unipolartransistoren (unijunction transistor, UJT) bezeichnet.FET haben wie Bipolartransistoren drei Anschlüsse. Diese werden wie folgt bezeichnet (siehe auch Tab. 6.1): Source (S), dies ist die Quelle oder Quellenelektrode, entspricht beim BJT dem Emitter Drain (D), dies ist die Senke oder Senkenelektrode, entspricht beim BJT dem Kollektor Gate (G), dies ist die Steuerelektrode, entspricht beim BJT der Basis.

Leonhard Stiny

7. Thyristoren

Die Bezeichnung Thyristor (SCR $$=$$ silicon-controlled rectifier) setzt sich aus Teilen der Begriffe Thyratron und Transistor zusammen. Das Thyratron ist ein veraltetes Röhrenbauelement zum Schalten elektrischer Ströme.Im Bereich großer Leistungen sind Thyristoren wichtige Bauelemente der Leistungselektronik. Der Thyristor ist eines der ältesten leistungselektronischen Halbleiterbauelemente, wurde bereits 1952 von W. Shockley erfunden, und ist auch heute noch der ideale Schalter für viele Anwendungen in der Starkstromtechnik.Die Funktionsweise entspricht einer steuerbaren Gleichrichterzelle, sie kann mit einer zu einem bestimmten Zeitpunkt einschaltbaren Diode verglichen werden. Im sperrenden (hochohmigen) Zustand dürfen am Thyristor sehr hohe Sperrspannungen (einige tausend Volt) anliegen. Im leitenden (niederohmigen) Zustand kann ein sehr hoher Strom (einige tausend Ampere) durch den Thyristor fließen, wobei am leitenden Thyristor nur eine sehr kleine Spannung abfällt.Als elektronischer Schalter hat der Thyristor zwei Schaltzustände. In einer Stromrichtung sperrt der Thyristor. Damit er in der anderen Richtung leitet, muss er eingeschaltet werden. Der Übergang von AUS auf EIN heißt Zünden, der Übergang von EIN auf AUS wird als Löschen bezeichnet. Die Steuerung (das Schalten) des Thyristors kann anodenseitig oder kathodenseitig erfolgen. Im eingeschalteten Zustand verhält sich der Thyristor ähnlich wie eine Diode. Deshalb wird als Schaltzeichen des Thyristors ein Diodensymbol mit zusätzlichem Steueranschluss (Gate) verwendet (Abb. 7.1).

Leonhard Stiny

9. Grundlagen integrierter Halbleiterschaltungen

Auch in diesem Abschnitt liegt der Schwerpunkt nicht auf der Schaltungstechnik, sondern auf Aufbau, Eigenschaften und Funktionsweise von Bauelementen bzw. Bausteinen. Bei der Besprechung digitaler integrierter Schaltungen werden die grundlegenden Verknüpfungen der Digitaltechnik als bekannt vorausgesetzt.

Leonhard Stiny

Bestandsaufnahme 1: Broadening und Deepening – die Politisierung des Markenkonzeptes

Das Broadening und Deepening des Markenkonzeptes beschreibt einerseits die Ausweitung des Markenkonzeptes auf nicht-kommerzielle und soziale Institutionen und andererseits die Vertiefung von Marken in gesellschaftliche Aspekte der Markenführung. Das Broadening der Markenpolitik hat zur Konsequenz, dass sich politische Institutionen, Parteien und Nichtregierungsorganisationen zunehmend als Marken begreifen und mit umfassender Anwendung des Marketingmixes ihre interne Aufstellung und ihre Präsenz in der Öffentlichkeit organisieren.Die Vertiefung des Markenkonzeptes beschreibt die Verschränkung der Markenfunktionen mit allen internen und externen Schnittstellen von Unternehmen oder Institutionen. Die stärkere gesellschaftliche Sichtbarkeit von Marken ist das Ergebnis einer gestiegenen Nachfrage der Stakeholder nach Transparenz und Verständnis von ökologischer oder sozialer Verantwortung der Unternehmen, die zu Konzepten wie CSR oder SRI geführt haben.Vor allem in jüngerer Zeit wird die Funktion des soziopolitischen Kontextes als Echokammer für mögliche aktive Positionierungen, Haltungen und Handlungen von Marken im politischen Raum sichtbar, die im Mittelpunkt des Buches steht. Aktuelle Phänomene wie Political Consumerism, Brand Purpose und Brand Activism beschreiben eine zunehmende ethische Aufladung, Moralisierung und Politisierung von Markenangebot und -nachfrage.Diese Trends werden mit Haltungen und empirischen Erkenntnissen in ihrer jüngeren Entwicklung dokumentiert und im Lichte der entwickelnden Literatur eingeordnet. Fallbeispiele aus der jüngeren Vergangenheit belegen einen klaren Trend, dass sich kommerzielle Marken aktiv entlang zentraler politischer Fragestellungen orientieren und nicht nur Haltungen, sondern auch Handlungen entsprechend ausrichten, bisweilen mit einem bewusst kalkulierten Risiko kurzfristiger wirtschaftlicher Sanktionen.

