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Baustoffe

weitere Buchkapitel

Kapitel 5. Grundlagen der Wärmeübertragung

Kenntnis der Arten der Wärmeübertragung: der Wärmeleitung, des konvektiven Wärmeübergangs und der Wärmestrahlung sowie der diese Transportarten beschreibenden Gleichungen. Behandlung der stationären Wärmeleitung in ebenen Wänden, zylindrischen Wänden und Kugelschalen. Behandlung des konvektiven Wärmeübergangs und Einführung dimensionsloser Kennzahlen für die Ermittlung von Wärmeübergangskoeffizienten.

Uwe Feuerriegel

Kapitel 2. Gegenwart und Zukunft

Unsere Erde ist eine fast kugelrunde Masse, die um die Sonne kreist, weit weg von Milliarden anderer Himmelskörper. Wir sind alleine im All. Wir sind aber auch ganz besonders privilegiert. Bei uns gibt es Leben. Weil es flüssiges Wasser, Kohlenstoff, Sauerstoff und Schwefel gibt.

Friedrich Schmidt-Bleek

12. Holzbau

Der bautechnische Inhalt des vorliegenden Kapitels Holzbau ist nach den angeführten Baunormen, anderen relevanten technischen Regelungen und auf Grundlage der Fachliteratur erstellt worden. Grundlegende Baustoffeigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen sowie die Grundlagen für Entwurf, Berechnung und Bemessung von Holzbauteilen werden dargestellt. Im GZT werden sowohl allgemeingültige Querschnittstragfähigkeitsnachweise und Stabilitätsnachweise inclusive Nachweise nach Theorie II. Ordnung als auch Nachweise für spezielle Bauteile wie Hallenbinder, Verbundbauteile, Gelenk-und Koppelpfetten behandelt. Neben den Bauteilnachweisen werden Nachweise für zimmermannsmäßige Verbindungen, stiftförmige Verbindungsmittel, Dübel bes. Bauart und Verbindungen mit Stahlblechformeilen abgehandelt. Informationen über mögliche Ausbildungen von Rahmenecken und Holzschutzmaßnahmen runden das Kapitel ab.

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Moorkamp, Prof. Dr.-Ing. Helmuth Neuhaus

8. Stahlbeton und Spannbeton

Das Kapitel Stahlbeton und Spannbeton umfasst die Konstruktions- und Bemessungsregeln der Bauweise auf Basis der aktuellen Normen des Eurocode 2. Dabei sind die mit Stand Juni 2021 geltenden Änderungen und Korrekturen der Norm bzw. des deutschen nationalen Anhangs eingearbeitet. Neben allgemeinen Hinweisen zur Schnittgrößenermittlung für diese Baustoff werden die Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit und der Gebrauchstauglichkeit in überwiegend kompakter, teilwei-se auch tabellarischer Form erläutert. Darüber hinaus sind die Bewehrungs- und Konstruktionsregeln auch für spezielle Bauteile zusammengefasst. Abschließend werden die in der Lehre und Praxis vielfach angewendeten Bemessungshilfsmittel und Konstruktionstafeln in grafischer und tabellarischer Form angegeben.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Vismann

15. Bauen im Bestand

Als Nutzungsdauer von Bauwerken wird der vorgesehene Zeitraum bezeichnet, in dem Bauwerke, eine laufende Instandhaltung vorausgesetzt, ohne wesentliche Instandsetzungsmaßnahmen bestimmungsgemäß nutzbar sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass bei richtiger Planung, Bemessung und Bauausführung sowie bestimmungsgemäßem Gebrauch alle Anforderungen an das Bauwerk hinsichtlich Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit mit einer ausreichenden Zuverlässigkeit über die geplante Nutzungsdauer erfüllt werden.Gemäß DIN EN 1990 wird für Gebäude und andere gewöhnliche Tragwerke eine Nutzungsdauer von 50 Jahren, für monumentale Gebäude und Brücken von 100 Jahren vorausgesetzt. Den Unsicherheiten aus zeitlichen Veränderungen muss durch eine regelmäßige Bauwerksüberprüfung begegnet werden. Mit DIN 1076 [32] liegt für die Bauwerksprüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen ein seit geraumer Zeit entwickeltes, technisches Regelwerk vor.Für die Bauwerksüberprüfung von Bauwerken des Hochbaus wurden ebenfalls Regelwerke entwickelt. Die Entwicklung dieser Regelwerke hat durch einige Fälle von Tragwerksversagen im In- und Ausland an Bedeutung gewonnen. Von der Bauministerkonferenz der Länder (ARGEBAU) wurde im Jahr 2006 ein Grundlagenpapier mit Hinweisen für die regelmäßige Überprüfung üblicher Bauwerke des Hochbaus erarbeitet [1]. Als Anhang zur Musterbauordnung (MBO) [40] sind diese Hinweise den anerkannten Regeln der Technik zu zuordnen. Die Hinweise der Bauministerkonferenz werden ergänzt und konkretisiert durch die VDI-Richtlinie 6200 [46].

Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper

10. Mauerwerk und Putz

Baunormzahlen sind die Zahlen für Baurichtmaße und die daraus abgeleiteten Einzel-, Rohbau- und Ausbaumaße. Sie sind anzuwenden, wenn nicht besondere Gründe dies verbieten.Baurichtmaße sind die theoretischen Grundlagen für die Baumaße der Praxis, sie sind nötig, um alle Bauteile planmäßig zu verbinden.Nennmaße sind Maße zur Kennzeichnung von Größe, Gestalt und Lage eines Bauteils oder Bauwerks. Sie sind bei Bauarten ohne Fugen gleich den Baurichtmaßen. Bei Bauarten mit Fugen ergeben sie sich aus den Baurichtmaßen durch Abzug oder Zuschlag des Fugenanteils.Fugen und Verband Bauteile (Mauersteine, Bauplatten usw.) sind so zu bemessen, dass ihre Baurichtmaße im Verband Baunormzahlen sind. Verbandsregeln, Verarbeitungsfugen und Toleranzen sind dabei zu beachten.

Prof. Dr.-Ing. Wolfram Jäger

16. Brandschutz

Für die Brandschutzplanung ergeben sich häufig Forderungen, die in einem Zielkonflikt unlösbar enden. Die Problematik des Brandschutzes, die Argumentation zur konkreten Gefahr oder die Brandschutzanalysen zur bestehenden Bausubstanz bedürfen einer umfangreichen Erfahrung und eines ausgeprägten Spezialwissens. In diesem Zusammenhang ist ein eigenverantwortliches, planerisches Ermessen über zwingende Notwendigkeiten von materiell-rechtlichen Forderungen und möglichen konstruktiven oder nutzungsspezifischen Einschränkungen unverzichtbar.Das Kapitel ″Brandschutz″ gibt deshalb einen Überblick über die gesetzlichen Vorgaben und Bedingungen. Es werden die bauordnungsrechtlichen und bautechnischen Grundlagen der Brandschutzplanung erläutert und die wesentlichen Brandschutzanforderungen in komplexen Übersichten zusammengefasst.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller, Prof. Dr.-Ing. Sylvia Heilmann

17. Bauphysik

Baustoffe Wärmeenergie wird in Stoffen unterschiedlich gut weitergeleitet. Diese Stoffeigenschaft wird als Wärmeleitfähigkeit λ bezeichnet. Sie hängt von der Temperatur, der Rohdichte und dem Wassergehalt des Stoffes ab. Wärmeleitfähigkeiten sind im Allgemeinen auf eine Temperatur von 10 °C und einen Ausgleichsfeuchtegehalt bezogen.

Prof. Dr.-Ing. Martin Homann

13. Glasbau

Das Kapitel ″Glasbau″ führt nach dem aktuellen Stand der Technik in das Bauen mit Glas ein und erläutert in Grundzügen die Materialeigenschaften, verwendeten Basisprodukte und Möglichkeiten der Glasbearbeitung und Glasveredelung durch Vorspannen, Laminieren und die Weiterverarbeitung zu Mehrscheiben-Isolierglas. Die Bemessung von Glasbauteilen erfolgt nach der nationalen Normenreihe ″DIN 18008: Glas im Bauwesen - Bemessungs- und Konstruktionsregeln″. Entlang dieser Normenreihe werden die konstruktiven Anwendungen von Vertikal- und Überkopfverglasungen, absturzsichernden und begehbaren Verglasungen sowie zu Instandhaltungsmaßnahmen betretbaren Verglasungen erläutert und in die Bemessung eingeführt. Das Kapitel schließt mit Erläuterungen zu geklebten Fassaden und einer Übersicht der bauaufsichtlichen Regelungen im Glasbau.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Weller, Dr.-Ing. Silke Tasche

23. Bauen und Umwelt

Bei jedem Bauvorhaben sind in mehr oder weniger großem Umfang umweltrechtliche Regelungen relevant. Der Begriff Umwelt hat eine langjährige Geschichte und wird sehr unterschiedlich verstanden. In Bezug auf Bauvorhaben trifft bevorzugt die naturwissenschaftliche Definition nach [1] zu, wonach Umwelt die Umgebung eines Lebewesens (im übertragenen Sinn Bauvorhabens) ist, die auf dieses einwirkt und seine Lebensumstände beeinflusst. Die Definition ist zu erweitern um die umgekehrte Sichtweise, nämlich die Auswirkungen eines Bauvorhabens auf die Umgebung.Das deutsche Umweltrecht hat sich über viele Jahre unter dem Einfluss verschiedener Umweltprobleme entwickelt. Daher existieren heute diverse Umweltfachgesetze mit Schwerpunkten in jeweils einzelnen Umweltbereichen, wie Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallwirtschaft oder Bodenschutz. Zum Teil enthalten diese Gesetze unterschiedliche Begriffsdefinitionen und Regelungsansätze oder gewichten einzelne Umweltbelange unterschiedlich, ohne dass dies immer sachlich gerechtfertigt ist. Ein einheitliches Umweltgesetzbuch ist in Bearbeitung, liegt bis heute aber nicht vor.Unter Umweltaspekten sind in Bezug auf Bauvorhaben insbesondere folgende Rechts- und Regelwerke wesentlich:Ein Bauvorhaben kann sich auf unterschiedliche Schutzgüter auswirken.

Prof. Dr. rer. nat. Ingrid Obernosterer

19. Verkehrswesen

Prof. Dr.-Ing. Dieter Maurmaier

4. Lastannahmen, Einwirkungen

Die Entwicklung des Eurocode-Programms begann im Jahr 1975 mit dem Ziel, innerhalb der europäischen Gemeinschaft technische Handelshemmnisse zu beseitigen und die technischen Normen zu harmonisieren. Im Rahmen dieses Programms wurden harmonisierte technische Regelwerke für die Tragwerksplanung von Bauwerken erarbeitet. Insgesamt umfasst das Programm folgende Normen, die in der Regel aus mehreren Teilen bestehen:EN 1990 Eurocode 0 Grundlagen der TragwerksplanungEN 1991 Eurocode 1 Einwirkungen auf TragwerkeEN 1992 Eurocode 2 Entwurf, Berechnung und Bemessung von Stahlbetonbauten

Prof. Dr.-Ing. Winfried Roos

22. Netzmanagement

Gegenstand des Abschnittes „Netzmanagement“ sind Grundlagen der Planung, der statischen Berechnung offen wie geschlossen verlegter Leitungen, der Prüfung und der Inbetriebnahme von öffentlichen und nichtöffentlichen Rohrleitungsnetzen und Anschlussleitungen, Anschlüssen bzw. Grundstücksentwässerungsanlagen außerhalb von Gebäuden.Ebenfalls werden Verfahren und Einsatzbereiche der Instandsetzung bzw. der Schadensbehebung und Sanierung aufgeführt.Die Ausführungen fokussieren sich auf Wasserverteilungssysteme, Gasverteilsysteme, Fernwärmeversorgungssysteme und Entwässerungssysteme. Für andere Mediennetze gelten die Ausführungen entsprechend, wobei fachspezifische Normen (bspw. Produktnormen) sowie entsprechendes Planungs- und Genehmigungsrecht zu berücksichtigen sind.Nicht Gegenstand sind Planung, Bau und Betrieb maschinentechnischer oder elektrotechnischer Anlagen, wie Pumpen oder MSR-Technik. Ergänzende Informationen sind Kap. 14 Geotechnik und Kap. 21 Siedlungswasserwirtschaft zu entnehmen.

Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres

25. Bauzeichnungen

Technische Zeichnungen sind die maßgebliche Verständigungsgrundlage für die Bauausführung. DIN 1356-1 regelt Arten und Inhalte von Bauzeichnungen für die Objekt- und die Tragwerksplanung und legt Grundregeln für die Darstellung von Bauwerken und Bauteilen in Zeichnungen des Bauwesens fest. Bauzeichnungen im Sinne der Norm sind Zeichnungen für die Objektplanung und die Tragwerksplanung für Entwurf, Genehmigung, Ausführung und Aufnahme baulicher Anlagen. Zu Beginn von Kapitel 25 werden die Elemente der zeichnerischen Darstellung mit den zugehörigen Vorgaben und Regelungen dargestellt. Hierzu zählen allgemeine Festlegungen hinsichtlich der Formate, Maßstäbe, Linien, Schriften, Schraffuren und Bemaßungen von bzw. in Zeichnungen. Daneben wird auf die Besonderheiten der Darstellung von Abriss und Wiederaufbau, Treppen, Rampen, Aussparungen, Türen und Fenstern eingegangen. Bauobjekte werden als Parallelschaubild und/oder in Draufsicht, Ansichten, Grundrissen und Schnitten dargestellt. Es werden die wichtigsten Darstellungsprinzipien für die genannten Darstellungsarten wiedergegeben und die Regeln für die gemeinsame Darstellung auf einem Blatt erläutert. Bei einer thematischen Klassifikation der Zeichnungen des Bauwesens lassen sich diese in Zeichnungen für die Objektplanung, Sonderzeichnungen und Zeichnungen für die Tragwerksplanung unterteilen. Für die Zeichnungen der Objektplanung und der Tragwerksplanung werden die Zeichnungsarten angegeben und die zugehörigen Gegenstände, Maßstäbe und Mindestinhalte tabellarisch aufgelistet. Für Bewehrungszeichnungen werden die wesentlichen Regeln der Bewehrungsdarstellung nach DIN EN ISO 3766 wiedergegeben. Für die Zeichnungen des Stahlbaus werden Grundlagen und wichtige Anforderungen beschrieben.

Prof. Dr.-Ing. Uwe Weitkemper

Kapitel 5. Suche nach dem Wesentlichen

Welcher Verfahrensansatz auch gewählt wird – gelangen die Beteiligten nicht zum Kern ihres Streitfalls, zum „Eigentlichen“, wird nichts gelöst. Das muss nicht immer verwickelt sein. Im Geschäftsleben geht es vorrangig um Bezifferbares: Geld gegen Lieferung oder Leistung, das lässt sich nachprüfen und verhandeln, gegebenenfalls nach fachlicher Begutachtung und rechtlicher Beratung. Das heißt nicht, dass Bedürfnisse und Befürchtungen, Verärgerungen und Enttäuschungen der Beteiligten übergangen werden; ganz im Gegenteil müssen sie im Vermittlungsversuch berücksichtigt werden.

Mario H. Kraus

Kapitel 19. Objektbetreuung (Leistungsphase 9)

In diesem Kapitel lerne ich: was mit NachhaltigkeitObjektbetreuung die im Baukontext gemeint ist. welche Vorteile der Baustoff Lehm hat. welche Phasen ein Bauwerk durchläuft.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich

Kapitel 7. Statik

In dem Kapitel Statik werden die wichtigsten Wörter für statische Berechnungen und der Erklärung statischer Systeme erläutert und geübt. Gesondert wird dabei das Wort Kraft betrachtet, welches auch im Büroalltag außerhalb des Baubetriebs häufig Verwendung findet. Die Verbindung Wort-Bild zur Einführung des Fachwortschatzes, sowie dessen Anwendung bei der Beschreibung des Olympiastadiondachs im München, sind ein wichtiger Bestandteil dieses Kapitels.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich

Kapitel 1. Allgemeines

xe Grundsteine für die Nutzung des Buches gelegt. Es wird erklärt wie das Buch Deutsch als Fremdsprache für Architekten und Bauingenieure aufgebaut ist, aus welchen Bausteinen die einzelnen Kapitel bestehen und wie sie sich am besten für einen guten Lernerfolg nutzen lassen. Dabei werden wichtige, wiederkehrende Begriffe, die für die beste Ausschöpfung aller Buchinhalte von Bedeutung sind, eingeführt und erklärt. Am Kapitelende gibt es einen Abschnitt zum Thema Anrede, welches sich mit der Verwendung von Du und Sie auseinandersetzt und erklärt wie in diesem Buch mit Anreden und Personenbezeichnungen umgegangen wird.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich

Kapitel 9. Baustoffe

Das übergeordnete Ziel vom neunten Kapitel ist, die Materialität eines Projektes zu beschreiben. Dabei werden nacheinander die Fachwörter zur Benennung und Verwendung der Baustoffe Beton, Mauerwerk, Holz und Stahl betrachtet. In Zusammenhang mit den verschiedenen Materialeigenschaften, wird die Verwendung von Suffixen bei Adjektiven untersucht und geübt. Um die Vorgänge bei der Verarbeitung von Baustoffe zu erklären, wird die Grammatik des Vorgangspassivs wiederholt und anhand einer Übung über Betonherstellung angewendet.

Felix Friedrich, Sharon Heidenreich

Kapitel 4. Einfluss nachhaltiger Projektattribute auf Kosten, Mieten und Werte

Dieses Kapitel analysiert die Erstellungskosten und Erstvermietungserträge nachhaltiger Bauteile und Massnahmen von Wohnimmobilien in der Schweiz und vergleicht diese mit konventionellen Wohnbauten als Kontrollgruppe. Die Regressionsmodelle zeigen signifikant höhere Investitionskosten einzelner nachhaltiger Baumassnahmen im Vergleich zu konventionellen Lösungen. Die erhöhten Investitionskosten bei nachhaltigen Gebäuden können jedoch nicht vollständig durch höhere Anfangsnettomieten ausgeglichen werden. Die Diskrepanz zwischen Investition und Anfangsertrag nachhaltiger Massnahmen bei Wohngebäuden kann zu kurzsichtigen Anreizen führen und im schlechtesten Fall die Diffusion nachhaltiger Massnahmen im Gebäudepark verlangsamen oder gar verhindern. Langfristig können jedoch bereits kleine Wettbewerbsnachteile der konventionellen Gebäude zu einer Mietzinserosion führen, die sich in der langfristigen Bewertung positiv auf die relative Wertentwicklung nachhaltiger Wohngebäude auswirkt.

Christian Kraft, Constantin Kempf

Open Access

Der Brennerkorridor – eine europäische Dimension für Mobilität und Nachhaltigkeit

Der Brennerkorridor wird entlang des Alpenbogens am stärksten durch den Güterverkehr belastet. Er ist Teil des europäischen über 9600 km langen Scan-Med-Korridors von Helsinki bis Valletta. Derzeit wird dort die weltlängste unterirdische Eisenbahnverbindung mit dem 64 km langen Brenner Basistunnel und den Zulaufstrecken im Norden und Süden gebaut. Diese Infrastrukturen sind Voraussetzung für eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße (heute über 70 %) auf die Schiene. Europa unterstützt den Bau dieser Infrastrukturen und hat mit dem „green deal“ und der Treibhausgasneutralität bis 2050 eine neue Epoche in der Nachhaltigkeit ausgerufen. Deshalb müssen sowohl beim Bau als auch beim Betrieb konkrete Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen und zur Verbesserung der Nachhaltigkeit getroffen werden, wie dies im Beitrag aufgezeigt wird. Mit verkehrspolitischen Maßnahmen zur Benutzung der Bahn und unter Einbezug der Wasserstoff-Technologie aus lokaler erneuerbarer Energie und emissionsfreien Fahrzeugen kann der grüne Brennerkorridor schrittweise Realität werden.

