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Bauwerksabdichtung

weitere Buchkapitel

3. Strukturen der Bauwirtschaft

Gebäude und bauliche Anlagen weisen in Bezug auf ihre Produkteigenschaften und auf die mit ihrer Erstellung verbundenen Prozesse einige besondere Merkmale auf, die spezifische Organisationen und Vorgehensweisen erfordern und die sich damit von anderen Produkten ganz wesentlich unterscheiden.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Berner, Prof. Dr.-Ing. Bernd Kochendörfer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Schach

Kapitel 2. Wärmeschutz

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Kapitel 2. Terrassen, Balkone, Loggien

Terrasse lateinische Begriff „Terra“ für Boden. Die Terrasse ein ebenerdiger „Freisitz“, d. h. eine befestigte Plattform auf Bodenniveau, die an ein Gebäude anschließt.

Joachim Schulz

Kapitel 7. Fenster

Gerade bei Vorhangfassaden der 70er und 80er Jahre habe ich wiederholt festgestellt, dass es zu starken Zugerscheinungen im Fensterbrüstungsbereich innerhalb der Räume kommt. Nach Demontage der Außenverkleidung eines Wohn- und Geschäftshauses wurden überdurchschnittlich breite „Fugen“ festgestellt, die nicht bzw. nur unzureichend abgedichtet waren.

Joachim Schulz

Kapitel 6. Fassade

An einem Gesimsputz kam es im Traufbereich des Daches zu Farb- und Putzabplatzungen. Nachdem die Fassade eingerüstet war, wurde festgestellt, dass es sich bei den Putzabplatzungen um Gipsputz handelte.

Joachim Schulz

Kapitel 1. Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen

Im Kap. 1 „Prüfung von Kunststoffen und Bauteilen“ gab es einige Veränderungen gegenüber der ersten Auflage: Neben neuerer Literatur und einigen Anwendungsbeispielen wurde vor allem das Kapitel Rheologische Prüfverfahren aufgenommen. Ausgewählte Vertiefungen, bevorzugt an zerstörenden Prüfverfahren und deren Anwendungen werden an Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren erläutert. Das neue Teilkapitel 1.4 befasst sich mit der Produktqualifikation (Umweltsimulation) an Bauteilen und Komponenten.

Peter Eyerer

Kapitel 20. Haftung

Der zivilrechtlichen Haftung kommt im Berufsleben der Architekten und Ingenieure eine besondere Bedeutung zu. Dieses Kapitel will dazu beitragen, Zusammenhänge und die daraus resultierenden Gefahren zu erkennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Fehler vermieden werden können. Hierzu erläutert der Autor zunächst die diesbezüglichen Aufgaben und Pflichten des Architekten/Ingenieurs. Zu diesen zählen die Planung, Bodengutachten, Bauleitung und Ausschreibung sowie die Beratungs- und Aufklärungspflichten. Im weiteren Verlauf erhält der Leser Informationen zu den Rechtsgrundlagen der Haftung wie gesetzliches Werkvertragsrecht, Sachmängel, Rechtsmängel, vertragliche Haftung und Haftungsbeschränkungen. Im nächsten Schritt erläutert das Kapitel die Rechtsfolgen der Haftung, die Nebenpflichtverletzungen, unerlaubte Handlungen sowie die Baustellenverordnung. Auch die Vollmachtüberschreitung, gesamtschuldnerische Haftung, Verjährung und Beweislast/-führung werden erläutert. Streitverkündung, Schadenschwerpunkte sowie Nichtbeachtung von Vorschriften/Bauherrenwünschen sind weitere Themen. Die Qualität der Bauleistung wird ebenso erörtert wie Maß- und Berechnungsfehler. Die Darstellung von häufigen Schadensursachen schließt das Kapitel ab.

Ulrich Langen

Kapitel 11. AVA im Leistungsbild des Architekten

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI Fassung vom 10.07.2013) regelt deren Leistungen und Honorare bei der Planung und Abwicklung von Gebäuden, Freianlagen und Innenräumen. Die in dem Leistungsbild Objektplanung, Flächenplanung und Fachplanung beschriebenen Leistungen gelten für Neubauten, Neuanlagen, Wiederaufbauten, Erweiterungsbauten, Umbauten, Modernisierungen, Raumbildende Ausbauten, Instandhaltungen und Instandsetzungen. Der Beginn der Architektenleistungen im AVA-Bereich setzt einen bestimmten Planungsstand voraus.

Wolfgang Rösel, Antonius Busch, Bernd Rode

6. Baustoffliche Grundlagen

Kapitel 6 gibt einen Überblick über die Grundlagen der wichtigsten im Hochwasserschutz zum Einsatz kommenden Baustoffe Beton, Bitumen, Asphalt, Mauerwerk, Naturstein, Putzmörtel, Aluminium, Stahl, Holz und Kunststoffe.Nach einem einleitenden Abschnitt, in dem allgemein die Anwendung von Baustoffen im Hochwasserschutz und die feuchtetechnischen Eigenschaften beschrieben werden, werden in den folgenden Abschnitten für jeden der genannten Baustoffe detailliert die Baustoffeigenschaften und die Anwendungsbereiche im Hochwasserschutz dargestellt. Darüber hinaus werden jeweils die speziellen Anforderungen, Beanspruchungen und Schäden im Bereich des Hochwasserschutzes vorgestellt. Die einzelnen Abschnitte schließen jeweils mit einer Zusammenstellung des einschlägigen Norm- und Regelwerkes.

Wolfgang Breit, Robert Adams

Europäische und nationale Regeln für Abdichtungen – Widersprüche und Lösungen

In[aut]Klingelhöfer, Gerhard einem vereinten Europa soll der freie Warenverkehr auch für Abdichtungsprodukte mit harmonisierten Verwendbarkeitsnachweisen möglich sein und Regeln für Abdichtungen an Bauwerken sollen europäisch vereinheitlicht werden. Dabei ist aber zu beachten, dass es nationale Präferenzen, unterschiedliche Erfahrungen, historisch etablierte Praktiken und unterschiedliche regionale Bauausführungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten gibt, die nicht einfach europäisch zu egalisieren und gleichlautend in Regeln zu formulieren sind. Die Erfahrungen des Autors in verschiedenen nationalen Normungsgremien zeigen, dass es bereits sehr schwierig ist, akzeptable nationale Normen für Abdichtungen zu verfassen und dass eine adäquate europäisch harmonisierte NormungenNormung eigentlich nicht in gleicher Weise zu verwirklichen wäre.

Dipl.-Ing. Gerhard Klingelhöfer

CE, Ü, hEN, EAD, ETA, aBG, abZ, abP – Was ist das? Unterschiede? Schließung der Lücken durch die MVV TB

Auch wenn sich in den vergangenen Jahren die Regelungsgestaltung im Bauwesen scheinbar vollständig geändert hat, so zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass die grundlegenden Überlegungen und Regelungen zu Abläufen im Bauwesen unverändert sind.

Dipl.-Ing. Bettina Hemme

Änderungen in den Abdichtungsnormen – schon wieder und warum?

Bekanntermaßen[aut]Zöller, Matthias ist die neue Reihe der AbdichtungsnormenAbdichtungsnorm DIN 18531 bis DIN 18535 [1–5] im Juli 2017 erschienen. Die Entscheidung für die Neugliederung fiel im Jahr 2010 mit der Absicht, inhaltlich den Bestand aus der DIN 18195 [6] sowie der DIN 18531 [1], die Dächer für nicht genutzte Dachflächen regelte, Inhalte möglichst zu übernehmen bzw. fortzuführen und lediglich strukturelle Änderungen vorzunehmen. Durch die Fortentwicklung der Abdichtungstechnik und der üblichen Bauweisen wurden aber auch inhaltliche Änderungen erforderlich, die bislang nicht in hinreichendem Umfang berücksichtigt wurden. Deswegen werden erneute Überarbeitungen notwendig, die sich auf Inhalte beziehen. Das betrifft vor allem die Neustrukturierung der Abdichtungen sowie den Feuchteschutz durch wasserundurchlässige Betonkonstruktionen im erdberührten Bereich, aber auch Flachdachabdichtungen, weil sich deren maßgeblichen Regelwerke DIN 18531 und die Flachdachrichtlinie in Teilen widersprechen. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick zu den anstehenden Änderungen.

Prof. Dipl.-Ing. Matthias Zöller

3. Feuchteschutz

Unter dem Begriff Feuchteschutz werden Maßnahmen zum Schutz des Bauwerks gegen Einwirkungen durch Wasser verstanden. Physikalisch betrachtet ist der Begriff „Feuchte“ nicht präzise gewählt. Feuchte ist nichts Anderes als Wasser. Die Verwendung des Begriffs „Feuchte“ ist jedoch in der bautechnischen Fachsprache üblich und wird auch hier verwendet.

Matthias Post, Peter Schmidt

8. Feuchteschutz

BauwerksabdichtungenBauwerksabdichtung sind nach den Landesbauordnungen und der Musterbauordnung bauaufsichtlich nicht relevant, da zunächst nicht erkennbar ist, dass Gefahren für Leben und Gesundheit bestehen. Bei einer Fußbodenkonstruktion kann eine Durchfeuchtung jedoch durchaus eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, wenn dadurch z. B. das Schimmelpilzwachstum beschleunigt, die Hygiene beeinträchtigt oder die Wärmedämmfähigkeit oder Schalldämmfähigkeit einer Dämmschicht reduziert wird.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

13. Qualitätssicherung Estricharbeiten

Qualitätssicherung beginnt bei der Qualität der Ausschreibung und endet bei der stichprobenartigen Prüfung der fertigen Leistung. Eine Leistung sollte nur dort geprüft werden, wo es aus fachtechnischer Sicht Sinn macht. Zum Beispiel soll eine Bestätigungsprüfung der Festigkeit nur durchgeführt werden, wenn es konkrete Hinweise gibt, die Zweifel an der Festigkeit aufkommen lassen.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

12. Estrich und Belag

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden hier Probleme und Erscheinungsbilder im Zusammenwirken von Estrich und Belag und bei der Verlegung der Bodenbeläge, die in der Fachpraxis immer wieder zu beurteilen sind, behandelt. Unter „Bodenbeläge“ versteht man als Sammelbegriff vereinfachend alle Bodenbeläge (elastische, textile, Fliesen, Platten, Schichtstoffelemente, Parkett, Holzpflaster u. v. m.), die unmittelbar auf Estrichen verlegt werden. Analog dazu versteht man unter dem Begriff „Bodenleger“ allgemein den Auftragnehmer derartiger Verlegearbeiten.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

2. Verlegearten

Mit der Auswahl der Verlegeart lassen sich Estriche für bestimmte Zwecke gezielt einsetzen. Eigentlich gibt es nur die Grundarten, die nach der Art der Auflagerung bzw. Bettung unterschieden werden, nämlich auf Dämmschicht, auf Trennschicht und im Verbund.

Harry Timm, Thomas Allmendinger, Norbert Strehle

Aufbau Von Hüllen

Auf die bauliche Umsetzung der grundlegenden Kraftleitungs- und Schutzfunktionen wie in Band 1 beschrieben sowie auf die damit verknüpften konstruktiven und bauphysikalischen Fragen soll nun im Folgenden bei der Besprechung des konstruktiven Aufbaus von Hüllen näher eingegangen werden.

José Luis Moro

4. Ökologisches Sanieren von Baukonstruktionen

Ausgangspunkt der energetischen Sanierung ist die bauliche Analyse des Gebäudes – d. h. der Bauteile der Gebäudehülle und der Anlagentechnik – sowie deren Nutzung. Sowohl die Restlebensdauer sollte abgeschätzt werden als auch die Schäden. Die Genauigkeit bzw. die Tiefe der Untersuchungen werden hauptsächlich von zwei Faktoren bestimmt: 1. dem baulichen Zustand des Gebäudes und 2. der Komplexität der Bauaufgabe. An Hand von Beispielen aus Roh– und Ausbau werden eine Vielzahl ökologischer Sanierungsmaßnahmen aufgezeigt.

Dr. Michael Stahr

4. Wichten und Eigenlasten

Im vorliegenden Kapitel werden charakteristische Werte von Wichten und Flächenlasten von Baustoffen, Bauteilen und Lagerstoffen (Eigenlasten) angegeben. Diese werden in DIN EN 1991-1-1:2010-12 (Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke – Teil 1-1: Wichten, Eigengewicht und Nutzlasten im Hochbau) [1] sowie dem zugehörigen Nationalen Anhang (DIN EN 1991-1-1/NA:2010-12) [2] festgelegt. Zur Vereinfachung wird im folgenden Beitrag die Bezeichnung „DIN EN 1991-1-1+NA“ verwendet, wenn Regelungen der Norm einschließlich des Nationalen Anhangs gemeint sind. Für Verweise auf Bilder, Tabellen und Gleichungen in der Norm bzw. im Nationalen Anhang wird die jeweilige Norm-Nummer einschließlich ihres Ausgabedatums angegeben.

Peter Schmidt

3. Flachdächer

Abhängig von ihrer Neigung werden Dächer entsprechend DIN 68800-2 wie folgt definiert:● Flachdach ≥ 2 % und ≤ 5 % (3°)● Flach geneigtes Dach > 3° und ≤ 5°● Geneigtes Dach > 5° (ab ca. 10 %)

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.Die erste mit Lokomotiven betriebene Eisenbahn in Deutschland nahm 1835 den öffentlichen Personen- und Güterverkehr auf. Und dies bereits mit der bis heute üblichen Normalspur mit einer Spurweite von 1435 mm. Der Aufbau des Eisenbahnnetzes erfolgte anfänglich durch private Gesellschaften sowie bald auch durch Staatsbahnen.Nach der deutschen Einigung von 1871 entstand in den einzelnen Bundesstaaten eine Reihe von staatlichen Länderbahnen. Die zahlreichen in dieser Zeit gebauten Privatbahnen bedienten i. d. R. den Regional- und Nahverkehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Länderbahnen vom Deutschen Reich übernommen und in der 1924 gegründeten Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zu einem einzigen Staatsunternehmen zusammengefasst, das den größten Teil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland betrieb.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

Kapitel 7. Wasserspeicherung

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und Merkblätter ausschlaggebend.

Gerhard Merkl

Ökonomie

Alle Konstruktionen, die insgesamt ein Bauwerk ausmachen, sind dem langsamen Verlust ihrer Funktionsfähigkeit unterworfen, sei es durch materialtypische Alterungsprozesse, sei es durch Zersetzung aufgrund von Bestrahlung, Bewitterung oder durch mechanische Abnutzung. Maßnahmen zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit sind herkömmlicherweise eine Antwort des Planers auf diese Tatsache. Dennoch ist es in der Regel erforderlich, einzelne Teile des Bauwerks nach einer bestimmten Zeit auszutauschen.

José Luis Moro

3. Abwasser- und Wassertechnik

Die Ver- und Entsorgung von Gebäuden mit Wasser- und Abwasseranlagen wird erläutert. Die Planungs- und Berechnungsgrundlagen von Abwasseranlagen werden dargestellt und mit Beispielrechnungen demonstriert. Auf Einzelheiten der Leitungsanlagen, Konstruktion und Materialwahl wird eingegangen. Auch Anlagenteile außerhalb des Gebäudes wie Kleinkläranlagen, Versickerungsanlagen oder Gebäudedränung sind umfangreich beschrieben. Neben der Trinkwasserversorgung mit Planungs- und Berechnungsgrundlagen ist der Aufbau von einfachen und automatischen Feuerlöschanlagen Bestandteil dieses Kapitels. Ebenso dargestellt sind Regenwasser- und Grauwassernutzungsanlagen.

