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13-03-2015 | Automobil + Motoren | Nachricht | Article

Drive-E-Studienpreise 2015 verliehen

Author:
Christiane Brünglinghaus
2:30 min reading time

Das BMBF und die Fraunhofer-Gesellschaft haben zum sechsten Mal den Drive-E-Studienpreis vergeben. Von der Betriebsstrategie-Optimierung der Drehstrom-Asynchronmaschine über Ansätze zu energiesparender Routenführung bis hin zu neuen Batterie-Materialien reichten die Inhalte der ausgezeichneten Arbeiten.

Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Professor Dr. Alexander Verl, Vorstand Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft, haben gestern, 12. März 2015, im Museum Industriekultur in Nürnberg die Drive-E-Studienpreise 2015 an vier Nachwuchswissenschaftler vergeben. Mit dem Drive-E-Studienpreis zeichnen die Veranstalter, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Fraunhofer‐Gesellschaft, hervorragende, innovative studentische Arbeiten zur Elektromobilität aus. Die Preisverleihung ist Höhepunkt der diesjährigen Drive-E-Akademie, die vom 8. bis 13. März 2015 in Erlangen stattfindet.

Diese vier studentischen Arbeiten überzeugten die Jury

Den mit 4000 Euro dotierten ersten Platz der Kategorie I (Studien-, Projekt-, Bachelorarbeiten) belegte Takashi Maximilian Beheim, seit Oktober 2014 Masterstudent Elektrotechnik an der Technischen Universität München, mit seiner Bachelorarbeit zum Thema "Betriebsstrategie-Optimierung für die Drehstrom-Asynchronmaschine als Fahrzeugantrieb". "Durch diese sorgfältige Analyse des elektrischen Antriebs kann die Reichweite eines Elektrofahrzeugs bei unveränderter Batteriekapazität effektiv gesteigert werden", sagte Alexander Verl in seiner Laudatio.

Den zweiten Platz der Kategorie I errang Adam Gaier von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Er setzte sich mit seiner Studienarbeit zum Thema "Energy Efficient Control Policies using Evolutionary Strategies" durch und erhält hierfür 2000 Euro. In der ausgezeichneten Arbeit untersuchte er, wie Navigationssysteme bei Elektroautos Steigungen, die die Batterie beanspruchen, und Gefällstrecken, die die Batterie aufladen, einbeziehen können, um energiesparender ans Ziel zu kommen.

In der Kategorie II (Diplom-, Magister-, Masterarbeiten) sicherte sich Max Falk von der Technischen Universität Dresden den mit 6000 Euro dotierten ersten Platz. Seine Diplomarbeit beschäftigte sich ebenfalls mit dem Thema energiesparende Routenführung. Er bezieht Daten aus einem Verkehrsleitsystem in die Auswahl der Fahrstrecke ein. Damit kann durch Ausnutzung günstiger Verkehrssituationen der Energiebedarf gesenkt werden. "Die Jury hat sich für Max Falk entschieden, da seine Arbeit einen sehr wichtigen zukunftsträchtigen Aspekt berücksichtigt und wir vom Innovationspotenzial begeistert sind", erläuterte Stefan Müller die Juryentscheidung. Die Arbeit ist Teil des von der Bundesregierung geförderten Programms "Schaufenster Elektromobilität Bayern-Sachsen".

Der mit 3000 Euro dotierte zweite Preis in dieser Kategorie ging an Martin Frey für seine Masterarbeit zum Thema "Poly(acrylnitril)-basierte monolithische Materialien". Frey studierte an der Universität Stuttgart am Institut für Polymerchemie. Als Doktorand bei Daimler vertieft er die Thematik seiner Masterarbeit. Dem Preisträger sei es gelungen, ein neuartiges Material für zukünftige (Lithium-Schwefel-) Batterien mit vielversprechenden Eigenschaften zu synthetisieren. Sein Ziel ist es, die Energiedichte, Lebensdauer und Sicherheit der Batterie-Zellen zu erhöhen, ohne wirtschaftliche Aspekte außer Acht zu lassen.

Aus 54 eingereichten Arbeiten wählte die Jury die Gewinner aus.

Über das Drive-E-Programm

Drive‐E wurde 2009 vom BMBF und der Fraunhofer‐Gesellschaft gemeinsam initiiert. Das studentische Nachwuchsprogramm zum Thema Elektromobilität besteht aus dem Drive-E-Studienpreis und der Drive-E-Akademie. Seit 2012 wird Drive-E in Partnerschaft mit einer jährlich wechselnden Hochschule durchgeführt. Hochschulpartner 2015 ist die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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