Konrad Bergmeister

Kapitel 11. Energiewandel in der Wirtschaft

Haben Industrie und Wirtschaft die Transformation des Energiesystems wirklich angenommen? Wie sehen deren Zukunftsbilder aus? Baut man wirklich auf die Regenerativen, oder erlebt die Kernenergie eine Renaissance? Welche Konzepte hat die Industrie? Die Beschreibungen von E.ON, RWE, Siemens Energy und anderen scheinen zu dem zu passen, was wir bislang über die neue Energiewelt herausgefunden haben. Sie scheinen auf dem richtigen Kurs. Die Szenarien der Großindustrie und deren Aktivitäten reichen schon weiter als die der Politik. Die Stahlindustrie arbeitet an der Umsetzung des Konzepts „Grüner Stahl“ und die Chemiebranche an der Roadmap Chemie 2050. Auch der Mittelstand bewegt sich in die richtige Richtung, wenn auch noch zögerlicher. Und von den Start-ups in Deutschland befasst sich ein Großteil mit Themen aus der neuen Energiewelt.

Josef Gochermann

2. Bauvertragsrecht

Am Anfang eines Bauvertrags steht die Leistungsbeschreibung. Der Architekt und der Ingenieur haben auf Basis der Anforderungen des Bauherrn das gewünschte Bauwerk geplant. Die Planung und die Art und Weise der Beschreibung der Bauleistung haben Einfluss auf den anzuwendenden Vertragstyp: Einheitspreisvertrag oder Pauschalpreisvertrag.

Alexander Muchowski

16. Gebäude als thermischer Energiespeicher

Die Speicherfähigkeit von Gebäuden wurde in der Vergangenheit häufig unter dem Aspekt der Havarie der Wärme- oder Kälteerzeugung betrachtet. Parallel konnte die Bauteilaktivierung insbesondere die Betonkernaktivierung vorangetrieben und an zahlreichen Objekten erprobt werden. Damit bleibt der vorherrschende Mechanismus der Energiespeicherung auf einem exergetisch niedrigem Niveau und ist bis auf Ausnahmen auf den Tag-Nacht-Rhythmus beschränkt. Neuere Entwicklungen dagegen versuchen, die Wärmespeicherung in Betonfundamenten von der Versorgung zu entkoppeln und mit höheren Temperaturniveaus höhere exergetische Ausbeuten zu erzielen [35–42, 50–58]. Als Referenzgebäude für eine Vielzahl von energetischen Betrachtungen ist das VDI-Musterhaus der VDI 6009 Bl.1 (Abb. 16.1) geeignet und wird daher in den folgenden Beispielen zur Fallbetrachtung herangezogen.

Johannes Goeke

7. Werkstoffe – Phasenwechselmaterialien

Die Beschreibung des physikalischen und chemischen Verhaltens von Phasenwechselmaterial beginnt mit den allgemeinen Grundlagen der physikalischen Chemie und setzt sich fort in den unterschiedlichsten Materialgruppen, die zahlreiche Autoren beschrieben haben [1–42]. Dazu kommt die Besonderheit der Unterkühlung bei Salzhydraten [43–50]. Der Einsatz, das Verhalten und die Anwendung von verkapseltem PCM und Slurries werden mittlerweile von einigen Autoren beschrieben [51–71]. Im weiteren Verlauf der Kapitel werden die Möglichkeiten einer verbesserten Wärmeübertragung bei Phasenwechselmaterialien in Kap. 8 vorgestellt [1–20]. Weiter werden die Erfordernisse im Hinblick auf Korrosion beim Einsatz von PCM in Kap. 9 diskutiert [1–12]. Danach finden sich unter den Literaturhinweisen in Kap. 11 die Latentwärmespeicher im konstruktiven Aufbau und in der Anwendung [1–25]. Dazu zählen auch die Speicher mit einer gleichrangigen Mischung aus sensiblen und latenten Anteilen, sogenannte Hybridspeicher [16–19]. Es folgen die Publikationen zur Wärmeübertragung in Latentwärmespeichern [20–44]. Ein wichtiges Kapitel zum Verständnis der dynamischen Funktionalität der Latentwärmespeicher. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Messverfahren zur Ermittlung der Enthalpie für Phasenwechselmaterialien in Kap. 10 [1–5].

Johannes Goeke

5. Einsatz von Warmwasserspeichern im Gebäude

Warmwasserspeicher in Gebäuden erfüllen, wie andere Speicher auch, die Funktion Erzeugung und Verbrauch voneinander zu trennen und gegebenenfalls erneuerbare Energiequellen in die Wärmeversorgung mit einzubeziehen. An dieser Stelle sollen die Betriebsarten und die Systemeinbindung in hydraulische Netze vorgestellt werden. Trotz des Ausbaus von erneuerbarer Energie und damit verbundene Wärmeerzeuger gibt es nach wie vor die klassische Version eines Heizkessels und eines Trinkwassererwärmers in kleineren Einheiten. Der Heizkessel sorgt für die Erwärmung des Trinkwassers, ohne den Speicher für die Raumheizung zu nutzen. Diese Betriebsweise wird als monovalent bezeichnet. Sind mehrere Wärmequellen bzw. Betriebsarten in einem Speicher vereint, so ist er mit zwei und mehr Wärmeübertragern ausgestattet. Diese Betriebsweise nennt man bivalent oder in komplexeren Ausführungen sogar multivalent. Abb. 5.1 zeigt verfügbare Speichersysteme für die Trinkwassererwärmung für kleinere Gebäudeeinheiten. Die einzelnen Speichervolumina sind dort den speziellen Wärmerzeugern zugeordnet.

Johannes Goeke

6. Changemanagement in kleinen und mittleren Unternehmen

Zwischen Spielraum und Struktur

Ob Demografie, Technologie, Infrastruktur oder Käuferverhalten: Nicht nur in diesen Bereichen zeichnen sich zunehmend rasantere Entwicklungen und Fortschritte ab. Dies bedeutet für Unternehmen und Organisationen, dass diese Veränderungen mit offenen Armen empfangen und sogar aktiv für sich nutzen müssen, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. Hier besteht jedoch oftmals eine erhebliche Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen über die Notwendigkeit und den Hindernissen der praktischen Implementierung von Veränderungsvorhaben: Nicht nur sind externe Entwicklungen schwierig zu antizipieren, auch interne Faktoren sind einer schnellen Adaption zunehmend hinderlich oder müssen zumindest in der Planung ausreichend berücksichtigt werden. Doch wie kann ein Unternehmen auf diese Einflüsse adäquat reagieren und mit Hilfe welcher Methoden kann Problemen bei der Umsetzung von Veränderungen innerhalb von Organisationen aktiv vorgebeugt werden? Wie nehmen Mitarbeitende Veränderungen wahr und welche Aspekte spielen zur Motivation und Information eine Rolle? Diese und weitere Fragen des Change-Managements werden im nachfolgenden Beitrag untersucht und beantwortet.

M. Sc Cornelius Klingel, Saskia Krüger

Kapitel 1. Relevanz der Distributions- und Handelslogistik

Das erste Kapitel enthält zahlreiche Argumente über die zunehmende Bedeutung der Distributions- und der Handelslogistik vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Digitalisierung auf Prozesse, Strukturen und Systeme. Ziel ist es, diese Argumente uneingeschränkt reflektieren zu können, sie entsprechenden Argumentationsketten zuordnen und kritisch bewerten zu können.

Christoph Tripp

Kapitel 6. Wasserkraftnutzung

In diesem Kapitel werden die wasserbaulichen Aspekte der Wasserkraft beschrieben. Dazu zählen die Beschreibung der unterschiedlichen Anlagentypen, die Gestaltung der Wasserfassungen und der Zulaufkanäle, die Speicherung von Wasser, die Auslegung von Druckleitungen sowie die Arbeitsweise von Turbinen und Pumpen.

Heinz Patt, Jürg Speerli

Kapitel 3. VORÜBERLEGUNGEN ZU LANDSCHAFTSTHEORIE UND MENSCHLICHER WAHRNEHMUNG

Vorliegendes Kapitel verfolgt das Ziel, die Konturen eines zeitgemäßen Landschaftsbegriffs zu umreißen und aus theoretischer Perspektive zu verstehen, wie Landschaftswahrnehmung in ihren Grundzügen funktioniert und warum der Mensch sich Landschaft aneignet, Präferenzen entwickelt und diese ästhetisch wertschätzt. In Kapitel 3.1 wird der Landschaftsbegriff konzeptualisiert und gefasst. Zeitgemäße Zugänge zu Landschaft definieren diese über die menschliche Wahrnehmung, so dass deren Grundlagen in Kapitel 3.2, sowie die Umweltwahrnehmung als Sonderform in 3.3 beschrieben werden. In Kapitel 3.4 findet sich eine Zusammenstellung von Landschaftstheorien, welche einerseits phänomenologisch und evolutionsgeschichtlich argumentieren (Kapitel 3.4.1 – 3.4.4) und anderseits Landschaft als kulturelles oder sozial konstruiertes Produkt begreifen (3.4.5). Abschließend werden in 3.5 die theoretischen Argumentationslinien diskutiert und die Bedeutung von Emotionen bei der Wahrnehmung und Konstruktion von Landschaft herausgearbeitet

Daniel Münderlein

Kapitel 4. Klimaschutz und erneuerbare Energien

Das Problem einer durch menschliche Aktivität verursachte Änderung des globalen Klimas wird zwar bereits seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts in der Wissenschaft diskutiert, auf die politische Agenda gelangte es allerdings erst Ende der 1980er Jahre. Ursache des Problems sind steigende Konzentrationen bestimmter Gase, die das Verhältnis der von der Atmosphäre absorbierten zur reflektierten Sonnenenergie verändern.

Simon Haas

Kapitel 10. Nebenprodukte und Abfälle

„Wo gehobelt wird, fallen Späne!“ Dieses alte deutsche Sprichwort ist bezeichnend für viele Lebenssituationen. Es verbindet das Positive (Hobeln – tätig sein), also den Prozess zur Schaffung von etwas Neuem, mit dem Negativen (Späne – Abfall), das bei solch einem Prozess unweigerlich mit entsteht. Dieses Entstehen von Negativem hat Gründe und ist teils sogar gesetzmäßig bedingt, entbindet aber niemanden davon, dieses Negative mit wahrzunehmen und gezielt zu minimieren.

Joachim Schlegel

5. Missbrauchskontrolle und sonstiges wettbewerbsbeschränkendes Verhalten

Eine weitere Kernvorschrift des Kartellrechts ist das Verbot des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung. Dabei geht es nicht um wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, sondern um einseitige Verhaltensweisen von marktbeherrschenden Unternehmen. Um die Marktbeherrschung festzustellen, muss zunächst einmal eine Abgrenzung des relevanten Markts vorgenommen werden. Aufgrund dieser Marktabgrenzung ist das Bestehen einer marktbeherrschenden Stellung zu prüfen. Dabei spielt der Marktanteil eines Unternehmens nach wie vor eine herausragende Rolle. Nach den Vermutungsregeln im deutschen Recht wird eine marktbeherrschende Stellung bei einem Marktanteil von mindestens 40 Prozent angenommen.Auch marktbeherrschenden Unternehmen ist zunächst eine unbeschränkte Teilnahme am Wettbewerb grundsätzlich gestattet. Das Gesetz untersagt lediglich den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Dafür haben sich in der Praxis verschiedene Falltypen herausgebildet: Behinderungsmissbrauch und Diskriminierung, Ausbeutungsmissbrauch, Strukturmissbrauch, Verweigerung des Zugangs zu einer wesentlichen Einrichtung, Aufforderung zur Vorteilsgewährung.Im deutschen Kartellrecht gibt es neben dem Missbrauchsverbot für marktbeherrschende Unternehmen auch ein Missbrauchsverbot für Unternehmen mit relativer und überlegener Marktmacht unterhalb der Marktbeherrschungsschwelle. Für diese gilt das Behinderungs- und Diskriminierungsverbot bzw. das Verbot von Aufforderung zur Vorteilsgewährung entsprechend. Durch die 10. GWB-Novelle ist das noch einmal erweitert worden und verbietet nicht mehr nur Behinderungen und Diskriminierungen gegenüber kleinen und mittleren Anbietern oder Nachfragern, sondern gilt in allen Fällen, in denen ein deutliches Ungleichgewicht zur Gegenmacht der anderen Unternehmen besteht (vertikale Ebene). Außerdem gibt es noch ein Behinderungsverbot für Unternehmen mit überlegener Marktmacht gegenüber kleinen und mittleren Wettbewerbern (horizontale Ebene). Hier geht es um die praktischen Fälle des „Verkaufs unter Einstandspreis“ und der „Preis-Kosten-Schere“.Mit der 10. GWB-Novelle wurde zudem ein zusätzlicher Missbrauchstatbestand für Unternehmen eingeführt, die eine überragende marktübergreifende Bedeutung haben. Dieser Tatbestand richtet sich insbesondere an digitale Plattformen und Intermediäre und soll der vermehrten Digitalisierung der letzten Jahre Rechnung tragen (vgl. unten Abschn. 5.5).

Thomas Kapp, Sebastian Janka, Guido Jansen

Kapitel 5. Sicherheiten

Damit die Ansprüche des Kreditgebers auch befriedigt werden, falls der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen zur Rückzahlung nicht oder nicht vollständig nachkommt, werden Kredite besichert. Wird ein Kredit ohne BesicherungBesicherung gewährt, wird dieser als sogenannter „Blankokredit“ bezeichnet. Im Rahmen der privaten Immobilienfinanzierung können Blankokredite für „kleinere“ Modernisierungs- oder Sanierungszwecke vergeben werden. Nachteil eines Blankokredites ist, dass dessen Zinsen deutlich höher sind, als bei grundpfandrechtlich besicherten Darlehen. Vorteilhaft ist, dass die Kosten und die erforderliche Zeit für einen Grundbucheintrag entfallen. JeSicherheiten besser ein Kredit besichert ist, desto niedriger ist der von der Bank gewährte Zinssatz. Im Folgenden werden die gängigsten Kreditsicherheiten im Rahmen der Immobilienfinanzierung vorgestellt. Dabei ist in erster Linie die zu finanzierende Immobilie selbst die Sicherheit. Ist der Kreditnehmer Eigentümer weiterer Immobilien, können auch diese als Kreditsicherheit herangezogen werden. Ergänzend dazu besteht die Möglichkeit Zusatzsicherheiten, z. B. in Form von Wertpapieren oder werthaltigen, beweglichen Gegenständen beizusteuern. Solche Sicherheiten werden unter dem Sammelbegriff Sachsicherheiten zusammengefasst. Zu den Personensicherheiten gehören die Bürgschaft und die Garantie. Im Anschluss wird der Beleihungswert und die Beleihungsgrenze erläutert. Außerdem wird auf die Besonderheiten von bestimmten Personengruppen im Rahmen der Immobilienfinanzierung eingegangen.

Dirk Noosten

Kapitel 3. Brücken

Brückenbauwerke stellen einen wesentlichen Bestandteil der Infrastruktur in nahezu allen Ländern der Erde dar. Sie gewährleisten die Funktionsfähigkeit und damit die Aufrechterhaltung moderner menschlicher Gesellschaften, die durch hohe Informations-, Energie- und Stoffflüsse gekennzeichnet sind.

Dirk Proske

Kapitel 1. Einleitung und Ausgangslage

Das menschliche Leben in und mit Bauwerken ist ein fester Bestandteil der täglichen Erfahrungswelt fast aller Menschen auf der Erde. Menschen leben praktisch in einer gebauten Umwelt. Abb. 1.1 zeigt als Beispiel dafür ein Bild der Stadt Tokio.

Dirk Proske

20. RWA-Anlagen

Etwa 95 % aller „Brandtoten“ gelten in Fachkreisen als Rauchtote; die Todesursache ist eine Rauchvergiftung.Jeder Brand ermöglicht es, Lehren und Erkenntnisse aus den Katastrophen zu ziehen. Rauch ist die Hauptgefahrenquelle, weshalb einer „Entrauchung“ besonders hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Beim „neuen“ Düsseldorfer Flughafen wurde die Entrauchung an die erste Stelle aller wichtigen Rettungsmaßnahmen gestellt, denn nur wer Luft zum Atmen hat und sich bei einem Brand orientieren kann, hat eine Überlebenschance.

Adam Merschbacher

Kapitel 2. Baulicher Brandschutz

Der bauliche Brandschutz beinhaltet die brandschutztechnischen Anforderungen an raumabschließende Bauteile wie z. B. Wände oder Decken zur Trennung von Brandabschnitten oder Nutzungseinheiten (NE) sowie Öffnungen in diesen Bauteilen durch Türen, Fenster. Sie sind wichtig, um die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern und die Rettung von Menschen und Tieren zu ermöglichen. Dabei hat die Ausbildung und Sicherung der baulichen Rettungswege, insbesondere der Schutz der Treppenräume vor Feuer und Rauch, oberste Priorität.

Adam Merschbacher

Kapitel 13. Brandschutzkonzept und Brandschutznachweis

Die Begriffe Brandschutzkonzept, Brandschutznachweis und Brandschutzgutachten werden häufig für die gleiche Verwendung gebraucht, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen.

Adam Merschbacher

Kapitel 9. Bauordnungen und Brandschutz

Der Begriff Baurecht ist in Deutschland ein Sammelbegriff und unterscheidet zwischen

Adam Merschbacher

Kapitel 7. Numerische Lösungs- und Näherungsverfahren

In diesem Kapitel werden die Lösungs- und NäherungsverfahrenNäherungsverfahren für dynamische Untersuchungen vorgestellt. Einige der Verfahren, wie z. B. die Laplace-Transformation als mathematisches Lösungswerkzeug für Differentialgleichungen wurden schon erläutert.

Dirk Proske

Kapitel 8. Aussergewöhnliche dynamische Einwirkungen

Wie bereits im Kap. 1 besprochen, können dynamische Einwirkungen bezogen auf die Lebens- und Nutzungsdauer eines Bauwerkes entweder regelmässig oder nur sehr kurzzeitig, dafür aber mit einer sehr hohen Intensität, auftreten. Diese nur kurzzeitig auftretenden Einwirkungen, die meistens auch noch mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit verbunden sind, werden dann nicht mehr über die ständige und vorübergehende Einwirkungskombination im Grenzzustand der Tragfähigkeit nachgewiesen, sondern mit der Kombination für aussergewöhnliche Einwirkungen. Dazu zählen eigentlich auch die Erdbeben.

Dirk Proske

Kapitel 5. Verteilte Massen

Bisher wurdenMasseverteilte der Einmassenschwinger und der Mehrmassenschwinger diskutiert. Kontinuierliche bzw. verteilte Massen, die bei Baukonstruktionen die Regel sind, wurden entweder in Massepunkten konzentriert oder vernachlässigt. Dabei wurde angenommen, dass die Massen an bestimmten, diskreten Punkten das dynamische Verhalten der Konstruktion dominieren.