Dirk Bohne

VERZEICHNIS DER AUSSTELLER AACHEN 2018

Während der Aachener Bausachverständigentage wurden in einer begleitenden Informationsausstellung den Sachverständigen und Architekten interessierende Messgeräte, Literatur und Serviceleistungen vorgestellt:

Martin Oswald, Matthias Zöller

Fehlerfrei und doch mangelhaft – Hinzunehmende Unregelmäßigkeiten, hinnehmbarer oder zu beseitigender Mangel bei Dachabdichtungen

Das oberste Ziel einer Abdichtung ist das Erreichen der Dichtheit, damit in die weiteren Schichten eines Dach- oder Abdichtungsaufbaus keinerlei Niederschlagswasser eindringen kann. Das Erfordernis der Dichtheit ist die wichtigste Eigenschaft einer Abdichtung, unabhängig weiterer Parameter, die ebenso auf eine Abdichtung einwirken. Weitere Parameter, sprich Beanspruchungen, sind Feuchte sowie mechanische, thermische, biologische, chemische und sonstige Beanspruchungen. Die Beanspruchungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Nutzungsdauer einer Abdichtung, sondern auch auf deren Überdeckungen, Nahtfügungen und Detailausbildungen. So sind beispielsweise durch Unebenheiten im Untergrund, aber auch bei den weiteren Dachschichten etc. Pfützenbildungen unvermeidbar.

Ludwig Held

Kapitel 2. Wärmeschutz

Erläuterung wärmeschutztechnischer Begriffe und Darstellung der unterschiedlichen Anforderungen an den Wärmeschutz und deren Berechnung und Bemessung.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

6. Verwertung von Ausbauasphalt

Der Werkstoff Asphalt hat sein Vorbild in dem natürlichen, aus Erdöl entstandenen „Erdpech“. Solche Naturasphalte wurden bereits vor rund 5000 Jahren von den Babyloniern und Sumerern zur Bauwerksabdichtung verwendet. Künstliche Asphalte traten ab Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Plan, nachdem Bitumen aus Erdöl hergestellt werden konnte. Sie fanden schnell Eingang und breite Verwendung im Straßenbau. Heute wird unter Asphalt ein Kompositbaustoff aus dem Bindemittel Bitumen sowie aus groben und feinen Gesteinskörnungen einschließlich von Füllern und ggf. weiteren Zusätzen verstanden. Die Eigenschaften von Asphalt ergeben sich aus den Eigenschaften der Komponenten und der jeweiligen Rezeptur. Sie werden zusätzlich von den Herstellungsbedingungen beeinflusst. Haupteinsatzgebiet dieses Baustoffs ist der Bau von Straßen und Verkehrsflächen. Daneben gibt es auch Anwendungen im Wasserbau und im Hochbau.

Anette Müller

4. Planung klimagerechter Fabriken

Eine klimagerechte Fabrik ist eine Fabrik, die sowohl robust gegenüber Klimaveränderungen und somit resilient ist, als auch wenig bis keinen negativen Einfluss auf das Klima hat. Zur Untersuchung der Fabrik werden dazu verschiedene Teilaspekte betrachtet. Unter dem Aspekt der Vulnerabilität wird auf Grundlage der Auswertungen verschiedener Organisationen eine Kategorisierung der Klimarisiken in Physische Risiken, Infrastrukturelle Risiken, Wettbewerbs- und Reputationsrisiken sowie regulative Risiken durchgeführt. Nachfolgend werden die Auswirkungen verschiedener Wettereignisse, welche durch den Klimawandel verstärkt auftreten, analysiert. Diese werden im Einzelnen definiert und ihre Relevanz hervorgehoben, geeignete Messmöglichkeiten aufgezeigt, die Auswirkungen auf die Fabrik analysiert und mögliche Schutzmaßnahmen vorgestellt. Unter dem Teilaspekt der Mitigation wird die Klimawirksamkeit produzierender Unternehmen und Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs eingeführt. Darauf folgend werden Adaptions- und Anpassungsstrategien vorgestellt um zukünftig auf das veränderte Klima reagieren zu können. Abschließend wird am Praxisbeispiel VW Chemnitz die Umsetzung verschiedener Maßnahmen, um den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, gezeigt.

Uwe Dombrowski, Anne Reimer, Stefan Ernst, Nicolas Rohde

9. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und im Anschluss eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich einerseits nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie andererseits nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.

Uwe Wild

8. Bauteiltrocknung in der Altbausanierung

In Bestandsgebäuden werden in der Sanierungsphase Bauteiltrocknungen infolge jahrelanger, teilweise intensiver Feuchtebelastung notwendig. Hinzu kommen notwendige Trocknungsmaßnahmen bei unplanmäßiger Feuchtebelastung der Bauteile im Sanierungszeitraum durch unplanmäßige Wasserleitungsschäden oder durch Regenbeaufschlagungen.

Jürgen Weber

7. Abdichtungskonzept und Wirksamkeitsnachweis in der Baupraxis

Das Sanierungskonzept ist die letzte Vorstufe und Grundlage zur fachgerechten Ausführungsplanung des nachträglichen Einbaus von Horizontalsperren und sonstiger Abdichtungsarbeiten. Bei kleineren bzw. untergeordneten Objekten ist das Konzept in der Baupraxis vielfach die Ausführungsgrundlage selbst. Gerade wenn Anbieter von Abdichtungsleistungen Angebote dem Bauherren unterbreiten, so geht der Planungsumfang kaum über ein skizzenartiges Abdichtungskonzept und dem eigentlichen Preisangebot hinaus. Dabei wird vielfach nicht beachtet, dass die Abgabe eines Preisangebotes durch eine Firma bereits rechtlich mit der Planung im Zusammenhang steht und sich Haftungsansprüche daraus ableiten.

Jürgen Weber

23. WTA-Merkblatt 4-7: Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Dieses WTA-Merkblatt befasst sich mit nachträglichen mechanischen Horizontalsperren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Die Anwendung setzt Voruntersuchungen zur Klärung der individuellen Bauwerksbedingungen, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer fundierten Feuchteanalyse und die Mitarbeit eines erfahrenen Planungsingenieurs für den speziellen Fall voraus. Es werden Verfahren, Werkstoffe und Randbedingungen für den Einsatz der nachträglichen mechanischen Horizontalsperre präzisiert.

Jürgen Weber, Volker Hafkesbrink

22. Zivilrechtliche Grundlagen

Die nachfolgende Darstellung der Beteiligten soll die zu betrachtenden Vertragskonstellationen veranschaulichen.

Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

19. Flankierende Maßnahmen

Als flankierende Maßnahmen sind Handlungen definiert, die die Wirkung einer Bauwerksabdichtung unterstützen. Flankierende Maßnahmen stellen somit ergänzende Möglichkeiten dar, Planungsziele zu erreichen.

Jürgen Weber, Clemens Hecht, Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Steinert, Eduard Bromm

6. Messgeräte und -verfahren in der Bauwerksabdichtung

Grundsätzlich können die Feuchtemessverfahren auf der Basis der Aussagen über die Baustofffeuchte den direkten und indirekten bzw. zerstörende und nicht zerstörende Messverfahren zugeordnet werden.

Jürgen Weber

3. Grundlagen in der Bauwerksabdichtung

Knobloch und Schneider definieren in (2001) die Baustoffkorrosion wie folgt: „Unter Korrosion versteht man die unbeabsichtigte zerstörende Einwirkung auf einen metallischen oder nichtmetallischen Werkstoff, ausgelöst durch die ihn umgebenden oder in seiner Struktur eingelagerten bzw. eingebauten Stoffe oder Medien, die damit als Korrosionsmittel wirken. Die meisten Korrosionsmittel sind Flüssigkeiten, sie bewirken von der Oberfläche her chemische, bei Metallen auch elektrochemische Reaktionen.“

Jürgen Weber, Clemens Hecht

5. Bestandsanalyse und Mauerwerksdiagnostik

Auf eine Bauwerk wirkt in unterschiedlicher Intensität Wasser ein. Je besser ein Bauwerk vor dieser Schadquelle geschützt wird, umso länger bleibt es ohne Schaden und kann ohne Einschränkung genutzt werden.

Jürgen Weber

24. WTA-Merkblatt 4-10: Injektionsverfahren mit zertifizierten Injektionsstoffen gegen kapillaren Feuchtetransport

Dieses WTA-Merkblatt befasst sich mit der Mauerwerksinjektion zur nachträglichen Reduzierung kapillar aufsteigender Feuchte. Der Erfolg von WTA-Injektionsverfahren wird im Wesentlichen durch die richtige Planung und die sorgfältige Ausführung mit WTA-zertifizierten Injektionsstoffen bestimmt. Es werden die Wirkprinzipien und die Verarbeitungsbedingungen der jeweiligen Injektionsstoffe erläutert. Planern und Verarbeitern soll die Möglichkeit gegeben werden, marktübliche Injektionsstoffe gegen kapillare Mauerfeuchte bezüglich ihrer Eigenschaften und speziellen Anwendung zu beurteilen. Das Merkblatt enthält die Prüfkriterien zur vergleichenden Beurteilung der Wirksamkeit der einzelnen Injektionsstoffe sowie deren Anwendungsgrenzen. Des Weiteren werden die erforderlichen flankierenden Maßnahmen und die Qualitätskontrolle für die Injektionsverfahren beschrieben.

Jürgen Weber, Volker Hafkesbrink

4. Geotechnische Grundlagen

Der Begriff Bauwerk-Baugrund-Interaktion wird im Allgemeinen für die Wechselbeziehungen von Gründungen und der für die Lastabtragung von Bauwerken relevanten Bodenzone hinsichtlich mechanischer Vorgänge (z. B. Setzungen, Grundbruch, Böschungsversagen, etc.) verwendet.

Peter Neundorf

11. Nachträgliche Vertikalabdichtung

In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller planmäßig nur für untergeordnete Lagerzwecke genutzt werden soll. In solchen Fällen wird lediglich eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.

Uwe Wild

14. Flächenabdichtung durch Injektion

Alle im Kap. 11 „Nachträgliche Vertikalabdichtung“ abgehandelten Möglichkeiten zur Erstellung von Vertikalabdichtungen an Altbauten weisen eine wesentliche Grundvoraussetzung auf: Die abzudichtende Außenwandfläche muss vollständig freigelegt sein und ein entsprechender Arbeitsraum in der Baugrube zur Verfügung stehen. Eine Ausnahme stellt die Innenabdichtung mit mineralischen Dichtungsschlämmen (MDS) dar. Allerdings weisen Innenabdichtungen Nachteile auf, welche nicht in jedem Fall vom Eigentümer in Kauf genommen werden (siehe Kap. 9.5).

Uwe Wild

10. Horizontalsperren im Injektionsverfahren

Unter Injektion versteht man das Einbringen einer flüssigen Substanz in ein Bauteil. Das Einbringen der Substanz erfolgt mit oder ohne Druck mit dem Ziel der vollständigen Verteilung über dem Bauteilquerschnitt.

Jürgen Weber

12. Abdichtungen im Sockelbereich

Mit dem Begriff Gebäudesockel wird der außenliegende und sichtbare Teil einer Gebäudefassade eines Bauwerks bezeichnet. Dieser Bereich oberhalb des Terrains muss einerseits den gestalterischen und optischen Ansprüchen der Bauherrschaft genügen und seine Funktion als verwitterungs- und wetterbeständiger Spritzwasserschutz erfüllen.

Rainer Spirgatis

13. Abdichtungen von Balkonen, Terrassen und Laubengängen

Balkone, Terrassen und Laubengänge sind als Außenbauteilen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Neben den Witterungseinflüssen müssen sie auch teilweise hohen mechanischen Belastungen Stand halten sowie optischen Ansprüchen genügen. Bei der Planung und Ausführung im Neubau wird häufig nur mit relativ geringem Aufwand der Schutz dieser Bauteile betrieben, weil es sich „erstmal“ um untergeordnete Nebenbauwerke handelt.

Martin Mossau

2. Denkmalpflegerische Betrachtungen und Denkmalpflegerische Aspekte in der Bauwerksabdichtung/Bauwerkssanierung

Das Thema Nachnutzung und Transformation von erhaltenswerten Bestandsobjekten und hierbei insbesondere die Neu- und Nachnutzung von Baudenkmälern ist eine der großen Herausforderung im aktuellen Baugeschehen. Zum einen sollen die historischen Bautechniken und eingesetzten Materialien erhalten und bewahrt werden, zum anderen müssen die allgemein anerkannten Regeln der Technik und die einschlägigen Baunormen eingehalten und sicher angewendet werden. Dies führt für den Planer und die ausführenden Gewerke in der gesamten Bauabwicklung zu einem erhöhten Planungsumfang und großer handwerklichen Könnerschaft. Es müssen die historischen Grundrisse mit ihren ursprünglichen Nutzungsgegebenheiten in die heutige Zeit mir ihren Nutzeranforderungen und Qualitätsansprüchen übertragen werden und es steht der historischen Bausubstanz oftmals die heutige Baustoffauswahl und Bautechnik entgegen. Aus dem Missverständnis und der Unkenntnis heraus wird die historischen Substanz einer nachempfundenen „disneyhaften“ Kulisse geopfert.

Christoph Hellkötter

16. Abdichtungen mit Betonkonstruktionen

Bundesweit verändern sich die Grundwasserverhältnisse und der Nutzungsanspruch an Kellerräumen. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Abdichtung und an die gesamte Konstruktion werden teilweise so hoch, dass nachträgliche Abdichtungen und Feuchtigkeitssperren nach WTA-Merkblättern (WTA-Merkblatt 4-4-04; WTA-Merkblatt 4-6-05; WTA-Merkblatt 4-7-02) nicht mehr ausreichend sind. Zudem müssen häufig Bestandsgebäude durch die Umnutzung und den Um-und Ausbau statisch verstärkt werden.

Jürgen Weber, Hardy Dinse

17. Abdichtungen im Innenbereich

Die zu planende Qualität der Bauwerksabdichtung im Bereich der erdberührten Bodenplatte ist konsequent von der Nutzung darüber befindlicher Räume abhängig. Zu beachten ist, ob es sich um hochwertige oder geringwertige Nutzung handelt.

Jürgen Weber, Uwe Wild

15. Schleierinjektion

Die im Kap. 11 „Nachträgliche Vertikalabdichtung“ aufgeführten Abdichtungsverfahren können nur angewendet werden, wenn die abzudichtende Außenwandfläche vollständig freigelegt und die Baugrube ausreichend breit ist. Bei Teilunterkellerungen oder bei aneinander grenzenden Gebäuden mit verschiedenen Eintauchtiefen ist die Wandfläche jedoch nicht zugänglich und kann mit den bekannten konventionellen Abdichtungstechniken nicht bearbeitet werden.

Uwe Wild

1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Jürgen Weber

16. Verlegung von Rohrleitungen in Kollektoren und Sammelkanälen

Erste Sammelkanäle bzw. Leitungstunnel oder Kollektoren wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris und London gebaut. Weitere europäische Länder folgten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In den 1930er-Jahren begann eine intensive Entwicklung der Kollektorbauweise vor allem in der damaligen Sowjetunion und nach 1950 in den osteuropäischen Ländern. Aufgrund der großen Verbreitung im Rahmen der Erschließung neuer Stadtteile (häufig in Plattenbauweise) wurden in der damaligen DDR in einem umfassenden Vorschriftenwerk (TGL) verschiedenste Konstruktionslösungen ausgearbeitet und umgesetzt, die sowohl konstruktive Probleme als auch sicherheitstechnische Fragen umfassen. Sammelkanäle und Kollektoren bilden daher wesentliche Bauwerke der unterirdischen Infrastruktur in vielen ostdeutschen Großstädten. Das Kapitel befasst sich mit der Begriffsbestimmung, beleuchtet die historische Entwicklung von Sammelkanälen und Kollektoren sowie die Bauweisen in Deutschland nach 1945. Des Weiteren wird die bauliche und funktionelle Gestaltung von Sammelkanälen erläutert und dargelegt.

