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04-02-2014 | Automobil + Motoren | Nachricht | Article

EU-Großprojekt Zeeus untersucht Rolle der E-Busse im ÖPNV der Zukunft

Author:
Katrin Pudenz

Experten untersuchen in dem Großprojekt namens Zeeus, welche Rolle Elektrobusse im ÖPNV der Zukunft spielen können. Die Abkürzung Zeeus steht für Zero Emission Urban Bus Systems. In acht europäischen Städten werden insgesamt 40 Projektpartner Elektrobusse verschiedener Techniken testen.

Das Projekt, an dem 40 europäische Partner beteiligt sind - so auch die RWTH Aachen - , wird von der Europäischen Union bis 2017 mit 13,5 Millionen Euro gefördert, um die Einführung von Elektrobussen zu unterstützen, wie die Hochschule in Aachen mitteilt. Den Auftakt markierte jetzt in Brüssel eine Kick-Off Veranstaltung des Projektkoordinators, dem Weltverband für Öffentliches Transportwesen (UITP - International Association of Public Transport).

Die RWTH Aachen ist innerhalb des Zeeus-Projektes beispielsweise in Münster beteiligt. Dort koordiniert das Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen die E-Bus-Demonstration. Beispielhaft soll dort eine komplette Buslinie elektrisch angetrieben werden. Diese wird sich aus fünf Elektrobussen und zwei Schnellladestationen jeweils an den Endhaltestellen zusammensetzen. Eine weitere Ladestation befindet sich im Busdepot. Mit einer Schnellladeleistung von bis zu 500 kW kann der Bus bereits nach vier bis sechs Minuten Ladedauer an den Endhaltestellen seine Fahrt fortsetzen. Durch diese hohe kW-Leistung und kurze Ladedauer bedeutet die Umstellung auf E-Busse keine Beeinträchtigung für die Fahrgäste. Die neuartige Kopplungstechnik von der Ladestation zum Bus stammt vom Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS), einem weiteren Institut der RWTH Aachen.

Die Forschungsgruppe "Elektrochemischen Energiewandlung und Speichersystemtechnik" (ESS) an der RWTH Aachen übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Zeeus-Projekts. Sie ist die größte universitäre Arbeitsgruppe im Bereich der Batteriesystemtechnik in Deutschland - wo das Thema Elektrobusse zunehmend an Bedeutung gewinnt. ESS ist Teil des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA).

Darüber hinaus unterstützt das ISEA die Evaluation und Analyse der insgesamt acht europäischen Demonstrationsprojekte. Die Forschungsergebnisse sollen zum Projektende Mitte 2017 allen relevanten Interessensgruppen, wie zum Beispiel Herstellern von Bussen, Busbetreibern, Kommunen oder Politikern im Bereich Verkehr und Finanzen, zugänglich gemacht werden.

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