Jan Dirk Kemming

Kapitel 8. Bürgerwehren, Gewaltmonopol und öffentlicher Raum

Womit hat man es bei Bürgerwehren auf theoretischer Ebene zu tun? Was genau macht diese Gruppierungen aus, und handelt es sich bei ihnen um ein kriminologisch relevantes Phänomen? Wenn dies der Fall sein sollte, welche Bedeutung kann man den Gruppierungen – vor allem dann, wenn sie keine Gewalt anwenden – beimessen?

Anika Hoffmann

„Da haben sie uns ja auch total einen mit in die Tasche gelogen“. Moral als Motiv der Erinnerung und visuellen Rezeption des Holocaust

Der Beitrag widmet sich dem Phänomen der visuellen Erinnerung an den Holocaust auf empirischer Ebene. Anhand von Gruppendiskussionen über einen visuellen Gesprächsanreiz wurde der Frage nachgegangen, inwiefern die im kollektiven Gedächtnis tradierten Bilder, Zeichen und Symbole das Deuten und Wissen der Vergangenheit im sozialen Alltag prägen und beeinflussen. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Einzelfallanalyse vor, für die das Zusammenspiel von anthropologischer Vergangenheitsinterpretation, moralischer Verantwortungsübernahme für die Geschichte und Erinnerung wesentlich gewesen ist. Die Typik des Falls erlaubt dabei Einsichten in die besondere konsolidierende Wirk- und Bindungskraft des kollektiven Gedächtnisses.

Sebastian Schönemann

6. Elektromagnetische Verträglichkeit und Überspannungsschutz

Elektromagnetische Vorgänge können neben erwünschten Effekten in vielfältiger Weise auch unerwünschte, störende oder gefährliche Effekte bewirken: Elektrische Anlagen und Geräte der Gebäudetechnik können durch ihre elektromagnetische Umgebung in ihrer Funktion gestört oder gar zerstört werden. Entstehende Gebäude- und Anlagenschäden können zu teuren Betriebsausfällen führen, Blitze und Überspannungen können Leben gefährden. Die Fähigkeit eines Gerätes oder einer Anlage „in seiner Umgebung zufriedenstellend zu arbeiten, ohne untragbare Störungen in die Umwelt oder andere Geräte hinein zu tragen“ (Definition der International Electrotechnical Commission IEC), nennt man Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). In der Praxis wichtige Störquellen und die Kopplungsmechanismen, die zum Auftreten von elektromagnetischen Störungen und insbesondere auch zu Überspannungen führen können, werden beschrieben. Darauf aufbauend werden mit Bezug auf die Gebäudetechnik die EMV-Maßnahmen zu ihrer Unterbindung, wie Erdung, Schirmung, Potentialtrennung und Schutzbeschaltungen anschaulich erläutert.

Hartmuth Paerschke

Kapitel 1. Die Unlesbarkeit unserer Zeit

Vielfältig sind die Krisenzeichen unserer Zeit. Der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet, die politischen Strukturen erodieren und die wirtschaftlichen Verhältnisse überzeugen nicht mehr. Von einer Tendenzwende wird angesichts der Neuerungen, der Enttäuschungen, der Brüche von Entwicklungen, der Erosion von Gewissheiten, der Unbestimmtheiten, der Führungsverluste, der neuartigen Konflikte trotz oder wegen zunehmender globaler Verflechtungen und scheinbar schwindender politischer Gestaltungskraft gesprochen.