Harald Roscher

14. Drainage- und (Ver-)Sickerleitungen

Drainage- und Sickerleitungen sowie Versickerungs- und Verrieselungsleitungen dienen der Regulierung des Bodenwasserhaushaltes bzw. der Bodenwasserbewirtschaftung, indem sie Wasser dem Boden entziehen oder zuführen. Das folgende Kapitel erläutert die wichtigsten Begriffe und Bestandteile solcher Anlagen. Des Weiteren werden die eingesetzten Rohrformen und zugehörigen Anforderungskriterien beschrieben. Typische Einsatzfelder von Drän- und Sickerleitungen wie Melioration, Grundmauerschutz im Hoch- und Ingenieurbau, Entwässerung bei Verkehrs- und Tunnelanlagen und Deponieentwässerung werden im Überblick erörtert und beschrieben. Ergänzend erfolgt die Beschreibung der wichtigsten Anforderungen an Verrieselungs- und Versickerungsanlagen. Es wird auf die Phänomene der Verockerung, Versinterung und Verschluffung eingegangen. Sämtliche relevanten Regel- und Normenwerke sind aufgeführt.

Ulf Helbig

6. Kühlwasserleitungen für thermische Kraftwerksanlagen

Gegenstand dieses Kapitels ist der Anwendungsbereich von Großrohrleitungen zur Förderung von Kühlwasser in thermischen Kraftwerksanlagen. Hier gelangen inzwischen vielfach glasfaserverstärkte Kunststoffrohre zur Anwendung. Insbesondere wird auf die Planung und Ausführung der im Untergrund geführten Leitungsabschnitte eingegangen. Ihre Bauwerksanschlüsse haben verschiedene Anforderungen an die Dichtigkeit zu erfüllen und müssen in Abhängigkeit von den Baugrundbedingungen in der Lage sein, Differenzsetzungen aufzunehmen. Die Auslegungsparameter der Leitungen sind für jede Anlage gesondert festzusetzen, d. h. es werden keine Liefernormen angewendet. Berücksichtigt werden muss, dass die GFK-Großrohre als biegeweiche Rohre einzustufen sind, d. h. auch der Erdkörper um das Rohr herum ist Teil des Lastabtragungssystems. Eine besondere Rolle kommt daher der Qualitätssicherung bei der Rückfüllung zu. Diese muss die in der Rohrstatik zugrunde gelegten Verformungsmodule aufweisen. Hierzu dient der erzielte Verdichtungsgrad als zentraler Beurteilungsmaßstab. Zu seiner Bestimmung müssen praxisgerechte indirekte Bestimmungsverfahren herangezogen werden. In Verbindung mit der Qualitätssicherung bei der eigentlichen Rohrverlegung wird so die Herstellung funktionsgerechter und dauerhafter Leitungen gewährleistet.

Rainer Freyas

39. Rehabilitationsverfahren für Wasser- und Gasrohrleitungen

Die Möglichkeiten der Rehabilitation für Wasser- und Gasleitungen werden unter Berücksichtigung der gültigen Normen, Richtlinien und DVGW-Regeln dargestellt. Die Ausarbeitung der einzelnen Rehabilitationsverfahren erfolgte mit Unterstützung der genannten Unternehmen und Personen, die aktuelles Bildmaterial aus ihrer Praxis freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Als weiterführend sind die Publikationen des Verfassers zur „Rehabilitation von Wasserrohrnetzen“ (2009) und „Rehabilitation von Leitungen der Technischen Versorgung“ (Bauhaus-Universität Weimar – Weiterbildendes Studium Wasser und Umwelt 2015) zu nennen.

Harald Roscher

3. Kalkulationsbeispiele

Im folgenden Kapitel werden Kalkulationsbeispiele unterschiedlicher Bauwerksarten mit spezifischen Zahlen vorgestellt. Diese Beispiele sind fertiggestellte Bauprojekte, aus welchen die wesentlichen Gewerke betrachtet werden. Jedes Unterkapitel enthält einen Einführungsteil mit der Darstellung der wichtigsten Bergriffe und einer kurzen Beschreibung der Vorgehensweise bei der Kostenermittlung. Neben den grundsätzlichen bauwerksspezifischen Angaben enthalten die Unterkapitel konkrete Zahlen zu den Bausparten Hochbau, Erdbau, Straßenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Spezialtiefbau sowie Stahlbau. Darauf aufbauend erfolgt zunächst die Kalkulation der Einzelkosten der Teilleistungen unter Berücksichtigung der Besonderheiten und Charakteristika dieser Bauwerke. Hierbei wird Fokus auf die einzelnen Kostenarten gelegt. Insbesondere die Kalkulation der Kosten für Lohn, Material und Geräte wird praxisnah dargestellt.

Prof. Dr.-Ing. Dieter Jacob, Dr. Constanze Stuhr, Dr. Christoph Winter, M. Sc. Clemens Müller, Dipl.-Kfm. Markus Passeck, Dipl.-Ing. (FH), Dipl. Wi-Ing. Ahmed Belkaied, Prof. Dr.-Ing. Frank Dahlhaus, Dipl.-Ing., Dipl.-Wi-Ing. Johannes Tröndle, Dipl.-Ing. Heinrich Schulze, Dipl.-Ing. Torsten Hahm, Dipl.-Ing. Tino Weinhold, Dr. Fabian Theis, Dipl.-Wi-Ing., Dipl.-Ing. (FH) Ralf Zietz

16. Umweltschadstoffe, geologische Barriere, Untertagedeponien, Bergbaufolgen, Methan- und Schiefergas

Umweltschadstoffe, geogene und ubiquitäre Grundbelastung; Untergrund als geologische Barriere für nichtradioaktive Schadstoffe; Untertagedeponien und geologische Tiefenlager für chemotoxische und radioaktive Abfälle (Endlager); Bergbaufolgen; Tiefenspeicherung von CO2 Methangasaustritte, Flözgas, Schiefergas

Helmut Prinz, Roland Strauß

10. Schutz der Bauwerke vor Grundwasser, Versickerung

Grundwasserstand, Bemessungswasserstand; Dränung und Abdichtung von Bauwerken; Druckwasserhaltende Abdichtung; Dezentrale Regenwasserversickerung; Betonangreifende Wässer und Böden

Helmut Prinz, Roland Strauß

17. Kunststoffe

Die Verarbeitung von Kunststoffen hat in den vergangenen 80 Jahren eine sehr erfolgreiche Entwicklung genommen. Kunststoffe sind in dieser Zeit zu einem Werkstoff avanciert, der uns heute in fast jeder Lebenssituation begegnet, vom Haushalt über den Beruf bis in Sport und Freizeit. Kunststoffe verfügen über herausragende Eigenschaften und große Belastbarkeit. Die Fähigkeit, heute für fast jede denkbare Anwendung einen Kunststoff als maßgeschneiderten Rohstoff zu finden, hat den Siegeszug sehr begünstigt.Mit so vielen guten Eigenschaften gehen aber häufig auch Nachteile einher. Die heutige Variantenvielfalt macht das Feld der Kunststoffe sehr unübersichtlich und erschwert das Schließen von Stoffkreisläufen. Der Verbrauch von endlichen fossilen Rohstoffen zur Herstellung von Kunststoffen sowie ungelöste Herausforderungen des Recyclings von Kunststoffen tragen zu einer kontroversen Diskussion bei. Das Image von Kunststoffen in der Öffentlichkeit ist daher heute oft geteilt. Daher soll auf den kommenden Seiten die Wertschöpfungskette für Kunststoffe und Produkte aus Kunststoff näher beleuchtet, ein Überblick über das heute Erreichte und aktuelle Trends gegeben sowie ein kleiner Ausblick in die nähere Zukunft gewagt werden.

Dirk Mellen, Tobias Becker

2. Sanierung von Putzen

In dem nachfolgenden Kapitel wird im ersten Abschnitt auf geschichtliche Entwicklung sowie auf allgemeine Grundlagen bei Putzen eingegangen.Die weiteren Kapitel beinhalten, wie Schäden an Putzen festgestellt werden können, um welche Schäden es sich handeln kann, was die Ursache für jeweiligen Putzschäden sind und eine Sanierung zu erfolgen hat.Im letzten Kapitel werden verschiedene historische Putzgestaltungstechniken vorgestellt.

B. Eng. Virginie Schulz

1. Sanierung von Fassaden

Ausgehend von der geschichtlichen Entwicklung der Errichtung und Gestaltung von Wohnstätten werden im Kapitel „Sanierung von Fassaden“ traditionelle und aktuelle Bauweisen und Instandsetzungsvarianten für das „Gesicht des Hauses“ betrachtet. Inhaltlich wird ein Bogen von den technischen Grundlagen der Sanierung von Außenwänden über die typischen Bauweisen und Schadensbilder der Fassaden bis hin zu der Vorgehensweise bei der Diagnostik und der Erstellung eines Instandsetzungskonzeptes gespannt. Thematisch untergliedert nach den vorwiegend eingesetzten Baumaterialien werden die Möglichkeiten für die Instandsetzung von Ziegel-, Fachwerk-, Holz- und Betonfassaden erläutert. Ergänzend werden Maßnahmen zur nachträglichen energetischen Ertüchtigung und Begrünung von Außenwänden vorgestellt.

B. Eng. Hardy Dinse

8. Wärmeschutztechnische Anforderungen

Die wärmeschutztechnischen Vorschriften im Hochbau wurden in den letzten Jahren wegen der ständig wachsenden Bedeutung des Wärmeschutzes immer umfangreicher und anspruchsvoller hinsichtlich des Anforderungsniveaus.

Prof. Dr.-Ing. Anton Maas

18. Schriftenverzeichnis

Die Anwendung der in den verschiedenen Teilen des Buches besprochenen geotechnischen Verfahren müssen die Vorgaben amtlicher Werke beachten. Hierzu gehören die Rechtsvorschriften der Europäischen Union, die Gesetze des Bundes und der Länder, Verordnungen, Richtlinien, Vorschriften, amtliche Erlasse und Bekanntmachungen sowie Gerichtsentscheidungen einschließlich der amtlich verfassten Leitsätze. Durch solche amtliche Werke sind auch die Anforderungen an Untersuchungen, Bewertungen, Maßnahmen sowie Grenzwerte geregelt. Für unterschiedliche Arbeitsbereiche bestehen Richtlinien und Vorschriften.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

6. Wasserhaltung, Entwässerung und Wasserversickerung

Für Baumaßnahmen in offenen Gewässern (Flüsse, Seen, Meer) können mit Fangdämmen Baugruben oder Kammern von der freien Wasserfläche abgetrennt und leergepumpt werden. Beim Aushub von Erdmassen unterhalb des Wasser- oder Grundwasserspiegels fließt Wasser aus der Umgebung der Baugrube zu. In der Baugrube wird das zufließende Wasser in Gräben und Gruben aufgefangen und abgeleitet. Bei geschlossener Wasserhaltung wird das Grundwasser vor dem Aushub der Baugrube über Bohrbrunnen mit Tiefbrunnen oder Saugbrunnen abgesenkt. Zum Trockenlegen von Tonböden wird mit elektroosmotischen Verfahren entwässert.

Prof. Dr. Wolfgang Dachroth

3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertigstellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leistungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachleute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbereitung und der Bauausführung in seiner Verantwortung. Welche Pflichten ergeben sich hieraus im Einzelnen in Bezug auf die Terminplanung für den Bauleiter und welche Leistungen sind durch die ausführenden Firmen zu erbringen?

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla

20. Haftung

Der Architektenhaftung kommt im Berufsleben der Architekten und Ingenieure eine besondere Bedeutung zu. Dieses Kapitel will dazu beitragen, Zusammenhänge und die daraus resultierenden Gefahren zu erkennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Fehler vermieden werden können. Hierzu erläutert der Autor zunächst die diesbezüglichen Aufgaben und Pflichten des Architekten/Ingenieurs. Zu diesen zählen die Planung, Bodengutachten, Bauleitung und Ausschreibung sowie die Beratungs- und Aufklärungspflichten. Im weiteren Verlauf erhält der Leser Informationen zu den Rechtsgrundlagen der Haftung wie Gesetzliches Werkvertragsrecht, Sachmängel, Rechtsmängel, Vertragliche Haftung und Haftungsbeschränkungen. Im nächsten Schritt erläutert das Kapitel die Rechtsfolgen der Haftung, die Nebenpflichtverletzungen, unerlaubte Handlungen sowie die Baustellenverordnung. Auch die Vollmachtüberschreitung, Gesamtschuldnerische Haftung, Verjährung und Beweislastführung werden erläutert. Streitverkündung, Schadenschwerpunkte sowie Nichtbeachtung von Vorschriften/Bauherrenwünschen sind weitere Themen. Die Qualität der Bauleistung wird ebenso erörtert wie Maß- und Berechnungsfehler. Die Besprechung von Schadenhäufungen schließt das Kapitel ab.

Von Ulrich Langen

22. Bauen im Grundwasser

Zunächst werden die Grundlagen einer Strömung des in den Poren des Bodens vorhandenen freien Wassers anhand der ebenen, stationären Grundwasserströmung dargestellt. Damit im Zusammenhang lässt sich bereits eine Vielzahl an Fragen beantworten, die entstehen, wenn Bauwerke ins Grundwasser eingreifen, sei es, dass Grundwasser ausgesperrt oder teilweise bzw. ganz abgesenkt wird. So werden die Themen Aufschwimmen, hydraulischer Grundbruch, Auftrieb, Strömungskräfte, Wasserdruck auf Bauwerksflächen (z. B. Sohldruck), Setzung infolge Auftriebsverlustes sowie Grundwasserabsenkung in offener Form oder mit Brunnen in diesem Kapitel behandelt. In diesem Zusammenhang werden auch Feldversuche zur Bestimmung der maßgeblichen Bodeneigenschaft, der Durchlässigkeit, beschrieben.

Hans-Henning Schmidt, Roland Fritz Buchmaier, Carola Vogt-Breyer

Chapter 2. Wärmeschutz

Erläuterung wärmeschutztechnischer Begriffe und Darstellung der unterschiedlichen Anforderungen an den Wärmeschutz und deren Berechnung und Bemessung.

Wolfgang M. Willems, Kai Schild, Diana Stricker

Unerkannte Schadstoffrisiken bei vorhandenen und neuen Baustoffen

Sowohl beim Neubau als auch der Modernisierung von Bestandsimmobilien bestehen selbst in der heutigen Zeit signifikante Risiken durch chemische Gefahrstoffe und hygienisch wirksame Einflüsse. Dieses Risiko, das sich durch die Globalisierung der Bauproduktemärkte und erster Stoffverbote der POP-/REACH-Verordnung weiter vergrößert, scheint vielen Baubeteiligten weitgehend unbekannt zu sein.

Dipl.-Ing. Harold Neubrand

4. Energie – Gebäudeperformance in Planung und Betrieb optimieren

Die gesetzlichen und normativen Anforderungen an den Energieverbrauch, sowie die Anforderungen an die Behaglichkeit in Gebäuden nehmen stetig zu. Umso wichtiger ist es dem Thema Energie im Rahmen der integralen Planung hocheffizienter Gebäude entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen.

