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14-02-2019 | Bankstrategie | Nachricht | Article

Wo sich die KfW neu erfinden will

Author:
Stefanie Hüthig
2 min reading time

Die KfW hat sich für 2019 drei große Themen verordnet: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Afrika. Für das laufende Jahr rechnet das Förderinstitut mit einem stabilen Fördervolumen.

Die Förderbank des Bundes hat sich für das angebrochene Geschäftsjahr anspruchsvolle Ziele gesetzt. So will sie nicht nur "Nachhaltigkeitsbank der Zukunft" werden und in diesem Zusammenhang eine Vorreiterrolle einnehmen, wie sie Mitte Februar in Frankfurt bekanntgab. Die KfW will auch den digitalen Strukturwandel begleiten und gestalten und sich zugleich als digitale Förderbank neu erfinden. Weiteres großes Thema auf der 2019er Agenda ist Afrika. Zum einen benötige der Kontinent eine Perspektive, zum anderen nehme die Bedeutung Afrikas im internationalen Geschäft zu, argumentiert das Geldhaus.

Um ihre Digitalisierungsziele zu erreichen, gibt es bei der KfW laut ihres Vorstandsvorsitzenden Günther Bräunig zahlreiche Initiativen. Neben einem Digital Office hat das Institut beispielsweise Bereichsverantwortliche für Digitalisierung ernannt. Und an einer Digital-Akademie sollen sich Mitarbeiter mittels E-Learning selbst zu entsprechenden Fragestellungen weiterbilden können. Außerdem beschäftigt sich die Förderbank mit dem Thema Open Data. Für Bräunig steht fest: "Die Geschwindigkeit der Veränderung wird immer weiter zunehmen."

Automatisierung der Gewerbeförderung 

Auf die digitale Förderzusage im wohnwirtschaftlichen Bereich entfallen, mittlerweile 97 bis 98 Prozent der Vorgänge. Seit einiger Zeit entwickelt und betreibt die KfW diese "Bankdurchleitung Online" (BDO) auch in der Gewerbefinanzierung. Derzeit läuft in diesem Segment laut Ingrid Hengster, im Vorstand zuständig für das inländische Fördergeschäft, jeder vierte Antrag vollautomatisiert ab. Ihr Haus habe "fest vor", dieses Projekt, 2019 zum Abschluss zu bringen. Aktuell arbeitet das Förderinstitut an einer eigenen Webanbindung für Partnerbanken mit großen Fördervolumen wie die Sparkassen.

Highlight des Jahres 2018 war für KfW-Chef Bräunig der Start der Beteiligungstochter KfW Capital im Oktober. Auch das Baukindergeld beschäftigte die Förderbank. Allein in der ersten Woche seien 9.500 Anträge eingegangen. Bis dato wurden etwa 68.000 Zusagen gemacht, wobei das größte Interesse aus Nordrhein-Westfalen kommt. Insgesamt betrug das Fördervolumen 2018 rund 76 Milliarden Euro und damit ähnlich zu 2017. Verschoben hat sich das Verhältnis von inländischer Förderung zu internationalem Geschäft. Die Förderung im Ausland legte 2017 auf 2018 von 23,5 auf 28,3 Milliarden Euro zu. Das nennt Bräunig aufgrund des Exportwachstums Deutschlands als "nur folgerichtig".

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