Bauwirtschaft
Grundlagen und Methoden
- 2024
- Book
- Authors
- Egon Leimböck
- Andreas Iding
- Heiko Meinen
- Publisher
- Springer Fachmedien Wiesbaden
About this book
Das Fachbuch Bauwirtschaft gibt einen Überblick über alle bauwirtschaftlichen bzw. baubetriebswirtschaftlichen Themen, die im Bau- und Bauhauptgewerbe von Belang sind. Dazu gehört eine Einordnung in den volkswirtschaftlichen Kontext genauso wie ein Einblick in betriebswirtschaftliche Aspekte wie Organisation und Management, Preisfindung, Rechnungswesen, Controlling oder Marketing. Dabei werden auch die Schnittstellen zu angrenzenden Branchen (Finanz- und Immobilienwirtschaft) in angemessenem Umfang berücksichtigt. Besondere Beachtung findet der Aspekt der Nachhaltigkeit im Kapitel "Nachhaltiges Wirtschaften im Bauunternehmen", das vollständig überarbeitet und erweitert wurde. Zudem sieht sich die Bauwirtschaft der Notwendigkeit einer zunehmenden Digitalisierung gegenüber, um in Zeiten des Fachkräftemangels dringend nötige Produktivitätsreserven zu heben. Ein neues Kapitel widmet sich daher der Frage, wie und wo Digitalisierung sinnvoll eingesetzt werden kann.
Besondersdem Praktiker soll ein schnelles Nachlesen von Themen ermöglicht werden, um konkrete Problemstellungen durch einen theoretischen Bezug besser lösen zu können. Studierenden dient dieses Buch als Grundlage bei der Vermittlung von Studieninhalten im Bereich der Betriebswirtschaft im Bauwesen.
Table of Contents
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Baubeteiligte und deren Aufgaben
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Kapitel 1. Aufgaben bei der Entstehung und Nutzung von Bauprojekten
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungDer Begriff der „Entstehung eines Bauprojektes“ umfasst in diesem Buch den Neubau, den Wiederaufbau, den Um‐ und Ausbau sowie die Erweiterung und Instandsetzung von Bauprojekten.Die nachfolgenden Ausführungen gelten im Grundsätzlichen für alle genannten Arten der Entstehung von Bauprojekten. Gleichwohl sind im Einzelfall bestimmte Aufgaben entweder nicht notwendig oder sie haben unterschiedliche Gewichtungen. So ist z. B. die Aufgabe der Grundstücksbeschaffung unter Umständen nur beim Neubau, Ausbau bzw. bei der Erweiterung von Bedeutung.Das Problem der Finanzierung oder die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist demgegenüber unabhängig von den genannten Arten der Entstehung von Bauprojekten.Die Entscheidung zur Entstehung, d. h. die Entwicklung eines Bauprojektes geht immer direkt oder indirekt vom sogenannten Bauherrn aus. Allerdings wird der Begriff „Bauherr“ sowohl in der Praxis als auch in der Literatur unterschiedlich definiert.So findet man z. B. unterschiedliche Definitionen:-
im Bauordnungsrecht,
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in der Gewerbeordnung,
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im Steuerrecht,
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im Wohnungsbaurecht und,
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in der Makler‐ und Bauträgerverordnung.
In diesem Buch wird der Begriff „Bauherr“ wie folgt festgelegt.„Bauherr ist derjenige:-
der selbst oder durch Dritte,
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im eigenen Namen und auf eigene Verantwortung,
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auf eigene Rechnung,
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ein Bauvorhaben
wirtschaftlich und technisch vorbereitet und durchführt bzw. vorbereiten und durchführen lässt“ (Pfarr 1997, S. 4). -
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Kapitel 2. Baubeteiligte bei der Ausführung einzelner Aufgaben
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungAn dieser Stelle wird nur ein allgemeiner Überblick über die Baubeteiligten bei der Ausführung einzelner Aufgaben gegeben. Die Unterordnung der Beteiligten zu den einzelnen Projektphasen bedeutet nicht, dass diese Gruppen innerhalb eine anderen Projektphase nicht vertreten sind. Es soll damit jedoch die besondere und in vielen Fällen unverzichtbare Rolle in diesem Zeitraum zum Ausdruck gebracht werden. -
Kapitel 3. Baubeteiligte bei der Zusammenfassung von Aufgaben
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungBislang wurden folgende Aufgabenträger herausgearbeitet und zwar getrennt nach vier Aufgabenbereichen:-
Entscheidung zur Entstehung eines Bauprojektes
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Bauherrn
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Architekten, Fachingenieure und Sonderfachleute
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Finanzierungsträger
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Grundstücksanbieter
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Dienstleister
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Planung des Bauprojektes
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Architekten, Fachingenieure und Sonderfachleute
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Projektsteuerer
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Behörden (Aufsicht)
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Verwaltung, Gemeinde, Öffentlichkeit
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Herstellung von Bauprojekten
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Bauausführende Unternehmen
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Bauüberwachungsorgane
