Skip to main content
main-content

Baukosten

weitere Buchkapitel

4. Betonstahlmatten

Betonstahlmatten sind in der DIN 488 nach ihren Eigenschaften geregelt und werden aus kaltgewalzten Rippenstählen hergestellt. Die Längs- und Querstäbe werden bei der Betonstahlmatte punktförmig verschweißt. Das Kürzel für Betonstahlmatten ist B500M (A). B bedeutet Betonstahl, das M steht für Matte und das A für normale Duktilität. Normal duktil sind alle Matten aus kalt gewalzten Rippenstählen.

Klaus Beer

Kapitel 4. Innere Hüllen

In den Kapiteln XIII-1 bis XIII-9 stehen äußere Hüllbauteile im Mittelpunkt der Betrachtung. In der Folge sollen innere Hüllbauteile in ihren bautechnisch wichtigsten Varianten näher beleuchtet werden. Die Verfasser sind davon überzeugt, dass es das Verständnis der baukonstruktiven Fragestellungen im Zusammenhang mit inneren Hüllen erleichtert, wenn diese nach vergleichbaren Kriterien und Merkmalen geordnet und untersucht werden wie äußere Hüllen.

José Luis Moro

Kapitel 3. Äussere Hüllen

Die Unterscheidung zwischen massiver und leichter Hüllkonstruktion gehört zum Standardrepertoire der Baufachsprache. Hierzu sind einige Anmerkungen zu machen.

José Luis Moro

4. Diagnose Selbsterkenntnis – ohne Ziele keine Maßnahmen

„Einmal den Gipfel besteigen“ – Haben Sie nicht auch diesen Traum, Ihr Unternehmen einmal auf dem Gipfel zu sehen, unabhängig davon, was dies ganz persönlich für Sie bedeutet? Nach kurzer Besinnung und zurück in der Realität sitzen Sie wieder an Ihrem Schreibtisch und Ihre Arbeit läuft vermutlich wie gewohnt ab. In der Regel dauert es morgens keine 15 Minuten, bis Sie den ersten Brandherd zu bekämpfen haben. Eigentlich wollten Sie sich schon seit langem der Umsetzung der strategischen Themen widmen, die für Sie wichtig sind, jedoch gibt es zunächst wichtigere Dinge zu tun. Herr Maier hat schon zweimal angerufen, viele Mails sind zu checken und das erste Meeting beginnt in 30 Minuten.

Tobias Hertfelder, Philipp Futterknecht

Kapitel 4. Vereins-, Verbands- und Ligamanagement im organisierten Sport

In der Selbstverwaltung ist der organisierte Sport in Deutschland pyramidal aufgebaut. An der Spitze steht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB). Er vertritt über 27 Mio. Mitgliedschaften aus knapp 90.000 Sportvereinen. Mitgliedsorganisationen des DOSB sind 16 Landessportbünde, 65 Spitzenverbände sowie 20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben. Somit handelt es sich um die größte unabhängige Bürgerorganisation in Deutschland. International ist der DOSB im IOC (International Olympic Commitee) organisiert und einzelne Sportverbände in internationalen Sportverbänden. Der organisierte Sport fokussiert eine Vielzahl von Herausforderungen, die auch wissenschaftlich begleitet werden: Ehrenamt, Finanzierung, Doping, Duale Karriere, Digitalisierung, Kommerzialisierung, Eventisierung. Neben dem organisierten Sport, aus welchem sich auch der Leistungssport generiert, ist vor allem der Profisport von großem Interesse im Sportmanagement. Zum Profisport werden alle Formen des Sports gezählt, mit denen die aktiven Sportlerinnen und Sportler in der Lage sind, hauptberuflich ihr Einkommen zu generieren. Zu den vorrangigen Herausforderungen des Profisports zählen: Kommerzialisierung, Mediatisierung, Korruption und Manipulation sowie spezifisch für Sportligen die Themen Überproduktion und Unausgeglichenheit.

Alexander Hodeck

Kapitel 6. Strategische und wirtschaftliche Bedeutung von Naming-Rights & Medien-Rechten

Naming-Rights und Medien-Rechte haben sowohl für Rechtehalter als auch für die Erwerber strategisch und wirtschaftlich Bedeutung. Die Vergabe von Naming Rights unterfällt hierbei zwar grundsätzlich der Kategorie der Werberechte, unterscheidet sich von gewöhnlichen Sponsoringverträgen jedoch in mehrfacher Hinsicht und erfordert daher eine von diesen abweichende eigene Strategie. Die wirtschaftliche Bedeutung der Medien-Rechte ist für die verschiedenen Rechtehalter sehr unterschiedlich. Sie hat sich an den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu orientieren. Zugleich ist die Rechtevergabe nicht nur unmittelbar erlösrelevant, sondern bietet zugleich Potenzial für das Generieren zusätzlicher Vorteile. Vergleichbares gilt für die Erwerber von Medien-Rechten.

Jan Räker

B

Bad Bank heißt „schlechte Bank“.Eine Bad Bank wird als reine Abwicklungsbank gegründet und übernimmt die weitgehend wertlosen Wertpapiere und Kreditforderungen der (normalen) Bank, damit die normale Bank mit ordentlichen Wertpapieren und normalem Geschäft weiterarbeiten kann.

Wolfram Klitzsch

Kapitel 4. Cloud – Die automatisierte IT-Wertschöpfung

Weltweit skalierende Null-Grenzkosten-Geschäftsmodelle führen Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung zum Erfolg. Um solche Geschäftsmodelle für das eigene Unternehmen aufbauen zu können, ist es wichtig, die Transformation der klassischen Informationstechnologie hin zur cloudbasierten IT zu verstehen. In den drei Kernprozessen der IT-Wertschöpfung – Software erstellen, betreiben und skalieren – ergeben sich durch neue Technologien massive Einsparungs- und Optimierungspotenziale. Während in der klassischen IT der Weg zur einsatzbereiten und skalierbaren Software abstimmungsintensiv, langwierig und mit hohen Investitionen verbunden ist, können cloudbasierte digitale Geschäftsmodelle deutlich schneller und risikoärmer entwickelt werden. Betrieb und Skalierung werden günstiger und orientieren sich an der tatsächlichen Nutzung einer beinahe unbegrenzt skalierbaren Infrastruktur.

Roland Frank, Gregor Schumacher, Andreas Tamm

Die Rolle von Stiftungen in der Stadterneuerung

Stiftungen werden von Politik und Verwaltung in Kommunen oft nur wenig als Instrument und Partner der Stadterneuerung wahrgenommen. Der Beitrag beschreibt am Fallbeispiel der Stiftung trias verschiedene Modelle und Aktionsfelder von Stiftungen bei der Förderung von gemeinwohlorientierten Stadterneuerungsprojekten. Neben der direkten Förderung von Projekten wird dabei ein besonderer Fokus auf eine gezielte Anlagestrategie des Stiftungsvermögens in solchen Projekten gelegt. Die Stiftungsprojekte verweisen auf eine zunehmende Vielfalt von aktiven „Stadtmachern“, sie sind zugleich ein Indiz für eine emanzipierte und selbstbewusste Stadtgesellschaft und in vielen Städten nicht mehr wegzudenken.

Rolf Novy-Huy

Kapitel 3. Kreditgeschäft

Die Finnberg & Co., Alarm- und Sicherheitstechnik OHG beabsichtigt, ihren Fuhrpark zu erneuern. Zu diesem Zweck sollen drei neue Pkw im Gesamtwert von 100.000,00 EUR angeschafft werden. Da die alten Pkw in Zahlung genommen werden und die Finnberg & Co. OHG mit dem Händler günstige Konditionen ausgehandelt hat, rechnet die Geschäftsführung mit einer Investitionssumme in Höhe von 60.000,00 EUR.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 7. Kreditgeschäft

Die Verpfändung macht die Übergabe der Sache zur Bedingung (Faustpfandprinzip). Die Finnberg könnte den Firmenwagen dann nicht nutzen (vgl. § 1205 BGB). Für die Nordbank AG würden bei einer Verpfändung zusätzlich Verwahrungsprobleme anfallen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 4. Durchsetzung von Arbeitsstandards – die internationale Literatur

Die Einhaltung von Arbeitsstandards wurde in Deutschland lange nicht als Problem angesehen. Man vertraute auf die Sozialpartner, die nicht nur Löhne, Arbeitszeiten und viele andere Arbeitsbedingungen autonom aushandelten, sondern auch für die Einhaltung und Kontrolle ihrer Vereinbarungen verantwortlich waren. Vor allem über die Mitbestimmung der Betriebsräte stärkte der Staat dabei die Ressourcen der schwächeren Seite, also der Vertreter_innen der Beschäftigten (Bosch und Lehndorff 2017). Die Kontrollfunktionen der Betriebsräte wurden ausdrücklich im Betriebsverfassungsgesetz festgeschrieben. Danach haben die Betriebsräte „darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen durchgeführt werden“ (§ 80 1,1 Betriebsverfassungsgesetz). Zur Ausübung dieser Rechte muss der Arbeitgeber alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen.

Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff, Claudia Weinkopf

Kapitel 3. DIN 277-1

Die DIN 277-1 „Grundflächen und Rauminhalte im Bauwesen – Teil 1: Hochbau“ (01/2016) ist für die Immobilienwirtschaft von entscheidender Bedeutung, da durch ihre Vorgaben die Flächen und Rauminhalte eines Bauwerks neutral und ohne eine Bewertung klar definiert und erfasst werden. Die ermittelten Flächen und Rauminhalte dienen als Basis für die Kostenermittlung.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 2. Baunutzungsverordnung (BauNVO)

Im Rahmen des Flächenmanagements ist die Kenntnis der Baunutzungsverordnung (BauNVO) von entscheidender Bedeutung, denn hier wird insbesondere über die Grundflächenzahl (GRZ) und die Geschossflächenzahl (GFZ) festgelegt, wie viel Fläche (von Gebäuden/baulichen Anlagen) auf einem Baugrundstück realisiert werden kann. Dies ist nicht nur für den Neubau von Interesse, sondern auch für die Nachverdichtung im Bestand. Zu beachten ist, dass jeweils die BauNVO gilt, die zum Zeitpunkt der öffentlichen Auslegung des betreffenden Bebauungsplans (B-Plan) nach § 3 (2) Baugesetzbuch (BauGB) in Kraft ist.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 9. Flächenkosten

Der Begriff „Flächenkosten“ wird als Oberbegriff für die Bereitstellungs- und Bewirtschaftungskosten von Flächen verwendet.

Regina Zeitner, Michael Marchionini, Günter Neumann, Heike Irmscher

Kapitel 9. Bodenpolitische Instrumente

Basierend auf der erarbeiteten Definition sollen nun die Instrumente der Bodenpolitik identifiziert und vorgestellt werden. Da allein im öffentlich-rechtlichen Bereich der Schweizerischen Rechtsordnung etwa 158 Instrumente existieren, die Bodeneigentum und dessen Nutzung regulieren (vgl. Knoepfel und Wey 2006), erfolgt die Darstellung gezwungenermassen selektiv. Verschiedene Instrumente, die auf einem grundsätzlich vergleichbaren Mechanismus basieren, werden dabei zusammengefasst.

Andreas Hengstermann

Kapitel 6. Untersuchungseinheit Lebensmittel Discounter

Die Wahl der Untersuchungseinheit Lebensmittel-Discounter macht es notwendig diese als räumliches Element vorzustellen. Die Darstellung der Discounter soll dabei die der vorliegenden Arbeit zugrundeliegenden Annahmen kenntlich machen und begründen. Untersuchungseinheit wird daher aus vier unterschiedlichen Perspektiven betrachtet.

Andreas Hengstermann

Kapitel 5. Entstehen, Ausbreitung und Gesamteindruck

Dieses Kapitel dient der Abrundung bisheriger Beschreibungen, deren Vertiefung und auch der Zusammenfassung dessen, was wir über Gotik in Teil I gelernt haben.

Manfred Nagl

39. *Teilchenphysik

Auf der Suche nach immer neuen elementaren Teilchen, die von verschiedenen Theorien vorhergesagt wurden, wurden in den 1950er Jahren enorme Summen für den Bau von Teilchenbeschleunigern mit immer höheren Energien aufgewendet. Gegenwärtig kennen wir mehrere Hundert Teilchen, von denen viele einmal als elementar angesehen wurden; Forschungsgruppen an den großen Beschleunigerzentren rund um die Welt suchen und finden ständig weitere, wie das 2012 entdeckte Higgs-Boson.Im Large Hadron Collider (LHC) des Europäischen Forschungszentrums für Teilchenphysik CERN können Proton-Proton-Zusammenstöße mit sehr großen Energien durchgeführt werden. Um die Protonen auf Kreisbahnen zu halten, werden die abgebildeten Dipolmagnete eingesetzt. (© 2014–2018 CERN)? Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der Energiebilanz bei Teilchenwechselwirkungen ziehen? (Siehe Übung 39.1.)

Peter Kersten, Jenny Wagner, Paul A. Tipler, Gene Mosca

Kapitel 5. Stadt Soest

Während Rückschlüsse zur Zusammensetzung der Wohnbevölkerung aus den analysierten Unterlagen der Stadt Soest überwiegend nur mittelbar geschlossen werden können, ist die konkrete Bevölkerungsentwicklung im Rahmen der Darstellung diverser statistischer Angaben sowohl differenziert über den betrachteten Zeitraum als auch in teils mehrjährigen Abständen seit dem Jahr 1933 in den ergänzenden Angaben zu den Haushaltssatzungen ersichtlich. Die in den Haushaltssatzungen der Jahre 1978 bis 1982 vorliegenden Angaben zur Wohnbevölkerung beruhen hierbei sowohl auf Volkszählungen sowie zur Extrapolation von Datenpunkten auf amtlichen Fortschreibungsmethoden des Amts für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen.

Philipp Kissing

Kapitel 7. Gebrauchsdauer der Baustoffe

Spricht man von der Gebrauchsdauer von Bauwerken so sei hier ein Bildvergleich mit den verschiedenen Baustoffen aufgezeigt, der auch ein wenig zum allgemeinen Verständnis beitragen soll.

Bernhard Wietek

Kapitel 6. SD-Modelle im Verkehrsbereich

Zur Anknüpfung an existierende Vorarbeiten wurden relevante SD-Modelle recherchiert. Einige SD-Modelle können eine kleinräumige Verkehrsnachfrage abschätzen, beschränken sich dabei jedoch ausschließlich auf den Personenverkehr (vgl. Kap. 6.1). Darüber hinaus existieren SD-Modelle, die eine Güterverkehrsnachfrage auf großräumiger Ebene abbilden können (vgl. Kap. 6.2).

Benjamin Dahmen

Kapitel 17. Baugrund- und Tiefbaurecht

Das Baugrund- und Tiefbaurecht, eine der zentralen und höchst spezialisierten Materien des deutschen Baurechts, beschäftigt seit vielen Jahren, in unterschiedlichen Ausprägungen, Rechtsprechung und Wissenschaft. Nichts desto trotz hat es bis zur zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts bedurft, als dieses Gebiet nachhaltiger bearbeitet und zu Beginn der 1980er Jahre dann wissenschaftlich detailliert betrachtet wurde. Dieses Rechtsgebiet kann im Rahmen dieses Beitrags nicht in allen Einzelheiten und Facetten dargestellt werden.

Klaus Englert, Bastian Fuchs

Kapitel 6. Luxus und Tourismusangebot

Dieses Kapitel beleuchtet wichtige Segmente der Angebotsseite des Tourismusmarktes: Beherbergung, Luftverkehr, Kreuzfahrten, Straßenverkehr, Schienenverkehr und Reiseveranstalter/Reisemittler. Es wird gezeigt, wie die Angebote der jeweiligen Luxussegmente ausgestaltet sind und wie sie sich von Angeboten des Premium- und Massenmarktes abgrenzen. Die Ausführungen liefern Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung der Angebote unterhalb des Luxussegments.

Marc Aeberhard, Roland Conrady, Stephan Grandy, Thomas P. Illes, Adam Parken, Norbert Pokorny, Ralf Vogler, Maria Wenske, Jens Wohltorf

Kapitel 2. Definitionen und Techniken der Privatisierung

Im Kapitel werden die unterschiedlichen Formen der Privatisierung definiert. Tatsächlich gibt es eine breite Debatte über ganz unterschiedliche Bestimmungen dessen, was mit ‚privat‘ gemeint ist. Das vorliegende Buch konzentriert sich hier auf die Entstaatlichung von Dienstleistungen, Produktion und Immobilien. Es werden zunächst die einschlägigen Formen der Privatisierung vorgestellt (formale Privatisierung, materielle (Teil-)Privatisierung und funktionale Privatisierung). Daran anschließend widmet sich das Kapitel den entsprechenden Kalkulationen und Verfahren, die jeweils vorgenommen werden müssen, um nachfolgend die Struktur entsprechender Vertragswerke bei Privatisierungen zu skizzieren.

Detlef Sack

Kapitel 2. Geschichte der TU Graz und des Instituts für Baubetrieb und Bauwirtschaft

Im Jahr 1811 schenkt Erzherzog Johann seine persönlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen dem eigens gegründeten Joanneum als Hilfsmittel zur Förderung der Naturgeschichte, Ökonomie, Physik, Technologie und Chemie. Am 26. November 1811 überreicht Erzherzog Johann die Schenkungsurkunde dem steirischen Landtag. Dieser Tag gilt als Gründungstag des Joanneums und damit auch der heutigen Technischen Universität Graz.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 24. Die Entwicklung der Anforderungen an die Darlegung von Ansprüchen aus Behinderung

Aufbauend auf den deutlich gestiegenen Anforderungen der Gerichte an die Nachweisführung bei Ansprüchen aus Behinderungen des Bauablaufes befasst sich der Beitrag mit den baubetrieblich notwendigen Arbeitsschritten für einen Verzögerungsnachweis (kausaler Nachweis) sowie einer adäquaten Bewertung von Verzögerungskosten und vielfältigen Produktivitätsverlusten, die im Einzelnen zu behandeln sind, aber nicht beliebig aufsummiert werden dürfen. Grundlage für die Nachweisführung ist eine Dokumentation, die angemessen ist und den Nachweismöglichkeiten auf einer Baustelle gerecht wird.

Eberhard Schubert

Kapitel 15. Konfliktursachen bei der Abwicklung von Bauprojekten

Konflikte am Bau sind allgegenwärtig und sind da, um von den Projektbeteiligten gelöst zu werden

Konflikte prägen z.T. den Projektablauf von Baustellen und stehen dabei in einem kausalen Zusammenhang mit einer Konfliktursache, die ein Ereignis oder Versäumnis ist. Der folgende Artikel stellt die im Rahmen des Forschungsprojekts „Effizienzsteigerung bei der Abwicklung von Bauprojekten durch Konfliktvermeidung“ bisher ermittelten Ergebnisse bzgl. Konfliktursachen dar. Auf Grundlage von ExpertInneninterviews und einer Auswertung von relevanten Literaturquellen wurden Konfliktursachen gesammelt, geclustert und eine Reihung vorgenommen. Weiters werden Studien zu Konfliktkosten – diese sind die Folge von Konfliktursachen – in allgemeinen Unternehmensbereichen vorgestellt und die Kostenbereiche eines Bauprojekts dargestellt, auf die Konflikte Einfluss nehmen können.

