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About this book

Im deutschen Bauwesen zeichnet sich seit längerem die Entwicklung ab, dass technische E- scheidungen in der Planung und Ausführung immer stärker auch zu einer rechtlichen Bewertung führen. Dies beginnt bei der Frage, ob und inwieweit nun eine bestimmte Bauleistung Vertrags- halt ist oder nicht. Hiermit eng verbunden ist natürlich das Problem der Baukosten. Zentraler „Kriegsschauplatz“ ist immer auch die Frage, inwieweit Sachmängelansprüche gegenüber den eingangs genannten Beteiligten im Zusammenhang mit Planung und Ausführung der Bauwer- abdichtung vorliegen. Ein im wesentlichem technisch ausgebildeter Planer muss zwangsläufig davon ausgehen, dass sein Handeln immer einer juristischen Bewertung standhalten muss. Gleiches gilt natürlich auch für den Bauausführenden. Von daher widmet sich ein durchaus umfangreiches Kapitel rechtlichen Schwerpunkten. Der Leser ist somit in der Lage, dass rechtliche Umfeld seines Handelns als Baubeteiligter grob einzuschätzen. Die Fachautoren haben die manchmal recht schwierige Rechtslage dem Techniker einfühlsam versucht darzulegen und hoffen, dass dies gelungen ist. Letztlich ist das Fachbuch ein „gewollter Zwitter“ zwischen der Darstellung regelmäßig an- wandter, spezieller und teilweise diskutierter Bautechnik einerseits sowie der rechtlichen Klärung der Grundlagen von Handlungsweisen der am Bau Beschäftigten andererseits. Wenn der einzelne Leser durch Beachtung des Buchinhaltes eine technisch mangelfreie Planung und Ausführung seinem Auftraggeber abliefern kann und zudem mögliche Fallstricke der Rechtsanwendung - kennt- so hat das Buch seinen Sinn erfüllt. Jürgen Weber Volker Hafkesbrink Autorenverzeichnis

Table of Contents

Frontmatter

1. Danksagung

Auszug
Dank an die technischen Kollegen, welche mit Rat und Tat zur Verfügung standen und somit zum Gelingen der speziellen Themen im Punkt 8.0 beigetragen haben:
  • Prof. Dr.-Ing. Michael Balak (Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie u. Technik, Wien)
  • Dipl.-Geologe Michael Link (Institut f. Paläontologie Uni Erlangen-Nürnberg)
  • Dipl.-Ing. (FH) Werner Schwille (Fa. Schwille-Elektronik, Kirchheim b. München)
  • Gerhard Diglas (Fa. Kerasan GmbH Co KG, Wien)
  • Dr.-Ing. Christian Simlinger (Ingenieurbüro Leobersdorf)
Jürgen Weber

2. Geschichtliche Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Auszug
Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.
Stefan Hemmann

3. Physikalische und chemische Grundlagen

Auszug
Bei üblichen klimatischen Bedingungen kann Wasser in fester, flüssiger und gasförmiger Form auftreten. Die größte Dichte besitzt Wasser mit 1000 kg/m3 bei 4 °C. Bei dem Übergang von flüssiger zu fester Form ist ein Dichtesprung vorhanden, welcher mit einer Volumenausdehnung (Dilatation) verbunden ist. Der sich dabei entwickelnde Sprengdruck ist Ursache von Frostschäden.
Jürgen Weber

4. Voruntersuchung und Konzept

Auszug
Der Erfolg oder Misserfolg der Bausanierung ist im Wesentlichen von einer ausreichend sensiblen und durch Fachkenntnis gekennzeichneten Planung abhängig. Der Spagat zwischen einer vom Bauherren gewünschten kostengünstigen Planung und der Ausarbeitung eines fachlich fundierten Sanierungskonzeptes wird immer wieder in Folge des Kostendruckes „ausgereizt“. Durch falsch verstandene Kosteneinsparungen werden Fehler in der Planung von Abdichtungsarbeiten an Bestandsbauten vorgenommen, die sich in der Ausführung selbst, aber auch im Nutzungszeitraum nur noch durch erhebliche Kosten- und Zeitaufwendungen wieder revidieren lassen. Die Verhältnisse im letzten Bauschadensbericht der Bundesregierung weisen eindeutig auf diesen Umstand hin.
Jürgen Weber

5. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Auszug
Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.
Uwe Wild

6. Injektionsverfahren

Auszug
Unter Injektion versteht man das Einbringen einer flüssigen Substanz in ein Bauteil. Das Einbringen der Substanz erfolgt mit oder ohne Druck mit dem Ziel der vollständigen Verteilung über dem Bauteilquerschnitt.
Jürgen Weber

7. Nachträgliche Vertikalabdichtung

Auszug
In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller nur für untergeordnete Lagerzwecke planmäßig genutzt werden soll. In solchen Fällen wird eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.
Uwe Wild

8. Physikalische Verfahren

Auszug
Seit Bestehen sind die physikalischen Verfahren der Mauerwerksabdichtung bzw. Mauerwerkstrockenlegung sicherlich die umstrittensten Methoden bei der Sanierung von Bestandsbauten. Der Umstand hat seine Wurzeln in der Unüberschaubarkeit der Methoden, der teilweise fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen und der ebenso vielfach fehlenden ingenieurtechnischen Nachvollziehbarkeit.
Jürgen Weber

9. Flankierende Maßnahmen

Auszug
Unter Dränagen versteht man ganz allgemein ein im Erdreich verlegtes, wasserableitendes System, welches im Hoch- und Tiefbau, aber vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Da die Zielstellungen in der Landwirtschaft bezüglich Einsatz von Dränagen außer dem Grundsätzlichen nichts im Speziellen mit dem Hochbau gemein haben, werden nachfolgend nur die im Bauwesen verwendeten Dränanlagen berücksichtigt.
S. Hemmann, J. Weber

10. Qualitätsmanagement

Auszug
Da am Bau mehrere fachlich Beteiligte zum Gesamtergebnis beitragen, ist nicht nur ein hohes Maß an Planung, Koordination und Bauleitung erforderlich, sondern auch ein sachkundiges Qualitätsmanagement, so auch oder gerade bei den Bauwerksabdichtungsarbeiten, die eine wesentliche Leistung zur mangelfreien Errichtung eines Gebäudes darstellen.
Stefan Hemmann

11. Zivilrechtliche Grundlagen

Auszug
Der Bauherr ist als Auftraggeber nicht nur der Hauptvertragspartner, sondern er hat insbesondere das Recht die Erstellung eines Werks nach seinen Vorstellungen zu verlangen. Ihm sind bei Vereinbarung des VOB/B auch nach Vertragschluss Möglichkeiten an die Hand gegeben, den geschlossenen Vertrag nach seinen Vorstellungen zu modifizieren, also insbesondere auch dem Auftragnehmer Weisungen hinsichtlich der Art und Weise der Erstellung des Werkes zu geben, § 1 Nr. 3 und 4 VOB/B. Ebenfalls ist er berechtigt, den Vertrag jederzeit zu kündigen, § 649 Abs. 1 BGB, § 8 Nr. 1 VOB/B. Er muss dann jedoch die Vergütung des Auftragnehmers unter Anrechnung der ersparten Aufwendungen zahlen.
Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

12. Checklisten

Ohne Zusammenfassung
Stefan Hemmann

Backmatter

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