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05-09-2018 | Baudenkmal | Im Fokus | Article

Denkmale in Deutschland

Author:
Christoph Berger

Am 9. September 2018 ist es wieder so weit: Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten werden am Tag des offenen Denkmals ihre Türen öffnen – bereits zum 25. Mal.

Seit einem Vierteljahrhundert öffnen Denkmäler unter der Koordination der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ihre Pforten. Die Veranstaltung hat sich inzwischen zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt und fällt in ihrem Jubiläumsjahr mit dem Europäischen Kulturerbejahr zusammen. Letzteres steht unter dem Motto "Sharing Heritage". Darauf bezieht man sich auch am Tag des offenen Denkmals, der unter das Jahresmotto "Entdecken, was uns verbindet" gestellt wird: Welche europäischen Einflüsse sind in deutschen Denkmalen zu finden, lautet demnach auch eine der Fragestellungen – woher kamen die Handwerker und Handwerkstechniken, woher Baumaterialien oder Stilelemente.

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Mehr als Kunstwerte

Dass die Auseinandersetzung mit Baudenkmälern bereits eine jahrtausendealte Tradition hat, zeigt Prof. Dr.-Ing. Christian Raabe im Kapitel "Geschichte" des Springer-Essentials "Denkmalpflege". Darin verweist er darauf, dass es bereits aus der späten Antike Überlieferungen gibt, nach denen der römische Kaiser Theodosius I. Statuen des Haupttempels der Stadt Edessa vor der Zerstörung durch übereifrige Christen bewahrte. So soll er gesagt haben, dass sie, die Statuen, mehr nach dem Kunstwerte als nach der Göttlichkeit zu schätzen seien.

Ebenso zitiert Raabe in dem Kapitel Johann Wolfgang von Goethe, der in seinem Aufsatz "Von deutscher Baukunst" über seinen Besuch des Straßburger Münsters schreibt: "Mit welcher unerwarteten Empfindung überraschte mich der Anblick, als ich davortrat. Ein ganzer, großer Eindruck füllte meine Seele, den, weil er aus tausend harmonierenden Einzelnheiten bestand, ich wohl schmecken und genießen, keineswegs aber erkennen und erklären konnte."

Kulturelles Erbe für die europäische Integration

Welche Herausforderungen und Aufwendungen mit dem Erhalt von Baudenkmalen verbunden sind, zum Beispiel in Bezug auf Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Komfort, damit befassen sich die Autoren des Springer-Fachbuchs "Denkmal und Energie 2018". Im Kapitel "Kostenüberschreitung bei der Instandsetzung von Denkmälern: vermeiden!" wird beispielsweise aufgezeigt, wie Kostenermittlungen verantwortlich erarbeitet werden, um, insbesondere im Blick auf das Denkmal, Kostenüberschreitungen zu minimieren. Im Buch "Bauwerksabdichtung in der Altbausanierung" befasst sich Christoph Hellkötter mit "Denkmalpflegerische Betrachtungen und Denkmalpflegerische Aspekte in der Bauwerksabdichtung/Bauwerkssanierung".

Ganz nach dem Motto des Tages des offenen Denkmals geht es aber nicht nur um das Wahrnehmen einzelner Bauten, sondern auch um deren gesellschaftliche Dimension. So sagte Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK), auf dem European Cultural Heritage Summit, bei dem auch der "Berlin Call to Action" präsentiert wurde, ein Berliner Appell und Beitrag zur "Neuen europäischen Agenda für Kultur" und dem "Aktionsplan für Kulturerbe": "Die Bewahrung und Vermittlung kulturellen Erbes ist eine wichtige Basis, um die europäische Integration auf ein breiteres Fundament zu stellen und damit dem europäischen Gedanken neuen Schwung zu geben."

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