Jörg Ehgartner, Peter Fischer

Kapitel 16. Der holprige Weg zum Kostenvoranschlag – Sind die Steine eingebildet oder beseitigbar?

Tradition behindert Vereinfachung

Falsche Kostenermittlungen sorgen in jeder Projektphase für Diskussionen. Für den empfohlenen Weg stehen die ÖNORM B 1801-1 und die ÖNORM B 2061 zur Verfügung. Ist das Angebot Hosenträger mit Gürtel oder ein Zielkonflikt? Der Beitrag zeigt Anwendungsprobleme auf, blickt auch über deutschsprachige Grenzen und bietet Verbesserungsvorschläge an.

Heimo Ellmer

Kapitel 31. Der Projektmanager als Generalkümmerer – Auftraggeberanforderungen und Lösungskonzepte des Projektmanagements

Diskussionen und konkret zu beobachtende Entwicklungen zu Formen neuer Projektabwicklungsmodelle in der Bau- und Immobilienwirtschaft haben eine hohe Aktualität. In diesem Zusammenhang ergeben sich für das Projektmanagement zwei Themenkomplexe. Neben der Frage individueller methodischer Ansätze für die jeweiligen Projektabwicklungsmodelle ergibt sich die Diskussion über mögliche, zukünftige Rollen des Berufsstandes der Projektmanager. Zum Letztgenannten soll dieser Beitrag einen gedanklichen Diskussionsimpuls geben.

Thomas Höcker

Kapitel 50. Systematische Berücksichtigung von Unsicherheiten in der Preisermittlung

Einsatz der Monte-Carlo-Simulation

Jede Kalkulation stellt eine Prognose über die mögliche Ausgestaltung der Kosten für ein Bauobjekt dar. Die Herausforderung bei Aussagen über die Zukunft ist der Umstand, dass sehr viele Eingangsparameter mit Unsicherheiten behaftet sind und nur geschätzt bzw. auf Basis von Erfahrungswerten angegeben werden können.

Christian Hofstadler, Markus Kummer

Kapitel 12. 50 Jahre Sicherheit in der Schalung – Rückblick, Gegenwart und Zukunft

Das Thema Sicherheit in der Schalung hat sich zuletzt in immer kürzeren Abständen neuen, erhöhten Anforderungen stellen müssen. Während bis vor kurzem in manchen Ländern das Arbeiten ohne Geländer bis zu einer gewissen Absturzhöhe – abhängig vom Projekt – noch toleriert wurde, sind heute sichere Arbeitsplätze auf Baustellen deutlich in den Fokus der Sicherheitsverantwortlichen gerückt. Dabei geht es nicht nur um sichere Produkte – auch der Ablauf von der Montage und dem Umsetzen bis hin zur Demontage sind wichtig und können eine Baustelle wesentlich behindern oder beschleunigen.Um den sich verschärfenden Rahmenbedingungen gerecht zu werden, ist es erforderlich diese zu erkennen und dementsprechend zu agieren. Obwohl Schalungslösungen nur einen Teil der Sicherheitsgegebenheiten auf der Baustelle beeinflussen, zeigt die Praxis, dass Lücken oder falsche Anwendungen gewaltige Auswirkungen haben können.Da die Hauptursache für Unfälle nach wie vor das Verhalten der Menschen ist, können moderne Produkte bessere Arbeitsbedingungen schaffen. Zusätzlich braucht es die Unterstützung der Organisation, in die MitarbeiterInnen eingebettet sind, damit die technischen Lösungen rechtzeitig geplant, verfügbar gemacht und eingesetzt werden können. Da sich das Geschäftsumfeld immer schneller ändert, besteht die Herausforderung darin, die Gestaltung einer Sicherheitskultur in einem Unternehmen zu betrachten.Die neuen Technologien und Erungenschaften bezüglich Vernetzung und Datenaustausch bringen zudem weitere Chancen und Potentiale, um Unfälle zu reduzieren.

Helmut Weißengruber

Kapitel 44. Handlungsempfehlungen für ein alternatives Abwicklungsmodell für Infrastrukturbauprojekte in Österreich

Unter Berücksichtigung einer frühen Implementierung des unternehmensseitigen Know-hows

Infrastrukturbauleistungen werden in Österreich vorrangig anhand eines „traditionellen“ Abwicklungsmodells realisiert, bei dem der öffentliche Auftraggeber zuerst die Planungsleistung in Auftrag gibt und daraufhin die Bauleistung auf Basis der fertigen Planung vergibt. Dieses Modell hat allerdings den Nachteil, dass die beteiligten Bauunternehmen erst sehr spät in den Planungs- und Bauprozess miteingebunden werden und so ihr spezielles Ausführungs-Know-how nicht vollumfänglich einbringen können. Die Abkehr von diesem „traditionellen“ Abwicklungsmodell stellt sich als schwierig dar, da die öffentlichen Auftraggeber „innovativen“ Formen der Vergabe- und Vertragsabwicklung meist skeptisch gegenüberstehen, was vorrangig an der (vermeintlichen) Unvereinbarkeit innovativer Modelle mit den vergaberechtlichen Vorschriften festgemacht wird. Dieser Beitrag beschäftigt sich daher mit der Frage, wie die Abwicklungsprozesse in vergabeund bauvertraglicher Hinsicht optimal gestaltet werden können, um den Infrastrukturbau in Österreich zu verbessern.

Lena Paar

Kapitel 3. Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft – Prof. Hofstadler

Im Arbeitsbereich Baubetrieb und Bauwirtschaft von Prof. Hofstadler begründet sich das wissenschaftliche Selbstverständnis fernab des sogenannten „Elfenbeinturms“. Vielmehr wird eine aktive trans- und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Außenwirksamkeit forciert. Als zentrale Herausforderung stellen wir uns als Team beständig dem Anspruch, den Studierenden und den EntscheidungsträgerInnen in der Praxis Wissen und komplexe Zusammenhänge nachhaltig zu vermitteln.

Christian Hofstadler

Kapitel 32. Planungswirtschaft ≠ Bauwirtschaft

Planungs- und Bauleistungen sind gleichermaßen notwendig, um ein Bauprojekt umzusetzen.Auch wenn sich bei der Leistungserbringung in beiden Fällen alles um das Objekt dreht, gibt es einen wesentlichen Unterschied: die Bauberufe erbringen ihre Leistungen auf Basis definitiv beschriebener Positionen, während die Leistungen der Planungsberufe nicht beschreibbar und nicht kalkulierbar sind.Planungsleistungen mit den gleichen Kalkulationsansätzen zu betrachten, wie Bauleistungen, kann der Komplexität des Planungsprozesses nicht gerecht werden, weder bei der Auftragsverhandlung, noch bei Mehrleistungen während der Ausführung. Das Überstülpen von bauwirtschaftlichen Ansätzen auf die Planung kann nicht funktionieren.

Hans Lechner

Kapitel 40. Bauvertragsbedingungen und § 879 Abs 3 ABGB

§ 879 Abs 3 ABGB erklärt Vertragsklauseln in AGB dann für nichtig, wenn sie nicht die Hauptleistungen betreffen, aber gröblich benachteiligend sind. Wenige Normen des Vertragsrechts haben eine so umfangreiche und vielfältige Judikatur ausgelöst, wie dieser Tatbestand. Die dennoch kleine Menge dieser Entscheidungen zum Bauvertragsrecht erlaubt es, die wichtigsten dieser Entscheidungen im Rahmen dieser Arbeit darzustellen. In der Folge unternehme ich den Versuch, mithilfe der (von Wilburg in Graz entwickelten) Methode des „beweglichen Systems“ eine Basiswertung herauszuarbeiten, nach der alle drei Tatbestandselemente des § 879 Abs 3 ABGB einheitlich ausgelegt werden können. Entsprechend werden nach dieser Basiswertung die Tatbestandselemente AGB, Nebenleistung und gröbliche Benachteiligung abgehandelt. Wegen der im Bauvertragsrecht dominanten Bedeutung des Vertragsabschlusses im Wege eines wettbewerblichen Verfahrens wird auf diese Besonderheiten vertieft eingegangen.

Rudolf Lessiak

7. Trittschallschutz

Schallschutz verfolgt keinen Selbstzweck. Vielmehr ist Schallschutz Lebensqualität und dient der Gesundheit von Menschen.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

Das deutsche und chinesische Arbeits- und Steuerrecht

Das deutsche Arbeitsrecht regelt die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und dient der Herstellung sozialer Gerechtigkeit auf privatrechtlicher (arbeitsvertraglicher) Grundlage. Das Arbeitsrecht soll der angenommenen stärkeren Verhandlungsposition des Arbeitgebers weitgehende Schutzrechte der Arbeitnehmer entgegenstellen und so für faire und gerechte Arbeitsbeziehungen sorgen. Es geht also innerhalb des Systems nicht um gleichrangige Zuweisung von Rechten und Pflichten, sondern es werden bewusst Arbeitnehmer gegenüber den ohnehin als „mächtiger“ angesehenen Arbeitgebern in eine Position der ungefähren Gleichberechtigung hineinversetzt.

Michael Lorenz, Lidong Pan

Kreditarten

Welche der folgenden Aussagen zur Beleihungswertermittlung nach dem Ertragswertverfahren sind richtig? A Der Ertragswert wird ermittelt aus dem Boden- und dem Bauwert der Immobilie. B Die Höhe des Zinssatzes, zu dem der Jahresreinertrag kapitalisiert wird, richtet sich nach dem aktuellen Zinssatz am Geldmarkt. C Der Beleihungswert nach dem Ertragswertverfahren entspricht dem Marktpreis der Immobilie am Tag der Wertermittlung. D Bei der Berechnung des Beleihungswertes nach dem Ertragswertverfahren werden die Kosten berücksichtigt, die bei gewöhnlicher Bewirtschaftung der Immobilie entstehen. E Das Ertragswertverfahren muss stets bei wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien angewendet werden. F Der Ertragswert eines Mietobjektes ist der kapitalisierte Gebäudereinertrag zuzüglich des Bodenwertes.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten and Kreditarten

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen.Nachlasskonto: Konten und Depots eines Erblassers werden mit seinem Tod Nachlasskonten.Depotkonto: Depotkonten dienen der Verbuchung von Wertpapieren, die die Banken von ihren Kunden zur Verwahrung und Verwaltung übernehmen.Konto zugunsten Dritter: Bei einem Kontovertrag zugunsten eines Dritten wird vereinbart, dass die Forderungsrechte aus einem Konto bei Eintritt einer bestimmten Bedingung auf einen Dritten übergehen sollen, vgl. §§ 328 ff. BGB.Termingeldkonto: Auf diesem Konto werden Gelder als befristete Anlage verbucht, die vorübergehend nicht benötigt werden.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kapitel 8. Fazit und Ausblick

Zum Abschluss der Arbeit werden zunächst die Untersuchungsfragen beantwortet. Im Anschluss folgen eine kleine Reflexion und die Darstellung des zukünftigen Forschungsbedarfes. Letztendlich schließt das Fazit die Arbeit ab.

Felix Nolte

Kapitel 7. Validierung der Forschung durch Experteninterviews

Die vorherige Analyse der Konversionsfälle hat bestimmte Preis- und Kosten- Kennzahlen für zukünftige Verkäufe von Konversionsflächen ergeben. So konnten anhand echter Verkaufspreise und anhand der jeweiligen Bodenrichtwerte Entwicklungskosten für bestimmte Liegenschaftstypen in Innen- oder Außenlage für die jeweilige Nachnutzung ermittelt werden. Inwieweit diese Kostenansätze auch durch Experten bestätigt werden, wird im Folgenden evaluiert.

Felix Nolte

Kapitel 3. Konversionsobjekte und -prozess

Nachdem die Methoden dieser Arbeit erläutert wurden, folgt nun der Einstieg in die Militärkonversion. Zunächst wird der Begriff Konversion eingegrenzt und anschließend werden die Konversionsliegenschaften typologisiert (Kapitel 3.1.2). Dies ist für das generelle Verständnis und für die spätere Analyse erforderlich.

Felix Nolte

Kapitel 1. Einführung

Die Entwicklung von Militär-Konversionsflächen stellt Kommunen, Entwickler und Käufer – zusätzlich zu den hohen Anforderungen jeder Projektentwicklung – vor besondere Herausforderungen. Diese lassen sich in drei Teilbereiche gliedern: die Konversionsfläche an sich, die Umsetzung der Planung und die Preisfindung. Zu den ersten beiden Teilbereichen gibt es bereits Arbeiten. So existieren Werke über die bauliche und planerische Umwandlung von vorgenutzten (Konversions-)Flächen.

Felix Nolte

Kapitel 6. Erforschung der Verkaufsfälle

Der Wert einer Konversionsfläche ist abhängig vom Bestand und von der Planung. Dabei ist der Bestand außergewöhnlich und die Planung wertrelevanter als im zivilen Bereich. Der Verkehrswert wird bei Konversionsgrundstücken mittels der deduktiven Wertermittlung errechnet, da die vorherige militärische Nutzung keine Zukunft hat.

Felix Nolte

Kapitel 5. Wertfindung

Der Wert einer Konversionsfläche, als Ergebnis von Bestand und Planung, ist ein Diskussionspunkt in jeder Konversion. Dies hat vor allem damit zu tun, dass die Beteiligten (Kommune und BImA) die Ergebnisse ihrer Verhandlungen erst gegen Ende des Entwicklungsprozesses als Verkehrswert offenbart bekommen. Liegt dieser Wert fernab der Verhandlungsspanne eines Beteiligten, stoppt der Konversionsprozess zunächst für einige Zeit.

Felix Nolte

Prüfungssatz V

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft Fälle

Herr Ulrich Brandt (32 Jahre alt, ledig, kaufmännischer Angestellter) hat zum 01.04.20.. eine 2-Zimmer-Wohnung von der Wohnungsgesellschaft Schaum mbH gemietet. Die bei Einzug fällige Mietkaution beträgt 1.900,00 EUR. Herr Brandt unterhält bei der Nordbank AG ein Girokonto. Herr Brandt hat sich bei der Nordbank AG zu einem Beratungsgespräch angemeldet.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Bankwirtschaft programmierte Aufgaben

Dr. Peter Laumen und Dr. Bernd Hagen eröffnen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft. Die Partnerschaftsgesellschaft ist als „Dr. Bernd Hagen und Partner – Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft“ im Partnerschaftsregister eingetragen. Bei der Vertretung gilt die gesetzliche Regelung.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Prüfungssatz I

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 20. Leuchtturmmarketing

Symbole einer Stadt

Ziel und Inhalt des folgenden Beitrages sind es, die Relevanz von Leuchtturmprojekten für eine Stadt beziehungsweise für ihr Marketing zu verdeutlichen, potenzielle Erfolgsfaktoren zu analysieren und an zwei aktuellen Beispielen zu veranschaulichen.

Christopher Zerres, Michael Zerres

8. Planungskonzeption

In den vorangestellten Kapiteln werden die Leistungsbilder zur Objektplanung (Geb äude) sowie die Anforderungen beim PBiB untersucht. Planungsleistungen im Bestand werden auf Grundlage von spezifischen Prozessen durchgeführt, die für den Neubau von Wohngeb äuden konzipiert sind. Hauptmerkmal dieser Prozesse ist eine Vielzahl an Handlungsmöglichkeiten. Die in der HOAI abgebildeten Leistungen sind für die Planung unzureichend. Im vorliegenden Kapitel werden die Grundlagen für ein neues Leistungsbild erarbeitet, das den Anforderungen beim Planen und Bauen im Bestand entspricht

Sebastian Herke

9. Prozessmodell

In den vorangegangenen Kapiteln erfolgt eine differenzierte Betrachtung für das Planen und Bauen im Bestand gegenüber dem Neubau. Bauliche Maßnahmen erfordern modifizierbare Konzepte, um den spezifischen Anforderungen gerecht zu werden und eine optimale Lösung für das individuelle Objekt zu finden. Die Planungs- und Bauprozesse sind geprägt durch die Definition und Festlegung von Arbeitsschritten, die den Bestandsobjekten im Wohnungsbau entsprechen. Die beschriebenen Leistungen bilden ein Planungsinstrument und können bei der Vertragsgestaltung zwischen dem Objektplaner und Bauherrn sowie als Qualitätsmanagement im Planungsprozess herangezogen werden.

Sebastian Herke

6. Allgemeine Anforderungen im Bestand

Das Planen und Bauen im Bestand ist eine richtungsweisende Aufgabe des Architekten. Der zu bearbeitende Bestand beinhaltet nicht ausschlieälich historisch wertvolle Gebäude, sondern triviale Architektur wie Wohnsiedlungen, Industriebauten, Gewerbe- und Büroimmobilien. Von allen Objektarten nehmen Wohnobjekte eine besondere Position ein. Sie sind von Bedeutung, da diese regional variieren und, gemessen an der Anzahl der Objekte im Gebäudebestand, die Mehrzahl am deutschen Immobilienmarkt darstellen. Vielerorts entspricht der Wohnstandard nicht den gestiegenen Wünschen, ebenso ist der technische Ausbauzustand unzureichend. Infolgedessen sind bauliche Maßnahmen erforderlich, wobei der Anteil am gesamten Bauvolumen aufgrund der großen Anzahl an Objekten kontinuierlich steigt.

Sebastian Herke

3. Objekte im Bestand

Im vorliegenden Buch wird das Planen und Bauen im Bestand am Beispiel von Wohnbauten erläutert. Wohnen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Daraus resultiert die Notwendigkeit der Schaffung von Wohnraum (Wohnungsbau), wobei sich der Bau einer Wohnung mit der ganzheitlichen Architektur von Außen- und Innenraum befasst. Die Wohnung wird nach Gieselmann „als die architektonische Antwort auf die Frage des Bewohners nach Abtrennung von der Natur“ und als ein Bezugsort des Lebens beschrieben. Zudem ist sie ein elementarer Bestandteil des Zusammenlebens, da „jeder Mensch wohnt.“ [Gieselmann 1979, S. 9] Die Wohnung ist ein hohes Gut und per Gesetz als bedeutende Errungenschaft geschützt: „Die Wohnung ist unverletzlich.“ [Grundgesetz 2014, Art. 13 Abs. 1]

Sebastian Herke

5. Leistungsbild

Im folgenden Kapitel werden grundlegende Aspekte des Leistungsbilds in Abgrenzung zur Objektplanung untersucht. Der Handlungsschwerpunkt zielt auf die Problemstellung beim PBiB ab. Der Wandel des Berufsbilds des Architekten wird hinsichtlich der Aufgaben bei baulichen Maßnahmen Bestand diskutiert. Dazu werden bestehende Honorarordnung in Deutschland analysiert und die historische Entwicklung sowie aktuelle Probleme aufgezeigt. Es erfolgt ebenso eine Gegenüberstellung von Honorarordnungen in Europa.

