Skip to main content
main-content
Top

31-01-2020 | Biowerkstoffe | Infografik | Article

Anteil biobasierter Polymere am Kunststoffmarkt ist gering

Author: Thomas Siebel

1:30 min reading time
share
SHARE
print
PRINT
insite
SEARCH

Der Markt für biobasierte Kunststoffe wächst. Dennoch machen die im Jahr 2019 produzierten 3,8 Millionen Tonnen laut einer Studie nur etwa ein Prozent des Gesamtmarkts für Polymere und Kunststoffe aus.

Das Nova-Institut hat im Rahmen der Studie "Bio-based Building Blocks and Polymers – Global Capacities, Production and Trends 2019-2024" den Markt für biobasierte Polymere im Jahr 2019 untersucht und eine Prognose für die weitere Entwicklung bis 2024 angestellt. Danach wurden 2019 weltweit insgesamt 3,8 Millionen Tonnen biobasierte Polymere produziert, was ein Prozent der Produktionsmenge der fossilbasierten Polymere entspricht. Die Produktion liegt damit um drei Prozent höher als im Jahr 2018. Bis 2024 wird sich dieses jährliche Wachstum nach Einschätzung der Autoren fortsetzen; die Produktionsmenge fossilbasierter Polymere und Kunststoffe wird bis dahin voraussichtlich ebenfalls mit drei Prozent pro Jahr zunehmen. Die wichtigsten biogenen Rohstoffe, die für die Produktion von biobasierten Polymeren genutzt werden, sind Nebenprodukte aus anderen Prozessen. Insbesondere wird Glycerin genutzt, ein Nebenprodukt der Biodieselproduktion, das für die Herstellung von Epoxidharzen verwendet wird.

Der Anstieg der Produktionskapazität von 2018 bis 2019 basiert laut Studie im Wesentlichen auf dem Ausbau der Polybutylenadipat-terephthalat-Produktion (PBAT) in Europa, der weltweiten Epoxidharzproduktion und der europäischen Produktion von stärkehaltigen Kunststoffen. Außerdem wurden 2019 erhöhte und neue Kapazitäten von Polybutylensuccinat und Copolymeren (PBS(X)), bio-basiertem Polyethylen (PE) und dem erstmals kommerziell verfügbaren Polypropylen (PP) gemeldet. Insbesondere Epoxidharze und PP werden nach Einschätzung der Autoren bis 2024 weiter deutlich wachsen. Die Autoren rechnen zudem damit, dass die Kapazitäten für die Herstellung von Polyhydroxyalkanoate (PHA) bis 2024 ausgebaut werden dürften.

share
SHARE
print
PRINT

Related topics

Background information for this content

Premium Partners