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15-05-2019 | Baukosten | Infografik | Article

Gutachten zu Baukosten

Author:
Christoph Berger

Das Innenministeriums Schleswigs-Holsteins präsentierte am 13. Mai 2019 ein Baukostengutachten, anhand dessen konkret aufgezeigt werden kann, welche Faktoren die Baukosten in die Höhe treiben. Das schafft Kostentransparenz.

Für das Gutachten "Baukosten und Kostenfaktoren im Wohnungsbau in Schleswig-Holstein" untersuchte die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen 7.130 Wohnungen in unterschiedlichen Regionen und Gebäudetypen und erfasste bundesweit mehr als 30.000 Vergleichswohnungen. Damit haben die Ergebnisse auch eine deutschlandweite Bedeutung, wie bei der Vorstellung der Studie am 13. Mai 2019 betont wurde.

Ergebnis der Studie ist, dass die einzelnen Bauwerkskosten in Schleswig-Holstein weitgehend gleich teuer sind, die Unterschiede vor allem in den regional stark voneinander abweichenden Grundstückskosten sowie den regional unterschiedlichen Ansprüchen zu finden sind. Als Beispiel werden dazu unter anderem Tiefgaragen aufgeführt, die etwa im Hamburger Umland oder den Oberzentren zu den größten zusätzlichen Kostenfaktoren bei Neubauvorhaben gehören. In Mittelzentren oder im ländlichen Raum spielen Tiefgaragen hingegen eher eine untergeordnete Rolle.

Zudem weißt das Gutachten laut den Autoren nach, dass kostengünstiges Bauen auch in Zeiten großer Kostensteigerungen möglich ist: Rund 20 Prozent der erfassten Projekte seien zu Bauwerkskosten von weniger als 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gebaut worden. Um in einem frühen Stadium der Planung beispielsweise die Notwendigkeit der einzelnen Faktoren überprüfen zu können, empfehlen die Studienautoren, in Zukunft bereits bei der Planung von Baugebieten und Bauprojekten frühzeitig eine stärkere Vernetzung aller an dem Bau Beteiligten zu organisieren.

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