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Sonstige Aufgabenträger wie beispielsweise Versicherungen, Juristen und Gerichte
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Nutzung
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Personal bei Großunternehmen
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Hausverwaltungen, Asset und Property Manager
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Wartungs‐ und Inspektionsbetriebe
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Anbieter von (integrierten) Facility Services
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Tritt der Bauherr mit den genannten Aufgabenträgern in einzelne und direkte Vertragsverhältnisse ein, dann spricht man von einer Organisationsform mit Einzelleistungsträgern. Diese Organisationsform bringt für den Bauherrn viele Vertragsbeziehungen und einen großen Koordinierungs‐ und Überwachungsaufwand mit sich. Andererseits besteht im Rahmen dieser Organisation für einen Bauherrn die Möglichkeit der direkten Einflussnahme auf die einzelnen Baubeteiligten und somit auf das Bauprojekt. In Abhängigkeit der Kompetenz des Bauherrn kann dies ein gewünschter Umstand sein. -
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Kapitel 4. Interessenverbände der Baubeteiligten
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungVerbände sind Organisationen von Personen oder Gruppen, welche die materiellen oder ideellen Interessen ihrer Mitglieder in wirtschaftlicher, politischer und kultureller Zielrichtung sowohl gegenüber dem Staat als auch gegenüber anderen Interessengruppen vertreten. Generell kann man die Verbände oder Interessengruppen nach folgenden gesellschaftlichen Handlungsfeldern unterscheiden (vgl. von Aleman 1996, S. 21).Die Wurzeln unserer heutigen Interessenverbände liegen in den Entstehungsbedingungen der bürgerlichen Gesellschaft im 18. und 19. Jahrhundert. Aber es hat auch schon in früheren Gesellschaften Vereinigungen und organisierte Gruppen gegeben. Nur wiesen diese noch nicht die Merkmale eines freien und vielgestaltigen Verbändewesens auf (vgl. von Aleman 1996, S. 9). Wenn auch die Verbände in der Geschichte durchaus unterschiedlichen Bewertungen – besonders in ihrer Beziehung zu Staat und Gesellschaft – unterlagen, werden heute die Verbände oder Interessengruppen als unverzichtbarer Bereich der heutigen pluralistischen Demokratie verstanden.
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Baumarkt, Preisfindung, Marketing
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Kapitel 5. Baumarkt
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungEin allgemeiner Überblick über den inländischen Baumarkt ergibt sich, wenn man das Bauvolumen in Deutschland nach Baubereichen unterteilt. Dabei stellt das Bauvolumen die Summe aller Leistungen dar, die auf die Herstellung oder Erhaltung von Gebäuden und Bauwerken gerichtet sind.2021 wurde nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts in Deutschland ein Bauvolumen in Höhe von 414 Mrd. € erarbeitet. Dieses Bauvolumen unterteilt sich in die in Abb. 5.1 dargestellten Baubereiche, die auch Bausparten genannt werden (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 2022a).Der hier angegebene Wert des Bauvolumens ist deutlich höher als der Wert der Bauinvestitionen, der vom Statistischen Bundesamt im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung angegeben wird. Dies liegt daran, dass im Wert des Bauvolumens im Gegensatz zum Wert der Bauinvestitionen zusätzlich enthalten sind:-
nicht werterhöhende Reparaturen,
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selbsterstellte Bauten,
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Eigenleistungen.
Der Stellenwert des Baumarktes im Kontext der Volkswirtschaft lässt sich mit folgenden Daten verdeutlichen (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie 2022b):-
Anteil der Bruttowertschöpfung des Baugewerbes am Bruttoinlandsprodukt 2021: 5,9 %,
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Anteil der Bauinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt 2021: 11,6 %,
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Anteil der Erwerbstätigen im Baugewerbe an allen Erwerbstätigen 2021: 5,8 %.
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Kapitel 6. Preisfindung
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungDie Preisbildung in der Bauwirtschaft ist häufig polypolistisch geprägt. Das heißt viele Nachfrager treffen auf viele Anbieter wie dies beispielsweise im Wohnungsbau der Fall ist. In Bereichen der öffentlichen Infrastruktur oder bei sehr selten vorkommenden und technisch schwierigen Bauvorhaben ist der Markt auf dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen anders geprägt (Monopol oder Oligopol). Im Folgenden wird die Preisbildung auf dem Baumarkt in der Form dargestellt, wie sie in den bauwirtschaftlichen Teilmärkten konkret praktiziert wird.Analog der vorstehenden Ausführungen wird auch bei der Preisfindung von folgenden Teilmärkten ausgegangen:-
unbebauten Grundstücken,
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freiberuflichen Tätigkeiten,
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gewerblichen Dienstleistungen,
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Bauleistungen,
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Projektentwicklungen.