Michael Hüther, Matthias Diermeier, Henry Goecke

Kapitel 3. Räumliche Öffnung und hohe Dynamik: Stilisierte Fakten zur „zweiten Globalisierung“

Das in der „zweiten Globalisierung“ charakterisierende Muster der globalen Spezialisierung zeigt sich in der Robustheit der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die sich ganz offenkundig unbeeindruckt von politischen Schocks mit relativer und dennoch erstaunlicher Beständigkeit vollzieht. Gemessen an den Erfahrungen und an den theoretischen Erwägungen zur Konjunktur ist diese Robustheit angesichts von Brexit und Donald Trump ansonsten schwer zu erklären. Konjunkturelle Robustheit und Ausreifung der „zweiten Globalisierung“ erscheinen somit als zwei Seiten einer Medaille, deren Glanz allerdings dadurch verblasst, dass sich mit diesen Wirkungen eine zunehmende Entkräftung, gar Erschöpfung dieser Globalisierung verbinden. Gemeint sind die Effizienzillusion aufseiten der Entwicklungsländer sowie die Sicherheitsillusion der entwickelten Industrieländer.

Michael Hüther, Matthias Diermeier, Henry Goecke

Friendzone Level 5000. Memes als bildvermittelte Subjektivierungspraktiken

Memes sind Internet‐Phänomene, genauer gesagt: Nutzergenerierte Inhalte verschiedenster Art (Bilder, Videos, Texte), die sich insbesondere durch die Art ihrer Verbreitung und Weiterverarbeitung auszeichnen. Es handelt sich dabei überwiegend um bildbasierte Formen der Massenkommunikation. Damit einhergehen sowohl die Verbreitung von Werten, Normen, Ansichten und Idealen wie auch von Identitätskonzepten und Selbstentwürfen. Der Beitrag befasst sich mit Memes als visuellen Subjektivierungspraktiken und Diskursen. Exemplarisch hierzu wird der überwiegend über Bilder transportierte Friendzone‐Diskurs innerhalb der Online‐Community 9gag rekonstruiert und gezeigt, wie in diesem Diskurs eine bestimmte Form des männlichen Subjekts konstituiert und zugleich Aussagen über Geschlechterbeziehungen produziert und etabliert werden. Die kommunikativen und medialen Eigenschaften der Memes sowie ihr Auftreten und Zirkulieren in einem ganz spezifisch strukturierten digitalen Raum sorgen dabei für veränderte Wahrnehmungsschemata und neue Techniken der Selbstthematisierung.

Sascha Oswald

Dystopische Szenarien und alternative Zukunftsvisionen: Audiovisuelle Inszenierungsstrategien rechtspopulistischer Narrative in aktuellen deutschen und US-amerikanischen Wahlkampfspots

Die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl 2016 und der deutschen Bundestagswahl 2017 sind nur zwei Symptome, die beispielhaft für das aktuell international zu beobachtende Erstarken politischer Strömungen in westlichen Demokratiesystemen stehen und die in der öffentlichen und akademischen Debatte unter dem Schlagwort „Populismus“ subsumiert werden. Die derzeitige Popularität des Begriffes verweist unzweifelhaft auf das tatsächliche Anwachsen nationalistisch-reaktionärer Kräfte in Zeiten der voranschreitenden Globalisierung. Im Folgenden soll daher anhand von zwei konkreten Beispielen aus dem Bereich der US-amerikanischen und deutschen TV-Wahlkampfwerbung der Frage „Mit welchen Strategien wirbt zeitgenössischer Rechtspopulismus?“ nachgegangen werden. Über den Vergleich des Stils, Inhalts und der audiovisuellen Ästhetik eines AfD- und eines Trump-Spots lassen sich kulturübergreifend spezifische Inszenierungsstrategien rechtspopulistischer Wahlkampagnen herausarbeiten. Untersucht werden ein 30-sekündiger offizieller Spot der Trump Kampagne 2016 mit den Themenbereichen „Immigration und innere Sicherheit“ sowie der 90-sekündige AfD-Werbespot zur Bundestagswahl 2017.

Laura Vorberg

Kapitel 4. Beschreibung des Versuchsträgers und der Versuchsmethodik

Für die Untersuchungen dieser Arbeit wurden zwei Versuchsträger verwendet. Es handelt sich dabei um zwei Motoren der Diesel-Baureihe EA288 von Volkswagen. Zum Einsatz kam ein 2,0l-135kW-TDI-Motor (kurz: 288MDB) und ein 2,0l-176kW-TDI-BiTurbo-Motor (kurz: 288BiT). In Tabelle 4.1 sind alle wichtigen Eckdaten zusammengetragen.