Sebastian Herke

4. Maßnahmen im Bestand

Beschreibungen baulicher Maßnahmen beim PBiB sind umfangreich. Im Folgenden werden Begriffe abgegrenzt und durch entsprechende Regelwerke definiert. Zum besseren Verständnis werden ebenso Begriffe erläutert, die im Zusammenhang mit Bestandsobjekten benutzt werden oder Teilaspekte der Denkmalpflege einschließen

Sebastian Herke

Open Access

Kapitel 5. Schule Breitenrain in der Stadt Bern – Von der Disziplinierung zur intrinsischen Selbstdisziplin

Das Schulhaus Breitenrain in der Stadt Bern verkörpert prototypisch den damaligen Gebäudetypus Schulhaus, der im Volksmund Schulkaserne genannt wurde. Das Gebäude ist nach Strukturprinzipien errichtet worden, die für die damalige Schule typisch sind und die bis heute Bestand haben. In diesem Sinne steht die exemplarische Analyse des Schulhauses Breitenrain für die Genese, Konsolidierung und auch die Brüche des staatlichen Schulsystems, wie sie sich in den Schulgebäuden objektivieren.

Jan Egger

4. Baukosten und Finanzierung

Die in diesem Kapitel aufgeführten Beispiele orientieren sich an praxisnahen Situationen aus dem Baubetrieb und dienen dazu, Entscheidungen über die Wahl der wirtschaftlichsten Verfahrensweise zu treffen. Dabei werden verschiedene Finanzierungsformen und Bauarten miteinander verglichen, um die ökonomisch sinnvollste Variante zu bestimmen. Weiterhin wird die Ermittlung der relevanten Kostenstellen dargestellt, die für Lohn, Material, Miete und weitere Punkte anfallen. Die Berechnungen orientieren sich dabei an Erfahrungswerten aus der Baupraxis und vermitteln ein Gefühl für tatsächlich entstehende Kosten.In Kapitel 5, Baukosten und Finanzierung, der Krause Ulke Zahlentafeln für den Baubetrieb, 9. Auflage, Springer Vieweg Verlag, Wiesbaden 2016 werden die theoretischen Grundlagen für dieses Aufgabengebiet eingehend thematisiert.

Bernd Ulke

Holzbau

Die Tradition des Holzbaus reicht sehr weit bis zu den Ursprüngen der Menschheitsgeschichte zurück. Bemerkenswert ist das hohe Maß an holzbautechnischem Wissen, auf das man beim historischen Umgang mit Holz im Bauen stößt und das uns die noch heute vorhandene lange Erfahrung und Bautradition im Holzbau erahnen lässt. Das Wissen um diesen Baustoff ist bis heute in tradierter gebauter Form an den erhaltenen historischen Holzbauten ablesbar.

José Luis Moro

Kapitel 7. Experimentieren mit Teilchen: Beschleuniger und Detektoren

Das Standardmodell der Teilchenphysik fasst unser derzeitiges Wissen über die kleinsten Bausteine der Materie und ihre Wechselwirkungen in einer kohärenten Theorie zusammen. Aber woher wissen wir all dies? Wie entlocken wir Teilchen, die man nicht sehen oder anfassen kann, ihre Geheimnisse?Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die Funktionsweisen der riesigen Beschleunigeranlagen, die Protonen oder Elektronen große Energiemengen zuführen und dann zur Kollision bringen – sowie in die Experimente aus vielen verschiedenen, aufeinander abgestimmt arbeitenden Detektoren, die die aus diesen Kollisionen entstehenden Teilchen aufzeichnen. Schließlich wagen wir einen Blick in die Zukunft: Welche Art von Teilchenbeschleuniger könnte den LHC ablösen?

Jenny List

Einzelne Versicherungszweige

Die Wohngebäudeversicherung gehört zur Sachversicherung. Sie bietet dem Eigentümer eines zumindest auch zu Wohnzwecken bestimmten Gebäudes Versicherungsschutz für den Fall der Beschädigung oder der Zerstörung des Gebäudes sowie mitversicherter Sachen.

Christian Armbrüster

6. Drei Irrwege der Wohnungspolitik

Die Politik reagiert auf die Wohnungsknappheit vor allem mit Regulierungen und Förderungen. Mit der Mietpreisbremse soll die Steigerung der Mieten moderater und mit Milieuschutzsatzungen die soziale Struktur stabilisiert werden. Die soziale Wohnraumförderung soll Anreize für den Bau von Sozialwohnungen geben, womit Haushalte ihre Wohnkosten reduzieren können. Alle diese Maßnahmen haben aber ihre Tücken und wenden sich zum Teil sogar gegen die Mieter. Die Erfahrungen mit Mietstopps – und auch die Mietpreisbremse ist vielfach ein Mietstopp – zeigen, dass oftmals Haushalte profitieren, die gar keine Unterstützung brauchen. Auf der anderen Seite wird der Markt kleiner, was es gerade sozialschwachen Haushalten erschwert, eine Wohnung zu finden. Auch in der sozialen Wohnraumförderung ist die Treffsicherheit ein großes Problem. Viele Sozialwohnungen werden von Menschen genutzt, die nicht arm sind. Dabei ist die Zahl der bedürftigen Haushalte deutlich größer als die Zahl der Sozialwohnungen. Und der Milieuschutz ist letztlich eine Investitionsbremse, die der Stadt als Ganzes schaden kann. Mit vielen Ansätzen folgt die Wohnungspolitik daher einem Irrweg.

Michael Voigtländer

8. Die Zukunft der Wohnungspolitik

Deutschland hat schon weitaus ernstere Wohnungskrisen erlebt, gerade die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg war enorm. Dennoch sollte die heutige Wohnungsmarktlage nicht verharmlost werden, denn sie kann zum einen die Gründung neuer Unternehmen behindern, zum anderen vor allem auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen. Um die Lage in den Großstädten wieder zu entspannen, bedarf es vor allem vier Maßnahmen. Erstens muss das Baulandangebot erhöht werden und es müssen je nach Stadt neue Stadtteile entwickelt werden. Zweitens müssen die Kosten des Bauens gesenkt werden, weshalb sowohl Normen und Auflagen als auch kommunale Anforderungen überdacht werden müssen. Drittens muss die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden, um den Menschen Alternativen zum Wohnen in den Metropolen zu geben. Viertens schließlich bedarf es der Einsicht, dass man den Wohnungsmarkt nicht gegen den Marktmechanismus verbessern kann, sondern nur mit diesem. Genau dies war die Stärke der deutschen Wohnungspolitik und der Grund, warum der deutsche Wohnungsmarkt international als Vorreiter angesehen wird.

Michael Voigtländer

4. Warum wird so wenig gebaut?

Steigt in einem Markt die Nachfrage, sollte das Angebot nachziehen. Schließlich wird es auch attraktiv, mehr zu produzieren, weil über die gestiegene Nachfrage auch die Preise steigen. Dies gilt auch grundsätzlich für den Wohnungsmarkt, doch in den Großstädten funktioniert dieser Mechanismus aktuell nicht. Dass der Wohnungsbau nicht in Schwung kommt, liegt dabei nicht an den Investoren, denn bei niedrigen Zinsen und hohen Wohnungspreisen ist der Einstieg in den Markt sehr attraktiv. Ursächlich ist vielmehr das geringe Baulandangebot, wofür viele Beteiligte verantwortlich sind: Die Kommunalpolitik, weil zu wenig Flächen ausgewiesen werden, die Bürger, die viele Bauvorhaben bekämpfen und nicht zuletzt Grundstückseigentümer, die mit dem Verkauf warten, um höhere Preise zu realisieren. Neben dem fehlenden Bauland sind auch die hohen Neubaukosten relevant. Aufgrund von Auflagen und Standards sind die Kosten des Neubaus so stark gestiegen, dass Neubauten kaum noch mit dem Bestand konkurrieren können, sprich Neubauten nicht in der entsprechenden Menge absetzbar sind. Ein weiterer Kostentreiber sind steuerliche Regeln, namentlich die Grunderwerbsteuer und die Abschreibungssätze. Nicht zuletzt wird in diesem Kapitel auch der Frage nachgegangen, ob es auch einen Mismatch im Wohnungsmarkt gibt: Werden andere Immobilien gebaut als tatsächlich benötigt werden?

Michael Voigtländer

5. Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnungsmarktlage

Wie kann der Wohnungsmarkt in den Großstädten wieder entspannt werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Insgesamt werden 10 Maßnahmen vorgeschlagen, die die Lage verbessern können. Ein ganz zentrales Thema ist der Mangel an Bauland. Kommunen sollten mehr Bauland ausweisen und über neue Stadtviertel nachdenken. Gerade in Städten wie München oder Berlin wird eine reine Nachverdichtung nicht ausreichen. Darüber hinaus sollte der vorhandene Platz besser genutzt werden, beispielsweise indem höher gebaut wird und Dachgeschoße genutzt werden. Gerade der Blick auf ausländische Metropolen zeigt, dass wir in der Höhe noch viel Potenzial haben. Des Weiteren brauchen wir eine Reform der Grundsteuer hin zu einer Bodenwertsteuer, die Anreize für eine schnellere und bessere Bebauung setzt. In die gleiche Richtung geht auch der Vorschlag, die Dauer von Baugenehmigungen zeitlich stärker zu begrenzen. Neben dem Bauland sind die Neubaukosten ein entscheidender Ansatzpunkt. Standards und Normen müssen geprüft werden, bessere Anreize gesetzt und kommunale Auflagen überdacht werden. Durch die Erfüllung von immer höheren Klimaschutzstandards, zusätzlichen Normen im Brandschutz und Verpflichtungen zum Bau von Kindergärten oder Schulen wird Bauen immer teurer. Neben diesen Maßnahmen gibt es flankierende Maßnahmen. So ist es erforderlich, die Eintrittsbarrieren zum Wohneigentum zu senken, da viele Haushalte als Eigentümer Wohnkosten sparen könnten. Außerdem sollte das Wohngeld gestärkt werden, um Haushalten schnell und zielgenau zu helfen. Schließlich ist eine bessere Verknüpfung von wachsenden und schrumpfenden Städten notwendig, um die Zentren zu entlasten und Schrumpfungsstädten eine Perspektive zu geben.

Michael Voigtländer

7. Preisfestlegung für Rückversicherung

Die Form des Rückversicherungsvertrages bestimmt die Form der Entrichtung des Rückversicherungspreises. In der proportionalen Rückversicherung wird regelmäßig die Gestaltung der Abzüge, vornehmlich die Höhe der Rückversicherungsprovision, als Preisregulativ genutzt. In der nichtproportionalen Rückversicherung bilden der Rückversicherungsbeitrag und dessen Zahlungsmodalitäten die Mittel zur Begleichung des Rückversicherungspreises.

Andreas Schwepcke, Alexandra Vetter

Erläuterungen zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Klauseln zu den ABU 2011

Wolfgang Heiermann, Bernd Klemm-Costa

Kapitel 5. Von der Nische zum Roll-out – eine Multi-Level- Konstellationsanalyse

In diesem Kapitel werden die Analyseergebnisse der Multi-Level-Konstellationsanalyse über die Entwicklungsphasen von InnovationCity in Bezug auf Bürger_innenbeteiligung dargestellt.

Benjamin Best

Kapitel 3. Scrum Framework und Praxis

Das handlungsorientierte Framework Scrum, das bereits sehr breit in der Softwareentwicklung, aber auch in anderen Bereichen der fertigenden Industrie etabliert ist, eignet sich als guter Start, um den praktischen Einsatz agiler Arbeitsweise zu diskutieren. Ich gehe auf die wesentlichen Artefakte des Frameworks ein, um an diesem Beispiel die Frage des Warums für die drei Zielgruppen des Buches (Unternehmer, Kunden, Mitarbeiter) praktisch zu diskutieren. Das Kapitel greift Entwicklungen der Scrum Community auf und zeigt Weiterentwicklungen des Frameworks gegenüber seinem Erscheinen im Jahre 2001 auf und geht auf die Gründe und Überlegungen ein, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Vom Verständnis des Team-Commitments über die Notwendigkeit der Schätzung bis zur praktischen Anwendbarkeit des Verfahrens in Verträgen werden die Artefakte der Methodik greifbar.

Janko Böhm

Methanol – der Kraftstoff, der uns morgen antreibt

Die Energie- und Rohstoffwende stellt uns in Deutschland vor zahlreiche Herausforderungen. In der gegenwärtigen Situation wird sie aus verschiedenen Gründen eher als Bedrohung denn als Chance gesehen, wodurch die Möglichkeiten, die die Energiewende bietet, verspielt werden. Dabei stehen wir vor einer historischen Gelegenheit, Umweltschutz, Energieeffizienz und Mobilität zum Nutzen aller zu vereinen.

Martin Bertau, Michael Kraft, Ludolf Plass, Hans-Jürgen Wernicke

Mobilität und Energie bedeuten Wohlstand

Energie, Mobilität und Wohlstand sind in unserer Gesellschaft untrennbar miteinander verwoben. Klimapolitik durch geplante Energierestriktionen und -preiserhöhungen zu betreiben, wird dabei vor allem die einkommensschwachen Bevölkerungsschichten treffen. Sinnvolle Lösungen sind erforderlich. Eine physikalisch-wirtschaftliche Betrachtung von Wolfgang Maus.

Wolfgang Maus

3. Das Umfeld

Beim Blick vom Unternehmen nach außen sind zwei Entwicklungen auffällig: die neue Marktsituation und unsere alternde Gesellschaft. Noch auffälliger ist die Nachhaltigkeit am Bau, und ein neuer Begriff wird auch bei den Planungsbüros ankommen: „Compliance“ oder „Good Governance“ oder „gute Unternehmensführung“.

Dietmar Goldammer

Kapitel 5. EuGH als ordnungspolitischer Platzanweiser – der Pfad zum Laisser-faire-Prinzip

Prolog: Das Wort von John F. Kennedy bei seinem Amtsantritt als Präsident der USA sollte die Bürger zu privaten Taten motivieren, um den Staat ökonomisch und politisch zu stärken und nicht mit fiskalpolitischen Kosten zu belasten.

Klaus Zapka

Kapitel 5. Bereiche der Architekten- und Ingenieurhaftung

In der Reihenfolge der Leistungsphasen befasst sich dieses Kapitel mit phasenspezifischen Risiken und Fehlleistungen. Ausgehend von Fehlern bei der Grundlagenermittlung (z. B. falsche Beratung über die Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens, Nichtbeachtung des Budgets des Bestellers etc.), werden konkrete Haftungssituationen beleuchtet. Planungsfehler, die aus der Zusammenarbeit oder Konkurrenz mehrerer Fachplaner entstehen werden ebenso dargestellt, wie die Folgen der Rücknahme rechtswidrig erteilter Baugenehmigungen durch die Baubehörde und fehlerhafte Bauherrenbeiträge. Auch Fehler bei der Koordinierung werden näher dargestellt, insbesondere Probleme, die auftauchen, wenn der Architekt Zusatzaufträge im (vermeintlichen) Interesse des Bauherrn erteilt, die dieser später nicht genehmigt. Ebenso werden Fehler bei Bauausführung und Bauüberwachung näher dargestellt: Haftet der Architekt / Ingenieur, wenn der Bauherr die Gewerke selbst ausführt oder ausführen lässt und hierbei Fehler entstehen? Muss der Architekt ständig an der Baustelle anwesend oder zumindest ständig erreichbar sein? Welche Pflichten treffen ihn bei der Rechnungsprüfung und später bei der Objektbetreuung? Wann verjähren Ansprüche aus der Objektbetreuung und was passiert bei Baukostenüberschreitung? Können Honorare über- oder unterschritten werden?

Birgit Brixius

Kapitel 4. Rechte bei Mängeln

Kernstück des essentials ist die Darstellung der Gewährleistungsrechte des Bestellers bei Mangelhaftigkeit des Architekten- / Ingenieurwerks nebst den zur Geltendmachung erforderlichen Voraussetzungen. So wird zunächst der Primäranspruch der Nacherfüllung dargestellt sowie die Frage geklärt, unter welchen Voraussetzungen eine Fristsetzung zur Nacherfüllung entbehrlich ist. Anschließend werden die Sekundärrechte Selbstvornahme mit Aufwendungsersatzanspruch, Rücktritt vom Vertrag (in Abgrenzung zur Kündigung des Werkvertrags), Minderung, Schadensersatzansprüche und Ersatz vergeblicher Aufwendungen mit ihren jeweiligen Anforderungen dargestellt. Die Rechte des Architekten / Ingenieurs finden ebenso Beachtung wie Haftungsfragen für hinzugezogene Hilfspersonen. Die Frage, wer das Risiko eines zufälligen Untergangs der Leistung trägt (Leistungsgefahr) wird ebenso beantwortet, wie die Frage, ob der Architekt Anspruch auf zweifache Vergütung hat, wenn das Werk bei zufälligem Untergang neu hergestellt werden muss. Begriffe wie Verzug, Abnahme werden erläutert, außerdem gibt es Hinweise, wie sich der Planende verhalten sollte, wenn Schadensersatzansprüche gegen ihn im Raum stehen. Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt der Geltendmachung von Gewährleistungsrechten wird geklärt, ebenso die Verjährung von Mängelansprüchen.

Birgit Brixius

2. Folgen und Reihen

In Kapitel 1 haben wir Ihnen schon Beispiele vorgestellt, wie praktische Probleme auf Zahlenfolgen oder Zahlenreihen führen können. Dies trifft besonders für die so genannten arithmetischen bzw. geometrischen Folgen und Reihen zu.

Gabriele Adams, Hermann-Josef Kruse, Diethelm Sippel, Udo Pfeiffer

Kapitel 8. Volkswirtschaftliche Wirtschaftlichkeitsanalyse

Das Instrument zur Berechnung der gesamtwirtschaftlichen Rentabilität ist die Nutzen-Kosten-Analyse. Sie ist das volkswirtschaftliche Gegenstück zur Investitionsrechnung in der betrieblichen Entscheidungstheorie. Im Gegensatz zur Investitionsrechnung wird jedoch statt mit betrieblichen Gewinnen mit volkswirtschaftlichen Nutzen gerechnet.

Volker Schott

Unternehmensleistung erfassen und dokumentieren

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Kapitel 7. Die »Mitte der Mitte«: Die Gestaltung des Regierungszentrums

Entscheidende Bedeutung gewann die Mitte der Spreeinsel ab 1442. Zunächst war sie als »Zwing Cölln« entstanden, am strategisch wichtigsten Ort der Doppelstadt zur Beherrschung der Bürger. Diese militär-strategische Dominanz führte nie zu einer bedeutenden stadträumlichen Qualität in Bezug auf die Stadt (Flierl in: Flierl/Parzinger 2009: 109). Seit dem 17. Jahrhundert vollzog sich eine Westwanderung der Herrschaftsinstitutionen, mit wichtigen Zwischenstationen wie die Wilhelmstraße und dem finalen West-Ziel des Charlottenburger Schlosses (Welch 1999: 25 f.).