S. Herkel, B. Köhler, D. Kalz

Kommentar: Vorbemerkungen

Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

9. Ausführen

Wenn nun in diesem Buch auch auf die Ausführung der geplanten Bauarbeiten eingegangen wird, liegt hier naheliegenderweise der Schwerpunkt im Erd-, Fels- und Grundbau, im Spezialtiefbau. Unter dem Begriff „Spezialtiefbau“ fasst man Verfahren und Methoden des Tiefbaus zusammen, die spezielle Kenntnisse und in der Regel auch spezielle Maschinen zu ihrer Ausführung benötigen und deren Risiken durch entsprechend spezialisierte Unternehmen beherrscht werden.Dem Spezialtiefbau werden Techniken zur Böschungs- und Hangsicherungsverfahren und zur Erstellung von Baugrubenwänden, zu Grundwasserhaltung und -absperrung, ferner Arbeiten zur Baugrundverbesserung, zu Bohrpfählen, Schlitzwänden, Hochdruckinjektionen, Tiefenverdichtungen und auch Vereisungen zugerechnet. Ein weites Feld stellt auch der Einsatz von Geokunststoffen dar.In diesem Kapitel werden die wichtigsten Bauverfahren kurz vorgestellt. Die ausführenden Firmen hüten zu ihrem Wettbewerbsvorteil ihr „Know-how“, d. h. nur sie selber wissen, wie das alles ganz genau gemacht wird.

Konrad Kuntsche

6. Wasserspeicherung

Fast bei jeder WV-Anlage ist ein Bauteil erforderlich, das zur Speicherung von Wasser dient. Hierfür werden im Durchschnitt ca. 5–10 % der Gesamtkosten investiert, je nachdem, ob es eine große oder kleine WV-Anlage ist. Die Speicherung hat folgende Aufgaben einzeln oder z.T. gemeinsam zu erfüllen: 1.)Ausgleich der Verbrauchs Schwankungen und Abdeckung von Verbrauchsspitzen2.)Ausgleich zwischen Vor- und Hauptförderung3.)Einhalten der erforderlichen festgelegten Druckbereiche4.)Überbrücken von Betriebsstörungen5.)Bereithalten von Löschwasser6.)Druckzoneneinteilung7.)Verwendung als Misch-, Filter- und Absetzbecken8.)Ausgleich der Abflüsse eines oberirdischen Gewässers in einer Trinkwassertalsperre

Dr.-Ing. Gerhard Merkl

7. Wasserspeicherung

Wasser kann in verschiedenen Speichern mit unterschiedlichen Zielsetzungen gespeichert werden. Man unterscheidet folgende Arten von Wasserspeichern: Hochbehälter — als Erdbehälter oder als Wasserturm — gleichen die Verbrauchsschwankungen aus und sorgen für einen gleichmäßigen Versorgungsdruck. Ferner ermöglichen sie eine gleichmäßigen Pumpbetrieb. Das Speichervermögen gibt Sicherheit gegen betriebliche Störungen wie Stromausfall, Maschinenschaden und Rohrbruch und schafft die Voraussetzung einer ständigen Bereitstellung einer Löschwasserreserve, unabhängig von menschlichem oder maschinellem Einsatz.Tiefbehälter haben sämtliche Aufgaben wie Hochbehälter, jedoch muss der Versorgungsdruck erst durch Pumpanlagen erzeugt werden, da der Wasserspiegel im Tiefbehälter unter dem Niveau des Versorgungsdruckes liegt. Die Störanfälligkeit gegen Maschinenschaden ist demnach größer.Druckbehälter (früher Druckwindkessel) sind Speicheranlagen mit kleinstem Fassungsraum. Dieser hat nur die Aufgabe, die Schalthäufigkeit von Pumpanlagen ohne Wasserspeicher zu vermindern. Druckbehälteranlagen sind besonders empfindlich gegen Förderpumpenausfall, da die im Kessel gespeicherte Wassermenge nur für kürzeste Zeiträume ausreicht.Löschwasserspeicher werden meist in Form unter- oder oberirdischer künstlicher Behälter oder als Teiche angelegt und vielfach mit Oberflächenwasser gespeist.Talsperren der Trinkwasserversorgung sind Großspeicher, die wegen ihres Fassungsvermögens einen Ausgleich zwischen Dargebot der Natur und Verbrauch über große Zeiträume hinweg schaffen (Mehrjahresspeicher).

Managementinstrumente

Gesetzt den Fall, Sie wären ein Architekt und müssten einen Gebäudekomplex sanieren, damit dessen Fortbestand gewährleistet ist. Sie würden unterschiedliche Werkzeuge für die baulich-technische Wiederherstellung oder Modernisierung einsetzen: etwa beim Dachstuhl andere als bei einer Bauwerksabdichtung oder energetischen Sanierung.

Alfred-Joachim Hermanni

10. Boden, Baugrube, Verbau

Die Lösung den Baugrund betreffender Fragestellungen beginnen i. d. R. mit der Durchführung von Baugrunderkundungen, um alle notwendigen Parameter zu erhalten, die für die Planung und Durchführung von Bauvorhaben notwendig sind. Im Folgenden werden die wichtigsten Erkundungen in Abhängigkeit der erforderlichen Güteklasse der Proben beschrieben und vorgestellt.

Prof. Dr.-Ing. Bernd Ulke

2. Baustoffe

In diesem Kapitel werden die Baustoffe Bitumen, Beton und Mauerwerk mit ihren Eigenschaften insbesondere unter dem Aspekt der Anwendung im Baustellenbetrieb behandelt.

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Fix

Chapter 6. Starkregen

Zu den grundlegenden Anliegen von Gebäuden gehört das Ziel, ihre Bewohner und Nutzer unter anderem vor der direkten Einwirkung des Regens zu schützen. Dabei sollen die maßgebenden Elemente der baulichen Hülle, und hier vor allem das Dach sowie die Fassade, welche den horizontalen und vertikalen Abschluss des Gebäudes bilden, dieser Einwirkung in ihrer zu erwartenden Intensität dauerhaft und schadensfrei widerstehen können.

Bernhard Weller, Marc-Steffen Fahrion, Sebastian Horn, Thomas Naumann, Johannes Nikolowski

6. Literaturverzeichnis

5. Bausanierung

Bei Sanierungsarbeiten kann man zwei Arten unterscheiden:

1.

Sanierungsarbeiten zur ordnungsgemäßen Erhaltung des Bauwerkes (Erhaltungsarbeiten)

2.

Sanierungsarbeiten, die so genannte Ergänzungsarbeiten darstellen, das heißt, den Wert des Bauobjektes erhöhen.

5. Feuchteschutz

Die Atmosphäre als Lufthülle der Erde ist ein Gemisch verschiedener Gase. Die wesentlichen Bestandteile der trockenen Luft sind Stickstoff, Sauerstoff, Edelgase (z.B. Argon) und Kohlendioxid. Hinzu treten Verunreinigungen wie Staubpartikel und Abgase. Unter der Bezeichnung „feuchte Luft” wird das Gasgemisch aus trockener Luft und Wasserdampf verstanden. Wasserdampf (Wasser im gasförmigen Zustand) ist wie alle anderen hier betrachteten Gase unsichtbar. Der Wasserdampfanteil (in der Regel beschrieben durch die relative Luftfeuchte f, siehe Abschnitt 5.2.5) im Gasgemisch Luft, der durch den Sättigungszustand in Abhängigkeit von der Temperatur begrenzt wird, ist im Vergleich zum Stickstoff- und Sauerstoffanteil relativ gering (siehe Tabelle 5.2.1-1). Die Beschreibung des Wasserdampfanteiles des Gasgemisches Luft erfolgt üblicherweise durch die Angabe des Wasserdampfpartialdruckes pD (siehe Abschnitt 5.2.2), aber auch durch die Angabe der Wasserdampfkonzentration cD (siehe Abschnitt 5.2.7).

13. Sanierung von Abdichtungen

Mängelrügen an Bauwerksabdichtungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Eine Ursache sind die in den letzten Jahrzehnten gestiegenen höheren Nutzungsanforderungen von Kellerräumen und der hieraus resultierenden Sensibilität der Nutzer zu sehen. Während Keller früher ausschließlich unbeheizt waren und für untergeordnete Lagerzwecke genutzt wurden, werden Kellerräume heutzutage gemäß [

26

] vielfach zum Beispiel als Fitnessräume, Partykeller, Hobbyräume, Saunabereiche und Arbeitsbereiche hochwertig genutzt.

Dipl.-Ing. Michael Bonk

2. Geschichtliche Entwicklung der Abdichtungstechnik

Die Abdichtungstechnik mit industriell hergestellten Abdichtungsmaterialien ist relativ jung. Gleichwohl wurden aber auch schon im Altertum Bauwerke abgedichtet bzw. aus wasserundurchlässigem Beton (opus caementitium) hergestellt, wenn es darum ging, die erforderliche Wasserdichtigkeit im Bereich von Zisternen, Wasserleitungen, öffentlichen Bädern o.ä. zu erreichen.

Univ.-Prof. Dr. Erich Cziesielski

5. Planung bituminöser Abdichtungen

Abdichtungen müssen Bauwerke gegen von außen bzw. gegen von innen wirkendem Wasser schützen und gegen natürliche oder durch Lösungen aus der Umgebung entstandene Aggressivität im Wasser unempfindlich sein. Nach der Art und Lage der Abdichtung werden unterschieden:

Außenhautabdichtungen (Regelfall) — siehe Bild 5.1

Innenhautabdichtungen für Behälter bzw. für Sanierungen — siehe Bild 5.2

Wasserundurchlässige Bauteile/Bauwerke (Regelfall) — siehe Abschnitt 6

Lange Zeit war für das Herstellen nachgiebiger Bauwerksabdichtungen gegen alle Arten von Wasser nur das bituminöse Verfahren mit nackten Bitumenbahnen bekannt. Hierfür sind die nachfolgend aufgeführten Grundregeln aufgestellt worden. Sie nennen in kürzester Form alle Voraussetzungen, die beim Anordnen und Einbauen dieser Abdichtung erfüllt sein müssen, damit ihre dauernde Wirksamkeit gewährleistet ist.

Von Univ.-Prof. Dr. Erich Cziesielski

4. Werkstoffe zur Bauwerksabdichtung

Bezüglich der Dichtigkeit eines Werkstoffgefüges gegen Wasserdurchtritt sind drei Fälle zu unterscheiden:

a)

Absolut dicht

gegen flüssiges Wasser und diffundierende einzelne Wassermoleküle sind alle Metalle, die künstlichen und natürlichen Gläser sowie einige Natursteine. Diese Eigenschaft wird bei Rohren und Behältern aus Metall und Glas, bei Metallfolieneinlagen in Bitumendichtungen und Dampfsperren, bei Schaumglas und bei einigen weiteren Bauprodukten ausgenützt.

b)

Diffundierbar für einzelne Wassermoleküle

, nicht aber durchlässig für flüssiges Wasser sind organische Polymere wie Bitumen und Kunststoffe, sowie wenige mineralische Stoffe, sofern sie nur Mikroporen, aber keine Kapillarporen enthalten. Wassermoleküle können dann einzeln durch das Werkstoffgefüge diffundieren, was nur eine bescheidene Feuchtestromdichte hervorrufen kann. Diese muss zwar der Bauphysiker bei der Beurteilung eines Bauteilquerschnitts bedenken, für den Nutzer eines Bauwerkes ist die Diffusion der Wassermoleküle in der Regel jedoch ohne Belang. Unter den mineralischen Baustoffen, mit denen großflächig fugenfreie Schichten herstellbar sind, gelingt es nur bei Zementmörtel, zementgebundenem Beton sowie bei Lehm und Ton flüssigwasserdichte Gefüge zu produzieren.

c)

Durchströmbar

für flüssiges Wasser und dann natürlich auch durchgängig für diffundierende Wassermoleküle sind alle übrigen Baustoffgefüge, weil sie Porensysteme mit Porenweiten von mehr als 100 Nanometer enthalten, wie z.B. Ziegel, Holz, Sandstein, Gips und Normalbeton

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heinz Klopfer

7. Abdichtung mit Bentonit

Abdichtungsschichten aus Natriumbentonit weisen gegenüber viskoelastischen Bitumen- bzw. Kunststoffabdichtungen und starren mineralischen Abdichtungen vor allem folgende Vorteile auf: Fehlstellen aufgrund von Verarbeitungsfehlern werden vom Bentonit durch sein Quellvermögen ausgefüllt, auftretende Relativbewegungen im Bereich von planmäßigen Fugen oder durch Rissbildungen in der Rücklage können in weiten Bereichen schadlos aufgenommen werden, solange der Bentonit am Austrocknen gehindert wird. Treten dennoch Leckagen auf, so wird der Schaden — vergleichbar mit wasserundurchlässigen Betonkonstruktionen und bei Beschichtungen — im unmittelbaren Bereich der Fehlstelle zu Tage treten und kann gezielt nachgebessert werden.

Dr.-Ing. Ralf Ruhnau

8. Wärmedämmung im Erdreich

Die derzeit gültigen Landesbauordnungen bestimmen, dass Aufenthaltsräume in Kellergeschossen zulässig sind, wenn Feuchtigkeitsschutz und Wärmeschutz gesichert sind. Es wird weiterhin bestimmt, dass Böden nichtunterkellerter Aufenthaltsräume ausreichend wärmegedämmt sein müssen.

Dr. Holger Merkel

10. Chemie organischer Stoffe im Bauwesen

Im

Bauwesen

spielen Kohlenstoffverbindungen sowohl als Hilfsstoffe (Lösungs- und Verdünnungsmittel, Füllstoffe, Zusatzmittel) als auch direkt als Baustoffe (Bitumenhaltige Bindemittel, Kunststoffe, Holz) eine wichtige Rolle. Für ein besseres Verständnis ihres chemischen Aufbaus, ihres Verhaltens und ihrer Eigenschaften sollen in diesem Kapitel einige grundlegende organische Stoff klassen besprochen werden.

13. Recycling von Baustoffen

So unterschiedlich wie die auf dem Bausektor eingesetzten mineralischen und nichtmineralischen Baustoffe (s. Kap. 8-10), so unterschiedlich sind die Baureststoffe (Bauabfälle), die am Ende der Nutzungsphase von Bauwerken, von Straßen usw. anfallen. Baureststoffe stellen im Hinblick auf das Gesamt-Abfallaufkommen in der BRD (2002: ca. 381 Mio. t.) mit 241 Mio. t den größten Anteil, nach Gewicht sind das etwa 65% und nach Volumen ca. 45...50% des Gesamtaufkommens [AB 21]. Der Anfall an Baureststoffen lag Mitte der 90er Jahre noch bei etwa 300 Mio. Tonnen. Der Rückgang zu heute wird auf eine absinkende Bautätigkeit zurückgeführt. Der durch Recycling aufbereitete Anteil ist mit etwa 25% gleich geblieben.

1. Aufgabe von Bauwerksabdichtungen

Unter einer Bauwerksabdichtung wird die Schutzmaßnahme für Bauwerke und Bauwerksteile gegen das Ein- und/oder Hindurchdringen von Wasser in Form von Erdfeuchtigkeit, Sicker- oder Druckwasser verstanden (Bilder 1.1 und 1.2). Eine derartige Abdichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Regel zwischen zwei massiven Bauteilen, nämlich dem abzudichtenden Bauteil und der Schutzschicht angeordnet ist. Die Abdichtung ist in der Regel nach deren Herstellung nicht mehr zugänglich, so dass sie nicht gewartet oder nachgebessert werden kann; sie muss die gleiche Lebensdauer wie das zu schützende Bauwerk aufweisen.

