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27-08-2014 | Bankvertrieb | Im Fokus | Article

Internetfirmen entdecken Luxemburg

Author:
Stefanie Burgmaier
1:30 min reading time

Der Finanzplatz Luxemburg hat unter der Bankenkrise gelitten. Jetzt wandelt er sich zum Hotspot für finanznahe Internetunternehmen.

Laut der jüngsten Zählung residieren in Luxemburg 150 Banken aus 26 Ländern. 37 der Institute kommen aus Deutschland. Damit hat sich die Anzahl der Banken am Finanzplatz des kleinen Landes stabilisiert. Zu Beginn des Jahrtausends zählte Luxemburg schon einmal fast 200 Banken auf seinem Gebiet. Nach der Dotcom- und der Finanzkrise ging die Zahl jedoch zurück.

Attraktiv für grenzüberschreitende Geldgeschäfte

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„Für grenzüberschreitende Transaktionen wählen viele Banken Luxemburg“, erklärt Nicolas Mackel, Chief Executive Officer des Verbandes „Luxembourg for Finance“. Grund dafür sei die zentrale Lage in Europa und die gute Infrastruktur. Allerdings können diese Transaktionen den Rückgang des Geschäftsvolumens nicht bremsen. Während sich die Bilanzsumme aller Banken in Luxemburg 2008 auf fast eine Billion Euro addierte, waren es zur Mitte dieses Jahres nur etwas mehr als 700 Milliarden Euro.

Wegen des Informationsaustausches der Finanzämter in Europa kehren viele Anleger, die es mit der Versteuerung ihrer Kapitaleinkünfte nicht so ganz genau genommen haben, Luxemburg den Rücken. „Transparenz ist die Basis des neuen Geschäftsmodells“, nennt Mackel das neue Leitmotiv.

Luxemburg ist größter Investment-Standort

Wie wendig der Standort auf gesetzliche Veränderungen reagiert, beschreibt Springer-Autor Johannes Höring in seinem Buch „Investmentrecht“ im Kapitel "Organisation des ausländischen Investmentgeschäfts am Beispiel Luxemburg" (Seite 109 - 139). Die flexible Umsetzung der EU-Richtlinien habe dazu geführt, dass sich Luxemburg zum größten Investmentfondsstandort in Europa entwickelt habe, führt Höring an.

Derzeit wirbt Luxemburg E-Commerce- und E-Payment-Anbieter an. Das Land könnte sich zum Hotspot der finanznahen Technologieunternehmen entwickeln, denn die Firmen profitieren von der guten Netzarchitektur und den kurzen Wegen in die Verwaltung. Amazon Payments, Yapital Financial, Deutsche Post Zahlungsdienste und viele andere sind inzwischen in Luxemburg zu finden. Durch ihre Ansiedlung ist es Luxemburg gelungen, die Zahl der Beschäftigten auf mehr als 360.000 Personen zu steigern.  

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