Klaus von Beyme

Kapitel 3. DDR-Hauptstadt Berlin

Berlin wurde Anfang Mai 1945 von sowjetischen Truppen erobert. Sie stießen auf eine Trümmerlandschaft: Von den 245 000 Gebäuden waren 11,3 % total, 8,2 % sehr schwer und weitere 3 % mittelschwer beschädigt, wurden aber als wiederherstellbar eingestuft. Als leicht beschädigt und noch benutzbar galten 70,1 % der Bauten.

Klaus von Beyme

6. Grundlagen der Fabrikstättenprojektierung

Mit der durchgängigen Technologischen Fabriksystemprojektierung, Kapitel 5, liegen die Systemanforderungen an die räumliche und gestalterische Systemprojektierung soweit vor, dass das technologisch projektierte System in seine sogenannte End- und Realisierungsform durch die Trag-, Stütz- und Schutzfunktion gebracht werden kann. Bei dieser Projektierungsaufgabe sind fast alle Projektierungsaktivitäten vom Raum, von den baulichen Systemen, Abb. 5.123, von den Schutzsystemen, Abb. 5.124, und vom technologischen Wirken durch menschliche und technische Arbeit im Raum abhängig, Abb. 6.1. Es ergeben sich neue Gebiete, Relationen und Aktivitäten der Fabriksystemprojektierung, die einen zusätzlichen Einsatz von Spezialprojektanten und ein räumliches Denken erfordern.

Kurt W. Helbing

39. Kapitalbedarf

Kapitalbedarf: Geldwertmenge, die zur Realisierung von Fabrikinvestitionen und zum Anlauf des Fabrikneubetriebes für Lieferungen, Leistungen und Abgaben insgesamt bereitgestellt werden muss.

Kurt W. Helbing

25. Fabrikgebäude

Fabrikgebäude: Aus Bauelementen zur Erfüllung von Fabrikaufgaben zusammengefügtes technisches Raumbauwerk mit bestimmter Funktion, Dimension, Struktur und Gestalt zur umweltschützenden und arbeitssichernden Aufnahme von Personen, ortsfesten und ortsveränderlichen Elementen und Systemen der Fabrik.

Kurt W. Helbing

Kapitel 5. Weg der Moderne

Die Gründung des Deutschen Werkbunds 1907 in München war ein Meilenstein in der Designgeschichte. Gründungsmitglieder waren unter anderem H. Muthesius, H. van de Velde, P. Behrens, R. Riemerschmied, J. Hoffmann, J. M. Olbrich und der Politiker F. Nauhaus.

Peter Bühler, Patrick Schlaich, Dominik Sinner, Andrea Stauss, Thomas Stauss

6. Fenster

Im Unterschied zu Fensterfassaden (s. Abschn. 7) und Glasfassadensystemen (s. Abschn. 9 in Teil 1 dieses Werkes) werden im folgenden Abschnitt Fenster als Bauteile behandelt, die als eigenständige Bauelemente zur Anwendung in einzelnen Fassadenöffnungen (Lochfassaden ) ausgeführt werden.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

8. Türen, Zargen und Schlösser

Türen trennen und verbinden Außen- und Innenraum sowie Räumlichkeiten mit unterschiedlicher Nutzung und Repräsentation. Dementsprechend unterscheidet man Außentüren, Innentüren und Schutztüren.1), 2)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

1. Einführung

Zunächst werden die verschiedenen Ausprägungen von Schienenbahnen (Eisenbahnen, S- und U-Bahnen, Stadt- und Straßenbahnen, Zahnradbahnen, Standseilbahnen usw.) und deren gesetzliche Grundlagen dargestellt. Die Systematik der Eisenbahnfahrzeuge sowie die der Straßenbahnfahrzeuge werden, auch an Beispielen, erläutert. Grundzüge der Spurführung schließen sich an, wobei einführend auf das Zusammenspiel von Fahrzeug und Gleis eingegangen wird. Einflüsse auf den Querschnitt von Schienenfahrzeugen sowie die Energiezuführung bei elektrischen Bahnen sind weitere Themen. Aussagen zur Bedeutung der Eisenbahn im Personen- und Güterverkehr in Deutschland sowie zur Schienenfahrzeugindustrie weltweit beschließen das Kapitel.

Joachim Ihme

14. Energieversorgung elektrischer Bahnen

In der Einführung zu diesem Kapitel werden die Aufgaben und Strukturen von Bahnenergieversorgungssystemen erläutert und die in Europa üblichen Bahnstromsysteme vorgestellt. Dabei nehmen die historische und technische Entwicklung sowie die Verbreitung der jeweiligen Bahnstromsysteme einen entsprechenden Raum ein. Insbesondere die Frage nach den Gründen für das in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Norwegen und Schweden übliche Einphasenwechselstromsystems mit 16 2/3 Hz, 15 kV wird beantwortet. In einem weiteren Abschnitt wird der Stand der heutigen 16,7-Hz- Bahnenergieversorgung der DB AG in ihrer Gesamtstruktur und in ihren Teilsystemen beschrieben.Im Abschnitt „Fahrleitungen“ werden die in Deutschland üblichen Oberleitungs- und Stromschienen-bauarten vorgestellt. Dabei beschränkt sich die Darstellung der Oberleitungsbauarten aus Platzgründen im Wesentlichen auf die DB AG. In diesem Abschnitt soll dem Leser ein Überblickswissen zum konstruktiven Aufbau der Regeloberleitungen Re 100 bis Re 330 vermittelt werden. Dabei werden die einzelnen Baugruppen (wie z.B. Längskettenwerke, Quertrag-einrichtungen, Maste und Gründungen) vorgestellt. Durch eine große Anzahl von Tabellen und Abbildungen wird eine Schnittstellenbetrachtung der Oberleitung zu anderen Gewerken der Eisenbahninfrastruktur, wie z.B. Oberbau, Leit- und Sicherungstechnik, Brücken, Bahnübergängen, bis hin zum Stromabnehmer elektrischer Triebfahrzeuge erleichtert. In diesem Zusammenhang sind auch die Ausführungen zur Rückstromführung, Bahnerdung und Potentialausgleich zu sehen.Am Schluss des Kapitels werden die Schutzabstände von Personen und von Baumaschinen bei Arbeiten in der Nähe spannungsführender Ober- und Bahnenergieleitungen aufgezeigt.Ein Anhang zu diesem Kapitel enthält eine Zusammenstellung der wesentlichen Regelzeichen für Oberleitungslagepläne.

Dr.-Ing. Bernd-Wolfgang Zweig, Prof. Dr.-Ing. Arnd Stephan

9. Spurplangestaltung und betriebliche Infrastrukturplanung

Die drei Aspekte der betrieblichen Infrastrukturgestaltung- die Angebotskonzeption,- die Spurplangestaltung und- die Leistungsuntersuchungenbilden eine untrennbare Einheit. - Die Angebotskonzeption beschreibt das gesellschaftlich gebotene beziehungsweise vermarktbare und infrastrukturell mögliche Angebot an Verkehrsleistungen. - Die Spurplangestaltung findet den gesellschaftlich gebotenen und verkehrlich erforderlichen Infrastrukturausbaugrad. - Schließlich dienen die Leistungsuntersuchungen dazu, einen optimalen Ausgleich zwischen den Anforderungen der Verkehrskunden und des Infrastrukturbetreibers zu erreichen, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Gesamtsystems Eisenbahn in Konkurrenz mit den anderen Verkehrsträgern und als Teil eines gesamtgesellschaftlich optimalen Verkehrswesens sicher zu stellen. Dies bedeutet, dass in der Praxis nie nur einer der drei Aspekte betrachtet wird, die drei Teile sind alle gleichberechtigt und ergänzen einander.

Dr.-Ing. Andreas Heppe, Werner Weigand

6. Querschnittsgestaltung der Bahnanlagen

Alle Eisenbahnfahrzeuge benötigen einen von festen Gegenständen freigehaltenen lichten Raum, der größer ist als die tatsächlichen, dem Fahrzeug entsprechenden Abmessungen. So ergeben sich schon beim Stand in einem Gleisbogen Überhänge nach bogeninnen und bogenaußen durch die Sehnenstellung des Fahrzeuges im Bogen, durch Quer- und Wiegenspiele zwischen Wagenkasten und Radsatz oder Drehgestell und durch die sog. Spurspiele; diese Wirkungen werden unter dem Begriff „Ausladungen“ zusammengefasst.Da die Gleislage nie der idealen Geometrie entspricht, sondern stets mehr oder weniger große Unregelmäßigkeiten aufweist, ergeben sich bei einem fahrenden Eisenbahnfahrzeug kinematische Bewegungen: seitlich quer sowie nach oben und unten; Drehungen des Fahrzeugprofils aus Querhöhenfehlern des Gleises und Drehbewegungen aufgrund der Federelastizität zwischen Fahrzeugkasten und Radsatz; letztere bezeichnet man als das Wanken. Hinzu kommen Schwingungen des bewegten Wagenkastens, also dynamische Wirkungen. Alle zusammen vergrößern den Raumbedarf eines bewegten Fahrzeugs.Die ortsfesten Anlagen (Oberbau und Schienen, Einrichtungen in Gleisnähe, Bahnsteige und andere gleisnahe Gegenstände) weisen in der Realität Toleranzen in ihrer Lage zur theoretischen Gleisachse (Soll-Lage) auf. Diese Abstandsmaße verändern sich außerdem durch die nicht vermeidbaren Abnutzungserscheinungen während des laufenden Betriebes.

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jänsch

4. Eisenbahndämme und Einschnitte

Erdbauwerke bestehen i. d. R. nur aus natürlichen Stoffen, die meist in der unmittelbaren Nähe gewonnen wurden. Sie zeichnen sich aus durch Langlebigkeit und verträgliche Eigenschaften zur Umwelt. Wesentlich ist, dass der eingebaute Boden jederzeit bei Umbauten ohne Verlust wieder eingebaut oder ergänzt werden kann. Diesen Ansprüchen genügen Beton, mit Zement injizierte Böden und Einbauten von Geotextilien nicht. Ihr Ausbau bedeutet Entsorgung als Abfall. Es ist das Anliegen des Kapitels, darauf hinzuweisen, zukünftig nur dort solche Hilfsstoffe einzusetzen, wo es unumgänglich ist. Den nachfolgenden Generationen darf eine Explosion der Abfälle und die aufwändige Aufbereitung großer Abfallmengen nicht zugemutet werden. Der Beitrag soll nicht der Wiedergabe bestehender Vorschriften und Richtlinien dienen, sondern diese Kenntnisse voraussetzen. Nur im Fall erkennbarer Widersprüche wird darauf Bezug genommen. Die Grundkonzeption des Kapitels legt fest, dass der Schwerpunkt der Betrachtungen die Vermittlung von Erfahrungen ist. Dies bedeutet eine starke Betonung der Analyse von Schadensfällen und der daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen. Als Ingenieur ist man geneigt, bei einem Schaden zuerst Fehler in der Berechnung der Konstruktion zu suchen. Bei nüchterner Betrachtung lässt sich jedoch erkennen, dass die Technologie mit den zum Einsatz kommenden Geräten häufig wegen der Nebenwirkungen die Ursache für erhebliche Auswirkungen auf nicht geplante Veränderungen des Bauzustandes, d. h. auch eine Hauptursache der Schadensauslösung sind. Die nachfolgenden Beispiele sind Erfahrungen des Autors und referenzieren in der Beschreibung auf die zum Zeitpunkt des Ereignisses geltenden Normen und Richtlinien. Auf eine Uminterpretation auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien wurde zugunsten einer höheren Anzahl der Beispiele und zur besseren Lesbarkeit verzichtet. Eine Übertragung auf die aktuell geltenden Normen und Richtlinien ist dem anwendenden Ingenieur überlassen.

Dr.-Ing. Horst Rahn

Kapitel 27. Mechanische Sicherheitseinrichtungen

Die erste Gruppe der technischen Schutzmaßnahmen bilden die mechanischen Sicherheitseinrichtungen. Dies sind im Wesentlichen bauliche Maßnahmen, die durch den Einsatz bestimmter Materialen (z. B. Sicherheitsglas), die Verwendung spezieller Bauelemente (Zäune, Schlösser) und die Gebäudegestaltung selbst (Personenschleusen) die Sicherheit eines Objektes (passiv) erhöhen sollen. Typischerweise unterscheidet man solche Elemente nach dem Widerstandswert und dem Widerstandszeitwert und teilt sie in entsprechende Klassen ( Widerstandsklassen Widerstandsklassen ) ein.

Robert Schwarz

Die Analyse des Wertschöpfungssystems Flughafen im Modell

Im bisherigen Verlauf dieser Arbeit wurden die methodischen wie konzeptionellen Grundlagen für die Bewertung von Entwicklungsvorhaben von Flughafengesellschaften gelegt. Dabei wurden Flughäfen als Unternehmen bzw. komplexe Wertschöpfungssysteme charakterisiert, die sich durch eine spezifische Kombination von Eigenschaften auszeichnen, die sich insbesondere auch in den Rahmenbedingungen für ihre Unternehmensentwicklungsplanung und für die in diesem Kontext notwendigen Investitionen widerspiegeln.

Benjamin Koch

Kapitel 7. Grundzüge der Sicherheitstechnik

Um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, reicht die personelle Bewachung allein nicht aus. Nur im Zusammenspiel mit technischen Schutzmaßnahmen kann eine optimale Sicherheit erreicht werden.Moderne Sicherheitskonzepte bestehen daher aus drei aufeinander abgestimmten Maßnahmepaketen. Technische (mechanische und elektronische), organisatorische und personelle Schutzmaßnahmen (TOP‐Prinzip).

Robert Schwarz

Kapitel 3. Die Investitionsrechnung des PAZ

Wir wollen jetzt beginnen, einen konkreten Fall zu rechnen. Alle weiteren für die Investitionsrechnung relevanten Zusammenhänge werden wir dann auch immer anhand dieses Falles besprechen.

Bernd Heesen, Christoph Walter Meusburger

17. Energieverteilung

Dem Verbraucher muss die Energie in Form von Primär‑ und Sekundärenergieträgern geliefert werden. Die Energieverteilung kann leitungsgeführt (Stromleitungen, Gas‑, Öl‑ und Fernwärme‐Pipelines) und nicht leitungsgebunden (Transport von Festbrennstoffen und Treibstoffen per Schiff, Bahn, LKW) erfolgen. Leitungsgebundene Energietransportsysteme sind an die geografische Lage der Energievorkommen und der Verbraucherschwerpunkte angepasst.Zur vergleichenden Beurteilung des Energietransports dienen folgende spezifische Kenngrößen: Transportkapazität; förderbarer Energiestrom pro Leitung in kW. Entfernungsspezifischer Wirkungsgrad; abnehmerseitig nutzbare Energie (eingespeiste Energie abzüglich Transportenergie) bezogen auf die eingespeiste Energie und Entfernungseinheit, z. B. in %/km. Spezifische Förderkosten; Kosten bezogen auf transportierte Energie und Entfernung in Euro/(kJ · m). Diese spezifischen Förderkosten lassen sich in spezifische Investitions‑ und Betriebskosten aufschlüsseln. Spezifische Investitionskosten; Baukosten bezogen auf transportierbare bzw. transportierte Energie und Länge in Euro/(kJ · m). Spezifische Betriebskosten; Kosten des Betriebs (Unterhalt, Wartung, Reparatur, Messung, Energieverluste beim Transport, …) bezogen auf transportierte Energie und Länge in Euro/(kJ · m). Nachfolgend wird zuerst das Elektro‐Energiesystems vorgestellt und danach einige Erläuterungen zu Transporttechniken für Wärme und andere Energieträger gegeben.

Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz

Kapitel 3. Die Vorgehensweise

Die Nutzerorientierte Bedarfsplanung hat als Methode eine klare Struktur. Sie gliedert sich zunächst in fünf Phasen (s. Abb. 55), wobei jeder Phase bestimmte Aktivitäten zugeordnet sind. Zudem ist die Methode durch sieben spezifische Arbeitsschritte gekennzeichnet, die sich durch die Einbeziehung des Bedarfsträgers wie Bauherr, Gebäudenutzer oder Betreiber besonders hervorheben.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 5. Die Arbeitsmittel

Bei der Anwendung sind nicht nur die beschriebenen Arbeitsschritte relevant, sondern darüber hinaus verschiedene spezifische Arbeitsmittel, die den Beteiligten ein effizientes Arbeiten und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ermöglichen.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 1. Die Herausforderung

Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort, das schon länger in Politikerreden, Forschungsprogrammen oder Unternehmensberichten vorzufinden ist, ein viel strapazierter Begriff, der manchmal - so der Eindruck - auch nur als modische Worthülse verwendet wird. Denn es fällt auf: So verschieden die Anwendungsbereiche sind, so vielfältig scheinen die Bedeutungen zu sein; eine Erkenntnis, die nach einer aktuellen Leserumfrage des Deutschen Architektenblatts (06-2018) wohl auch für das Bauwesen gilt. Nun soll es in diesem Buch ebenfalls um Nachhaltigkeit gehen.

Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Kapitel 12. Planung und Bau

Eine öffentliche zentrale Wasserversorgungs-Anlage (WV-Anlage) soll eine Leistung aufweisen, die den aktuellen und den prognostizierten Bedarf decken kann.

Andreas Baur

Kapitel 4. Wassergewinnung

Wasser bedeckt rund 71 % der Erdoberfläche. Es ist gespeichert in den Meeren, auf den Kontinenten und in der Atmosphäre. Das Wasser auf den Kontinenten liegt als Eis und Schnee, als Oberflächenwasser, Grundwasser und Bodenfeuchte sowie als kleiner, jedoch essenzieller Bestandteil der Biosphäre vor. Die Tab. 4-1 gibt einen Überblick über die Verteilung des gesamten Wasservorrates der Erde von rund 1,39 Mrd. km3.

Peter Fritsch

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Kapitel 8. Wasserverteilung

Hauptbestandteile des Systems zur Wasserverteilung sind die Rohrleitungen. Sie werden entsprechend ihrem Zweck wie folgt unterschieden.

Joachim Rautenberg

Kapitel 9. Aspekte der Psychologischen Handlungstheorie

Das Preisgerichtsverfahren ist ein mehrstufiges Auswahlverfahren, dessen formaler Ablauf die Wettbewerbsrichtlinie RPW regelt. Das Vorgehen zur Ermittlung des besten Entwurfs ergibt sich nach RPW durch das „Abarbeiten“ eines Ablaufschemas in den verschiedenen Wertungsrundgängen. Das Prinzip der schrittweisen Verkleinerung des Untersuchungsfeldes durch das Ausscheiden von Arbeiten ist der einzige Hinweis, den die RPW zur Methodik der Prüfung gibt.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 4. Rechtliche Grundlagen

Die Handlungssituation in Preisgerichten ist nur dann umfassend zu verstehen, wenn auch die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen in den Blick der Untersuchung genommen werden. Dabei macht die nachfolgende Untersuchung zu den Kommentierungen der Wettbewerbsrichtlinien deutlich, dass es unkontrollierbare Faktoren im Bewertungsverfahren gibt und damit die Zuverlässigkeit der Preisgerichte im Sinne einer „objektiven“ Bewertung in Frage steht. Die im Kapitel „Forschungsstand“ identifizierten Aspekte der Eigendynamik innerhalb eines Preisgerichtes, die insbesondere skandinavische Forscher betonen, finden sich in den Kommentierungen der Wettbewerbsrichtlinien wieder.

