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07-03-2017 | Baukosten | Im Fokus | Article

Internationale Betrachtung der Baukosten

Author:
Christoph Berger

Der aktuelle Report "International Construction Costs 2017" (ICC) vergleicht die Baukosten in weltweit 44 Metropolen. Investoren soll somit ein Instrument an die Hand gegeben werden, in unsicheren Zeiten größtmögliche Sicherheit zu bekommen.

Angeführt wird die Liste der Städte mit den höchsten Baukosten von New York und Hong Kong. Auf Rang 3 kommt es zu einem Novum: Statt der britischen Hauptstadt London rückt Genf an die Spitze der Städte mit den teuersten Baukosten in Europa. London rangiert auf Rang 4. Weitere europäische Städte in den Top 10 sind Kopenhagen (6), Stockholm (7), Frankfurt (8), Paris (9) und Wien (10).

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Grundlagen der Baukostenplanung und Steuerung

Die Baukosten als Teil erfolgreicher Projektabwicklung werden immer bedeutender. Die Planung von Baukosten und anschließende Kostensteuerung während des Projektablaufes ist bereits seit dem Altertum ein umstrittenes Fachgebiet des Planens und …


Der Herausgeber des Reports, das Planungs- und Beratungsunternehmen Arcadis, sehen in dem Aufstieg Genfs – die zweitgrößte Stadt der Schweiz überzeugt derzeit mit ihren Investitionen in Infrastruktur- sowie in Geschäfts- und Wohnbauten – einen Trend, der die Zukunft der Immobilienwirtschaft in Europa auf dem Festland sieht. So würde der geplante Brexit mehr und mehr die Finanzkraft von der britischen Insel abziehen beziehungsweise: Wer Milliarden sicher in Neubauten investieren wolle, orientiere sich aus gutem Grund lieber an vielversprechenderen Regionen.

Europäisches Festland profitiert

Zu den Gewinnern dieser Entwicklung zählen laut den Autoren auch Frankfurt, Paris und Wien. Von der Mainmetropole wird erwartet, dass sie aufgrund des gut ausgebauten Finanzsektors vom Brexit profitieren wird – zumal die Baukosten immer noch niedriger sind als in London. Für Paris spricht der massive Ausbau seiner Infrastruktur und Wien überzeugt durch seine anhaltend hohe Lebensqualität und der damit immer weiter wachsenden Nachfrage nach Immobilien.

Ziel des Reports ist es, Immobilieninvestoren in unsicheren Märkten Spielraum zu verschaffen - ihnen Agilität zu ermöglichen. Gerade vor dem Hintergrund unerwarteter Ereignisse bräuchten Investoren und Entwickler in den Bereichen Projektbeschaffung, Finanzen und Auslieferung Flexibilität, schreibt Edel Christie, bei Arcadis für Global Solutions und Program Management zuständig. 

Baukosten sind wichtig für die Projektabwicklung

Um die Relevanz der Baukosten geht es auch in der "Einleitung" des Springer-Fachbuchs "Chancen- und Risikomanagement in der Bauwirtschaft". Erläutert wird darin, dass die optimierte Kombination von Produktionsfaktoren das zentrale Element im Baubetrieb ist. So nimmt die Art und Weise wie Produktionsfaktoren kombiniert werden sowie der Zeitpunkt dafür "maßgeblichen Einfluss auf die Baukosten und die Bauzeit und wirkt sich zudem auf die Logistik und den Bauablauf aus".

Und Klaus D. Siemon schreibt im Kapitel "Grundlagen der Baukostenplanung und Steuerung" des Springer-Fachbuchs "Baukostenplanung und -steuerung", dass die Baukosten als Teil erfolgreicher Projektabwicklung immer bedeutender werden. So habe sich auch die aktuelle Rechtsprechung in Bezug auf die Kostensicherheit beim Planen und Bauen stark weiterentwickelt. Siemon schreibt: "So sind nunmehr die Planer nach einem Urteil des OLG München vom 16.12.2014 (9U 491/14) gehalten, bereits bei Auftragserteilung einen möglichen Kostenrahmen abzustimmen und die Grundlagenermittlung sowie die spätere Planung darauf auszurichten. Dies gilt nicht nur bei Planungsbeginn in der Leistungsphase 1, sondern auch bei beauftragten Leistungen, die erst bei späteren Leistungsphasen einsetzen."

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