Dirk Proske

Kapitel 3. Einmassenschwinger

Immer wieder wirdEinmassenschwinger von Studenten der Baudynamik die Kritik vorgebracht, dass das Verständnis des Einmassenschwingers keine baupraktisch-relevante Fragestellung sei und dass die Behandlung dieses Themas daher einen mangelnden Praxisbezug darstelle. Ich verweise in den Vorlesungen gern auf die relevanten Normen, die die Anwendung eines äquivalenten bzw. repräsentativen Einmassenschwingers vorschlagen, wie z. B. die SIA 269-8. Trotzdem sind die Studenten damit nicht zu überzeugen. Die Berechnung von Eigenfrequenzen eines statischen Modells mit moderner Baustatiksoftware erscheint viel einfacher.

Dirk Proske

Kapitel 1. Einführung und Begriffe

Zunächst einige allgemeine Überlegungen am Anfang: Alle Erscheinungsformen der uns bekannten Materie sind geprägt durch Veränderung. Wenn wir aus dem Fenster blicken, sehen wir Wolken, die in wenigen Minuten am Himmel vorüberziehen. Wenn wir nach vielen Jahren wieder in eine Stadt kommen, finden wir diese mit einem veränderten Gesicht vor, mit neuen oder gealterten Bauwerken, neuen Läden und neuen Strassen.

Dirk Proske

2. Grundlagen

Die Zeitungsredaktionen haben vor Jahrzehnten mit dem Newsroom ein Organisationskonzept entwickelt, das sie dabei unterstützt, Themen zu entwickeln und zu steuern, um so effizient wie möglich zu arbeiten. Mit dem Sprung ins digitale Zeitalter haben Unternehmen dieses Erfolgskonzept übernommen und unter der Bezeichnung „Corporate Newsroom“ für ihre Zwecke adaptiert. Zuerst war die Presse alleinige Zielgruppe, mit dem unvergleichlichen Siegeszug der sozialen Netzwerke wurde die Ausrichtung angepasst. Heutzutage stellt sich nicht mehr die Frage, ob Unternehmen eine digitale Plattform für ausgewählte Zielgruppen betreiben, sondern in welcher Ausprägung sie es tun. Es zeichnet sich ein deutlicher Trend zu einem umfassenden Modell ab, das alle Interessensgruppen berücksichtigt und mit multimedialen Inhalten versorgt. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die einzelnen Entwicklungsschritte hin zu einem digitalen Kommunikationsprodukt, das eine hohe Flexibilität mitbringt und sich individuell an die Unternehmensbedürfnisse anpassen lässt. Im Anschluss an eine umfassende Analyse, bei der unter anderem die Akteure wie auch die Zielgruppen identifiziert werden, können alle Adressaten mit maßgeschneidertem Content versorgt werden; sowohl inhaltlich wie medial sind kreativen Impulsen keine Grenzen gesetzt.

Andreas Kohne, Marc J. Friedrich, Christine Siepe

Kapitel 2. Viren, Mikroorganismen und die Molekulargenetik

Die Entstehung der Lebewesen ist zu einem großen Teil eine Frage der Codierung und Weitergabe von Informationen an künftige Generationen. Dieses Grundprinzip der Genetik erlaubt es, einmal Informationen über Zusammenhänge und festgelegte Abläufe identisch an neue Generationen weiterzugeben und gleichzeitig durch Mutation und Selektion auf Umweltveränderungen reagieren zu können. Die dabei zugrunde liegenden Mechanismen der Molekulargenetik bestehen seit fast vier Milliarden Jahren und sind nach dem immer gleichen Prinzip aufgebaut. Sie reichen von den ersten Primitivformen des Lebens bis zur Entstehung der Säugetiere. Dabei dienen die Mechanismen der Transkription (Vervielfältigung der Erbinformation) und Translation (Ablesen der Erbinformation und Aufbau von physiologischen und strukturellen Produkten der Zelle) als die genetischen Grundprozesse des Lebens. Gleichzeitig nutzen aber auch alle Viren, die ja keine Lebewesen sind, genau dieses Codierungsmuster, seine Strukturen und Abläufe.Die Entstehung des Lebens ist demnach ganz eng mit der Entwicklung dieser informationscodierenden Prozesse verbunden, wenn nicht sogar mit ihnen identisch. Zumindest gehören diese informationsbasierten Abläufe zu den zentralen Kriterien für die Definition von Leben. Neben den Strukturen des molekulargenetischen Grundgesetzes werden in diesem Kapitel Fragen nach der Entstehung des Lebens und der Evolution der Viren diskutiert und eine Einordnung in das Reich des Lebendigen vorgenommen.

Rafael Ball

Kapitel 7. Aufwand und Grenzen

Gefahrenabwehr war schon immer unternehmerische Aufgabe; doch über die letzten Jahrzehnte mehrte sich das Wissen um weltweite Zusammenhänge und Wechselwirkungen erheblich: Auch kleine und mittelständische Unternehmen müssen Gefährdungen bedenken, die weit außerhalb ihres Geschäftsbereichs entstehen. Doch Notfallvorsorge beruht selten auf einem vollständigen Überblick.

Mario H. Kraus

7. Waschwasser aus Laderäumen

Grundsätzlich gelten die Anlagen I und II des Marpol-Übereinkommens für alle Schiffe, die sich in der Meeresumwelt bewegen, soweit nichts anderes geregelt ist. Darüber hinaus enthält das Kap. 4 der Anlage I Marpol besondere Anforderungen an den Ladebereich von Öltankschiffen. Grundsätzlich ist jedes Einleiten von Öl oder ölhaltigen Gemischen ins Meer aus dem Ladebereich eines Öltankschiffs verboten, es sei denn, dass alle Bedingungen erfüllt sind, die in der Tab. 7.1 zusammengefasst sind. Diese gelten nicht für die bereits in A.II.1 gennannten Ausnahmen.

Uwe Jacobshagen

Kapitel 30. Dauerhaftigkeit

exponentiell gestiegenen Komfortansprüchen – sind auch die in den letzten 25 Jahren explodierten Baukosten zu erklären, die inzwischen einen kritischen Denkprozess in Gang gesetzt haben.

José Luis Moro

Kapitel 3. INDUSTRIELLES BAUEN

Bautätigkeit steht naturgemäß in engem Zusammenhang mit den technischen Möglichkeiten und dem kulturellen Entwicklungsstand der Epoche, in der sie stattfindet.

José Luis Moro

Kapitel 10. RECYCLING

Das Recycling führt Abfälle wieder dem Wirtschaftskreislauf zu, denn sie enthalten im Regelfall Bestandteile, die einen Restwert besitzen und sich einer weiteren Nutzung zuführen lassen. Ihre Wiederverwendung entlastet ferner die Umwelt.

José Luis Moro

Kapitel 22. Stahlprodukte

Massenherstellung von Stahl wurde fortan ermöglicht ( 4). Das Siemens-Martin-Herdfrischverfahren wurde ursprünglich zum Einschmelzen von Schrott und Abfall aus Walzwerken entwickelt. Eine sogenannte Regenerativgasfeuerung ermöglicht eine Ofentemperatur von 1700°C. Stahl lässt sich dadurch kontrolliert mit einem bestimmten Kohlenstoff- und Legierungsgehalt erschmelzen.

José Luis Moro

Kapitel 20. Künstliche Steine

liche Stein kann heute in seinen vielen Anwendungsformen, insbesondere in seinem Einsatz in der Gebäudehülle, als ein hochentwickeltes industrielles Produkt gelten.

José Luis Moro

Kapitel 29. Brandschutz

das beim Verlust seiner Tragfähigkeit die gesamte Konstruktion mit sich reißen würde. Ein weiteres wichtiges bautechnisches Ziel ist aber auch die Verhinderung der Brandausbreitung, was durch abschottende flächige Hüllbauteile erfolgt.

José Luis Moro

Kapitel 27. Thermohygrik

Vollständige und dauerhafte Wasserdichtheit an der Außenfläche einer Gebäudehülle, also die Verwirklichung eines einstufigen Dichtprinzips in Reinform, ist nur schwer zu realisieren. Mit folgenden Einschränkungen und Erschwernissen ist dabei ggf. zu rechnen.

José Luis Moro

Kapitel 18. Glas

Aufgrund der sehr hohen Viskosität der plastischen Glas-Materialstruktur schmelze und der daraus folgenden kinetischen Trägheit der kristallbildenden Baugruppen erfolgt beim Abkühlen der Schmelze ein Erstarren bereits bevor ein geregeltes Kristallwachstum einsetzen kann. Es fehlt für diesen Zweck die nötige Beweglichkeit der molekularen Bestandteile. Man spricht beim Glas auch von einer extrem viskosen Flüssigkeit, einer festen Lösung oder unterkühlten Schmelze. Glas weist, anders als kristalline Feststoffe, keinen klar feststellbaren Schmelzpunkt auf, sondern geht vom festen in den plastischen Zustand graduell über ( 3, 4).

José Luis Moro

SECHSTER TEIL – Ordnungswidrigkeiten, Rechtsvorschriften, Zuständigkeit

§ 85 regelt im Wesentlichen die Ordnungswidrigkeiten (Bußgeldtatbestände) nach dem Bauordnungsrecht. Sanktioniert werden als besonders gravierend angesehene Verstöße gegen bauordnungsrechtliche Anforderungen, wobei es sich um formell-rechtliche oder materiell-rechtliche Anforderungen handeln kann. Für das Bauplanungsrecht enthält § 213 BauGB eine entsprechende Regelung. Daneben sind etwa auch die Ordnungswidrigkeiten im Denkmalschutzrecht von Bedeutung (§ 19 DSchG Bln). Die näheren Einzelheiten der Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach § 85 richten sich nach dem OWiG, dem nach seinem § 2 sachliche Geltung auch für Ordnungswidrigkeiten nach Landesrecht zukommt.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

Fünfter Abschnitt – Rettungswege, Öffnungen, Umwehrungen

Die Vorschrift des § 33 über die Herstellung der Rettungswege ist, neben der brandschutztechnischen Generalklausel des § 14, die wichtigste Brandschutzvorschrift der BauO; sie bestimmt die Erschließungsstruktur baulicher Anlagen erheblich und knüpft strukturell an die Erschließungsanforderungen des § 5 an. Bauliche Rettungswege dienen einerseits Personen als Fluchtweg (Selbstrettung) aus einer Gefahrensituation, andererseits kann die Feuerwehr über die Rettungswege verletzte Personen bergen und in Sicherheit bringen (Fremdrettung) und den Löschangriff vortragen. Zur Einbettung der Rettungsweganforderungen in das Brandschutzkonzept der BauO siehe § 14 (Rn. 4 ff.). Die Vorschriften der §§ 34 bis 36 über Anforderungen an die Bestandteile der Rettungswege, knüpfen an § 33 an. Besondere Anforderungen an das Rettungswegsystem können sich aus Technischen Baubestimmungen für Sonderbauten ergeben (vgl. A2.2.2 VV TB Bln). Das Fehlen eines zweiten Rettungsweges kann eine konkrete Gefahr darstellen, wenn kein Sicherheitstreppenraum vorhanden ist (vgl. OVG NRW, B. v. 15.12.2004 – 7 B 2142/04).

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

Vierter Abschnitt – Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Wände, Decken, Dächer

§. 26 stellt allgemeine Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen und hat damit große Bedeutung für das Brandschutzkonzept der BauO (vgl. vgl. §. 14 Rn. 4 ff); die meisten Brandschutzanforderungen der BauO greifen auf die Begrifflichkeiten des §. 26 zurück.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

Zweiter Abschnitt – Allgemeine Anforderungen an die Bauausführung

Die Regelungen des § 11 zielen darauf ab, die auf der Baustelle Beschäftigten und die Allgemeinheit vor Gefahren und unzumutbaren Belästigungen zu schützen, die von Baustellen ausgehen. Ferner enthält § 11 Bestimmungen über die Abgrenzung der Baustelle und deren Kennzeichnung, das erforderliche Bauschild und den Schutz erhaltenswerter Bepflanzungen. Die Sonderregelung des Abs. 1 Satz 2 (alt), nach der für Baubuden und Baustelleneinrichtungen die gebäudebezogenen Anforderungen der BauO keine Anwendung fanden, wurde mit dem 3. ÄndG gestrichen, wodurch § 11 nun auch der Musterbauordnung entspricht. Die Regelung ist entbehrlich, weil es sich bei Baubuden und Baustelleneinrichtungen nicht um dauerhaft genutzte Gebäude mit Aufenthaltsräumen handelt und sich die betrieblichen Sicherheitsanforderungen einer Baustelle aus der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung – BaustellV) vom 10. Juni 1998 (BGBl. I S. 1283), zuletzt geändert durch Artikel 27 des Gesetzes vom 27. Juni 2017 (BGBl. I S. 1966) ergeben. Baustellenbüros, die dauerhaft besetzt sind, müssen grundsätzlich die Brandschutzanforderungen der BauO Bln einhalten. Nach § 61 Abs. 1 Nr. 13a sind Baustelleneinrichtungen einschließlich der Lagerhallen, Schutzhallen, nicht dem Wohnen dienenden Unterkünften und Baustellenbüros verfahrensfrei. § 76 Abs. 1 Satz 2 stellt klar, dass Baustelleneinrichtungen keine Fliegenden Bauten sind.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

ERSTER TEIL – Allgemeine Vorschriften

Die BauO Bln wird durch einen „Ersten Teil“ eingeleitet, der die §§ 1 bis 3 als „allgemeine Vorschriften“ umfasst. Sie sind für alle übrigen fünf Teile des Gesetzes maßgeblich. § 1 legt den Anwendungsbereich der BauO Bln fest und bestimmt damit, für welche Gegenstände sie gelten soll. Sein Abs. 1 nennt die vom Gesetz erfassten Gegenstände; ihm ist zu entnehmen, ob es sich bei einem technischen Geschehen um einen der BauO Bln unterliegenden Vorgang handelt (vgl. OVG Bln, B. v. 07.05.1999 – 2 B 2/96 –, LKV 2000, 123 (123)). Absatz 2 schließt für einige Sachgruppen die Geltung des Gesetzes aus. Neben dem hierdurch geregelten sachlichen Anwendungsbereich finden sich in der BauO Bln Vorschriften über ihren persönlichen Anwendungsbereich (§§ 52 bis 56), also über ihre Adressaten. Der zeitliche Anwendungsbereich ergibt sich dagegen nicht aus der BauO Bln selbst, sondern, da sie Bestandteil eines Artikelgesetzes ist, aus Art. VI des Gesetzes zur Vereinfachung des Berliner Baurechts (Bauvereinfachungsgesetz – BauVG Bln) vom 29.09.2005 (GVBl. 495) und aus den dem BauVG Bln nachfolgenden Änderungsgesetzen.

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

Sechster Abschnitt – Technische Gebäudeausrüstung

§ 39 stellt Anforderungen an Fahrschächte von Aufzügen (Absätze 1 bis 3), die Erschließung eines Gebäudes durch Aufzüge (Abs. 4) und an die Größe und spezifische Nutzbarkeit der Fahrkörbe (Abs. 5).

Thomas Meyer, Justus Achelis, Annegret von Alven-Döring, Mathias Hellriegel, Matthias Kohl, Markus Rau

Die Stadtquartiere von morgen sind nur eine Umsetzung entfernt

Henrik Thomsen, Chief Development Officer der Deutsche Wohnen SE beschreibt im Interview anhand der Erfahrungen aus der Corona-Pandemie die Entwicklung moderner, zukunftsfähiger und nachhaltiger Stadtquartiere und was auf dem Weg dorthin zu leisten ist.

Henrik Thomsen

2. Wirkung der Kräfte

Kräfte, die auf einen Körper wirken, werden diesen verschieben, wenn kein gleichgroßer Widerstand dagegen wirkt. Dabei wird angenommen, dass die Wirkungslinie der Kraft durch den Schwerpunkt des Körpers geht. Hierbei ist es dann gleichbedeutend, ob eine Kraft drückend oder in gleicher Richtung ziehend wirkt (Abb. 2.1). Würde die Wirkungslinie der Kraft nicht durch den Schwerpunkt des Körpers gehen, könnte der Körper in Drehung versetzt werden. Die Bestimmung von Schwerpunkten wird in Kap. 3 dargestellt.

Stefan Baar

1. Einführung

Die ersten Anfänge der Statik sind schon im Altertum zu finden. Jedoch erst in der Neuzeit entwickelte sich die Statik als Sondergebiet der Physik zu einem selbstständigen Wissensbereich der Technik. Die Physik bildet zusammen mit der Chemie die Grundlage der Technik.

Stefan Baar

4. EinwirkungenEinwirkung auf Tragwerke

Unsere Bauwerke bestehen im Allgemeinen aus mehreren Tragwerken. Bei diesen Tragwerken sind Stabtragwerke und Flächentragwerke zu unterscheiden.

Stefan Baar

11. Stoffdaten/Energieumsatz des Menschen

Joachim Seifert

Kapitel 3. Unterstützung der UNziele durch Bilanz- und Steuerpolitik

1 Welche Bedeutung haben Wahlrechte für die Unternehmensführung? 2 Welche handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wahlrechte gibt es? 3 Welche Grenzen dem Grunde nach (Ansatz) und der Höhe nach (Bewertung) gibt es? 4 Welche Bedeutung haben Unternehmensbeteiligungen? 5 Welcher Zielkonflikt existiert zwischen Steuer- und Bilanzpolitik? 6 Was ist das Maßgeblichkeitsprinzip gem. § 5 Abs. 1 EStG?

Anna Karin Spångberg Zepezauer

Kapitel 12. Handelsgesetzbuch – Handelsbilanz

Frage: Wie viele Bücher hat das HGB?

Anna Karin Spångberg Zepezauer

Kapitel 3. Möglichkeiten für Optimierungen

Effektivität und Effizienz der Prozesse, die Senkung der Betriebskosten sowie die Steigerung der Erlöse im Korsett des im Kapitel 2 beschriebenen DRG-Systems sind entscheidende Kriterien zur langfristigen wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser. Hierauf soll in diesem Kapitel eingegangen werden.

Marc W. Benzinger

Voraussetzungen für unternehmerisches Wachstum in einem ökologisch konsistenten Kerngeschäft

Seit über 100 Jahren gibt es Unternehmen mit ökologisch konsistentem Kerngeschäft. Während ökologische Effizienz auf eine Verringerung der Stoff- und Energieströme setzt, ist Konsistenz weniger auf die Menge als auf die Art der Rohstoffe und die Weise der Wertschöpfung gerichtet. Statt Quantität steht die Qualität der Umweltnutzung im Vordergrund. Eine Gründerwelle setzte hierzu in den 1970er-Jahren ein. Während Effizienz-Ansätze 50 Jahre später unter Hidden Champions fest etabliert sind, konnten sich Unternehmen, die auf konsistente Rohstoffe und Fertigungsprozesse Wert legen, meist nur in Nischen damit behaupten. Nur wenige Konsistenz-Anbieter sind zu echten Hidden Champions herangewachsen. Vom „Normal“ globaler Massenmärkte sind ihre Produkte oft weit entfernt.Der vorliegende Artikel untersucht Gründe dieses verhaltenen Wachstums und zeigt expansionswilligen Unternehmen Wege auf, ihren Umsatz zu steigern. Empirische Einblicke hierzu liefern eine ältere Untersuchung von ökologisch orientierten Marktführern (Sustainable Champions) sowie aktuelle Befunde zur Attraktivität ökologischen Bauens nach konsistenten Maßstäben.Der Beitrag verdeutlicht, dass institutionelle Voraussetzungen für konsistente Produkte zu erweitern sind. Der Green Deal der EU ist ein Schritt dahin. Doch Unternehmen können durch Vernetzung untereinander, im Austausch mit Kunden und in Kooperation mit NGOs auch jenseits von Staat und EU einiges bewegen, um ökologische Konsistenz in die Breite zu bringen.