Marcus van Reimersdahl

Kapitel 13. Rennstrecken Design – Entwicklung, Prozesse und Konzepte

Seitdem im Jahre 1907 die erste permanente Rennstrecke der Welt in Großbritannien „Brooklands“ eröffnet wurde, veränderten sich im Laufe der Jahre die Prämissen des Rennstrecken-Designs aufgrund der permanenten Erhöhung von Sicherheitsstandards sowie der Entwicklung unterschiedlichster Rennstreckenkonzepte. So schreiben die Organisationen der FIA und FIM für internationale Motorsport Veranstaltungen verbindliche Anforderungen für Rennstrecken vor, um einen definierten Sicherheitsstandard angepasst für die jeweilige Veranstaltung zu gewährleisten. Diese Anforderungen müssen bereits bei der Planung einer Rennstrecke berücksichtigt werden. Während in den Anfängen des Rennstreckenbaus noch alleinig der Motorsport im Fokus der Entwicklung lag, spielen heute zusätzliche wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Einerseits kann die Rennstrecke durch aufwendige Architektur und entsprechende internationale Veranstaltungen wie Formel 1 oder MotoGP als Prestige-Objekt für ein Land oder eine Region dienen und somit volkswirtschaftlich erfolgreich sein. Andererseits kann die Rennstreckenentwicklung aufgrund kostenoptimierter Planung in Verbindung mit hoher Multi-Funktionalität sowie zusätzlicher Profit-Elemente wie bspw. Motorsport-Clubs, Hotels, Restaurants und Shopping für eine erhöhte Auslastung und den finanziell nachhaltigen Erfolg der Gesamtentwicklung sorgen. Weitere Einflussfaktoren beim Rennstreckendesign sind vorhandene Grundstücksparameter, Genehmigungsaspekte, interne Projektparameter (bspw. Projektbudget) sowie vorhandene und prognostizierte Marktparameter.

Carsten Tilke

Kapitel 1. Einleitung

Dieses essential beschreibt am Beispiel verschiedener Gebäudetypen und Nutzungsarten – wie beispielsweise Produktionsbetrieben, Bürogebäuden und Wohngebäuden – Unterschiede zwischen einem Neubau und der Sanierung eines bestehenden Gebäudes. Dabei stehen die wirtschaftlichen Aspekte im Vordergrund. Es werden außerdem die sog. Softfaktoren (schwer messbar) in die Entscheidung einbezogen. Das sind beispielsweise Faktoren wie Transparenz, Strategie, Politik u. a.

Werner Seiferlein

13. Solid-State Transformers

Die Autoren danken Herrn MSc ETH Thomas Guillod für Berechnungen und Simulationen zur den Skalierungsgesetzen von Mittelfrequenztransformatoren und Dr. sc. ETH Gabriel Ortiz, ABB-Forschungszentrum Schweiz, für Diskussionen zu Schaltungstopologien und Einsatzbereichen von Solid-State-Transformer-Systemen.

Dierk Schröder, Rainer Marquardt

6. Energieversorgung mit PV-Anlagen

Der elektrische Tages-Energieertrag Wd den der Anwender nutzen kann folgt aus dem Jahresmittelwert der täglichen Einstrahlung GA, bewertet mit dem Flächenfaktor FA, der die Ertrags-Änderung durch Neigung des Generators gegenüber der Horizontalen und Azimut-Drehung beschreibt (vgl. Abb. 2.2.3). Durch die Umkehrfunktion der Beziehung (5.1.9) für die Dimensionierung der Peakleistung eines PV-Generators folgt der mittlere nutzbare Tages-Energieertrag.

Professor Dr.-Ing. Andreas Wagner

Ökonomie

Alle Konstruktionen, die insgesamt ein Bauwerk ausmachen, sind dem langsamen Verlust ihrer Funktionsfähigkeit unterworfen, sei es durch materialtypische Alterungsprozesse, sei es durch Zersetzung aufgrund von Bestrahlung, Bewitterung oder durch mechanische Abnutzung. Maßnahmen zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit sind herkömmlicherweise eine Antwort des Planers auf diese Tatsache. Dennoch ist es in der Regel erforderlich, einzelne Teile des Bauwerks nach einer bestimmten Zeit auszutauschen.

José Luis Moro

Dauerhaftigkeit

exponentiell gestiegenen Komfortansprüchen – sind auch die in den letzten 25 Jahren explodierten Baukosten zu erklären, die inzwischen einen kritischen Denkprozess in Gang gesetzt haben.

José Luis Moro

1. Die Rechnungslegung von Bistümern im Wandel

Die Öffentlichkeit erwartet von den deutschen Bistümern die TransparenzTransparenz ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Lage. Die Rechnungslegung der deutschen Bistümer hat sich daher in den letzten Jahren stark verändert. Vieles wurde auf den Weg gebracht. Die Buchführung wurde von der Kameralistik auf die DoppikDoppik umgestellt, Vermögensgegenstände und Schulden wurden inventarisiert und in einer EröffnungsbilanzEröffnungsbilanz erfasst, die Rechnungslegung wurde dem Handelsrecht angeglichen, es wurden Jahresabschlüsse mit Bilanz und ErgebnisrechnungErgebnisrechnung aufgestellt, das Controlling wurde angepasst, alle Buchhaltungsprozesse und Abschlussprozesse wurden verändert. Es bleibt abzuwarten, ob mit der aktuellen Berichterstattung die Fragen der Öffentlichkeit beantwortet werden können.

Reiner Klinz, Ulrike Stefani

Teilbereich II. Die Ölversorgungssicherheitspolitik der USA und der VR China

In diesem ersten Kapitel des Teilbereichs II wird die Ausgangslage der weiteren empirischen Untersuchung dargelegt. Dazu werden zunächst die Struktur, wichtige Akteure und wesentliche Entwicklungen im internationalen Ölhandel aufgezeigt (6.1). Hierauf folgen die Analysen der energiewirtschaftlichen Ausgangslagen sowie die Präzisierung der spezifischen ölversorgungssicherheitspolitischen Interessen der USA und der VR China (6.2 und 6.3).

Stephan Liedtke

Kapitel 5. Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

WerbungskostenWerbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (§ 21 EStG) sind alle Aufwendungen, bei denen objektiv ein wirtschaftlicher ZusammenhangWerbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung Veranlassungszusammenhang mit der Vermietung und Verpachtung besteht und die subjektiv zur Förderung der Nutzungsüberlassung getätigt werden.

Ulrich Stache

4. Containertransporte

Der Erfolg des normierten Containers basiert auf seiner Eignung für die Aufnahme unterschiedlichster Güterarten bei gleichzeitiger Vereinheitlichung der Transportmethode. Die beförderten Güter schließen eine Vielzahl von Erzeugnissen der Land‑ und Forstwirtschaft sowie der Industrie ein, darunter chemische, pharmazeutische und elektronische Produkte ebenso wie Autoteile, komplette Fahrzeuge, Maschinen, Nahrungsmittel, Kleidung, gefährliche Güter, Kühlfracht in Reefer‑ oder Flüssigkeiten in Tank‐Containern. Auf diese Weise gelangen etwa Schnittholz, Spanplatten und Laminat aus Europa nach China, Australien, Südamerika und dem Mittleren Osten. In Säcken in Container geladener Torf wird aus den baltischen Staaten exportiert, Granit aus Indien und China ausgeführt. Lange Zeit aus Europa, den Vereinigten Staaten und Japan zu Millionen von Tonnen versandtes Altpapier und Plastikabfälle kommen dagegen seit einem im Juli 2017 in Kraft getretenen Importverbot Chinas dorthin nicht mehr zur Verschiffung. Der wichtigste Handelspartner Deutschlands mit einem fast ausschließlich über See abzuwickelnden Volumen von 187 Mrd. EUR in 2017 ist China. Und auch den auf 173 Mrd. EUR bezifferten Austausch mit den an vierter Stelle liegenden Vereinigten Staaten kann nur die Schifffahrt bewältigen.

Ralf Witthohn

11. Luxusjachten

Im Wettbewerb um die größte, schnellste oder eleganteste Luxusjacht gilt weitestgehend eine vertraglich zwischen Auftraggeber und Bauwerft geregelte Geheimhaltung. Die seit den 1990er Jahren von Scheichs, Sultanen, Monarchen, Oligarchen, Millionären und Milliardären jeder Provenienz ausgelöste Neubauwelle der Megajacht genannten Projekte ist die Renaissance einer schon einmal am Vorabend der Weltwirtschaftskrise in den Zwanzigern aufgetretenen Erscheinung. Die größten Luxusbauten überschreiten die Dimensionen kleiner Kreuzliner. Während diese Superjachten zur Aufnahme einer größeren Gästezahl eingerichtet sind und die Vorschriften für Passagierschiffe erfüllen müssen, bleibt die Zahl der Passagiere bei den besonders gefragten 80‐m‐Typen oft auf 12 beschränkt. Eine Reihe der Jachten wird zu hohen Tagesraten auf dem Chartermarkt angeboten. Die inzwischen überholte Faustregel aus den Anfängen des Megajachtbaus, nach der 1 m Schiff mit 1 Mio. Mark zu Buche schlägt, wurde alsbald eins zu eins auf den Euro übertragen, und aktuell müssen die Reichen dieser Welt mit 2 oder mehr Mio. EUR für den laufenden Meter rechnen. Verglichen mit den Baukosten für moderne Kreuzliner, die sich ebenfalls auf mehrere hundert Millionen belaufen, erscheint dieses Preisniveau angesichts der exklusiven Ausstattungen nicht einmal maßlos. Allein die regelmäßig von Stardesignern geleistete Modellierarbeit an der Außen‑ und Innenarchitektur verschlingt große Summen.

Ralf Witthohn

Bewertung von Industrieimmobilien

Immobilien sind Sachwerte – und als solche zum einen bei Industrieunternehmen Bestandteil der Wertschöpfungskette und zum anderen bei Investoren als Anlageklasse beliebt. Die folgenden Ausführungen beleuchten die Frage, wie Industrieimmobilien aus einer Marktwertbetrachtung heraus zu würdigen sind. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen: Nicht immer ist die eingangs erwähnte Sachwertperspektive aus Bewertersicht die richtige Wahl, oft ist es vielmehr eine ertragsorientierte Betrachtung. Ausgehend von einem Marktüberblick werden nachfolgend die Bewertungsgrundlagen, die objektspezifischen Faktoren und Bewertungsparameter für beide Ansätze umrissen.

Dietmar Meister, Christoph Schulz

Bewertung von Baumärkten

Einzelhandelsimmobilien in Deutschland gelten als sicherer Hafen, was sich insbesondere in einer anhaltend hohen Nachfrage und sinkenden Renditen widerspiegelt. Aus diesem Grund rücken zwischenzeitlich auch Handelsformen wie Bau- und Heimwerkermärkte in den Fokus von Anlegern, welche in der Vergangenheit keine Rolle auf dem Investmentmarkt gespielt haben. Aktuell gibt es in Deutschland ca. 2100 Objekte in diesem Marktsegment.

Matthias Stich

Bewertung von Golfanlagen

Golfanlagen gelten in Deutschland als „Bewertungsobjekte besonderer Art“. Bundesweit gibt es derzeit über 730 Golfanlagen. Diese unterscheiden sich teilweise ganz erheblich im Bezug auf Art, Umfang, Ausstattung, Baustandard, Pflegequalität, Trägerschaft und Betrieb. Eine „standardisierte“ Methode der Ermittlung des Marktwertes von Golfanlagen gibt es nicht, zumal die Bewertungsanlässe recht verschieden sein können (Kauf/Verkauf, Kredit-Finanzierung, Auseinandersetzung von Gesellschaftern, Entschädigung bei Heimfall, Erbschafts-/Schenkungssteuer, etc.). Analog zur Wertermittlung anderer Freizeitimmobilien kommt in der Mehrzahl der Fälle das Ertragswertverfahren gem. § 17 ImmoWertV zur Anwendung. Der Betrieb von mit hohen Fixkosten belasteten Golfanlagen in einem Nachfrager-Markt, der sich durch einen Angebots-Überhang und einen sukzessiven Preisverfall auszeichnet, ist häufig durch eine nur geringe Wirtschaftlichkeit gekennzeichnet. Der Ertragswert liegt in den meisten Fällen (tw. weit) unter dem Sachwert (Wiederherstellungswert). Für Investoren stellen Golfanlagen in Deutschland keine attraktive Asset-Klasse dar.

Falk Billion

Internationale Methoden zur Bewertung von Spezialimmobilien – ein Überblick

Die Bewertung von Immobilien ist in allen Wirtschaftsbereichen außerordentlich wichtig. Grund und Boden sowie Gebäude sind Produktionsfaktoren, wobei – wie bei jeder anderen Investition auch – der Wert einer Liegenschaft erst aus der Nutzung erwächst, der die betrachtete Immobilie zugeführt wird. Die Werthaltigkeit einer bestimmten Nutzung ist wiederum abhängig von der Nachfrage (und dem Angebot) nach dem Produkt oder der Dienstleistung, welche erstellt wird.

Nick French, Sven Bienert

Verkehrswertermittlung von Denkmalobjekten

Die Wertermittlung von denkmalgeschützten Immobilien wird oftmals nicht marktgerecht durchgeführt, sei es aus Vereinfachungsgründen oder aus Unkenntnis. Bei Teilmärkten, deren Marktteilnehmer die Besonderheiten von Denkmalobjekten kennen und ihr Handeln im gewöhnlichen Geschäftsverkehr danach ausrichten, führt die Nichtberücksichtigung dieser Spezifika eben auch nicht zum Verkehrswert (Marktwert) im Sinne des § 194 BauGB.

Andreas Jardin

Bewertung von Luxuswohnimmobilien in Deutschland

Für die Bewertung von Luxusimmobilien ist eine genauere begriffliche Präzisierung notwendig. In der Immobilienwirtschaft wird der Begriff „Luxus“ nahezu inflationär gebraucht, ohne dass diese Immobilienkategorie näher definiert oder gegenüber anderen Marktsegmenten präzise abgegrenzt würde.

Maike Brammer, Maike Dziomba

Bewertung von Parkhäusern

Parkhausimmobilien galten lange als Spezialimmobilien, die für einen professionellen Investor nicht infrage kamen. Dementsprechend war das Transaktionsvolumen gering. Marktberichte oder wissenschaftliche Studien existierten kaum.

Martin Eberhardt, Ina Königsberg-Brouns, Klaus Wagner

Bewertung von Schlössern, Burgen und Herrenhäusern

Der Markt für Schlösser, Burgen und Herrenhäuser ist ein äußerst spezialisierter und heterogener: Dies bedingt besondere Herausforderungen im Hinblick auf die Wertfeststellung, da traditionelle Bewertungskriterien nur mit entsprechenden Anpassungen bzw. im Extremfall gar nicht anwendbar sind. Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Spezialimmobilien ist neben der Architektur und der zumeist emotionalen regionalen Verankerung der Objekte die historische Nutzungs- bzw. Nutzergeschichte. Schlösser, Burgen und Herrenhäuser sind in den meisten Fällen landschaftsprägende, charakteristische Immobilien und unterliegen im Regelfall speziellen Denkmalschutzbestimmungen. Ein ganzheitlicher Bewertungsansatz, welcher die Besonderheiten der Objekte umfasst, ist in der Literatur nicht zu identifizieren, nachdem dieser Bereich in der Vergangenheit bislang kaum bzw. nicht Gegenstand wissenschaftlicher Ausarbeitungen war.

Sven Bienert, Albert M. Seitz

Bewertung von Veranstaltungsstätten

Mit dem überwiegenden Teil von Veranstaltungsstätten werden keine Gewinne erwirtschaftet. Insofern liegt der betriebswirtschaftliche Erfolg einer Veranstaltungsimmobilie nicht selten in der maximalen Reduzierung des erforderlichen Defizitausgleichs. Die eigentliche Wertschöpfung liegt übergeordnet in einer volkswirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Profitabilität in Form einer kulturellen Bedürfnisbefriedigung des Gemeinwohls im weitesten Sinn. Dieser Beitrag beleuchtet die Vielfalt dieser Branche mit dem Ziel, Verständnis für grundsätzliche Zusammenhänge, Beziehungen und Funktionsweisen herzustellen. Auf diese Weise soll dem fachlich interessierten Leser oder sachverständigen Kollegen die Möglichkeit gegeben werden, die Funktionsweise und die Werthaltigkeit derartiger Immobilien besser beurteilen zu können.

Oliver Duderstädt, Klaus Wagner

Bewertung von Kindertagesstätten

Lange Zeit wurden Kindertagesstätten (Kitas) über die Sachwertmethode oder anhand einer Kostenmiete auf Basis der Investitionskosten bewertet. Die Ergebnisse waren oft nicht mit den Marktgegebenheiten im Einklang. Ein weiterer Ansatz war der Rückgriff auf Büromieten – wovon aufgrund fehlender Vergleichbarkeit in Bezug auf die Objektkonzeption gänzlich abgeraten wird.

Matthias Dobrick, Klaus Knappe

Bewertung von Hotelgrundstücken unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Sie sehen aus wie ein Immobilie, aber sie sind nicht wie eine Immobilie – Hotels sind „anders“! Ein Hotel ist die einzige Nutzungsart, die täglich neu vermietet werden muss. Hotels werden auch als „Beherbergungsbetriebe“ bezeichnet bzw. unter diese subsumiert. Das Beherbergungs- und Gaststättengewerbe wiederum wird zusammenfassend als „Gastgewerbe“ charakterisiert. Der Teilbegriff „Betrieb“ macht den starken Unternehmensbezug der Immobilie deutlich, die ohne einen „guten“ Betreiber faktisch wertlos ist.

Sven Bienert

5. Raumlufttechnik

Anhand der Definition von natürlicher Lüftung und maschineller Lüftung werden alle Varianten Raumlufttechnischer Systeme erläutert. Nach Darlegung der Terminologie wird der Aufbau und die Funktion von Wohnungslüftungs-, Einzelentlüftungs- und Raumlufttechnischen Anlagen beschrieben. Die einzelnen Anlagenteile werden differenziert nach Typ (Luft-Luft-Anlage, Luft-Wasser-Anlage) und Einsatz präsentiert. Auf dezentrale Systeme (Fassadenlüftungsgeräte) und Sonderanlagen folgen die Berechnungsgrundlagen. Mit Beispielen für Anwendungen (Bürogebäude, Schulen, Hotels, Krankenhäuser) schließt das Kapitel.