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Kapitel 7. Marketing
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungNach dem modernen Marketingverständnis richtet sich das gesamte Unternehmen nach den Kunden aus, sodass alle Unternehmensfunktionen wie Finanzierung, Beschaffung, Personal und die Leistungserstellung auf Marketingaspekte, also die Kundenerwartungen bezogen werden. Mittlerweile wird der grundsätzliche Ansatz des Marketings noch weiter gefasst und beschäftigt sich mit der effizienten und bedürfnisgerechten Gestaltung jeder Art von Austauschprozess (Meffert et al. 2012, S. 3). Diese Sichtweise erlangt insbesondere vor dem Hintergrund des heutigen Fachkräftemangels, also im Hinblick auf das Personal‐Marketing eine besondere Bedeutung für die Bauwirtschaft.
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Organisation und Management
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Kapitel 8. Organisation
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfasungDie Aufgabe der Organisation liegt klassischerweise in der Nutzung von Vorteilen der Arbeitsteilung und der Standardisierung. Eine Lösung dieser Aufgabe ist nicht immer einfach zu finden, da sich mit der Arbeitsteilung und der Standardisierung ein komplexes Organisationsgebilde ergibt, das durch das Management koordiniert werden muss. -
Kapitel 9. Management
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungVoraussetzung für eine rationale und effiziente Unternehmensführung ist eine klare und eindeutige Zielbestimmung. In der Literatur wird diese Aufgabe als „Aufbau des Zielsystems“ eines Unternehmens bezeichnet. Um ein Zielsystem für ein Unternehmen festlegen zu können, müssen zunächst folgende Fragen eindeutig beantwortet sein. -
Kapitel 10. Gesetzliche Grundlagen
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungBei der Wahl der Rechtsform sind unterschiedliche rechtliche Merkmale von Bedeutung, die sich in drei Gruppen unterteilen lassen:-
Einlagen- und Haftungsregeln.
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Gewinnverteilungs- und Ausschüttungsregeln.
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Sonstige Regelungen, die sich bspw. auf Gründungsmodalitäten, Geschäftsführung, die Mitwirkungs- und Kontrollrechte der Gesellschafter sowie Informationspflichten beziehen.
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Investition und Finanzierung
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Kapitel 11. Investition
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungBei Sachinvestitionen handelt es sich um Grundstücke, Bauten, technische Anlagen, Maschinen sowie Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Diese werden von allen Aufgabenträgern, die an der Erstellung und Nutzung von Bauprojekten beteiligt sind, in unterschiedlichem Umfang benötigt. -
Kapitel 12. Finanzierung
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungIn Zusammenhang mit dem Begriff der Investition wurde festgestellt, dass Planungs-, Dienst- und Bauleistungen und Leistungen der Projektentwicklungen nur dann erbracht werden können, wenn entsprechende finanzielle Mittel zum Aufbau, zur Erhaltung und zur Erweiterung der Unternehmensorganisationen bzw. zur Finanzierung von Projekten vorhanden sind bzw. beschafft werden können. -
Kapitel 13. Finanzwirtschaftliche Entscheidungen
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungZur Unternehmens- und Projektfinanzierung werden Eigenkapitalgeber nur dann Kapital bereitstellen, wenn sie überzeugt sind, dass sie damit eine bestimmte Mindestverzinsung ihres eingesetzten Kapitals erreichen. Mit diesem Entschluss gehen die Eigenkapitalgeber das Risiko ein, dass durch eintretende Verluste oder gar durch die Insolvenz das Eigenkapital aufgezehrt wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sie eine grundsätzlich andere Stellung als Fremdkapitalgeber in Gläubigerstellung einnehmen. Dies bedeutet, dass Eigenkapitalgeber nur dann zur Investition ihres Kapitals bereit sind, wenn die erwartete Eigenkapitalrendite auch eine Prämie für dieses Risiko enthält.