Univ.-Prof. Dr. Erich Cziesielski

9. Ausführungsbeispiele mit Bitumenabdichtungen

Bauwerksflächen, auf die die Abdichtung aufgebracht werden soll, müssen frostfrei, fest, eben, frei von Nestern und klaffenden Rissen, Graten und frei von schädlichen Verunreinigungen sein und müssen bei aufgeklebten Abdichtungen oberflächentrocken sein.

Dipl.-Ing. Detlef Stauch

2. Flachdächer

Dachflächen mit einer geringeren Neigung als 5° werden als Flachdächer bezeichnet und erhalten anstelle einer Dachdeckung eine

Dachabdichtung

. Abgedichtete Dächer sind in der Regel mit Gefälle auszuführen, denn fast alle gefällelosen Dächer haben sich als nicht dauerhaft haltbar erwiesen. Dachabdichtungen können auch für besonders beanspruchte Stellen flachgeneigter Dächer mit Neigungen zwischen 5 und 25° in Frage kommen. Sie sind grundsätzlich für alle Dachformen möglich und werden so besonders auch für Sonderformen wie Faltwerke, Hängedächer oder kuppelartige Dächer eingesetzt.

3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertig stellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leist ungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, das heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachl eute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbere itung und der Bauausführung in seiner Verantwortung.

11. AVA im Leistungsbild des Architekten

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) regelt deren Leistungen und Honorare bei der Planung und Abwicklung von Gebäuden, Freianlagen und Innenräumen. Die in § 15, Leistungsbild Objektplanung und Freianlagen, beschriebenen Leistungen gelten für Neubauten, Neuanlagen, Wiederaufbauten, Erweiterungsbauten, Umbauten, Modernisierungen, Raumbildende Ausbauten, Instandhaltungen und Instandsetzungen. Der Beginn der Architektenleistungen im AVA-Bereich setzt einen bestimmten Planungsstand voraus. Die Planung muss so weit fortgeschritten sein, dass sichere qualitative und quantitative Aussagen möglich sind. Deshalb braucht man für die auszuschreibenden Leistungen bei Hochbauten in der Regel

Ausführungspläne, Maßstab 1:50 oder 1:100

Details bis Maßstab 1:1 mit Materialangaben und Hinweisen für die Ausführung

Baubeschreibung mit ausführlichen Angaben der Materialien und der Qualität

Raumbuch, das die Angaben über die Ausbaumerkmale jedes Raumes enthält.

Diese Planungsunterlagen müssen den Vorgaben des Bauherrn/Auftraggebers entsprechen, mit ihm im Einzelnen abgestimmt und von ihm genehmigt sein. Sie haben dem gesetzten Baukostenrahmen zu genügen und sie müssen den gewünschten Qualitätsstandard wiedergeben.

2.. Feuchteschutz

Unter Feuchteschutz versteht man den Schutz des Gebäudes gegen Einwirkung von Wasser. Das Wasser, vor dem das Gebäude zu schützen ist, kann folgende Ursachen haben:

Baufeuchte

Bodenfeuchte

Niederschläge

Wohnfeuchte

Unter Baufeuchte versteht man das Wasser, das beim Einbau der Baustoffe in die Bauwerke gelangt.

II. Wärme

Wohn- und Nutzräume müssen in unseren geografischen Breitengraden während des Winters beheizt werden, um ein für die Menschen thermisch behagliches Raumklima herzustellen; die Gebäudehülle muss eine diese Forderungen entsprechende Schutzfunktion übernehmen und erfüllen (s. Kapitel Klima). Die hierzu erforderlichen wärmeschutztechnischen Maßnahmen an der Gebäudehüle richten sich aber nicht allein nach Erwartungen im Hinblick auf das Raumklima, zusätzlich sind neben Fragen der Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung und späteren Unterhaltung des Gebäudes auch Umweltprobleme zu beachten. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entsteht CO

2

. Um die Erdatmosphäre von CO

2

-Emissionen zu entlasten, muss der Verbrauch von Energie für die Gebäudeheizung drastisch gesenkt werden. Um dies zu erreichen, muss der quantitative Wärmeschutz der Gebäudehülle nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung bemessen werden. Nicht zuletzt hat man sich bei der Dimensionierung des Wärmeschutzes und der Auswahl der Baustoffe auch mit dem Problem zu befassen, wie Schäden an Bauteilen durch Feuchteeinwirkung zu verhindern sind. Ein unzureichender Wärmeschutz, z.B. im Bereich von Wärmebrücken, begünstigt die Entstehung von Tauwasserniederschlägen, die wiederum häufig das Auftreten von Schimmelpilzen auf Bauteiloberflächen zur Folge haben.

Richard Jenisch, Martin Stohrer

III. Feuchte

Der Staat darf durch Vorschriften in das Baugeschehen nur dann eingreifen, wenn eine Gefährdung des Lebens oder der Gesundheit der Menschen oder der Umwelt zu befürchten ist. In den Bauordnungen der Bundesländer wird in diesem Sinne Folgendes gefordert (Auszug aus BauO-NW) [54]:

Bauliche Anlagen ... sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und in Stand zu halten, dass

... insbesondere Leben, Gesundheit oder die natürlichen Lebensgrundlagen nicht gefährdet sind (§ 3).

... durch Wasser, Feuchtigkeit ... Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen ... (§ 16).

2. Strukturen der Bauwirtschaft

Der Baumarkt als Markt für Investitionsgüter ist im Gegensatz zum Markt für Konsumgüter ein fast ausschließlicher Nachfragemarkt, in dem auf Bestellung produziert wird. Hiervon ausgenommen ist ein relativ geringer Anteil der Vorratsproduktion im Wohnungsbau.

2.. Feuchteschutz

Unter Feuchteschutz versteht man den Schutz des Gebäudes gegen Einwirkung von Wasser. Das Wasser, vor dem das Gebäude zu schützen ist, kann folgende Ursachen haben:

• Boufeuchte

• Bodenfeuchte

• Niederschläge

• Wohnfeuchte

4. Die Kunst der Fuge

Eine Fuge entsteht immer dann, wenn zwei oder mehrere Bauteile aneinander stoßen. Dies kann einerseits unfreiwillig geschehen, weil alle Werkstücke eine begrenzte Länge haben oder weil beim Betonieren zwangsweise in Abschnitten vorgegangen werden muss: Hier wird die Fuge dementsprechend als „störend“ empfunden. In vielen Fällen werden Fugen jedoch bewusst geplant.

7. Nachträgliche Vertikalabdichtung

In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller nur für untergeordnete Lagerzwecke planmäßig genutzt werden soll. In solchen Fällen wird eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.

Uwe Wild

5. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.

Uwe Wild

8. Physikalische Verfahren

Seit Bestehen sind die physikalischen Verfahren der Mauerwerksabdichtung bzw. Mauerwerkstrocken- Legung sicherlich die umstrittensten Methoden bei der Sanierung von Bestandsbauten. Der Umstand hat seine Wurzeln in der Unüberschaubarkeit der Methoden, der teilweise fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen und der ebenso vielfach fehlenden ingenieurtechnischen Nachvollziehbarkeit.

Jürgen Weber

9. Flankierende Maßnahmen

Unter Dränagen versteht man ganz allgemein ein im Erdreich unterirdisches, wasserableitendes System, welches im Hoch- und Tiefbau aber vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Da die Zielstellungen in der Landwirtschaft bezüglich Einsatz von Dränagen außer dem Grundsätzlichen nichts im Speziellen mit dem Hochbau gemein hat, werden nachfolgend nur die im Bauwesen verwendeten Dränanlagen berücksichtigt.

Jürgen Weber

12. Checklisten

Stefan Hemmann

10. Qualitätsmanagement

Da am Bau mehrere fachlich Beteiligte zum Gesamtergebnis beitragen, ist nicht nur ein hohes Maß an Planung, Koordination und Bauleitung erforderlich, sondern auch ein sachkundiges Qualitätsmanagement, so auch oder gerade bei den Bauwerksabdichtungsarbeiten, die eine wesentliche Leistung zur mangelfreien Errichtung eines Gebäudes darstellen.

Stefan Hemmann

5. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.

Uwe Wild

11. Zivilrechtliche Grundlagen

Der Bauherr ist als Auftraggeber nicht nur der Hauptvertragspartner, sondern er hat insbesondere das Recht die Erstellung eines Werks nach seinen Vorstellungen zu verlangen. Ihm sind bei Vereinbarung des VOB/B auch nach Vertragschluss Möglichkeiten an die Hand gegeben, den geschlossenen Vertrag nach seinen Vorstellungen zu modifizieren, also insbesondere auch dem Auftragnehmer Weisungen hinsichtlich der Art und Weise der Erstellung des Werkes zu geben, § 1 Nr. 3 und 4 VOB/B. Ebenfalls ist er berechtigt, den Vertrag jederzeit zu kündigen, § 649 Abs. 1 BGB, § 8 Nr. 1 VOB/B. Er muss dann jedoch die Vergütung des Auftragnehmers unter Anrechnung der ersparten Aufwendungen zahlen.

Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

2. Geschichtliche Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Stefan Hemmann

11. Zivilrechtliche Grundlagen

Der Bauherr ist als Auftraggeber nicht nur der Hauptvertragspartner, sondern er hat insbesondere das Recht die Erstellung eines Werks nach seinen Vorstellungen zu verlangen. Ihm sind bei Vereinbarung als VOB/B auch nach Vertragschluss Möglichkeiten an die Hand gegeben, den geschlossenen Vertrag nach seinen Vorstellungen zu modifizieren, also insbesondere auch dem Auftragnehmer Weisungen hinsichtlich der Art und Weise der Erstellung des Werkes zu geben, § 1 Nr. 3 und 4 VOB/B. Ebenfalls ist er berechtigt, den Vertrag jederzeit zu kündigen, § 649 Abs. 1 BGB, § 8 Nr. 1 VOB/B. Er muss dann jedoch die Vergütung des Auftragnehmers unter Anrechnung der ersparten Aufwendungen zahlen.

Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

4. Voruntersuchung und Konzept

Der Erfolg oder Misserfolg der Bausanierung ist im Wesentlichen von einer ausreichend sensiblen und durch Fachkenntnis gekennzeichneten Planung abhängig. Der Spagat zwischen einer vom Bauherren gewünschten kostengünstigen Planung und der Ausarbeitung eines fachlich fundierten Sanierungskonzeptes wird immer wieder in Folge des Kostendruckes „ausgereizt“. Durch falsch verstandene Kosteneinsparungen werden Fehler in der Planung von Abdichtungsarbeiten an Bestandsbauten vorgenommen, die sich in der Ausführung selbst, aber auch im Nutzungszeitraum nur noch durch erhebliche Kosten- und Zeitaufwendungen wieder revidieren lassen. Die Verhältnisse im letzten Bauschadensbericht der Bundesregierung weisen eindeutig auf diesen Umstand hin.

Jürgen Weber

9. Flankierende Maßnahmen

Unter Dränagen versteht man ganz allgemein ein im Erdreich verlegtes, wasserableitendes System, welches im Hoch- und Tiefbau, aber vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Da die Zielstellungen in der Landwirtschaft bezüglich Einsatz von Dränagen außer dem Grundsätzlichen nichts im Speziellen mit dem Hochbau gemein haben, werden nachfolgend nur die im Bauwesen verwendeten Dränanlagen berücksichtigt.

S. Hemmann, J. Weber

8. Physikalische Verfahren

Seit Bestehen sind die physikalischen Verfahren der Mauerwerksabdichtung bzw. Mauerwerkstrockenlegung sicherlich die umstrittensten Methoden bei der Sanierung von Bestandsbauten. Der Umstand hat seine Wurzeln in der Unüberschaubarkeit der Methoden, der teilweise fehlenden wissenschaftlichen Grundlagen und der ebenso vielfach fehlenden ingenieurtechnischen Nachvollziehbarkeit.

Jürgen Weber

10. Qualitätsmanagement

Da am Bau mehrere fachlich Beteiligte zum Gesamtergebnis beitragen, ist nicht nur ein hohes Maß an Planung, Koordination und Bauleitung erforderlich, sondern auch ein sachkundiges Qualitätsmanagement, so auch oder gerade bei den Bauwerksabdichtungsarbeiten, die eine wesentliche Leistung zur mangelfreien Errichtung eines Gebäudes darstellen.

Stefan Hemmann

7. Nachträgliche Vertikalabdichtung

In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller nur für untergeordnete Lagerzwecke planmäßig genutzt werden soll. In solchen Fällen wird eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.

Uwe Wild

2. Geschichtliche Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von je her Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Stefan Hemmann

6. Injektionsverfahren

Unter Injektion versteht man das Einbringen einer flüssigen Substanz in ein Bauteil. Das Einbringen der Substanz erfolgt mit oder ohne Druck mit dem Ziel der vollständigen Verteilung über dem Bauteilquerschnitt.

Jürgen Weber

12. Checklisten

Stefan Hemmann

16. Besondere bauliche Schutzmaßnahmen

Die Innenräume alter Gebäude mit breiten, massiven Wänden und schweren Decken haben, falls sie gut belichtet und belüftet sind, zumeist drei schätzenswerte Eigenschaften: Sie sind trocken, sie sind im Winter warm, im Sommer kühl, und sie sind lärmdicht. Neuzeitliche Gebäude zeichnen sich infolge der genaueren Bemessungsverfahren einer hochentwickelten Baustatik und Baustoffkunde durch erheblich geringere Massen von Baustoffen für tragende Bauteile, wie Wände und Decken aus. Dafür müssen jedoch erhöhte Aufwendungen für Maßnahmen zum Schutz vor Feuchtigkeit, vor Wärmeverlusten, für sommerlichen Wärmeschutz, gegen Brandgefahr und gegen Lärm gemacht werden, wenn der Nutzwert nicht herabgemindert werden soll.

11. Fußbodenkonstruktionen und Bodenbeläge

Die Beschaffenheit des Fußbodens hat auf das Wohlbefinden des Menschen einen großen Einfluss (Wohnbehaglichkeit, Hygiene) und spielt bei der Beurteilung des Nutzwertes und der Qualität eines Gebäudes eine wesentliche Rolle (Feuchte-, Schall-,Wärmeschutz).

11A+I. Entwickeln einer Außenwand

Ähnlich wie seit Jahrtausenden werden Wände heute immer noch auf kleinen Baustellen aus kleinformatigen vorgefertigten künstlichen Steinen oder aus Natursteinen zu Mauern zusammengesetzt. Auf Großbaustellen findet man aus Ersparnisgründen die Tafelbauweise (vorgefertigte fertige Wände) und die großformatigen Steine. Die traditionelle Ausführung von Mauerwerk mit Ziegeln oder Kalksandsteinen wird ständig ergänzt durch weiterentwickelte Materialien in Bezug auf die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Nicht nur größere Steinformate kommen zum Einsatz um den Fugenanteil in der Wandfläche so gering wie möglich zu halten, sondern auch die Zelle als Ganzes, die als Fertigelement nur noch auf die vorhandenen Anschlüsse gestülpt wird (Badzelle oder Küchenzelle).