Dirk Bohne

1. Grundlagen

Es werden einige Voraussetzungen für die Planung von technischen Anlagen in Gebäuden beschrieben. Dazu zählen die Grundlagen über thermische Behaglichkeit in Räumen, die konzeptionelle Herangehensweise bei der Planung der technischen Infrastruktur und die Abschätzung notwendiger technischer Zentralen. Mit der Beschreibung der möglichen Leitungs- und Trassenführung wird auch auf Schall-, Wärme- und Brandschutzanforderungen eingegangen und die Kriterien für den Einfluss auf das Tragwerk erläutert.

Dirk Bohne

Kapitel 11. Immobilienprojektentwicklung

Der Immobilienprojektentwickler muss gleichermaßen über Marktkenntnisse sowie über grundstücks- und baurechtliche Kenntnisse verfügen. Die Aufgabenfelder in der ProjektentwicklungProjektentwicklung werden strukturiert behandelt.

Kerry-U. Brauer

Kapitel 6. Steuerliche Betrachtungen zu Immobilien

Steuerrechtliche Regelungen sind von wesentlicher Bedeutung sowohl beim Besitz von Immobilien im Betriebs- und Privatvermögen als auch bei deren Erwerb und Veräußerung. Sie beeinflussen unter anderem Vertragsgestaltungen, die Zuordnung zu den Vermögensarten sowie den Investitionszeitpunkt.

Claudia Siegert

Kapitel 8. Renditeberechnung bei Immobilieninvestitionen

In diesem Kapitel werden die verschiedenen Möglichkeiten der RenditeberechnungRenditeberechnung aus Sicht von End- und Zwischeninvestoren von ImmobilieninvestitionenImmobilieninvestition aufgezeigt. Der SchwerpunktWirtschaftlichkeit liegt dabei auf den dynamischen Methoden (Methode des internen Zinsfuß und Methode des vollständigen Finanzplans).

Kerry-U. Brauer

Kapitel 9. Immobilienfinanzierung

Nach der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Einordnung der Kapitalbeschaffung zur Realisierung einer Immobilieninvestition werden die Kreditsicherheiten sowie der Ablauf der Fremdkapitalbeschaffung dargestellt. Darüber hinaus werden die Spezifika der Bauträgerfinanzierung behandelt und alternative Formen der Kapitalbeschaffung aufgezeigt.

Kerry-U. Brauer

7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, ist seit jeher eine der attraktivsten Möglichkeiten, Vermögen zu bilden. Angefangen mit der eigengenutzten Immobilie über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

1. Einführung in die Problematik der Anschlusskanäle

Die Anschlusskanäle (Grundstücksanschlüsse) sind die unterirdischen Bauwerke, die den öffentlichen Abwasserkanal mit dem Grundstück verbinden. Sie enden in der Regel in einem Revisionsschacht auf dem Grundstück. Falls kein Revisionsschacht auf dem Grundstück vorhanden ist, verbinden sie direkt den öffentlichen Kanal mit einem Haus oder einem Wohnblock. Eine Grundstücksentwässerungsanlage verbindet hingegen den Revisionsschacht auf dem Grundstück mit dem Haus.

Andrzej Raganowicz

Das aktuelle Thema: Der merkantile Minderwert: technische und rechtliche Widersprüche: 3. Beitrag: Zur Versachlichung der Ermittlung der Höhe eines (bautechnisch irrationalen) merkantilen Minderwertes

Merkantile Minderwerte als irrationale Verdachtsminderwerte werden immer wieder diskutiert. Häufig werden diese nach erfolgter Mangelbeseitigung grundsätzlich negiert, zum Teil aber auch aus den verschiedensten Gründen in deutlicher Höhe benannt. Aus dem merkantilen Minderwert, der aus irrationalen, aber dennoch vorhandenen Gründen entsteht, entstehen dann oft irrational (hohe) merkantile Minderwerte, denen meist eines fehlt: eine objektivierte Ermittlung.Ja, es gibt sie, die merkantile Wertminderung. Aber sie ist, wie im Folgenden gezeigt wird, eine Ausnahme.

Erik Thees

Fluch und Segen von Qualitätsklassen in Regelwerken; Variantenbildung

Regelwerke werden als Hilfestellung für Planung und Ausführung verfasst. Nur wenige von ihnen sind als uneingeschränkte Bewertungsgrundlage geeignet, können aber eine Orientierung beim Umgang mit dem Bestand bieten [1].

Matthias Zöller

Das aktuelle Thema: Der merkantile Minderwert: technische und rechtliche Widersprüche: 2. Beitrag: Der „merkantile Minderwert“ bei deutschen Immobilien: Standard oder Axiom, gar Chimäre, bloß ein Irrtum?

Angenommen: Bei dem neu errichteten Mietshaus offenbart sich ein kapitales Schimmelpilzvorkommnis an und in den Gebäudeaußenwänden. Der wegen so produzierter Baumängel berechtigt auf Gewährleistung in Anspruch genommene Bauunternehmer (= Auftragnehmer) führt auf seine Kosten umfangreiche nacherfüllende Arbeiten durch; ein vom Bauherrn und Eigentümer (= Auftraggeber) zu den Zwecken der Begleitung dieser Reparaturen und der abschließenden Ergebniskontrolle konsultierter, qualifizierter bautechnischer Experte nimmt nach sorgfältiger Überprüfung diese Reparaturen ab („Jetzt ist da nichts mehr!“).

Jürgen Ulrich

Angebot von geschlossenen Fonds im Private Banking und Wealth Management

Ein wichtiges Produkt, das speziell vermögenden Kunden seit mehreren Jahrzehnten im Rahmen des Private Banking und Wealth Management für ihre Geldanlagen angeboten wird, sind unternehmerische Beteiligungen, so genannte geschlossene Fonds. Das Bestandsvolumen des in Beteiligungsmodelle investierten Eigenkapitals betrug Ende 2012 mehr als 96 Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung des von den Fonds aufgenommenen Fremdkapitals ergibt sich ein Investitionsvolumen von annähernd 200 Mrd. EUR.

Martin Faust

Inhalt und Bedeutung des Immobilienmanagements im Private Banking

Nicht erst seit den Turbulenzen am Kapitalmarkt stecken die größten Vermögenswerte in Immobilien. Immobilien machen – laut dem aktuellen bundesdeutschen Regierungsbericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft von 2011 – mit 87% den größten Anteil am deutschen Anlagevermögen aus. Zusammen mit den Grundstücken beträgt das gesamte Immobilienvermögen 9,5 Bio. EUR.

Marcus Disselkamp

6. Instandsetzung, Sanierung und nutzergerechte Verbesserung/Ertüchtigung

Um eine fachgerechte Instandsetzung und Sanierung realisieren zu können, ist eine detaillierte Planung durch erfahrene Fachleute unerlässlich. So sind neben differenzierten Kenntnissen zur Prüfung der Sanierungsbedürftigkeit Erfahrungen über rationelle Möglichkeiten zur Reparatur, Instandsetzung und Verstärkung von Konstruktionen für ein konzeptionelles und entscheidungsfreudiges Vorgehen erforderlich. Auch wird eine besondere Sorgfalt und Verantwortung bzw. Fachkenntnis verlangt, geht es doch um die Erhaltung unwiederbringlicher historischer Werte. Ungenügende Fachkenntnisse in der Planung und in der Qualität der Ausführung führen zur massiven Vernichtung historischer Bausubstanz.Die Sensibilität im Umgang mit den kulturgeschichtlichen Zeugnissen vergangener Epochen erkennt man in der Planung der einzelnen Bauabläufe. Sie zeigt sich aber auch in der organisatorischen Fähigkeit ihrer Realisierung und der Qualität der Bauüberwachung bzw. der ausgeführten Bauarbeiten. Geschuldet wird dem Bauherrn ein mängelfreies Werk, welches sich mit ausreichender Dauerhaftigkeit und Substanzverträglichkeit im vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmen bewegt.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

4. Schadensanalyse

Gemäß der aktuellen Fassung der Musterbauordnung (MBO § 3(1)) sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet werden. Aus baurechtlicher Sicht ist der Eigentümer bestehender Gebäude zur regelmäßigen Prüfung des Erhaltungszustandes seiner baulichen Anlage verpflichtet, unterliegt diese doch, wie jeder technische Gegenstand, einer Abnutzung, die zur Verminderung oder auch zum Verlust der Funktionsfähigkeit führen kann.Die Abnutzung und die Verminderung der Funktionsfähigkeit kann nur aufgehalten werden, wenn regelmäßig Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Weiterhin wird gefordert, dass auch bei Änderungen und Instandhaltungen an bestehenden Gebäuden die von der obersten Bauaufsichtbehörde durch öffentliche Bekanntmachung der Technischen Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln zu beachten sind (MBO § 3 Absatz (3)). Die einzuhaltenden technischen Regeln beinhalten aber nur Bestimmungen für die Errichtung von Neubauten. Dies erscheint unverhältnismäßig, da inzwischen das Bauvolumen im Bereich der Erhaltung, Instandsetzung und Modernisierung der bestehenden Bausubstanz bei mehr als 70 % des Gesamtbauvolumens liegt. In Zukunft wird das Bauen im Bestand, gerade auch unter dem Aspekt der energetischen Verbesserung der Altbausubstanz, weiter an Bedeutung zunehmen.

Karin Lißner, Wolfgang Rug

Kapitel 5. Effizientes Bauen und flexible Gebäudekonzepte

Die Energiestrategie 2050 hat durch die Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz eindeutige Leitplanken im Hinblick auf den Schweizer Gebäudepark gesetzt: Reduktion des Energieverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstosses und weiterreichende steuerliche Anreize für Gebäudesanierungen. Ziel ist dadurch mehr Gesamtsanierungen anstelle von Teilsanierungen, die heute steuerlich attraktiver sind, zu realisieren. Aus energetischer Sicht sind Gesamtsanierungen sinnvoller.

Guido Estermann

Kapitel 4. Finanzierungs- und Sanierungsstrategien im Spannungsfeld

In diesem Artikel wird das Verhältnis der Finanzierungs- und Sanierungsstrategien bei vermieteten Wohnliegenschaften genauer untersucht. Ziel ist es zu zeigen, wie diese beiden Strategien zusammenspielen und ob und unter welchen Voraussetzungen sie in Einklang gebracht werden können. Das Spannungsfeld dieser beiden Strategien besteht, weil die Sanierungsstrategien finanzielle Mittel absorbieren und so die Rentabilität der Liegenschaft einschränken.

Albert Müller

Kapitel 4. Umsetzung des RMs: Stand der Forschung in Bezug auf methodische Ansätze

Das folgende Kapitel ergänzt die Umsetzung der Anforderungen aus Kapitel 2 um die zweite Komponente: Die Methoden des RMs untergliedern sich dabei in die relevanten Prozesselemente und deren Instrumente (siehe Abb. 4.1).

Cay Oertel

Kapitel 2. Determinanten zur Ausgestaltung des immobilienwirtschaftlichen RMs

Die relevanten Determinanten für die unternehmensindividuelle Ausgestaltung des RMs können nach ihrer Bedeutung hierarchisch geordnet und in sechs Ebenen unterteilt werden. Die Position der einzelnen Anforderung richtet sich dabei nach ihrer Bedeutung für das RM in der Immobilienwirtschaft. Nach einer kurzen Erläuterung der damit einhergehenden Grundüberlegung, werden die jeweiligen Teilbereiche in den folgenden Abschnitten näher beleuchtet.

Cay Oertel

Teil 1 Allgemeine Vorschriften

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Springer Fachmedien Wiesbaden

Kapitel 3. Bilanzierung der Straßeninfrastruktur

Üblicherweise wird im Rahmen einer kaufmännischen Bilanzierung eine Eröffnungsbilanz zu Beginn eines Geschäftes nach Gründung einer Gesellschaft vorgenommen. Dabei werden zunächst nach einer Inventur auf der Aktivseite der Bilanz alle Vermögensgegenstände und auf der Passivseite alle Schulden in die Bilanz aufgenommen. Diese einzelnen Posten werden entsprechend den gesetzlichen Gliederungsvorgaben verteilt und zugeordnet.

Reinhardt Stuhr

Kapitel 4. Bilanzierung der staatlichen Straßeninfrastruktur in Deutschland

Für die Bereitstellung von technischen Anlagen des Verkehrsträgers „Straßenverkehr“ sind in Deutschland Verwaltungen zuständig. Um Mobilität zu ermöglichen, bedarf es Verwaltungsstrukturen für die Planung, den Bau, den laufenden Betrieb und die Erhaltung des Straßennetzes. Diese haben die langfristige Funktionsfähigkeit eines Straßennetzes zum Transport von Menschen und Gütern sicherzustellen.

Reinhardt Stuhr

Kapitel 1. Einleitung

Die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere die Infrastruktur von Straßen, hat in Deutschland und Europa eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung.

Reinhardt Stuhr

8. Ansätze zur Problembewältigung I: Politik, Planung, Recht und Verwaltung

In diesem Kapitel werden drei Politikbereiche beschrieben, die die Aufgabe haben, der Kulturlandschaft zu dienen, noch stärkere Belastungen zu vermeiden und Fehlentwicklungen zu korrigieren. Es handelt sich zunächst um das Planungsrecht, speziell die Landschaftsplanung, sodann um ein besonders herauszuhebendes Element aus dem Bundes-Naturschutzgesetz, die Eingriffsregelung, und schließlich um die Instrumente der Agrarumweltpolitik und des Vertragsnaturschutzes, mit denen Landwirte direkt angesprochen werden.

Ulrich Hampicke

Systematisierte Instandhaltungsplanung für Sakralbauten – Bewahrung und Anpassung

Die beiden großen Kirchen in Deutschland verfügen über einen umfangreichen Gebäudebestand, der sich in Sakralbauten und nicht-sakrale Zweckbauten, wie Pfarrhäuser, Kirchgemeindehäuser und Verwaltungsgebäude, gliedert. Die bauliche Instandhaltung der Gebäude erweist sich aufgrund der stetig sinkenden Mitgliederzahlen und der hierdurch veränderten finanziellen Randbedingungen zunehmend als eine große Herausforderung für jede einzelne Kirchgemeinde. Von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wurden mit Blick auf diese Entwicklungen wirtschaftliche Randbedingungen zur langfristigen Erhaltung und Sicherung der unbedingt notwendigen Gebäude in einer kirchgemeindlichen Gebäudekonzeption festgesetzt [1]. Ein wirtschaftlich sinnvoller Einsatz setzt jedoch eine gezielte Priorisierung und Planung von Investitionen voraus. Hierzu wurde im Rahmen einer Diplomarbeit die Möglichkeit einer systematisierten Instandhaltungsplanung abgegrenzt.

David Schiela, Benno Günther

S5. Sonderverfahren

Die Gewindefertigung umfasst sämtliche Verfahren die zur Herstellung von Gewinden verwendet werden. Die Unterteilung kann in Anlehnung an die DIN 8580 ff. erfolgen (Bild 1). Die Verfahrensauswahl erfolgt unter Berücksichtigung der Gewindefunktion, der Anforderungen an das Gewinde und unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte. Durch die verfahrenscharakteristische Kinematik wird die Eignung zur Herstellung von Innen‐ und/oder Außengewinden limitiert.Die Herstellung von Gewinden durch Druckgießen ist dem Urformen zuzuordnen. Das Verfahren hat nur eine geringe Bedeutung. Der Gewindefertigung mittels trennender Verfahren ist die größte Verfahrensvielfalt zuzuordnen. Die Vielfalt ist dabei nicht gleichbedeutend mit dem Marktanteil der Verfahren. Innerhalb des Trennens werden die Verfahren gemäß DIN 8580 ff. weiter unterteilt. So werden das Gewindeschneiden und Gewindebohren der Gruppe Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide zugeordnet, während beispielsweise das Gewindeerodieren in die Gruppe Abtragen einzugliedern ist. Weitere Verfahren wie das Gewindewalzen oder Gewindedrücken werden dem Umformen zugewiesen.

Prof. Dr. rer. nat. Andreas Dietzel, N. Troß, C. Löpenhaus, Prof. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann, Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher, Prof. Dr. rer. nat. Stephanus Büttgenbach, Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Prof. Dr.-Ing. Manfred Weck

Die Rolle eines modernen Controllings im Rahmen strategischer Partnerschaften zwischen Airports und Airlines

Dieser Beitrag zur Festschrift für Univ.-Professor Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker hat das Ziel, an Hand des vom Geehrten über lange Jahre vertretenen wertschöpfungsorientierten Ansatzes aufzuzeigen, welchen Beitrag das Controlling am Beispiel Lufthansa Group für die Wertschöpfung eines Dienstleistungsunternehmens leistet. Dies erfolgt an Hand des speziellen Falls der strategischen Partnerschaft zwischen der Lufthansa Group und der Flughafen München GmbH. Die im Rahmen der Partnerschaft gegründete Terminal 2-Gesellschaft zeigt dabei verschiedene Problemfelder einer betrieblichen Leistungserstellung im Rahmen eines Joint Ventures auf, wie z.B. einen asymmetrischen Informationsstand oder Zielkonflikte auf Basis unterschiedlicher Interessen der beteiligten Unternehmen. Die für den speziellen Fall der Luftfahrtindustrie beschriebenen Rahmenbedingungen sind in ähnlicher Art und Weise auch in anderen Dienstleistungsunternehmen anzutreffen. Diese Rahmenbedingungen begründen dabei die hohe Dringlichkeit einer wertschöpfenden Umsetzung von strategischen Partnerschaften und werfen die Frage auf, welche Rolle das Controlling in diesem Prozess übernimmt. Mit Rückgriff auf eine wissenschaftliche Perspektive werden dazu aktuelle Controlling-Auffassungen gegenübergestellt, um diese anschließend mit den Anforderungen an das Controlling im Rahmen einer strategischen Airline-Airport-Partnerschaft abzugleichen. Es folgt eine Darstellung, wie das Controlling auf verschiedenen Ebenen in der Lufthansa Group tätig wird und auf welche Weise das Controlling in die Umsetzung der strategischen Partnerschaft am Flughafen München eingebunden ist.

Karsten Benz, Björn Lange

Eigentumsbildung oder Umverteilung – Die Gretchenfrage der Politik

Ausgehend von der These, dass der Bundesrepublik Deutschland ein massiver Strukturwandel durch die Digitalisierung und den parallel stattfindenden demografischen Wandel bevorsteht, werden Wege für zukünftige Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten – sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich – analysiert. Dauerhaft wird dieses Ziel nur dann erreicht werden können, wenn der Fokus auf Vermögensbildung durch Eigenverantwortung liegt, nicht auf Umverteilung. Diese wird jedoch von einer risikoscheuen Kultur und schlechten Rahmenbedingungen behindert. Indem Mitarbeiterkapitalbeteiligungen gestärkt werden, könnte ein Impuls für eine neue Aktienkultur geschaffen werden. Durch bessere Rahmenbedingungen insbesondere für den Bau von Wohnimmobilien könnte erreicht werden, dass breite Bevölkerungsschichten einerseits weniger für ihre Mieten zahlen müssten, andererseits aber auch billiger Wohneigentum erwerben könnten. Beide Wege erscheinen geeignet, um die negativen Auswirkungen des Strukturwandels abzufedern.