Lucas Mathusall

4. Kolben-(Verdrängungs-)Maschine

Kraft- und Arbeitsmaschinen werden gemeinsam als Fluidenergiemaschinen bezeichnet. Sie realisieren die Energieübertragung entweder nach dem volumetrischen Prinzip: Kolben- oder Verdrängungsmaschinen oder nach dem Strömungsprinzip: Turbomaschinen.

Gernot Weber

9. Immissionen

Die Luftbelastung aus der NOx - und PM-Emission des Verkehrs werden dargestellt. Dabei zeigt sich, dass die PM10 Immission inzwischen nur noch marginal vom Verbrennungsprozess in den Fahrzeugemotoren abhängt. Bei geeigneter Motoranpassung und Abgasnachbehandlung kann die NOx-Belastung durch den Verbrennungsmotor ebenfalls vernachlässigt werden.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Helmut Tschöke

11. Ausblick

Wichtige weiterführende und zu erwartende Aspekte werden diskutiert. Im ersten Teil werden die wesentlichen Inhalte des RDE-Paketes IV vorgestellt und kurz erläutert. Somit wird dem Leser die Möglichkeit gegeben, den zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses aktuellen, jedoch nicht abgeschlossenen Prozess der RDE-Gesetzgebung in seiner geplanten Fortführung zu begleiten.Weiterhin erfolgt ein technologischer Ausblick der möglichen Systemansätze zukünftiger Antriebskonzepte zur Realisierung von Konformitätsfaktoren für NOx (CF < 1,5) und für PN (CF < 1,5). Es werden die langfristigen systemischen Anforderungen an zukunftsfähige Dieselmotoren unter Realfahranforderungen diskutiert. Hierbei werden die Themen: lokal emissionsfreies Fahren, CO2-Lebenszyklus-Emissionen, Fahrdynamik/Leistung sowie Systemkosten betrachtet.Abschließend erfolgt eine kompakte Einordnung des aktuellen Standes der RDE-Gesetzgebung in den internationalen Kontext. Hierbei wird der Stand der Verbreitung der RDE-Gesetzgebung in ausgewählten Industriestaaten, mit Nähe zur Europäischen Gesetzgebung, wie China, Indien, Japan und Korea dargelegt. Zusätzlich erfolgt eine kurze Gegenüberstellung zur nordamerikanischen Tier 3- und LEVIII-Gesetzgebung.

Dr.-Ing. Frank Bunar, M. Sc. Elisa-Maria Moser

5. RDE-Messtechnik

Im Kapitel Messtechnik wird werden die Anforderungen an die RDE Messtechnik („PEMS Systeme“) im Kontext zur Messtechnik an Rollenprüfständen erläutert. Es wird auf Anforderungen, welche sich aus der Prüfumgebung „Straße“ ergeben eingegangen, zusätzlich werden die Anforderungen aus der RDE Gesetzgebung erläutert. Die Unterschiede in den technischen Umsetzungen der im Markt erhältlichen Systeme werden erläutert und diskutiert. Die gesetzlich geforderte Validierung der PEMS Systeme für jeden einzelnen Aufbau auf einem Fahrzeug wird erklärt, die Herausforderungen werden diskutiert.Abschließend wird die Funktion der PEMS Systeme anhand von Ergebnissen für eine RDE Straßenfahrt sowie für eine Bergfahrt demonstriert.

Dr. Roland Wanker, Dr. Michael Arndt, M. Sc. Elisa-Maria Moser

7. Vorgehensweise bei der Applikation

Die sichere Beherrschung der Schadstoffemissionen unter Real Driving Bedingungen stellt in Verbindung mit der gleichzeitig erforderlichen Absenkung der CO2-Fleet-Average- Werte die Herausforderung für die Entwicklung neuer verbrennungsmotorischer Antriebssysteme dar. Daraus ergeben sich neben den hohen Anforderungen an Hardware, Software und Messsysteme auch sehr hohe Anforderungen an die Kalibrierung und Validierung der zuständigen Steuergeräte des Gesamtsystems und deren optimale Interaktion. Die Applikationsqualität, insbesondere im RDE-Emissionskontext, wird an der Ergebnisrobustheit gegenüber Quereinflüssen im Real-World-Kundenbetrieb gemessen. Die dafür notwendigen Methoden und Prozesse werden im Kontext der Kalibrierungshauptaufgaben in der Serienapplikation von Personenkraftwagen mit Diesel- und Ottomotoren und dafür genutzten Prüfumgebungen in diesem Kapitel beschrieben.