5. Haupttragwerke der Überbauten

Balken- und Plattenbrücken sind die am häufigsten angewendeten Konstruktionsformen des modernen Betonbrückenbaus. Im Bild 5.1-1 ist eine Auswahl von bei Platten- und Balkenbrücken üblichen statischen Systemen gezeigt. Mit der Verwendung des bewehrten Betons, etwa seit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, war es möglich neben der Bogenform auch die Platte und den Balken, auch Biegeträger genannt, als Konstruktionsformen im Betonbrückenbau zu wählen. So setzte sich zeitlich parallel zur Entwicklung der modernen bewehrten Betonbogen die Verwendung der biegebeanspruchten bewehrten Beton-Tragglieder durch. Zunächst wurden kleinere Spannweiten als bewehrte Betonplatten und mittlere als bewehrte Betonplattenbalkenbrücken (Bild 5.1-2) ausgeführt. Ab dem Ende des dritten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts und vor Allem nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Betonbrücken auch vorgespannt ausgeführt, was größere Spannweiten bei den biegebeanspruchten Tragwerken, insbesondere den Platten und Balken, aber auch den Rahmen, ermöglichte.

Gerhard Mehlhorn, Günter Ramberger, Francesco Aigner, Thomas Petraschek, Ulrike Kuhlmann, Annette Detzel, Jürgen Stritzke, Gerhard Girmscheid

5. Haupttragwerke der Überbauten

8. Anhang

Dipl.-Ing. Gottfried C. O. Lohmeyer, Dipl.-Ing. Heinz Bergmann, Dipl.-Ing. Matthias Post

2. Wärmeschutz

Der Wärmeschutz im Hochbau soll den Menschen in Gebäuden einen ausreichenden Schutz vor Witterungseinflüssen sicherstellen. Er soll außerdem ein behagliches Raumklima ermöglichen. Dazu wird vorausgesetzt, dass die Räume entsprechend ihrer Nutzung ausreichend beheizt und belüftet werden.

Dipl.-Ing. Gottfried C. O. Lohmeyer, Dipl.-Ing. Heinz Bergmann, Dipl.-Ing. Matthias Post

3. Feuchteschutz

Feuchteschutz ist Schutz des Bauwerks gegen Wasser. Physikalisch betrachtet ist das Wort „Feuchte“ nicht richtig. Es ist nichts anderes als Wasser. Der Gebrauch des Wortes „Feuchte“ ist jedoch in der bautechnischen Fachsprache üblich und wird auch hier verwendet.

Dipl.-Ing. Gottfried C. O. Lohmeyer, Dipl.-Ing. Heinz Bergmann, Dipl.-Ing. Matthias Post

18. Injektionstechnologien

21. Rechtliche Rahmenbedingungen

RA Klaus-Peter Radermacher

8. Bauteile im Erdreich

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Weber

1. Analysieren und Erfassen

Dr. Michael Stahr, Dr. Hilmar Kolbmüller

11. Decken

Dr. Hilmar Kolbmüller, Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Weber

17. Putze

Dr. Michael Stahr

11. Fußbodenkonstruktionen und Bodenbeläge

Die Beschaffenheit des Fußbodens hat auf das Wohlbefinden des Menschen einen großen Einfluss (Wohnbehaglichkeit, Hygiene) und spielt bei der Beurteilung des Nutzwertes und der Qualität eines Gebäudes eine wesentliche Rolle (Feuchte-, Schall-, Wärmeschutz).

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

17. Bauliche Schutzmaßnahmen

Die Innenräume alter Gebäude mit breiten, massiven Wänden und schweren Decken haben, falls sie gut belichtet und belüftet sind, zumeist drei schätzenswerte Eigenschaften: Sie sind trocken, sie sind im Winter warm, im Sommer kühl, und sie sind lärmdicht. Neuzeitliche Gebäude zeichnen sich infolge der genaueren Bemessungsverfahren einer hochentwickelten Baustatik und Baustoffkunde durch erheblich geringere Massen von Baustoffen für tragende Bauteile, wie Wände und Decken aus.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

6. Fassade

Erscheinungsbild

An einem Gesimsputz kam es im Traufbereich des Daches zu Farb- und Putzabplatzungen. Nachdem die Fassade eingerüstet war, wurde festgestellt, dass es sich bei den Putzabplatzungen um Gipsputz handelte (Abb. 6.1-1 und 6.1-2).

Die Zinkblechabdeckungen konnten den Schaden nicht verhindern. Es kam zu einer „Unterläufigkeit“ der Bleche, so dass Wasser in den Gipsputz eindringen konnte.

Gutachterliche Einstufung

Seit vielen Jahrhunderten werden gipsgebundener Stuck oder Putz sowie auch Anhydritputz bei Fassaden verwendet. Diese werden sorgfältig mit wasserabweisenden Imprägnierungen und Anstrichen vor der Witterung geschützt.

In vorliegendem Fall kommen folgende Ursachen für den oben gezeigten Schaden in Frage.

1.

So genanntes Abpulvern, d. h. wiederholter und anhaltender Feuchtigkeitseinfluss führt zum Auflösen des Putzes, in diesem Fall Gipsputz. Die Lösung kristallisiert in den Putzporen sowie an der Oberfläche und hebt die Putzfestigkeit durch den Kristallisationsdruck auf.

2.

Treiben, d. h. durch anhaltenden Wassereinfluss nimmt der Putz Wasser auf. Die daraus resultierende Volumenzunahme des Baustoffes führt zur Absprengung des Putzes von seinem Untergrund.

Gips- und Anhydritputze können, ohne Zusatzmaßnahmen, nur in trockenen Räumen und auf trockenen Oberflächen angewandt werden, nicht aber im Außenbereich.

Beseitigung

Joachim Schulz

2. Terrassen, Balkone, Loggien

Erscheinungsbild

In einer neu instandgesetzten Wohnanlage wurden den EG-Wohnungen ebenerdig Terrassen vorgestellt. Siehe Abb. 2.1.1-1

Der Terrassenfußboden bestand aus Holzbohlen (ca. 5 mm Fugenabstand), die auf einer Holzunterkonstruktion aufgeschraubt waren. Siehe Abb. 2.1.1-2

Im Bereich der Türschwellen war die Abdichtungsaufkantungshöhe niedriger als die Oberkante des Fertigfußbodens. Siehe Abb. 2.1.1-3

Gutachterliche Einstufung

Die DIN 18195 [1.26] besagt, dass die Abdichtung i. d. R. mindestens 15 cm „über die Oberfläche des Belages hochzuführen“ ist. Im Einzelfall, z. B. bei Balkontüren, sind dort besondere Maßnahmen einzuplanen, z. B. große Vordächer oder Rinnen mit Gitterrosten.

Bei diesen Abmessungen der Holzbohlen (Abb. 2.1.1-2) sowie den Fugen ist es fraglich, wie der Untergrund „gewartet“ werden soll. Es ist vorhersehbar, dass ein Biotop entstehen wird. Nicht zu vergessen ist die Feuchtebelastung an der Holzkonstruktion „von oben und unten“.

Hinweis:

Abb. 2.1.1-4 und 2.1.1-5

Beseitigung

Trotz vorgesehener Entwässerungsrinne im Türleibungsbereich (Abb. 2.1.1-3) muss die Abdichtungsaufkantung erhöht werden, d. h. ≥ 5 cm über Oberkante Entwässerungsrinne.

Vorbeugung

Ein Plattenbelag aus Naturstein bzw. Betonwerkstein auf der im Gefälle liegenden Betonsohle ist auf Dauer beständiger und pflegeleichter „sackt“ (Nachverdichtung) nicht nach.

Erscheinungsbild

Eine der schönsten Terrassen in Berlin wurde im mediterranen Baustil angelegt (Abb. 2.1.1-6).

Joachim Schulz

7. Fenster, Türen

Erscheinungsbild

Gerade bei Vorhangfassaden der 70er und 80er Jahre habe ich wiederholt festgestellt, dass es zu starken Zugerscheinungen im Fensterbrüstungsbereich innerhalb der Räume kommt. Nach Demontage der Außenverkleidung eines Wohn- und Geschäftshauses wurden überdurchschnittlich breite „Fugen“ festgestellt, die nicht bzw. nur unzureichend abgedichtet waren. Sie wurde lediglich zwischen Fensterrahmen und unebenem Brüstungsmauerwerk ausgeschäumt, siehe auch Abb. 7.1-1–7.1-3.

Bei Betrachtung der wärmeschutztechnischen Eigenschaft der Fassade muss unter heutiger Qualitätsanforderung besonders der Einfluss im Übergangsbereich Fensterrahmen und Außenwand berücksichtigt werden. Der Anschluss eines Fensters zum Baukörper ist unter bauphysikalischen Aspekten zu planen, insbesondere im Hinblick auf die Wärmebrückenwirkung, Luftdichtheit und Schlagregensicherheit. Die Abdichtung zwischen Fenster und Wand ist in der Bauphysik heute nicht mehr umstritten und auch die technischen Regelwerke sind hier eindeutig.

Als „Allgemein anerkannte Regel der Technik“ gilt: Fenster und Türen müssen luftdicht, tauwasserfrei und schlagregensicher eingebaut werden und dies nach dem Grundsatz „innen dichter als außen“.

Hinweis:

Tab. 2.4-1, Kap. 16

Beseitigung

Die „Fuge“ zwischen Blendrahmen und Brüstung sollte, je nach Maßtoleranzen, max. 2 cm betragen. Die „Fuge“ muss ausgestopft und von innen diffusionsdicht geschlossen werden.

Vorbeugung

Joachim Schulz

6. Haupttragwerke der Überbauten

Manfred Curbach, Gerhard Mehlhorn

11. Brückenausrüstung

Manfred Curbach, Gerhard Mehlhorn

Das aktuelle Thema: Sind Regelwerke als Planungsinstrumente zur Beurteilung geeignet? Diskussion am Beispiel Beton: 2. Beitrag: Neuerungen in der WU-Richtlinie 2017

Seit vielen Jahrzehnten werden in der Baupraxis wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton, kurz Weiße Wannen, erfolgreich eingesetzt. Allgemeingültige Regeln der Bemessung für Betonbauwerke sind in der DIN EN 1992-1-1 zusammen mit dem nationalen Anhang NA geregelt.

Karsten Ebeling

Innenraumabdichtungen – Neuerungen DIN 18534

Auch das Bauen unterliegt dem allgemeinen Fortschritt und den ständigen Weiterentwicklungen mit denen die Regelwerke und DIN-Normen Schritt halten müssen. Die Bauverfahren, Bauweisen und Baustoffe werden permanent diesem Fortschritt und den Weiterentwicklungen angepasst und die Baupraxis fordert die konforme Integration bewährter Innovationen in die einschlägigen Regelwerke, um diese möglichst zeitnah regelkonform verwenden und einsetzen zu können. Dabei kann die Bauplanung und die Baupraxis von den vorauseilenden Weiterund Neuentwicklungen sowie diesbezüglichen Werbeversprechen der Produkthersteller aber auch überfordert werden. Andererseits können sich aus innovativen Weiter- und Neuentwicklungen von Bauprodukten und daraus entstehenden neuen Bauweisen oftmals auch deutliche Vorteile für die Verwender und Bauherren ergeben.

Gerhard Klingelhöfer

DIN 18532 – Abdichtung befahrbarer Verkehrsflächen aus Beton, Änderungen und Neuregelungen

DIN 18532 ist im Mai 2016 als Entwurf zur Information und zur Stellungnahme durch die Fachöffentlichkeit erschienen. Nach Beratung der eingegangenen Stellungnahmen im Normenausschuss ist die Norm im November 2016 zur Veröffentlichung verabschiedet worden.

Christian Herold

Flachdachabdichtung – Neuerungen DIN 18531

Im Jahre 1983 erschien erstmals eine übergreifende Norm für die Bauwerksabdichtung, die DIN 18195. Diese Norm, die nach 8 Jahren Erarbeitungszeit erschien, wurde als großer Wurf im Bereich der Normung von Abdichtungen gefeiert, vereinte er doch zahlreiche kleinere Normenbeiträge unter einem gemeinsamen Dach. 35 Jahre später setzten die an der Normung Beteiligten erneut zu einem großen Normungsvorhaben an. Die DIN 18195, nunmehr in etliche Teile zergliedert, erwies sich als zu sperrig für eine erneute Bearbeitung, deren Ziel es sein sollte „neue Stoffe“ in die Norm aufzunehmen und die Anwendung dieser sicher zu regeln.

Rainer Henseleit

Abdichtung von erdberührten Bauteilen – Neuerungen DIN 18533

Die neue Norm DIN 18533 bringt in den Teilen 1 bis 3 zahlreiche Neuerungen für die Planung und Ausführung von erdberührten Bauwerksabdichtungen. Die Klarstellung der Wassereinwirkungsklassen und die Zuordnung der Abdichtungsbauarten zu Rissklassen und Nutzungsklassen seien hier als besonders wichtig genannt. Alle neuen Normen DIN 18531 bis 18535 in den Teilen, die Abdichtungen regeln, die auch die bisherige DIN 18195 geregelt hat, werden zeitgleich veröffentlicht und damit verbunden wird DIN 18195 zurückgezogen. Die Veröffentlichung der Norm erfolgte im Juli 2017.

Arno Kohls

Sind Dränanlagen nach DIN 4095 noch zeitgemäß oder sogar schadensträchtig?

Sind Dränanlagen nach DIN 4095 noch zeitgemäß oder sogar schadensträchtig? Auf diese Frage möchten viele im Vertrauen auf unser Regelwerk sicherlich antworten: Die DIN 4095 ist etabliert und die jetzige Fassung aus dem Jahr 1990 wird auch heute zitiert und zur Bewertung herangezogen, selbstverständlich sollten wir dann annehmen können, dass diese Norm noch zeitgemäß ist, und ebenso selbstverständlich, dass sie auch nicht schadensträchtig ist. Schließlich hätten wir sie sonst ja schon lange überarbeitet.

Bert Bosseler, Thomas Brüggemann

Verzeichnis der aussteller aachen 2017

Martin Oswald, Matthias Zöller

Wichtige Neuerungen in bautechnischen Regelwerken – ein Überblick

Mit dieser Beitragsreihe werden die aus der Sicht eines in der Praxis tätigen Bausachverständigen wichtigsten Neuerungen in bautechnischen Regelwerken vorgestellt. Da innerhalb des letzten Jahres – seit meinem Vortrag im April 2016 – viele Regelwerke neu erschienen sind, kann im Vortrag nur auf einen Teil der Neuerungen eingegangen werden (Redaktionsschluss: April 2017).Die neuen Abdichtungsnormen DIN 18531 bis DIN 18535, die Neufassung der Flachdachrichtlinie (ZVDH/Hauptverband der dt. Bauindustrie), der neue Schimmelleitfaden des Umweltbundeamtes (UBA) sowie die WU-Richtlinie 2017 des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) werden im Rahmen dieser Tagung von den Mitreferenten vorgestellt und sind daher nicht Teil des folgenden Beitrages.

Géraldine Liebert

3. Abwasser- und Wassertechnik

Die Ver- und Entsorgung von Gebäuden mit Wasser- und Abwasseranlagen wird erläutert. Die Planungs- und Berechnungsgrundlagen von Abwasseranlagen werden dargestellt und mit Beispielrechnungen demonstriert. Auf Einzelheiten der Leitungsanlagen, Konstruktion und Materialwahl wird eingegangen. Auch Anlagenteile außerhalb des Gebäudes wie Kleinkläranlagen, Versickerungsanlagen oder Gebäudedränung sind umfangreich beschrieben. Neben der Trinkwasserversorgung mit Planungs- und Berechnungsgrundlagen ist der Aufbau von einfachen und automatischen Feuerlöschanlagen Bestandteil dieses Kapitels. Ebenso dargestellt sind Regenwasser- und Grauwassernutzungsanlagen.

Dirk Bohne

5. Bausanierung

Bei den Sanierungsarbeiten können zwei Arten unterschieden werden:

1.

Sanierungsarbeiten zur ordnungsgemäßen Erhaltung des Bauwerkes (Erhaltungsarbeiten)

2.