MdB Diplom-Volkswirt Michael Theurer

Konto, Inländischer Zahlungsverkehr, Ausländischer Zahlungsverkehr, Anlage auf Konten, Geld- und Vermögensanlage, Kreditsicherheiten, Kreditarten, Aktuelle Eurobeträge, Freigrenzen und Freibeträge

Kontokorrentkonto: Es dient der Abwicklung von Bankgeschäften, insbesondere der Verbuchung von Sichteinlagen. Zu A: Zahlungen erfolgen offline, ohne Eingabe der PIN und ohne Unterschrift. Die Anzahlungsgarantie ist eine Bankgarantie, die den Käufer (Garantienehmer) für den Fall schützen soll, dass der Verkäufer oder Unternehmer (Garantieauftraggeber) nicht liefert oder leistet und auch eine erhaltene Anzahlung nicht zurückerstattet. Eine vorzeitige Verfügung führt grundsätzlich zu einem Verlust der Arbeitnehmer-Sparzulage und der Wohnungsbau-Prämie. Zu A: An der Börse werden notiert: Optionsanleihen mit Optionsschein (Anleihe cum = volle Stücke), Optionsanleihe ohne Optionsschein (Anleihe ex = leere Stücke) und der Optionsschein allein. B: Die Produktionsanlage wird zu einem wesentlichen Bestandteil des Grundstücks nach der Montage und haftet somit dem Grundschuldgläubiger. Ermittlung des Ertragswertes für Renditeobjekte

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

Kreditarten

Welche der folgenden Aussagen zur Beleihungswertermittlung nach dem Ertragswertverfahren sind richtig?A Der Ertragswert wird ermittelt aus dem Boden- und dem Bauwert der Immobilie.B Die Höhe des Zinssatzes, zu dem der Jahresreinertrag kapitalisiert wird, richtet sich nach dem aktuellen Zinssatz am Geldmarkt.C Der Beleihungswert nach dem Ertragswertverfahren entspricht dem Marktpreis der Immobilie am Tag der WertermittlungD Bei der Berechnung des Beleihungswertes nach dem Ertragswertverfahren werden die Kosten berücksichtigt, die bei gewöhnlicher Bewirtschaftung der Immobilie entstehen.E Das Ertragswertverfahren muss immer bei wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien angewendet werden.F Der Ertragswert eines Mietobjektes ist der kapitalisierte Gebäudereinertrag zuzüglich des Bodenwertes.

Wolfgang Grundmann, Corinna Heinrichs

11. Integrale – vom Sammeln und Bilanzieren

Die Rekonstruktion der Größe einer Population aus der Geburten- und Sterberate, der Flächeninhalt krumm begrenzter Flächen, das Volumen von beliebig geformten Körpern, die Länge von Kurven, die bei Bewegung in einem Kraftfeld geleistete Arbeit, der Fluss einer Strömung durch ein Flächenstück – all diese Dinge lassen sich mit einem Konzept beschreiben und berechnen: dem Integral.Neben der Differenzialrechnung ist die Integralrechnung die zweite tragende Säule der Analysis. Während sich die Differenzialrechnung in erster Linie mit dem lokalen Änderungsverhalten von Funktionen, also dem Verhalten im Kleinen befasst, macht die Integralrechnung globale Aussagen, behandelt also Aspekte im Großen. Es ist das Werkzeug, um zu bilanzieren, also aus Veränderungen, die im Lauf der Zeit passieren, einen Gesamtstand zu ermitteln. Entscheidend ist der enge Zusammenhang zwischen beiden Konzepten. Das Integrieren lässt sich als Umkehrung des Differenzierens auffassen.Der Ansatzpunkt für den Integralbegriff ist das Problem der Fläche unter einem Graphen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sinnvoll zu einem Integralbegriff zu gelangen, wobei verschiedene Definitionen durchaus subtile Unterschiede aufweisen können. Diese Unterschiede sollen uns aber weniger kümmern. Deshalb wird ein Integralbegriff vorgestellt, der nach dem französischen Mathematiker Henri Leon Lebesgue (1875–1941) benannt ist. Dieser liefert relativ anschaulich die passende theoretische Grundlage für die vielfältigen Anwendungen der Integralrechnung.

Tilo Arens, Frank Hettlich, Christian Karpfinger, Ulrich Kockelkorn, Klaus Lichtenegger, Hellmuth Stachel

11. Building Information Modeling

Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode im Bauwesen, die die Erzeugung und Verwaltung digitaler Gebäudemodelle und der dazugehörigen funktionalen Eigenschaften umfasst. Den größten Mehrwert liefert BIM allerdings erst, wenn es lebenszyklusübergreifend von der ersten Planungsidee bis in den Gebäudebetrieb gelebt wird. Dadurch ist ein reibungsloser und verlustfreier Informationsübergang vom Bauen in den Betrieb möglich. Durch eine bidirektionale Anbindung des BIM-Modells an ein CAFM-System ist CAFM integraler Bestandteil der Allgemeinen System- und Datenumgebung (CDE) und somit integraler Bestandteil von BIM. Planen, Bauen und Betreiben verschmelzen datentechnisch zu einem digitalen Gebäudezwilling, welcher die eine zentrale und belastbare Datenquelle (single source of truth) repräsentiert.

Thomas Bender, Michael Härtig, Erik Jaspers, Markus Krämer, Michael May, Maik Schlundt, Nino Turianskyj

Fachplanung

Die Regelungen in § 49 definieren den Anwendungsbereich der Tragwerksplanung. Danach wird das Tragwerk als das Gesamtsystem der miteinander verbundenen lastabtragenden Konstruktionen, die für die Standsicherheit von Gebäuden maßgeblich sind, bezeichnet.

Klaus D. Siemon, Ralf Averhaus

Allgemeine Vorschriften

Diese Verordnung regelt die Berechnung der Entgelte für die Grundleistungen der Architekten und Architektinnen und der Ingenieure und Ingenieurinnen (Auftragnehmer oder Auftragnehmerinnen) mit Sitz im Inland, soweit die Grundleistungen durch diese Verordnung erfasst und vom Inland aus erbracht werden.

Klaus D. Siemon, Ralf Averhaus

Verteilungsrechnung

Mit der Verteilungsrechnung wird gelöst, wie hoch der Anteil eines bestimmten Teiles, z. B. eines Viertels, von einer Gesamtsumme ist. Sie wird ebenso im Haushalt bei der Ermittlung der Heizungskosten einer Mietwohnung oder der Gemeindegebühren wie in Unternehmen in der Kosten- und Leistungsrechnung, zum Beispiel bei Kostenaufschlüsselungen und Frachtabrechnungen, benötigt.

Johannes Hischer, Jürgen Tiedtke, Horst Warncke

Kapitel 10. Entwicklung des Facettenstrukturmodells

Die Programm-Matrix der PE beinhaltet die Fakten, Ziele, Anforderungen, Konzepte und Zielkonflikte in Bezug auf funktionale und emotional-atmosphärische Kriterien; sie werden für das Milieu des BS ’Bürgerbüro’ insgesamt und für die jeweiligen Partialmilieus von den Nutzungsexperten und den Planern als bedeutsam und wichtig für das Funktionieren des BS erkannt (siehe Abschnitt 8.1.4 und Abb. 8.1.2). In den Anforderungen sind die Konsequenzen der Ziele für die Gestaltung des Milieus formuliert. Sie wurden in der PE nach funktionalen und atmosphärisch-emotionalen Qualitäten strukturiert; die Struktur erwies sich bereits in ihrer Erstellung hinsichtlich einer eindeutigen Zuordnung als problematisch (Abschnitt 8.1.5.2).

Andreas Hegenbart

Klimaziele im Gebäudesektor sozialverträglich erreichen

Die Wohnungswirtschaft bekennt sich zu Klimaschutzmaßnahmen und wird alle wirtschaftlich und für die Mieter sozial tragbaren Maßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen aus Beheizung und Warmwasserbereitung der bewirtschafteten eigenen Immobilien durchführen. Es zeichnet sich aber ab, dass die ambitionierten politischen Klimaschutzziele für Deutschland über die Grenzen wirtschaftlichen Handelns hinausgehen können. Klimaschutz als globales Problem kann Emissionen, die vor Ort noch nicht vermieden werden, an anderer Stelle kompensieren, z. B. durch Aufforstung. Der GdW regt eine Diskussion über die Kompensation von Emissionen im Immobilienbereich an, um die Potenziale dieser Strategie zu erkennen und notwendige Anpassungen der Rahmenbedingungen zu benennen.

Axel Gedaschko

Energieeffizienz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Wohnungsbau

Für die Wohnungswirtschaft gilt der vermeintliche Allgemeinplatz der Verknüpfung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeitsaspekte jeden Tag ganz unmittelbar. Grundsätzlich bedeutet das, täglich praktikable Lösungen unter Berücksichtigung von Aspekten zu realisieren, die für die Betroffenen von besonderer Bedeutung sind. Das wesentliche Handlungsfeld der Wohnungswirtschaft ist das Wohnen und Zusammenleben in Quartieren. Das ist für Menschen existenziell und erfordert einen besonders verantwortlichen und weitsichtigen Blick auch hinsichtlich der Langlebigkeit geschaffener Strukturen.

Thomas Hain, Felix Lüter, Sebastian Reich

Maßnahmen der Stadt Ortenberg zur Energieeinsparung

Ortenberg liegt in mitten der Natur im Wetteraukreis, eine Marathonstrecke nordöstlich von Frankfurt/Main entfernt.Hier wohnen 9.100 Menschen verteilt in 10 Ortsteilen. Das entspricht = 164 EW/m2. Zum Vergleich: Viernheim Bevölkerung: 32.526 (30. Juni 2009) = 672 EW / km2

Pia Heidenreich-Herrmann

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt als Beispiel für eine zukunftsweisende Orientierung im Wohnungsbau

Bekanntlich sind verpasste Chancen oft unerkannte Risiken. Umgekehrt ist gutes Risikomanagement auch eine Chance zur rechtzeitigen Erneuerung oder Anpassung an sich ändernde Bedingungen zu niedrigeren Kosten. Deshalb sollte man den Umgang mit Veränderung nicht als eine Bedrohung wahrnehmen, sondern als eine Möglichkeit, Strategien und Pläne, Produkte und Dienstleistungen zu optimieren. Im Interesse der Gesellschaft muss es dabei das Ziel sein, integrierte Lösungen im ökonomischen, ökologischen und sozialen Kontext zu entwickeln.

Thomas Hain, Felix Lüter, Sebastian Reich

Standards im Staatlichen Hochbau in Hessen – PPP-Projekte

Auch im Rahmen der PPP-Neubaumaßnahmen des Landes Hessen wird der Nachhaltigkeitsgedanke durch energieeffizientes Bauen konsequent umgesetzt. Vorgaben und Mindestanforderungen an den einzuhaltenden Energiestandard, die bereits zu Beginn der Ausschreibungsphase mit Bekanntgabe der Zuschlagskriterien und späteren Beschreibung der Anforderungen in der funktionalen Leistungsbeschreibung erfolgen, werden bereits während des Vergabeverfahrens regelmäßig gefordert und geprüft. Durch vertragliche Regelungen werden beim privaten Partner auch nach Zuschlagserteilung Anreize geschaffen, energetische und betriebliche Optimierungspotenziale aufzuzeigen und anzubieten. Durch den Einsatz von Malus-Systemen werden bereits vor Vertragsschluss die seitens des Nutzers und des LBIH wesentlichen Anforderungen an einen professionellen, funktionalen und effizienten Betrieb des späteren Neubaus transparent dargelegt. Der private Partner hat so die Möglichkeit, seine Instandhaltungs- und Bewirtschaftungsleistungen optimal auf die Bedürfnisse des Nutzers auszurichten und kann seinem Angebot eine vorausschauende und nachhaltige Planung hinsichtlich der späteren Betriebsabläufe zugrunde legen. Ein über die gesamte Vertragslaufzeit (in der Regel 30 Jahre) ausgerichtetes Instandhaltungskonzept komplementiert die Bewirtschaftungskonzepte des privaten Partners im Hinblick auf eine nachhaltige und effiziente Gebäudeplanung.

Julia Hofmann, Friederike Lindauer

Kapitel 3. Vorbereitung der Entwicklung

Um die in den letzten Kapiteln erläuterten Effekte und Multiplikatoren zu berechnen, bedarf es Modelle bzw. Methoden. Die grundlegende Funktion der Modelle ist universal: aus den Ausgaben der Endverbraucher die Auswirkungen in der Wirtschaft zu berechnen. Sie variieren in der Art der Berechnung und der Art und Menge der einbezogenen Daten, dies hat Einfluss auf Komplexität der Berechnung sowie das Ergebnis und die abzuleitenden Aussagen.

Ralf Kunze

1. Primär-Sicherungen

Im Mittelalter wurden Burgen zur Sicherheit der Burgbewohner auf schwer zugänglichen Anhöhen, an steilen Abgründen oder im Wasser gebaut. Zum einen hatte man auf der Burg einen sehr guten Überblick über das Gelände und zum anderen konnte man rechtzeitig reagieren und das Tor verschließen sowie die Fallbrücke hochziehen.

Adam Merschbacher

Kapitel 8. Netzwerkoptimierung

In der Netzwerkoptimierung werden graphentheoretische Probleme behandelt, welche häufig einfach zu beschreiben sind, jedoch äußerst schwierig zu lösen. Teilweise kommen hier bekannte Methoden etwa der ganzzahligen Optimierung zum Einsatz, oder aber es werden spezielle Verfahren angewandt. Zudem besteht aus didaktischer Sicht eine Herausforderung in der großen Anzahl an Definitionen und Bezeichnungen: Die Ideen und Verfahren sind zum Teil vergleichsweise simpel, allerdings aufgrund der ganzen Bezeichnungen und Schreibweisen schwer zu verstehen. Wir untersuchen in diesem Kapitel daher nur eine kleine Auswahl an graphentheoretischen Problemen, um die Anzahl der Definitionen und Notationen auf ein Minimum zu reduzieren, aber dennoch einen guten Einblick in die Grundlagen der Netzwerkoptimierung geben zu können. Wir beginnen in Abschn. 8.1 mit den wichtigsten Definitionen im Zusammenhang mit gerichteten sowie ungerichteten Graphen. Darauf aufbauend werden in den folgenden Abschnitten vier ausgewählte Probleme behandelt: Wir untersuchen spannende Bäume und lernen ein Verfahren kennen, wie diese effizient bestimmt werden können (Abschn. 8.2). Anschließend definieren wir Wege in gerichteten Graphen und stellen ein Verfahren vor, um kürzeste Wege zu bestimmen (Abschn. 8.3). Darauf aufbauend führen wir Flüsse ein, wobei das Problem darin besteht, maximale Flüsse unter Berücksichtigung von Kapazitätsschranken zu finden (Abschn. 8.4). Schließlich formulieren wir das Knotenfärbungsproblem, welches im Allgemeinen äußerst schwer zu lösen ist (Abschn. 8.5). Für spezielle Klassen von Graphen gibt es jedoch sehr effiziente Algorithmen. Genauer definieren wir chordale Graphen und zeigen, wie das Knotenfärbungsproblem dank eines perfekten Eliminationsschemas chordaler Graphen effizient gelöst werden kann.

Daniel Scholz

2. Bauteile der Fördermittel

Ein Triebwerk in der Fördertechnik ist immer eine Kette einzelner Triebwerkselemente (Mechanismen). So sind auch die Seiltriebe, die im Kranbau in Hub- und Ausleger-Einziehwerken eingesetzt werden, als Mechanismenketten zu verstehen. Jeder Einzelmechanismus liefert in der Energiebilanz einer solchen Mechanismenkette seinen Wirkungsgrad als den Quotienten aus effektiver und indizierter Arbeit. Aber auch Kettentriebe finden sich in Förderanlagen. Eine Kette setzt sich aus gelenkig aneinander gereihten Gliedern zusammen und überträgt in der Regel nur Zugkräfte. Fahrwerkselemente, hier zum Beispiel Laufräder, Schienen und Bremsen, übertragen Stützkräfte über die Schiene in das Fundament und sind für Antrieb und das Verzögern des Fördermittels sowie das Halten von Lasten verantwortlich. Bremsen erfüllen also Sicherheitsfunktionen. Jede Förderanlage hat mindestens ein Bauteil, welches der Lastaufnahme dient, das Lastaufnahmemittel (LAM). Dies sind z.B. Lasthaken in Hebezeugen, Becher in Becherförderern und Greifer in Schüttgutkranen. Nach DIN 15002 werden LAM in solche für Stückgüter, für Schüttgüter und in Anschlagmittel unterteilt. Als Bauteile für Stetigförderer finden sich Tragrollen und andere Tragmittel, die die Bänder, die als Trag- und Zugmittel zum Einsatz kommen, aufnehmen. Antriebs- und Umlenktrommeln dienen dem Antrieb und der Umlenkung des Bandes.

Rudolf Griemert, Peter Römisch

6. Stetigförderer

Stetigförderer arbeiten während eines längeren Zeitraumes kontinuierlich und werden für Schütt- und Stückguttransport (auch für Personentransport) eingesetzt. Auch die getaktet bewegten Fördermittel (z.B. Montagebänder) werden allgemein der Gruppe der Stetigförderer zugeordnet. Je nach Art des Förderers ist eine waagerechte, geneigte oder senkrechte Förderung über gerade oder gekrümmte Strecken möglich. Die Stetigförderer sind von großer Bedeutung vor allem deshalb, weil sie neben der Bewältigung üblicher Förderaufgaben häufig auch als Verkettungsmittel zwischen die technologischen Prozesse der Serien- und Massenproduktion in den verschiedensten Industriezweigen eingeschaltet werden oder sogar technologische Prozesse selbst übernehmen können, z. B. als Kühlbänder. Mechanische Stetigförderer mit Zugmittel (Bandförderer) haben ein endloses, auf Tragrollen, Gleitbahnen oder einem Luftfilm abgestütztes, umlaufendes Band als Trag- und Zugmittel. Mechanische Stetigförderer mit Zugmittel (Gliederförderer) besitzen gleichartige Tragelemente (Platten, Tröge, …), die an einem endlosen Zugmittel in gleichen Abständen befestigt sind. Mechanische Stetigförderer ohne Zugmittel sind mechanisch angetriebene Transportmittel (z.B. Rollen-, Schnecken- und Schwingförderer). Bei Schwerkraftförderern wirkt als antreibende Kraft auf das Fördergut ausschließlich die Schwerkraft. Es gleitet oder rollt entweder auf einer geneigten Förderstrecke abwärts (Rutschen und Rollenbahnen) oder es fällt senkrecht im freien Fall (Fallrohre). Strömungsförderer transportieren Schüttgüter mit Hilfe von strömenden Gasen oder Flüssigkeiten in geschlossenen Rohrleitungen. Bei Flüssigkeiten kommen auch offene Rinnen zur Anwendung.