Holger Petersen, Florian Andrews

Klimaretter Verdunstung – Intelligente Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts in der Stadt

Wasser ist wertvoll. Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Doch manchmal wird es auch zur zerstörerischen Naturgewalt und verursacht große Schäden. Deshalb sind Drainage- und Entwässerungssysteme aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. FRÄNKISCHE ist führend in der Entwicklung und Herstellung von Rohren, Schächten und Systemkomponenten aus Kunststoff und Metall für Hoch- und Tiefbau sowie Automotive und Industrie. Das 1906 gegründete Familienunternehmen beschäftigt rund 4500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an weltweit 22 Standorten. Um nachfolgenden Generationen Perspektiven für die Zukunft zu bieten und eine intakte Umwelt zu hinterlassen, ist nachhaltiges Handeln für die Firmengruppe mit Hauptsitz im unterfränkischen Königsberg unverzichtbar. FRÄNKISCHE entwickelt deshalb zukunftsweisende Produkte, die u. a. die Folgen des Klimawandels mindern.

Frauke Barnofsky, Michael Schütz

7. Die neue Seidenstraße oder „Belt and Road Initiative“: Hintergründe, Motive, Chancen

China will 2049 als führende Wirtschaftsnation an der Weltspitze stehen. Zwei strategische Großprojekte sollen dieses Ziel fördern: „Made in China 2025“ und die neue Seidenstraße oder „Belt and Road Initiative“ (BRI). Die neue Seidenstraße gilt als größtes Infrastrukturprojekt der Welt. China investiert in fast 80 eingebundenen asiatischen, afrikanischen und europäischen Ländern in neue Straßen, Zugtrassen, Flug- und Seehäfen. Geschaffen werden soll ein riesiges Netz interkontinentaler Verkehrs- und Handelswege. China präsentiert sich dabei als Partner, der in den beteiligten Nationen für Wachstum und Wohlstand sorgen will. Freilich verfolgt China vor allem eigene nationale Interessen. Viele Beobachter sind skeptisch in Bezug auf die Chancen des Mega-Projektes für andere Länder: Beklagt werden vor allem mangelnde Transparenz der Ausschreibungsverfahren, unklare Spielregeln und die einseitige Bevorzugung chinesischer Unternehmen. Der vorliegende Artikel versucht eine Einschätzung und fragt nach Optionen deutscher Unternehmen, von der neuen Seidenstraße zu profitieren.

Julian Gulden, Doris Gutting

Schadstoffe im Bauwesen

Schadstoffe spielen auch in der Bau- und Immobilienwirtschaft eine immer größere Rolle.Beispiele hierfür sind die Klärung möglicher Baugrundbelastungen oder Altlasten, die Sanierung von Gebäude-Schadstoffen oder die kostenintensive Entsorgung kontaminierter Bauabfälle.Das vorliegende Buch wendet sich sowohl an Bauherren und Investoren, Projekt-Entwickler, Baubetreuer und Projektsteuerer als auch an Architekten und Planer, Generalunternehmer sowie die ausführenden Bauunternehmen.Der lexikalische Aufbau, die allgemein verständlichen, auf die Zielgruppe und ihre Berufspraxis zugeschnittenen Begriffserläuterungen sowie eine Vielzahl von Abbildungen ermöglichen eine schnelle erste Orientierung in einer komplexen Materie.

Siegmund Kaub

Kapitel 16. Anhang II

Jedes Bauwerk muss standsicher sein. Um die Standsicherheit zu gewährleisten, werden für alle Komponenten eines Bauwerks Standsicherheitsnachweise geführt. In diesem Anhang wird das neue, probabilistische Sicherheitskonzept vorgestellt.

Dieter D. Genske

Kapitel 14. Horizonte

In diesem Kapitel wird, aufbauend auf aktuellen Aufgaben, ein Fenster in die Zukunft der Ingenieurgeologie geöffnet. Zunächst wird die Problematik der schwindenden Ressourcen diskutiert und in aller Kürze dargestellt, wie diese nachhaltig und effizient zu nutzen sind. Dabei wird besonders auf die Ressource „Boden“ eingegangen.

Dieter D. Genske

Kapitel 18. Produktlebenszyklusanalyse

Alles, was einmal geboren wird, muss irgendwann auch wieder sterben – es ist nur eine Frage der Zeit. Diese Erkenntnis wird durch die S-förmige Kurve im Produktlebenszyklus abgebildet und kann für die Ableitung wirksamer Produktstrategien genutzt werden. Der Produktlebenszyklus ist die Basis für das Gelingen einer langfristig erfolgreichen Produktprogrammpolitik. Die zeitlichen Abschnitte dieses Instruments – die Lebenszyklusphasen – beinhalten idealtypische Merkmale, aus denen Rückschlüsse auf die Produkt- und Sortimentspolitik sowie den Marketingmix gezogen werden können. Der Leser erfährt in diesem Kapitel alles über die typischen Eigenschaften der einzelnen Phasen. Anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie die Lebenszyklusposition eines Produktes bestimmt wird. Darüber hinaus erhält er ausführliche Handlungsanregungen, die aus dieser Position abgeleitet werden können.

Traute Kaufmann

Kapitel 8. Alles Bio: Sinnvoll oder Unsinn?

Der Begriff „Bio“, ob bei Lebensmitteln, beim Bauen oder bei Kraftstoffen, verspricht gesündere Produkte, eine umweltschonende Produktion, oder eine artgerechte Tierhaltung. Ist das wirklich so? Sind „Bio“-Produkte wirklich besser und gesünder? Sind Bio-Kraftstoffe eine umweltschonende Alternative? Es lohnt sich, genauer hinzuschauen. Oft ist das „Bio-“ oder „Öko“-Label ein Mythos. In vielen Fällen hofft der Konsument, der sich für ein Bioprodukt entscheidet, mit dem Kauf auch gleich ein gutes Gewissen zu erwerben und das Gefühl zu haben, etwas für sich selbst und seine Gesundheit, aber auch etwas für die Umwelt oder das Tierwohl getan zu haben.

Werner Mäntele

3. Thermodynamik

Die Thermodynamik ist die Lehre der verschiedenen Energieformen und deren Umwandlung, insbesondere unter Einbeziehung der Wärme. Ein thermodynamisches System wird makroskopisch durch Zustandsgrößen, wie z.B. Druck, Volumen und Temperatur beschrieben, die durch Zustandsgleichungen verknüpft sind. Die wichtigsten Erkenntnisse der Thermodynamik sind in Hauptsätzen zusammengefasst. Der erste Hauptsatz ist der Energie-Erhaltungssatz, der zweite Hauptsatz beschreibt mit dem Entropiebegriff die Richtung von Zustandsänderungen, der dritte Hauptsatz zeigt, dass der absolute Nullpunkt nicht erreicht werden kann. Die Thermodynamik spielt insbesondere bei der Konstruktion und Berechnung von Maschinen und Anlagen eine wichtige Rolle. In der technischen Thermodynamik sind Phasenübergänge von großer Bedeutung sowie die Berechnung von Wärmeleitung durch Bauteile.

Prof. Dr. rer. pol. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Ekbert Hering, Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Rolf Martin, Prof. Dr. rer. nat. Martin Stohrer, Prof. Dr. rer. nat. Harald Lesch, Prof. Dr. rer. nat. Hanno Käß, Prof. Dr. rer. nat. Günther Kurz, Dr. rer. nat. Wolfgang Schulz

Kapitel 4. Ich denke leiblICH! Denkräumliche Reflektionsebenen bei der Konstitution von Identität aus neo-phänomenologischer Perspektive

Das Ziel des Nachzeichnens meiner Wege durch die Labyrinthe des »Wo bin ich?« und »Wer bin ich?« war es aufzuzeigen, wie es die sich mir offenbarende Phänomenologie in beiden Fällen schaffte Wege und Türen im Begriffsirrgarten zu öffnen, die mir eine völlig neue Perspektive auf beide Fragen ermöglichten. Sich dem Alltäglichen widmen oder, wie von Heidegger proklamiert, auf den Boden springen, auf dem wir eigentlich stehen, scheint in meinen Augen der naheliegendste Versuch dem Verstehen der Konstitution von Identität näher zu kommen. Im Falle der Auseinandersetzung mit Identität war es die Fokussierung auf die für die Konstiution notwendige Basis der Selbsterfahrungen.

Anke Breitung

Kapitel 3. Management von Werkstoffinnovationen

Dem Management von Innovationen im Werkstoffbereich sollte deshalb spezielle Beachtung geschenkt werden, weil Werkstoffe auf diesem Feld eine besondere Tragweite haben. Musso (2004), S. 17 ff., nennt vier Punkte, die diese Besonderheit zum Ausdruck bringen und in dieser Ausprägung in anderen Industrien nicht vorhanden sind.

Anne Gleiß

Kapitel 2. Volkswirtschaftliche Grundlagen

Um Investitions- und Finanzierungsentscheidungen in einem Bauunternehmen treffen zu können, müssen die Rahmenbedingungen bekannt sein. Betriebswirtschaftliche Entscheidungen sind eingebettet in die Grundlagen der Volkswirtschaft, also dem makroökonomischen Zusammenwirken von Unternehmen, Staat, (privaten) Haushalten und dem Ausland. In diesem Kapitel werden deshalb die wichtigsten Grundbegriffe der VWL erläutert.

Stefanie Friedrichsen, Steffen Ahting

Kapitel 3. Betriebswirtschaftliche Grundlagen

Während sich die Volkswirtschaftslehre (VWL) mit den Rahmenbedingungen eines Unternehmens bzw. Betriebs befasst, betrachtet die Betriebswirtschaftslehre (BWL) die betriebswirtschaftlichen Vorgänge innerhalb eines Unternehmens bzw. Betriebs. Zum besseren Verständnis werden in diesem Kapitel zunächst die wichtigsten Grundbegriffe und die Grundprinzipien des unternehmerischen Handels vorgestellt. Mit der Deckungsbeitragsrechnung und weiteren Messgrößen unternehmerischen Handelns werden Ihnen wichtige Hilfsmittel zur Beurteilung eines Unternehmens bzw. Auftrags an die Hand gegeben.

Stefanie Friedrichsen, Steffen Ahting

Kapitel 7. Finanzierung

Alle Investitionen, die ein Unternehmen tätigt, müssen finanziert werden. In diesem Kapitel werden zunächst die Bilanz und die Kapitalstrukturregeln erläutert. Anschließend lernen Sie die unterschiedlichen Arten der Innen- und Außenfinanzierung kennen.

Stefanie Friedrichsen, Steffen Ahting

Kapitel 25. Daten von Land- und Baumaschinen gewinnbringend nutzen

Analyse derzeitiger Monetarisierungsmechanismen und Handlungsempfehlungen für die Zukunft

Dieses Kapitel zeigt das Potenzial der Datennutzung in der Landwirtschaft und in der Baubranche auf. Neben heutigen Wertschöpfungsmechanismen wie beispielweise der datengestützten Prozessoptimierung und der prädiktiven Instandhaltung werden künftige Wertschöpfungsmöglichkeiten wie beispielweise die Erschließung neuer Geschäftsmodelle und Dienstleistungen vorgestellt. Um zunächst die heutige Nutzung generierter Daten zu beschreiben, werden die Monetarisierungsmechanismen aktueller datengetriebener Produkte und Lösungen beider Branchen analysiert. Anschließend werden die bestehenden Hemmnisse der Datennutzung und -veräußerung identifiziert. Um die identifizierten Hemmnisse aufzulösen, werden Lösungsansätze definiert und in einem Leitfaden zusammengefasst, welcher die Erschließung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle fokussiert. Zur Demonstration der Wirkweise des entwickelten Leitfadens wird dieser in konkreten Fallbeispielen aufgegriffen, in denen die Ausarbeitung künftiger datengetriebener Geschäftsmodelle in der Landwirtschaft und in der Baubranche konkretisiert wird.

Benjamin Lehmann, Georg Jacobs, Christian Habermehl, Christian Gentz, Stephan Neumann

Sozial-ökologische Marktwirtschaft

Die Klimakrise ist die drängendste Herausforderung der Gegenwart. Das hat auch Folgen für unser Wirtschaftsmodell. Um die Erderwärmung zu begrenzen, muss die Wirtschaft klimaneutral werden. Diese Transformation ist nicht nur eine große Aufgabe, sondern bietet auch riesige Chancen für den Wirtschaftsstandort EU und Deutschland. Doch obwohl viele Unternehmen dieses Ziel bereits verinnerlicht haben, lohnt sich die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion heute oft noch nicht und notwendige Investitionen die Zukunft unterbleiben. Damit die Transformation der Wirtschaft gelingen kann, müssen wir jetzt die Weichen stellen. Die Politik hat die Aufgabe, die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize zu setzen und aktiv zu gestalten. Klimaschutz muss Kern unseres Wirtschaftsmodells werden. Es ist an der Zeit für eine sozial-ökologische Marktwirtschaft.

Katharina Dröge

8. Wie „genau“ sind die Berechnungsergebnisse?

Jedes Ergebnis geotechnischer Berechnungen muss bewertet, beurteilt werden. Hier muss in Erwägung gezogen und geprüft werden, welche Schwächen das jeweilige Rechenmodell hat, welche Parameter das Ergebnis stark beeinflussen und mit welcher Streubreite diese Parameter auftreten können. Gerade auch die Ergebnisse von numerischen Berechnungen dürfen nicht überbewertet werden. Ein mögliches Ergebnis einer solchen Beurteilung wäre die Angabe eines möglichen Schwankungsbereiches.Falls zu große Unsicherheiten verbleiben, müssen baubegleitende Messungen geplant und ausgeführt werden.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

1. Einführung

Geotechniker befassen sich als Fachingenieure mit dem Bauen auf, in oder mit Boden und Fels. Sie planen Baugrunderkundungen und begleiten sie, sie führen Laborversuche aus und entwickeln ein Baugrundmodell, mit dem versucht wird, die Wechselwirkung zwischen Bauwerk und Baugrund zu prognostizieren. Es werden insbesondere Nachweise zur Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit geführt. Geotechniker untersuchen Boden und Fels auch als Baustoff, schlagen Bauverfahren vor und begleiten das Baugeschehen mit Messungen. Für eine erfolgreiche Projektbearbeitung sind geotechnische Fachkompetenz, eine ausreichend bemessene Bearbeitungszeit und ein auskömmliches Honorar für diese Leistungen erforderlich. Umfangreiche und schwierige Aufgaben werden in einem Team von spezialisierten Geotechnikern bearbeitet. Größeren Erfolg wird man immer dann erwarten können, wenn das 4-Augen-Prinzip zur Anwendung kommt. Am Regelwerk gibt es noch viel zu tun! Vertrauen ist zwar gut, Kontrolle immer besser.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

10. Ausführen

Es wird auf wichtige Aspekte der Ausführung von typischen Arbeiten des Erd-, Fels-, Grund- und Spezialtiefbaus eingegangen. Diese Arbeiten werden mit oft mit Spezialmaschinen durchgeführt, die teilweise auch größere Baustelleneinrichtungen erfordern. Es werden spezielle Techniken erläutert, mit denen Baugrubenwände abgestützt, Grundwasser gehoben oder abgesperrt und der Baugrund verbessert wird.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

3. Planung geotechnischer Untersuchungen

Die Festlegung von Art, Anzahl, Lage und Tiefe von Felderkundungen richtet sich nach den geologischen und hydrologischen Verhältnissen und dem zu errichtenden Bauwerk. In der Regel werden direkte Aufschlüsse benötigt. Es ist zu prüfen, welche Schichten wie beprobt werden müssen. Mit Sondierungen lassen sich Schichtgrenzen, Lagerungsdichten und Konsistenzen abschätzen. Ziel ist es, ein dem Projekt angepasstes Baugrundmodell zu ermitteln. Durch Laborversuche werden an repräsentativen Proben Bodenkennwerte bestimmt.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

5. Laborversuche

Mit Laborversuchen werden genauere Klassifikationen ermöglicht. Es werden Zustandsgrößen ermittelt und Daten zur Zusammendrückbarkeit, Scherfestigkeit und Wasserdurchlässigkeit bestimmt. Bei Bedarf wird auch das Quell- und Schrumpfverhalten untersucht. Die Parameter, welche in Materialmodellen (Stoffgesetzen) benötigt werden, können nur mit Laborversuchen gewonnen werden. Mit chemischen Analysen werden mögliche Kontaminationen quantifiziert.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

6. Geotechnischer BerichtGeotechnischer Bericht

Neuerdings unterscheidet man diverse Berichte: Im Geotechnischen Untersuchungsbericht werden die Ergebnisse der Feld- und Laborversuche dargestellt. Werden ergänzend dazu charakteristische Kennwerte abgeleitet und Gründungsempfehlungen gegeben, handelt es sich um einen geotechnischen Bericht, der früher als Baugrund- und Gründungsgutachten bezeichnet wurde. Werden weitergehende Berechnungen und Planungsleistungen erbracht, spricht man von einem Geotechnischen Entwurfsbericht. In diesem Abschnitt geht es um den Untersuchungs- und den Geotechnischen Bericht.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

13. Aus Schaden wird man klug (?)

Zur Beweiserhebung und zur Klärung strittiger technischer Zusammenhänge werden von den Gerichten Sachverständige beauftragt, die entsprechende Gutachten anfertigen. Es werden die einzelnen Arbeitsschritte zur Erstellung derartiger Gutachten erläutert. Es wird dargelegt, welche Hilfsmittel bei Ortsterminen nützlich sind und worauf man bei der Durchführung achten sollte. Zur Schadensanalyse und zum Abfassen von Gutachten werden einige Hinweise gegeben. Beispiele runden das Thema ab.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

7. Geotechnische Berechnungen

Mit geotechnischen Berechnungen soll nachgewiesen werden, dass beim geplanten Bauwerk keine Grenzzustände der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit auftreten. Es werden aber beispielsweise auch Grundwasserabsenkungen dimensioniert und die Ausbreitung von Schadstoffen berechnet. Die Prognosen, die sich allein aus Berechnungen ergeben, dürfen nicht überbewertet werden. Oft muss das Baugeschehen auch mit Messungen begleitet werden.