Sanierungsarbeiten, die so genannte Ergänzungsarbeiten darstellen, das heißt, den Wert des Bauobjektes erhöhen.

Guido F. Moschig

7. Eisenbahnbrücken, Tunnel und Ingenieurbauwerke

Als Ingenieurbauwerke bezeichnet die DIN 1076 Brücken, Tunnel, Trogbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbarer Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, z. B. Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.

Dipl.-Ing. Tristan Mölter, Dipl.-Ing. Michael Fiedler

4. Geotechnik

Das Wort Boden in der Bodenmechanik steht für jenes oberflächennahe Material der Erdkruste, das im Gegensatz zum

Festgestein

(Fels) auch

Lockergestein

genannt wird. Die Lockergesteine sind weitgehend durch Verwitterung aus den Festgesteinen entstanden.

Konrad Zilch, Claus Jürgen Diederichs, Rolf Katzenbach, Klaus J. Beckmann

7. Wasserspeicherung

Fast bei jeder WV-Anlage ist ein Bauteil erforderlich, das zur Speicherung von Wasser dient. Hierfür werden im Durchschnitt ca. 5–10 % der Gesamtkosten investiert, je nachdem, ob es eine große oder kleine WV-Anlage ist.

PD Dr.-Ing. habil. Gerhard Merkl

22. Bauen im Grundwasser

Der Baugrund enthält in der Regel Wasser, das die Poren der Böden sowie die Klüfte, Spalten und ggf. andere Hohlräume von Fels teilweise oder ganz ausfüllt. Ein Teil des Porenwassers ist insbesondere bei feinkörnigen Böden an die Festsubstanz gebunden und prägt auf diese Weise die bautechnischen Eigenschaften, s. hierzu Abschn. 3.1, 3.3 und 3.6.

Im vorliegenden Zusammenhang wird ausschließlich das freie, bewegliche Porenwasser betrachtet, das, wenn es die Hohlräume ganz und über einen größeren Bereich zusammenhängend ausfüllt, als Grundwasser bezeichnet wird, s. a. Abschn. 2.3. Die Strömungs- und Druckverhältnisse werden im Grundwasser durch die Graviationskräfte, d. h. auf das Wasser einwirkende Eigengewichtskräfte, gekennzeichnet. Grundwasser kann im betrachteten Bereich auch mit offenem Wasser in Verbindung stehen.

Hans-Henning Schmidt, Roland F. Buchmaier, Carola Vogt-Breyer

10. Flachdächer

Die Abgrenzung von Dächern hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Konstruktionsart erfolgt in der Regel nach der Dachneigung: Während Steildächer eine Dachneigung

$$ \alpha> 20^\circ $$

aufweisen, werden Dächer mit einer Dachneigung

$$ 5^\circ < \alpha \le 20^\circ $$

als flach geneigte und Dächer mit einer Dachneigung

$$ \alpha \le 5^\circ $$

als Flachdächer bezeichnet, wobei diese im Allgemeinen eine Mindestneigung von

$$ \alpha = 2^\circ $$

aufweisen.

Dipl.Ing. Britta Birkner, Prof. Dr. Wolfgang Willems

11. Außenwände

Zunächst ein Hinweis zu dem Begriff Außenwandkonstruktion: Die unterschiedliche Bedeutung der Begriffe Außenwandkonstruktion und Fassade wird durch den lateinischen Ursprung des Wortes Fassade deutlich. Der Begriff Fassade (facies = Aussehen) bedeutet eine zu einer Straße bzw. einem Platz hin orientierte Schauseite eines Gebäudes; er nimmt keinen Bezug zur konstruktiven Ausbildung der Außenwand. Da der Begriff „Fassade“ nicht umfassend ist, sollte er im Bauwesen daher für Außenwandkonstruktionen als Ganzes nicht verwendet werden.

Dipl.Ing. Harald Gscheidle, Jörg Röder

8. Bauwerksabdichtungen

Unter Bauwerksabdichtungen werden im vorliegenden Kapitel folgende Abdichtungsarten behandelt: Abdichtungen

erdberührter Bauteile im Gründungsbereich (Bodenplatten, Außenwände, Fundamente),

erdüberdeckter und befahrbarer Decken (Hofkellerdecken),

genutzter Dach- und Deckenflächen im Außenbereich (Terrassen, Balkone, intensiv begrünte Dächer),

von Behältern sowie in Innenräumen (Nassräume).

Frank U. Vogdt, Jan Bredemeyer, Prof. Dr.-Ing. Rainer Hohmann

7. Hochwasserschutzmaßnahmen

In der Vergangenheit sind viele Städte aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen an Fließgewässern entstanden. Den vom Gewässer ausgehenden Hochwassergefahren wurde dahin gehend Rechnung getragen, dass die genutzten Bereiche vorzugsweise auf erhöhten Uferbereichen außerhalb der Gewässeraue angesiedelt wurden und damit in den meisten Fällen vor (Fluss-)Hochwasser geschützt waren.

Prof. Dr.-Ing. habil. Hansjörg Brombach, Prof. Dr. Robert Jüpner, Dr.-Ing. Uwe Müller, Prof. Dr.-Ing. habil. Heinz Patt, Prof. Dr.-Ing. Werner Richwien, Reinhard Vogt

6. Baustoffliche Grundlagen

Bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen (s. Abschn.

7.3

) umfassen, den Bau von Hochwasserschutzdeichen und Hochwasserschutzmauern, bauliche Vorkehrungen zum Betrieb von beweglichen und zur Installation von mobilen Hochwasserschutz-Wänden sowie, die Planung von neuen Bauwerken und die nachträgliche Abdichtung von bestehenden Bauwerken, um das Eindringen von Wasser zu verhindern einschließlich der Standsicherheit und Auftriebssicherheit.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Breit, Robert Adams

4. Geotechnik

Das Wort Boden in der Bodenmechanik steht für jenes oberflächennahe Material der Erdkruste, das im Gegensatz zum

Festgestein

(Fels) auch

Lockergestein

genannt wird. Die Lockergesteine sind weitgehend durch Verwitterung aus den Festgesteinen entstanden.

Ulvi Arslan, Stavros Savidis, Christos Vrettos, Matthias Pulsfort, Rolf Katzenbach, Johannes Giere, Jörg Gutwald, Isabel M. Wagner, Ulrich Maidl, Bernhard Maidl

Kommentar zur Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)

Vorbemerkungen

Seit 1950 galt die Gebührenordnung für Architekten (GOA) im Wesentlichen unverändert als Höchstpreisverordnung. Mit Inkrafttreten der ersten HOAI 1977 am 01.01.1977 wurde sie aufgehoben und abgelöst. Für Architektenleistungen bei raumbildenden Ausbauten und Freianlagen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Leistungen sowie Ingenieurleistungen für Tragwerksplanung wurde mit der HOAI erstmals ein Honorarrecht auf gesetzlicher Grundlage geschaffen.

Rudolf Jochem, Wolfgang Kaufhold

Die Novellierung des ZSEG durch das JVEG — Das neue Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG)

Lassen Sie mich bitte zu Anfang meines Vortrags zwei Fragen stellen:

1.

Wenn Ihre Gebührenordnung nach 10 Jahren unveränderter Geltung novelliert wird und Sie erhalten nach neuem Recht dieselben oder sogar niedrigere Stundensätze und einen geringeren Auslagenersatz als nach altem Recht, nennen Sie das dann einen Erfolg? Weckt das bei Ihnen Gefühle der Freude und Zufriedenheit?

2.

Wenn die Stundensätze in der neuen Gebührenordnung 25 % bis 35 % unter den Sätzen liegen, die Sie für vergleichbare Leistungen im außergerichtlichen Bereich erzielen, halten Sie diesen Umstand für die Realisierung des Vergütungsprinzips?

Rechtsanwalt Dr. Peter Bleutge

2. Flachdächer

Dachflächen mit einer geringeren Neigung als 5° werden als Flachdächer bezeichnet und erhalten anstelle einer Dachdeckung eine

Dachabdichtung

. Abgedichtete Dächer sind in der Regel mit Gefälle auszuführen, denn fast alle gefällelosen Dächer haben sich als nicht dauerhaft haltbar erwiesen.

Ulf Hestermann, Ludwig Rongen

8. Wärmeschutztechnische Anforderungen

Die wärmeschutztechnischen Vorschriften im Hochbau wurden in den letzten Jahren wegen der ständig wachsenden Bedeutung des Wärmeschutzes immer umfangreicher und anspruchsvoller hinsichtlich des Anforderungsniveaus.

Prof. Dr.-Ing. Anton Von Maas

3. STRUKTUREN DER BAUWIRTSCHAFT

Der Baumarkt als Markt für Investitionsgüter ist im Gegensatz zum Markt für Konsumgüter ein fast ausschließlicher Nachfragemarkt, in dem auf Bestellung produziert wird. Hiervon ausgenommen ist ein relativ geringer Anteil der Vorratsproduktion im Wohnungsbau.

Fritz Berner, Bernd Kochendörfer, Rainer Schach

7. Wasserspeicherung

Wasser kann in verschiedenen Speichern mit unterschiedlichen Zielsetzungen gespeichert werden.

Rosemarie Karger, Frank Hoffmann

2. Denkmalpflegerische Aspekte

Bereits im Altertum gab es vereinzelt wasserdichte Gebäude. Dennoch ist die geplante und technisch ausgeführte Abdichtung von Gebäuden eine relativ junges Gewerk im Rahmen der Bauerstellung. Erst mit der stärker werdenden Industrialisierung seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Forderung nach modernen Abdichtungstechniken größer. Bereits im Altertum gab es vereinzelt wasserdichte Gebäude. Dennoch ist die geplante und technisch ausgeführte Abdichtung von Gebäuden eine relativ junges Gewerk im Rahmen der Bauerstellung. Erst mit der stärker werdenden Industrialisierung seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Forderung nach modernen Abdichtungstechniken größer.

Dipl.-Ing. Christoph Hellkötter

16. Zivilrechtliche Grundlagen

Die nachfolgende Darstellung der Beteiligten soll die zu betrachtenden Vertragskonstellationen veranschaulichen.

Volker Hafkesbrink, Ulrich Kühne

4. Geotechnische Grundlagen

Der Begriff Bauwerk-Baugrund-Interaktion wird im Allgemeinen für die Wechselbeziehungen von Gründungen und der für die Lastabtragung von Bauwerken relevanten Bodenzone hinsichtlich mechanischer Vorgänge (z. B. Setzungen, Grundbruch, Böschungsversagen etc.) verwendet.

Dipl.-Ing. Peter Neundorf

7. Nachträgliche mechanische Horizontalsperre

Bei den hier näher erläuterten mechanischen Verfahren wird das Mauerwerk in der vom Fachplaner festgelegten Dichtungsebene mechanisch getrennt und eine wasserundurchlässige Sperrschicht eingebaut. Die einzelnen Verfahren untergliedern sich einerseits nach der Art und Weise der mechanischen Trennung sowie andererseits nach der Materialart der einzubauenden Sperrschicht.

Uwe Wild

8. Horizontalsperren im Injektionsverfahren

Unter Injektion versteht man das Einbringen einer flüssigen Substanz in ein Bauteil. Das Einbringen der Substanz erfolgt mit oder ohne Druck mit dem Ziel der vollständigen Verteilung über dem Bauteilquerschnitt.

Dipl.-Ing. Jürgen Weber

9. Nachträgliche Vertikalabdichtung

In der Altbausanierung wird im Kellergeschoss teilweise eine gewisse Feuchtigkeit toleriert. Dies insbesondere dann, wenn der Keller planmäßig nur für untergeordnete Lagerzwecke genutzt werden soll. In solchen Fällen wird lediglich eine Horizontalsperre oberhalb des Geländeniveaus eingebaut, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit bis in das Erdgeschoss kapillar aufsteigt.

Uwe Wild

1. Entwicklung der Bauwerksabdichtung

Verfolgt man die Geschichte der menschlichen Entwicklung, so war es von jeher Bestreben der Menschen, ihre Bauwerke vor äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit, Wind, Kälte und Sonne, zu schützen. Dem vorbeugenden Schutz vor Feuchtigkeit fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Dipl.-Ing. Jürgen Weber

10. Gelinjektionen

Alle zuvor abgehandelten Möglichkeiten zur nachträglichen Erstellung von Vertikalabdichtungen weisen eine wesentliche Grundvoraussetzung auf: Die abzudichtende Außenwandfläche muss freigelegt sein und ein entsprechender Arbeitsraum in der Baugrube zur Verfügung stehen. Bei Teilunterkellerungen oder bei aneinander grenzenden Gebäuden mit verschiedenen Eintauchtiefen ist die Wandfläche jedoch nicht zugänglich und kann nicht mit den bekannten konventionellen Abdichtungstechniken bearbeitet werden.

Uwe Wild

11. Abdichtungen mit Betonkonstruktionen

Bundesweit verändern sich die Grundwasserverhältnisse und der Nutzungsanspruch an Kellerräumen. Die daraus resultierenden Anforderungen an die Abdichtung und an die gesamte Konstruktion werden teilweise so hoch, dass nachträgliche Abdichtungen und Feuchtigkeitssperren nach WTA-Merkblättern (WTA-Merkblatt 4-4-04; WTA-Merkblatt 4-6-05; WTA-Merkblatt 4-7-02) nicht mehr ausreichend sind. Zudem müssen häufig Bestandsgebäude durch die Umnutzung und den Um-und Ausbau statisch verstärkt werden.

Dipl.-Ing. Jürgen Weber

12. Abdichtungen im Innenbereich

Die zu planende Qualität der Bauwerksabdichtung im Bereich der erdberührten Bodenplatte ist konsequent von der Nutzung darüber befindlicher Räume abhängig. Zu beachten ist, ob es sich um hochwertige oder geringwertige Nutzung handelt.

Dipl.-Ing. Jürgen Weber, Uwe Wild

14. Flankierende Maßnahmen

Als flankierende Maßnahmen sind Handlungen definiert, die die Wirkung einer Bauwerksabdichtung unterstützen. Flankierende Maßnahmen stellen somit ergänzende Möglichkeiten dar, Planungsziele zu erreichen.

Dipl.-Ing. Jürgen Weber, Dipl.-Ing. Clemens Hecht, Ulrich Steinert, Eduard Bromm

7. Instandsetzungsmaßnahmen

Nirgendwo scheint die Scharlatanerie und Geschäftemacherei ein ertragreicheres Betätigungsfeld zu besitzen als bei der Instandsetzung von Mauerwerk. Was wurde seit vielen Jahrzehnten den Hausbesitzern nicht schon alles angedreht: Belüftungsröhrchen nach Knapen, Kunststoffröhrchen als Mauerlunge (Abb. 7.1). Umluftkanäle verschiedenster Bauart, Kosmospappe-Verfahren mit bituminierten, profilierten Wellpappen, Sperrputz

Sperrputz

e auf Zementbasis, Verfliesen der Sockelzonen oder ganzer Erdgeschosswände (Abb. 7.2). Luftschächte oder -kanäle vor der Wand, thermische Sanierung durch Beheizen der Wandflächen, Bohrlochinjektionen mit Wasserglas- und Bitumenlösungen als drucklose und unter Druck ausgeführte Infusion, passive elektrophysikalische Verfahren z. B. nach Ernst/Traber, Entstrahlungsgeräte, Mauerentfeuchtung durch drahtlose Elektroosmose

Elektroosmose

oder Magnetokinese und andere elektrische Zauberkästchen aller Art. Ganze Straßenzüge in unseren Städten und Dörfern künden noch heute vom großen Verkaufserfolg dieser Branche. Dabei kann festgestellt werden, dass diese Verfahren entweder wenig erfolgreich oder völlig nutzlos sind. Im Gegenteil, sie haben sich manchmal auch als schädlich erwiesen, da z. B. in den Hohlräumen der Belüftungsröhrchen sich zumeist ein Mikroklima entwickelt, welches zusätzliches Kondenswasser

Kondenswasserbildung

bildet und folgerichtig die Durchfeuchtung der Mauer erhöht (Arendt, Untersuchungen in der Altbausanierung, 1994).

