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About this book

Jörg Radtke bietet in diesem Band einen umfassenden Einblick in die gesamte Bandbreite der Organisationsstrukturen von Initiativen der „Bürgerenergie“ und deren Beitrag zur Energiewende. Auf der Grundlage flächendeckender quantitativer Umfragedaten sowie vertiefter Analysen ausgewählter Fallbeispiele von Solar-, Wind- und Geothermie-Projekten dokumentiert er die Sozialstruktur und die Motivationen beteiligter Bürgerinnen und Bürger. Der Autor untersucht Partizipationsformen, Gemeinschaftsbildung und Vernetzung der überwiegend ehrenamtlich geführten „Bürgerenergie“-Initiativen und identifiziert individualistische Beteiligung und kollektive Handlungsweisen als neue Formen projektorientierter Partizipation an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Table of Contents

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung: Bürgerenergie und Demokratie

Zusammenfassung
Konzeptionen und Praktiken von Demokratie werden derzeit einerseits unter dem Aspekt von Bedrohungen (Brodocz/Llanque/Schaal 2008) und Krisen (Streeck 2013, Wöhl 2013, Merkel 2015a) diskutiert, überwiegend negative Diagnosen werden theoretisch durch das Schlagwort von Colin Crouch (2008) als Postdemokratie zusammengefasst und praktisch durch Bürgerproteste befördert (Butzlaff 2016).
Jörg Radtke

Chapter 2. Stand der Forschung

Zusammenfassung
Partizipation scheint zu einem Schlagwort seit der Jahrtausendwende geworden zu sein („Zeitalter der Partizipation“, vgl. Harles/Lange 2015; Partizipation im 21. Jahrhundert, vgl. Nabatchi/Leighninger 2015, Roberts 2015, Chilvers/Kearnes 2016), ein Mehr an (direkter) Beteiligung der Bürger an Entscheidungen und Modi operandi in der Demokratie sowie Förderung von partizipativen Bodensatz-Aktivitäten der Bürger scheint einen übergreifenden Konsens darzustellen (Ullrich et al. 2014, Bentele et al. 2014, Düber/Rohrmann/Windisch 2015). Praxis und Forschung zu Partizipation blicken inzwischen auf über vierzig Jahre an Erfahrungen in der Bundesrepublik Deutschland zurück.
Jörg Radtke

Chapter 3. Forschungsansatz: Analyse von Bürgerenergie-Partizipation

Zusammenfassung
Bei der Beschreibung des Forschungsansatzes werden neben inhaltlich relevanten Fragestellungen die methodische Vorgehensweise beschrieben und begründet. Aktuelle Forschungsergebnisse und theoretische Ansätze finden hierbei Berücksichtigung, Grenzen der Untersuchung werden abgesteckt.
Jörg Radtke

Chapter 4. Bürgerenergie- und Community Energy-Forschung

Zusammenfassung
„Closing the gap between energy research and modelling, the social sciences, and modern realities“, so beschreibt Jefferson den erforderlichen Lückenschluss zwischen (technisch-naturwissenschaftlicher) Energie- und sozialwissenschaftlicher Forschung sowie Realbedingungen (Jefferson 2014). Für die Sozialwissenschaften stellen erneuerbare Energien trotz langer Tradition einer Energie- und Technikforschung eine neue Herausforderung dar (vgl. Groß/Mautz 2014).
Jörg Radtke

Chapter 5. Methodische Konzeption von empirischer Datenerhebung und -auswertung

Zusammenfassung
Das wesentliche Merkmal des gewählten Forschungsdesigns besteht in einem Mixed Methods-Ansatz, der sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsinstrumente und unterschiedliche Verfahren und Analysemethodiken miteinander kombiniert (vgl. Kuckartz 2014a). Dieser Ansatz weist im Kern folgende Merkmale auf.
Jörg Radtke

Chapter 6. Empirische Analyse von Bürgerenergie- Initiativen in Deutschland

Zusammenfassung
Im Folgenden werden verschiedene Fallbeispiele anhand qualitativer Interview-Daten analysiert, welche unterschiedliche lokale Energiegesellschaften bzw. Bürgerinitiativen darstellen.
Jörg Radtke

Chapter 7. Resümee

Zusammenfassung
Letztlich soll ein besonderer Fokus auf die spezifischen Kontexte von demokratischen Prozessen und Modi gerichtet werden, da deren Einfluss als erheblich gelten kann. Denn der Einbezug der Bürger, Partizipation, deliberative Praktiken, Organisationsprozesse, Herausbildung von Sozialkapital usw. laufen alle auf lokaler Ebene ab (Roth 1994, Bogumil 1999, Kersting 2004, Mayer 2004, Evers/Roth 2005, van Deth/Tausendpfund 2013, Roth 2013d; pessimistisch: Roth 2011d) und betonen als Kernprinzip lokal-unmittelbare Gemeinschaftlichkeit (Wolin 1994, Little 2002, Taylor 2002, Pettit 2008a) sowie die Realisierung demokratischer Prinzipien in kleineren Gemeinschaften und Gruppen (Gastil 1993, List/Pettit 2013).
Jörg Radtke

Backmatter

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