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Betriebsabrechnung und operatives Controlling
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Kapitel 14. Die Betriebsabrechnung als traditionelle Form des betrieblichen Rechnungswesen
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungZur Leistungserstellung sind Ressourcen erforderlich. Ressourcen sind eine „abgrenzbare Gattung bzw. Einheit von Personal, Finanzmitteln, Sachmitteln, Informationen, Naturgegebenheiten, Hilft‐ und Unterstützungsmöglichkeiten, die zur Durchführung oder Förderung von Vorgängen, Arbeits‐paketen oder Projekten herangezogen werden können“ (Deutsches Institut für Normung e. V. 2009, S. 17). Bedeutend ist im Zusammenhang mit der zunehmenden Diskussion von Nachhaltigkeitsaspekten im Bauumfeld, dass Ressourcen nur begrenz zur Verfügung stehen. Anzahl oder Menge von Ressourcen einer bestimmten, oder mehrerer Ressourcenarten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines Zeitraums erforderlich ist, wird als Ressourcenbedarf bezeichnet (vgl. Deutsches Institut für Normung e. V. 2009, S. 17). In Wert‐ oder Mengeneinheiten lassen sich Ressourcen beschreiben und für einen Zeitpunkt oder Zeitraum disponieren.In der Betriebswirtschaftslehre werden diese Ressourcen auch Produktionsfaktoren genannt und üblicherweise in Elementarfaktoren unterteilt, nämlich menschliche Arbeitsleistungen, Betriebsmittel und Werkstoffe.„Menschliche Arbeitsleistungen, Betriebsmittel und Werkstoffe sind produktive Faktoren. Da sie die Elemente darstellen, aus denen der Prozess der betrieblichen Leistungserstellung besteht, sollen sie als betriebliche Elementarfaktoren bezeichnet werden. […] -
Kapitel 15. Mit Planungen von der Betriebsabrechnung zum operativen Controlling
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungUm die Aufgaben, die bei der Entstehung und Nutzung von Bauprojekten anfallen, im Hinblick auf die angestrebten Zielsetzungen optimal erfüllen zu können, sind Planzahlen für folgende Bereiche unerlässliche Voraussetzung.Zunächst muss man feststellen, dass die Planung als gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns auf einer Reihe von Schätzungen, Prognosen und Unsicherheiten beruht und dass die Planung am Ende der Schritte von der Improvisation bis zur Entscheidung steht.Somit gilt der folgende Zusammenhang:-
Improvisation → Analyse → Prognose → Bewertung → Planung → Entscheidung
„Planung impliziert Tun. Sie ist die gedankliche Vorwegnahme zukünftigen Handelns und damit notwendigerweise zielgerichtet. Andererseits ist Planung ein emotionaler Prozess, mit dem menschliche Widerstände (nicht planen wollen, nicht kontrollieren wollen) einhergehen und letztendlich die Frage nach der unbedingt einzuhaltenden Planehrlichkeit aufwerfen“ (Motzel 1998, S. 201).Planung muss auch unmittelbar mit dem Controlling verbunden werden, denn Planung muss mit wachsendem Erkenntnisstand im Laufe der Aufgabenerfüllung angepasst werden, um Erfahrungen für zukünftige Planungen zu bekommen. „Planen ohne Controlling ist sinnlos, Controlling ohne Planung unmöglich“ (Motzel 1998, S. 201). -
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Kapitel 16. Durchführung des operativen Controlling und Risiko Controlling
Egon Leimböck, Andreas Iding, Heiko MeinenZusammenfassungControlling ist auch in der Bauwirtschaft ein signifikanter Faktor der Wettbewerbs‐ und der Existenzsicherung. Wie existenzgefährdet die Unternehmen der Bauwirtschaft sind, wird kurz anhand zwei Faktoren für die bauausführenden Unternehmen gezeigt. Zunächst wird hierbei die durchschnittliche Eigenkapitalquote betrachtet. Sie hat sich in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich verbessert, sodass sie 2013 wieder bei rund 15 % liegt (zum Vergleich: 2002 befand sie sich bei unter 2 %). Im Vergleich hierzu liegt die Eigenkapitalquote beim verarbeitenden Gewerbe bei ca. 30 %. Ebenso ist die Anzahl der Insolvenzen im Baugewerbe ernst zu nehmen. Im Jahr 2013 war eine Insolvenzquote von etwas über 1 % der Betriebe zu verzeichnen. Im Verhältnis zum sonstigen verarbeitenden Gewerbe ist sie damit doppelt so hoch. Auch wenn sich die Zahlen in den letzten Jahren verbessert haben zeigt die Situation deutlich, dass es sich beim Bauen um ein risikoreiches Geschäft handelt. Insofern wird im Folgenden neben dem operativen Controlling auch ausführlich auf das Risikocontrolling eingegangen.Was bedeutet nunmehr Controlling?
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- Title
- Bauwirtschaft
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Egon Leimböck
Andreas Iding
Heiko Meinen
- Copyright Year
- 2024
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- Springer Fachmedien Wiesbaden
- Electronic ISBN
- 978-3-658-40348-5
- Print ISBN
- 978-3-658-40347-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-40348-5
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