Dr. Josef Maier

11. AVA im Leistungsbild des Architekten

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) regelt deren Leistungen und Honorare bei der Planung und Abwicklung von Gebäuden, Freianlagen und Innenräumen. Die in § 15, Leistungsbild Objektplanung und Freianlagen, beschriebenen Leistungen gelten für Neubauten, Neuanlagen, Wiederaufbauten, Erweiterungsbauten, Umbauten, Modernisierungen, Raumbildende Ausbauten, Instandhaltungen und Instandsetzungen. Der Beginn der Architektenleistungen im AVA-Bereich setzt einen bestimmten Planungsstand voraus. Die Planung muss so weit fortgeschritten sein, dass sichere qualitative und quantitative Aussagen möglich sind. Deshalb braucht man für die auszuschreibenden Leistungen bei Hochbauten in der Regel Ausführungspläne, Maßstab 1:50 oder 1:100Details bis Maßstab 1:1 mit Materialangaben und Hinweisen für die AusführungBaubeschreibung mit ausführlichen Angaben der Materialien und der QualitätRaumbuch, das die Angaben über die Ausbaumerkmale jedes Raumes enthält.

Wolfgang Rösel, Antonius Busch

3. Terminplanung

Neben der Frage nach den Baukosten sind der Fertigstellungstermin und dessen Einhaltung für jeden Bauherrn von zentraler Bedeutung. Gemäß HOAI obliegt dem auftraggeberseitigen Bauleiter die Koordinationspflicht aller Leistungen. Daher liegt die Terminplanung sowohl aller planungsrelevanten Themen, dass heißt die Koordination aller Planungsbeteiligten wie z. B. des Statikers, der haustechnischen Planung und der Sonderfachleute als auch die Koordination der baubetrieblichen Abläufe, während der Bauvorbereitung und der Bauausführung in seiner Verantwortung.

Falk Würfele, Bert Bielefeld, Mike Gralla

Zweiter Abschnitt. Das Verfahren nach der Zivilprozessordnung

Gemäß § 485 Abs. 1 ZPO kann während oder außerhalb eines Streitverfahrens auf Antrag einer Partei die Einnahme des Augenscheins, die Vernehmung von Zeugen oder die Begutachtung durch einen Sachverständigen angeordnet werden, wenn der Gegner zustimmt oder zu besorgen ist, dass das Beweismittel verloren geht oder seine Benutzung erschwert wird.

Karl-Heinz Keldungs, Wolfgang Tilly

16. Nassbereiche in privaten Bädern (neu)

Nachstehend werden bauliche Hinweise für die Planung, Konstruktion und Ausführung von Holzbauteilen in häuslichen Nassbereichen gegeben. Dazu gehören z.B. private Bäder, ferner Bäder mit Duschtasse in Hotels oder dergl., auch mit separatem Bodenablauf, sowie in besonderen Fällen auch Fußböden in Küchen und Eingangsfluren.

Horst Schulze

5. Fassade

Joachim Schulz

17. Putze

Putzsysteme haben neben den Aufgaben der Ästhetik, Gestaltung, Gliederung und Farbwirksamkeit, auch für dauerhaften Schutz, vor allem vor äußeren Einflüssen, wie Wind, Regen und Temperaturwechsel zu sorgen und zur Behaglichkeit durch Schall- und Wärmedämmung beizutragen. Die fachgerechte Planung, Projektierung und Ausführung von Putzen und deren Funktion sowie Werterhaltung durch Pflege und Wartung, ist eine anspruchsvolle Aufgabe an die Bauausführenden. Dennoch bleibt es nicht aus, dass aufgrund vielfältiger Einflüsse wie, z. B. Fehler bei der Projektierung, unsachgemäßes Anmischen und Verarbeiten, mangelhafte Pflege usw., Schäden an Putzen auftreten können, die eine umfangreiche, komplizierte und kostenaufwendige Sanierung erfordern.

Michael Stahr

9. Wände

Wände sind vertikale Bauteile werden nach ihrem Standort, der Konstruktion, der Funktion, nach der Nutzung und nicht zuletzt nach dem verbauten Material eingeordnet bzw. bezeichnet.

Hilmar Kolbmüller, Jürgen Weber

8. Bauteile im Erdreich

Jedes Gebäude ist durch Fundamente, Bodenplatten und erdberührte Wandkonstruktionen mit dem Baugrund verbunden. Daher müssen nicht nur die Bauteile im Erdreich konstruktiv geplant und fachlich richtig ausgeführt werden. Gleichfalls ist die Art und Weise des die Konstruktion umgebenden Baugrundes zu berücksichtigen. Geschieht diese umfassende Betrachtung nicht und bleibt das Zusammenspiel von Baugrund und Bauteil ohne Beachtung, so kann es zu empfindlichen Bauschäden kommen.

Jürgen Weber

1. Analysieren und Erfassen

Seit der Industrialisierung in der Gründerzeit hat sich die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung beschleunigt. Bevölkerungswachstum und Kriegszerstörungen forderten einen raschen und unaufwendigen Baustil. Im Baugeschehen wurden handwerkliche Arbeitsabläufe durch rationellere Verfahren abgelöst, die Bauindustrie hat mit neuen Bauweisen und Baustoffen große Teile der Umwelt geprägt.

Hilmar Kolbmüller, Michael Stahr

10. Dächer

Nach Ansicht der Fachleute sind in Deutschland über 80 % des Dachraumes für Wohnzwecke ausbaufähig und nutzbar. Wenn man bedenkt, dass es etwa 36 Millionen Haushalte gibt, die bauliche Ausdehnung auf der „grünen Wiese“ immer geringer und der Wohnraum knapp ist, ergeben sich doch hier vielfältige Möglichkeiten. Im Gegensatz zur Dachsanierungsarbeit im traditionellen Sinne ist der Dachausbau eine konstruktiv relativ junge Gestaltungsmöglichkeit, wo noch viele Details im Einzelnen zu klären sind, bzw. wo praktikable Langzeitergebnisse sicher zu weiterführenden Erkenntnissen führen. Dennoch kann man sagen, dass der erreichte Stand der Ausbau- und Dämmungstechnik in Deutschland ein beachtliches Niveau erreicht hat.

Michael Stahr

11. Decken

Hilmar Kolbmüller, Jürgen Weber

VII. Die Sachverständigen-Vergütung (Entschädigung)

Karl-Heinz Keldungs, Norbert Arbeiter

16. Oberflächenschutz

Baustoffe besitzen eine unterschiedliche, meist sogar eine unzureichende Beständigkeit gegen Witterungs- und Nutzungseinwirkungen. Versieht man deren exponierte Oberflächen mit einer Beschichtung, kann die Lebens- und Nutzungsdauer der Baustoffe und damit auch diejenige des aus den Baustoffen entstandenen Bauwerks deutlich gesteigert werden. Dieser Oberflächenschutz, oft sind es sogar Oberflächenschutzsysteme, besteht im Regelfall aus Beschichtungen, die ein- bzw. mehrlagig auf Bauteile appliziert werden. Dabei handelt es sich zunächst um flüssige Beschichtungsstoffe, dem Typ nach also Halbfertigfabrikate, die auf den Bauteiloberflächen zu Oberflächenschichten verfestigen und dann ihre Schutzwirkung entfalten. Überwiegend sind es organische Polymerbeschichtungen. Zu einem gewissen, allerdings geringen Anteil werden auch mineralisch abbindende Beschichtungsstoffe eingesetzt. Oberflächenschutzsysteme nach dieser Definition haben in der Regel Schichtdicken ≤ 5 mm.

Günter Neroth, Dieter Vollenschaar

15. Kunststoffe

Kunststoffe sind synthetische, vorwiegend organische Werkstoffe. Sie werden durch die Verknüpfung von Einzelmolekülen zu Molekülketten hergestellt. Insbesondere Kohlenstoffatome sind zur Bildung von Molekülketten und molekularen Netzen befähigt, an deren Aufbau auch andere chemische Elemente wie Wasserstoff und Sauerstoff beteiligt sind, darüber hinaus u. a. Chlor (PVC), Stickstoff (Polyurethane, Polyamide), Fluor (PTFE (= Teflon®)) und Schwefel (Naturgummi, Polysulfide). Kunststoffe werden überwiegend vollsynthetisch aus Erdöl und in geringem Maße aus Erdgas hergestellt, z. T. aber auch halbsynthetisch durch Abwandlung makromolekularer Naturstoffe (z. B. Naturgummi, Naturharze, Zelluloid). Die für die Kunststoffe alternativ verwendeten Bezeichnungen „Polymere“ (= „Vielteilige“) bzw. „Polymerwerkstoffe“ rühren von der oben genannten Verknüpfung einer Vielzahl von Einzelmolekülen, den sogenannten „Monomeren“ (= „Einteilige“), zu Ketten bzw. Netzen her. Ziel der Entwicklung der synthetischen organischen Stoffe war zunächst die Imitation von erwünschten Eigenschaften der natürlichen organischen Stoffe unter Vermeidung von weniger erwünschten Eigenschaften zum Zweck des Ersatzes der natürlichen Stoffe.

Günter Neroth, Dieter Vollenschaar

1. Grundlagen

Das Bauen gehört von jeher zu den Grundbedürfnissen einer jeden Zivilisation. Für die Errichtung von Bauwerken wurden regional verfügbare, in der Natur vorkommende Materialien verwendet, z. B. Holz, Naturstein oder Lehm. Diese Materialien dienten jedoch nicht nur als Baustoffe, sondern sie wurden auch zu anderen Zwecken eingesetzt, z. B. zur Herstellung von Haushaltswaren, Werkzeugen, Waffen usw. Die Bedeutung der Werkstoffe für frühe Zivilisationen spiegelt sich in der Benennung einzelner Zeitalter nach Werkstoffen (Stein-, Bronze-, Eisenzeit) wider.

Günter Neroth, Dieter Vollenschaar

13. Bitumenhaltige Baustoffe

Bitumen ist ein schwerflüchtiges, dunkelfarbiges Gemisch verschiedener organischer Substanzen, das im Rahmen der Aufarbeitung geeigneter Erdöle als Rückstand des Raffinierprozesses anfällt. Bitumen ist nicht flüchtig und somit praktisch geruchlos und sowohl gegen viele Chemikalien als auch gegen die Einwirkungen von Wasser unanfällig.

Günter Neroth, Dieter Vollenschaar

13. Recycling von Baustoffen

So unterschiedlich wie die auf dem Bausektor eingesetzten mineralischen und nichtmineralischen Baustoffe (s. kap. 8-10), so unterschiedlich sind die Baureststoffe (Bauabfalle), die am Ende der Nutzungsphase von Bauwerken, von Straßen usw. anfallen. Baureststoffe stellen im Hinblick auf das Gesamt-Abfallaufkommen in der BRD (2002: ca. 381 Mio. t.) mit 241 Mio. t den größten Anteil, nach Gewicht sind das etwa 65% und nach Volumen ca. 45...50% des Gesamtaufkommens [AB 21]. Der Anfall an Baureststoffen lag Mitte der 90er Jahre noch bei etwa 300 Mio. Tonnen. Der Rückgang zu heute wird auf eine absinkende Bautätigkeit zurückgeführt. Der durch Recycling aufbereitete Anteil ist mit etwa 25% gleich geblieben.

Roland Benedix

4. Die Kunst der Fuge

Eine Fuge entsteht immer dann, wenn zwei oder mehrere Bauteile aneinander stoßen. Dies kann einerseits unfreiwillig geschehen, weil alle Werkstücke eine begrenzte Länge haben oder weil beim Betonieren zwangsweise in Abschnitten vorgegangen werden muss: Hier wird die Fuge dementsprechend als „störend“ empfunden. In vielen Fällen werden Fugen jedoch bewusst geplant.

Manfred Pröbster

A. Die Baugrunderkundung

Der Baugrund gehört strenggenommen zu den Baustoffen. Über dessen Beschaffenheit und Eigenschaften müssen bei der Planung eines Bauvorhabens ausreichend gesicherte Erkenntnissen vorliegen. Durch die Verknappung und damit Verteuerung des Baugrundes wird inzwischen zwangsläufig auch auf Bereiche zurückgegriffen, deren Eignung als

Baustoff

nur unter bestimmten bautechnischen Maßnahmen (z. B. Sondergründungen) möglich ist. Diese Sondermaßnahmen gewinnen zunehmend erheblichen Einfluss auf die Baukosten.

Heinrich-Otto Buja

2. Kalkulation im Ingenieurbau

Zunächst werden die betriebswirtschaftlichen Grundlagen gelegt. Anschlieβend folgen der Prozess der Angebotskalkulation und die Vorkalkulation in den jeweiligen Ingenieurbausparten. Ergänzt wird die Kalkulation um die Besonderheiten im Auslandsbau, die Einbeziehung von Risiken, die Kalkulation erweiterter Bauvertragsformen sowie die Besonderheiten bei Arbeitsgemeinschaften.

Dieter Jacob, Constanze Stuhr, Christoph Winter

6. Wasserspeicherung

Einleitende Hinweise:

Für die Wasserspeicherung waren bis 1998 ausschließlich die vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) im damaligen Fachausschuss „Wasserbehälter“ entwickelten folgenden Arbeits- und ̲erkblätter ausschlaggebend:

W 311: Planung und Bau von Wasserbehältern; Grundlagen und Ausführungsbeispiele

W 312: Wasserbehälter; Maßnahmen zur Instandhaltung

W 315: Bau von Wassertürmen; Grundlagen und Ausführungsbeispiele

W 318: Wasserbehälter; Kontrolle und Reinigung

W 319: Reinigungsmittel für Trinkwasserbehälter; Einsatz, Prüfung und Beurteilung

Peter Fritsch, Werner Knaus, Gerhard Merkl, Erwin Preininger, Joachim Rautenberg, Matthias Weiß, Burkhard Wricke

11. Abdichtung mit Bentonit

Abdichtungsschichten aus Natriumbentonit weisen gegenüber visko-elastischen Bitumenbzw. Kunststoffabdichtungen und starren mineralischen Abdichtungen vor allem folgende Vorteile auf: Fehlstellen aufgrund von Verarbeitungsfehlern werden vom Bentonit durch sein Quellvermögen ausgefüllt, auftretende Relativbewegungen im Bereich von planmäßigen Fugen oder durch Rissbildungen in der Rücklage können in weiten Bereichen schadlos aufgenommen werden, solange der Bentonit am Austrocknen gehindert wird. Treten dennoch Leckagen auf, so wird der Schaden – vergleichbar mit wasserundurchlässigen Betonkonstruktionen und bei Beschichtungen – im unmittelbaren Bereich der Fehlstelle zu Tage treten und kann gezielt nachgebessert werden.

Dr.-Ing. Ralf Ruhnau

1. Aufgabe von Bauwerksabdichtungen

Um die Aufgabe von Bauwerksabdichtungen zu beschreiben, wird zunächst erläutert, was im Folgenden unter dem Begriff „Bauwerksabdichtung“ verstanden wird und welche Bereiche nur bedingt zu Bauwerksabdichtungen gehören.

Dipl.-Ing. Michael Bonk
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