Konrad Kuntsche, Sascha Richter

4. Bodenkenngrößen, ihre Ermittlung und Bedeutung

Neben der Beschreibung der normativen Grundlagen werden in Kap. 4 sehr umfassend die Versuche (z. B. Sedimentationsanalyse, Tauchwägeverfahren oder Proctorversuch) dargestellt, die notwendig sind, um Bodenkenngrößen zu bestimmen. Ebenso wird erläutert, welche Bedeutung die einzelnen Bodenkenngrößen haben.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann

3. Geotechnische Untersuchungen

In Kap. 3 werden die notwendigen ingenieurgeologischen, hydrogeologischen, geophysikalischen, bodenmechanischen und felsmechanischen Untersuchungsmethoden dargestellt, um Boden und Fels für bautechnische Zwecke beschreiben, beurteilen und klassifizieren zu können. Des Weiteren werden für die geotechnischen Untersuchungen wichtige Aspekte wie z. B. Gesetzliche Grundlagen, Versorgungsleitungen oder Kampfmittel erläutert.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann

11. Verbessern der Eigenschaften des Baugrunds

Die Standsicherheit und die Gebrauchstauglichkeit von Bauwerken (Grundbruch, Geländebruch, Setzung, Gleitsicherheit u. ä.) ist abhängig von der Art und der Größe der einwirkenden Kräfte sowie von den bodenphysikalischen Eigenschaften des Bodens. Erfüllen die Eigenschaften des Baugrunds nicht die zu stellenden Anforderungen, so kann eine Verbesserung der Eigenschaften in Erwägung gezogen werden. Das Kap. 11 beschreibt die gängigsten und in der Praxis etablierten Verfahren für die Verbesserung der Eigenschaften des Baugrunds. Neben den verfahrenstechnischen Erläuterungen werden die Voraussetzungen für die Anwendung der Verfahren sowie Angaben wie z. B. maximal verbesserbare Tiefen oder erreichbare Festigkeiten dargestellt. Des Weiteren wurden in Kap. 11 Verfahrensvergleiche mittels Tabellen zusammengestellt, auf deren Grundlage es möglich ist, eine grobe Vorauswahl für mögliche Baugrundverbesserungsverfahren treffen zu können.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann

7. Festigkeit und Formänderungseigenschaften der Böden

Das mechanische Verhalten bzw. das Festigkeits- und Formänderungsverhalten eines Bodens wird durch zahlreichen Faktoren beeinflusst. Im Kap. 7 werden hierfür die grundsätzlichen Zusammenhänge beschrieben und erläutert. Neben der Betrachtung der Zusammenhänge bzgl. der Scherfestigkeiten von Böden und den dazugehörigen Versuchen (z. B. Triaxialversuch) werden auch die Parameter für die Verformungseigenschaften von Böden und den dazugehörigen Versuchen (z. B. Ödometerversuch) aufgezeigt.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann

8. Nachweiskonzepte und Normung in der Geotechnik

Für Nachweise und Bemessungen von Bauwerken und Bauteilen in der Geotechnik ist der Eurocode 7 anzuwenden. Das Kap. 8 erläutert das Nachweiskonzept und die Normung in der Geotechnik. Dabei werden die Grundlagen der Bemessung beschrieben und es erfolgt eine Darstellung und Erläuterung der Geotechnischen Kategorien. Ebenso werden die Bemessungssituationen und die Grenzzustände in der Geotechnik dargestellt.

Jürgen Schmitt, Ulrich Burbaum, Antje Bormann

Kapitel 7. Phasenorientierende Leistungen zum Projektmanagement

Die Beherrschbarkeit komplexer Vorhaben erfordert eine klare Gliederung der Aufgaben. Wie im Kap. 1 gezeigt, durchlaufen alle Projekte unabhängig vom Wirtschaftszweig bestimmte zeitliche Phasen, die üblicherweise als Gliederung der Aufgaben herangezogen werden.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 6. Qualitätsmanagement

Bauinvestitionen werden, in den meisten Fällen, von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Dabei haben die Auftraggeber ein vorrangiges Interesse daran, das von ihnen vorgegebene Gestaltungs-,Funktions- und Qualitätsziel mit einem möglichst geringen Aufwand zu realisieren, was man im übertragenen Sinne als Maximalprinzip bezeichnen könnte. Die Auftragnehmer verfolgen vorrangig das Ziel, die vom Auftraggeber definierten Anforderungen mit einem möglichst geringen Aufwand zu erfüllen (Minimalprinzip).

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 2. Leistungsbilder Projektmanagement/ -steuerung

Wer hat Projektmanagement erfunden? Wann wurde Projektmanagement erfunden? Diese Fragen können – im Gegensatz zu „klassischen“ Erfindungen, wie beispielsweise der Dampfmaschine, des Verbrennungsmotors oder des Betons – nicht eindeutig einer Person, einem Ereignis oder einer Jahreszahl zugeordnet werden. Der Rückblick in die Historie gibt den Blick frei auf grandiose Bauwerke, wie beispielsweise Pyramiden, die unter Berücksichtigung der damaligen Lebensumstände und Techniken als eigentlich nicht realisierbar erscheinen könnten. Gerade deshalb stellen diese Bauwerke auch Projekte im engeren Sinne dar, weil sie für einen bestimmten Zweck, mit einer eigenständigen Organisation der Prozesse sowie unter Einsatz von menschlicher Arbeitskraft und Material erstellt wurden.

Bernd Kochendörfer, Jens H. Liebchen, Markus G. Viering

Kapitel 1. Einleitung

Da der Sektor des Bauens zu einem Großteil des globalen CO2-Ausstoßes beiträgt, müssen sich die Anforderungen an ein Gebäude verändern und an die neuen Lebensbedinungen der Wohnenden angepasst werden.

Hannes Bäuerle, Marie-Theres Lohmann

11. Mitwirkungspflicht des Auftraggebers bei Kostenermittlungen

Klaus D. Siemon, Raphael Speckhals, Anna Siemon

1. Grundlagen der Baukostenplanung und Steuerung

Klaus D. Siemon, Raphael Speckhals, Anna Siemon

Kapitel 1. Verbraucherökonomische Grundlagen eines nachhaltigen Konsums

In diesem Beitrag werden die verbraucherökonomischen Grundlagen eines nachhaltigen Konsums herausgearbeitet. Ausgehend von der Begriffsbestimmung und den Dimensionen eines nachhaltigen Konsums werden Konzepte für die Messung von nachhaltigem Konsum vorgestellt.

Daniela Ludin, Wanja Wellbrock

5. Die „freie“ Kündigung des Auftraggebers

Im folgenden Kapitel werden die Grundlagen und Besonderheiten der freien Kündigung eines Auftraggebers erörtert. Dazu gehören die notwendigen Formalien und insbesondere die Rechtsfolgen der Kündigung. In diesem Zusammenhang werden aus Sicht der Praxis unter anderem die Abrechnung des erbrachten und die Abrechnung des nicht mehr erbrachten Teils der Werkleistung dargestellt. Daneben werden Aspekte der gerichtlichen Durchsetzung von Forderungen im Zusammenhang mit einer freien Kündigung erläutert. Schließlich wird auch auf die steuerliche Behandlung der Werklohnforderung eingegangen.

Stephan Finck, Christian Pohle

Kapitel 10. Tresore als Wertbehältnisse

Ein Tresor ist ein Wertbehältnis, das zur Aufbewahrung von Geld, Schmuck, Briefmarken oder wichtigen Dokumenten gedacht ist.Dabei ist vorweg klarzustellen, dass ein Tresor, der auch Safe, Panzerschrank, Kassenschrank oder einfach nur Geldschrank genannt wird, kein unüberwindliches Hindernis darstellt.Die Bezeichnung Tresor ist aus dem griechischen „thesaurus“ hergeleitet und beschreibt den damaligen Begriff „Schatzkammer“. In den letzten 200 Jahren war man vorrangig mit dem Bau von Geldschränken beschäftigt, an Regeln für den Bau von verschließbaren Wertschränken wurde erst in der zweiten Hälfte des vorletzten Jahrhunderts gedacht.

Adam Merschbacher

Kapitel 15. Rettungs- und Fluchtwege

Nicht selten dreht sich die Problematik um die gleiche Türe: Unberechtigte müssen draußen bleiben, im Gefahrenfall müssen Personen ohne Hürde oder Widerstand fliehen können und im Brandfall soll die Feuerwehr ganz schnell nach innen gelangen (Abb. 15.1). Am leichtesten wäre dieses Ziel zu erreichen, wenn man einfach die Tür mit einer Klinke versieht und diese dann nicht versperrt oder gleich offenstehen lässt.

Adam Merschbacher

Kapitel 4. Quellen der Vitalität

Am 3. Juni 1992 trafen sich 47.000 Menschen in RioRio-Konferenz de Janeiro, einer der größten Städte Brasiliens. Sie kamen aus 178 Nationen, darunter 108 Staats- und Regierungschefs.

Niko Roorda

Kapitel 1. Technologien

Der Übergang zu einer regenerativen Energieversorgung entspringt keineswegs einer ökologisch-romantischen Vorstellung, sondern ist von sachlichen Notwendigkeiten geprägt. Interessanterweise gehen technische und soziale Aspekte dabei Hand in Hand: Das Ausbeuten endlicher Vorräte an Energieträgern führt zwangsläufig zur Anreicherung von Abgasen in der Atmosphäre und nichtflüchtigen Abfallstoffen im Meer. Beide Vorgänge finden langsam und schleichend statt, sodass sie nach menschlichem Empfinden kaum wahrzunehmen sind. Auch die Folgen für Klima und Landnutzung, Nahrungsketten und Gesundheit sind nur auf langen Zeitskalen zu beobachten. Doch gerade das schleichende Fortschreiten birgt die Gefahr, dass die an sich bekannten Bedrohungen gegenüber der Tagespolitik und kurzatmigen Schlagzeilen ins Hintertreffen geraten. Am Beispiel der Energieklippe (Abschn. 2.2.4) wird deutlich, wie ein allmählicher Prozess abrupt in eine Katastrophe münden kann – technisch wie sozial:

Christian Synwoldt

Straßenbau

Der Straßenbau umfasst die Dimensionierung, Herstellung und Erhaltung des Straßennetzes. Fahrwege sind hinsichtlich Sicherheit, Nutzungskomfort und Nutzungsdauer durch einen ausreichend dimensionierten Oberbau zu schaffen. Baustoffe, Baustoffgemische und Teilleistungen müssen den Anforderungen des einschlägigen Vorschriften- und Regelwerks genügen.Fahrbahneigenschaften ändern sich mit der Zeit und finden durch netzweite, regelmäßig wiederholte Erfassung/Bewertung von Oberflächenzustand und in Zukunft auch von Tragfähigkeit und Schichtdicken mit schnellfahrenden Messsystemen Eingang in ein Pavement-Management-System.

Hartmut Johannes Beckedahl

Verkehrswasserbau – Wasserstraßen und Hinweise zu Häfen

Bernhard Söhngen

14. Rechnerische Feuerwiderstanddauer

Da industrielle Bauten und Anlagen nicht nur nach den Bauordnungen beurteilt werden können, greift man auf die Industriebaurichtlinie (IndBauRL) zurück, die als technische Baubestimmung im Sinne der LBOʼs, in Verbindung mit dem Rechenverfahren nach DIN V 18230 anerkannt ist.

Adam Merschbacher

Kapitel 4. Digitale Prozesskette beim Beton-3D-Druck

Im kleinformatigen 3D-Druck hat sich bereits eine durchgängige digitale Prozesskette zur Datenaufbereitung entwickelt und etabliert. In Abschnitt 2.4.2 wurde bereits ausführlich auf die weitgehend verfahrensunabhängige digitale Prozesskette bei den additiven Fertigungsverfahren eingegangen. Demnach ist es möglich, auf Basis identischer Datengrundlagen, z. B. CAD- oder STEP-Dateien, 3D-Objekte mittels unterschiedlichster Fertigungsverfahren in Verbindung mit verschiedenen Materialien und Bauteilabmessungen zu erzeugen.

Martin Krause

Kapitel 3. Additive Fertigungsverfahren im Bauwesen

Aktuell gibt es verschiedenste Ansätze, additive Technologien für die Anwendung im Bauwesen zu entwickeln. In der Literatur wird häufig die Bezeichnung „digitales Bauen“ oder „Digital Fabrication“ im Zusammenhang mit der additiven Fertigung verwendet. Diese Bezeichnung ist weitreichender und schließt einige Entwicklungen, die sich im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung im Bauwesen ergeben, mit ein.

Martin Krause

Kapitel 2. Grüner Konsum

In diesem Kapitel wird die kaum überschaubare Vielzahl von Schlüsselbegriffen und Definitionen im Segment ökologisch und sozial fairer Produkte und Dienstleistungen beschrieben. Vor diesem Hintergrund werden die generellen Eigenschaften grüner Marken über verschiedene Segmente hinweg dokumentiert und der Begriff der „grünen Markenführung“ erklärt. Die gesamtgesellschaftlichen Veränderungsbewegungen von Massenproduktion und Konsumbeschleunigung, über Produktindividualisierung und Lohas der letzten Jahrzehnte hin zu einer „nachhaltigen Ökonomie“ werden nachvollzogen und wissenschaftlich im Hinblick auf ihre ökonomische Relevanz untersucht. Dabei wird anhand vieler konkreter Fallbeispiele verdeutlicht, wie die ersten grünen Unternehmen pionierhaft ökofaire Warenmärkte schufen und ihre Marktpositionierung entwickelten bzw. ihre Strategien und Angebote einer sensibilisierten Bevölkerung in den Bereichen Lebensmittel, Bekleidung und Dienstleistungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anpassten.

Oliver Errichiello, Arnd Zschiesche

Mobilität von Kapital als Motor für Veränderungen in der Unternehmenskommunikation: Zur Dynamik von Fachwortschätzen durch Internationalisierung

Seit 2005 sind kapitalmarktorientierte Unternehmen in der Europäischen Union verpflichtet, ihre Konzernabschlüsse im Sinne einer internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) zu erstellen. Auch für nicht börsennotierte Unternehmen wird die Rechnungslegung nach IFRS immer wichtiger, denn die Umstellung kann verschiedene strategische Vorteile bieten. Die Praxis der Rechnungslegung ist durch die Internationalisierung und Globalisierung der Märkte und der Standards zu einem hoch komplexen Unterfangen geworden. Bisherige Untersuchungen der sprachlichen Praktiken in diesem zentralen Bereich der externen Unternehmenskommunikation haben gezeigt, dass eine Internationalisierung und Harmonisierung der Rechnungslegungspraktiken (noch) nicht mit einer Vereinheitlichung der verwendeten Lexik einhergeht. Vielmehr liegt in einem recht spezialisierten Bereich der Wirtschaftskommunikation, in dem terminologische Eineindeutigkeit erwartet werden könnte, ein beträchtliches Maß an terminologischer Variation vor. Anhand deutsch-, französisch- und italienischsprachiger Daten werden prozessuale Dynamiken der Veränderung der Unternehmensberichterstattung im Funktionsbereich Investor Relations anhand der Terminologie der Textsorte Konzerngesamtergebnisrechnung aufgezeigt. Der durch die Mobilität von Kapital ausgelöste Wandel der Fachterminologien im Laufe der Zeit wird im Sinne der Perspektive der Communicative Constitution of Organizations (CCO) als Ausdruck und zugleich Teil der Ursache der Veränderung von Unternehmen und deren Wertschöpfungsprozessen gedeutet. Sprachliche und organisationale Praktiken im durch Mobilität gekennzeichneten globalisierten, transkulturellen Raum zeichnen sich durch Hybridität und Vielstimmigkeit aus.

Miriam P. Leibbrand

Kapitel 1. Grundlagen

Ein sogenanntes Audit oder eine Revision ist eine systematische und prozessunabhängige Untersuchung der qualitätsbezogenen Tätigkeiten in Übereinstimmung mit den geplanten Anordnungen und zu erreichenden Zielen. Dabei wird festgestellt, ob Vorgänge normgerecht durchgeführt wurden. Die Interne Revision prüft im Auftrag der Unternehmensführung unabhängig und objektiv die Unternehmensprozesse und Kontrollsysteme. Diese Aufgaben führt die Interne Revision in den kaufmännischen, technischen und juristischen Bereichen des Unternehmens durch. Die Technische Revision beurteilt die Qualität der technischen Prozesse und identifiziert Optimierungspotenzial im Bereich des Prozess- und Risikomanagement. Die Baurevision ist als Sonderaudit mit dem Fokus auf Bauprozesse ein Teilgebiet aus dem Bereich der Technischen Revision und damit der Internen Revision. Der Bauprozess bzw. die Ausführung von Bauleistungen ist die Gesamtheit miteinander verknüpfter aufeinander abgestimmter Tätigkeiten, Aufgaben und Abläufe, die über einen bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Qualität ausgeführt werden. Der Bauprozess erfolgt – abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen – nicht durch eine einzelne Person. Um ein Bauwerk bis zur funktionsfähigen Reife fertig zu stellen, ist eine große Zahl an Personen beteiligt. Bauprojekte sind durch drei wesentliche Aufgabenfelder geprägt: Projektmanagement, Planung und Ausführung. Alle drei Aufgabenfelder beinhalten zahlreiche Teilprozesse. Zum Vornehmen einer Prozessanalyse müssen deshalb im Vorfeld Kriterien festgelegt werden, nach denen die Analyse erfolgen soll. Die sorgfältige Analyse der Prozesse lässt Rückschlüsse auf den Reifegrad der Prozesse zu und liefert eine Bewertung der Risiken, welchen der Bauprozess ausgesetzt ist. Dieses Kapitel diskutiert die theoretischen Grundlagen und Begriffe von der Einordnung der Baurevision in der Unternehmensführung über das allgemeine Prozessmanagement bis hin zur Systematik der Prozesse bei der Abwicklung eines Bauprojektes.

Peter Wotschke, Gregor Kindermann

Kapitel 3. Grundlagen zum baulichen Feuchteschutz in Verbindung mit WPCs

Kapitel 3 verbindet den Wärmeschutz mit dem baulichen Feuchteschutz und untersucht die Vorteilhaftigkeit von WPC-Paneelen als Innenwandverkleidung und als vorgehängte hinterlüftete Fassade. Dazu wird zunächst das Wasseraufnahmeverhalten von WPC allgemein anhand entsprechender Koeffizienten nach Stand der Forschung aufgezeigt. Anschließend führt das Kapitel in die Grundlagen der Wasserdampfdiffusion und Konvektion im Bauwesen ein, indem die Effekte von Kondensatbildung auf Oberflächen und innerhalb von Außenbauteilen rechnerisch nachgewiesen werden. Dazu relevante Faktoren, wie die Diffusionswiderstandszahl, werden wieder am Beispiel WPC erläutert, für eine gängige Materialrezeptur ermittelt und in Standardnachweisen exemplarisch angewendet. Es wird dabei deutlich, dass ein WPC-Hohlkammerprofil signifikant zur Vermeidung von Tauwasserniederschlag beitragen kann, aber auch dass ein konvektives Entlüften feuchter Innenräume weit effektiver ist als über natürliche Diffusion eine Austrocknung herbeizuführen. Schließlich werden konstruktive Grundlagen für das richtige Dimensionieren vorgehängter hinterlüfteter Fassaden erläutert und wieder am Beispiel von WPC-Paneelen demonstriert. Das Kapitel schließt ebenfalls mit Wiederholungsfragen und Berechnungsaufgaben inklusive Musterlösungen ab.

Daniel Friedrich

Kapitel 2. Grundlagen zum baulichen Wärmeschutz in Verbindung mit WPCs

Kapitel 2 stellt zunächst die wesentlichen Auswahlkriterien für Baumaterialien und Produkte gemäß Bauproduktenverordnung 305:2011 vor. Demnach sollen Bauteile künftig auch vermehrt Sekundärrohstoffe beinhalten, um sie nachhaltiger zu gestalten. Dass WPC nicht nur diesen Aspekt erfüllt, sondern auch bauphysikalisch interessante Eigenschaften besitzt, zeigen die dann folgenden Abschnitte. Darin werden zunächst die Grundlagen des baulichen Wärmeschutzes erklärt und für ein WPC-Fassadenprofil die wesentlichen Kennwerte exemplarisch ermittelt und die Ergebnisse diskutiert. Zusätzlich wird für einen Außenwandaufbau mit innenliegender WPC-Wandverkleidung die Temperaturverlaufskurve nach dem Glaser-Verfahren rechnerisch demonstriert. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf WPC-Profile als Fensterrahmen und deren Wärmedämmpotential gerichtet. Aber auch neue Forschungsergebnisse zur Integration von Phasenwechselmaterialien in WPC-Hohlprofilen zur Reduktion der Klimalasten am Bauwerk werden vorgestellt. Schließlich wird das Thema Wärmespeicherung im WPC-Material am Beispiel der Fassade erörtert und die Vorzüge der darin enthaltenen Holzfasern herausgestellt. Letztlich rundet das Kapitel mit Wiederholungsfragen und Berechnungsaufgaben inklusive Musterlösungen ab.

