Digitalisierung im Mittelstand
- 26-09-2018
- Automatisierung
- Nachricht
- Article
Activate our intelligent search to find suitable subject content or patents.
Select sections of text to find matching patents with Artificial Intelligence. powered by
Select sections of text to find additional relevant content using AI-assisted search. powered by (Link opens in a new window)
"Intelligente Produktionssteuerung im digitalisierten Unternehmen" ist Thema eines aktuellen Forschungsprojekts mit dem Ziel eine IT-Architektur zu entwickeln, die Fertigungs-, Planungs- und Managementebene verknüpft. Dies soll eine optimale Überwachung der Produktion gewährleisten.
Produktionshalle des Industriepartners Seidel in Marburg.
Seidel
Im digitalisierten industriellen Fertigungsprozess fallen heute massenhaft Daten an, die einer verbesserten Planung und Steuerung der Produktion dienen könnten. Vor allem mittelständische und kleine Unternehmen nutzen diese Chance der Digitalisierung bisher nur unzureichend. Neben Know-how und IT-Ressourcen fehle laut der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ein geeignetes Dienstleistungsangebot. Im Forschungsprojekt "Intelligente Produktionssteuerung im digitalisierten Unternehmen" arbeiten Wissenschaftler der THM und der Philipps-Universität Marburg deshalb an einer IT-Architektur, die Fertigungs-, Planungs- und Managementebene verknüpft. Sie wollen damit eine optimale Überwachung der Produktion erreichen, so dass die Unternehmensführung kontinuierlich den Fertigungsprozess verfolgen und auf Engpässe und Verzögerungen flexibel reagieren kann. Der Planungsprozess wird durch Simulation der Produktion unterstützt. Der Planer hat dabei die Möglichkeit, Konsequenzen bestimmter Entscheidungen zunächst am Rechner zu untersuchen. Industriepartner ist die Firma Seidel aus Marburg, ein führender Hersteller von Designprodukten aus Aluminium.
Intelligente Planung
"Die systematische und automatisierte Erhebung von Daten, die direkt während der Fertigung in den Produktionsmaschinen anfallen, ermöglicht eine genauere Vorhersage der tatsächlichen Ressourcennutzung. Mit Hilfe von Planungsinstrumenten und Simulationswerkzeugen können einzelne Aufträge oder ganze Fertigungsprogramme vorausberechnet werden. Aus den Ergebnissen können genauere Prognosen von Durchlaufzeiten und Terminen abgeleitet werden. Unmittelbare Effekte einer solchen intelligenten Planung sind eine höhere Liefertreue sowie eine effizientere Auslastung der Ressourcen im Unternehmen", so Projektkoordinator Prof. Dr. Michael Guckert vom Friedberger Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung der THM.
Das Projekt konzentriert sich auf den Bedarf mittelständischer Unternehmen mit Stückgutfertigung. Die Partner planen die Gründung eines Unternehmens, das die entwickelten Modelle und Basiswerkzeuge vermarktet und dauerhaft Systeme zur Digitalisierung von Produktionsprozessen sowie Beratung anbietet. Das Forschungsvorhaben läuft zwei Jahre und hat ein Gesamtvolumen von mehr als 800.000 Euro. Es wird im Rahmen der hessischen „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (Loewe) unterstützt.