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13-12-2017 | Betriebsstoffe | Nachricht | Article

Kraftstoff aus Biomasse günstig herstellen

Author:
Christiane Köllner
1:30 min reading time

Wird es in Zukunft CO2-neutralen Kraftstoff für Verbrennungsmotoren geben? Das Forschungsprojekt "Heat-to-Fuel" arbeitet daran. Das Ziel: Preise für Biokraftstoff unter einem Euro pro Liter.

Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sollen in Zukunft in neuartigen Bio-Raffinerien Biokraftstoffe hergestellt werden. Dass das prinzipiell möglich ist, konnte bereits gezeigt werden. Das EU-Forschungsprojekt "Heat-to-Fuel" mit 14 Partnern aus ganz Europa – darunter auch die TU Wien – will jetzt diese Technologien effizienter und kostengünstiger machen.

Lokales Biomaterial statt Erdöl 

"In Bio-Raffinerien könnte in Zukunft eine breite Palette an Produkten aus billigen Bio-Materialien hergestellt werden, unter anderem auch Bio-Treibstoffe", sagen Anna Mauerhofer und Stefan Müller vom Institute of Chemical, Environmental and Biological Engineering der TU Wien. Besonders sinnvoll sei dieses Konzept, wenn man verschiedene verfahrenstechnische Schritte kombiniere, sodass etwa die nötige Wärme für den Prozess nicht eigens erzeugt werden muss, sondern bestehende Abwärme genutzt werden kann.

Günstiger als ein Euro pro Liter

"Das Projekt Heat-to-Fuel soll in den nächsten Jahren ermöglichen, die Kosten für die Biotreibstoff-Produktion um 20 Prozent zu senken und die Preise somit unter einen Euro pro Liter zu drücken", hofft Stefan Müller. "Gleichzeitig soll die Qualität der Biotreibstoffe verbessert werden." Das soll nicht nur zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes führen, sondern auch Europas Abhängigkeit von erdölexportierenden Ländern verringern, die Nutzung lokaler Ressourcen verbessern und neue Arbeitsplätze in modernen Bio-Raffinerien schaffen.

Koordiniert wird das Forschungsprojekt von Güssing Energy Technologies. Die TU Wien betreibt für die Verfahrensentwicklung erforderliche Versuchsanlagen seit vielen Jahren. Der offizielle Projektstart erfolgte im September 2017, das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und wird vom europäischen Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 gefördert.

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