Daniel Friedrich

Kapitel 3. Identifikation präferenzbildender Merkmale und Ausprägungen bei Conjointanalysen

Bei einer Conjointanalyse ist die geeignete Auswahl von Merkmalen und Ausprägungen von großer inhaltlicher Bedeutung. So hängt etwa die mögliche Ergebnisverwertung, also die Umsetzbarkeit der Studienergebnisse in konkrete Maßnahmen (z.B. Produktverbesserungen), unmittelbar von ihr ab. Aber auch aus methodischer Sicht ist diese Auswahl zentral. Alle nachfolgenden Ablaufschritte, wie die Wahl des Erhebungsdesigns, des Präferenzmodells und die Form der Datenerhebung, sind stark von ihr abhängig. Das vorliegende Kapitel trägt dieser inhaltlichen und methodischen Bedeutung Rechnung, indem es die zentralen Entscheidungstatbestände herausarbeitet und geeignete Methoden zur Identifikation diskutiert.

Rolf Weiber, Lorenz Gabriel

Mängelansprüche aus dem Vertrag

Dieser Abschnitt regelt die Mängelansprüche des Auftraggebers für Mängel, die nach der Abnahme in Erscheinung treten.

Wolfgang Heiermann, Liane Linke, Matthias Hilka, Philipp Tschäpe

Vertragsanbahnung, Vertragsschluss, Bestandteile

Der zwischen den Parteien abzuschließende Vertrag wird nicht nur die juristische Basis für die Rechtsbeziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, sondern auch die wirtschaftliche Grundlage für deren Geschäftsbeziehung sein.

Wolfgang Heiermann, Liane Linke, Matthias Hilka, Philipp Tschäpe

Kapitel 5. Die Allgemeinverbindlicherklärung in Deutschland

Dieses Kapitel zeigt die Entwicklung der Allgemeinverbindlicherklärung und des Tarifsystems in Deutschland auf. Es arbeitet anhand dreier Fallbeispiele aus dem Baugewerbe, dem Einzelhandel und dem Wach- und Sicherheitsgewerbe branchenspezifische, aber im Gesamtkontext erklärungskräftige Interessenlagen und Konfliktkonstellationen heraus. Das deutsche Modell stellt einen zentralen Fall des institutionellen Wandels koordinierter Marktwirtschaften dar (Hall/Thelen 2009; Thelen 2009), der auch und insbesondere in den Arbeitsbeziehungen und im Tarifsystem stattfindet (Hassel 1999b, 2014; Thelen 2014; Baccaro/Benassi 2017; Baccaro/Howell 2017a).

Wolfgang Günther

1. Struktur und Funktion der Zelle

Woher kommt „Leben“? Diese Frage beschäftigt die Menschen seit Jahrtausenden. Viele Religionen leiteten „Leben“ von einem göttlichen Schöpfungsakt ab. In einem ersten Versuch, „Leben“ auf rationale Weise zu erklären, schlug Aristoteles (384–322 v. Chr.) vor, dass „Leben“ von selbst aus Unbelebtem entstehe (Theorie der Urzeugung oder Abiogenese). Auch wenn manche seiner Aussagen, wie etwa jene, dass aus Exkrementen nach einiger Zeit durch Urzeugung Insekten entstehen, uns heute schmunzeln lassen, war die Idee der Urzeugung bis zu ihrer experimentellen Widerlegung durch Redi (1668) der einzige Versuch, die Entstehung von „Leben“ ohne Zuhilfenahme göttlicher Kräfte zu verstehen. „Leben“ war hier eher etwas wie ein physikalisches „Feld“, das sich unter geeigneten Bedingungen in „Lebensformen“ manifestierte, ähnlich wie ein Magnetfeld sichtbar wird, wenn man Eisenfeilspäne ausstreut.

Peter Nick

3. Chinas Weg von alter zu neuer Stärke – ein Abriss einer einzigartigen Transformation

Um das heutige Selbstverständnis und Selbstbewusstsein Chinas zu begreifen, soll ein Blick in die chinesische Geschichte erfolgen, der hier nur als knappe Exkursion stattfinden kann. Obwohl es in den letzten 150 Jahren auch in China zu massiven Umbrüchen im Staatsapparat kam, verweist die chinesische Regierung bis heute auf die traditionellen Wurzeln aus der frühen Geschichte. Die Idee einer konstanten Entwicklung vom antiken China bis zum heutigen „Global Player“ ist geschichtswissenschaftlich nicht unproblematisch, hat aber entscheidenden Einfluss auf die chinesische Sicht auf das eigene Land und den Rest der Welt.

Markus Hans-Peter Müller, Jonas Polfuß

Kapitel 3. Metallische Werkstoffe

Von den zurzeit 118 bekannten Elementen des Periodensystems sind etwa 85% Metalle oder Halbmetalle, wobei einige (z.B. Arsen, Antimon und Selen) sowohl in metallischen als auch in nichtmetallischen Modifikationen vorkommen.

Horst Briehl

1. Sechs Richtige – so gewinnen Sie immer!

Sicher haben Sie schon einmal Lotto gespielt und vergebens auf den Sechser mit Zusatzzahl gewartet. Wieder nichts! Oder doch? Zwei Richtige mit Zusatzzahl sind schon mal drin, drei Richtige, vier Richtige. Das ist ja mal was! Den Einsatz wieder rausgeholt. Der Reiz bleibt. Na ja, das nächste Mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt. So funktioniert kein Immobilienverkauf. Sondern nur durch planmäßiges Handeln. Wie, zeigt das erste Kapitel.

Raimund Wurzel

5. Exposé und Präsentation: Schnittpunkt auf dem Weg zum Käufer

Bis jetzt haben Sie alles richtig gemacht. Sie haben Ihre Immobilie analysiert, bewertet und einen marktfähigen Preis bestimmt. Sie haben sie in Ordnung gebracht, haben sich auf dem Markt umgesehen und sind jetzt bereit, an den Markt zu gehen. Jetzt kommt es darauf an, ein richtig gutes, ansprechendes Exposé zu erstellen, das emotionalisieren und informieren soll. Es soll darüber hinaus anregen, sich bei Ihnen zu melden. Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen in diesem Kapitel.

Raimund Wurzel

7. Abrechnung und Zahlung

Gegenstand dieses Kapitels sind alle Fragen um die Vergütung des AN einschließlich der Abrechnung und Zahlung.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

1. Einführung in das private Baurecht

In dieser Einführung wird erläutert, was im deutschen Recht unter dem Begriff „Baurecht“ zu verstehen ist. Dabei wird zwischen dem Privaten und Öffentlichen Baurecht unterschieden. Innerhalb des Öffentlichen Baurechts wird weiter zwischen der Raumordnung, der Bauleitplanung und dem Bauordnungsrecht unterschieden. Im Privaten Baurecht werden das Werkvertragsrecht des BGB und die Regelungen der VOB, insbesondere Teil B behandelt.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

8. Der Baumangel

Ausgehend von der Frage, was ein Mangel ist, werden die hiermit verbundenen Folgen aufgezeigt. Dabei ist zwischen Mängelrechten im BGB- und im VOB/B-Vertrag zu unterscheiden. Dargestellt werden die verschiedenen Mängelansprüche und die Verjährung derselben.

Axel Wirth, Cornelius Pfisterer, Barbara Schellenberg

3. Ingenieure und ihre Verantwortung

Der Ingenieur und seine Produkte werden niemals perfekt sein. Sie werden in der Regel und im besten Fall den an sie gestellten Ansprüchen genügen.

Moritz Menge

Kapitel 3. Allokationsverfahren für einen betriebswirtschaftlichen Vergleich

Carsten Sommer, Assadollah Saighani, Daniel Leonhäuser

Kapitel 3. Modelle Zeichnen

The history of mathematical models is deeply intertwined with the cultural techniques of drawing. As this chapter shows, it was the techniques of constructive drawings and the evolution of descriptive geometry in early 19th century France that laid the foundations for different modelling techniques. One of the driving forces of this development was Gaspard Monge (1746–1818), who was among the founders of the École Polytechnique in Paris. He strengthended the role of technical education within French secondary education and professionalized the technical drawing within the study of architecture and engineering. One of his students, Théodore Olivier, introduced the first geometrical models into mathematical teaching. Today they are housed in the Conservatoire des Arts et Métiers in Paris.

Anja Sattelmacher

41. Spezielle labortechnische Reaktoren: Lab-on-a-Chip

Mikroreaktorsysteme ermöglichen es, auf kleinstem Raum verschiedene Prozessschritte kombiniert ablaufen zu lassen. In diesem Kapitel werden die einzelnen funktionellen Einheiten solcher mikrofluidischen Systeme und deren Herstellungsverfahren – insbesondere die moderne, hochauflösende 3D-Drucktechnik – vorgestellt. Zudem werden Möglichkeiten und Restriktionen des Flüssigkeitstransports, der Durchmischung oder Auftrennung, der Etablierung von definierten Verweilzeit- und Reaktionsstrecken sowie der Integration von Sensoren in Lab-on-a-Chip- Systeme aufgezeigt. Abschließend zeigen Beispiele aus der aktuellen Forschung, wie sich mikrofluidische Systeme für analytische Fragestellungen oder in der Bioprozesstechnik einsetzen lassen.

Janina Bahnemann, Frank Stahl, Thomas Scheper

Kapitel 1. Die Führungskraft als Performance Manager

Wieso sind einige Bauunternehmen erfolgreicher als andere? Entscheidend für den Unternehmenserfolg sind u. a. die Managementleistungen. Erfolgreiches Management ist als Performance Management leistungs- und ergebnisorientiert. In diesem Kapitel wird der Ansatz des Performance Managements als Leistungsmanagement und Möglichkeiten seiner Umsetzung beschrieben. Zur Umsetzung werden das strategische Managementinstrument Balanced Scorecard (BSC) und das Management- und Organisationskonzept Lean Management vorgestellt und je anhand von Praxisbeispielen aus dem Bauwesen erläutert.

Dr. Brigitte Polzin, Herre Weigl

Kapitel 3. Anlagenplanung

Eine gute Planung ist die, die man selbst verstanden oder ausgeführt hat. Es ist Ziel, die für eine gute Planung erforderlichen Einflussgrößen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Welche Bedeutung Hygiene und ballastfreie Luft haben, erfahren wir aktuell in Coronazeiten. Zitat von Virologe Drosten: „Im Alltag sollte man sich eher vielleicht auf’s Lüften konzentrieren und weniger aus das ständige Wischen und Desinfizieren“.

Peter Müller

Kapitel 1. Wohnkomfort-Gesundheit-Klimaschutz

Kultur und Wohlstand erfordern eine Raumkonditionierung, die auf die Qualität der Raumluft achtet und intelligent Verantwortung für die Umwelt trägt. Komfortabel, gesund und energieeffizient Wohnen heißt Wohnen mit kontrollierter Wohnraumlüftung.

Peter Müller

Nachhaltigkeitsmanagement in Genossenschaften – ein Praxisbericht

Das Geschäftsmodell einer Genossenschaft beinhaltet viele nachhaltige Aspekte. Soziale und wirtschaftliche Verantwortung sind fester Bestandteil ihrer Strukturen. Nichtsdestotrotz sollten auch Genossenschaften sich mit Themen einer nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen. Die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements bietet Genossenschaften die Chance über ihre traditionellen Grundsätze hinaus, Nachhaltigkeitsthemen systematisch und authentisch zu bearbeiten. Die Durchführung von verschiedenen Analysen, zum Beispiel die Wesentlichkeitsanalyse, sind sinnvolle erste Schritte für die Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements. Darüber hinaus bieten Umweltmanagementsysteme eine gute Übersicht, mit der man niedrigschwellig ein Controllingsystem aufbauen kann, um Nachhaltigkeitskennzahlen kontinuierlich zu erheben und zu beobachten. Um authentische Nachhaltigkeitsarbeit leisten zu können, sind Partizipation und Mitbestimmung aller Stakeholder unablässig. Für die Einbeziehung aller Beteiligten gib es im Nachhaltigkeitsmanagement unterschiedliche Instrumente. Eine sehr effektive und langfristige Methode ist die Gründung von Gremien. Die Vereinbarkeit vom Leben traditioneller Werte und dem Anspruch modern und zukunftsweisend zu arbeiten, ist eine große Aufgabe für Genossenschaften. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten in allen Arbeitsprozessen und der Bündelung von Zukunftsthemen, kann dieser Herausforderung begegnet werden.

Klara Marquardt

Kapitel 5. Analyse von Umweltwirkungen

Als Folgen des Verkehrs auf die menschliche Umwelt werden diejenigen Beeinträchtigungen bezeichnet, die von der Anlage und dem Betrieb des Verkehrssystems auf den Menschen ausgehen. Diese Beeinträchtigungen ergeben sich im Wesentlichen durch die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Verkehrsunfälle (Verkehrssicherheit), die Beeinträchtigung und Belastung durch Lärm und Schadstoffimmissionen sowie die Folgen durch den Ablauf und Betrieb des Verkehrs. Anhand von Indikatoren können die Wirkungen des Verkehrs in den drei Bereichen mithilfe geeigneter Methoden quantitativ beschrieben werden. Die Gefährdung von Leben und Gesundheit durch Unfälle stellt eine der augenfälligsten Folgen des Verkehrs auf den Menschen dar. Die Beschreibung der Verkehrssicherheit über Anzahl und Schwere von Unfällen erfolgt durch Unfallkosten, die die volkswirtschaftlichen Verluste durch die (polizeilich erfassten) Straßenverkehrsunfälle zusammenfassen. Die Monetarisierung von Personenschäden von Verkehrsunfällen gilt als eines der umstrittensten Kapitel der ökonomischen Bewertung der Verkehrsfolgen. Verkehrslärm stellt unerwünschten, unangenehmen oder schädlichen Schall dar, der auf das Verkehrsgeschehen zurückzuführen ist. Als subjektiv wahrgenommenes Phänomen ist eine Beurteilung von Verkehrslärm nur auf der Basis des mit ihm verbundenen Schalls und dessen Schwankungen über einen definierten Zeitraum möglich. Die in Deutschland zur Anwendung kommenden Verfahren zur Beurteilung des Verkehrslärms werden erläutert und verschiedene Grenzwerte für Verkehrslärm dargestellt. Bewertungsverfahren mit Aussagen über die gesamtgesellschaftliche Vorteilhaftigkeit geplanter Infrastrukturausbauten müssen Auswirkungen der Ausbauvorhaben auf den Verkehrslärm und dessen Folgewirkungen enthalten. Die dafür notwendige Methodik wird in ihren Grundzügen mit Bezug zum innerörtlichen Verkehrslärm erläutert. Ausführungen über einige (nicht auf Kfz selbst bezogene) Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrslärms zeigen in Wirkungsbandbreiten das mögliche Ausmaß zur Verbesserung verkehrsbedingter Lärmimmissionen auf. Trotz signifikanter Reduzierung einiger Luftschadstoffemissionen im Straßenverkehr stellt der Kfz-Verkehr neben Kraftwerken, Industrie und Hausbrand einen der bedeutendsten Verursacher der anthropogenen Umweltbelastungen dar. Der Teil „Luftschadstoffe“ behandelt in diesem Zusammenhang die Wirkungen der Luftschadstoffe auf den Menschen, die geltenden Immissionsgrenzwerte für die unterschiedlichen Luftschadstoffe (bezogen auf alle Quellen), die Abgasgrenzwerte für Pkw und Lkw und weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen. Mit den dargestellten Verfahren zur Berechnung der Emissionen und Immissionen lassen sich quantifizierte Aussagen zur Luftverunreinigung gewinnen und in einer Weise evaluieren, wie sie in gängigen Bewertungsverfahren im Verkehrsbereich eingesetzt werden. Die Qualität und Leistungsfähigkeit eines Verkehrssystems wird vor allem durch den Zeitbedarf charakterisiert, den die Verkehrsteilnehmer zum Erreichen der Ziele ihrer täglichen Wege benötigen. Die im Rahmen von Wirkungsanalysen verwendeten Ansätze zur Ermittlung der Indikatoren Zeit- und Betriebskosten werden vorgestellt. Zu den Folgen von Ablauf und Betrieb des Verkehrs zählt ferner die Trennwirkung für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger, ohne deren Berücksichtigung eine Gesamtbewertung geplanter Verkehrsinfrastrukturvorhaben unvollständig bleibt.

Ulrich Brannolte, Raimo Harder, Christoph Walther, Tanja Schäfer, Alexander Dahl

Betriebswirtschaftliche Herausforderungen digitaler Plattformen in der Gründungsphase am Beispiel der Transportlogistik-Plattform Transporeon

Plattformbetreiber werden in der Gründungsphase mit einigen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Grundprobleme beim Aufbau und der Steuerung digitaler Plattformen sind zwar generell bekannt, deren Ausprägungen sind jedoch individuell. Das Ziel dieses Beitrags ist es, anhand der Fallstudie der Transportlogistik-Plattform Transporeon betriebswirtschaftliche Fragestellungen, mit denen Betreiber von Plattformen im Business-to-Business-Kontext nach der Gründung konfrontiert werden, sowie jeweils mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Herausforderungen stellten die Nutzerakquisition, das Preismodell, die Weiterentwicklung der Plattform sowie der bestehende Wettbewerb dar. Jedoch konnten nicht alle aus dem Business-to-Customer-Kontext bekannten Steuerungsmechanismen innerhalb einer Business-to-Business-Plattform angewendet werden.

Monika Stahl, Andreas Steur, Raphael Triemer

3. Selektive staatliche Begünstigung

Liegt eine staatliche Leistung vor, ohne dass dieser eine angemessene Gegenleistung des Begünstigten gegenübersteht, ist zwar der Beihilfebegriff erfüllt, indes nicht notwendigerweise der Beihilfetatbestand des Beihilfenverbots gem. Art. 107 Abs. 1 AEUV gegeben. Dieser erfasst nämlich nur solche Beihilfen, die staatlich oder aus staatlichen Mitteln gewährt sind und bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige begünstigen. Staatlichkeit und Selektivität sind also gefordert.

Walter Frenz

4. Einsatzfelder von Corporate Architecture

Nicht immer sind einzelne Einsatzfelder von realisierter Unternehmensarchitektur systematisch, klar und trennscharf darzustellen, da häufig funktions- oder konzeptbedingt die Corporate Architecture in der Praxis mehrere Gebäudearten oder Raumkonzepte miteinander verbindet und unter einem Dach oder an einem Standort vereint. Aus der Perspektive von Marketingkommunikation, die Corporate Architecture strategisch für gezielte wirtschaftlich orientierte Management- und Marketingaktivitäten einsetzt, werden im Folgenden die Beispiele entsprechend ihrer unternehmerischen Funktionen als Managementzentrale, Verkaufsstores und Showrooms, Produktions- und Lagerstätten, Museen, Markenerlebnisparks oder Hotels und Gastronomiebetriebe dargestellt.

Michael Kleinjohann

Kapellbrücke

Durch die gegebene Topografie weist die Schweiz eine hohe Dichte an imposanten Brücken auf. Es gibt eine grosse Vielfalt von Brücken. Sie reicht von alten Holz- und Steinbrücken bis zu modernen Stahl- und Betonbrücken. Dieser Bericht beschäftig sich mit der weltbekannten Kapellbrücke in Luzern, welche nicht umsonst ein beliebtes Fotosujet bei Touristen und auch Einheimischen ist. Speziell an dieser Holzbrücke ist, dass sie bereits im 14. Jahrhundert gebaut wurde. Die Brücke und der darin integrierte Bilderzyklus weisen einen spannenden geschichtlichen Hintergrund auf. In dem Bericht wird, erläutert wie die Statik der Jochbrücke funktioniert und welche Baustoffe verwendet wurden. Auch über den Brand, welcher sich im Jahr 1993 ereignete, wird in diesem Bericht informiert.