Dipl.-Ing. Boris Bunel, Dipl.-Ing. Markus Grubmüller, Dipl.-Ing. Helmut Jansen, Dipl.-Ing. (FH) Khai Vidmar

6. RDE-Konzepte Personenkraftwagen

Dieses Kapitel beschäftigt sich im einleitenden Teil mit grundlegenden Aspekten der konzeptionellen Entwicklung von Antrieben unter RDE-Gesichtspunkten. Hierbei sind zu nennen:• Einflussfaktoren zwischen Laborprüfstand und öffentlichen Straßen• Auswirkungen der RDE-Testbedingungen auf die NOx-Emissionen• Anforderung an die Robustheit des RDE-Technologiepaketes• Zielvorgabe für die NOx-Emissionen• Wirksamkeit des benötigten RDE-Technologiepaketes• Einfluss des Fahrzustandes auf die NOx-Endrohremissionen• Beschreibung der Aufgabe für die Konzeptentwicklung• Grundlegende Freiheitsgrade bei der RDE-Konzeptentwicklung.Im Anschluss werden die Technologiebausteine für Dieselmotoren, Ottomotoren, der jeweiligen Abgasnachbehandlungstechnologien sowie der Elektrifizierung vorgestellt und näher erläutert. Hierbei liegt der Fokus bei Dieselmotoren auf den Stickoxidemissionen und bei den Ottomotoren auf den Partikelemissionen. Ergänzend erfolgt die Beschreibung wesentlicher Aspekte bei der Definition von Gesamtsystemen und der angepassten Entwicklungsmethodik.

Dr.-Ing. Frank Bunar, Dr.-Ing. René Berndt, Dr.-Ing. Friedemann Schrade, Dipl.-Ing. Michael Baade

11. Der Einfluss des Experimentators

In jedem Experiment kommt es unvermeidlich zu einer Interaktion zwischen den Versuchspersonen und denen, die das Experiment erdacht haben und durchführen. Wir diskutieren in diesem Kapitel, welche Effekte von dieser Interaktion ausgehen können und wie man die Interaktion so gestalten kann, dass unerwünschte Effekte vermieden werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Doppelblindanordnung. Auch der „Frame“ des Experiments ist wichtig. Darunter versteht man die Art und Weise, in der den Versuchspersonen die experimentelle Entscheidungssituation vermittelt wird. Abschließend diskutieren wir, wie die Instruktionen und die Verständnistests gestaltet werden sollten, denn über Beides interagieren Versuchspersonen und Experimentatoren.

Prof. Dr. Joachim Weimann, Prof. Dr. Jeannette Brosig-Koch

Reibungsuntersuchungen an unterschiedlichen Motorkonzepten

Die immer strenger werdenden Abgasgesetzgebungen bei wachsenden Anforderungen und ungebremst hohem Interesse der Kundenseite nach Fahrdynamik, Komfort und Effizienz zwingen die Automobilindustrie zu weitreichenden Maßnahmen in allen Bereichen der Motorenentwicklung. Die Auslegung von neuen Motorengenerationen erfordert hier eine besonders umfassende Betrachtung des Gesamtsystems Motor hinsichtlich Motormechanik, Akustik und Thermodynamik. Begriffe wie „Rightsizing“, „Downspeeding“ und „Elektrifizierung“ sind in technischer Hinsicht als auch als Marketingwerkzeuge von tragender Rolle.

