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01-08-2019 | Batterie | Nachricht | Article

KIT stellt Graphen aus Kohlendioxid her

Author:
Christiane Köllner
1 min reading time

KIT-Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der die direkte Synthese von Graphen aus CO2 gelingt. Auch die Herstellung von mehrschichtigem Graphen ist möglich, was die Methode für Batterien interessant macht. 

Eine Arbeitsgruppe des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nutzt Kohlendioxid als Ausgangstoff, um Graphen herzustellen. Darüber berichten die Forscher in der Fachzeitschrift ChemSusChem. Graphen ist die zweidimensionale Form des chemischen Elementes Kohlenstoff, welches interessante elektrische Eigenschaften aufweist und auch leistungsfähige Akkus ermöglicht.

Mehrschichtiges Graphen möglich

Die Wissenschaftler haben einen Prozess entwickelt, in dem das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) zusammen mit Wasserstoff mithilfe von speziell präparierten, katalytisch aktiven Metalloberflächen bei Temperaturen bis zu 1.000 Grad Celsius direkt in das Technologiematerial Graphen überführt wird. "Wenn die Metalloberfläche das richtige Verhältnis von Kupfer und Palladium aufweist, findet die Umwandlung von Kohlendioxid zu Graphen direkt in einem einfachen einstufigen Prozess statt", erklärt der Leiter der Studie, Professor Mario Ruben, vom Arbeitskreis Molekulare Materialien am Institut für Nanotechnologie (INT) und am Institut für Anorganische Chemie (AOC) des KIT. 

In weiteren Experimenten gelang es den Forschern sogar, das Graphen mit mehreren Schichten Dicke herzustellen, wie es für mögliche Anwendungen in Batterien, elektronischen Bauteilen oder Filtermaterialien interessant sein könnte. Das nächste Forschungsziel der Arbeitsgruppe ist es nun, aus dem gewonnenen Graphen funktionierende elektronische Bauteile zu formen.

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