Marco Stäheli

Neumattbrücke

Eine Infrastruktur ohne Brücken ist nicht vorstellbar, denn durch diese Bauten werden rascher Transport und effiziente Zusammenarbeit erst ermöglicht. Heute konstruieren und gestalten Ingenieure weltweit riesige Autobahn- und Eisenbahnbrücken. Diese massiven Bauten schaffen nicht nur Verbindungen, sondern sie können auch Teil einzigartiger Lebensräume werden. Im Juni 2013 wurde die Neumattbrücke zwischen Burgdorf und Kirchberg eröffnet, welche eine Überquerung der Emme für Fußgänger und Velofahrer ermöglicht. Die Neumattbrücke ist die längste freigespannte Holzbrücke der Schweiz, die ohne Stahl trägt. Sie fügt sich perfekt in die naturbelassene Umgebung ein. Sie wurde rechtzeitig für das Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 fertiggestellt und verkürzte für die Zuschauer die Strecke zur Arena enorm.

Gérôme Koehn

Kornhausbrücke

Die Kornhausbrücke in Bern wurde am 18. Juni 1898 eröffnet. Sie ist eine Strassenbrücke mit Fachwerkbögen auf Pfeilern aus Mauerwerk und einer Betonfahrbahnplatte. Zudem wird sie von der Tram befahren und kann von Fussgängern überquert werden. Die Gesamtlänge misst 355 Meter. Die Gesamtbreite beträgt 12,5 Meter, wobei 7,5 Meter für den Fahrverkehr verfügbar sind. Die Hauptbrücke selber überspannt die Aare mit 115 Metern. Sie wird durch fünf kleinere Nebenbrücken erschlossen.

Lukas Hofmann

Brücke Val Tgiplat

Die Schweiz verfügt auf Grund ihrer Topografie über eine außerordentlich hohe Brückendichte. Das Ziel dieses Beitrages ist eine Dokumentation über eine dieser Brücken.

Gian Salzgeber

Sunnibergbrücke

Das Prättigau, ein Tal im Kanton Graubünden und eine wichtige, bündnerische Verkehrsverbindung zwischen dem Chur Rheintal, Davos und dem Engadin sowie sogar international zwischen der Schweiz und deren Nachbarländern Italien und Österreich, litt lange Zeit unter einem enormen Durchgangsverkehr. Der Grund war die Hauptstraße 28, die sich durch die Herzen der kleinen Walser Dörfer schlängelte und diese mit einer mächtigen „Blechlawine“ belastete. Der Kanton Graubünden entschied sich 1994 zur Lösung dieses Problem und begann mit dem Bau des 950 Millionen teuren Projektes „Neue Prättigauer Nationalstrasse 28“ [1]. Prunkstück und Hingucker des Projektes ist eine gekrümmte Schrägseilbrücke, welche hoch über dem Flussbett der Landquart das gesamte Tal quert und weltweit seines gleichen sucht – die Sunnibergbrücke (Abb. 1).

Ciril Stadler

Salginatobelbrücke

Auf dem Weg nach Davos liegt im vorderen Prättigau das kleine Dorf Schiers. Versteckt im Salginatobel befindet sich ein Meisterwerk der Brückenbaukunst: die Salginatobelbrücke.

Remo Trümpy

Ponte dei Salti

Das Ferienparadies Tessin ist mit einer Vielzahl von historischen Denkmälern ausgestattet. So auch die Valle Verzasca. Heute international bekannt durch die Staumauer, liegt tiefer im Tal ein touristischer Geheimtipp. Das kleine, steinerne Dorf Lavertezzo besitzt nebst einer Kirche eine kleine Bogenbrücke. Der Ponte dei Salti besitzt eine lange Geschichte und ist durch sein romantisches Erscheinungsbild ein wichtiges Kulturgut der Gemeinde.

David Jakob

Landwasserviadukt

Das 1902 erbaute Landwasserviadukt in der Nähe von Filisur gilt als technisch besonders ehrgeizige architektonische Meisterleistung. „Aus technischer Sicht ist der zur Herstellung der Pfeiler und Bogen angewendete Bauvorgang beachtenswert.“ wird [4] festgestellt. Gelungen ist das Ergebnis aus Linienführung und Topografie. Ein Zug aus Richtung Chur fährt aus einem kurzen Tunnel auf die 65 m hohe Brücke und passiert anschliessend das Portal des Landwassertunnels, das in einer beinahe senkrechten Felswand konstruiert wurde.

Samuel Lutz

Sitterviadukt

Die Schweiz ist, als ein Land mit vielen Tälern und Schluchten, auch ein Eisenbahnland. Es umfasst viele kleine und grosse Kunstbauten und etliche Tunnel. Nahe St. Gallen steht ein ausserordentliches Bauwerk. Mit seiner enormen Höhe und der großen Spannweite ist den Ingenieuren ein Meisterwerk gelungen.

Daniel Stettler

Valtschielbrücke

Die älteste erhaltene versteifte Stabbogenbrücke ist die Valtschielbrücke bei Donat (GR). Robert Maillart entwarf sie 1925 als dritte ihrer Art nach der Schrähbachbrücke und der Flienglibachbrücke. Diese beiden Brücken sind leider nicht mehr erhalten.

Mattias Stoll

Soliser-Viadukt

Graubünden mit seiner kulturellen und landschaftlichen Vielfalt hat nebst der Ferienattraktionen auch sehr viele bewundernswerte Brücken und Viadukte zu bieten. Den meisten begegnet man auf der Albula- und der Berninalinie. Beide Linien zählen seit 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe an. Dieser Beitrag befasst sich mit dem Soliser-Viadukt, Teil der Albulabahn.

Janciga Peethamparam

Lorraineviadukt in Bern

Die Schweiz ist mit ihren viele Schluchten, Flüssen, Pässen, Hügeln und Bergen ein Brückenland. Wo eine Umfahrung oder ein Tunnel unmöglich sind, dienen Brücken dem öffentlichen wie dem Individualverkehr.

Joël Nussli

2. Brandschutz

Dieser Satz eines Weihegebets aus dem 3. Jh. lässt sich wohl auch auf die Pflicht der Kirchengemeinden und Klostergemeinschaften, insbesondere der Pfarrer und Klostervorsteher, auf die Sicherheit der Kirchen gegen Feuer beziehen. Das bedeutet nach dem heutigen Sprachgebrauch – für den Brandschutz zu sorgen.

Sylwester Kabat

4. Klöster

In der Bibel ist an keiner Stelle die Rede von Klöstern. Ab dem 4. Jh. zogen sich einige Christen in Ägypten, Palästina, Syrien und Kleinasien in die Wüste zurück, um zu beten und Askese zu üben. Sie wollten so besser der Nachfolgeforderung Jesu entsprechen und in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam leben. Sie lebten zunächst allein und einsam als Eremiten. Als Vater dieser Eremitenbewegung gilt Antonius (um 250–356). Bald bildeten sich Gemeinschaften der Eremiten, die unter einheitlicher Leitung klösterliche Siedlungen bauten. Als Begründer des ägyptischen Mönchtums gilt Pachomius (um 290–346), der um 320 das erste Kloster gründete. In der zweiten Hälfte des 4. Jhs. war Basilius der Große von Caesarea (330–379) tätig, von dem auch Mönchregeln stammen, denen heute noch das östliche christlich-orthodoxe bzw. orientalische Mönchtum folgt. Ende des 4. Jhs. verfasste die erste abendländische Mönchregel Augustinus (354–430). Bis heute gilt die Augustinerregel in mehreren Orden und Gemeinschaften. Ende des 4. Jhs. entstanden auch die ersten Klöster im heutigen Europa.

Sylwester Kabat

3. Kirchen

Das was wir heute unter Kirche als Kirchenbau verstehen ist ein kunst- und planvoll gestaltetes Gebäude zur Feier des christlichen Gottesdienstes. Die religiösen Handlungen, die in einem Kirchenbau stattfinden, werden nach einer bestimmten Ordnung, Liturgie genannt, vorgenommen. Die Liturgie bestimmt auch die Gestaltung des Kirchenraumes. Das Christentum hat den Namen Kirche aus dem antiken Griechenland für die Versammlung ekklesia auch für den Versammlungsort gebraucht, so dass wir auch heute mit dem Wort Kirche beides meinen, die Institution und das Haus.

Sylwester Kabat

Chapter 5. Städtische Atmosphäre und Stadtklima

Städte haben ein eigenartiges Mikroklima und führen durch die zunehmende Besiedlung, anthropogene Wärmeproduktion und Technisierung der Lebensräume zur Erwärmung der Erdatmosphäre. Die natürlichen Energie- und Stoffströme werden in Städten von anthropogen erzeugten Strömen überlagert. Daher stehen Städte vor großen Herausforderungen, um nachhaltig eine bessere Lebensqualität, Ressourceneffizienz und den Schutz der Umwelt zu gewährleisten. Obwohl die anthropogene Energiezufuhr in Städten im Vergleich zu der natürlichen Zustrahlung relativ gering ist, wirken sich die städtischen Emissionen schwerwiegend auf das Klima aus. Aufgrund der durch die Bebauung verursachten Komplexität der städtischen Struktur erleidet auch die bodennahe Atmosphäre Veränderungen. Obwohl die Stadt in ihrer Gesamtheit eine geschlossene Struktur darstellt, ist sie in eine Vielzahl von kleineren räumlichen Strukturen unterteilt. Gekennzeichnet sind sie durch ständigen stetigen und auch abrupten Wechsel in ihrer Oberflächenrauigkeit. Städtische Versiegelungsflächen beeinträchtigen das Stadtklima erheblich. Durch geeignete Anordnung und Gestaltung dieser Flächen und Anordnung von Grün- und Wasserflächen sowie Luftbahnen kann der Aufheizung der Städte entgegengewirkt werden.

Schew-Ram Mehra

Chapter 7. Städtische Emissionen

Die zunehmende Technisierung hat insbesondere in den industriegeprägten Gesellschaften zu einem hohen Lebensstandard geführt. Dadurch sind gleichzeitig sowohl die Menschen als auch die Umwelt erheblichen Emissionen und Immissionen ausgesetzt. Die Belastung der Luft durch unterschiedliche Fremdstoffe und Erhöhung der Konzentrationen der Luftbestandteile, steigende Lärmbelastung, zunehmende künstliche Beleuchtung urbaner Räume sowie rasant wachsende elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder sind die wesentlichen städtischen Emissionen, die das Umfeld des Menschen, der Tiere und Pflanzen beeinträchtigen. Die zunehmenden anthropogenen Emissionen verändern die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre. Zusätzlich beeinträchtigen die abgegebenen Luftbeimengungen die klimatischen Prozesse sowie die Luftqualität und damit die Lebensbedingungen der Lebewesen.

Schew-Ram Mehra

Chapter 6. Urbane Bebauung

Die besonderen Merkmale der Städte sind neben dem modifizierten Klima die ausgeprägte Versieglung, große Menschenmassen und die stetig zunehmenden anthropogenen Emissionen, die in Abhängigkeit der Verdichtung, Anordnung und des Höhen-Breiten-VerhältnissesHöhen-Breiten-Verhältnis der Bebauung unterschiedliche Immissionen verursachen. Die städtische Versiegelung verändert den Wärme- und Feuchtehaushalt in der atmosphärischen Grenzschicht und damit auch die dortigen Temperatur- und Feuchteverhältnisse. Die Bebauung bremst den Wind, verändert seine Richtung, speichert die Sonnenstrahlung, emittiert Wärme, beeinflusst die Konvektion, verändert das Verdunstungsvermögen in den bodennahen Luftschichten sowie die Wärmespeicherfähigkeit und die Wärmeleitung des Erdbodens. Wohnhöfe in der Stadt demonstrieren den Einfluß städtischer Bebauung auf eine besondre Art.

Schew-Ram Mehra

Kapitel 10. Rohstoffe

1972, vor knapp 50 Jahren, erschien ein Buch, das wie kein anderes die weltweite Diskussion um ökologische Fragestellungen geprägt, ja diese Diskussion in gewisser Weise überhaupt erst angestoßen hat: „Die Grenzen des Wachstums“ (engl. „The Limits to Growth“, Bericht an den Club of Rome) von Dennis Meadows und seinen Mitarbeitern.

Dr. Thomas Unnerstall

Chapter 12. Der Gebäudebestand als Rohstofflager: Der Beitrag der Digitalisierung für ein zukünftiges regionales Stoffstrommanagement im Baubereich

Der Gebäudebestand enthält das größte Lager von Rohstoffen und Materialien der Gesellschaft. Die Nachfrage des Baubereichs nach Rohstoffen und Materialien ist unverändert hoch, genauso wie der Anfall von Bau- und Abbruchabfällen. Um den Zielen der Ressourcenstrategie, des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft Rechnung zu tragen, sind weitergehende Ansätze zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs nötig. Hier setzt die Idee eines regionalen Stoffstrommanagements an, in dem die aus dem Rückbau von Gebäuden resultierenden Stoffströme möglichst weitgehend und im unmittelbaren Umfeld genutzt werden. Dazu ist es wesentlich, die Akteure im Lebenszyklus von Gebäuden – Planung, Nutzung, Entsorgung – deutlich besser als heute informatorisch zu vernetzen. Als Grundidee für ein digital gestütztes regionales Stoffstrommanagement beschreibt der vorliegende Beitrag das Modell eines digitalen Gebäudematerialkatasters mit unterschiedlichen Ausbaustufen. Vorgestellt wird eine exemplarische Umsetzung in Form eines „regionalen Rohstoffkatasters“ für ein Planungsgebiet in der Rhein-Main-Region. Als Anwendungsperspektiven eines solchen regionalen Materialkatasters wird die Wiederverwendung von Bauteilen aus dem Gebäuderückbau diskutiert. In laufenden Forschungsarbeiten wird die Entwicklung des digitalen Gebäudematerialkatasters im Hinblick auf die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft im Baubereich, aber auch für die Abschätzungen der ökologischen Wirkungen von Umbau- und Neubaumaßnahmen von Gebäuden und Quartieren weiterverfolgt.

Liselotte Schebek, Hans-Joachim Linke

1. Aufbau und funktionelle Bemessung von Seedeichen – ein Überblick

Für den Sturmflutschutz mit technischen Bauwerken haben sich Seedeiche in Deutschland als wichtigstes Küstenschutzelement bewährt. Bei Seedeichen handelt es sich um küstenparallele Linienbauwerke in Erdbauweise, die durch die lokale Geländeerhöhung eine Barriere zwischen Meer und Hinterland darstellen und somit vor Überflutungen schützen. Seedeiche erfahren, bedingt durch schwankende Wasserspiegel und Seegang, verschiedenen hydraulischen Belastungen und Wellen-Bauwerks-Interaktionen. Der Aufbau eines Seedeichs ist an die hydraulischen Einwirkungen und örtlichen Gegebenheiten gekoppelt. Nationale und internationale Leitfäden und Empfehlungen stehen für die Planung und Ausführung zur Verfügung. In dem vorliegenden Beitrag werden die Belastungen und der Aufbau von Seedeichen sowie Leitfäden und Empfehlungen für die Bemessung zusammenfassend dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf den hydraulischen Einwirkungen und der funktionellen Bemessung.

B. Scheres, H. Schüttrumpf

7. ServiceFlow – ein integraler Prozess der Planung, des Aufbaus und der Inbetriebnahme gewerkevernetzter Gebäudeautomation

Intelligente Endgeräte wie Smartphones gehören heutzutage zum Standardrepertoire des digitalisierten Lebens. Auch in Zweckbauten sind intelligente Automationssysteme heute kein ungewöhnlicher Bestandteil mehr. Intelligente Komponenten unterschiedlicher Hersteller sowie der Einsatz drahtloser Netzwerktechnologie eröffnen zudem neue Möglichkeiten in der Gebäudeautomation. Denn intelligente, vernetzte Gebäudeautomation verspricht einige Vorteile: sie lässt sich „remote“ steuern und regeln, sie umfasst alle Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung, sie bietet angepassten Komfort und sie ist dabei deutlich energieeffizienter.Mit steigenden Ansprüchen an die Gebäudetechnik steigt allerdings auch die Menge an Verknüpfungen, Geräten und Funktionen und damit letztlich auch die Komplexität des gesamten Automationssystems. Dies führt bereits heute zu einem deutlich erhöhten und manuell kaum mehr beherrschbaren Aufwand im Prozess des Engineerings, welches aus Anforderungsanalyse, Planung, Ausschreibung, Konzeption, Aufbau und Inbetriebnahme besteht. Aus diesem Grund wird das Potenzial vernetzter Gebäudeautomation kaum ausgeschöpft und bleibt oft weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück.Zur Überwindung dieser Herausforderungen entwickelte das Projekt ServiceFlow ein intelligentes Servicekonzept, in dem ein effizienteres Engineering vernetzter Gebäudeautomation Wirklichkeit werden kann.

Tuan Linh Mai, Jörg Andreas, Gerald Faschingbauer, Ralf Klimpel, Bastian Wollschlaeger, Stefan Mülhens, Matthias Lehmann, Klaus Kabitzsch, Sebastian Brühl, Frank von der Weth

Aspekte der Zumutbarkeit, der Bauwerksprüfung und der Bauzeit

Projektabwicklungen der Architekten und Ingenieure im denkmalgeschützten Bereich unterliegen Besonderheiten, die erheblich von „normalen“ Projekten der Neu- und Umbaumaßnahmen abweichen. In diesem Beitrag sollen drei Aspekte betrachtet werden: Erstens die Frage der Zumutbarkeit, die den Bauherrn und Eigentümer betrifft, zweitens die Frage der Bauwerksprüfung, die den Architekten und Ingenieur betrifft und drittens die Frage der Planungs- und Bauzeit, die das Honorar betrifft. Bei der Zumutbarkeit soll die Erhaltungspflicht eines denkmalgeschützten Objektes näher betrachtet werden. Die Frage, ob und wieweit Eigentum verpflichtet, steht dabei im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Manfred v. Bentheim

Denkmalsanierung authentisch und energieeffizient – Möglichkeiten und Chancen mit mundgeblasenem Glas als Isolierglas

Sanierungsmaßnahmen zur energetischen Ertüchtigung historischer Gebäude und Altbauten gehen oft einher mit Veränderungen an Fenstern und Verglasung. Der Einsatz von Isoliergläsern ist dabei gängige Praxis, hat aber häufig den Verlust der historischen Fenstergläser zugunsten industriell hergestellter Flachgläser zur Folge. Dass aber modernste technische Anforderungen an Energieeffizienz den Einsatz traditionell gefertigter Flachgläser nicht zwangsläufig ausschließen müssen, soll folgender Artikel zeigen.

Michael Brückner

Sanierung und Umbau eines Wohnhauses der 1930er Jahre

Das Wohnhaus Wieckestraße Nr. 10 in Dresden ist fast 100 Jahre alt und eines der letzten original erhaltenen Gebäude in der Doppelhaus-Siedlung in Leubnitz-Neuostra. Es steht nicht unter Denkmalschutz. Anliegen ist es, möglichst viel originale Substanz zu erhalten und das Gebäude nachhaltig, ökologisch und der Substanz angemessen zu sanieren und umzubauen.