Rudolf Griemert, Peter Römisch

8. Die Therapiephase

In der Therapiephase trifft der Tunnelbauer, auf der Grundlage der Prognosen, die in der Diagnosephase zur Qualität, Lokalisierung und Ausmaß der vom Tunnelvortrieb auslösbaren Verformungsvorgänge gemacht worden sind, die bautechnischen Entscheidungen und zwar hinsichtlich der Vortriebsverfahren, Vortriebskadenzen, Ausbruchphasen aber vor allem der Stabilisierungsmittel und deren Abstimmung zwischen Vortriebskern und Hohlraumlaibung.

Pietro Lunardi

11. Schlussbetrachtungen

Wenn man die in einem Tunnel normalerweise beobachteten Verformungen im Lichte einer Ursache-Wirkung-Kette interpretiert, liegt es nahe, als Ursache die Einwirkung auf das Gebirge zu betrachten, und die Verformungsreaktion des Gebirges als die Auswirkung.

Pietro Lunardi

2. Die Verformungsreaktion des Gebirges auf den Ausbruch

Im vorigen Kapitel hat die Detailanalyse der Statik und Dynamik des Tunnelvortriebs zu zwei wichtigen Erkenntnissen geführt: 1.die Stabilität eines untertägigen Hohlraums hängt kurz- wie langfristig vom Bilden einer Druckgewölbewirkung ab, der folglich der Tunnelbauer sein Hauptaugenmerk zuwenden muss,2.das Bilden des Druckgewölbes und seine Lage zum Hohlraum hängen von der Art und Größe der Verformungsreaktion des Gebirges ab.Von diesen zwei wichtigen Feststellungen ausgehend spürten wir vor ca. dreißig Jahren (um das Jahr 1975) die Notwendigkeit, die Zusammenhänge zwischen den vom Vortrieb verursachten Gebirgsdruckveränderungen und den Gebirgsverformungen (Gegenwirkung) zu ergründen. Diese theoretischen und experimentellen Untersuchungen sind zwar noch im Gange, sie haben jedoch bereits einige wichtige und sehr nützliche Hinweise geliefert.

Pietro Lunardi

7. Der Einfluss von Fallstudie und Planspiel auf die Lernwirksamkeit im Physikunterricht

Kap. 7 stellt eine Studie vor, welche die Lernwirksamkeit der Unterrichtsmethoden Planspiel und Fallstudie im Physikunterricht untersucht. Der Unterricht wird in Klassenstufe 9 einer Realschule zum Unterrichtsthema Energiegewinnung durch Energiekraftwerke durchgeführt. Dazu wird ein zweifaktorieller Versuchsplan eingesetzt, mit dem 2 Unterrichtsmethoden und 2 Schulklassen kontrolliert werden. Die Lernwirksamkeit wird in Bezug zu drei Aufgabentypen (Vorwissen, Beobachtungswissen, Anwendungswissen) untersucht.

Meltem Öztürk, Dieter Klaudt, Andreas Zendler

Kapitel 2. Anlageklasse PPP

Bei öffentlich-privaten Infrastrukturvorhaben handelt es sich in der Regel um langlebige, kapitalintensive Projekte, welche laufende, langfristig vorhersehbare Erträge erwirtschaften. Die Realisierung dieser Projekte erfolgt unabhängig von der allgemeinen Konjunktur bzw. allgemeinen Konjunkturschwankungen, so dass auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vergleichsweise stabile Erträge mit moderater Volatilität und moderatem Risiko erwirtschaftet werden können. Darüber hinaus werden die laufenden Erträge aus diesen Projekten typischerweise der Inflation angepasst, wodurch sie über einen natürlichen Hedge gegen Inflation verfügen. Dadurch werden öffentlich-private Partnerschaften zunehmend auch für Investoren interessant.

Corinna Hilbig

Kapitel 5. Analyse der Rahmenbedingungen für PPP-Beteiligungen in Deutschland und Entwicklung eines Beteiligungsmodells

Die in Kapitel 4 auf Basis der Analyse von Praxisbespielen identifizierten Erfolgsfaktoren für PPP-Eigenkapitalbeteiligungen werden im Folgenden auf ihre Übertragbarkeit auf die deutschen Rahmenbedingungen hin geprüft. Ziel ist die Entwicklung eines rechtlich zulässigen, marktfähigen Beteiligungsmodells unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des neuen KAGB.

Corinna Hilbig

Kapitel 5. Zahlungsverkehr, Geld- und Vermögensanlage and Kreditgeschäft

Grundsatz der Kontenwahrheit nach § 154 AO, um Steuerhinterziehungen zu verhindern.Festlegungszeitraum: 1 bis 6 Jahre.Die Verpfändung macht die Übergabe der Sache zur Bedingung (Faustpfandprinzip). Die Finnberg könnte den Firmenwagen dann nicht nutzen (vgl. § 1205 BGB). Für die Nordbank AG würden bei einer Verpfändung zusätzlich Verwahrungsprobleme anfallen.

Wolfgang Grundmann

Kapitel 3. Kreditgeschäft

Die Finnberg & Co., Alarm- und Sicherheitstechnik OHG beabsichtigt, ihren Fuhrpark zu erneuern. Zu diesem Zweck sollen drei neue Pkw im Gesamtwert von 100.000,00 EUR angeschafft werden. Da die alten Pkw in Zahlung genommen werden und die Finnberg & Co. OHG mit dem Händler günstige Konditionen ausgehandelt hat, rechnet die Geschäftsführung mit einer Investitionssumme in Höhe von 60.000,00 EUR.

Wolfgang Grundmann

11. Nachträgliche Vertikalabdichtung

In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller planmäßig nur für untergeordnete Lagerzwecke genutzt werden soll. In solchen Fällen wird lediglich eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.

Uwe Wild

9. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und im Anschluss eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich einerseits nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie andererseits nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.

Uwe Wild

8. Bauteiltrocknung in der Altbausanierung

In Bestandsgebäuden werden in der Sanierungsphase Bauteiltrocknungen infolge jahrelanger, teilweise intensiver Feuchtebelastung notwendig. Hinzu kommen notwendige Trocknungsmaßnahmen bei unplanmäßiger Feuchtebelastung der Bauteile im Sanierungszeitraum durch unplanmäßige Wasserleitungsschäden oder durch Regenbeaufschlagungen.

Jürgen Weber

19. Flankierende Maßnahmen

Als flankierende Maßnahmen sind Handlungen definiert, die die Wirkung einer Bauwerksabdichtung unterstützen. Flankierende Maßnahmen stellen somit ergänzende Möglichkeiten dar, Planungsziele zu erreichen.

Jürgen Weber, Clemens Hecht, Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Steinert, Eduard Bromm

5. Bestandsanalyse und Mauerwerksdiagnostik

Auf eine Bauwerk wirkt in unterschiedlicher Intensität Wasser ein. Je besser ein Bauwerk vor dieser Schadquelle geschützt wird, umso länger bleibt es ohne Schaden und kann ohne Einschränkung genutzt werden.

Jürgen Weber

Kapitel 9. Praxisbeispiel

Für das komplexe innerstädtische Bauprojekt führte die Einrichtung einer Baulogistikplanung im Rahmen des gesamten Planungsprozesses zur Würdigung der notwendigen Baulogistikattribute über die gesamte Bauprojektphase. Das Ergebnis dieser Planung wurde mit dem Baulogistikbericht (Leistungsphase 1) implementiert, im Rahmen des Baulogistikkonzepts (Leistungsphasen 2 bis 4) geplant und mit dem Baulogistikhandbuch (Leistungsphasen 5 bis 6) eingeführt. Auf Basis dieser Gesamtabwicklung konnte im Rahmen eines vergaberechtskonformen Wettbewerbs die Baulogistikdienstleistung ausgeschrieben werden. Ein externer Dienstleister übernahm im direkten Auftrag des Bauherren die Organisation, die Bereitstellung sowie die Verwaltung von definierten Baulogistikattributen und der vorhandenen Ressourcen. Gleichzeitig war dieser verantwortlich für die Kontrolle und Steuerung der baulogistischen Prozesse auf der Grundlage des Baulogistikhandbuchs. Durch die gewerkeübergreifende Einhaltung des Regelwerks „Baulogistikhandbuch“ war es möglich, die baulogistischen Vorgänge in dem sehr eingeschränkten Baufeld reibungs- und störungsfrei über den Realisierungsprozess abzuwickeln. Die öffentliche Wahrnehmung der Baustelle sowie die negativen Auswirkungen auf die Nachbarschaft wurden signifikant reduziert.

Fabian Ruhl, Christoph Motzko, Peter Lutz

1. Einleitung

Mithilfe der Investitionsrechnung wird der Frage nachgegangen, ob ein Investitionsprojekt betriebswirtschaftlich vorteilhaft ist oder nicht. In diesem Kapitel werden zunächst die charakteristischen Merkmale von Investitionsprojekten vorgestellt. Außerdem wird erläutert, wie ein Investitionsprojekt mithilfe von Zahlungsreihen abgebildet wird.

Dirk Noosten

4. Barwertmethode

Eine häufig verwendete Kennzahl zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit eines Investitionsprojektes ist der Barwert bzw. Kapitalwert (K0). Dieser wird mithilfe der Barwert- bzw. Kapitalwertmethode ermittelt, die in diesem Kapitel dargestellt wird. Darüber hinaus werden die Entscheidungsregeln für die Barwertmethode bei projektindividuellen Entscheidungen und Auswahlentscheidungen vorgestellt.

Dirk Noosten

Kapitel 3. Management von Bankenmarktfinanzierungen

Objekt- und Unternehmensfinanzierung innerhalb der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft fußt quantitativ betrachtet signifikant auf der Bankenkreditfinanzierung trotz erheblicher Veränderungen innerhalb der Finanzierungsmärkte (siehe Abschn. 2.3). Aus Sicht eines wohnungs- und immobilienwirtschaftlichen Unternehmens stellt sich daher die Frage nach dem Management von Bankenmarktfinanzierungen. Der Begriff Management wurde bereits im Liquiditätszusammenhang (siehe Abschn. 2.4) angeführt und mit der funktionellen Ausrichtung von Planung, Steuerung (auch: Organisation und Führung) und Kontrolle gleichgesetzt: Auf Grund des explizit nicht ausgegrenzten Führungsbausteins innerhalb des Managements wird der Begriff auch mit der professionellen Leitung ressourcenbasierter Systeme gleichgesetzt. In dem hier vorliegenden Buch meint das Management von Bankenmarktfinanzierungen allerdings keine Personalführungskonzeptionen. Vielmehr liegt der Schwerpunkt des Buchs auf einer Einführung in die Märkte für Finanzierungen. Aus diesem Grund sind die Strukturen der Märkte (Abschn. 3.1 bis 3.3) ebenso wie die Ausgestaltungen der Bankenmarktfinanzierungen (Abschn. 3.4 bis 3.8) mit Bezug zur Wohnungs- und Immobilienwirtschaft nachfolgende Analysegegenstände: Abschnitt 3.1 erörtert den Bankenwettbewerb in Deutschland, um ein Verständnis von institutionellen Unterschieden zwischen Sparkassen und privatrechtlichen Kreditinstituten sowie unter anderem den Förderbanken aufzubauen. In Abschn. 3.2 werden den Institutsgruppen Marktanteile im Firmenkundengeschäft mit der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zugeordnet. Regulierungsthemen fokussiert Abschn. 3.3, um das Verhalten von Kreditinstituten besser einschätzen zu können z. B. im Hinblick auf Produktionskosten des Darlehens. Weitere Einflussfaktoren der Kreditentscheidung fasst Abschn. 3.4 zusammen, sodass in Abschn. 3.5 die Innenperspektive eines Kreditinstituts bezüglich der Darlehenskalkulation vorgestellt wird. Hinweise auf Besonderheiten der Finanzierung von Bauträgern und Projektentwicklern liefert Abschn. 3.6. Erläuterungen zu Förderkrediten und Angeboten z. B. von Versicherungen und Bausparkassen runden die Thematik mit den Abschn. 3.7 und 3.8 ab. Der Abschluss mit Übungsaufgaben erfolgt in Abschn. 3.9.

Markus Knüfermann

Treibgutrückhalt in unteren Mittelgebirgsregionen – Möglichkeiten und Grenzen

Treibgut ist eine Ursache für Hochwasserschäden, die insbesondere bei Starkregenereignissen auftreten. In einer Machbarkeitsstudie für das Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland- Pfalz wurden technische und nichttechnische Maßnahmen zum Treibgutrückhalt im Mittelgebirgsbereich untersucht. Die Analyse ergab, dass V-Rechen als besonders geeignet anzusehen sind.

Michael Eiden, Robert Jüpner

§ 5 Miet- und Pachtverträge

Miet- und Pachtverträge zählen zu den sog. Überlassungsverträgen. Für diese ist kennzeichnend, dass sich der Vermieter bzw. Verpächter verpflichtet, dem Mieter bzw. Pächter einen Gegenstand auf Zeit zur Nutzung zu überlassen (Gebrauchsüberlassung). Nach der Beendigung des Rechtsverhältnisses muss der Mieter bzw. Pächter den Gegenstand zurückgeben.

Hartmut Oetker, Felix Maultzsch

2. Das Verkehrsmanagementsystem und die Verkehrsinformationsdienste der ASFINAG

Die ASFINAG wurde 1982 gegründet und ist eine Gesellschaft des österreichischen Bundes. Die Aufgaben der ASFINAG ist es ca. 2200 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen zu planen, finanzieren, bauen, erhalten, betreiben und bemauten. Die ASFINAG ist organisiert in eine Holding, mehrere Tochtergesellschaften und strategische Beteiligungen.

Manfred Harrer, Richard Gunitzberger, Norbert Baumgartner

5. Elektromobilität als technisches System

Die Herausforderung im 21. Jahrhundert besteht darin, Elektrofahrzeuge in ein Gesamtsystem bestehend aus unterschiedlichen Infrastrukturen, wie Energie und Verkehr mit deren typischen unterschiedlichen Eigenschaften und Anforderungen, zu integrieren und technisch-wirtschaftlich sinnvoll mit diesem System interagieren zu lassen. Weitere Funktionalitäten und Dienstleistungen sollen darauf aufbauen können, die einerseits die Zuverlässigkeit der jeweiligen Struktur beibehalten bzw. sogar erhöhen und anderseits neue Geschäftsmodelle/Dienste ermöglichen. Zu diesen Diensten, die nur durch eine sektorübergreifende Kopplung realisierbar sind, gehören bspw. die Rückspeicherung der elektrischen Energie des E-Kfz ins Netz,Nach einer kurzen Beschreibung der Teilsysteme wird die Modellbeschreibung eines integrierten Mobilitätssystems angegangen. Dazu werden u. a. CIM-basierte Methoden vorgestellt und auf Basis von Ergebnissen aus dem BMWi Leuchtturm Projekt Harz.ErneuerbareEnergien-Mobility erläutert, wie man die Systemkomponenten mittels geeigneter Schnittstellen verbinden kann, um Konvergenzeffekte der Teilsysteme zu erreichen.

Prof. Dr. Przemyslaw Komarnicki, Prof. Dr. Jens Haubrock, Univ.-Prof. Dr. Zbigniew A. Styczynski

Kapitel 13. Seismische Schwingungserregung

Auf der Erde, die vor ca. 4,5 Mrd. Jahren durch Akkretion, d. h. Absturz und Verklumpung von Planetesimalen, entstand, laufen seither unablässig dynamische Prozesse ab. Die kalte, feste Erdkruste bewegt sich in Form von Platten (Tafeln, Schollen) auf dem oberen Mantel, der ca. 600 km dick ist und aus Olivin und Spinell besteht, gefolgt vom unteren Mantel (Perowskit) und dem metallischen Kern, . Abb. 13.1. Der Radius der Erde betragt ca. 6400 km. Die Erdkruste mit den Kontinenten und Meeren ist 30 bis 100 km dick, man nennt sie Lithosphäre. Mit den Platten verschieben sich die Kontinente. An den Rändern gleiten die Platten aneinander und übereinander und tauchen in den heißen Mantel ab. An den klaffenden Fugen tritt Magma auf und bildet neue Lithosphäre.

Christian Petersen, Horst Werkle

Was kann die heutigeWirtschaftswissenschaft von Friedrich List (1789–1846) lernen?

Einen weitgehend in Vergessenheit geratenen, aber höchst interessanten Artikel „Über Friedrich List“ in den Preußischen Jahrbüchern von 1903 leitete damals Max Höltzel mit folgenden Worten ein: „Es sind recht Wenige, die für Handel und Industrie, Verkehr und Volkswirtschaft in Praxis und Theorie von so großer Bedeutung waren und eine so tiefgreifende Wirksamkeit entfaltet haben, wie Friedrich List; – auch hat selten ein Mann so viele unerbittliche Verfolger gehabt, wie er. Die Kurzsichtigkeit und die blindwütige Gegnerschaft seiner Zeitgenossen hat es aber doch nur zugut verstanden, das Andenken Lists auch über seinen Tod hinaus zu schmälern und die Würdigung seiner Lebensarbeit zu untergraben.“ Deshalb sei Lists Name „sowohl in den Kreisen der Nationalökonomie wie der Historiker, wie auch der allgemeinen Bildung“ noch viel zu wenig bekannt; – und – so möchte man hinzufügen – daran hat sich bis heute nicht viel geändert.

Eugen Wendler

Kapitel 4. Der Ingenieurvertrag

Es folgen in diesem Kapitel die ausführlichen Darstellungen von Regelungen in einem Ingenieurvertrag.

Hendrik Hunold

2. Fundraising bei Privatpersonen

In der Definition des Fundraising-Begriffs (Kapitel 1) wurden vier Gruppen von Ressourcenbereitstellern (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen) unterschieden. In Kapitel 2 wird das Vorgehen im Fundraising bei Privatpersonen vorgestellt. Systematisiert anhand der Spenderpyramide wird anhand zahlreicher Best Practice Beispiele anschaulich erläutert, wie Interessenten, Erst-, Mehrfach-, Dauer-, Groß- und Testamentspender für eine gemeinwohlorientierte Organisation gewonnen, gebunden und (bei Abwanderung) zurückgewonnen werden können. Da Fundraising als eine Erscheinungsform des Marketing betrachtet wird, werden – in Analogie zum Marketing-Mix – alle erforderlichen Entscheidungen im Rahmen des Fundraising-Mix (Produkt-, Preis-, Vertriebs- und Kommunikationspolitik) vorgestellt und anhand zahlreicher Best Practice Beispiele veranschaulicht. Aufgrund seiner steigenden Bedeutung wird das Online-Fundraising besonders hervorgehoben und auf 80 Seiten detailliert in seinen neuesten Entwicklungen vorgestellt. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen, Tipps, Kapitelzusammenfassungen und Literaturempfehlungen runden das Kapitel ab.

Michael Urselmann
Image Credits