Christoph Knauder, Hannes Allmaier, David Sander

Kapitel 2. Das elektrostatische Feld, elektrische Erscheinungen in Nichtleitern

Das elektrostatische Feld entsteht durch ruhende Ladungen auf Elektroden im Dielektrikum oder Nichtleiter. Seine Feldgrößen sind Feldstärke E und Verschiebungsdichte D, die über die Dielektrizitätskonstante $$\epsilon $$ als Materialgröße zusammenhängen. Von den Ladungen gehen Feldlinien aus und enden auf ihnen. Neben Feldstärke und Verschiebungsfluss als lokale Feldgrößen gibt es Spannung U, Potential $$\varphi $$ und Verschiebungsfluss $$\Psi $$ als globale Feldgrößen, wobei letztere identisch ist mit der umfassten Ladung der Elektrode, von der er ausgeht bzw. endet. Die Verknüpfung zwischen Spannung und Ladung ist die Kapazität und der zugehörige Zweipol heißt Kondensator. Ändert sich die Elektrodenladung zeitlich durch einen zu- oder abgeführten Strom, so setzt sich die Ladungsänderung durch das Influenzprinzip als Verschiebungsstrom im Dielektrikum fort (nachweisbar durch das umgebende Magnetfeld). Am Kondensator bewirkt dieser Vorgang den Zusammenhang zwischen Strom und zeitlicher Spannungsänderung. Merkmal des Kondensators ist die Fähigkeit zur Ladungs- und damit Energiespeicherung durch die Energiespeicherfähigkeit des elektrostatischen Feldes.

Steffen Paul, Reinhold Paul

Kapitel 4. Energie und Leistung elektromagnetischer Erscheinungen

Elektrostatische und magnetische Felder können Energie speichern (im Gegensatz zum Strömungsfeld). Deshalb wird die beim Feldaufbau zugeführte Energie (also Leistungsaufnahme) beim Energieabbau wieder abgegeben. Zu diesem Energiespiel gehört eine Bilanzgleichung für das von der Energie erfasste Raumgebiet. Für den Grundstromkreis beispielsweise lässt sich so der Energietransport von einer Spannungsquelle über eine Verbindungsleitung zum Verbraucherzweipol als Energiestrom des elektromagnetischen Feldes erklären.Besondere Bedeutung hat die wechselseitige Umwandlung zwischen elektromagnetischer und mechanischer Energie. Dazu zählen Kräfte auf ruhende Ladungsträger im elektrischen Feld sowie Spannungen an Grenzflächen. Entsprechende Vorgänge gibt es im magnetischen Feld. Sie finden wegen der größeren Kräfte breite Anwendung z. B. in Motoren und Hubmagneten. Auf solchen Energiewandlungen beruhen auch zeitveränderliche Kondensatoren und Induktivitäten.

Steffen Paul, Reinhold Paul

Kapitel 10. Konklusion

Berlin als Mischung von Weltstadtanspruch und Scham über Rückständigkeit hat bereits im 19. Jahrhundert wichtige Schriftsteller aufgebracht. Fontane meinte schon 1862, es gebe höchstens acht bis zehn Häuser, die eine »verhältnismäßige Zierde bildeten«. Karl Gutzkow, ein politisch vielfach verfolgter und abgelehnter Schriftsteller des »Jungen Deutschland«, der 1844 die »Weltstadt Berlin« ausrief, beklagte in seiner »Ästhetik des Hässlichen« von 1873, an der Hauptstadt sei alles »arm, unschön, unkaiserlich«.

Klaus von Beyme

Digitalbühne Zurich: Die Schauspielerin 4.0

Nach einer kurzen Einführung in die Hintergründe, die zur Gründung der Digitalbühne Zurich führten, werden die erklärten Ziele und Herausforderungen der Gruppe benannt sowie die Forschungsschwerpunkte bezüglich Storytelling und Schauspiel erläutert. Aufgrund von Überlegungen basierend auf der Theatertheorie führen die Autoren aus, welche grundsätzlichen Aspekte die Arbeit der Digitalbühne prägen und inwiefern ihre Arbeit die Brecht’schen Erzähltraditionen spiegelt.Es folgt der Versuch einer Definition der Schauspielerin 4.0, die den Stand der künstlerischen Experimentreihe aufzeigt.Im Fazit und dem Ausblick ziehen die Autoren erste Schlüsse aus der Erzähllaborarbeit und geben einen Einblick in kommende Experimente.

Samuel Schwarz, Corinne Soland

46. Luftversorgung

Luftversorgung: Aufbereitung, Bereitstellung und Verteilung von konditionierter Luft für das Betreiben von Systemen und Räumen der Fabrik unter Beachtung menschlicher Bedürfnisse.

