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About this book

Abdichtungsarbeiten beanspruchen kosten- und mengenmäßig bei der Errichtung eines Bauwerks einen so bescheidenen Teil, daß die Herausgabe eines Fachbuches einer Begründung bedarf. Diese ist durch zwei Umstände gegeben. Einerseits kön­ nen in Schadensfällen so hohe Kosten entstehen, daß sie in gar kein Verhältnis zu dem vergleichsweise geringen Herstellungswert einer Abdichtung zu bringen sind, und andererseits hängt deren Wirksamkeit nicht allein von ihrer fachgerechten Aus­ führung, sondern in entscheidendem Maße auch von ihrer Anordnung, also der Arbeit des Entwerfenden, und in ebenso hohem Maße von der Ausführung der die Abdichtung umgebenden Massivbauteile ab. Es werden daher in gedrängter Form, aber erschöpfend für die Bedürfnisse der Praxis, alle die Richtlinien zusammengestellt und an Beispielen erläutert, die von dem konstruierenden und ausführenden Baufachmann anzuwenden sind, um Schä­ den zu verhüten. Die Arbeitsweise beim Herstellen bituminöser Abdichtungen hat sich, seit sie vor etwa 80 Jahren erstmalig ausgeführt wurde, wenig verändert, wenn man von einigen Varianten absieht, die inzwischen entwickelt worden sind. Jedoch sind die konstruk­ tiven Voraussetzungen für ihre Wirksamkeit im Laufe der Jahrzehnte immer weiter vervollkommnet worden. Sie können heute als geklärt angesehen werden. Die An­ wendung dieser Erfahrungen, die der Verfasser in fünf Jahrzehnten Praxis in der Abdichtungstechnik sammeln konnte, ist in den hier niedergelegten Richtlinien und Beispielen wiedergegeben. Bei der Bearbeitung der 2. Auflage konnte eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse berücksichtigt werden.

Table of Contents

Frontmatter

1. Grundlagen

Zusammenfassung
Das Abdichten von Bauwerken soll verhindern, daß Wasser, gleich welcher Art und Herkunft einen schädigenden Einfluß auf das Bauwerk, seine Teile oder Innenräume ausübt.
Karl Lufsky

2. Stoffe, Normen und Grundregeln

Zusammenfassung
Das für Klebeabdichtungen verwendete Bitumen wird als Rückstand bei der Destillation des Mineralöls gewonnen. Es ist eine fest erscheinende, schwarz glänzende Masse, die unter steter Krafteinwirkung auch bei niedriger Temperatur verformbar ist. Auf den Baustellen wird es in Blöcken angeliefert, mit der Axt in Stücke geschlagen und in Kesseln aufgeschmolzen. Das Bitumen ist, auch im kalten Zustand, kein fester Körper, sondern hat die Merkmale einer Flüssigkeit, nämlich innere Beweglichkeit seiner Teilchen gegeneinander und infolgedessen Fehlen der beständigen äußeren Form. Das durch diese Eigenschaften bedingte Fließen des Bitumens geht jedoch bei Klimatemperaturen so langsam vonstatten, daß es dem Auge nicht als Bewegung erkennbar wird [72; 156].
Karl Lufsky

3. Wasserdruckhaltende Abdichtungen

Zusammenfassung
Die Abdichtung wurde kurz vor der letzten Jahrhundertwende beim Bau der ersten U-Bahntunnel in Berlin eigens als wasserdruckhaltende Außenabdichtung entwikkelt. Sie hat sich für diesen Zweck so gut bewährt, daß sie noch heute in fast unveränderter Form für die U-Bahn Neubauten in Berlin und anderen Städten verwendet wird [104; 59; 48; 19].
Karl Lufsky

4. Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser

Zusammenfassung
Für das sehr mannigfaltige und wichtige Gebiet der Bauwerksabdichtung gegen nichtdrückendes Oberflächen- und Sickerwasser tritt an die Stelle der bisherigen DIN 4122 der Teil 5 der neuen Norm DIN 18195 (Abschn. 2.5.5). Die „Anweisung für Abdichtung von Ingenieurbauwerken“ (AIB) der Deutschen Bundesbahn befaßt sich ebenfalls eingehend mit dieser Art des Wasserangriffs, ist aber hauptsächlich auf die recht hohen Erfordernisse des Eisenbahnbaues abgestellt.
Karl Lufsky

5. Abdichtungen gegen Bodenfeuchtigkeit

Zusammenfassung
Der Schutz der Bauwerke gegen Bodenfeuchtigkeit ist immer notwendig, wenn nicht umfangreichere Abdichtungsarbeiten (gegen Grundwasser, Stauwasser, Sikkerwasser) ohnehin durchgeführt werden müssen. Die in unseren Breiten im Erdreich stets vorhandene Feuchtigkeit würde sonst in den Wänden aufsteigen und zu weitreichenden Schäden führen. Diese beeinträchtigen den Nutzungswert, z. B. durch Ablösen der Tapeten, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und Verminderung des Wärmeschutzes in Wohnungen, und fördern die Hausschwammgefahr. Zur Bodenfeuchtigkeit gehören:
  • Haftwasser, das durch Adhäsion an den Bodenteilchen haften bleibt, ohne zu versickern,
  • Porenwinkelwasser, das in den Winkeln zwischen den Bodenteilchen auch da hängt, wo kein Haftwasser vorhanden ist,
  • adsorbiertes Wasser, das in Form feinster Häutchen den Bodenteilchen auch da angelagert ist, wo weder Porenwinkel- noch Haftwasser auftritt,
  • Kapillarwasser, das infolge Harröhrchenanziehung über den höchsten Stand des Grund- oder Stauwassers emporgehoben wird.
Karl Lufsky

6. Beurteilung und Beseitigung von Schäden

Zusammenfassung
Wie überall, werden auch auf dem Gebiet der Bauwerksabdichtung Fehler begangen. Die Gesamtheit selbstbegangener und bei anderen erkannter Fehler bildet den Grundstock eines — im vorliegenden Falle fünfzigjährigen — Berufslebens.
Karl Lufsky

Backmatter

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