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02-04-2013 | Automobil + Motoren | Nachricht | Article

Der neue Range Rover Sport - mit Aluminium-Karosserie

Author: Katrin Pudenz

5:30 min reading time
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Auf den Straßen Manhattans hat Land Rover den jüngsten Zugang in seiner Modellpalette präsentiert: den neuen Range Rover Sport. Der neue Range Rover Sport erhielt eine Aluminium-Karosseriearchitektur, die ihm mehr als 420 Kilogramm Gewicht sparen hilft. Bereits im dritten Quartal 2013 soll der neue Range Rover Sport in den Ausstellungsräumen der Händler stehen. Eine Dieselhybridversion soll noch in diesem Jahr bestellbar sein.

Als erster SUV besitzt das neue Fahrzeug die Aluminium-Monocoque-Plattform, die auch den Range Rover schmückt. Im Range Rover Sport sei sie 39 Prozent leichter als die bisher verbaute Lösung aus Semi-Monocoque und Fahrgestellrahmen. Diese moderne Lösung soll nicht nur Agilität und Fahrdynamik optimieren, sondern auch das Gewicht des Fahrzeugs senken. Die Karosserie besteht aus einer Kombination gepresster, gegossener und gewalzter Aluminiumkomponenten - mit einer eminent wichtigen Eigenschaft: Die Struktur ist dort am stabilsten, wo die Belastungen am höchsten sind.

Neben der Karosserie realisierten die Entwickler im neuen Modell weitere Elemente, die Gewicht sparen helfen: darunter Vollaluminium-Türkonstruktionen, Armaturenbrettträger und Frontend-Montageträger aus präzise gefertigtem, leichtem Magnesiumguss oder die Heckklappe aus SMC-Kunststoff (Sheet Molding Compound - ein Faser-Kunststoff-Verbund).

Mit 4850 mm Länge ist der neue Range Rover Sport gerade 62 Millimeter länger als sein Vorgänger. Dies mache den Range Rover Sport wendiger. Zugleich hat der um 178 mm verlängerte Radstand Folgen für die Passagiere: viel mehr Platz im Fond und ein erleichterter Zugang zu den Heckplätzen. Mit verkürzten Überhängen vorn und hinten sowie 62 mm mehr Breite zeigt das Modell ein kraftvolles SUV-Design, bestärkt von einer verbesserten Aerodynamik.

Vom Markenkollegen Range Rover unterscheidet sich der dynamische Neuling dadurch, dass er 149 mm kürzer, 55 mm flacher und leichter ist. Range Rover und Range Rover Sport teilen eine Menge Gemeinsamkeiten. Allerdings besteht der Range Rover Sport zu nicht weniger als 75 Prozent aus Exklusivteilen. Nicht wenige dieser Komponenten sind am Aussehen und den Eigenschaften des Modells beteiligt.

Verbesserte Fahrdynamik

Die Verbesserung der Fahrdynamik stand bei der Entwicklung des neuen Range Rover Sport ganz oben auf der Aufgabenliste. So seien beispielsweise das Handling des neuen Modells spürbar exakter und die Agilität wesentlich erhöht. Eine der Ursachen dafür sei die Fahrwerkskonstruktion aus leichtem Aluminium - vorn einzeln aufgehängte Räder mit weit gespreizten Doppelquerlenkern, hinten eine aufwändige Mehrlenkerlösung.

Lange Federwege von 260 mm vorn und 272 mm hinten sorgen in dem Range Rover Sport für eine Achsverschränkung von nicht weniger als 546 mm. Während die maximale Bodenfreiheit um 51 auf 292 Millimeter zunahm, entscheidet die weiter entwickelte Luftfederung eigenständig über das passende Fahrzeugniveau. Sie ermöglicht dem neuen Modell eine Veränderung des Fahrzeugniveaus um insgesamt 185 mm.

Neu präsentiert sich auch die Lenkung. Sie arbeitet jetzt mit elektrischer Servounterstützung und sorge für ein leichteres und direkteres Lenkgefühl. Die elektrische Servolenkung erlaubt zudem die Erweiterung des Einparkassistenten um weitere Funktionen, wie das automatische Manövrieren aus engen Parklücken.

Der wie gewohnt permanent ausgelegte Vierradantrieb ist im neuen Range Rover Sport in zwei Ausführungen lieferbar. Zum einen in der Variante mit Geländeuntersetzung, einer 50:50-Verteilung der Antriebskraft zwischen Vorder- und Hinterrädern sowie einer 100-prozentigen Sperrmöglichkeit. Die Alternativlösung dazu besitzt ein einstufiges Verteilergetriebe mit Torsendifferenzial, das automatisch Antriebskraft an die Achse mit dem besseren Grip weiterleitet. Mit einer Quote von 42 zu 58 zwischen Vorder- und Hinterachse besitzt diese Variante Heckantriebscharakter - mit entsprechend positiven Folgen für die Fahrdynamik.

