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Finanzinstitute wollen bei der Blockchain durchstarten

  • 08-02-2017
  • Bank-IT
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Finanzinstitute wollen mit der Blockchain künftig Kosten- und Effizienzvorteile in ihren Bankprozessen ausschöpfen. Daher soll 2017 mehr Geld in die Technologie fließen.


Banken erhöhen bei Investitionen in Blockchain-Projekte das Tempo. Das zeigt eine Umfrage unter Finanzinstituten.

Der Studie von Infosys Finacle und Let's Talk Payments zufolge rechnen über 80 Prozent von mehr als 100 befragten Bankern aus 75 nationalen und multinationalen Finanzinstituten mit der kommerziellen Implementierung der Blockchain-Technologie bis zum Jahr 2020. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer erwartet, dass diese sich bereits im kommenden Jahr 2018 durchsetzen wird. Fast die Hälfte der Finanzinstitute investieren bereits in die Blockchain. 21 Prozent der Institute wollen auf so genannte hybride Blockchains setzen oder haben diese bereits implementiert. Laut der Erhebung werden sich durchschnittliche Investitionen in Blockchain-Projekte im Jahr 2017 schätzungsweise auf etwa eine Million US-Dollar belaufen. Vier Prozent der befragten Innovatoren unter den befragten Banken haben mehr als zehn Millionen US-Dollar investiert. Etwa 50 Prozent der Banken kooperieren vornehmlich mit Fintechs oder einem etablierten Technologieunternehmen, weitere 30 Prozent entscheiden sich für ein Konsortium-Modell, 20 Prozent ziehen die Eigenentwicklung durch interne Teams vor. Die Mehrheit der Institute experimentiere mit genehmigten Blockchains, so die Autoren der Studie. 

Transparenz und Effizienz entscheiden

Steuerer, die entsprechende Blockchain-Projekte vorantreiben, mehrheitlich Geschäftsführer, Chief Technologie Officer (CTO) oder Chief Innovation Officers (CIO), würden die Blockchain Studiendergebnissen zufolge vornehmlich dort integrieren, wo sie Transparenz erhöhen, unternehmensweit Prozesse automatisieren und Abwicklungs- sowie Transaktionszeiten reduzieren kann. Als Einsatzbereiche sehen die befragten Geldhäuser daher prioritär 

  • den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr, 
  • digitales Identitätsmanagement sowie 
  • Abwicklung, 
  • Akkreditivverfahren und 
  • Syndizierung. 

Sanat Rao, Chief Business Officer and Global Head, Finacle, ist der Ansicht, dass "die Blockchain-Technologie das Potenzial hat, Banken bei der Neugestaltung von Banking-Prozessen zu helfen. Wir glauben, dass die Branche in den kommenden Quartalen an Fahrt aufnehmen wird, was die Einführung von Laborpilotprojekten für echte Anwendungsfälle betrifft."

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