Kurt W. Helbing

8. Mittelschnelllaufende Viertaktdieselmotoren

Mittelschnelllaufende Viertaktdieselmotoren sind zwischen den langsamlaufenden Zweitaktmotoren und den schnelllaufenden Viertaktdieselmotoren angeordnet. Ausschlaggebend für die Klassifizierung ist die Nenndrehzahl, die bei Mittelschnellläufern im Bereich von etwa 300 bis 1200 min−1 liegen kann. Üblich sind heute Nenndrehzahlen von 500 bis 1000 min−1. Wie auch Langsamläufer, aber im Gegensatz zu Schnellläufern, sind die mittelschnelllaufenden Dieselmotoren dadurch gekennzeichnet, dass sie außer mit herkömmlichem (Destillat‑)Dieselkraftstoff auch mit Rückstandsölen, dem sog. Schweröl, betrieben werden können. Die heute üblichen mittleren Kolbengeschwindigkeiten liegen zwischen 10 und gut 11 m/s, sodass bei den oben genannten Nenndrehzahlen Kolbenhübe zwischen etwa 240 und maximal 900 mm resultieren können. Nahezu alle aktuellen Motoren sind langhubig ausgelegt, sodass die entsprechenden Zylinderbohrungen im Bereich von etwa 160 bis 640 mm liegen. Die Leistungen reichen damit theoretisch von etwa 100 bis 2000 kW pro Zylinder, wobei das oberste Leistungssegment heute weitgehend vom langsamlaufenden Zweitaktmotor besetzt ist. Die Tab. 8.1 fasst exemplarisch die Kenndaten einiger ausgewählter Mittelschnellläufer zusammen.

apl.-Prof. Dr.-Ing. habil. Gunnar Stiesch

9. Auslegung von Viertaktmotoren

Für die grobe Erstauslegung von Viertaktmotoren, gibt es einige Kennwerte, mit denen die Hauptabmessungen eines Motors abgeschätzt werden können.Diese Kennwerte werden beschrieben und auf Diagrammen wird ihre Abhängigkeit für PKW- und NFZ- Motoren, sowie für Hochleistungs- Rennmotoren, dargestellt.Hierfür wurden Veröffentlichungen ausgeführter Motoren in der MTZ (Ausgaben 2009 bis Anfang 2016) ausgewertet. Daneben wird der technisch anspruchsvolle, schnelllaufende Hochleistungs- Dieselmotor 20 V 1163 von MTU, mit seinen Merkmalen beschrieben und es wird auf besondere Anforderungen an die Antriebsanlagen mit solchen Motoren eingegangen.

Dipl.-Ing. Gerhard Haußmann

25. Ladungswechsel

Der Ladungswechsel und seine Steuerung haben einen entscheidenden Einfluss auf das gesamte Betriebsverhalten von Verbrennungsmotoren. Neben den wesentlichen Kenngrößen zur Beschreibung des Ladungswechsels werden Steuerelemente von Zwei- und Viertaktmotoren beschrieben und die verschiedenen Möglichkeiten der Abgasrückführung erörtert. Variabilitäten in Sauganlagen zur Verbesserung der Drehmomentcharakteristik sowie zur Beeinflussung der Ladungsbewegung und der Verminderung von Ladungswechselverlusten ergänzen das Kapitel.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Helmut Eichlseder, Dr.-techn. Peter Grabner

7. Viertaktschnellläufer

Schnelllaufende Dieselmotoren sind üblicherweise durch eine hohe Leistungsdichte, d.h. hohe Antriebsleistung bei geringem Gewicht charakterisiert. Dieses Kapitel beschäftigt sich ausschließlich mit schnelllaufenden Off- Highway- Motoren, d.h. mit Motoren, die abseits der Straße betrieben werden. PKW- und LKW- Dieselmotoren sind auch schnelllaufende Motoren, sind aber nicht Gegenstand dieses Kapitels. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Historie des schnell- laufenden Dieselmotors in der Off- Highway- Anwendung. Die Ausführungen konzentrieren sich auf den für diesen Markt wichtigen Hubvolumenbereich pro Zylinder von 2 bis 5l am Beispiel der MTU-Baureihen 331/396 und der Nachfolgebaureihen 2000 und 4000. Zusätzlich werden einige Anwendungen und deren Anforderungen an die Motoren dargestellt.

Dr.-Ing. Christoph Teetz, Dipl.-Ing. Gerhard Haußmann
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