An Bord hat der Range Rover Sport zum Beispiel die adaptive Fahrwerkssteuerung "Adaptive Dynamics" mit stufenlos verstellbaren Dämpfern, während die leistungsstarken Modellversionen im "Terrain Response 2"-System über einen zusätzlichen Dynamik-Modus verfügen. Diese Systeme kooperieren mit weiteren Techniken, wie der aktiven Zweikanal-Neigungssteuerung "Dynamic Response", dem aktiven Hinterachs-Sperrdifferenzial und dem System zum "Torque Vectoring" durch Bremseneingriff. Abgerundet wird das Paket mit der ebenfalls neuen, patentierten "Wade-Sensing"-Funktion. Sie ermittelt automatisch die Tiefe von Wasserdurchfahrten, wodurch die um 150 auf 850 Millimeter vergrößerte Wattiefe des Modells noch besser nutzbar werden soll. Auch der Neuling kann Anhänger bis zu 3,5 Tonnen ziehen.

Motorenpalette - Hybridantrieb folgt in Kürze

Zur Markteinführung wird der neue Range Rover Sport zunächst mit einer drei Alternativen umfassenden Motorenpalette antreten: ein 5,0-l-V8-Kompressorottomotor mit 375 kW sowie ein in zwei Leistungsstufen erhältlicher V6-Diesel - als 190 kW starker TDV6 und als SDV6 mit 215 kW. Zwei weitere Aggregate folgen in Kürze, wie der Hersteller ankündigt. Zunächst im Laufe dieses Jahres ein Hochleistungs-SDV8-Diesel mit 4,4 Liter Hubraum und 250 kW Leistung. Ebenfalls noch 2013 bestellbar sein soll eine Diesel-Hybridversion, deren Auslieferungen für das Jahr 2014 geplant ist.

Die Spanne der Beschleunigungswerte von 0 auf 100 km/h beginnt bei der derzeit verfügbaren Triebwerkpalette bei knapp 5,3 s. Gleichzeitig sei der Kraftstoffverbrauch je nach Modellausführung um bis zu 24 Prozent gesunken, die CO2-Emissionen liegen bei minimal 194 g/km. Als Partner sämtlicher Benzin- und Dieselmotoren des Range Rover Sport fungiert das elektronisch gesteuerte Achtstufen-Automatikgetriebe des Typs ZF 8HP70. Ebenfalls in allen Varianten vertreten ist ein Stopp-Start-System, das den Verbrauch um bis zu sieben Prozent reduzieren hilft.

Das verringerte Gewicht des Range Rover Sport lasse für die Zukunft weitere Optionen offen. Zum Beispiel die Implantierung noch kleinerer und leichterer Motoren, die das Gesamtgewicht des Modells dann auf weniger als 2000 Kilo drücken würden.

12,3-Zoll-Display für die Instrumente

Im neuen Range Rover Sport erwartet den Fahrer an seinem Arbeitsplatz ein durchdachtes System von Steuerungen und Anzeigen. Debüt begeht in der neuen Baureihe ein modernes, hochauflösendes 12,3-Zoll-Display für die Instrumente. Als zweite Hauptanzeige steht ein 8-Zoll-Touchscreen mit optionaler "Dual-View"-Technik für Steuerungen und Infotainment bereit. Weiterhin ist optional ein farbiges Head-up-Display lieferbar, das alle wichtigen Fahrzeug- und Navigationsdaten in die Frontscheibe projiziert - mithilfe von Lasertechnik in Klarheit und Kontrast. Ein umfangreiches Konnektivitätspaket sichert die nahtlose Verbindung zwischen Fahrzeug sowie der Technik für Privat- und Berufsleben seiner Nutzer. Verschiedene "Connected Car"-Techniken erlauben darüber hinaus die Überwachung des Fahrzeugstatus über eine Smartphone-App - außerdem die Lokalisierung eines gestohlenen Fahrzeugs, das Absetzen von Notrufen oder die Aktivierung der Land Rover-Pannenhilfe. Und als Krönung lässt sich im Range Rover Sport ein Wi-Fi-Hotspot mit hoher Bandbreite einrichten, über den die Passagiere während der Fahrt mit ihren Smartphones und Tablets ins Netz gehen können.

Premiere feiert ferner im Range Rover Sport ein Digitalkamerasystem zur Unterstützung von drei neuartigen Assistenzsystemen: Verkehrszeichenerkennung sowie Spurhalte- und Fernlichtassistent. Die neue Geschwindigkeitsregelung arbeitet nun mit einem "Queue Assist", dem Stauassistenten, der die ACC-Funktion bis zum Stillstand der Fahrzeugkolonne ausdehnt.

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