Katrin Schweiker, Stefan Dirlich

Kapitel 7. Biosphärische-technosphärische Transformationen – Dreißig praktikable Vorsätze

In diesem Praxiskapitel werden dreißig geniale Naturlösungen als Ausgangspunkt für technosphärische Anwendungen herausgestellt. Sie orientieren sich weitgehend an den in den vorherigen Kapiteln beschriebenen genialen Beispielen aus der evolutionären Natur. Unstreitig nutzt die Natur auch Routineprozesse während ihrer Entwicklungsstadien, jedoch immer mit Bedacht, nie absolut und dauerhaft, sondern ändert die Routine dort, wo es erforderlich ist, z. B. unter Berücksichtigung von Systemgrenzen (z. B. bei Nahrungsknappheit) und im Sinne einer nachhaltigen Weiterentwicklung zur Stärkung der Überlebensfähigkeit. In der Technosphäre gilt dieser Automatismus eher selten bis gar nicht. Wird eine Gewohnheitsroutine angestoßen, dann wird sie nicht selten mehrfach durchlaufen, auch wenn die erwartete Belohnung nicht mehr so üppig ausfällt oder sogar zur Belastung wird und somit über den Zeitpunkt einer notwendigen Routineänderung hinaus bestehen bleibt. Die Tendenz einer Teufelskreisspirale wird erkennbar mit allen schädlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben können. Das gilt im Privatbereich (Sucht nach zuckerhaltigen Süßigkeiten) genauso, wie im beruflichen/sozioökonomischen, politischen/gesellschaftlichen Bereich (Sucht nach Anerkennung, Sucht nach Bestätigung, Sucht nach Macht etc.).

E. W. Udo Küppers

Kapitel 5. Das genügsame Haus

Die Behauptung: „Ein großer Teil unserer Primärenergie wird für das Heizen von Gebäuden aufgewendet. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, muss der Gebäudesektor schnell dekarbonisiert werden. Hierzu müssen wir Energieeffizienzstandards von Gebäuden verschärfen und die Sanierungsrate von Häusern anheben. Energiesuffizienz – die freiwillige Begrenzung des Energiebedarfs – sollte neben Effizienzmaßnahmen als zusätzliches Klimaschutzinstrument von der Politik gezielt gefördert werden.“

Prof. Dr. André D. Thess

8. Stahlverbundbauweise im Hochbau

Der Stahlverbundbau ist ca. 60 Jahre alt und hat sich in den letzten drei Jahrzehnten neben den vier klassischen Bauweisen in Holz, Mauerwerk/Steine, Beton/Stahlbeton und in Stahl als jüngster Bauweise im Hochbau fest etabliert. Fast noch stärker gilt dies auch für den Brückenbau, auf den in diesem Kapitel aber nicht näher eingegangen wird. Im Hochbau findet der Verbundbau vorzugsweise Anwendung im Skelettbau (Geschoss- und Industriebau, Parkhausbau), d. h. bei Träger- und Stützenkonstruktionen bzw. Decken. Dabei vereinigt die Bauweise die Vorteile der beiden eingesetzten Materialien Stahl und Beton durch Ausnutzung ihrer spezifischen Werkstoffeigenschaften:Stahl ist ein homogener, ideal-elastisch/plastischer Werkstoff mit zeit- und alterungsunabhängigen Festigkeitseigenschaften, die allerdings bei Einwirkung hoher Temperaturen (z. B. im Brandfall) relativ rasch verloren gehen. Aufgrund der hohen Festigkeiten ist ein geringer Materialeinsatz möglich.

Wolfram Lohse, Jörg Laumann, Christian Wolf

Kapitel 7. Clusterinitiativen als Instrument der Regionalentwicklung in Niederösterreich

„Innovation durch Kooperation“ als kontinuierlicher Ansatz regionaler Wirtschaftspolitik

Dieser Beitrag zeichnet die Entwicklung der niederösterreichischen Clusterpolitik als regionales, wirtschaftspolitisches Instrument von 2000 bis heute nach. Daraus abgeleitete Erkenntnisse: Die Einbettung in eine regionale Wirtschaftsstrategie ist unerlässlich, diese bildet den notwendigen Rahmen. Erfolgskennzahlen für Cluster sind sinnvoll und schaffen Akzeptanz. Clusterinitiativen sind nachhaltige Instrumente und eignen sich nicht für Spontanmaßnahmen. Cluster sind soziale Netzwerke handelnder Personen und basieren auf gegenseitigem Vertrauen, das sich stetig entwickelt. Kooperationsprojekte (B2B, B2R&D) schaffen langfristige und nachhaltige Beziehungen und sind ein Alleinstellungsmerkmal der Cluster. Und Cluster müssen lokal akzeptiert und gefestigt sein, damit eine Zusammenarbeit zwischen Clustern und Regionen funktioniert.

Stefan Liebert, Simone Hagenauer

Kapitel 4. Marktpreisbildung bei öffentlichen Aufträgen

„Die VO PR 30/53 beginnt mit einer Präambel, einem zeitweilig sehr beliebten, gelegentlich diskreditierten Mittel, den Normzweck zu beschreiben und damit eine Auslegungshilfe zu geben.“ Die Präambel formuliert das Ziel, „marktwirtschaftliche Grundsätze auf dem Gebiet des öffentlichen Auftragswesens verstärkt durchzusetzen“.

Jonas Mengis

Kapitel 12. Gibt es eine ethische Stadtplanung?

Der Beitrag beleuchtet ethische Fragen in der Bautechnik und Architektur. Nach einem historischen Rückblick werden die aktuellen Ansprüche an Wohngebäude vorgestellt, insbesondere der zunehmende Raumbedarf. Vor diesem Hintergrund werden Zielstellungen und Entscheidungen zu Neu- und Umbaumaßnahmen diskutiert und problematisiert, insbesondere mit Blick auf die Dimensionen der Nachhaltigkeit und das Problem der Gentrifizierung. Darauf aufbauend werden sieben Kriterien des nachhaltigen Bauens postuliert. Nach einem Blick auf das autochthone Bauen und möglichen Lowtech-Strategien schließ der Beitrag mit der Forderung, ethische Ansprüche bereits in der Planung von Neu- und Umbaumaßnahmen zu berücksichtigen.

Christoph Breuer

Open Access

4. Beherbergung

Die Beherbergungsbetriebe sind ein zentraler Faktor des Tourismusangebots, weil – sieht man von Camping- und Zeltplätzen ab – ohne entsprechendes Bettenangebot ein Großteil des Tourismus praktisch nicht stattfinden kann. Mit dem Wachstum des internationalen Tourismus steigt auch die Zahl der Beherbergungsbetriebe und der verfügbaren Betten. Weltweit gab es im Jahr 2018 geschätzte 119 Mio. Betten in kommerziellen Beherbergungsbetrieben (extrapolierte Daten aus Gössling und Peeters 2015), d. h., Angebote in der neuen Plattformökonomie (z. B. durch Airbnb) kommen noch dazu. Die Beherbergung verursacht einen wesentlichen Teil der touristischen Treibhausgasemissionen. Eine Schätzung geht davon aus, dass pro Übernachtung im weltweiten Durchschnitt etwa 14 kg CO2 entstehen (direkte Emissionen der Beherbergung, ohne Gastronomie; Gössling und Peeters 2015). Die Emissionsbandbreite der in der Literatur dokumentierten Werte schwankt allerdings je nach Unterkunftsform zwischen 0,1 kg CO2 und 260 kg CO2 pro Nacht (Gössling 2010). Eine Berechnung von Lenzen et al. (2018) geht davon aus, dass pro Jahr Treibhausgasemissionen von 282 Mt CO2-Äquivalenten durch Beherbergungsbetriebe verursacht werden (Input-Output-Analyse, ohne Gastronomie).

Stefan Gössling, Dagmar Lund-Durlacher, Hannes Antonschmidt, Mike Peters, Egon Smeral, Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider, Markus Gratzer

Kapitel 5. Beschreibung und erwartete Positionierung der relevanten Gewerkschaften und Unternehmerverbände

Mit sechzehn Einzelgewerkschaften wurde die Dachorganisation im Jahr 1949 gegründet, wobei aktuell nur noch acht Gewerkschaften im DGB organisiert sind. Im Jahr 1978 trat die Gewerkschaft der Polizei als letzte Einzelgewerkschaft bei, und seither finden häufiger Fusionen von Einzelgewerkschaften statt

Benedikt Bender

38. Klimatechnik

Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich

22. Baumaschinen

Als Baumaschinen wird die Gesamtheit der Maschinen und Geräte bezeichnet, die im Bauwesen verwendet werden. Die übliche Einteilung in Baumaschinen und Baustoffmaschinen ist nicht in allen Fällen eindeutig möglich, ebensowenig die Abgrenzung von stationär zu mobil eingesetzten Maschinen. Viele Baumaschinen lassen sich der Fördertechnik zuordnen, andere gehören zur Verfahrens‐ oder zur Fahrzeugtechnik. Wegen universeller Einsatzmöglichkeiten sind zahlreiche Baumaschinen im Laufe ihrer Entwicklung zu Industriemaschinen geworden. Wegen dieser Vielfalt ist eine Definition des Begriffs Baumaschine nicht eindeutig möglich. Bewährt hat sich die Zuordnung zu bestimmten Bausparten: z. B. Betonbau; Erd-, Tief- und Tunnelbau; Straßen-, Kanal- und Gleisbau. Hier wird eine Auswahl besonders häufig verwendeter Baumaschinen behandelt, die der Fördertechnik zuzurechnen sind. Größenangaben beziehen sich auf das Gesamtangebot. Mit größeren Stückzahlen werden die Maschinen in der Regel in der unteren Hälfte der angegebenen Spannen hergestellt.Hochbaumaschinen sind alle für das Errichten von Gebäuden erforderlichen Hebezeuge und Fördermittel sowie die Maschinen für Aufbereitung, Transport, Förderung und Verarbeitung der Baustoffe, insbesondere Beton.Siehe Abschn. 15.3.2.

Prof. Dr.-Ing. Günter Kunze

20. Lager- und Systemtechnik

Die Transporteinheit (TE) ist das zu fördernde einzelne Stückgut.Häufig fasst man zum Zwecke der Mechanisierung und Automatisierung im Materialfluss mehrere Einzelstücke auf einem Transporthilfsmittel (THM), auch Ladehilfsmittel (LHM) oder Ladungsträger genannt, zu einer größeren Transporteinheit (Fördereinheit, Ladeeinheit) bzw. Lagereinheit zusammen. Diese Bildung uniformer logistischer Einheiten dient der Reduzierung der Transporte sowie des Handlingaufwands, der betriebsübergreifenden Standardisierung der Transport-, Förder- und Lagermittel und der optimalen Nutzung der Lager- und Transporträume. Ferner führt „Ladeeinheit $${ = }$$ = Transporteinheit $${ = }$$ = Lagereinheit“ zu einer Beschleunigung des Umschlags und einer Schonung des Gutes. Vermehrt übernehmen THM in Verbindung mit Identträgern, wie z. B. Barcode oder RFID-Transpondern, auch die Rolle eines Informationsträgers.

Willibald Günthner, Prof. Dr.-Ing. Michael ten Hompel, Jun.-Prof. Dr.-Ing. Andre Katterfeld, Prof. Dr.-Ing. Friedrich Krause

Wasserbau

Die Kerndisziplinen des Wasserbaus sind die Stauanlagen, wie Wehre bzw. Flusssperren und Talsperren, aber auch Wasserkraftanlagen sowie der Flussbau. Dazu kommen der Hochwasserschutz, die Sanierung bestehender wasserbaulicher Anlagen und heute verstärkt auch Aspekte der Ökologie bei der Planung neuer Anlagen und bei der Renaturierung im Zuge der Modernisierung von Wasserbauten und bei der Neugestaltung flussbaulicher Anlagen.

Franz Zunic, Theodor Strobl

S

Florian Langenscheidt, Peter May

XYZ

Florian Langenscheidt, Peter May

K

Florian Langenscheidt, Peter May

S

Florian Langenscheidt, Peter May

B

Florian Langenscheidt, Peter May

Open Access

Intelligente Systeme für das Bauwesen: überschätzt oder unterschätzt?

Der Einzug digitaler Technologien in die Baubranche verändert mit den Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen auch die Handlungsfähigkeit der Beschäftigten. Neben Chancen auf Entlastung von schwerer Arbeit und eine verbesserte Repräsentation komplexer Bauwelten steht die Herausforderung, die hohen Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für langlebige Bauprojekte ohne oder mit nur wenigen menschlichen Eingriffen zu erfüllen. Dafür kommt es auf eine kluge Integration von menschlicher und künstlicher Intelligenz an, bei der ausreichend Handlungsfähigkeit und -kompetenz auf Seiten der menschlichen Maschinensteuerung verbleibt. In unserem Beitrag diskutieren wir drei (Ideal-)Typen von Mensch-Maschine-Beziehungen und ihre Implikationen für Handlungsfähigkeit und Resilienz in künftigen Bauwelten. Dabei wird die Bedeutung vertrauenswürdiger und lernförderlicher Konfigurationen der Mensch-Maschine-Kooperationen herausgestellt.

Cordula Kropp, Ann-Kathrin Wortmeier

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

4. Vergabeverfahren – Stufe 1 (Ausschreibung bis Angebot)

Wenn Bauarbeiten beauftragt werden sollen, dann werden die Aufträge dafür nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei kleineren Reparaturarbeiten mündlich erteilt. In der Regel erwartet ein Auftraggeber von einem potenziellen Auftragnehmer (Bauunternehmen) ein Angebot, auf dessen Grundlage dann ein Auftrag erteilt wird.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

5. Grundlagen der Kalkulation

Mit Hilfe der Kalkulation werden alle durch die Erstellung einer Bauleistung entstehenden Kosten erfasst. Die systematische Zusammenstellung aller im Unternehmen anfallenden und zahlenmäßig erfassbaren Vorgänge erfolgt mit Hilfe des Rechnungswesens (siehe Abb. 5.1).

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

6. Durchführung der Kalkulation

Bei der Angebotsbearbeitung im Bauunternehmen (siehe Abb. 6.1) sind verschiedene Arbeitsschritte durchzuführen, deren Umfang und Intensität vom Volumen des Projektes, seinem Schwierigkeitsgrad, dem Standort und von der Vertragsgestaltung abhängen. Die nachstehende Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte bezieht sich vorrangig auf Inlandsprojekte. Bei Auslandsaufträgen gestaltet sich die Angebotsbearbeitung insbesondere im Hinblick auf:

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

3. Biologische Basisinformationen

Ein Kapitel „Biologische Grundlagen“, wie es vielleicht erwartet werden würde, kann es im Rahmen dieses Buches nicht geben. Die Biologie ist ein viel zu großes und zu weit verzweigtes Gebiet, als das alle biologischen Grundlagen hier zusammengefasst werden könnten. Hinzu kommt, dass für das Verständnis vieler biologischer und insbesondere mikrobiologischer Abläufe, Prozesse und Systeme häufig auch fundierte Chemiekenntnisse benötigt werden.

Welf Wawers

Kapitel 1. Beton

Beton und Mörtel sind bis heute die meist verwendeten Stoffe im Bauwesen und folglich für den Bauingenieur von besonderer Bedeutung.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 2. Betonstahl und Korrosion

Eisenwerkstoffe sind aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften sowie der guten Form- und Bearbeitbarkeit im Bauwesen von besonderer Bedeutung. Durch die Beimischung weiterer Stoffe (Legieren) können die Eigenschaften des Werkstoffes an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden. Erz als Rohstoff der Eisenwerkstoffe bezeichnet ein aus der Erdkruste abgebautes Mineralgemenge, welches einer mechanischen sowie chemischen Weiterverarbeitung unterzogen werden kann.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 4. Kunststoffe

Kunststoffe bieten gegenüber dem Naturwerkstoff Holz den entscheidenden Vorteil, dass sich ihre physikalischen und chemischen Materialeigenschaften beim Produktionsprozess sehr präzise steuern lassen. Dadurch entstehen hochwertige Materialien gleichbleibender Qualität, die darüber hinaus ein sehr breites Anwendungsspektrum ermöglichen. Zudem existiert eine Vielzahl von Verfahren, um Kunststoffkörpern nahezu beliebige Geometrien zu verleihen.

Eduardus Koenders, Kira Weise, Oliver Vogt

Kapitel 3. Eigenschaften von Kunststoffen in Bauteilen

Kap. 3 Band 1 ist, neben Kap. 1 Band 2, das umfangreichste Kapitel dieser 3 Bände. Es beginnt mit dem chemischen, gefolgt vom physikalischen Aufbau der Kunststoffe. Die Bindungsarten leiten das Kapitel ein. Der Zusammenhang zwischen Bindekräften und der mechanischen Festigkeit von Polyethylen schließt die Einführung ab. Die chemische Struktur von Kunststoffen wird ingenieurmäßig erläutert bis hin zum Einbau von Fremdatomen (Copolymerisation) und innere/äußere Weichmachung. Die physikalischen Ordnungszustände (amorph, teilkristallin) sowie die anwendungstechnischen Auswirkungen (Schwindung, Dichte) werden beschrieben. Vernetzte Zustände schließen an.Abschn. 3.2 befasst sich mit der Charakterisierung von Zustandsbereichen in Kunststoffen. Es folgen die Abschn. 3.3 „Mechanische Eigenschaften“, 3.4 „Weitere physikalische Eigenschaften“ und 3.5 „Chemische Eigenschaften“. Abschn. 3.6 dürfte für den Leser wertvoll sein, weil hier Kurzcharakterisierungen von 33 Polymeren abgedruckt sind. Abschn. 3.7 behandelt Zusatzstoffe für Kunststoffe. Abschn. 3.9 behandelt die thermoplastischen Elastomere TPE), gefolgt von den Elastomeren in Abschn. 3.10. Abschn. 3.11 widmet sich den Polysiloxanen. Polymere und Faserverbunde aus natürlichen und synthetischen Rohstoffen (Abschn. 3.15) sowie Duroplaste (Abschn. 3.13) schließen Kap. 3 ab. Kap. 3 wurde umfangreich überarbeitet.

Peter Eyerer

7. Stromerzeugung aus Wasserkraft

Lauf- und Speicherwasserkraftanlagen werden eingesetzt, um die ursprünglich aus der Sonnenenergie kommende und mithilfe des globalen Wasserkreislaufs (Kapitel 2) im Wasser gespeicherte potenzielle und kinetische Energie zur Bereitstellung mechanischer und/oder elektrischer Energie nutzbar zu machen. Dazu werden nachfolgend zunächst die grundlegenden physikalischen Zusammenhänge, wie sie an einem Wasserkraftanlagenstandort gegeben sind, diskutiert. Im Anschluss daran wird auf wesentliche auftretende Verlustmechanismen eingegangen.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Markus Aufleger, Prof. Dr.-Ing. Franz Joos, Dr.-Ing. Klaus Jorde, Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dr. Anne Rödl, Prof. Dr.-Ing. Michael Schlüter, M.Sc. Lucas Sens

3. Passive Sonnenenergienutzung

Die Bezeichnung „Passive Solarenergienutzung“ hat sich in den 1970er Jahren eingebürgert. Mit Hilfe des Kriteriums „zugeführte Hilfsenergie“ sollte eine klare Abgrenzung zu den anlagentechnischen (aktiven) Systemen zur Nutzung der Sonnenenergie zur Wärmebereistellung erreicht werden. Beim Einsatz von Hilfsaggregaten (z.B. Ventilatoren) wurden die Systeme als Hybridsysteme bezeichnet. Der Übergang zwischen passiven und aktiven Systemen wurde dadurch jedoch unscharf, denn beispielsweise ist ein Fenster mit automatisch betriebener Verschattung gleichfalls passiv wie hybrid.

Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt, Dipl.-Ing. Marina Stegelmeier, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Wolfgang Streicher
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