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24-10-2017 | Bauplanung | Im Fokus | Article

Neues Zentrum für nachhaltiges Bauen in Rostock

Author:
Christoph Berger

Am Standort Altkarlshof in Rostock entsteht ein Campus für Dienstleistungen rund um das Thema nachhaltiges und energieeffizientes Bauen. Ziel ist es dabei auch, die Dienstleister miteinander zu vernetzen und so einen Ort mit hoher Innovationskraft zu schaffen.

Das Architekturbüro Bastmann und Zavracky wird am Rostocker Standort Altkarlshof einen Campus für Dienstleistungen rund um das Thema nachhaltiges energieeffizientes Bauen errichten. Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde das Konzept des Büros bezuschlagt.

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Boden und Altlasten

In ihrer Multifunktionalität sind Böden vielen Gefahren ausgesetzt und im Zeichen der Nachhaltigkeit muss die Information über die Ressource Boden systematisch und zielgerichtet verbessert werden (Abschn.ö8.1). Das vorliegende Kapitel befasst sich vo


Geplant ist, dass sich nach Fertigstellung auf 3.800 Quadratmetern Bürofläche Ingenieurbüros, Architekturbüros und weitere Dienstleister der Branche ansiedeln. Die räumliche und inhaltliche Nähe der Dienstleister führe dann zu einem inhaltlichen Austausch, gemeinsamen Projekten, Synergieeffekten und auch zu Innovationskraft für jeden Einzelnen wie auch dem Campus als gemeinsamer Marke, so die Idee. Damit könnten im gemeinsamen Verbund auch überregionale Projekte erfolgreich akquiriert und bearbeitet werden.

Flächensharing und ein nachhaltiges Energie- und Mobilitätskonzept

Diese Idee soll durch die geplante Flächennutzung unterstützt werden: Neben den von den Unternehmen selbst genutzten Flächeneinheiten soll es gemeinsame Funktions- und Aufenthaltsflächen geben. Zudem soll es durch Flächensharing und flexible Erweiterungsmöglichkeiten sowohl etablierten Büros wie auch Start-ups möglich sein, am Standort einen leistungsfähigen, bezahlbaren und attraktiven Arbeitsraum zu finden.

Um dem Themenschwerpunkt des Zentrums gerecht zu werden, werden die Gebäude mit dem energetischen Niveau KFW 55 errichtet: Geothermie und Photovoltaik sollen zum Einsatz kommen. Die Individualverkehre sollen vor allem durch Elektromobile abgedeckt werden.

Da die Liegenschaft außerdem in direkter Nähe zum Ufer der Warnow liegt, ist geplant, den Wasserbezug zu stärken und "gleichzeitig den Aspekten des Hochwasserschutzes und einer ökologisch hochwertigen Uferlandschaft zu entsprechen", heißt es in der Beschreibung – mitsamt einem naturnahen Feuchtbereich als Lebensraum für eine breite Artenvielfalt.  Die Uferkante wird dabei über einen Fuß- und Radweg für die Öffentlichkeit erschlossen; als Teil des 
Gesamtkonzeptes und ohne Kosten für die Hansestadt Rostock.

30.000 Tonnen verunreinigter Boden

Realisiert wird das Zentrum auf dem ehemaligen Gelände der VEB Bitumenverarbeitung Rostock - am Ufer der Unterwarnow. Doch um mit dem Bauen starten zu können, mussten zunächst aufgrund mehrerer Brände, Havarien und Handhabungsverluste auf 7.114 Quadratmetern 30.000 Tonnen verunreinigter Boden durch zertifizierten Füllboden ersetzt werden. Ebenso mussten belastete Fundamente und Flächenbefestigungen zurückgebaut werden. Im Kapitel "Boden und Altlasten" des Springer-Fachbuchs "Umweltschutztechnik" befasst sich Prof. Dr. Ulrich Förstner mit Schadstoffen in Böden und im Grundwasser. In der Kapiteleinleitung unterscheidet er schwach- bis mittelkontaminierte und stark kontaminierte Böden. So liegt bei ersteren der Schwerpunkt auf der Verringerung der Schadstoffeinträge und bei Verfahren zur Reduktion des Schadstoffübergangs vom Boden in Nutzpflanzen. "Bei den stark kontaminierten Böden stehen die technischen Maßnahmen zur Sicherung und Entgiftung von sowohl Feststoffen als auch Grundwässern im Vordergrund", schreibt er im Vergleich dazu.

Die Sanierung des Geländes begann Mitte April 2017. Wie die Ostsee-Zeitung nun berichtet, sind die Arbeiten inzwischen abgeschlossen. Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH gab außerden bekannt, dass damit auf diesem Gelände unter anderem ein öffentlicher Geh- und Radweg sowie ein freizugänglicher Uferbereich genutzt werden können. Somit kann auch mit dem Bau des Kompetenzzentrums für nachhaltiges Bauen begonnen werden kann. Dies soll 2018 geschehen. Für 2019 ist die Fertigstellung prognostiziert. 

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Background information for this content

2016 | OriginalPaper | Chapter

Bauleitpläne

Source:
Öffentliches Baurecht praxisnah

2012 | OriginalPaper | Chapter

Boden und Altlasten

Source:
Umweltschutztechnik

01-09-2017 | Recht | Issue 9/2017

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2017 | OriginalPaper | Chapter

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Source:
Architekturpraxis Bauökonomie

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